weiter krank selbst nach Kündigungsfrist...wie weiter?

Stubenpilot

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Oh....etwas verwirrend die Geschichte. Danke für den LINK.
Darin steht, dass der behandelnde Doktor von der KK informiert wird, dass der Versicherte arbeitslos ist bzw. geworden ist. Verheimlichen geht also kaum.
Wenn man sich diesen LINK so durchlesen tut, dann wird einem Angst & Bange !!!!
Hier zeichnet es sich ab, dass quasi ALLES an Gesetze aufgefahren wird, damit der angeblich arbeitsunwillige Versicherte seitens der Doktoren dazu gebracht wird dass der Versicherte aus den Fallakten der Krankenkasse verschwindet. Machen das nicht die Doktoren welche auch im Normalfall für den Versicherten zuständig sind, dann werden wohl die "Helfers-Helfer" des MDK hinzu-gezogen und diese vollstrecken dann. Gut ausgedacht vom Gesetzgeber.

Man erkennt auch Gleichheiten zu den gesamten Gesetzen in der AfA wie da mit Druck und Drohungen versucht wird, die Leute vom Schreibtisch zu bekommen. Auch da ist der Gesetzgeber schon äußerst einfallsreich gewesen wie ich mittlerweile gelernt habe hier bei Euch.

Stutzig macht da aber:
Wenn es nach den Gesetzen und Richtlinien gehen würde....dürfte es doch quasi überhaupt keinerlei freie Arbeitsstellen mehr geben. Auch nicht im untersten Segment der Reinigung / Küche oder Verkäuferin./ Produktionshelferin......denn vom Prinzip her kann Dich der Gesetzgeber...egal ob KK oder AfA fast "zwingen" irgendein Job anzunehmen. Komisch nur, dass die Stelleanzeigen in jeder Stadt voll sind mit offene "Lui-Jobs"...wo man kaum Geld verdient. Demnach muss es ja Tricks geben, das-zu-umgehen.

Lustig auch der Begriff in dem Link, wenn der Versicherte in der Krankheit arbeitslos geworden ist, ob der "einen gelernten Beruf ausgeübt hätte"..... was habe ich gelernt von den AfA Gesetzen? :
Wenn man mehr als 10 Jahre (oder kürzer) nicht in seinen gelernten Beruf tätig war, gilt man automatisch als "ungelernt"....Upps (!!!)...was im Umkehrschluss heißt....dass die mit dem Versicherten quasi "machen-können-was-Sie-wollen!" Denn bekommt ein Dotor von der KK mitgeteilt bzw. der Versicherte erzählt im Zusammenhang seiner Krankengeschichte dass der Job flöten ist jetzt....sollte dann der Doktor völlig andere Maßstäbe ansetzen. Was heißt:

Solange man ein Arbeitsplatz besitzt schont Dich der Doktor und man schaut auf eine stufenweise Wiedereingliederung im Extremfall. Hat der Versicherte keinen Job mehr vorzuweisen, muss er auch nicht "geschont" werden oder wieder eingegliedert... er kann sich gefälligst der AfA "zur-Verfügung-stellen"...sollen die AfA sich doch kümmeren.
Dem ist doch so oder?

Alles im Allen scheint es wirklich ein sehr harter Vorgang zu werden eine Erwerbsminderungs-Rente zu bekommen, weil man geistig komplett mit der Menschheit und dem Umfeld abgeschlossen hat. Meine Frau hat sich "eingeigelt" in Ihre Welt, macht überhaupt nix mehr..kaumnoch essen, kaum noch sprechen, sitzt da und schaut in die Luft und ist "fertig"....da Sie auch in der Wirklichkeit keinen erlenten Beruf besitzt.... auch nicht in der Lage ist "alleine" irgendwo-hin zu gelangen ohne Fühereschein ohne Ortskentniss.....wird man Sie wohl bei erster bester Gelegenheit seitens der KK dort "rausbeförderen" und die AfA reibt sich die Hände. Die hätten dann eine Dumme gefunden welche dann aus purer Angst mit fast 58 die Jobs annehmen "muss" welche seit Jahren keiner in dieser Stadt angefasst hat. Gratulation.
Ich fasse es nicht!

Tag für Tag fallen mir die Schuppen von den Augen was hier in dieser Gesellschaft los ist! Unglaublich.
nette Grüße vom Jörg
 

wheelie

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Moin,

vieles kann sein in Eurer Situation, aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn sowohl Du/ Ihr, als auch die behandelnden Ärzte klar, ruhig und in Kenntnis der Gesetze die Sachlage rüber bringt, dass da erstmal nichts passiert. Der MdK darf bei psychischen Erkrankungen nicht nach Aktenlage entscheiden, wenn er befragt wird, und ich habe es bis jetzt sehr selten erlebt, dass der Arzt da quasi die AU des Facharztes aushebelt.

Ganz wichtig ist, dass Ihr Ärzte habt, die das unterstützen, und mit denen auch offen sprecht. Meine Ärzte wußten vieles nicht, was mit dem SGB zu tun hat, und haben mich oft gefragt, was und wie sie am besten formulieren sollen. Das fand ich total klasse, weil klar war, dass sie mir helfen wollen, aber nicht wissen wie. Ich habe dann oft tipps aufgeschrieben oder Erklärungen, und die haben dann daraus was formuliert.

Und mir hat in der ganzen Zeit gut geholfen, wachsam zu sein, alles schriftlich zu machen, immer eine Nacht drüber zu schlafen und 2 Freunde gegenlesen zu lassen, ob es verständlich und fehlerfrei ist. Es gab auch einige Stolpersteine auf meinem Weg, aber spätestens mit Widerspruch war dann alles irgendwie geregelt.

Und so wie Du Deine Frau beschreibst, kann ich mir schwer vorstellen, dass jemand meint, sie wäre arbeitsfähig...

Ich wünsche Euch viel Kraft- und einen Schritt nach dem anderen! Jetzt erstmal den Facharzttermin und da weiter krank schreiben lassen, und der Kasse untersagen, Euch weiter anzurufen.

Lg wheelie
 

HermineL

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Darin steht, dass der behandelnde Doktor von der KK informiert wird, dass der Versicherte arbeitslos ist bzw. geworden ist.
Das mag da drin stehen aber das habe ich bisher nicht erlebt. Keiner meiner wahrlich vielen Ärzte weiß das ich derzeit Leistungen nach dem SGB II beziehe.

Der MdK darf bei psychischen Erkrankungen nicht nach Aktenlage entscheiden, wenn er befragt wird,
Das ist generell nicht zulässig und nicht nur bei psychischen Erkrankungen.
 

ELOO

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Ganz wichtig ist, dass Ihr Ärzte habt, die das unterstützen, und mit denen auch offen sprecht.
Genau hier würde ich ein Problem sehen. Ich würde dem TE raten, gleich mehrere Termine bei Fachärzten zu vereinbaren, besonders dann wenn man Neupatient ist. Ist man mit dem ersten Facharzt zufrieden, kann man die anderen Termine immer noch absagen.

Ich habe mal 2 Monate auf einen Termin beim Psyochlogen gewartet. Ergebnis war: Karpaltunnelsyndrom. Wusste gar nicht, dass es ihn auch im Kopf gibt.
 

gila

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Hallo Stubenpilot, das Problem daran, dass man sich umfassend informiert, ist auch, dass der Kopf nicht nur voller Wissen ist, sondern auch voller Eventualitäten und Gedankenbildern.

Das gilt es mal herunter zu schrauben und sich nur den Teil " jetzt weiß ich mehr und bin gewappnet" zunutze zu machen.

Vor allem wäre mir persönlich eines wichtig, im Hinblick auf deine arme Frau momentan, sie mit diesem Wissen und deinen Gedankengängen möglichst nicht zu überschütten. In den allermeisten Fällen geht sowas eigentlich gut aus.
Für deine Frau wäre neben den körperlichen Geschichten und entsprechenden Fachärzten halt eine umfassende psychologische Betreuung wichtig, zur Not gibt es auch Tageskliniken in den meisten Orten in die man mit einer etwas häufigeren Präsenz geht und auch dort umfassende Hilfe und Therapie erfahren kann.
Selbst in meiner Zeit bis zur EM Rente gab es Situationen, wo ich durch diese ganzen Anforderungen und Unwägbarkeiten mich dermaßen verrückt gemacht habe, dass es Momente gab, wo ich einfach keinen Bock mehr hatte auf all das.
Hier hat mir dann auch der Gang in eine Tagesklinik mit ein paar stabilisierenden und schneller hintereinander stattfindenden Terminen sehr geholfen, den ganzen Wirrwarr im Kopf und im Gemüt mal zu sortieren.
Letztendlich haben mir mein Therapeut, Hausarzt, orthopäde und auch Gynäkologe, die ich regelmäßig aufgesucht habe, sowie flankierend der VdK, sehr dabei geholfen, dass letztlich nach einer ambulanten Reha alles überraschend reibungslos lief.

Ein Freund hat mir mal gesagt: lerne zu jammern ohne zu leiden. Ich habe mich darüber immer amüsiert, aber der Spruch hat etwas Wahres dran.

Man kann seine Befindlichkeiten ausdrücken und sich untersuchen und behandeln lassen, ohne aber dabei jeweils jedes Mal in Selbstmitleid und negative Gedanken zu verfallen.

Und man muss für niemanden anderes leiden und Schmerzen empfinden und vorgeben als für sich selbst.

Man DARF sich erlauben, schöne Dinge zu unternehmen und auch erlauben, HUMOR zu haben und das Leben von einer positiven Seite zu betrachten. Im stillen Kämmerlein kann euch das niemand nehmen. Ihr seid schon so einen langen Weg miteinander durch dick und dünn gegangen, darauf solltet ihr stolz sein und an eurer Zukunft basteln

Deine Frau sollte sich klar machen, dass sie eine Lebensleistung erbracht hat, mit welcher Tätigkeit ist vollkommen egal, denn auch ihre Tätigkeit war enorm wichtig!

Man muss natürlich auch ein bisschen an sich selbst und seiner Haltung arbeiten, und sich nicht fallen lassen. Daher wäre eine therapeutische Unterstützung für sie sehr wichtig!

Macht euch immer dann erst Gedanken, was ist und was wichtig ist und wie man reagieren muss, wenn eine solche Anforderung ins Haus flattert.
Den Rest der Zeit unbedingt versuchen die ganze Kiste auszublenden und an einer Genesung arbeiten, die in Aussicht stellt, nach dem ganzen Ärger noch eine gute Zeit für Rente und Lebensabend zu haben, in der man eben nicht kaputt ist, sondern die man auch genießen kann.

Das hat man sich verdient, egal ob Gesellschaft oder Gesetzgeber oder Krankenkasse oder irgendwer hier sehr einseitig etwas anderes denken, nur um ihre Pfründe zu sichern.

Hierzu wieder der Spruch: lerne jammern ohne zu leiden...

Ermuntere deine Frau, wieder teilzuhaben und sich selber zu gestatten das Leben zu genießen und nicht mit ihrer Erkrankung sondern in ihrer Erkrankung wieder aufzublühen... wie es auch in der buddhistischen Psychotherapie gelehrt und bearbeitet wird.

Diese kleine gedankliche Veränderung wirkt sofort , wenn man sich ihr bewusst ist. Dann kann es gelingen sich von den Teilen seiner Erkrankung zu lösen, die man vielleicht auch selbst festhält zu seinem eigenen Schutz.
Wer auf Anerkennung durch sein Umfeld oder die Gesellschaft wartet und ohne das unglücklich ist und seine eigene Leistung nicht mehr betrachten und wertschätzen kann, wartet umsonst...

Für mich war es immer wichtig mein urinnerstes Wesen zu betrachten und zu pflegen, dass mir von Natur aus als Geschenk mitgegeben worden ist. Dazu gehört auch, vieles mit Humor, manchmal etwas Sarkasmus, oft auch mal kritisch, aber immer mit sehr viel Selbstliebe zu betrachten.
In manchen sehr heiklen und dunklen Lebenssituationen kann es passieren dass man das aus dem Auge verliert. Hier hat es mir sehr geholfen dass mich vor einigen Jahren eine Therapeutin regelrecht in einen längeren psychosomatischen Klinikaufenthalt genötigt hat. Liebevoll genötigt, und es mir dort erst ermöglicht wurde zu begreifen, dass es irgendwann Schluss ist mit lustig und man irgendwann die Fäden nicht mehr in der Hand hat, und auch nicht in der Hand haben muss.

sobald deine Frau sich aufrafft und regelmäßige Gesprächstermine bei einem Therapeuten führt oder auch mal eine Zeit in einer Tagesklinik oder sonstigen Klinik verbringt, wird sich sicherlich einiges lösen.

Du selbst scheinst mir doch eine Stärke und auch einen gewissen Humor auszustrahlen und so bin ich eigentlich ganz zuversichtlich, wenn auch deine Frau erfährt, was hier einige Menschen euch für gute Gedanken senden, dass das zu einer Stärkung und Veränderung beitragen kann.
 

Stubenpilot

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@gila Hallo und herzlichen Dank für die netten Zeilen, gingen runter wie warme Brühe...habe mich sehr darüber gefreut dass es doch noch Menschen gibt welche "verstehen" und Ratschläge geben wollen bzw. auch können.
Du musst ja auch eine umfangreiche Geschichte hinter Dir haben, und die Feststellung zu meinem Zustand täuscht aber etwas...ich habe Humor...ja aber weiss wirklich nicht mehr wo mir mein Kopf steht. 15 Stunden täglich eingebunden in Arbeit und Rufbereitschaft, dann die Problematik mit meiner Frau und obendrein mein eigenes Schuldgefühl...nach dem Motto: "Wohin habe ich uns als Ehepaar nur reingeritten"..... Ein Migräneanfall nach dem Anderen jagt mich, mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück sind nicht mehr machbar. Eigendlich müsste man sich Schnaps kaufen und sich damit "betäuben"....aber davon bin ich weit entfernt weil ich Verantwortung trage für meine Frau und die zwei Hunde. Lass diesen mir einzigen Lebewesen in meiner Nähe etwas passieren...Frau hat kein Führerschein oder Hunde verletzten sich...ich würde es mir niemals verzeihen wenn durch meine Trunkenheit da etwas passiert. deshalb "spiele" ich den Starken.

In einem Punkt hast Du besonders Recht...man sollte nicht jede Aktualisierung sofort mit der Frau besprechen. Da Sie in Ihrer eigenen Welt lebt kann das voll in die Hose gehen. So wie heute auch passiert. Ich erzähle freudestrahlend meine goldwerten Erkentnisse hier aus diesem Forum und erreiche damit, dass meine Frau nun völlig in einem Angst/ Panik-Zustand verfallen ist. Sie sieht Ihre Situation nicht realistisch sonderen nun kommen Flosken wie: "Hätte ich doch nie / ich ziehe weg hier / kann mir ja gleich den Strick nehmen usw"....

Wo liegt den das Problem insgesamt?
Ich habe mir vor über 34 jahren eine Frau gesucht die "für mich" perfekt ist, Sie damals Köchin und ich Meister im selben Betrieb in der DDR, meine Frau sollte nicht die hellste Lampe sein am Himmel, sonderen für-mich-da-sein....schön sein und egal ob nun Bildung wichtig ist....(damals war das kein Thema)....war mir egal...dieser Mensch war (und ist bis Heute) für mich perfekt. Und so sind wir nun 32 Jahre ein Ehepaar, Sie ist mit mir durch jeden Weg gegangen, wir haben 1991 unsere Heimat verlassen wegen der Wende und sind in den Westteil gezogen und jeden Job hat Sie mitgemacht...und als ich 1994 begann Hausmeister zu werden zusammen mit meiner Frau waren wir bis heute 24 Stunden zusammen...einfach nur perfekt.
Ich beschützte Sie vor JEDEN und Alles was Ihr schaden könnte, der einzige Chef auch im Job war immer nur ICH, ja kein Arbeitsweg, immer nur am (im Arbeitsort ( Arbeitsstelle) gewohnt in Dienstwohnungen.

Nachteil aber...da wir Ostteutsche sind werden wir hier regelrecht "nieder-gemacht" Mobbing ist noch der netteste Ausdruck für solch Verhalten der Menschen welche uns umgeben. Irgendwann kapselt man sich ab und so leben wir zwei seit 1994 wie quasi auf einer Insel, da mit uns sowieso kein Mensch reden tut, leben wir zu viert...ich / Frau und zwei Hunde. Seit 1994 keinerlei soziale Kontakte, keine Verwandschaft, keine Freunde, keine Arbeitskollegen mit welche man reden kann, und logisch keine Nachbarn......

Nun brauchte meine Frau nie eine Fahrerlaubnis da wir immer am Arbeitsort wohnten, Sie braucht kein Handy weil ich Diensttelefon habe und privat haben wir keinen Menschen der uns anrufen könnte, Internet / PC interessierte Sie nie.... und so "irgelt" man sich ein. Nachdem wir erneut und sicher zum 4. mal umgezogen sind..... kommt der Menschenhass bei meienr Frau zuTage und : "zu Recht" denn wir wohnen und leben hier und dann wegen externer Vergabe der Reinigung einfach die Frau vom Hausmeister entlassen mit der Option in eine Putzkolonne gehen zu können ist der Gipfel der Frechheit. Wir leben hier nur noch mit "Kopf-runter" völlig eingeschüchtert und Alle in der Verwaltung wissen, dass wir uns nicht wehren können. Und so treten die auf. Ich kann meine Frau das erste Mal im Leben nicht unfassend schützen, denn dann werfen die mich auch raus...damit ist uns nicht geholfen.

Und nun hat Sie Angst vor den Psychologen Termin, Angst vor dem 1. Juli wo Sie dann real ohne Job ist und Angst und Panik steigert sich stündlich. Neue Arbeit finden hier im Westerwald ist fast ein Unding. Und in dem Zustand der völligen Trotzreaktion (zur recht!) ....schon mal gar nicht. Obendrein hat Sie völlig schlechte Karten, keine Berufausbildung / in Schrift und Mathe unzureichend, kann kein Handy, kann kein Internet, kann kein PC, hat kein Führerschein, Ortskentniss in dem Ort wo wir seit 8 Jahren gleich NULL, da Sie wirklich nur ein Mal in der Woche das Firmengelände verläßt mit mir zusammen zum wöchendlichen Einkauf. Würde ich nach 8 Jahren hier sagen...geh mal zum Jobcenter oder zum Rathaus...Sie würde da nie ankommen. (Musste Sie ja bislang auch nicht)

Busfahren kennen wir nicht / Zugfahren auch nicht...wir wüßten nicht mal wie man ein Ticket löst...usw.... das kommt davon wenn man fast gezwungen ist in seiner eigenen Welt zu leben. Durch den Job als Hausmeister kommen wir selbt am Wochehenden kaum oder gar nicht weg, weil ständig Anrufe kommen: "Wo sind Sie?"....ich schreibe lieber nicht mehr dazu...... und solch komplett verunsicherte Frau, die nur den Job & die Arbeit kannte und die Arbeit perfekt machte, eine wahnsinns Ehefrau ist, aber mit der Außenwelt rings um uns rein NIX zu tun hatte seit Jahrzehnten (!!)...die wird es schwer haben...irgendwo einen Job zu haben..... ich vermute mal das Sie die eventuellen Arbeitgeber an den Hals geht bei einem falschen Wort oder aber das Sie irgendwann morgens an einem Baum "hängt" weil Sie nicht weiter kann.... traurig aber wahr.

Dann kommt seit heute früh die völlige Selbstüberschätzung hinzu...aus Angst vor "dem-was-kommt"...will Sie nun arbeiten...ich suche Jobs im Interent und frage dann wie Sie denn dort hin gelangen will? Dann sind die Anforderungen in diesen verdammten "Hilfjobs" in der Gastronomie so, dass Sie nie vor 23 Uhr Feierabend hat....irgendwo arbeitet und nicht nach Hause kommt...(wie?)...oder irgendwo in eine Zeitarbeitsfirma mit knapp 58 den Volldeppen spielt. Das muss ich verhinderen.

Ich frage mich immer wieder in welche bekloppter Situation ich uns als Familie gebracht habe. Die Problematik ist ja so, dass wenn selbst ich den Job verliehre...dann haben wir keine Arbeit (Beide) und keine Wohnung weil wir ja auf dem Firmengelände wohnen. Wer soll uns Wohnung geben ohne Job? Obendrein mit zwei Hunde..... und das Alles nach ein Leben lang Arbeit ohne jemals arbitslos gewesen zu sein...kommt nun knappe 7 Jahre vor der Rente das "K.O."

Die Art der Gesellschaft erkennt man immer daran....wie Sie mitAlten / Kranken & schwachen Menschen umgeht. Diese Gesellschaftsform ist abartig und menschenfeindlich.
nette Grüße vom Jörg
 

gila

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Hallo Stubenpilot!
Danke für deine offenen Zeilen. Ich bin sehr berührt von deinen Schilderungen und Vertrauen.... möchte das jedoch nicht weiter kommentieren und schon gar nicht "bewerten".
Euer persönlicher Lebensweg sollte auch keinen Anlass u Diskussionen geben.
Man kann euch nur das beste wünschen... Vielleicht ist die Zeit gekommen, alte Pfade zu überdenken, dass tust du ja, ggf. neue Wege zu prüfen und zu begehen... Ihr seid dabei und werdet sicher Lösungen finden.

Berichte wieder, wenn es Probleme gibt. Hier sind immer viele Leute die ähnliches kennen und gern helfen!

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