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Weiss nicht mehr weiter: Sofortige Vorstellung vom Amt verlangt / Sanktionierung

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Caro35

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#1
Guten Tag zusammen,

in diesem netten Forum habe ich bereits gelesen, ohne dass ich hierzu etwas schreiben konnte oder mich angemeldet habe.
Jetzt habe ich allerdings eine Frage und hoffe, dass diese nicht schon zu oft hier gestellt wurde und Euch langweilt:

Ein Vermittlungsvorschlag enthält die Aufforderung, umgehend einen Vorstellungstermin zu vereinbaren und mich mit meinen Bewerbungsunterlagen vorzustellen. Neben der Postanschrift sind auch eine Festnetz und Handynummer angegeben.

Meine Eingliederungsvereinbarung sieht vor mich zeitnah spätestens am dritten Tage nach Erhalt des Angebotes auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben. Zunächst bin ich mir unklar, ob ich die Bewerbung am dritten Tage nach Erhalt des Vermittlungsvorschlags nach der Leerungszeit des Briefkastens zum Beispiel 22 Uhr noch einwerfen kann oder die Bewerbung am dritten Tag bereits beim Arbeitgeber eingetroffen sein muss. Ich nehme an Sonn- und Feiertage zählen mit.

Kann ich noch am dritten Tage meine Bewerbung dorthin schicken oder muss ich sofort dorthin anrufen um einen Termin zu vereinbaren? Ich könnte auch in der Bewerbung (nach dem dritten Tag) nach einem Termin fragen. Es ist mir noch nicht klar, ob ich sanktioniert werde, wenn ich erst am dritten Tage dort anrufe, weil in der Aufforderung ein umgehend stand. Nachher behauptet man, ich hätte nichts getan und dann wird sanktioniert. Interessant ist es ja, dass das Amt mich dazu auffordert, mich vorzustellen. Ich dachte das würde der Arbeitgeber machen. Schließlich weiß ich nicht, wer die Fahrtkosten zahlen soll. Bekommt man vom Arbeitgeber oder dem Amt einen Vorschuss? Schliesslich hat man das Geld dafür ja nicht übrig und schon gar nicht auf eine lange Erstattungsdauer.

Falls Ihr nicht mehr im Forum lest so wünsche ich Euch allen einen schönen Abend.
 

VipAir78

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#2
Das was in den Schreiben steht sind erstmal nur Bausteine, die je nach bedarf zu einem Brief zusammen gestellt werden.

Was deine Frage angeht, ob sofort oder doch erst in 3 Tage die Unterlagen da sein müssen.......

Schick sie verspätet ab, aber ärger dich dann nicht, wenn die Stelle schon am Tag vorher vergeben worden ist.

Oder ruf am Tag 3 an und fange Dir eine Absage ein, weil der Zulauf an Bewerbern größer als erwartet ist und du somit wohl Null Chancen hast.
Es sei denn du hast keinen Bock auf das ganze, dann solltest du immer bis zum letzten Moment Zeit lassen.
 

Caro35

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#3
Danke VipAir.

Gegenüber den übrigen Stellenangeboten hat sich hier der Text geändert. Sonst steht meistens, dass man sich umgehend schriftlich bewerben soll. Mittlerweile denke ich es kommt gaaaaanz genau darauf an, was in dem Text steht. Sonst können Sanktionen verhängt werden.

Gelte dies auch für meinen Fall, dass ich erst am dritten Tag nach dem Erhalt die Bewerbung einwerfe oder müsste sie dann schon dort sein, ähnlich wie bei Krankmeldungen verfahren wird?
Ich denke mir so, dass diese abweichenden Formulierungen bestimmt kein Einzelfall darstellen und schon öfters auch anderen angeboten wurden.

Immerhin müssen die von der ARGE sich ja was dabei gedacht haben. So ungefähr wenn Du nicht sofort sondern erst in 3 Tagen anrufst und den Termin machst wird sanktioniert. Ist vielleicht schon anderen passiert?

Interessant ist auch die Arbeitszeit, welche ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen kann. Und der private PKW streikt wegen altersschwäche viel mehr als er noch fahren kann. Aber so etwas sollte ich besser nicht antworten, oder? Ich könnte ja auch der ARGE antworten, dass ich mich nicht beworben hätte wegen der öffentlichen Verkehrsmittel. Oder würde dann mit Verweis auf den PKW sanktioniert? Das ist eine wichtiger Punkt, denn 30 Prozent sind nicht einfach über 3 Monate zu verkraften!

Und zu den Fahrtkosten: müsste die die ARGE zahlen oder die Firma? Das sind so 80 Kilometer und kann man zuerst auf die Überweisung der Kosten pochen bevor man dahin fährt? Dann müsste sich das Amt ja prächtig beeilen! Was meint Ihr? Hat es einen solchen Fall schon einmal gegeben?

Ach ja, noch etwas: es stand darin "umgehend". Würde das die Frist in der Eingliederungsvereinbarung von 3 Tagen aushebeln, so dass diese nicht mehr gilt und es nur ein Tag oder noch derselbe Tag wird?
 

Caro35

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#4
Kann man denn zumindest darauf bestehen, dass zuerst die Übernahme der Fahrtkosten SCHRIFTLICH zugesagt wird, bevor man sich in Bewegung setzt?
 
E

ExitUser

Gast
#5
Prüfe bitte zunächst, ob der Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung kam oder nicht. Falls keine korrekte Belehrung vorhanden ist, ist dieser Vorschlag sowieso unverbindlich.

Du bewirbst dich am besten schriftlich (wegen der Nachweisbarkeit) und bittest dabei um einen Vorstellungstermin. Damit hast du deine Schuldigkeit getan. Alles weitere liegt in den Händen des Arbeitgebers.

Wenn du nicht das nötige Geld hast, kannst du eine schriftliche Zusage der Übernahme der Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch verlangen. Falls notwendig, auch einen Vorschuß. Du kannst das Geld schließlich nicht aus dem Ärmel schütteln. Eigentlich ist dafür der einladende Arbeitgeber zuständig, oftmals wollen die aber nicht zahlen, so daß du es vorher aus dem Vermittlungsbudget des Jobcenters beantragen solltest.

Falls dein Pkw wegen Altersschwäche unzuverlässig funktioniert, kannst du das natürlich erwähnen. Es entspricht schließlich der Wahrheit.
 

Caro35

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#6
Prüfe bitte zunächst, ob der Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung kam oder nicht. Falls keine korrekte Belehrung vorhanden ist, ist dieser Vorschlag sowieso unverbindlich.

Du bewirbst dich am besten schriftlich (wegen der Nachweisbarkeit) und bittest dabei um einen Vorstellungstermin. Damit hast du deine Schuldigkeit getan. Alles weitere liegt in den Händen des Arbeitgebers.

Wenn du nicht das nötige Geld hast, kannst du eine schriftliche Zusage der Übernahme der Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch verlangen. Falls notwendig, auch einen Vorschuß. Du kannst das Geld schließlich nicht aus dem Ärmel schütteln. Eigentlich ist dafür der einladende Arbeitgeber zuständig, oftmals wollen die aber nicht zahlen, so daß du es vorher aus dem Vermittlungsbudget des Jobcenters beantragen solltest.

Falls dein Pkw wegen Altersschwäche unzuverlässig funktioniert, kannst du das natürlich erwähnen. Es entspricht schließlich der Wahrheit.
Ich bedanke mich bei Euch!

In dem Angebot (mit Rechtsfolgenbelehrung) steht, ich solle umgehend einen Vorstellungstermin vereinbaren und mich dort mit Zeugnissen vorstellen. Angegeben waren Adresse und Telefonnummer.

Ich gehe davon aus, dass ich nicht in der 3 Tagesfrist dort anrufen muss sondern statt dessen eine Bewerbung senden kann mit der Schlussformulierung "Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch"? Reicht das oder muss ich hineinschreiben dass ich einen Termin genannt haben will / von der ARGE haben muss?

Weil die ARGE schrieb, ich solle mich mit Zeugnissen dort vorstellen, muss sie nun auch ohne vorherigen Fahrtkostenantrag für die Kosten derart haften wie ein Auftraggeber (d.h. wie sonst die einladende Firma)?

Ich könnte ja der Arge eine schriftliche Anfrage schicken ob sie zahlen wird. Und darauf hinweisen, dass ich zuerst die Zusage oder einen Vorschuss brauche, bevor ich dorthin fahren kann?

Muss ich eigentlich einen vorhandenen altersschwachen privaten PKW einsetzen wenn der Arbeitsplatz bedingt durch den Arbeitszeitbeginn mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar ist? Oder kann ich sanktionsfolgenlos deshalb die Bewerbung usw. einstellen?

Ziemlich verzwickt, finde ich.
 

Caro35

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#7
Wenn du nicht das nötige Geld hast, kannst du eine schriftliche Zusage der Übernahme der Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch verlangen. Falls notwendig, auch einen Vorschuß. Du kannst das Geld schließlich nicht aus dem Ärmel schütteln. Eigentlich ist dafür der einladende Arbeitgeber zuständig, oftmals wollen die aber nicht zahlen, so daß du es vorher aus dem Vermittlungsbudget des Jobcenters beantragen solltest.
@gurkenaugust:
Kann man denn beide Wege gehen und wenn einer versagt ist, den anderen zur Erstattung wählen? Ich meine, beim Amt (hilfsweise?)beantragen (die Formulierung wäre interessant zu erfahren) dann den Arbeitgeber auffordern und wenn er nicht will dann zum Amt? Das Amt zahlt ja nur nach voriger Antragstellung. Natürlich darf man nicht bei beiden kassieren! Der Arbeitgeber zahlz nämlich 30 Cent plus Parkgebühren, das Amt nur 20 ohne Parken.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Nun, es ist dir überlassen, wie du dich bewirbst.
Idealerweise schriftlich, da kannst du alles geforderte gleich in Kopie beifügen.
Es reicht, wenn du deine Bewerbung am 3. Tag in den Kasten wirfst. Und dann warten, ob eine Antwort kommt. Dann kannst du auch einen Antrag auf die Fahrtkosten stellen, wenn in der Einladung des AG keine Übernehme bestätigt wird.
Oder du rufst den AG an und erkundigst dich, ob die Stellung noch vakant ist. Dann einen Termin vereinbaren und danach zur ARGE, Fahrtkosten beantragen.
Wichtig ist aber, egal, wie du dich bewirbst, dies in einer Liste zu vermerken, wann, wie und den Namen des Ansprechpartners.
Dann hast du alle Dinge getan, die für dich machbar sind.
 
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#9
ich glaube eher du bist ein fauler Hund, der versucht mit formaljuristischen Argumente sich vor der Arbeitssuche zu drücken. Wenn die ARGE, was sehr selten ist dir eine Stelle anbietet, musst du dich natürlich sofort bewerben. Keine Sorge in 99% der Fälle bekommst du eh eine Absage wenn sie hören das du Hartz-IV Empfänger bist. Und ansonsten heißt es natürlich , bewerben bewerben bewerben, je mehr dersto besser und wofür gibt es eine Serienbriefffunktion in Word und unsinnige Stellen gibt es genug, wo sie dich garantiert nicht nehmen.
Konzentrier dich auf EMail-Bewerbungen das gibt auch 5 € je Bewerbung und Fahrtskosten werden bei Vorstellungsterminen von der ARGE erstattet nur vorher beantragen.
 
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