Weiterbewilligungsantrag: Nach 1 Jahr ca. 1000€ gespart! Kann das JC die Hilfebedürftigkeit Verweigern?

Blacksystem1

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
47
Bewertungen
1
Guten Tag,

habe über ein Zeitraum von 1 Jahr c.a 1000€ gespart und das nur mit dem Geld vom Regelsatz! Kann Es sein das das JC die Hilfeleistung verweigert?

Es kann ja sein das ich mir ein KfZ Kaufen möchte. Muss ich dies Begründen?
 

Nena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
1.630
Bewertungen
1.503
Kann Es sein das das JC die Hilfeleistung verweigert?
Klaro. Aber rechtens wäre es nicht.
Im Ernst: Nein, dass Du sparst ist keineswegs verwerflich, sondern Deine Pflicht (als vernunftbegabtes Wesen). Und so lange Du nicht über Deine Schonvermögensgrenze kommst, ist es absolut unschädlich (aber nichtsdestotrotz meldepflichtig bei jedem WBA aktuell).

Es kann ja sein das ich mir ein KfZ Kaufen möchte. Muss ich dies Begründen?
Nein. Wenn Du mit so einer Frage rechnest, kannst Du Dir ja vorher schon überlegen, wie Du antwortest ("unvorhergesehene/-sehbare Ausgaben" wäre meine Antwort). Aber die Frage wird eher lauten, wie Du es geschafft hast, so viel zu sparen.
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
569
Bewertungen
542
Nö du sollst sogar jeden Monat was von deinem Regelsatz sparen.
Geh mal zum JC und sage denen du brauchst Geld für eine neue Waschmaschine oder einen neuen Kühlschrank.
Antwort vom JC wird sein: Abgelehnt, dies hätten sie vom Regelsatz sparen müssen.

Von daher mach dir keinen Kopf.
 

Blacksystem1

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
47
Bewertungen
1
Das Geld wurde alleine durch den Regelsatz des JC gespart. Wenn die wollen können die komplette Kontoauszüge von 1 Jahr haben!
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
2.366
Bewertungen
1.498
Irgendwann lag der sogenannte Ansparbetrag mal bei 14,2% vom Regelsatz - das dürfte sich nicht wesentlich geändert haben, heißt also etwas über 60 Euro pro Monat sind zu sparen. Bei 1000 Euro wären das dann etwas über 83 Euro - ich denke das ist noch unverdächtig.
Ob man das begründen muß? Keine Ahnung. Kannst ja mal den Hartzi-Warenkorb durchgehen. Vielleicht gehst du nie in eine Gaststätte? Hast kein Internet und Telefon?:icon_mrgreen:
oder, oder...
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
616
Bewertungen
681
Dies Thema lese ich in letzter Zeit sehr häufig.

Warum muss man Sparen eigentlich begründen beim Amt? Wenn jemand 30 Jahre ist und 4000,- auf dem Konto hat, ist es doch auch erlaubt. > 30x150= 4500,- + zusätzlich 750 pro Haushalt.

Wenn einer raucht kostet der Monat fast 150,- an Nikotin. >>> selber drehen ist natürlich günstiger.
Macht im Jahr ganz grob 1800,- , obwohl meine Zahl wohl doch etwas zu viel ist für einen ALG2 Empfänger. Oder "qualmt" einer für diese Summe?

Wer kaum Geld ausgibt für Freizeit, Lebensmittel..........hat halt am Ende immer mehr übrig.
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
616
Bewertungen
681
:) Das hatten wir doch schon mal.
Nicht pro Haushalt - sondern für jede leistungsberechtigte Person in der Bedarfsgemeinschaft (also auch jeweils zB für den Partner oder für ein Kind in der BG).
Sorry. Ich schreibe es mir auf den Hintern. Lach. :)
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.091
Bewertungen
14.209
Wenn man es tatsächlich schafft, von dem kargen Regelsatz auch noch etwas zu sparen, steckt man es einfach in ein dickes Schwein und hüllt darüber den Mantel des Schweigens bei solch eher kleinen Beträgen.
Oft genug wird aus einem vermeintlich kleinen Ansparbetrag für einen Wunschgegenstand dann plötzlich eine willkommene Rücklage, wenn mal wieder irgendwas kaputt gegangen ist, was vom Jobcenter doch nicht übernommen wird.

Für mich gehört das auch zu einem Mindestmaß der Bewahrung der eigenen Würde, nicht über jeden Rotz Rechenschaft abzulegen....
 

Annie

Elo-User*in
Mitglied seit
10 September 2015
Beiträge
354
Bewertungen
240
Man kann auch jeden Monat eine Änderungsmitteilung ans JC schicken.

"Ich bin nach § 20 SGB 2 verpflichtet das Eintreten unregelmäßig anfallender Bedarfe zu berücksichtigen. Für diesen Monat habe ich 2,36€ aus dem Regelbedarf angespart."

Wann werden Ersparnisse aus dem Regelsatz eigentlich zum Schonvermögen hinzugerechnet?
 

bondul

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Mai 2019
Beiträge
50
Bewertungen
50
Wenn man es tatsächlich schafft, von dem kargen Regelsatz auch noch etwas zu sparen, steckt man es einfach in ein dickes Schwein und hüllt darüber den Mantel des Schweigens
Man könnte auch einen Strumpf oder sonstwie aufbewahrenden Gegenstand nehmen...
Ein Bankkonto dient eigentlich nur dem Eingang des Gehaltes/der Sozialleistungen und der Abbuchung/Überweisung/Abhebung der regelmäßig anfallenden Kosten der Lebensführung.

Lg, bondul
 

Nena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
1.630
Bewertungen
1.503
Ein Bankkonto dient eigentlich nur dem Eingang des Gehaltes/der Sozialleistungen und der Abbuchung/Überweisung/Abhebung der regelmäßig anfallenden Kosten der Lebensführung.
Ansichtssache...
Das mag für Dich gelten. Für mich und viele andere hat ein Konto noch viele anderen Verwendungszwecke.
 

bondul

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Mai 2019
Beiträge
50
Bewertungen
50
Für mich und viele andere hat ein Konto noch viele anderen Verwendungszwecke.
Jedes Konto ist selbstverständlich für jede*n Besitzer*in vielfältig nutzbar, ich verfahre jedoch gerne nach dem Grundsatz, dass nur „Bares“ wirklich „Wahres“ ist.

JC/AfA/SozA müssen nicht bei jedem WBA sehen können, wofür ich die mir zur Verfügung stehenden Gelder einsetze.


lg, bondul
 

Spiegelsaal

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Juli 2017
Beiträge
178
Bewertungen
177
Der Regelsatz steht zur freien Verfügung und selbst wenn man die kompletten 424€ pro Monat (theoretisch) sparen würde, was praktisch fast unmöglich ist, wäre das jedem seine Sache. Solange man das Schonvermögen nicht übersteigt. kann jeder seinem Alter entsprechend, dieses Vermögen auf dem Konto haben. Sicher gucken die doof, wenn man z.B. 4k auf dem Konto hat, aber solange das Geld rechtmäßig (Sozialleistungen) zugeflossen ist, kann einem nichts passieren.
 

Badener

Elo-User*in
Mitglied seit
29 September 2015
Beiträge
442
Bewertungen
210
Der Regelsatz steht zur freien Verfügung und selbst wenn man die kompletten 424€ pro Monat (theoretisch) sparen würde, was praktisch fast unmöglich ist, wäre das jedem seine Sache.
Hallo, hm .. ich denke ganz so einfach ist das nicht!!! Schließlich muss jeder Mensch essen, trinken und ab und an auch mal "sonst" was kaufen. Selbst die Tafel "verlangt" Geld für Essen ...
LG
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
1.964
Bewertungen
5.003
Hallo, hm .. ich denke ganz so einfach ist das nicht!!! Schließlich muss jeder Mensch essen, trinken und ab und an auch mal "sonst" was kaufen. Selbst die Tafel "verlangt" Geld für Essen ...
Das ist sicherlich richtig und wenn gar nichts verbraucht wird wirft das natürlich berechtigte Fragen auf dennoch ändert das nichts daran das gem. Bundesverfassungsgericht der Leistungsempfänger das volle Dispositionsrecht über die ihm erbrachten Leistungen hat.
 

Badener

Elo-User*in
Mitglied seit
29 September 2015
Beiträge
442
Bewertungen
210
Das ist sicherlich richtig und wenn gar nichts verbraucht wird wirft das natürlich berechtigte Fragen auf dennoch ändert das nichts daran das gem. Bundesverfassungsgericht der Leistungsempfänger das volle Dispositionsrecht über die ihm erbrachten Leistungen hat.
Hi,
trotzdem wird die Frage auftauchen wie man ohne Geld lebt!!!
LG
 
Oben Unten