Weiß jemand einen Rat? (1 Betrachter)

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solero

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ich arbeite 2x die woche auf 165 eurobasis.jeweils fünf stunden.

nun rief mich mein ag schon das zweite mal an,dass ich an einem arbeitstag zu hause bleiben kann.heute z.b. brauchte ich nicht in meinem objekt arbeiten weil eine neue kollegin angeblich eingearbeitet werden soll.ja was geht mich denn das an?
ich will nicht zu hause bleiben sondern arbeiten. hat der arbeitgeber die pflicht diesen ausfall den ich heute hatte trotzdem zu bezahlen oder kann er mir das von meinen 165 euro abziehen?
danke für schnelle antworten
 
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ExitUser

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ich arbeite 2x die woche auf 165 eurobasis.jeweils fünf stunden.

nun rief mich mein ag schon das zweite mal an,dass ich an einem arbeitstag zu hause bleiben kann.heute z.b. brauchte ich nicht in meinem objekt arbeiten weil eine neue kollegin angeblich eingearbeitet werden soll.ja was geht mich denn das an?
ich will nicht zu hause bleiben sondern arbeiten. hat der arbeitgeber die pflicht diesen ausfall den ich heute hatte trotzdem zu bezahlen oder kann er mir das von meinen 165 euro abziehen?
danke für schnelle antworten
Wenn du keinen Arbeitsvertrag hast, in dem dei 165 Euros wie ein Gehalt festgelegt sind, kann er dich bestellen wie er will. Es besteht von beiden Seiten keine Verpflichtung.
 

mostes

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Wenn dein Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag nichts dazu sagen, ob der AG die Arbeitszeit nach Bedarf abrufen darf, gilt die gesetzliche Regelung:

1. Annahmeverzug des AG, § 293 BGB

2. Lohnzahlungspflicht des AG gem. § 324 BGB bzw. § 615 BGB
 

mostes

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@ Rotkäppchen

Wieso meinst du, es läge kein Arbeitsvertrag vor ?
Was liegt denn sonst für ein Vertrag vor ?

Lohn steht fest, Stundenzahl steht fest, ein Chef, der bestimmt, steht fest.

Was fehlt da für einen Arbeitsvertfrag ? Ich glaube nichts.
 

Hartzbeat

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Geringfügige Beschäftigung: Keine Lohnzahlung für Arbeitsausfall

Hallo solero und willkommen in diesem Forum,

ich arbeite 2x die woche auf 165 eurobasis.jeweils fünf stunden.[...]
Antwort: Möchte mich der Aussage von mike anschließen. Ergänzend dazu: Da Du lt. Beschreibung geringfügig beschäftigt bist, wird nur das bezahlt, was Du an Arbeit geleistet hast - es sei denn, Du verfügst über eine vertragliche Vereinbarung, die das anders regelt.

:icon_question:TIPP: Sieh sicherheitshalber mal im Vertrag nach, befürchte aber, dass über eine Lohnfortzahlung bei Arbeitsausfall dort nichts vereinbart wurde, was Dir den Lohn garantiert.

ich will nicht zu hause bleiben sondern arbeiten. hat der arbeitgeber die pflicht diesen ausfall den ich heute hatte trotzdem zu bezahlen oder kann er mir das von meinen 165 euro abziehen?
danke für schnelle antworten
Antwort: Kann verstehen, dass Du regelmäßig arbeiten möchtest und ein relativ sicheres regelmäßiges Einkommen wünschst, mit dieser Art von Beschäftigung dürfte das in der Regel aber nicht immer gesichert sein.

Dein Arbeitgeber muss Dir, sofern ihr nichts anderes vertraglich geregelt habt, für Arbeitsausfälle keinen Lohn zahlen und zieht Dir das sicher von den 165,- Euro ab. Tut mir leid, Dir nix Erfreulicheres mitteilen zu können ...

Grüße von
H:icon_kratz:rtzbeat
 
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@ Rotkäppchen

Wieso meinst du, es läge kein Arbeitsvertrag vor ?
Was liegt denn sonst für ein Vertrag vor ?

Lohn steht fest, Stundenzahl steht fest, ein Chef, der bestimmt, steht fest.

Was fehlt da für einen Arbeitsvertfrag ? Ich glaube nichts.
Meist liegt für einen derartig geringen Verdienst kein Arbeitsvertrag vor, womit ich nicht sage, dass der Job nicht angemeldet ist. Das Gehalt ergibt sich aus der Gewohnheit und das gilt genauso.
 

mostes

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Geringfügig beschäftigt ist man auch durch einen Arbeitsvertrag - was denn sonst.

Wo steht, dass man man dann keinen Lohnanspruch hat, wenn der Chef sagt " bleib zuhause " ?

Aus welcher gesetzlichen Quelle ergibt sich das ? Nennt mal die §§ wo das steht !

Ich halte das für eine totale Falschinformation.


Steht das im Arbeitsvertag, o.k. - sonst bezahlen !
 
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Also eine geringfügige Beschäftigung ist in der Regel auf Stundenbasis und auf Abruf. Da ich auch so einen Job habe, kenne ich es nicht anders.
 

solero

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hallo ihr,
danke für eure vielen antworten.
ich habe leider keinen schriftl. arbeitsvertrag.aber mache dieses nun schon seit über einem jahr.immer montags und donnerstag.so haben wir das geregelt.

aber seit ich in diesem jahr erstmalig urlaub beansprucht habe,und ich meinen ag darauf hingewiesen habe dass er ihn mir auch bezahlen muss, macht er solche sachen mit mir.das ist so eine art schikane.
also auf abruf arbeite ich nicht,wie gesagt,die zeiten sind immer festgelegt auf montag und donnerstag.
ich denke da wie mostes,der ag hat pflichten und seine erste pflicht besteht darin mir auch arbeit zu geben,kann er dieses nicht,muss er mir den ausfall zahlen.er hatte keinen driftigen grund mir einfach abzusagen.die arbeit musste trotzdem gemacht werden.nur wurde sie eben heute nicht von mir erledigt.

mein ag hat mir ja schon angedroht,sollte ich weiter auf die bezahlung meines urlaubes bestehen,will er mir kündigen,weil das in seiner firma nicht üblich ist zu bezahlen.laut gesetz begeht er da einen fehler.denke ich mal.

ich schätze mal er will mich jetzt die tage die ich urlaub hatte,auch auf der arbeit ausfallen lassen,damit er nicht bezahlen muss.
ist etwas verworren das ganze.
ich weiß jetzt nichzt soll ich komkret fordern mir den ausfall auch zu bezahlen?
bin leider erst morgen wieder hier.
also danke falls ihr euch noch paar gedanken machen solltet.
lg
 

mostes

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Eine gerinfügige Beschäftigung ist in der Regel nicht auf Abruf sondern bis auf die Verdienstgrenze ein normales Arbeitsverhältnis.

Abruf ist noch etwas anderes: dann muß man zuhause sitzen und warten ob der Chefe anruft. Eine Art Stallpflicht für Arbeitnehmer. Das haben viele Discounter so geregelt. Da muß man in einem bestimmten Zeitraum verfügbar sein - ob man aber arbeitet ist nicht sicher - und wenn nicht gibts auch kein Geld.

Etwas ganz anderes ist es, ob man mit seinem AG unterschiedliche Arbeiszeiten flexibel vereinbart hat. Im Gegensatz zum Abruf muss der AN aber dann nicht kommen, wenn er zB aus zeitlichen Gründen nicht kann.

Wenn ich aber mit meinem AG 2 x wöchentlich 5 Stunden Arbeitszeit vereinbare, und der dann - aus welchen Gründen auch immer - meine Arbeitskraft nicht in Anspruch nehmen will - wieso muß ich dann auf meinen Lohn verzichten ?

Muß ich dann das unternehmerische Risiko tragen ? Und wenn für 2 Monate die Kusine aus Amerika kommt und für mich die 10 Stunden an der Kasse sitzt gibt es 2 Monate keine Geld ? Ganz so weit sind wir ja nun noch nicht.
 

mostes

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Solero, habe deine Antwort gerade erst gesehen.

Ein Arbeitsvertrag muß nicht schriftlich abgefasst sein um wirksam zu sein.

Also, du hast mit Sicherheit einen.

Der Lohn muß während deines Urlaub weitergezahlt werden - ohne wenn und aber. Lohnfortzahlungsanspruch im Urlaub gilt auch für geringfügig Beschäftigte.

Du hast feste Arbeitszeiten. Nimmt dein AG deine Arbeitskraft aus von ihm zu vertretenen Gründen nicht an, befindet er sich in Annahmeverzug und muß dich trotzdem bezahlen ( siehe mein Post oben ) .

Laß dich nicht nötigen, deine Ansprüche nicht durchzusetzen.
 

Arania

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Vielleicht ein 400-Euro-Job bei gleichzeitigem ALG II-Bezug, aber dann zwei Tage in der Woche?
 

solero

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hallo Mostes,
du scheinst das ganze zu verstehen.
Ich sehe das auch so wie du geschrieben hast.

Egal ob 400 oder so wie ich auf 165 Euro-Basis.

Ich denke du hast den Punkt getroffen,und einen guten Vergleich mit der Kusine aus Amerika geliefert.Gott sei Dank sind wir wirklich noch nicht soweit.
Mein Ag denke ich, muss mir diesen Ausfalltag bezahlen.

Wie ich hier lesen konnte wissen immer noch viele Leute nicht,dass man bei einer geringfügigen Beschäftigung die gleichen Rechte hat wie ein Vollzeitbeschäftigter.Sprich, Urlaubsanspruch und auch bezahlt,das gleiche gilt für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Mostes ich werde es darauf ankommen lassen und meinem Ag darauf hinweisen dass er mir diesen Tag vergüten muss.Mal sehen wie er reagieren wird.Das Vertrauen in dieses Arbeitsverhältnis ist eh weg. Sollte er mir kündigen dann kommt noch mehr auf ihn zu.

LG solero
 

solero

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hallo,
gerade rief mich mein ag an,ich hätte morgen wieder meinen arbeitstag.
ich brauche nicht kommen, eine kollegin übernimmt das für mich.
solltest du weiter auf deinen bezahlten urlaub bestehen,werde ich dir kündigen,gib mir jetzt ne antwort.ich sagte dann ihr müsst euch auch an die gesetze halten,er dann ich zahle steuern für euch und du bekommst staatl. leistungen,ich brauche euch nichts bezahlen im nebeneinkommen.

sollte ich bis morgen 11 uhr die schlüssel nicht alle abgeben,werde ich ein riesenproblem haben sagte er zu mir.

der kann mich doch nicht von jetzt auf gleich am telefon kündigen?
der muss doch auch die kündigungsfristen einhalten.
toll, was mache ich jetzt?
gruß solero
 

Arania

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Recht oder nicht Recht, eine fristlose Kündigung kann er am Telefon wegen Arbeitsverweigerung aussprechen, muss sie aber schriftlich nachreichen und begründen, und Du wirst Dir Dein Recht sicher vor Gericht holen müssen
 

solero

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arania, ich habe ja meine arbeit nicht verweigert.ich wollte ja arbeiten.
er hat mich nur nicht gelassen und dass schon ein paar mal nicht.mit der begründung,es macht ne kollegin für dich.

ich denke auch ich muss mir rechtlichen beistand holen.
 

mostes

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Also, eine Kündigungsfrist muss er natürlich einhalten, wenn nicht eine Probezeit läuft oder ein Grund für eine fristlose Kündigung vorliegt.

Wenn dein AG Ärger macht und dich nicht arbeiten lassen will, solltest du Ihm deine Arbeitskraft - beweisbar - anbieten, um dir deinen Lohnanspruch zu erhalten. Wenn er dich nicht mehr will, soll er dich bezahlt bis zum Ende der Kündigungsfrist freistellen.

Wieviel AN hat der Betrieb ? Vielleicht gilt für dich das Kündigungsschutzgesetz. Achtung : Klagefrist spätestens 3 Wochen nach Zugang der Kündigung ( Eingang beim Gericht ).

Vergiß nicht, deinen Lohn für deinen Urlaub zu verlangen. Unterschreib ohne Geld nicht eine sog. Ausgleichsquittung.
 

solero

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hallo mostes,

ich weiß nicht wieviel der betrieb beschäftigt.sind aber nicht sehr viele.ist ne kleine reinigungsfirma.
habe am dienstag termin beim anwalt.

der ag hat mir ne fristlose kündigung und im selben schreiben auch ne ordentliche kündigung bis 15.11.gegeben.
gleichzeitig hat er mir gestern 2 abmahnungen in die hand gedrückt,für angeblich schlechte leistungen.der wollte mich mit aller macht los werden nur weil ich auf urlaubszahlung bestehe.
nun weiß ich nicht,ne kündigungsschutzklage ist ja gut und schön aber dann muss ich vielleicht wieder bei dem arbeiten.das will ich jetzt nicht mehr.
man hat mir gesagt wenn ich nur ne forderungsklage stelle,dann kann das arbeitsgericht dumm tun.

jedenfalls ist der mich erstmal ganz galant losgeworden.
aber der denkt das wars jetzt für den,hat er sich aber geschnitten.
will die tage bezahlt bekommen als ich krank war und auch meinen urlaub,dann auch den anteiligen urlaub den ich voriges jahr nicht genommen habe.vielleicht auch die tage noch bis zum 15.11..
mal sehen was der anwalt mir rät.
berichte dann wenn ihr wollt.
gruß solero
 
E

ExitUser

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Die Kündigungsschutzklage (3 Wochenfrist für die Klageeinreichung beachten) ist hier schon das richtige Mittel. Eine Weiterbeschäftigung wird es garantiert nicht geben, ist unzumutbar, es gibt keine Basis mehr dafür, das Vertrauensverhältnis ist dauerhaft zerrüttet. Darauf wird auch der Arbeitsrichter abstellen. Da die Richter nicht gern Urteile schreiben, wird bestimmt ein Vergleich angeboten. Dabei unbedingt aufpassen.
Ich kenne eine Menge solcher Fälle, bei denen die ehemaligen AG noch für 3 Monate nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Bezüge zur Überbrückung weiterzahlen mussten. Bei "richtigen" Arbeitsverhältnissen sind dann noch Abfindungen drin.
Hier mal im vorab einige wichtige Informationen zum Studieren:
Rae Hoss - Arbeitsrecht
 

solero

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Also brauche ich bei einer Kündigungsschutzklage keine Angst haben,dass ich da wieder arbeiten muss.Das ist gut.Denn bei dem, nie wieder.

Das andere wird mir alles nicht viel nützen,ob Überbrückung mit Geld oder Abfindung,die Arge würde es mir als Zufluss sicher anrechnen.Dann hab ich auch nicht viel gekonnt.

Nun muss ich am Montag ja noch zur Arge,wenn die lesen dass ich gekündigt wurde auf Grund schlechter Leistungen, was ja nicht stimmt,dann bekomme ich sicher wegen Selbstverschuldung eine Sperre von denen.
Reicht es eigentlich wenn ich ne Veränderungsmitteilung abgebe?Aber da wollen die ja auch den Grund wissen.

Ist ja viel Stoff zum lesen,danke.
Gruß solero
 
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ExitUser

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Zur Sperre

Genau aus diesem Grund ist die Kündigungsschutzklage erforderlich, und hier in diesem Fall hat eine etwaige Sperre spätestens vor dem Sozialgericht keinen Bestand.
 

solero

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Hallo,

ok, am Dienstag werde ich ja mehr von meinem Anwalt erfahren.
ich hoffe er kniet sich da auch rein.Nicht das ich auf weiter Flur allein dastehe.
Ich denke die Kündigungsschutzkl. ist doch besser.
Gruß Solero
 
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