Weiterbildung abgelehnt - jetzt Vermittlungsvorschläge, die genau die Fähigkeiten fordern, wegen denen ich NICHT für die Weiterbildung geeignet sein soll. Wie kann ich hier vorgehen?

FrauStahl

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Hallo zusammen. :):):)

Ich hoffe ihr seid alle gesund!

Ich hatte vor einer Weile ja eine Weiterbildung beantragt. Der Antrag wurde leider abgelehnt, haben jetzt einen Widerspruch geschrieben und warte auf die Bearbeitung. Abgelehnt wurde unter anderem weil ich durch eine Erkrankung mobil eingeschränkt bin, nicht kommunikationsstark und kein abgeschlossenes Studium habe. Darum wäre die Weiterbildung als SAP Berater ungeeignet für mich laut Agentur für Arbeit. Mittlerweile bin ich ja "Kundin" beim Jobcenter.

Nun habe ich seither schon mehrere neue Vermittlungsvorschläge bekommen. Unter anderem sind da Stellen wie im Callcenter dabei (heißt zwar telefonische Sachbearbeiterin, aber effektiv ist es Callcenter). Oder im Bereich Speditionskauffrau die aber vor Ort bei Kunden sein soll also mobil. Und viele der Ausschreibungen suchen Personen mit Studium, alternativ auch mit Ausbildung.:censored::censored::censored:

Ich frage mich, ob ich jetzt die Möglichkeit hätte, einfach zu Antworten, ich habe mich nicht beworben, da die Stellen für mich nach Ansicht der Agentur für Arbeit nicht geeignet sind. Ist so ein Ablehnungsbescheid denn auch für andere Themen inhaltlich "weisungsgebend" oder kann das Amt hier im Prinzip mal in die eine Richtung und mal in die andere Richtung entscheiden bei verschiedenen Vorgängen. :cautious::cautious:

Und natürlich wäre auch noch die Frage ob das überhaupt Sinn macht. Immerhin müsste ich jedes Mal Porto für das Antwortformular ausgeben...vielleicht wäre da eine nicht ganz so sorgfältige Bewerbung dann doch die einfacherer und stressfreiere Variante?

Hat jemand einen Tipp dazu?
 

abcabc

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Hey,
Ich hatte vor einer Weile ja eine Weiterbildung beantragt. Der Antrag wurde leider abgelehnt, haben jetzt einen Widerspruch geschrieben und warte auf die Bearbeitung.
Leider gibts keinen Rechtanspruch auf eine Weiterbildung..... lässt sich also nicht einklagen, wenn das JC sich weigert.
Wie wärs denn mit einer "normalen" Ausbildung? Du kannst problemlos um 1 Jahr verkürzen mit Abi (und abgebrochenem Studium).

Nun habe ich seither schon mehrere neue Vermittlungsvorschläge bekommen.
Waren die mit RFB oder ohne RFB?
Wenn die ohne RFB waren (und du keine gültige EGV oder VA hast, der/die nicht älter als 6 Monate ist mit einer entsprechenden RFB), kannst du die einfach abheften und ignorieren.

Ich frage mich, ob ich jetzt die Möglichkeit hätte, einfach zu Antworten, ich habe mich nicht beworben, da die Stellen für mich nach Ansicht der Agentur für Arbeit nicht geeignet sind. Ist so ein Ablehnungsbescheid denn auch für andere Themen inhaltlich "weisungsgebend" oder kann das Amt hier im Prinzip mal in die eine Richtung und mal in die andere Richtung entscheiden bei verschiedenen Vorgängen.
Wozu überhaupt "antworten"? Nur wenn in der EGV oder einem VA die Pflicht drinstehst, dass du die Rückmeldebögen zurücksenden musst, ist das verpflichtend. Ansonsten gibt es keinen Grund dem JC eine Rückmeldung zu geben.
Wenn die VVs mit RFB sind, kannst du eine Bewerbung nur verweigern, wenn der Job unzumutbar ist und du das "nachweisen" kannst. Beispiele: ärztliches Gutachten mit dem der Job nicht vereinbar ist, Fahrzeiten von über 2,5h (gerechnet werden Hin- UND Rückfahrt von Tür zur Tür inklusive Fußwege und Wartezeiten), ....

Und natürlich wäre auch noch die Frage ob das überhaupt Sinn macht. Immerhin müsste ich jedes Mal Porto für das Antwortformular ausgeben...vielleicht wäre da eine nicht ganz so sorgfältige Bewerbung dann doch die einfacherer und stressfreiere Variante?
Kosten für Bewerbungen sind im Regelsatz nicht enthalten. Du hast einen Rechtsanspruch darauf, dass das JC dir die Bewerbungskosten erstattet, wenn es dich zu Bewerbungen verpflichtet.
Und bei Stellen, die du nicht haben willst, hilft die Anti-ZAF Variante: Nur 0815 Anschreiben und Lebenslauf, kein Foto, keine Mailadresse, keine Telefonnummer, keine Anhänge. Das Ganze gefaltet im 80 Cent Briefumschlag verschicken. Bewerbungspflicht erfüllt.
 

Buerosklave

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Ich denke auch, dass eine "nicht ganz so sorgfältige" Bewerbung in viele Fällen der einfachere Weg ist, solche unsinnigen Stellen loszuwerden. Den Hinweise auf den Anti-ZAF-Thread hast du ja schon bekommen. Die Kunst ist, es in einer Bewerbung hinzukriegen, dass der Arbeitgeber das Interesse verliert, ohne dass dir die Bewerbung als "Negativbewerbung" ausgelegt werden kann, die dir zum Verhängnis werden kann. Sprich: man darf nicht im Klartext reinschreiben "Ich will sowieso nicht bei euch arbeiten!", aber man darf Anmerkungen machen, bei denen jeder AG abwinkt.

Abgelehnt wurde unter anderem weil ich durch eine Erkrankung mobil eingeschränkt bin, nicht kommunikationsstark und kein abgeschlossenes Studium habe. "

Wenn ich mobil eingeschränkt bin (etwa weil ich kein Auto habe), dann vermerke ich das aus so im Lebenslauf. Etwa in der Form: "Führerschein: Klasse B, kein PKW vorhanden".

Nun habe ich seither schon mehrere neue Vermittlungsvorschläge bekommen. Unter anderem sind da Stellen wie im Callcenter dabei (heißt zwar telefonische Sachbearbeiterin, aber effektiv ist es Callcenter). Oder im Bereich Speditionskauffrau die aber vor Ort bei Kunden sein soll also mobil. Und viele der Ausschreibungen suchen Personen mit Studium, alternativ auch mit Ausbildung.:censored::censored::censored:

Das mit dem Studium kommt mir bekannt vor, kenne ich aus dem IT-Bereich. Meist sieht es da so aus,dass man als jemand, der "nur" eine Ausbildung hat, sowieso schneller abgelehnt,als man kucken kann. Inzwischen schicke ich gar keine Eigenbemühungen mehr auf Jobs,wo das angeblich nötige Studium in der Ausschreibung erwähnt wird. Ist nur vergeudete Zeit.
Ganz ähnlich könnte man es bei Firmen machen, die unbedingt Zeugnisse wollen. Da ich wegen Prüfungsangst prinzipiell erstmal jede Prüfung fast vergeige (d.h. meine Prüfungsnoten sind immer viel schlechter als die aus dem laufenden Unterricht), ordne ich die Zeugnisse von Prüfung danach, ob ich die Stelle will oder nicht. Eine Firma, wo ich nicht arbeiten will, mich aber wegen eines VV bewerben muss, kriegt die Zeugnisse als PDF, wo das schlechtere Prüfungszeugnis gleich auf Seite 1 zu sehen ist. Bei Firmen, wo ich arbeiten will, entsprechend umgekehrt.

Die Sache mit der Kommunikationsstärke ist leider ein Problem,weil gerade Callcenter bei der Sklaven-Acquise nicht sonderlich wählerisch sind. Ich selbst frage immer, ob die Bimmelbude denn bereit ist, mir finanziell bei der Anschaffung passender Hörgeräte mit Bluetooth-Unterstützung entgegenzukommen (bin tatsächlich Hörgeräteträger). In der Regel höre ich dann nichts mehr von denen. Die Sklaven dürfen halt keine Kosten verursachen.

Und natürlich wäre auch noch die Frage ob das überhaupt Sinn macht. Immerhin müsste ich jedes Mal Porto für das Antwortformular ausgeben...

Ich hab die Antwortbögen noch nie zurückgeschickt, ist nie was passiert. Inzwischen ist das aber auch unnötig, da der FM den Bearbeitungsstand einer Bewerbung sowieso im Loginbereich der Jobbörse sehen kann.Wenn ich mich online bewerbe (geht ja auch direkt über die Jobbörse), sieht der Fallmanager das auch, wenn er mein Profil anschaut. Ich muss nur ab und zu mal den Status aktualisieren, wenn eine Antwort kam.
 

bondul

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Ist so ein Ablehnungsbescheid denn auch für andere Themen inhaltlich "weisungsgebend" oder kann das Amt hier im Prinzip mal in die eine Richtung und mal in die andere Richtung entscheiden bei verschiedenen Vorgängen.
Das würde ich mich auch fragen – und danach meine "Vermittlungsfachkraft“, diese sollte zumindest einmal nachvollziehbar erklären können, wie es zu solchen VV kommt. Kann ja nicht angehen, dass die Agentur dich von kostenintensiven Weiterbildungen ausgeschlossen hat, beim Jobcenter jedoch für einfache(re) Tätigkeiten die gleichen Ausschlusskriterien nicht gelten.

Ich würde dann noch einmal die abgelehnte Weiterbildung ansprechen, da ich nunmehr wohl DOCH die Kriterien erfülle - siehe Anforderungen der übermittelten VV - wäre diese demnach ja förderungsfähig ....
 

Buerosklave

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Das würde ich mich auch fragen – und danach meine "Vermittlungsfachkraft“, diese sollte zumindest einmal nachvollziehbar erklären können, wie es zu solchen VV kommt. Kann ja nicht angehen, dass die Agentur dich von kostenintensiven Weiterbildungen ausgeschlossen hat, beim Jobcenter jedoch für einfache(re) Tätigkeiten die gleichen Ausschlusskriterien nicht gelten.
Nicht immer kommen Vermittlungsvorschläge beim eigentlichen "Betreuer" des jeweiligen Kunden, sondern öfters auch von anderen Mitarbeitern. Und nach meiner Erfahrung interessieren sich letztere in der Regel nicht die Bohne dafür, ob der Kunde tatsächlich auf den Job passt. Zumindest ist das meine eigene Erfahrung. Da kriegt man dann schonmal Jobangebote in Allerweltsjobs in mehreren hundert Kilometer Entfernung,obwohl sich kein normaler Mensch tatsächlich für so einen Job bewerben würde, wenn er so weit entfernt wohnt.[/justify]
 
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