Wehrt euch gegen rechtswidrige Ein-Euro-Jobs!

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ExitUser

Gast
Wenn bereits bekannt, dann als Auffrischung betrachten.


Über 50 Prozent aller Eintritte von Hartz IV Empfängern in Beschäftigung sind Ein-Euro Jobs. 2007 waren es fast 800 000

Wehrt euch gegen rechtswidrige Ein-Euro-Jobs!


Diversen Internet-Foren oder Zeitungsartikeln ist immer wieder zu entnehmen, dass Ein-Euro-Jobs nicht die Kriterien der Zusätzlichkeit und Allgemeinnützigkeit erfüllen und somit reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängen. Der zeitliche Umfang von maximal 15 bis 20 Wochenstunden, der von den Sozialgerichten als zulässig angesehen wird, wird in der Praxis der Argen mit 30 bis 35 Wochenstunden vielfach überschritten. Auch das ist rechtswidrig. Was ist zu tun, wenn ein ALG-II-Betroffener einen solchen rechtswidrigen Ein-Euro-Job von der Arge zugewiesen bekommt?

Die Zuweisung ist nichts weiter als ein rechtsmittelfähiger Verwaltungsakt, gegen den man Widerspruch einlegen kann. Meistens ist einer solchen Zuweisung zu einem Ein-Euro-Job keine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt. Das bedeutet, dass die Widerspruchsfrist ein Jahr beträgt. Ist man mit dem Ein-Euro-Job nicht einverstanden, kann man gegen die Zuweisung Widerspruch einlegen. Dieser hat keine aufschiebende Wirkung, das heißt, man muss trotzdem zu der zugewiesenen Arbeitsstelle hingehen und dort arbeiten. Ein guter Tipp ist es, dort ein Berichtsheft zu führen.

Irgendwann kommt von der Arge der Widerspruchsbescheid. Wenn er mehr als drei Monate auf sich warten lässt, kann man Untätigkeitsklage beim Sozialgericht erheben. Nun hat der ALG-II-betroffene Ein-Euro-Jobber also seinen Widerspruchsbescheid in der Hand. Nehmen wir an, er hat nicht Recht bekommen. Dann gilt es, innerhalb einer Frist von einem Monat beim Sozialgericht Klage zu erheben. Beantragt wird die Feststellung, dass die Zuweisung rechtswidrig ist.

Justitias Mühlen mahlen langsam: Nach einem Jahr ist Verhandlung und der Ein-Euro-Job längst vorbei. Nun schaut der Sozialrichter auf die Zuweisung und sagt: „Stimmt, die Zuweisung ist rechtswidrig!“ Was hat unser ALG-II-betroffener Ein-Euro-Jobber jetzt noch davon? Ist die Zuweisung rechtswidrig, folgt die Rückabwicklung in Form des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs. Dessen Höhe richtet sich nach dem ortsüblichen beziehungsweise Tariflohn. Das heißt also: Es gibt für die geleistete Arbeit reguläres Geld!

Bedingung ist aber, dass das Sozialgericht zuerst die Zuweisung als rechtswidrig erkennt. Das bedeutet für jeden Ein-Euro-Jobber: Die Zuweisung der Arge ist bares Geld wert. Wenn euer Ein-Euro-Job schon etwas länger zurückliegt, solltet ihr trotzdem die Zuweisung hervorkramen und rückwirkend anfechten. Gemäß § 44 SGB X kann jeder Verwaltungsakt im Sozialrecht vier Jahre rückwirkend per Antrag angefochten werden.

Hier noch mal die Vorgehensweise vereinfacht:

1. Zuweisung,
2. Widerspruch,
3. Widerspruchsbescheid von der Arge,
4. Klage auf Feststellung der Rechtswidrigkeit,
5. Rückabwicklung als öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch.

Bei verfristeten Zuweisungen:
1. Antrag auf Überprüfung der Zuweisung gemäß § 44 SGB X,
2. Bescheid von der Arge,
3. Widerspruch,
4. Widerspruchsbescheid von der Arge,
5. Klage auf Feststellung der Rechtswidrigkeit,
6. Rückabwicklung als öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch.

Eure Zuweisungen sind also bares Geld wert! Das ganze Prozedere ist nachzulesen in Münder: LPK-SGB II (Lehr- und Praxiskommentar), 2. Auflage 2007, § 16. Der neue SGB-II-Kommentar von Eicher/Spellbrink, 2. Auflage 2008, ist schwieriger zu lesen, bestätigt dies aber.

Quelle: www.scharf-links.de

Dazu wäre noch anzumerken, dass der öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch gegen den Leistungsträger/"Maßnahme"-Träger zu richten ist, s. Eicher in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 16, RdNr 241.
Vgl. auch Niewald in LPK-SGB II (Münder), § 16, Rz. 62.
Natürlich entfällt dann auch bei entsprechender Höhe des Arbeitsentgeltes der Anspruch auf ALG II.
 

wolliohne

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Doch das geht.

Schau Dich einmal um in der Rubrik Ein Euro jobs sowie gegen Behördenwillkür.

Wir unterstützen Dich gerne dabei.
 

mandala

Neu hier...
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Hallo nochmal


Irgendwie komme mit dem Forum nicht ganz klar. Vorhin habe ich versucht eine Internetadresse raus zu geben, die meiner Meinung nach einen sehr interessanten Beitrag über 1€ Jobs enthält, klappt aber nicht. Ist sowas hier nicht erlaubt? Komischerweise wurde die Adresse total anders als ich es geschrieben habe, erschienen . Warum eigentlich?
 
E

ExitUser

Gast
Wie schafft ihr es einen 1€ so schnell los zu werden, ich habe alles versucht und habe überhaupt keine Chance gegen meiner SB egal was ich mache Wiederspruch etliche Schreiben aufgesetzt, das alles hat bei mir nichts gebracht habe weder eine Antwort noch eine Entscheidung bekommen. Ich bin Machtlos gegen meiner SB, meine Schreiben landen bestimmt alle im müll. Wie es aussieht werde ich diesen 1€ job nicht los, da kann ich machen was ich will.

Grüß Andre

------------

Hallo, Andre,

Tja, Dein Hauptproblem dürfte zunächst einmal das sein, daß Du ständig alleine zur ARGE rennst, anstelle Dir sachkundige Begleitung mitzunehmen.

Dir fehlen zudem jede Menge Kenntnisse im Umgang mit den Sozialbehörden.

Lese daher bitte hier im Forum nach, zum Beispiel:
Was man als Erwerbsloser zur Gegenwehr alles wissen muss...
Warum man Zeugen braucht und wie man sich organisiert
Erfolgreich wehren gegen Eingliederungsvereinbarung

und zum Thema Beistände:
Mit Beiständen zum Amt!

Insofern Du das finanziell irgendwie bewerkstelligen kannst, schaff Dir bitte ausserdem einige Fachbücher an, die in den o.a. Beiträgen genannt werden.

Und: lese Dich hier durchs Forum.

Unwissenheit schützt nicht vor der ARGE, während Dich Wissen und Sachkunde und das Bewusstsein, niemals wieder alleine zu denen zu gehen, sehr gut schützen können.

N.
 
E

ExitUser

Gast
Aber glaub mir es bringt wirklich nichts da kann ich noch soviele Schreiben auf setzten wie ich will.

Meine SB ignoriert einfach alles

Bin echt ratlos

Mußt Du nicht sein, Andre.

Reiche jedes Schreiben gegen Empfangsbescheinigung auf einer Kopie des Schreibens ein, nicht bei der SB, sondern immer unten am Empfang, und immer nur in Begleitung von 1-2 Leuten, damit Du auch Zeugen für die Einreichung hast.

Und: lese hier im Forum das, was ich und andere Dir raten. Ohne Wissen gehts net, und Wissen erlangt man als Mensch unter anderem durch Lesen.

Vielleicht wird aber bald die Holografie erfunden, und dann kann sich jeder den Martin als Holografie in die gute Stube holen, damit er Vorträge zum Thema Erwerbslosigkeit hält.

Nur: bis dahin dauerts noch ne Weile, und ich weiß nicht so recht, ob Martin darüber sehr begeistert wäre, als holografischer Erwerbslosen-Dozent in die Geschichte einzugehen :icon_wink::icon_wink::icon_smile:

N.
 

Hopfenbottich

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Sooo, habe nun heute auch meinen Widerspruch gegen einen Ein-Euro-Job eingereicht unter Verwendung einer entsprechend angepassten Widerspruchsvorlage hier aus dem Forum - schön mit Empfangsbestätigung auf meiner Kopie. Mal schauen was sich da entwickelt.

Gleich mal noch eine Frage: Ich beginne demnächst einen Nebenjob, welcher mit ein wenig Glück später eine Vollzeitstelle werden soll. Ich habe in diesem Betrieb vor einigen Jahren bereits gearbeitet und man will mich wiederhaben :biggrin:

Vorerst werde ich dort als U+K-Vertretung eingesetzt (also bei Urlaub/Krankheit). Es wird also vorerst keinen festen Lohn geben, sondern das wird schwanken, je nach Einsatzstunden.

Das sollte aber doch schon reichen, um den Ein-Euro-Job legal zu verlassen, trotz weiterlaufenden Widerspruchs?
Danke schonmal für hilfreiche Hinweise.


der Hopfenbottich
 

mostes

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Ich bin erstaunt, wie hier ein Kollege, der Gegenwehr gezeigt hat, von oben herab runtergemacht wird.

Es ist sicher nicht optimal gelaufen - aber hier wehrt sich jemand und wird noch angemacht, weil er nicht sofort den richtigen Weg gegangen ist.

Das gilt auch und besonders für einige "Leistungsträger" hier im Forum, die jedesmal das gleiche Lied singen: " warum hast du nicht, sagen wir doch immer usw."

Als Volljurist sage ich euch mal Folgendes:

Ihr redet auch oft Blödsinn - wie wir alle.

Warum kann man nicht auch mal loben, dass überhaupt Aktivität gezeigt wird - auch wenn das nicht gleich effektiv ist ?

An Andersenx Stelle wäre ich jetzt verstimmt.
 
L

lupe

Gast
Hi, ihr schreibt ja zu 1€ Jobs nur negatives. Nun, zuerstmal habt ihr alle augenscheinlich recht. Aber nur im Moment. Ich hab nämlich auch so einen Job gemacht. 10 min. Fußweg von Zuhause. Jeden Monat 180 € dazuverdient. Da kann man doch nicht meckern! War ein schönes Einkommen, wenn auch der Rest fraglich war. Es kommt hinzu, das ich froh war, eine Beschäftigung zu haben. Da ich persönliche Probleme hatte, konnte ich diese über diese Tätigkeit etwas vergessen. Klar, die meisten werden jetzt sdagen, was ist denn das für ein exkrement. Ich hab nur keinen regulären Job vernichtet. Die wurden nämlich dafür nicht vorgesehen. Ich meine, die 1 € Jobber. Die liefen nebenbei. Es ist also nicht immer alles schlecht, auch wenn es augenscheinlich erstmal so aussieht. Ich beantworte dazu auch gerne Fragen!!!
 

Hagal

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Sooo, habe nun heute auch meinen Widerspruch gegen einen Ein-Euro-Job eingereicht unter Verwendung einer entsprechend angepassten Widerspruchsvorlage hier aus dem Forum - schön mit Empfangsbestätigung auf meiner Kopie. Mal schauen was sich da entwickelt.

Gleich mal noch eine Frage: Ich beginne demnächst einen Nebenjob, welcher mit ein wenig Glück später eine Vollzeitstelle werden soll. Ich habe in diesem Betrieb vor einigen Jahren bereits gearbeitet und man will mich wiederhaben :biggrin:

Vorerst werde ich dort als U+K-Vertretung eingesetzt (also bei Urlaub/Krankheit). Es wird also vorerst keinen festen Lohn geben, sondern das wird schwanken, je nach Einsatzstunden.

Das sollte aber doch schon reichen, um den Ein-Euro-Job legal zu verlassen, trotz weiterlaufenden Widerspruchs?
Danke schonmal für hilfreiche Hinweise.


der Hopfenbottich


Arbeitsaufnahme geht vor EEJ (Arbeitsgelegenehit). Auch wenn es sich nur um einen Nebenjob handelt. Also dürfte dem nichts im Wege stehen.
 

wolliohne

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Hallo nochmal


Irgendwie komme mit dem Forum nicht ganz klar. Vorhin habe ich versucht eine Internetadresse raus zu geben, die meiner Meinung nach einen sehr interessanten Beitrag über 1€ Jobs enthält, klappt aber nicht. Ist sowas hier nicht erlaubt? Komischerweise wurde die Adresse total anders als ich es geschrieben habe, erschienen . Warum eigentlich?

was sollte dagegen sprechen,her damit.
 

wolliohne

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Wer traut sich dagegen vorzugehen, Ein-Euro-Jobs!

Noch einmal nach vorne geholt.

gegen rechtswidrige Ein-Euro-Jobs!
Wenn bereits bekannt, dann als Auffrischung betrachten.


Über 50 Prozent aller Eintritte von Hartz IV Empfängern in Beschäftigung sind Ein-Euro Jobs. 2007 waren es fast 800 000

Wehrt euch gegen rechtswidrige Ein-Euro-Jobs!


Diversen Internet-Foren oder Zeitungsartikeln ist immer wieder zu entnehmen, dass Ein-Euro-Jobs nicht die Kriterien der Zusätzlichkeit und Allgemeinnützigkeit erfüllen und somit reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängen. Der zeitliche Umfang von maximal 15 bis 20 Wochenstunden, der von den Sozialgerichten als zulässig angesehen wird, wird in der Praxis der Argen mit 30 bis 35 Wochenstunden vielfach überschritten. Auch das ist rechtswidrig. Was ist zu tun, wenn ein ALG-II-Betroffener einen solchen rechtswidrigen Ein-Euro-Job von der Arge zugewiesen bekommt?

Die Zuweisung ist nichts weiter als ein rechtsmittelfähiger Verwaltungsakt, gegen den man Widerspruch einlegen kann. Meistens ist einer solchen Zuweisung zu einem Ein-Euro-Job keine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt. Das bedeutet, dass die Widerspruchsfrist ein Jahr beträgt. Ist man mit dem Ein-Euro-Job nicht einverstanden, kann man gegen die Zuweisung Widerspruch einlegen. Dieser hat keine aufschiebende Wirkung, das heißt, man muss trotzdem zu der zugewiesenen Arbeitsstelle hingehen und dort arbeiten. Ein guter Tipp ist es, dort ein Berichtsheft zu führen.

Irgendwann kommt von der Arge der Widerspruchsbescheid. Wenn er mehr als drei Monate auf sich warten lässt, kann man Untätigkeitsklage beim Sozialgericht erheben. Nun hat der ALG-II-betroffene Ein-Euro-Jobber also seinen Widerspruchsbescheid in der Hand. Nehmen wir an, er hat nicht Recht bekommen. Dann gilt es, innerhalb einer Frist von einem Monat beim Sozialgericht Klage zu erheben. Beantragt wird die Feststellung, dass die Zuweisung rechtswidrig ist.

Justitias Mühlen mahlen langsam: Nach einem Jahr ist Verhandlung und der Ein-Euro-Job längst vorbei. Nun schaut der Sozialrichter auf die Zuweisung und sagt: „Stimmt, die Zuweisung ist rechtswidrig!“ Was hat unser ALG-II-betroffener Ein-Euro-Jobber jetzt noch davon? Ist die Zuweisung rechtswidrig, folgt die Rückabwicklung in Form des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs. Dessen Höhe richtet sich nach dem ortsüblichen beziehungsweise Tariflohn. Das heißt also: Es gibt für die geleistete Arbeit reguläres Geld!

Bedingung ist aber, dass das Sozialgericht zuerst die Zuweisung als rechtswidrig erkennt. Das bedeutet für jeden Ein-Euro-Jobber: Die Zuweisung der Arge ist bares Geld wert. Wenn euer Ein-Euro-Job schon etwas länger zurückliegt, solltet ihr trotzdem die Zuweisung hervorkramen und rückwirkend anfechten. Gemäß § 44 SGB X kann jeder Verwaltungsakt im Sozialrecht vier Jahre rückwirkend per Antrag angefochten werden.

Hier noch mal die Vorgehensweise vereinfacht:

1. Zuweisung,
2. Widerspruch,
3. Widerspruchsbescheid von der Arge,
4. Klage auf Feststellung der Rechtswidrigkeit,
5. Rückabwicklung als öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch.

Bei verfristeten Zuweisungen:
1. Antrag auf Überprüfung der Zuweisung gemäß § 44 SGB X,
2. Bescheid von der Arge,
3. Widerspruch,
4. Widerspruchsbescheid von der Arge,
5. Klage auf Feststellung der Rechtswidrigkeit,
6. Rückabwicklung als öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch.

Eure Zuweisungen sind also bares Geld wert! Das ganze Prozedere ist nachzulesen in Münder: LPK-SGB II (Lehr- und Praxiskommentar), 2. Auflage 2007, § 16. Der neue SGB-II-Kommentar von Eicher/Spellbrink, 2. Auflage 2008, ist schwieriger zu lesen, bestätigt dies aber.

Quelle: TopNews

Alle die ich bisher daraufhin angesprochen haben kneifen leider aus Angst vor Repressalien.
 

Unemployed66

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Schaut euch mal meinen 1-Euro-Job an:

Helfer/in Gartenbau: Beseitigung wilder Müllablagerungen, Pflege von Containerstandorten, Verschönerungsarbeiten (z.B. kl. Anstricharbeiten bei Spielgeräten, Geländer, Bänke auf Feldwegen), Entfernung von Graffiti u. Schmierereien an öffentlichen Einrichtungen, Reinigung und Verschönerung von Denkmälern, Brunnen, Wegekreuzen, Anlegen von Blumenbeeten, Blumenkübeln, Unterhaltung und Reparatur von Einrichtungen wie Umzäunungen, Hinweistafeln, zusätzliche Entkrautungsarbeiten

Und das Ganze auch noch in einer Nachbargemeinde, so dass Fahrtkosten entstehen!

Wenn ich die bisherigen Beiträge richtig verstanden habe, ist das ziemlich rechtswidrig, oder? Soll ich Widerspruch einlegen?

Gruß
Unemployed66
 

Arania

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Noch, ab dem 01.01.2009 ist das sicher Bürgerarbeit, ansonsten bin ich der Meinung das es keine zusätzlichen Jobs gibt, jede Arbeit muss gemacht werden, entweder als bezahlte Arbeit oder als Ehrenamt

Wieso überhaupt in einer Nachbargemeinde? Haben die keine Arbeitslosen?

Du kannst natürlich Widerspruch einlegen und Dich weigern, aber der Weg ist steinig
 

Esreicht

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Doch das geht.

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HI.
bin neu hier und verfolge das Geschehen mit Interesse - da selbst betroffen .
Ich bin der Meinung , man muß nur die Gesetze der Fraktionen um drehen - dann wird ein Schuh daraus der passt .
So ergibt sich folgendes aus den MRK - Menschenrechtskonvention -
das über allen anderen "Gesetzen " auch dem sogenannten GG steht.

GG Art. 25 sagt aus, das die Menschenrechte dem GG vorgehen. Diese Normen fordern wir auch für Deutsche und für alle Menschen. Im Bewußtsein unserer besonderen Pflicht.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
PRÄAMBEL
Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,
verkündet die Generalversammlung
diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.


nun steht hier im:

Artikel 4
Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

-- und was machen diese vögel -- sie verstoßen gegen geltende gesetze -
nachhilfe ist da erforderlich.

gegebenfalls Strafanzeige und Strafantrag gegen die "Person " bei der poliz -ei Abteilung Korupption wegen Nötigung, Erpessung ,Mittäterschaft an einer kriminellen Vereinigung etc.

dann klappts auch .

Gruß Esreicht
 

groucho marx

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Hallo,

ich möchte hier mal meine geschichte zum besten geben:

Mein SB fragte mich, bei einem termin, ob ich einen 1€-job machen würde - das habe ich bejaht. Ich habe mich dann im angegebenen alten- und pflegeheim der diakonie gemeldet. Dort konnte ich mir aussuchen, ob ich als hausmeistergehilfe oder als pflegehilfe arbeiten möchte. Ich entschied mich für die hausmeisterei (stellenbeschreibung? fehlanzeige!), was mir als gelernter elektroniker naheliegend erschien. Also trat ich dort am 01.06.07 dort an und machte, zusammen mit meinen 3 (!) anderen 1€-jobber kollegen typische hausmeisterarbeiten. Einen der 1€-jobber hatten sie einen monat zuvor fest auf teilzeit eingestellt.
Ich hab den job verlängert, weil mir die behandlung als 1€-jobber fair erschien (freies mittagessen, einladung zu betriebsfeiern).

Der job endete am 31.05.08.
Weil der hausmeister unfallbedingt ausgefallen war und ich der einzige in der hausmeisterei mit führerschein war, arbeitet ich dort, bis zur rückkehr des hausmeisters ehrenamtlich, mit segen des SB, zwei monate weiter.

Im mai habe ich mich dort auf eine neuausgeschriebene hausmeisterstelle beworben, die aber ein anderer 1€-job kollege bekam (da zahlte das AA mehr lohnkostenzuschuss (70%)).

Heute flattert mir ein brief von der diakonie ins haus, in dem mir mitgeteilt wird, daß die "betreuerin" für die 1€-jobber der diakonie nun wieder im "rahmen der 1€-tätigkeiten, vermittelt von meinem SB, für mich "zuständig" ist. Weiter wird zu einem termin eingeladen (montag), bei dem ich gefragt werden soll, ob ich wieder im altenheim (dieselbe stelle (!!!)) "oder in einer anderen Einrichtung" eingesetzt werden möchte.

Was kann ich unternehmen???
Ich hab keine zuweisung vom AA sondern von der diakonie, das erwähnte schreiben. Eine rechtsbelehrung ist nicht dabei, nur der verweis auf meinen SB.

Ehrlich gesagt komm ich mir verarscht vor!!:icon_dampf:
Ich soll dort wieder als 1€jobber anfangen, obwohl sie die möglichkeit hatten mich einzustellen? Zudem hab ich starke zweifel, ob die ganze sache überhaupt zusätzlich ist - ich denke es geht eher darum die 500€ (abzüglich der MAE), die das AA für jeden 1€jobber bezahlt einzukassieren. Beruflich bringt mir die sache rein garnichts.
 

Mario Nette

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Der SB muss ja gucken, wie viel Erfolg die letzte Maßnahme hatte und wie er nun gedenkt, dich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu muss er also individuell abwägen und kann nicht einfach sagen: "Diakonie, mach du mal." - vor allem nicht, ohne dich darüber zu informieren. Ferner interessiert mich: Verfügst du über eine gültige EGV (Eingliederungsvereinbarung)?

Mario Nette
 

groucho marx

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Der SB muss ja gucken, wie viel Erfolg die letzte Maßnahme hatte und wie er nun gedenkt, dich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu muss er also individuell abwägen und kann nicht einfach sagen: "Diakonie, mach du mal." - vor allem nicht, ohne dich darüber zu informieren.

Welchen erfolg soll so ein 1€-job schon zeitigen? Sogar die BA räumt ein, daß der "klebeeffekt" minimal ist.
Den letzten termin hatte ich bei meinem SB 14 tage nach ende des 1€-jobs.
Dabei kam nicht zur sprache, daß weitere 1€-jobs auf dem programm stünden. Deshalb erstaunt mich diese verfahrensweise vom SB!

Ich hab hier im forum gelesen, daß bei einer formlosen zuweisung eine widerspruchsfrist von eime jahr gilt. Nun hab ich mir überlegt, wenn die "betreuerin" weiterhin darauf beharrt mich "einstellen" zu wollen, daß ich ihr damit drohe, den letzten 1€-job überprüfen zu lassen und ggf nachzahlungsansprüche notfalls per gericht geltend mache.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dieser termin, den sie mir genannt hat, verpflichtend ist?

Ferner interessiert mich: Verfügst du über eine gültige EGV (Eingliederungsvereinbarung)?

Nein, keine EGV - noch nie eine gehabt.
 
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