Weiterbewilligungsantrag: Nach 1 Jahr ca. 1000€ gespart! Kann das JC die Hilfebedürftigkeit Verweigern?

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Blacksystem1

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Guten Tag,

habe über ein Zeitraum von 1 Jahr c.a 1000€ gespart und das nur mit dem Geld vom Regelsatz! Kann Es sein das das JC die Hilfeleistung verweigert?

Es kann ja sein das ich mir ein KfZ Kaufen möchte. Muss ich dies Begründen?
 

Nena

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Kann Es sein das das JC die Hilfeleistung verweigert?
Klaro. Aber rechtens wäre es nicht.
Im Ernst: Nein, dass Du sparst ist keineswegs verwerflich, sondern Deine Pflicht (als vernunftbegabtes Wesen). Und so lange Du nicht über Deine Schonvermögensgrenze kommst, ist es absolut unschädlich (aber nichtsdestotrotz meldepflichtig bei jedem WBA aktuell).

Es kann ja sein das ich mir ein KfZ Kaufen möchte. Muss ich dies Begründen?
Nein. Wenn Du mit so einer Frage rechnest, kannst Du Dir ja vorher schon überlegen, wie Du antwortest ("unvorhergesehene/-sehbare Ausgaben" wäre meine Antwort). Aber die Frage wird eher lauten, wie Du es geschafft hast, so viel zu sparen.
 

Hannes63

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Nö du sollst sogar jeden Monat was von deinem Regelsatz sparen.
Geh mal zum JC und sage denen du brauchst Geld für eine neue Waschmaschine oder einen neuen Kühlschrank.
Antwort vom JC wird sein: Abgelehnt, dies hätten sie vom Regelsatz sparen müssen.

Von daher mach dir keinen Kopf.
 

noillusions

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Irgendwann lag der sogenannte Ansparbetrag mal bei 14,2% vom Regelsatz - das dürfte sich nicht wesentlich geändert haben, heißt also etwas über 60 Euro pro Monat sind zu sparen. Bei 1000 Euro wären das dann etwas über 83 Euro - ich denke das ist noch unverdächtig.
Ob man das begründen muß? Keine Ahnung. Kannst ja mal den Hartzi-Warenkorb durchgehen. Vielleicht gehst du nie in eine Gaststätte? Hast kein Internet und Telefon?:icon_mrgreen:
oder, oder...
 

Matt45

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Dies Thema lese ich in letzter Zeit sehr häufig.

Warum muss man Sparen eigentlich begründen beim Amt? Wenn jemand 30 Jahre ist und 4000,- auf dem Konto hat, ist es doch auch erlaubt. > 30x150= 4500,- + zusätzlich 750 pro Haushalt.

Wenn einer raucht kostet der Monat fast 150,- an Nikotin. >>> selber drehen ist natürlich günstiger.
Macht im Jahr ganz grob 1800,- , obwohl meine Zahl wohl doch etwas zu viel ist für einen ALG2 Empfänger. Oder "qualmt" einer für diese Summe?

Wer kaum Geld ausgibt für Freizeit, Lebensmittel..........hat halt am Ende immer mehr übrig.
 

gila

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Wenn man es tatsächlich schafft, von dem kargen Regelsatz auch noch etwas zu sparen, steckt man es einfach in ein dickes Schwein und hüllt darüber den Mantel des Schweigens bei solch eher kleinen Beträgen.
Oft genug wird aus einem vermeintlich kleinen Ansparbetrag für einen Wunschgegenstand dann plötzlich eine willkommene Rücklage, wenn mal wieder irgendwas kaputt gegangen ist, was vom Jobcenter doch nicht übernommen wird.

Für mich gehört das auch zu einem Mindestmaß der Bewahrung der eigenen Würde, nicht über jeden Rotz Rechenschaft abzulegen....
 

Annie

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Man kann auch jeden Monat eine Änderungsmitteilung ans JC schicken.

"Ich bin nach § 20 SGB 2 verpflichtet das Eintreten unregelmäßig anfallender Bedarfe zu berücksichtigen. Für diesen Monat habe ich 2,36€ aus dem Regelbedarf angespart."

Wann werden Ersparnisse aus dem Regelsatz eigentlich zum Schonvermögen hinzugerechnet?
 

bondul

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Wenn man es tatsächlich schafft, von dem kargen Regelsatz auch noch etwas zu sparen, steckt man es einfach in ein dickes Schwein und hüllt darüber den Mantel des Schweigens

Man könnte auch einen Strumpf oder sonstwie aufbewahrenden Gegenstand nehmen...
Ein Bankkonto dient eigentlich nur dem Eingang des Gehaltes/der Sozialleistungen und der Abbuchung/Überweisung/Abhebung der regelmäßig anfallenden Kosten der Lebensführung.

Lg, bondul
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wann werden Ersparnisse aus dem Regelsatz eigentlich zum Schonvermögen hinzugerechnet?

Beim nächsten Antrag.

Man könnte auch einen Strumpf oder sonstwie aufbewahrenden Gegenstand nehmen...

Aber bitte nicht vergessen, den Strumpf dann einmal jährlich bei der Leistungsabteilung auf dem Tisch auszuleeren und das "Vermögen" nachzählen zu lassen! :icon_twisted:
 

Nena

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Ein Bankkonto dient eigentlich nur dem Eingang des Gehaltes/der Sozialleistungen und der Abbuchung/Überweisung/Abhebung der regelmäßig anfallenden Kosten der Lebensführung.
Ansichtssache...
Das mag für Dich gelten. Für mich und viele andere hat ein Konto noch viele anderen Verwendungszwecke.
 

bondul

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Für mich und viele andere hat ein Konto noch viele anderen Verwendungszwecke.

Jedes Konto ist selbstverständlich für jede*n Besitzer*in vielfältig nutzbar, ich verfahre jedoch gerne nach dem Grundsatz, dass nur „Bares“ wirklich „Wahres“ ist.

JC/AfA/SozA müssen nicht bei jedem WBA sehen können, wofür ich die mir zur Verfügung stehenden Gelder einsetze.


lg, bondul
 

Spiegelsaal

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Der Regelsatz steht zur freien Verfügung und selbst wenn man die kompletten 424€ pro Monat (theoretisch) sparen würde, was praktisch fast unmöglich ist, wäre das jedem seine Sache. Solange man das Schonvermögen nicht übersteigt. kann jeder seinem Alter entsprechend, dieses Vermögen auf dem Konto haben. Sicher gucken die doof, wenn man z.B. 4k auf dem Konto hat, aber solange das Geld rechtmäßig (Sozialleistungen) zugeflossen ist, kann einem nichts passieren.
 

Badener

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Der Regelsatz steht zur freien Verfügung und selbst wenn man die kompletten 424€ pro Monat (theoretisch) sparen würde, was praktisch fast unmöglich ist, wäre das jedem seine Sache.

Hallo, hm .. ich denke ganz so einfach ist das nicht!!! Schließlich muss jeder Mensch essen, trinken und ab und an auch mal "sonst" was kaufen. Selbst die Tafel "verlangt" Geld für Essen ...
LG
 

HermineL

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Hallo, hm .. ich denke ganz so einfach ist das nicht!!! Schließlich muss jeder Mensch essen, trinken und ab und an auch mal "sonst" was kaufen. Selbst die Tafel "verlangt" Geld für Essen ...
Das ist sicherlich richtig und wenn gar nichts verbraucht wird wirft das natürlich berechtigte Fragen auf dennoch ändert das nichts daran das gem. Bundesverfassungsgericht der Leistungsempfänger das volle Dispositionsrecht über die ihm erbrachten Leistungen hat.
 

Badener

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Das ist sicherlich richtig und wenn gar nichts verbraucht wird wirft das natürlich berechtigte Fragen auf dennoch ändert das nichts daran das gem. Bundesverfassungsgericht der Leistungsempfänger das volle Dispositionsrecht über die ihm erbrachten Leistungen hat.

Hi,
trotzdem wird die Frage auftauchen wie man ohne Geld lebt!!!
LG
 

Nena

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Die Frage ist nicht "schlimm". Aber der Verdacht, dass es Unterstützung gibt, kann eben sehr wohl zu einer Einstellung führen (jaja, "gesicherte Kenntnis" - ICH weiß das...).
 

Matt45

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Ich habe in den letzten Jahren beim sparen verschiedene "Gruppen" im ALG2 erlebt.

Einer(Freund) raucht für ca. 130,- im Monat ("ohne Zigarette ist es für mich kein Leben mehr)> Bedeutet für mich: Mann kann als Nichtraucher über 100,- sparen im Monat.

Eine "Aufstocker-Familie" hat am 25. kein Geld mehr und eine "ähnliche" Familie spart jeden Monat für Tagesausflüge, schöne Kleidung, Spielzeug..........

Mit 0 Euro kann natürlich keiner leben, trotzdem ist sparen nicht unmöglich. Es gibt halt verschiedene Menschen. Manche brauchen das teuerste Handy um Glücklich zu sein und andere freuen sich über einen schönen Film im TV(lediglich Stromkosten).
 

Spiegelsaal

Elo-User*in
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Selbst wenn die Fragen aufkommen, es ging ja nur darum, dass man vom Regelsatz eben sparen kann, was man möchte. Inwieweit das der eine mehr, wie der andere schafft, ist ja wieder eine andere Geschichte. Zudem kann man bei Familie/Verwandten/Freunden auch mal Naturalien bekommen, oder bei Feiern gibts z.B. mal essen und trinken auf Kosten des Gastgebers, sowas ist ganz natürlich und wer sparsam lebt und weder trinkt noch raucht, kann da ordentlich was ansparen.
 
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