Weihnachten: Hartz IV ist kein Anlass zur Zuversicht

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Martin Behrsing

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Hartz IV-Armut geht in das fünfte Jahr und nimmt weiter zu

Bonn
Das Erwerbslosen Forum Deutschland fordert von Bundesregierung und den Parteien, dass diese sich im kommenden Jahr endlich ernsthaft mit der Armut in der Bundesrepublik auseinandersetzen. Hartz IV geht in das fünfte Jahr und nach wie vor werden die ca. 7 Millionen Betroffenen förmlich im Stich gelassen. Gerade Weihnachten zeige, wie groß die Not bei den Betroffenen ist und es am Allernotwendigsten fehlt. »Die rasante Zunahme der Tafeln zeigt nur die Spitze des Eisberges«, so Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland. Wer ALG II bezieht könne keinen Anlass zu Zuversicht haben, auch wenn der Bundespräsident Horst Köhler dazu aufrufe.

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S

sogehtsnich

Gast
Weihnachtsode...
Seit es Hartz IV gibt, gibt es für mich Weihnachten und Geburtstag nicht mehr!
Fast 30 Jahre habe ich Steuern gezahlt & mir nichts zu Schulden kommen lassen. Als Dank dafür behandelt man mich jetzt schlechter als einen Hund!
 

Martin Behrsing

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und schfon eine Agenturmeldung von afp


D/Soziales/Arbeit/Gesellschaft/Armut/Weihnachten
Erwerbslosen-Forum: ALG-II-Empfänger im Stich gelassen =


Bonn, 24. Dezember (AFP) - Die Empfänger von Arbeitslosengeld II werden nach Ansicht des Erwerbslosen-Forums Deutschland "förmlich im Stich gelassen".
Gerade Weihnachten zeige, wie groß die Not bei den Betroffenen sei und dass es am Allernotwendigsten fehle, beklagte der Verband am Mittwoch. Das Forum rief die Bundesregierung und die Parteien auf, sich im kommenden Jahr "endlich ernsthaft mit der Armut in der Bundesrepublik auseinandersetzen". "Die rasante Zunahme der Tafeln zeigt nur die Spitze des Eisberges", erklärte Martin Behrsing vom Erwerbslosen-Forum. Wer ALG II bezieht, könne keinen Anlass zu Zuversicht haben, auch wenn Bundespräsident Horst Köhler dazu aufrufe.

Von den Hartz-IV-Reformen Betroffene profitierten etwa nicht von der jüngst beschlossenen Kindergelderhöhung, kritisierte das Erwerbslosen-Forum. Deren Kinder gingen leer aus, dabei machten sich gerade hier zehn Euro mehr im Monat spürbar bemerkbar. "Aber noch nicht mal das wird den betroffenen Kindern zugestanden. Für uns ist das von der Regierung verordnete Ausgrenzung", erklärte Behrsing. Das Kindergeld wird ALG-II-Empfängern von ihren Leistungen wieder abgezogen.

oel/ao
 

Martin Behrsing

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und noch eine Agentur-Meldung. Ich hoffe, dass damit Hartz IV in den Nachrichten vertreten ist. Zuleicht wird es vergessen.

[SIZE=-1]DP-Meldung vom 24.12.2008, 15:23 Uhr[/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=+1]Armut als Folge der Wirtschaftskrise[/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1]https://www.dernewsticker.de/bilder/a2008122415230344731.jpg[SIZE=-1][/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1]Berlin (ddp). Angesichts der Weltwirtschaftskrise warnen die Kirchen vor einem drastischen Anstieg der Armut und fordern mehr gesellschaftliche Solidarität. Derweil rief Bundespräsident Horst Köhler die Deutschen in seiner Weihnachtsansprache zu mehr Zuversicht angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise auf.[/SIZE][/SIZE]

[SIZE=-1][SIZE=-1]«Wir haben ein gutes Fundament. Die Reformen der vergangenen Jahre und die neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben haben uns gestärkt für die Aufgaben, die vor uns liegen», sagte Köhler in seiner Ansprache. Deutschland habe gut ausgebildete und motivierte Arbeitnehmer, ideenreiche und mutige Unternehmer sowie Millionen Bürger, die sich engagierten. «Das kann uns allen Mut machen», betonte Köhler. Er bescheinigte Bürgern und Politik, in der Krise «klug und besonnen» agiert zu haben. «Darauf können wir auch in Zukunft bauen», sagte Köhler.[/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1][/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1]Das Erwerbslosen Forum Deutschland erklärte, «Hartz IV» sei «kein Anlass zur Zuversicht». Die Bundesregierung müsse sich ernsthaft mit der Armut im Land auseinandersetzen. Gerade Weihnachten zeige, wie groß die Not bei den Betroffenen sei.[/SIZE][/SIZE]

[SIZE=-1][SIZE=-1]Bischof Wolfgang Huber rief in seiner Weihnachtspredigt zur Solidarität mit den Armen auf. «Meine Sorge gilt ganz besonders denen, die in wachsender Zahl an den Türen der Suppenküchen warten, die auf eine Mahlzeit bei der Armentafel hoffen, weil sie sich anderes schlicht nicht leisten können. Vor allem Kinder gehören in einem beängstigend hohen Maß dazu», sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Berliner Dom. Dass ´Verzocken´ zu einem der Unworte dieses Jahres gewählt worden sei, zeige, «von welcher Denkweise wir uns abwenden müssen».[/SIZE][/SIZE]

[SIZE=-1][SIZE=-1]Die Hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann sagte, vielleicht sei die Krise eine gute Gelegenheit, Prioritäten neu zu setzen: Statt Gier und Schnäppchenmentalität könnten sich die Bürger wieder mehr auf Werte wie Solidarität und Gemeinschaft besinnen. Die Maßnahmen zur Überwindung der Krise begrüßte sie. Allerdings erzeugten «Milliardenschutzschirme für Banken» bei ihr auch ein gewisses Unbehagen. «Woher kommt dieses Geld? Wäre es nicht auch in der Pflege, in der Aufstockung von ´Hartz IV´, bei Familien gut angebracht?», fragte die Landesbischöfin.[/SIZE][/SIZE]

[SIZE=-1][SIZE=-1]Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, rügte die fehlende Moral vieler Banker und bekannte, lediglich ein Bankkonto mit einem vierstelligen Betrag zu haben. «Ich habe eine große Familie und so viele Leute, denen ich helfen muss. Da schenke ich das Geld weg.»[/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1]Der Darmstädter Sozialwissenschaftler Walter Hanesch gab zu bedenken, dass sich die erwartete Zunahme der Arbeitslosigkeit auch auf die soziale Lage vieler Kinder auswirke. «Schon heute lebt in Deutschland etwa jedes vierte Kind unterhalb der Armutsgrenze - und das, obwohl Politiker aller Parteien sich in der Theorie darin einig sind, dass eine solche Situation untragbar ist.»[/SIZE][/SIZE]

[SIZE=-1][SIZE=-1]Das Kinderhilfswerk UNICEF rief dazu auf, den Kampf gegen Armut international zu verstärken. Deutschland habe die Möglichkeit, die Auswirkungen der Finanzkrise abzufangen. «Wenn aber eine Näherin in Bangladesch ihren Job verliert, stehen sie und ihre Familie vor dem Nichts», betonte der UNICEF-Vorsitzende Jürgen Heraeus.[/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1](ddp) [/SIZE][/SIZE]
[SIZE=-1][SIZE=-1][SIZE=-1]© ddp Deutscher Depeschendienst GmbH[/SIZE][/SIZE][/SIZE]
https://www.dernewsticker.de/news.php?id=72004
 

Kaleika

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Danke Martin,

neben dem sonst üblichen hohlen Weihnachts-Geblubber, dass wir ein gutes Fundament hätten und Ähnlichem, womit wir aus den Medien überschüttet werden, tut es gut, auch ein bisschen aus der Wirklichkeit zu lesen, dass namlich Hartz IV auch nicht den mindesten Anlass zur Zuversicht gibt und dass sieben Millionen Erwerbslose, mitsamt ihren Familien von der Regierung im Stich gelassen und deren Kinder von der neuen Kindergelderhöhung ausgeschlossen werden!

Kaleika
 

HajoDF

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Hallo Martin,
selbst zu Weihnachten bist Du noch unermüdlich.
Meine Hochachtung!
 

Ahasveru

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Und hier auch in Kurzform auf der Deutschen Welle:

Weihnachten für Hartz IV-Empfänger kein Fest der Zuversicht


BONN: Für Hartz IV-Empfänger ist Weihnachten nach Auffassung des Erwerbslosen Forums kein Fest der Zuversicht. Die Feiertage zeigten, wie groß die Not bei den Arbeitslosen sei, erklärte Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum in Bonn. Die große Zunahme von Tafeln, die an Bedürftige Nahrungsmittel austeilten, zeige nur die Spitze des Eisberges. Das Forum forderte die Bundesregierung auf, sich im kommenden Jahr mit der Armut in Deutschland 'ernsthaft' auseinanderzusetzen.
Quelle:
 

Vanzella

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Zitat:

[SIZE=-1][SIZE=-1]«Wir haben ein gutes Fundament. Die Reformen der vergangenen Jahre und die neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben haben uns gestärkt für die Aufgaben, die vor uns liegen», sagte Köhler in seiner Ansprache. Deutschland habe gut ausgebildete und motivierte Arbeitnehmer,

Eine völlige Fehleinschätzung der Lage. :icon_smile: Deutschlands AN (bin ich selbst wieder seit 2 Monaten in Vollzeit im öD) sind in keiner Weise mehr "motiviert". Es wurde sowohl das Weihnachts- und Urlaubsgeld ersatzlos gestrichen, Überstunden sind unter Strafandrohung nicht mehr zu leisten mit der Folge, dass in 8 Std. das Pensum von 12 Stunden erbracht werden soll. Wochenendbedingte Arbeitseinsätze sind fortan ohne Entlohnung zu leisten mit der Maßgabe "Freut euch, guckt mal nach General Motors. Da wird entlassen." :icon_sleep:

Auch der durchschnittliche AN (wie ich) kann sich nichts mehr leisten. Köhler sollte sich mal mit der Oma auf der Straße unterhalten, die sich die Augen an der Schaufensterscheibe plattdrückt und mir sagt "Ich kann mir das nicht erlauben, bei meiner Rente." Das sind Leute, die Deutschland aufgebaut haben, verdammt noch mal.

Und was kann der arme Hartzi dafür, dass er "wegrationalisiert" wurde. Warum muss der Hartzi nachdem er sich jahrelang den A. ..... aufgerissen hat, jetzt zur "Suppenküche" ?????

Möge der Trulla und Konsorten die Weihnachtsgans im Halse steckenbleiben. :icon_twisted:


[/SIZE][/SIZE]
 

amondaro-no1

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Hartz IV-Armut geht in das fünfte Jahr und nimmt weiter zu

Bonn
Das Erwerbslosen Forum Deutschland fordert von Bundesregierung und den Parteien, dass diese sich im kommenden Jahr endlich ernsthaft mit der Armut in der Bundesrepublik auseinandersetzen. Hartz IV geht in das fünfte Jahr und nach wie vor werden die ca. 7 Millionen Betroffenen förmlich im Stich gelassen. Gerade Weihnachten zeige, wie groß die Not bei den Betroffenen ist und es am Allernotwendigsten fehlt. »Die rasante Zunahme der Tafeln zeigt nur die Spitze des Eisberges«, so Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland. Wer ALG II bezieht könne keinen Anlass zu Zuversicht haben, auch wenn der Bundespräsident Horst Köhler dazu aufrufe.

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Heute erschien ein Bericht in Sat1 Videotext Thema :Hartz IV - Keine Frohe Weihnacht und dem Erwerbslosenforum !!

Da dies im Sat 1 Textseite 111 oder hier mal ein Bild von der Textseite..

https://img155.imageshack.us/img155/2439/11101wa4.png

p.s hier mal was lustiges vom Kleinen Nils - Herr Hartz 4 & Keuchhustenhotline

YouTube - Der kleine Nils - Herr Hartz4 & Keuchhustenhotline



greatz
 

Ahasveru

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Bezieher von ALG II im Stich gelassen

Erwerbslosen-Forum: Betroffene in großer Not.


nn (AFP/ND). Die Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) II werden nach Ansicht des Erwerbslosen-Forums Deutschland »förmlich im Stich gelassen«. Gerade Weihnachten zeige, wie groß die Not bei den Betroffenen sei und dass es am Allernotwendigsten fehle, beklagte der Verband am Mittwoch. Das Forum rief die Bundesregierung und die Parteien auf, sich im kommenden Jahr »endlich ernsthaft mit der Armut in der Bundesrepublik auseinanderzusetzen«.

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