weiter krank selbst nach Kündigungsfrist...wie weiter?

Stubenpilot

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Hallo Freunde
Ich bin nun mit meiner Frau in der "heißen Phase" angekommen und bin mir nicht so sicher..."wie es weiter geht"....
Situation: (Frau 57 wird im November 58)
-Anfang März dieses Jahr mit einer "ordendlichen Kündigung" zum 30. Juni (jetzt) gekündigt worden.
-AfA gemeldet, die haben Daten aufgenommen...mehr nicht
-Sofortige Krankschreibung durch Hausarzt, weiter zum Facharzt (Neurologen)...der bestätigte die Depressionen, Termin mit Psychologen gesucht und zum 1. Juli bekommen.
-AfA nahm am 25. Mai die Daten wieder raus...nachdem ich gemeldet hatte, dass meine Frau länger als die Kündigungsfrist zum 30. Juni krank sein wird. (ich solle mich melden wenn Sie wieder gesund sei)
-komplette Krankschreibung seither jetzt bis zum 1. Juli. Was auch heißt...1. Tag länger als die Kündigungsfrist welche am 30. Juni endete.
-Krankenkasse zahlte bislang ab der 6. Woche der Arbeitsunfähigkeit.
-Jetzt am 1. Juli nun der Termin zum Psychater (erstes Gespräch) mit der Hoffung auf weitere Krankschreibung.....(???)

So, nun schlägt die AOK Alarm, denn Sie bekommen mit, dass meine Frau nach dem jetzigen 30. Juni...kein Beschäftigungsverhältnis mehr hat..... und behaupten Sie "wüßten das nicht"...obwohl ich denen das seit Monaten erzähle "warum und was der Auslöser der schweren Depressionen sei. Habe Kündigungsschreiben und Facharztbericht vom Neurologen nachgereicht...die AOK war "vorerst" damit jetzt zufrieden.
Erstaunlich:
Die Dame am Computer (AOK) fing an Arbeitsamt zu "spielen" ...Sie sagte frech:

"Also Ihre Frau sei ja nur solange krank geschrieben gewesen, damit Sie am alten Arbeitsplatz nicht mehr erscheinen müsse, DAS ist ja nun am 1. Juli vorbei, nun könne Sie ja wieder wo anderes arbeiten gehen!"

Schon eine krasse Aussage und ich antwortet, dass es eine freche Unterstellung sei was Sie da von sich gibt und das meine Frau komplett "am Boden" ist und hat nix mit dem 1. Juli oder so zu tun, und ich frage Sie ....was Sie dazu befähige solche Ferndiganosen stellen zu können? Darauf kam keine Antwort. Ich erwiederte nun, dass am 1. Juli nach 2 momatiger Wartezeit endlich der erste Termin bei Psychologen sei und das dann "sicher" weitere Krankschreibung erfolgen wird.

Die Dame am Computer sagte dann aber etwas "komisches":
"Mit dem 1. Juli ändert sich dann aber der Status Ihrerer Frau"----(wie und was wollte Sie wohl nicht erklären)

Noch mal zum Verstehen:
Krankschreibung erfolgte noch innerhalb des bestehenden Beschäftigungsverhältnis, Krankschreibung geht über den letzten Arbeitstag "nahtlos" drüber hinweg...... ohne Pause dazwischen......
So nun die Frage:

Was zahlt die Krankenkasse jetzt? Also nach dem 30.Juni an Krankengeld? Bislang waren es ja diese knapp 80% vom letzten Bruttolohn (solange ein Arbeitsverhältnis bestand)....nun ab dem 1. Juli hat Sie aber keinen Job mehr....hat aber zeitgleich noch keine Leistungen von der AfA erhalten, da diese ja meine Frau aus dem PC "erst-Mal" rausgenommen haben. Wonach richtet sich nun das Krankengeld ab dem 1. Juli? Wird da anstandslos weiter gezahlt so wie als hätte Sie noch den Job? oder woran orientiert sich nun die Höhe der Summe? An das zu erwartende Arbeitslosengeld? Hat Sie ja noch nie bekommen.

Wir "versuchen" nun natürlich, dass meine Frau nicht mehr arbeiten gehen muss, und irgendwann diese Erwerbsminderungs-Rente beantragen kann, die man bekommt wenn festgestellt wird, dass der Arbeitnehmer nicht länger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann, dass müsste dann der Psychologe / der Neurologe und der Hausarzt bestätigen und dann sicher eine Kommission (???) Aber das ist das Ziel, denn meine Frau ist wirklich fertig nach 41 Jahre arbeiten in der Reinigung sind die Nerven und die Stimmung im ***** wenn man dann wegen NIX entlassen wird. Es reicht........ es reicht wirklich!

Könnte mir nun mal einer von Euch bitte ein Hinweis geben, ob der "Weg bis jetzt" richtig ist...oder ob ich dabei bin einen schweren Fehler zu machen?

(Und nebenbei bemerkt, habe ich versucht zusammen mit meiner Frau neue Arbeit zu finden, wir sind deutschlandweit eingeladen worden, mehrfach zu Vorstellungsgespräche und immer zeichnete es sich ab dass wir mit 56 / 57 weitaus zu alt sind auch nur ansatzweise irgendwo einen Job finden zu können. Deshalb müssen wir nun versuchen die letzten 7 Jahre irgendwie zu überstehen)
Danke vorab sagt der Jörg
 

HermineL

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Könnte mir nun mal einer von Euch bitte ein Hinweis geben, ob der "Weg bis jetzt" richtig ist...oder ob ich dabei bin einen schweren Fehler zu machen?
Lasse dich doch nicht von denen verunsichern. Wenn die AU nahtlos weitergeht, da darf keine Lücke sein, dann wird das Krankengeld ganz normal weitergezahlt und da macht ihr alles richtig. Mit dem Kündigungstermin hat das überhaupt nichts zu tun. Die AFA ist erst dann zuständig wenn sie wieder gesund sein sollte oder ausgesteuert wird.

Das Gelaber der KK dient nur dazu euch zu einem Fehler zu animieren damit die KK Krankengeld sparen kann. Stellt euch darauf ein das die KK sie demnächst zum MDK bestellt um die AU zu überprüfen. Achtung, sollte der MDK nach Aktenlage entscheiden ist dies nicht zulässig. Er muss deine Frau persönlich begutachten.

und behaupten Sie "wüßten das nicht"..
Müssen sie auch nicht weil ihr denen das gar nicht mitteilen müsst. Die bekommen das automatisch mit wenn der AG deine Frau abmeldet.

"Also Ihre Frau sei ja nur solange krank geschrieben gewesen, damit Sie am alten Arbeitsplatz nicht mehr erscheinen müsse, DAS ist ja nun am 1. Juli vorbei, nun könne Sie ja wieder wo anderes arbeiten gehen!"
Ob und wann sie wieder arbeiten kann entscheidet alleine der behandelnde Arzt und mit Sicherheit kein unqualifizierter SB der KK.
Vor allem wird hier eine Gefälligkeitskrankschreibung unterstellt. Ich denke wenn das dein Doc hört wird der denen gewaltiug auf die Füße treten.

Habe Kündigungsschreiben und Facharztbericht vom Neurologen nachgereicht...die AOK war "vorerst" damit jetzt zufrieden.
Du hast Arztbefunde an die SB von der KK gegeben ?
Warum um Gotteswillen ?
Das geht die KK überhaupt nichts an. Das geht wenn überhaupt nur den MDK etwas an denn nur dort gibt es medizinisches ausgebildetes Personal das der Schweigepflicht unterliegt. Über die Krankheit an sich und deren Verlauf redet man nicht mit der SB der KK. Die hat dafür überhaupt keine Qualifikation.
Hier gilt das gleiche wie bei der AFA oder dem JC. Befunde gehen die nichts an.
 

Stubenpilot

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Danke liebe HermineL für die exakten super Infos.
Ja das kommt dabei raus wenn die KK das Drohgerüst aufbaut, die haben einen Bericht eines Facharztes "verlangt" den ich besorgen sollte damit die Frau am Computer der KK das "einreichen" kann damit irgendwelche Dienste in höheren Positionen "bescheid wissen".
Nun bin ich dank Deiner Antwort schlauer.
Ja es ist keinerlei "Lücke" zwischen Krankschreibung während des gekündigten Arbeitsverhältnisses und dem heutigen Tag entstanden und der Psychiater ist sogar "Facharzt" wo Sie am 1. Juli einen Termin hat, der wird Sie sicher anhören und weiter krankschreiben. Denn das was ich sehe bei meiner Frau ist nicht mehr feierlich!
Ich weiss ja nicht ob Du schon mal beim Psychiater warst?....aber ich würde da gerne beim ersten Gespräch als Mann "mit-dabei-sein"...ich habe eine sau Angst, dass die mit "Fallen & TRicks" da irgendwelche Antworten entlocken welche dann zum fest-nageln führen. Meine Frau ist zwar nicht behindert im Kopf...lebt aber in Ihrer "eigenen-heilen-Welt" (welche ich Ihr seit 32 Jahren gebaut habe!) und denkt das die Menschen nur "GUTES" wollen.... Ihr davon abzubringen ist mir selbst als Ehemann kaum möglich, deshalb wollte /würde ich da gerne mit-anwesend sein. Ob das geht?
Danke sagt der Jörg
 

HermineL

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Ich weiss ja nicht ob Du schon mal beim Psychiater warst?
Bin schon seit Jahren auch Gast beim Dachdecker.

....aber ich würde da gerne beim ersten Gespräch als Mann "mit-dabei-sein"...ich habe eine sau Angst, dass die mit "Fallen & TRicks" da irgendwelche Antworten entlocken welche dann zum fest-nageln führen.
Es kann nicht schaden aber du solltest dich da zurückhalten und nicht versuchen ständig für deine Frau zu antworten. Wie der Doc darauf reagiert kann ich dir aber nicht vorhersagen.

Ja das kommt dabei raus wenn die KK das Drohgerüst aufbaut, die haben einen Bericht eines Facharztes "verlangt" den ich besorgen sollte damit die Frau am Computer der KK das "einreichen" kann damit irgendwelche Dienste in höheren Positionen "bescheid wissen".
Bitte nicht Oberlehrerhaft verstehen aber schreibe dir für die Zukunft hinter die Ohren das Befunde von Ärzten immer auch nur in die Hände von Medizinern gehören und nicht in die Hände irgendeiner SB egal wo. Nicht umsonst gibt es die ärztliche Schweigepflicht.
Davon abgesehen hat die KK gesundheitliche Dinge immer zwingend über den MDK abzuklären. Der hat das dafür notwendige Personal und ist dafür da. Andere Behörden haben ähnliche Einrichtungen.

Krankenkasse - Medizinischer Dienst der Krankenkasse = MDK
AFA - Ärztlicher Dienst der BA = ÄD
DRV - Sozialmedizinischer Dienst = SMD

Nachtrag:
Sollte die KK (MDK), die AFA(ÄD) oder das JC(ÄD) irgendwann deine Frau begutachten und erklären sie sei erwerbsunfähig dann merke dir jetzt schon das eine Erwerbsunfähigkeit einzig abschließend und für alle anderen Behörden bindend von der DRV festgestellt werden kann. Die Gutachten des ÄD oder MDK dazu haben nur eine interne Relevanz bei diesen Behörden aber sind nicht bindend für andere und schon gar nicht für die DRV.
 

Stubenpilot

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A---ha...1000 Dank für Deine Zeilen, nun bin ich im Bilde.
Ähm.... gibt es da insgesamt "Dinge" welche man unbedingt beachten muss beim "Dachdecker"? Wir haben null Erfahrung darin...gerne auch per PN......
danke sagt der Jörg
 

HermineL

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Ähm.... gibt es da insgesamt "Dinge" welche man unbedingt beachten muss beim "Dachdecker"?
Dazu mag ich keine Äußerungen machen weil genau wie jeder Patient auch jeder Arzt anders tickt. Evtl. möchten dazu ja andere etwas beitragen.
 

gila

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Zu deinem sich abzeichnenden "Krankenkassen-Mobbing" habe ich einen SEHR interessanten Artikel, den Ihr Euch unbedingt reinziehen solltet:


Bei einer Bekannten war der Fall ähnlich.
Eine "freundliche Kundenbetreuerin" telefonierte ein paar mal "nett" mit ihr und meine Bekannte ließ sich leider auf eine dann folgende SCHRIFTLICHE Erlaubnis ein, dass diese "Fallmanagerin" der KK sie "betreuen" dürfe.

Am Tag 1 nach Eingang dieser Erlaubnis bei der KK setzte sich diese "freundliche Dame" schon hin und entwarf ein Schreiben mit Hilfsbereitschaft vortäuschendem Geschwafel und GLEICH einer Forderung, dass meine Bekannte ... damit ihr Anspruch auf KG nicht "gefährdet" sei ... sich von ihrem BETRIEBSARZT untersuchen lassen solle - angeblich würde auch der MDK dies so anraten.

Natürlich schrieben wir sofort zurück, machten darauf aufmerksam, dass sie in diversen fachärztlichen Behandlungen ist, eine Gang zum "Betriebsarzt" (es ging u.a. auch um Mobbing und Vergabe des Arbeitsplatzes während der Krankheit) sei wegen ihrer div. "anderen Gesundheitsproblematiken" auch NICHT mal fachlich angezeigt.
Wir baten um konkrete Rechtsgrundlagen ... und wiesen auf das Recht einer selbstbestimmten Behandlung in Deutschland hin ... UMGEHEND machten wir dem Unmut Luft und zogen die Erlaubnis zum Fallmanagement zurück!

Kam natürlich nichts wegen KONKRETER Rechtsgrundlage - sondern nur Geschwafel über "tut uns leid, wir wollten Sie nicht verärgern" und weiterhin Bestehen auf "Mitwirkungspflichten", die ich dann im Wortlaut auseinander genommen habe, die Grenzen der Mitwirkung aufgezeigt etc.

Wiederum kam kein konkretes Eingehen auf die Gegenargumente - sondern die direkte Drohung: wenn sie nicht bis zum nachweisen, dass Sie einen Termin beim Betriebsarzt hatten, stellen wir das KG ein!

Und UMGEHEND kommt keine Kohle mehr - (nebenbei kam bis zu dem Zeitpunkt schlampigerweise auch keine Kohle bis jetzt!) - auch ein Anwalt bestätigte die Richtigkeit meines Vorgehens und dass es KEINE Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen der KK gibt!

Nun wurde gestern eine handfeste Beschwerde eingetütet an die Regionalleitung, Beschwerdestelle sowie das Ganze auch als Anfrage dem Bundespatientenverteter vorgelegt - Frist gesetzt für umgehende Überweisung des KG - ebenso gleich mal hinterfotzig eine Anfrage an den MDK, der "angeblich" hier zu diesem Schritt geraten hat, nach dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage!

Der Grund für dieses Vorgehen der "netten Dame" mag sein, dass sie aufgrund eben voreilig und arglos seitens meiner Bekannten erwähnten Mobbingprobleme in ihrem laienhaften medizinischem Resthirn sich ausgemalt hat, dass ein Betriebsarzt ja eine Wiedereingliederung vornehmen und begleiten kann - und meine Bekannte soll NEBEN schwerer anderer Erkrankungen sich um "Klärung" der Arbeitsplatzsituation kümmern (haben wir auch schriftlich!)
Ich habe auch die Dienst- und Fachaufsicht hier infrage gestellt, da sämtliche Schreiben nur von 1 Angestellten verfasst wurden, die sich auch noch lt. Pressemitteilung der KK erst im 3. Ausbildungsjahr befindlich ist!
Also doppelte SCHMACH in so einer Situation eines Menschen, der sich sein Leben lang im sozialen Bereich engagiert hat: von einem Azubi gemaßregelt und in finanzielle Nöte gebracht!

Es gibt wirklich NICHTS, was es nicht gibt! Wichtig: umgehende Flankierung durch Fachärzte - hier psychisch und auch für die körperlichen Beschwerden einen Facharzt!

Ich kann jedem nur raten MISSTRAUISCH zu bleiben - den obigen sehr offenen und direkten Artikel zu lesen und diesem "Fallmanagement" gleich von vorne herein einen Riegel vorzuschieben!

Man muss und sollte NICHT mit der Krankenkasse hier "nett" telefonieren, sondern gleich beim 1. Anruf (und der KOMMT!) freundlich zu verstehen geben, dass man BESTENS versorgt ist und sich "gern" an die Kasse wendet, SOLLTE man Fragen haben.

Dieser Mist ist vor Jahren auch mir so passiert - ständige Nachfragen auch OHNE meine Genehmigung - und ähnlich gelagerte Fälle kenne ich auch zuhauf!
 

Stubenpilot

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Hallo @gila
Das war wirklich interessant! Sehr sogar...ja die sind am Beginn sehr freundlich und dann kommen die Raketen. Bis jetzt musste ich (bzw. meine Frau) musste da nix unterschreiben dass da "andere" für Sie irgend Etwas übernehmen....(sehr guter Hinweis!).... ja die spielen schon Mal Doktor-Allwissend und haben gar nicht das Recht dazu. Vom Prinzip her geht denen nur DAS an, ob die Frau noch krankgeschrieben ist oder nicht....alles Weitere müsste /sollte der MDK veranlassen bzw. schreiben.... das habe ich jetzt zum Glück verstanden. Und Ja die treten ohne das man es erlaubt hat an den (bald)-EX Arbeitgeber herran, und erkundigen sich, warum und wie die Kündigungen erfolgt sind.(Als Krankenkasse!!!) Und obendrein belehren die mich mit den damit erlangten Halbwissen dann, warum meine Frau gehen musste. Das fand ich schon äußerst kurios und ich vermute die haben gar nicht das Recht soetwas zu fragen am Arbeitgeber...oder?
 

gila

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Und Ja die treten ohne das man es erlaubt hat an den (bald)-EX Arbeitgeber herran, und erkundigen sich, warum und wie die Kündigungen erfolgt sind.(Als Krankenkasse!!!)
Dazu ist z.B. die "Bundespatientenbeauftragte" da - hier kannst du das mal als "Nachfrage" einsenden, ob sowas statthaft ist und schildern!
Die können sich NICHT in sowas "regulierend" einschalten - aber Informationen, was die Kassen so tun und treiben sind immer gerne gesehen, denn daraus entstehen schließlich auch Handlungsbedarfe und später dann Gesetzesvorlagen.

Wie z.B. auch der Umgang der Kassen mit Befunden der Patienten NEU geregelt wurde - nachdem es in dem sog. "Umschlagverfahren" Missbrauch gegeben hat, und dies nun so geändert wurde, dass die Kasse die Befunde nicht mehr vom Patienten anfordern darf in dem sogen. "verschlossenen Umschlag" und weiterreichen an den MDK!

Hier hatte ich das Thema mal angerissen (Ende steht immer noch aus): "Umschlagverfahren" bei Einreichen von Befunden an Krankenkassen - "Schieflage" beim neuen Verfahren/Datenschutz!!!!???

Und obendrein belehren die mich mit den damit erlangten Halbwissen dann, warum meine Frau gehen musste. Das fand ich schon äußerst kurios und ich vermute die haben gar nicht das Recht soetwas zu fragen am Arbeitgeber...oder?
Vermutlich auch das nicht - daher mache sich jeder doch die Mühe, solche Misstände zu formulieren und an die Patientenbeauftragte zu senden! Reicht auch als Email und in aller Kürze als Nachfrage, OB sowas "statthaft" ist und es Rechtsgrundlagen gibt.

Schau auch mal ob es in deinem Umkreis den UPD gibt Unabhängige Patientenberatung Deutschland - auch da kann man sich bei Fragen hinwenden.

Auf der sicheren Seite bist du jedoch, wenn dir was "komisch" vorkommt, und du IMMER um SCHRIFTICHES bittest mit Nennung der Rechtsgrundlagen - und vorgibst, dass du das gerne durch einen Anwalt oder den "VDK" (oder sonstigen Sozialverband) PRÜFEN lassen willst.
Hammse nich so jerne...

Eine Mitgliedschaft ist nicht teuer und wird u.U. in dem, was auf Euch zukommt, hilfreich sein!

Wichtig: keine Anrufe mehr entgegen nehmen!
Man kann "höflich aber bestimmt" sagen, dass man in guten Händen ist und derzeit keine Beratung benötigt.
Sollte das nicht aufhören: Gegenwehr und Beschwerde!
 

wheelie

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Moin,

da kann ich mich nur anschließen, bloss nicht mit der Kasse telefonieren, am besten die Anrufe gar nicht entgegennehmen, dann kann man keinen Fehler machen. Alles schriftlich, und am besten immer nochmal jemanden drüber schauen lassen. Bei mir haben sie vor Jahren auch versucht, Spielchen zu spielen, aber ich war zum Glück drauf vorbereitet.

Die Grenzen der Mitwirkung sind immens wichtig, die sind teils gesetzlich klar geregelt, teilweise individuell durch den Einzelfall. Was einem nicht zumutbar ist, muss man auch nicht machen.

Ich persönlich mache alles mit Behörden nur schriftlich, dann ist es für beide Seiten nachvollziehbar. Das ist am sichersten, und am effektivsten, Telefonate sind niemals nachweisbar und auch nicht rechtlich bindend. nebenbei haut man mündlich auch eher mal was raus, was man lieber gelassen hätte.

Und was den Besuch beim Psychiater angeht, dabei sein ist ok, aber reden sollte Deine Frau selber. Vielleicht am Anfang kurz was dazu sagen, und dann die beiden machen lassen. Wenn es ein guter Arzt ist, wird er schon sehen, was ist .

Ich wünsche Euch viel Glück und Kraft- und immer einen Schritt nach dem anderen, jetzt erstmal die kranke Kasse in ihre Schranken verweisen und dort belassen, und dann weiter sehen.

lg wheelie
 

Stubenpilot

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Vielen vielen Dank für die gesammelten Hinweise. genau nach solchen INFOS habe ich gesucht. ich werde mich ab sofort daran halten und auch der VDK beitreten......
Ich Trottel bekomme den Brief von der AOK für meine Frau und fahre sofort dort-hin und erkläre und rede...usw. Das wird wohl ein Fehler sein, ab sofort nur noch schriftlich und mit Kopie zum Abheften.
Danke sagt der Jörg
 

HermineL

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ich werde mich ab sofort daran halten und auch der VDK beitreten......
Ich will dir nichts ausreden aber der VDK ist meistens auch nicht das Gelbe vom Ei. Gut sind die nur wenn die vor Ort wo man lebt auch einen fähigen Mitarbeiter haben. Wir haben hier auch schon vielfach Fälle von eklatanter Fehlberatung durch den VDK gehabt wo Hilfesuchende erst richtig durch den VDK an die Wand gefahren sind.

Es muss jeder für sich selber entscheiden aber wenn ich einmal nicht weiter weiß finde ich hier oder in anderen Foren qualitativ bessere Hilfe als bei VDK, SovD und Konsorten. Die Erfahrungen in den Foren und die persönliche vor Ort lassen mich einen weiten Bogen um die machen.
 

gila

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Ich will dir nichts ausreden aber der VDK ist meistens auch nicht das Gelbe vom Ei. Gut sind die nur wenn die vor Ort wo man lebt auch einen fähigen Mitarbeiter haben.
Ja das hört man ab und an mal, auch mal vom SOVD, von der Caritas, vom UPD ... und und und...
leider hört man ja immer nur die Negativstimmen.
GUT ist es sicher, wenn eine Stelle vor Ort ist - wie bei mir - und hier sind wirklich fähige Leute am Werk, ich kann nichts Negatives berichten - im Gegenteil - eine Juristin leitet die Geschäftsstelle des VDK und ein ehem. Krankenkassen-Regionalleiter bearbeitet die Probleme mit den Kassen - hier hab ich pers. mehrfach sehr gute Unterstützung erfahren.

Sicher muss man auch selbst ein wenig hinschauen, ob die Ansprechpartner Kompetenz zeigen!
Wie überall!
 

Stubenpilot

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Risiko?
Jetzt habe ich erst mal verstanden, dass man keiner Behörde trauen kann und auch verstanden, dass es immer "darauf ankommt" mit welcher Person welche Stelle besetzt ist....egal wo..... gut...
Trotzdem eine naive Frage dazu:
Ich habe ja die "Stufen" mitbekommen, wo die Sachbearbeiterin der KK zuerst freundlich war, (monate-lang) und jetzt wo die mitbekommen dass es eventuell teuer werden könnte, strotzte die "ach - so -freundliche" Computer-Tisch-befindliche Dame der AOK ---glänzte Sie mit Fehlern zu Haufe. (Fehler von denen ich bis heute früh dank Eurer Hinweise nix wußte!)....wie mit den Einforderen des vertraulichen Facharzt Berichtes ohne Umschlag und ohne hinzuweisen dass es generell gar nicht zulässig ist...usw.

Zur Frage....... die Dame wird ja merklich mitbekommen, dass ich Sie erstens nicht mehr persönlich aufsuche und "plaudere" wie ein Wasserfall, sonderen nur noch schriftlich Kontakt halten werde, dann werde ich -------der bislang dummgläubig war...dann mit VDK drohen bzw. diese erwähnen und nach rechtlichen Grundlagen fragen bevor ich da etwas schriftlich antworte usw...... Wird da nicht die KK im quasi Gegenzug auch umschalten zu Knall-hart? Ich hatte ja dümmlicher Weise gehofft wenn ich freundlich bin...mitwirke...dann passiert da nicht viel und eventuell zeigen die Einsicht dass man einer fast 58 jährigen Frau welche ihr Leben lang gearbeitet hat, nicht so einfach ohne Schaden zu nehmen den Stuhl vor die Türe setzt... hatte gehofft das die das nicht "durchwinken"...aber uns keine Steine im Weg legen....(gehofft)...
Nachdem ich das hier aber alles lese, kann ich ja davon ausgehen, ob man Kopfstand macht oder sich auszieht (zwinker)...solange der Versicherte kaum / oder wenig Geld verursacht...ist alles im grünen Bereich...beginnt es teuer zu werden....wird man zum Versichertenfall und dagegen wird angegangen...egal ob man freundlich ist oder doof.

Provoziere ich aber nicht damit diese harte Gangart...indem ich auf meine Rechte verweise und gleichzeitig zum "unangenehmen" Versicherter werde?

Zum ersten Beitrag hier im Thema:
Ich frage, was sich da am "Status" änderen wird, wenn meine Frau ab dem 1. Juli keinen Job mehr nachweisen kann...bislang wurde ja das Krankengeld gezahlt nach Grundlage des letzten Bruttolohnes....der fällt ja nun flach ab dem 1. Juli... wonach wird nun das Krankengeld bemessen? Das die weiterzahlen müssen wurde hier ja schon geschrieben...aber giltdann immer noch der letzte Bruttolohn obwohl die Arbeitsstelle ja flöten ist? Im Internet finde ich dazu keinerlei Antworten....

Danke sagt der Jörg
 

gila

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wie mit den Einforderen des vertraulichen Facharzt Berichtes ohne Umschlag und ohne hinzuweisen dass es generell gar nicht zulässig ist...usw.
DAS ist eine Sache, die du dir gut aufhebst und wo du getrost mal den Datenschützer anfragen kannst, ob das so überhaupt statthaft ist. Sollte Madame dich nun quälen wollen: Beschwerde und Datenschützer!

dann mit VDK drohen bzw. diese erwähnen und nach rechtlichen Grundlagen fragen bevor ich da etwas schriftlich antworte usw...... Wird da nicht die KK im quasi Gegenzug auch umschalten zu Knall-hart?
Solange die sich nicht rühren - auch nicht rühren, Immer schön die AU einreichen - PÜNKTLICHST und NAHTLOS - OHNE auch nur einen einzigen Tag Zwischenraum!

Nachdem ich das hier aber alles lese, kann ich ja davon ausgehen, ob man Kopfstand macht oder sich auszieht (zwinker)...solange der Versicherte kaum / oder wenig Geld verursacht...ist alles im grünen Bereich...beginnt es teuer zu werden....wird man zum Versichertenfall und dagegen wird angegangen...egal ob man freundlich ist oder doof.
genau so isses - siehe ja auch den oben geposteten Link mit dem Artikel!

Provoziere ich aber nicht damit diese harte Gangart...indem ich auf meine Rechte verweise und gleichzeitig zum "unangenehmen" Versicherter werde?
Yes - das KANN sein. Es kann aber ebenso gut sein, dass der Gegenwind zu "heiß" wird und man zu der Erkenntnis gelangt, dass der blöde "Kunde" doch nicht so gutmütig und gutgläubig ist, wie man anfangs meinte.

Ich würde mal abwarten was genau kommt - keine Telefonate mehr - für Sachfragen kann man auch den UPD anrufen - und wenn demnächst was kommt, hier mal melden!
 

Stubenpilot

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gerne...sehr gerne melde ich mich und 1000 Dank für die Hinweise.
nette Grüße vom Jörg
 

Kerstin_K

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Was die KKSB miit andererem Status gemeint haben könnte ist folgendes: bisher war eine Frau in Arbeit und die Arbeitsunfähigkiet bezog sich auf diese Arbeit. da se jetzt arbeitslos ist, ändert sich die Grundlage , nach der die Ärzte sie au schreiben dürfen.
 

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@Kerstin_K ..... danke für die Info, aber was meinst Du mit dem Satz: " ändert sich die Grundlage , nach der die Ärzte sie au schreiben dürfen. "
DÜRFEN? Also gelten ab dem Tag der Arbeitslosigkeit andere Richtlinien was die Doktoren zu beachten haben, weil Sie arbeitslos ist? Verstehe ich nicht wie das nun gemeint ist?

Auch noch mal Nachgefragt:
Wenn die Fachdoktoren der Meinung sind, dass in dem jetzigen Zustand eine Arbeitsaufnahme/ Arbeitssuche nicht ratsam ist, wird es ja durch Ihren Job als Fachdoktor begründet sein. Kann hier der MDK der Krankenkasse einfach diese Beurteilungen sich darüber hinwegsetzen? Quasi nicht nach Aktenlage beschließen, (oder doch), oder aber einfach die betroffene Person vorladen und dann anschließend entscheiden, dass die Person arbeitsfähig ist? Solche Entscheidung setzt ja dann automatisch die Beurteilung der heimischen Fachdoktoren ausser Kraft. Die-welche Stunden damit verbracht haben festzustellen mit Hintergrundgeschichten der kranken Person, die---welche sich damit befasst haben...die sollen einfach "weg-gekickt" werden dürfen durch den MDK der die betroffene Person sicher nur 20 Minuten sehen wird?
Ist dem wirklich so?
nette GRüße vom Jörg
 
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