Wehr- und hilflos Verbrechern ausgeliefert

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Arbeitsnutztier

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Ich bin schwerbehindert und arbeite schon seit vielen Jahren zu Lohnbetrugsbedingungen für eine "gemeinnützige" Organisation. Meine Arbeit ist hochqualifiziert, wird aber weit untertariflich entlohnt. Neben komplexen IT-Programmierungsaufgaben, verrichte ich auch eine Vielzahl weiterer Aufgaben, deren Anforderungen um einige Stufen über meiner Gehaltsklasse liegen. Neben Abitur und 10-semestrigem Studium habe ich auch eine kaufmännische Ausbildung absolviert und diese in allen Punkten mit Bestnoten abgeschlossen.

Leider bin ich Betrügern gegenüber hilflos wie ein kleines Kind. Ich kann meine Interessen nicht aktiv vertreten, sondern lasse mich stets ausbeuten und übervorteilen, ohne mich zu wehren.

Mittlerweile bin ich Ende 50 und soll wohl noch weiter in Lohn und Rechten gedrückt, bzw. "entsorgt" werden. Die Organisation, die sich viele Jahre lang durch Lohnbetrug an Behinderten bereichert hat, verschenkt selbst nichts. Sie wird mit Millionenbeträge aus öffentlichen Kassen gefördert, ist sehr gut vernetzt - über alle Parteigrenzen hinweg - und wird nicht nur nicht kontrolliert, sondern von den staatlichen Fördergebern, dank guter "Filz- und Amigobeziehungen" noch beim Fördergeldabgreifen auf versteckte Möglichkeiten hingewiesen und beim Tricksen angeleitet.

Ich fühle mich diesen Leuten absolut ausgeliefert und habe bisher jeden Lohnbetrug, jede Nichtgewährung von Tariferhöhungen, jedes Ableisten von unbezahlter Mehrarbeit und jede Gesundheitsgefährdung, die mit der Arbeit verbunden war klaglos hingenommen.

Nun will man den seit den letzten 15 Jahren "geltenden" Arbeitsvertrag aufheben und ich soll einen neuen unterschreiben. Die mich begünstigenden Regeln des alten Vertrages (Höhe des Gehalts, regelmäßige Anpassungen an Tariferhöhungen, etc.) wurden zwar niemals eingehalten und bestehen eigentlich nur auf dem Papier. Es wird nach Gutsherrenart verfahren. Das Gehalt wird nie erhöht, obwohl im Vertrag eine Klausel enthalten ist, daß es sich am Tarifrecht des Öffentlichen Dienstes orientiert. Auch die Einstufung wird nicht eingehalten. Ich fürchte nun, daß der neue Vertrag noch viel schlechter wird und daß dann selbst alle hypothetischen Rechte völlig wegfallen.

Wie kann ich mich wehren? Das Schicki-Micki-System aus Politik und Wirtschaft gibt einem Arbeitnehmer doch ohnehin nur Scheinrechte. Ein korrupter Staat und eine verfilzte Bonzokratie machen den kleinen Mann doch ohnehin nur platt.

Rechte haben doch nur Leute die berühmt sind, in Parteien vernetzt, oder reich.

Kann ein Schwerbehinderter in einem - wie ich jetzt fast sagen möchte - Schwerverbrechersystem überhaupt noch irgendwelche Rechte wahrnehmen oder auf irgendeine Hilfe hoffen?

Die Leute, die so hochmoralisch tun und dabei nur auf Betrug und Beutemachen aussind haben die besseren Karten und wissen, daß sie sich alles erlauben können.

Es mag in der Stadt vielleicht anders sein, aber in unserer Kleinstadt gelten nach wie vor die gleichen Gesetze wie vor hundert Jahren. Die Autoritäten, die "Honoratioren" haben das Sagen und die Macht und Gerichte, Verwaltung, Politik - und Presse stehen auf ihrer Seite.

Der Betrug und die Menschenverachtung unter dem Deckmantel der Hochanständigkeit geht locker durch.
 
E

ExitUser12345

Gast
[...]

Leider bin ich Betrügern gegenüber hilflos wie ein kleines Kind. Ich kann meine Interessen nicht aktiv vertreten, sondern lasse mich stets ausbeuten und übervorteilen, ohne mich zu wehren.

[...]

Ich fühle mich diesen Leuten absolut ausgeliefert und habe bisher jeden Lohnbetrug, jede Nichtgewährung von Tariferhöhungen, jedes Ableisten von unbezahlter Mehrarbeit und jede Gesundheitsgefährdung, die mit der Arbeit verbunden war klaglos hingenommen.

Nun will man den seit den letzten 15 Jahren "geltenden" Arbeitsvertrag aufheben und ich soll einen neuen unterschreiben. Die mich begünstigenden Regeln des alten Vertrages (Höhe des Gehalts, regelmäßige Anpassungen an Tariferhöhungen, etc.) wurden zwar niemals eingehalten und bestehen eigentlich nur auf dem Papier. [...]

Wie kann ich mich wehren?

[...]

Dazu suchst du dir am besten einen fähigen Anwalt für Arbeitsrecht und lässt diesen dann alle möglichen Ansprüche aus deinem jetzigen AG rauspressen, bzw. einklagen.

m.M

:icon_pause:
 

Roter Bock

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Du fängst sehr spät damit an Dich zu wehren, aber besser jetzt als nie.

1. Schritt. Du unterschreibst keinen neuen Arbeitsvertrag.

2. Schritt. Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber reichst Du Klage auf Wiedereinstellung an (Ersatzweise Abfindung)

...und das alles mit einem guten Anwalt.

Roter Bock
 

Anna B.

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Achtung...

diesen Vertrag nicht kündigen...nach 15 Jahren oder 40.Lebensjahr gilt man als unkündbar im öffentlichen Dienst...

wenn du nun einen neuen Vertrag abschließt...bist du dann als Neuanfänger...(die werden das schon so drehen, das es als neues Beschäftigungsverhältnis gilt)...keine 15 Jahre dort beschäftigt..und dann können sie dir kündigen..

ich würde jetzt sämtliche Skrupel über Bord werfen und mich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden...der soll denen so ordentlich zeigen, wo der Haken hängt..
und...du bist unkündbar..was soll dir passieren?
 

Nimschö

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ANT, wenn Du von Dior selbst weißt, dass Du Dich über den Tisch labern läßt, dann: Mach derartiges nur noch schriftlich, selbst wenn es Dir peinlich sein sollte triff keine Abmachungen/Vertragsänderungen "auf die Schnelle" oder gar mündlich. Nimm Dir immer die Zeit alles mit nach Haus zu nehmen um drüber nachzudenken.... Und um jemanden zu fragen, der sich mit der Thematik auskennt und Dir den Rücken stärkt.
 

Arbeitsnutztier

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Hallo, ich danke Euch für Eure mutmachenden Kommentare, aber irgendwie fürchte ich, daß ich so eine Auseinandersetzung nicht durchstehen kann. Ich war bisher immer nur Opfer und das Geld, das ein guter Anwalt kostet habe ich auch nicht. Wenn man in so einem System ein Schaf und kein Wolf ist, dann ist es vielleicht am besten, man gibt auf und schmeißt alles hin.
 

Nimschö

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Sagt ja keiner, dass Du da allein durch mußt...
Leg Dir einen Wolfspelz zu! Notfalls auch jemanden, der bereit ist den für Dich zu tragen ;)

Kann sein, dass Du auf dem Weg ein bißchen Wolle läßt( in Form von Nerven), aber wenn es Dich auf eine grünere Wiese bringt sollte es Dir das wert sein :)

Hm, heute noch laut zu gesungen:
"Make a grin
Like a wolf
Pull a howl
From your throat
Vocal chords
A minor key
Sanity's a single note

Let it out
Bare your teeth
We're all mad underneath

Make your eyes
Autumn skies
Like a flood of rusty swords
Every mouth
Know the song
Dismal tunes of man's discord

Let it out
Bare your teeth
We're all mad underneath" ( Ashbury Heights, Bare your teeth )
 

Bakunin

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Hallo, ich danke Euch für Eure mutmachenden Kommentare, aber irgendwie fürchte ich, daß ich so eine Auseinandersetzung nicht durchstehen kann. Ich war bisher immer nur Opfer und das Geld, das ein guter Anwalt kostet habe ich auch nicht. Wenn man in so einem System ein Schaf und kein Wolf ist, dann ist es vielleicht am besten, man gibt auf und schmeißt alles hin.

Hi @ Arbeitsnutztier!

Jetzt alles hinzuschmeißen ist der falsche Weg! Hast Du eine Rechtsschutzversicherung oder bist Du Mitglied in einer Gewerkschaft (dann hast Du Rechtschutz!)?

Denke immer daran, wer kämpft kann verlieren! Wer nicht kämpft hat verloren!

Und nur "tote Fische schwimmen mit dem Strom"!

Suche doch mal im Internet nach "Schwerbehinderten Vertretungen".

Ggf. findest Du hier Ansprechpartner für Deine Probleme u. in Deiner Nähe!

Viel Glück!
 

Nimschö

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Wenn Du zu so einer Vertretung gehst, schreib Dir vorher, mit aller Wut, die Du finden kannst auf, was Dir alles auf die Nerven geht, wo Du glaubst über den Tisch gezogen worden zu sein und trag denen dort das so vor. Und verheimliche so einer Vertretung nicht, dass Du Angst hast, resignierst und( so liest es sich traurigerweise) kurz vor der Selbstaufgabe stehst, geh offen damit um, damit die auch wissen, dass es wenig Sinn macht da ein "Mediationsgespräch" aufzuziehen. Du brauchst massive Schützenhilfe und kein Blabla.

Auch ein Schaf muss dem fiesem Hirten irgendwann die Hörner geben. Nur keine Hemmungen. Im Grunde: Was hast Du zu verlieren?
 

Fraggle

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Was hindert dich daran jetzt Mitglied bei einer Gewerkschaft zu werden? Die Jahresbeiträge dürften auch für dich zu stemmen sein. In einer Gewerkschaft findest du Unterstützung zu deinen arbeitsrechtlichen Problemen. Anscheinend lief dort einiges schief, kein Wunder dass dun nun einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben sollst. Mach das auf keinen Fall!
Dir stehen u. U. Zahlungen für die vergangenen Jahre zu. Ich kenne mich da nicht so aus, aber könnte mir dies denken.

Pack die Sache an und verzage nicht. Mag sein, dass da Anfangs große Ängste auftreten. Diese lassen aber nach. Du wirst es erleben und es wird dir viel besser gehen, weil du weißt du kannst für dich selbst eintreten und mußt dir nicht alles gefallen lassen.
Du bist behindert? Suche dir einen Verein vor Ort z. B. Selbstbestimmt leben. Dort wirst du noch zusätzlich Unterstützung bekommen.
Drück dir die Daumen
Ach ja, hier schreiben kannst du ja auch immer noch. Das hilft auch.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo, ich danke Euch für Eure mutmachenden Kommentare, aber irgendwie fürchte ich, daß ich so eine Auseinandersetzung nicht durchstehen kann. Ich war bisher immer nur Opfer und das Geld, das ein guter Anwalt kostet habe ich auch nicht. Wenn man in so einem System ein Schaf und kein Wolf ist, dann ist es vielleicht am besten, man gibt auf und schmeißt alles hin.

Nicht aufgeben!

Neuen AV nicht unterschreiben.

Wie schon geschildert, Unterstützung suchen.
 

Arbeitsnutztier

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Nicht aufgeben!

Neuen AV nicht unterschreiben.

Wie schon geschildert, Unterstützung suchen.

Ich bin die letzten Tage völlig durcheinander. Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht schon dazu hereingelegt wurde, etwas zu unterschreiben. Bewußt und willentlich habe ich es nicht getan aber ich kann mir vorstellen, daß mir mit Tricks und viel Hektik etwas untergeschoben worden sein könnte.

Diese Vermutung verfolgt mich jetzt Tag und Nacht und ich bin in der Nacht schweißgebadet und schlaflos und am Tag total verängstigt und panisch. Am liebsten wäre ich tot, dann hätte ich meine Ruhe.

Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen realem Geschehen und berechtigten Befürchtungen. Da ich sowohl privat, als auch in der Firma völlig alleine und isoliert bin befürchte ich das Schlimmste und weiß nicht ein und aus. In der Firma wissen die, daß sie mich mit Mobbing und Druck und Stresserzeugung fertig machen können. Und eine unparteiische Hilfe gibt es meiner Meinung nach auch nirgends. Mir fehlt das Selbstbewußtsein, meine theoretischen Rechte auch praktisch wahrzunehmen. Trotz fortgeschrittenen Alters und beruflich doch gut verwertbarer Fähigkeiten bin ich irgendwo auch noch ein kleines hilfloses Kind, das sich problemlos übertölpeln und entrechten läßt, weil ich eben zu naiv bin und der Gerissenheit und Skrupellosigkeit, die in meiner Innenwelt nicht vorkommt nichts entgegenzusetzen haben, wenn sie mich von außen anfällt.
 

1957er

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Unkündbar?????

Das war einmal. Ich war 20 Jahre in einem öffentlichen Nahverkehrsunternehmen als Busfahrer beschäftigt. Als ich krank wurde (nach ca. einen halben Jahr), hatte man mir direkt mitgeteilt, wenn sie nicht mehr fahren können, dann werden wir sie kündigen weil wir Sie nicht anders einsetzen können.

Umschulung von der LVA konnte nicht im Betrieb gemacht werden. Die haben solange gewartet bis die Umschulung (bei einem Bildungsträger) beendet war und dann eine Kündigung wegen Nichterfüllung der im Arbeitsvertrag geforderten Arbeitsleistung (im meinem Fall als Fahrer)

Arbeitsgericht hatte AG Recht gegeben und ich bekam eine Abfindung, die nicht gerade hoch war.

Die Zeiten mit der angeblichen Kündigungsschutz nach 15 Jahren sind schon lange vorbei.



Achtung...

diesen Vertrag nicht kündigen...nach 15 Jahren oder 40.Lebensjahr gilt man als unkündbar im öffentlichen Dienst...

wenn du nun einen neuen Vertrag abschließt...bist du dann als Neuanfänger...(die werden das schon so drehen, das es als neues Beschäftigungsverhältnis gilt)...keine 15 Jahre dort beschäftigt..und dann können sie dir kündigen..

ich würde jetzt sämtliche Skrupel über Bord werfen und mich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden...der soll denen so ordentlich zeigen, wo der Haken hängt..
und...du bist unkündbar..was soll dir passieren?
 

HartzerIst

Elo-User*in
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Ich bin schwerbehindert und arbeite schon seit vielen Jahren zu Lohnbetrugsbedingungen für eine "gemeinnützige" Organisation. Meine Arbeit ist hochqualifiziert, wird aber weit untertariflich entlohnt. Neben komplexen IT-Programmierungsaufgaben, verrichte ich auch eine Vielzahl weiterer Aufgaben, deren Anforderungen um einige Stufen über meiner Gehaltsklasse liegen. Neben Abitur und 10-semestrigem Studium habe ich auch eine kaufmännische Ausbildung absolviert und diese in allen Punkten mit Bestnoten abgeschlossen.

Leider bin ich Betrügern gegenüber hilflos wie ein kleines Kind. Ich kann meine Interessen nicht aktiv vertreten, sondern lasse mich stets ausbeuten und übervorteilen, ohne mich zu wehren.

Mittlerweile bin ich Ende 50 und soll wohl noch weiter in Lohn und Rechten gedrückt, bzw. "entsorgt" werden. Die Organisation, die sich viele Jahre lang durch Lohnbetrug an Behinderten bereichert hat, verschenkt selbst nichts. Sie wird mit Millionenbeträge aus öffentlichen Kassen gefördert, ist sehr gut vernetzt - über alle Parteigrenzen hinweg - und wird nicht nur nicht kontrolliert, sondern von den staatlichen Fördergebern, dank guter "Filz- und Amigobeziehungen" noch beim Fördergeldabgreifen auf versteckte Möglichkeiten hingewiesen und beim Tricksen angeleitet.

Ich fühle mich diesen Leuten absolut ausgeliefert und habe bisher jeden Lohnbetrug, jede Nichtgewährung von Tariferhöhungen, jedes Ableisten von unbezahlter Mehrarbeit und jede Gesundheitsgefährdung, die mit der Arbeit verbunden war klaglos hingenommen.

Nun will man den seit den letzten 15 Jahren "geltenden" Arbeitsvertrag aufheben und ich soll einen neuen unterschreiben. Die mich begünstigenden Regeln des alten Vertrages (Höhe des Gehalts, regelmäßige Anpassungen an Tariferhöhungen, etc.) wurden zwar niemals eingehalten und bestehen eigentlich nur auf dem Papier. Es wird nach Gutsherrenart verfahren. Das Gehalt wird nie erhöht, obwohl im Vertrag eine Klausel enthalten ist, daß es sich am Tarifrecht des Öffentlichen Dienstes orientiert. Auch die Einstufung wird nicht eingehalten. Ich fürchte nun, daß der neue Vertrag noch viel schlechter wird und daß dann selbst alle hypothetischen Rechte völlig wegfallen.

Wie kann ich mich wehren? Das Schicki-Micki-System aus Politik und Wirtschaft gibt einem Arbeitnehmer doch ohnehin nur Scheinrechte. Ein korrupter Staat und eine verfilzte Bonzokratie machen den kleinen Mann doch ohnehin nur platt.

Rechte haben doch nur Leute die berühmt sind, in Parteien vernetzt, oder reich.

Kann ein Schwerbehinderter in einem - wie ich jetzt fast sagen möchte - Schwerverbrechersystem überhaupt noch irgendwelche Rechte wahrnehmen oder auf irgendeine Hilfe hoffen?

Die Leute, die so hochmoralisch tun und dabei nur auf Betrug und Beutemachen aussind haben die besseren Karten und wissen, daß sie sich alles erlauben können.

Es mag in der Stadt vielleicht anders sein, aber in unserer Kleinstadt gelten nach wie vor die gleichen Gesetze wie vor hundert Jahren. Die Autoritäten, die "Honoratioren" haben das Sagen und die Macht und Gerichte, Verwaltung, Politik - und Presse stehen auf ihrer Seite.

Der Betrug und die Menschenverachtung unter dem Deckmantel der Hochanständigkeit geht locker durch.
Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir ein Sozialarbeiter.
Leider sind Deine Angaben sehr oberflächlich. Anscheinend sind Deine Fragen arbeitsrechtlicher Natur. Und dazu darf (und wird) Dir keiner Auskunft geben dürfen (Rechtsberatungsgesetz).
 

Nimschö

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Ich bin die letzten Tage völlig durcheinander. Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht schon dazu hereingelegt wurde, etwas zu unterschreiben. Bewußt und willentlich habe ich es nicht getan aber ich kann mir vorstellen, daß mir mit Tricks und viel Hektik etwas untergeschoben worden sein könnte.

Dann: Mach Dir nen Plan. Setz ein Schreiben auf, in dem Du darstellst derzeit "Deine Papiere" nicht zugänglich zu haben( verloren, verbrannt, versehentlich weggeschmissen, wasweißich ;) ) und fordere das JC auf, Dir Deine aktuell eingegangenen Verpflichtungen nebst Kopien entsprechende EGVen/wasauchimmer zuzuschicken, damit Du "überhaupt weißt, was Du zu tun und zu lassen hast".
Schaff Dir klare Verhältnisse. Dass Du nicht weißt, wie Du im Moment tanzen sollst, wenn Du nicht mal weißt für was für nen Tanzkurs Du Dich angemeldet hast ist ganz normal.
Und ab jetzt weiterhin hart bleiben. NICHTS vor Ort unterschreiben, ALLES zur Prüfung mit nach Hause nehmen, selbst genau durchgehen, bei Fragen hier einstellen und von den Erfahrenen hier checken lassen... Hämmer es Dir ein: Im JC NIE einen Stift in die Hand nehmen, die fressen Dir die Finger ab!

Diese Vermutung verfolgt mich jetzt Tag und Nacht und ich bin in der Nacht schweißgebadet und schlaflos und am Tag total verängstigt und panisch. Am liebsten wäre ich tot, dann hätte ich meine Ruhe.

Aufgeben ist keine Lösung. Geh den oben beschriebenen Weg und verschaff Dir Klarheit über alles was unklar ist.

Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen realem Geschehen und berechtigten Befürchtungen. Da ich sowohl privat, als auch in der Firma völlig alleine und isoliert bin befürchte ich das Schlimmste und weiß nicht ein und aus. In der Firma wissen die, daß sie mich mit Mobbing und Druck und Stresserzeugung fertig machen können. Und eine unparteiische Hilfe gibt es meiner Meinung nach auch nirgends. Mir fehlt das Selbstbewußtsein, meine theoretischen Rechte auch praktisch wahrzunehmen. Trotz fortgeschrittenen Alters und beruflich doch gut verwertbarer Fähigkeiten bin ich irgendwo auch noch ein kleines hilfloses Kind, das sich problemlos übertölpeln und entrechten läßt, weil ich eben zu naiv bin und der Gerissenheit und Skrupellosigkeit, die in meiner Innenwelt nicht vorkommt nichts entgegenzusetzen haben, wenn sie mich von außen anfällt.

Das einzige was Dir bei Deiner selbstattestierten Naivität hilft ist überall, was auch beim JC gilt: Geh keine Verpflichtungen "mal eben so ein". Nimm Dir für alles mindestens eine Nacht Zeit, um drüber zu schlafen, Dir Infos zu beschaffen, alles mit seinen fürs und wieders abzuwägen. Laß Dich nicht von "Du mußt JETZT sagen ob oder ob nicht" beeindrucken. Wer Dich so drängt will üblicherweise nichts zu Deinem Besten, also im Zweifelsfall lieber "Nein" sagen.
Wenn irgendein Angebot zu schön klingt um wahr zu sein, ist es üblicherweise nicht wahr.
Nimm Dir keinen der Sprüche Deiner sog. "Arbeitskollegen" zu Herzen. Ich weiß, das ist nicht leicht, insbesondere wenn die wissen, wie sie einen treffen können, aber versuchs, auch wenns nicht immer klappt. Versuch alle Tricks, stell Dir die Idioten nackt vor, oder gefesselt in Vollatex-SM-Outfit, als Clown verkleidet... Egal was, Hauptsache Du nimmst diese Typen nicht mehr ernst. Deine Existenz ist mehr als das, was diese Deppen von Dir denken.

Optimum wär, wenn Du Dich soweit "stählen" könntest, dass Du dem ein oder anderen auch mal nen Spruch zurück drücken kannst, um aus der Rolle des hilflosen Opfers raus zu kommen.

Du hast aller Wahrscheinlichkeit nach nur dieses Leben und das hat Dir kein Vollidiot zu "zerlabern". Such Dir ein Ziel, sei es privat, beruflich, im Hobbybereich, irgendwas, dass Du verfolgen und kurz- bis mittelfristig erreichen kannst, um Dir ein Erfolgserlebnis zu geben, vielleicht auch irgendwo Anerkennung für Deine Leistung zu ernten, Dein Selbstbewußtsein zu pushen.

Steh auf und wehr Dich! Was sollen Sie Dir schon mehr antun können als bisher?
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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