Weiterbezug von Alg2 trotz noch nicht beschiedenem Aufstiegsbafög? EILT!

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DerWahreKrieger

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Hallo an alle!

Habe eine dringende Frage zu meiner Weiterbildung. Meine Situation sieht wie folgt aus:

Ich möchte ab 3. Dezember eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt anfangen.

Mache seit ca. Juli 2018 mit einem Träger rum der die ganze Zeit behauptet es würden irgendwelche Unterlagen fehlen (Arbeitszeugnisse ect.).

Ich möchte jedoch seit einiger Zeit AFBG (Aufstiegsbafög) beantragen, aber jedesmal würde etwas fehlen. Habe heute nochmal mit dem Träger telefoniert und alle Unterlagen zum tausendsten mal hingeschickt, und gebeten mir den Erhalt sofort zu bestätigen.

Um es kurz zu machen es hängt an 2 Formblättern die ich erst erhalte wenn der Träger geprüft hat ob ich für den Kurs geeignet bin. Und die Zulassungsvorraussetzungen von der IHK hat.

Die Unterlagen wandern wieder zu mir und ich kann AFBG beantragen.

Das war die Vorgeschichte jetzt zu meiner Frage. Da ich immernoch kein AFBG bekommen habe, es sozusagen noch aussteht und die Zeit knapp wird. Muss ich ja von was leben.

Lebe derzeit von Alg2, wenn ich eine Veränderungsmitteilung dem JC schicke bekomm ich kein Geld mehr habe keine Krankenversicherung und weiss nicht wie ich den Kurs bestehen soll.

Kann/darf ich in dieser Zeit dennoch das Alg 2 weiterlaufen lassen?

Auf eure Antworten bin ich gespannt, vielen Dank im vorraus.

DerWahreKrieger
 

erwerbsuchend

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Hast du deinen Weiterbildungswunsch bereits mit deinem SB besprochen? Vielleicht kennt er noch weitere Wege, wie du deine gewünschte Weiterbildung beginnen kannst.
 

DerWahreKrieger

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Ja natürlich habe es auf dem Weg über das JC mit dem Vermittlungsbudget, vor ca einem halben Jahr probiert. Habe dazu einen schriftlichen Antrag gestellt.

Dazu wurde alles ausführlich mit dem Sb und stellvetr. Teamleiter besprochen.

Diese verwiesen auf das AFBG (Aufstiegsbafög) oder ich solle ein Darlehen anderweitig aufnehmen.

Bekam noch ne Broschüre in die Hand in der weitere Wege für die Weiterbildung beschrieben wurden, das wars.

Dies wurde mir natürlich verwehrt das JC bezahlt keine Aufstiegsweiterbildungen mehr, so die aussage des stellvetr Teamleiters.

Ausserdem es besteht kein Rechtsanspruch!

Stattdessen wollte man mich in einen langzeit Bewerbungskurs reindrücken mit dem Ziel mich in Zeitarbeit zu vermitteln, kannst du alles nachlesen in meinen Threads hier.
 
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Dinobot

Gast
Kann/darf ich in dieser Zeit dennoch das Alg 2 weiterlaufen lassen?
DerWahreKrieger

Das kommt darauf an. Es gibt Förderrechner dazu. Vielleicht hilft dir das jetzt schon weiter, auf der folgenden Homepage wird das Gesetz erklärt . Dazu gibt es rechts einen Förderrechner. Probiere den doch mal aus . Viele Erfolg dabei .

https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/das-gesetz-im-wortlaut-1712.html


Dazu wurde alles ausführlich mit dem Sb und stellvetr. Teamleiter besprochen.

Gerede gilt nichts. Dazu braucht es schon einen Antrag und einen Ablehnungsbescheid.

Ansonsten : Auch mal hier reinschauen kann sich lohnen :

https://tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/Sonstiges/SGB_II_und_Ausbildungsfoerderung_20170109.pdf

Und

https://www.deutscher-verein.de/de/...en/2017/dv-02-17-existenzsicherung-azubis.pdf
 

DerWahreKrieger

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Das kommt darauf an. Es gibt Förderrechner dazu. Vielleicht hilft dir das jetzt schon weiter, auf der folgenden Homepage wird das Gesetz erklärt . Dazu gibt es rechts einen Förderrechner. Probiere den doch mal aus . Viele Erfolg dabei .

https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/das-gesetz-im-wortlaut-1712.html

Hallo Dinobot,

vielen Dank erstmal. Habe mir das mit dem Förderrechner bereits ausgerechnet. Ich weiss das ich auch 40 % bei bestehen erlassen bekomme usw soweit bin ich auch.

Es geht nicht darum wieviel mir zusteht sondern. Das es dauert bis der Träger in die Gänge kommt um das AFBG zu stellen fehlen mir 2 Formblätter von denen.

Kleines Update die Schule hat mir per Mail heute bestätigt das sie meine Unterlagen an die IHK zwecks Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen weitergeleitet hat.

Auf telefonischer Rückfrage, beim Bafög Amt wie lange denn so ne bearbeitung dauern kann, wurde mir geantwortet das ginge schnell.

Nun denn, was ist schnell? In 1 Woche in 2 Monaten oder in nem halben Jahr? Meine Sorge ist auch wenn ich die Unterlagen 2 Wochen vor kursbeginn ans Bafög Amt sende ich immernoch ohne Bafög und ohne Geld da stehe. Auch meine Krankenversicherung erlischt dann in der Zeit in dem ich beim Träger bin. Und ich muss die Kursgebühren ja monatlich auch entrichten, da ich noch kein Bafög habe weil ja die Bearbeitung dauert und wie lange das weiss ich nicht.


Desswegen war meine Frage ja, ob ich das Alg 2 erstmal weiterlaufen lassen soll. Bis mein Bafög dann mit dem Bescheid kommt, und dann erst die Veränderungsmitteilung ans JC senden soll. Nicht das mir irgendwelche Nachteile entstehen und ich ohne Geld da stehe.

Sende ich vorher die Veränderungsmitteilung werden mir die Leistungen eingestellt. Kann das aufgerechnet werden oder so was in der Art weiss das jemand?
 
D

Dinobot

Gast
Desswegen war meine Frage ja, ob ich das Alg 2 erstmal weiterlaufen lassen soll. Bis mein Bafög dann mit dem Bescheid kommt, und dann erst die Veränderungsmitteilung ans JC senden soll.

Würde ich persönlich so machen, denn die Prüfung eines Antrages kann wohl doch etwas dauern, wenn es ungünstig läuft. Geht jedenfalls aus anderen Fragen dazu hervor:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-lange-war-bei-euch-die-bearbeitungsdauer-des-meisterbafoef-afbg

Hast du denn auch die Kontakdaten der IHK ? Würde da auch mal nachfragen. Vielleicht wäre das die richtige Ansprechpartnerin für Dich?

https://www.ihk-bonn.de/fachbereich...sicherung/weiterbildung/aufstiegs-bafoeg.html
 

DerWahreKrieger

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Vielleicht helfen Dir da die Antworten anderer auf eine solche Frage weiter:

https://www.gutefrage.net/frage/alg...n-sich-ab-wann-teile-ich-es-dem-jobcenter-mit

Ok vielen lieben Dank erstmal. Werde mal drüber schauen. Wie schon erwähnt meine Unterlagen scheinen ja schon auf dem Weg zur IHK zur sein laut Aussage des Trägers heute, und die Prüfen das. Bekomm dann nochmal post.

Ich schau mir mal die Links an von dir und dann meld ich mich nochmal. Danke dir vielmals.

PS: Habe auch den Antrag für die Zulassungsvorassetzung der IHK in PDF runtergladen. Und die Unterlagen selbst fertig gemacht falls doch wieder was fehlt. Kann das auch selbst stellen aber darauf bin ich erst heute gekommen.
 

DerWahreKrieger

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SO hab mir alles durchgelesen. Seh ich das richtig?

2. Keine "abstrakt" nach dem BAföG dem Grunde nach förderungsfähige
Ausbildung => SGB II-Leistungen möglich

Weiterbildung nach §§ 81 ff SGB III [= bis 31.03.2012 77ff SGB III]
Hufbeschlagsschmied: LSG Hessen, Beschluss vom 11.11.2009 - L 9 AS 417/09 B ER - ASR 2010, S. 41;
BSG, Urteil vom 30.08.2010 - B 4 AS 97/09 R -; nach LSG NRW, Urteil vom 30.11.2010 - L 6 AS 35/09 - ist eine
Verkürzung der Ausbildungsdauer wegen der Vorkenntnisse erforderlich (juris Rn. 25f)
FW 7.174
Zur Abgrenzung von Ausbildung und Weiterbildung im Einzelnen Klerks, ASR 2013, S. 209
bei Bezug von "Meister-BAföG" nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
(AFBG)
SG Leipzig, Urteil vom 17.11.2008 - S 19 AS 91/06 - juris Rn. 20, LSG Sachsen, Urteil vom 31.03.2011 - L 3 AS
140/09 - juris Rn. 23; BSG, Urteil vom 16.02.2012 - B 4 AS 94/11 R - juris Rn. 15 ; a.A. LSG Sachsen-Anhalt,
Beschluss vom 19.09.2011 - L 5 AS 325/11 - juris Rn. 23 bei Wahlrecht zwischen BAföG und "Meister-BAföG" für


https://tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/Sonstiges/SGB_II_und_Ausbildungsfoerderung_20170109.pdf

Würde demnach bedeuten das mir SGB 2 Leistungen weiterhin zuständen? In den anderen Links wird das Thema kontrovers diskutiert.

Verstehe es so das mir in der Zeit solange das Auftiegsbafög nicht bewilligt wird weiterhin Alg 2 zusteht. Aber teile ich das zu spät mit muss ich für die Zeit in der ich es in Anspruch genommen habe zurückbezahlen.

Jedoch schreiben die Leute in den Links bei gutefrage das man es vorher mitteilen sollte, da es strafbar sein kann wenn ich es zu spät mitteile. Hm sehr verwirrend das ganze, was zählt? Bringt mich so nicht weiter...

Laut deutscher-verein.de

Einschub: Leistungsbeschränkung auf Leistungen nach § 27 SGB II
(= einige Mehrbedarfe + Härtefälle) (Kap. B. III)

c. Besondere Härtefallregelung befristet für vor dem 31.12.2020 begonnene
Ausbildungen besteht für einen bestimmten Kreis von Auszubildenden und
bei Vorliegen besonderer Bedingungen gem. § 27 Abs. 3 Satz 2, Satz 3
SGB II = fast regulärer SGB II-Anspruch als Zuschuss für:
+ alle Schüler (§ 12 BAföG) und Studierenden mit einem Bedarf nach § 13 Abs. 1
Nr. 1 BAföG,
+ die aufgrund ihres Alters gem. § 10 Abs. 3 BAföG keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung
haben (und § 7 Abs. 6 Nr. 3 SGB II nicht greift),
+ wenn die Ausbildung im Einzelfall zur Eingliederung zwingend erforderlich
ist und
+ ohne die Gewährung von SGB II der Ausbildungsabbruch droht.
d. Überbrückungsdarlehen bei Ausbildungsbeginn (§ 27 Abs. 3 Satz 4 SGB II):
Leistungen analog § 24 Abs. 4 Satz 1 SGB II

Also müsste ich Überbrückungsdarlehen bzw Bafög Vorschuss beantragen beim JC, und vorher die Veränderungsmitteilung ans JC schicken? Korrekt? :icon_mrgreen:

Das habe ich ergänzend noch ehrausgefunden:

Was du zum BAföG Vorschuss wissen musst
Voraussetzungen (§ 51 Abs. 2 BAföG)
Einen Vorschuss gibt es nur bei der erstmaligen Antragstellung in einem Ausbildungsabschnitt oder nach einer Unterbrechung der Ausbildung, also immer nur dann, wenn du einen Erstantrag stellst. Dabei musst du einige Wochen Bearbeitungszeit in Kauf nehmen und selbst deinen Beitrag dazu geleistet haben, dass eine Bearbeitung überhaupt möglich ist.

Das heißt konkret: Zunächst musst du den Antrag im Wesentlichen vollständig beim BAföG-Amt einreichen. Alle Unterlagen, die du beibringen kannst, müssen vorliegen. Dann hat das BAföG-Amt 6 Wochen Zeit, dir einen BAföG-Bescheid zu schicken, bzw. 10 Wochen, um dir den ersten Förderbetrag zu überweisen. Geschieht das nicht, hast du Anspruch auf einen Vorschuss.

Es ist also ratsam, den Erstantrag frühzeitig zu stellen, am besten schon einige Wochen vor Ausbildungsbeginn.

Höhe, Dauer und Art der Auszahlung (§ 51 Abs. 2 BAföG)
Seit dem 1. August 2015 werden 80 % des zu erwartenden Förderbetrages als Vorschuss ausgezahlt, und zwar über einen Zeitraum von 4 Monaten. Dabei erfolgt die Zahlung unter dem Vorbehalt der Rückforderung. Das bedeutet, dass das BAföG-Amt nach der endgültigen Berechnung deines Förderbetrages ohne Weiteres zu viel gezahltes Geld von dir zurückfordern kann.

Wenn du nicht auf den Vorschuss warten kannst (§ 27 Abs. 4 SGB II)
Die 6 bzw. 10 Wochen Wartezeit auf den Vorschuss können sehr lang werden, wenn du überhaupt kein Geld zur Verfügung hast. Möglicherweise ist deine Ausbildung sogar gefährdet. Um das zu vermeiden, gibt es einen finanziellen Notanker für dich: ein Darlehen nach § 27 Abs. 4 SGB II, das du beim Jobcenter beantragen kannst. Es wird maximal in Höhe der zu erwartenden Ausbildungsförderung gewährt. Damit die Rückzahlung sichergestellt ist, musst du entweder deinen BAföG-Anspruch in Höhe des geleisteten Betrages an das Jobcenter abtreten oder das Jobcenter vereinbart mit dir, dass du das Geld zurückzahlst, sobald du (rückwirkend) BAföG erhältst.

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