Wegweisendes Urteil - Bundesverfassungsgericht hebt Verbot von Sterbehilfe auf (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

vidar

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Warum willst Du denen weniger Rechte zugestehen? Sind vor dem Gesetz nicht mehr alle Menschen gleich zu behandeln? Ist die Würde des Menschen nicht mehr unantastbar?
Anscheinend hast du mich hier missverstanden. Zur Erläuterung:

Sofern aus Gesundheitsgründen ein weiteres Leben für den Betroffenen psychisch und physisch unzumutbar geworden ist, habe ich kein Problem damit, wenn das Selbstbestimmungsrecht des eigenen Ablebens dann auch angewendet wird.

Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass das Selbstbestimmungsrecht auch auf Personen ausgedehnt wird, wenn diese sich z.B. nur in einer zeitlich befristete momentanen finanziellen Schieflage, aus Liebeskummer oder in eine sonstige - absehbare - angespannte Situation befinden.
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humble

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Viel schlimmer als "übermotivierte Notärzte" finde ich "übermotivierte Bestatter". Unglaublich und entsetzlich, aber wirklich so passiert:

Necrobusiness BBC (Dokumentarfilm mit englischen Untertiteln)

Skin Hunters
 

Stauer

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Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass das Selbstbestimmungsrecht auch auf Personen ausgedehnt wird, wenn diese sich z.B. nur in einer zeitlich befristete momentanen finanziellen Schieflage, aus Liebeskummer oder in eine sonstige - absehbare - angespannte Situation befinden.
Die Entscheidung eines anderen gehört bei mir zur Selbstbestimmung. Diese steht nun einmal jedem zu und zwar ohne Ausnahme.
Auch wenn ich mich anders entschieden hätte, als der Selbstmörder, würde ich die Entscheidung akzeptieren. Finanzieller Ruin und Liebeskummer lassen sich umschiffen. Das vorherige Leben wird nie wieder dasselbe sein. Aber was für ein Leben auch immer, es wird eins sein.
Selbstmörder sehen das aber so nicht. Sie wollen so nicht leben. Sie wählen den Freitod. Ich fände das jammerschade, würde es aber akzeptieren, denn sie haben ein Recht darauf zu entscheiden, ob sie sich weiterquälen wollen oder nicht.
 

Kerstin_K

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Anscheinend hast du mich hier missverstanden. Zur Erläuterung:

Sofern aus Gesundheitsgründen ein weiteres Leben für den Betroffenen psychisch und physisch unzumutbar geworden ist, habe ich kein Problem damit, wenn das Selbstbestimmungsrecht des eigenen Ablebens dann auch angewendet wird.

Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass das Selbstbestimmungsrecht auch auf Personen ausgedehnt wird, wenn diese sich z.B. nur in einer zeitlich befristete momentanen finanziellen Schieflage, aus Liebeskummer oder in eine sonstige - absehbare - angespannte Situation befinden.
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Ich sehe das so ähnlich. Mal 2 Beispiele: als meine Mama 2008 zusamenklappte mit einer Urosepsis, da lag sie 4 Wochen im Koma. Entwöhnung von der Beatmung klappte nicht und eine Ärztin sagte uns schon wir sollten uns verabschieden. Schliesslich wollte man einen Luftröhreschnitt machen. In der OP-Vorbereitung fing meie Mutter dann an, sebständig zu atmen. Sie hat Einschränkungen gehabt, aber sie hat noch glüclich gelebt bis sie 2013 mit 88 Jahren für immer eingeschlafen ist. Ich konnte sogar noch von Hannover nach Schwäbisch Hall mit Ihr reisen, woe sie an der Hochzeitsfeier ihrer Enkelin teilnahm. Was wäre gewesen, wenn wir auf diese Ärztin gehört hätten, die sie schon aufgegeben hatte?

Mein türkische Bekannte hat 4 Selbstmordvesuche hinetr sich. Trotzdem ist sie heute eine liebevolle Mutter, die ihr Kind aufwachsen sieht. Ein wunderbarer kleiner Junge, den es nicht gäbe, wenn man sie aufgegeben hätte.
 

Stauer

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Ein wunderbarer kleiner Junge, den es nicht gäbe, wenn man sie aufgegeben hätte.
Genau wegen solcher Ereignisse, finde ich das sehr schade, wenn es jemandem gelingt, aus dem Leben zu gehen.
Ich habe schon einmal jemanden überredet nicht aus dem Fenster im 3. Stock zu springen. Damals zeigte ich eine andere, bessere Lösung auf. Malte ein Leben aus, eine Zukunft, mit Familie und liebevollen Umgangsformen.
4 Kinder gingen aus dieser Ehe hervor. Sie leben harmonisch miteinander. Bis zum heutigen Tage. Wir schreiben uns noch. Also habe ich instinktiv das Richtige getan.
Manchmal frage ich mich jedoch, ob ich es mir verzeihen könnte, wenn die Ehe schlecht gelaufen wäre. Wieviel Mitschuld hätte ich, wenn doch eine Quälerei entstanden wäre, weil ich zufällig in dem Moment in das Zimmer kam und mich in die Entscheidung dieser Person einmischte.
 

Kerstin_K

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Ichhabe das mit einer Freundin erlebt, die der Meinung war, sie habe das Hebraicum, wichtig für iht Theologiestudium, in den Sand gesetzt. Sie ist Epileptikerin. d Und dA ihr Vater Neurochirurg war, hatte sie immer Grosspackungen ihrer Medikamente im Haus. SIe wolle die TAbletten alle auf einmal nehmen, rief mich aber zum Glück vorher an. Sie in Heidelberg, ich in Hannover unddann habe ich eine anze Nacht auf sie eingeredet, bis sie die Tabletten ins Klo geschüttet hat. Nebenher habe ich bei der Polizei angerufen, aber die haben mir nicht geglaubt.

Böse war sie mir in erster Linie, weil ichIhre eltern informiert habe und die dann zu ihr gefahren sind.

Später hat sich dann herausgestellt, dass sie die Prüfung sogar mt Auszeichnung bestanen hatte. Schuld an der ganzen Misere waren die Eltern, die einen wahnsinnigen Druck ausgeübt haben. In deren Augen war eine 2 eine schlechte Zensur. Sie musste un alle perfekt sein.
 
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