Wegeunfähigkeitsbescheinigung: Strategie ok?

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SelfDelUser_59489

Gast
Hallo miteinander,

ich leide leider an Depressionen und suche derzeit nach einer Therapie (Warteliste). Meine Ärztin schreibt mich zwar krank - das hält meine verehrte SB jedoch nicht davon ab, mich weiter psychisch zu drangsalieren und schickt mir permanent neue Termine zu.

Nun sogar mit dem Zusatz, eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Ansonsten: Sanktion.

Meine Strategie ist nun folgende:
Ich ignoriere ihre Aufforderung und sende wie immer per Einschreiben meine AU ans Jobcenter. Nach einigen Tagen wird dann vermutlich eine Anhörung mit Androhung auf Sanktion kommen. In dieser schreibe ich, dass es keine Rechtsgrundlage für eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung gibt und ich meinen Mitwirkungspflichten nachgekommen bin. Selbstverständlich schicke ich den Wisch unter Einhaltung der Frist so spät wie nur möglich weg. Daraufhin wird eine Sanktion erfolgen und auf die Sanktion antworte ich folgendes:






Sehr geehrte Frau ++++++++++,

Sie fordern von mir, ohne die Nennung einer Rechtsgrundlage, neben der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch noch zusätzlich eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung.

Ich fordere Sie hiermit gemäß §15 SGB I auf, mir die Rechtsgrundlage für ein derartiges Abfordern zu benennen.

Ich weise Sie daraufhin, dass gemäß Ihrer eigenen Geschäftsanweisung zu 59-SGB-II-Meldepflicht Rz. 59.10 (siehe auch FH zu § 32 Rz. 32.9) die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
grundsätzlich als wichtiger Grund für das Nichterscheinen zu einem Meldetermin anzuerkennen ist.

Sollten Sie sich versehentlich auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R berufen wollen, so teile ich weiterführend mit, dass es dort im Tenor
um eine wiederholte Nichtwahrnahme zu einem ärztlichen Untersuchungstermin ging und nicht etwa, wie vorliegend, um einen Meldetermin im Jobcenter.
Auch lag dem Urteil ein gänzlich anderer Sachverhalt zu Grunde.

Ein weiterer Grund, weshalb eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung nicht gefordert und deren Nichtbeibringung nicht sanktionierbar sein kann:
In § 65 SGB I sind die Grenzen der Mitwirkungspflicht genau geregelt. Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann.
Der wichtige Grund liegt auf der Hand: Ich habe keinen Einfluss darauf, ob der Arzt eine Bescheinigung ausstellt, zu der er nicht verpflichtet ist. Demnach kann ich für das Handeln des Arztes nicht sanktioniert werden.

Solange mir nicht die Rechtsgrundlage gemäß Ihrer Auskunftspflicht nach §15 SGB I zum Abfordern einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung genannt wird, erfülle ich auch mit Vorlage einer
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einen wichtigen Grund zur Nichtteilnahme an einem Meldetermin. Meine Mitwirkungspflichten zur Darlegung eines wichtigen Grundes sind demnach
also auch mit der Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits schon erfüllt. Dem zusätzlichen Abverlangen zur Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung kann ich bis zur
Widerlegung durch die Nennung einer Rechtsgrundlage nicht entsprechen. Nach meinem derzeitigem Kenntnisstand zählt die zusätzliche Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung
gemäß § 65 SGB I ganz offensichtlich nicht zu meinen Mitwirkungspflichten.

Vorsorglich weise ich daraufhin, dass ich bei einer Ablehnung meines Widerspruches, meinen Rechtsanwalt einschalten und vor dem Sozialgericht Klage erheben werde.


Mit freundlichen Grüßen






Nun würde ich mich freuen, wenn ihr mir mitteilen könntet, ob mein Vorgehen so gut ist oder ob ihr etwas verbessern würdet. Vielen Dank im Voraus.
 

feldsalat

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Ich würde ggf. mit deinem Arzt sprechen. Für die Wegunfähigkeitsbescheinigung kann er nämlich Geld verlangen, und von dir kann nicht verlangt werden, dass du das aus dem Regelsatz bezahlst. Wenn du mit deinem Arzt soweit drüber sprechen kann, kann er ja mal einen Betrag nennen, den das Ausstellen dieser Bescheinigung kostet. Den kannst du dann dem JC nennen und die Kosten-Übernahme beantragen... da wird der SB schon Ruhe geben.
 

Nena

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Wenn du mit deinem Arzt soweit drüber sprechen kann, kann er ja mal einen Betrag nennen, den das Ausstellen dieser Bescheinigung kostet. Den kannst du dann dem JC nennen und die Kosten-Übernahme beantragen... da wird der SB schon Ruhe geben.
Steht da wirklich das Wort Wegeunfähigkeitsbescheinigung? Denn das bist Du ja nicht, und eine solche Bescheinigung kriegst Du ja auch nicht. Das würde ich nicht machen.
 

feldsalat

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Wenn der TE aus psychischen Gründen nicht in der Lage ist, den Weg zurückzulegen, dann kann der Arzt das auch bescheinigen. Auch das kann ein Grund sein, nicht nur körperlich (so zumindest mein laienhaftes Verständnis). Aber da muss in jedem Fall Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, ob er da mit im Boot ist.
 
S

SelfDelUser_59489

Gast
Hallo,

das hier wäre mein Widerspruch:

Sehr geehrte Frau ++++++++++,

Sie fordern von mir, ohne die Nennung einer Rechtsgrundlage, neben der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch noch zusätzlich eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung.

Ich fordere Sie hiermit gemäß §15 SGB I auf, mir die Rechtsgrundlage für ein derartiges Abfordern zu benennen.

Ich weise Sie daraufhin, dass gemäß Ihrer eigenen Geschäftsanweisung zu 59-SGB-II-Meldepflicht Rz. 59.10 (siehe auch FH zu § 32 Rz. 32.9) die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
grundsätzlich als wichtiger Grund für das Nichterscheinen zu einem Meldetermin anzuerkennen ist.

Sollten Sie sich versehentlich auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R berufen wollen, so teile ich weiterführend mit, dass es dort im Tenor
um eine wiederholte Nichtwahrnahme zu einem ärztlichen Untersuchungstermin ging und nicht etwa, wie vorliegend, um einen Meldetermin im Jobcenter.
Auch lag dem Urteil ein gänzlich anderer Sachverhalt zu Grunde.

Ein weiterer Grund, weshalb eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung nicht gefordert und deren Nichtbeibringung nicht sanktionierbar sein kann:
In § 65 SGB I sind die Grenzen der Mitwirkungspflicht genau geregelt. Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann.
Der wichtige Grund liegt auf der Hand: Ich habe keinen Einfluss darauf, ob der Arzt eine Bescheinigung ausstellt, zu der er nicht verpflichtet ist. Demnach kann ich für das Handeln des Arztes nicht sanktioniert werden.

Solange mir nicht die Rechtsgrundlage gemäß Ihrer Auskunftspflicht nach §15 SGB I zum Abfordern einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung genannt wird, erfülle ich auch mit Vorlage einer
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einen wichtigen Grund zur Nichtteilnahme an einem Meldetermin. Meine Mitwirkungspflichten zur Darlegung eines wichtigen Grundes sind demnach
also auch mit der Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits schon erfüllt. Dem zusätzlichen Abverlangen zur Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung kann ich bis zur
Widerlegung durch die Nennung einer Rechtsgrundlage nicht entsprechen. Nach meinem derzeitigem Kenntnisstand zählt die zusätzliche Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung
gemäß § 65 SGB I ganz offensichtlich nicht zu meinen Mitwirkungspflichten.

Vorsorglich weise ich daraufhin, dass ich bei einer Ablehnung meines Widerspruches, meinen Rechtsanwalt einschalten und vor dem Sozialgericht Klage erheben werde.


Mit freundlichen Grüßen

Was meinst du mit ,_()( 52-, 49:32-!2, ,-9:(4 .2:3n?

Und ja: Es steht da wirklich Wegeunfähigkeitsbescheinigung.
 

feldsalat

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Ja, ist doch ok soweit.

Was du noch machen kannst ist eine Fachaufsichtsbeschwerde einreichen, weil es definitiv keinen Grund gibt, die WUB zu fordern. Dabei schön den Namen des SB nennen, damit er in Erinnerung bleibt, wenn die Beschwerde über diverse Schreibtische wandert.
 
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Wenn du längerfristig AU bist, bekommst du wirklich so oft Termine? Kann ich mir kaum vorstellen.
Vielleicht wäre der Weg, die Überwindung hier wirklich besser. Mit einem guten Freund oder Bekannten als Unterstützung zum Termin gehen, vorsprechen dass man AU ist und auch kein Ende der AU bzw. Besserung der gesundheitlichen Situation in naher Zukunft sieht. Dein Ansprechpartner im JC kann nichts mit dir anfangen solange du AU bist. Geh hin, sag ehrlich was los ist und gut - Ich vermute dann werden die Termine auch weniger. Langfristig wird der Weg eh zum Ärztlichen Dienst führen um deine Erwerbsfähigkeit festzustellen - Da hilft dann auch keine WUB.

Versteh mich nicht falsch. Du bist schon im Recht. Du bist AU.
Aber manchmal lohnt der Aufstand, die Vermeidung, der Widerstand einfach nicht. Dann doch lieber einmal mit AU zum Berater und höflich Klartext reden. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er aus Angst einen Termin vermeidet und sich stattdessen lieber mit Anwalt, Widersprüchen, Sozialgericht, usw stresst. Ganz leise erinnere ich an ein paar Fälle, wo vom JobCenter eine Betreuung angeregt wurde, weil der Betreffende unfähig ist sich mit Behörden auseinanderzusetzen.
 

feldsalat

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An das Kundenreaktionsmanagement der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, meine ich. Dazu dürfte es aber auch hier im Forum noch weitere Informationen geben.
 

gila

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Zunächst sollte doch einmal klar sein, dass es eine sogenannte wegeunfähigkeitsbescheinigung im SGB II überhaupt nicht gibt und das Forum hier sich seit Jahren Mühe gibt eine solche Wegeunfähigkeitsbescheinigung auch nicht rechtmäßig werden zu lassen.

Eine normale AU ist immer noch ein wichtiger Grund um einem Termin fernzubleiben.
Grundsätzlich mal...

Man kann auch nicht jedem hier das gleiche raten, im Falle einer längeren Erkrankung, ob körperlich oder psychisch, muss ein Jobcenter irgendwann mal wissen was los ist, denn im SGB II ist man nur weil man im Grunde erwerbsfähig ist.
Ansonsten muss irgendwann mal auch durch einen ärztlichen Dienst festgestellt werden ob eine Erwerbsfähigkeit überhaupt gegeben ist oder inwiefern eine Erwerbsfähigkeit eventuell eingeschränkt ist.
Natürlich kannst du das ganze erst einmal ignorieren und deine ganz normale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hinschicken, und dann versuchen, hinterher mit dem Ärger klarzukommen.
Aber wenn es sich bei dir um eine längere Geschichte handelt und du derzeit mal eine Weile nicht in der Lage bist an Terminen teilzunehmen besteht natürlich die Möglichkeit dir das von einem Therapeuten in einem Satz kann derzeit aufgrund seiner Erkrankung an Terminen auf Behörden nicht teilnehmen ausstellen zu lassen.

Das hat aber mit einer Unfähigkeit einen Weg zu machen nichts zu tun sondern deutet darauf hin dass aufgrund psychischer Dispositionen man einem solchen Termin momentan nicht gewachsen ist.
Kann man mal machen, muss man warten was passiert...
Denn auch hier wird irgendwann das Jobcenter die Nase voll haben und mal genau wissen wollen was los ist, denn unendlich kann man sich der Vermittlung nicht entziehen..

was ich dann aber wieder belustigend finde ist, dass Leute einerseits sagen sie sind einen Termin auf dem Jobcenter nicht gewachsen, aber andererseits professionelle langatmige rechtlich fundierte Schriftstücke einreichen, die dem Sachbearbeiter doch ganz klar signalisieren, dass der achso Kranke Kunde doch ganz gut für sich selber sprechen kann...

also kann man hier auch nicht pauschal raten was zu tun ist, solange man nicht genau weiß wie der TE überhaupt zusammen Sachbearbeiter steht und was im Hintergrund in den letzten Monaten oder auch Jahren gelaufen ist.

Ärgerlich finde ich allerdings, wenn einem ohnehin schon psychisch kranken Menschen hier gleich zu Fach Beschwerden geraten wird, nur weil er Einladungen von einem Jobcenter bekommt das vielleicht einfach nur mal wissen muss, was mit dem Kunden weiterhin zu tun ist.
 

gila

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Nun habe ich mal etwas näher in deine Geschichte @Lestal - hineingeschaut.
Du hast doch hier erst: Muss ich Probearbeiten anmelden? von Probearbeit gesprochen und von deiner Erkrankung da nichts erwähnt.

Und hier Ist es richtig, dass ich auf eine selbstgesuchte Stelle nicht sanktioniert werden kann? wegen dieser Sache angefragt.
Ende blieb bis heute offen??

Also warst du ja "in jüngster Zeit" irgendwie aktiv - von AU und Depressionen war keine Rede - jedenfalls hier nicht - und so kann es auch sein, dass das Jobcenter informationsmäßig momentan "auf dem Schlauch" steht - du reichst zwar AU ein - aber deswegen DARF das JC dir trotzdem grundsätzlich Termine so wie auch VV etc. zusenden.
Denn du bist "arbeitsunfähig" - was aber nicht einfach mal so heißt, dass du auch unfähig wärst, dich zu bewerben oder an einem Termin teilzunehmen. Das hat ERST EINMAL nichts mit "Schikane" zu tun. Da muss man genauer hinschauen.
Das mal grundsätzlich!

Wenn du MÖCHTEST, dass SB hier "Rücksicht" nimmt, dann wäre der RICHTIGE Weg, SB davon mal in Kenntnis zu setzen, dass du wohl länger ausfällst, dass eine Therapie/Behandlung angestrebt ist, dass es derzeit nicht möglich ist an Terminen teilzunehmen - und dass du sie immer zeitnah und umgehend informieren wirst, sollte sich daran was ändern. Gleichzeitig bittest du derzeit darum, von TErminen und VV abzusehen, da du einem pot. Arbeitgeber mom. nicht verbindlich zusagen könntest.

Dann hat die SB die MÖGLICHKEIT (anhand deiner weiteren Biografie, die man hier gar nicht kennt ...) zu entscheiden, ob sie dir glaubt und etwas Zurückhaltung üben KANN - oder ob sie dich aus der Reserve locken will - oder vielleicht MUSS (weil man HIER deine Geschichte und Verhältnis ja nicht kennt)

Also die AU einreichen mit einem aufklärenden Satz wäre wohl erstmal konstruktiver und sinnvoller als mit Kanonen auf eventuelle SPatzen zu schießen.
Ein weiterer Weg wäre, wenn deine Erkrankung so schwer ist, nicht nach außen durch vermeintlich schlau aneinander gereihte juristische Spitzfindigkeiten zu zeigen, wie "fit" du im Grunde doch bist - und einen Vertrauten mit einer Vollmacht einzusetzen, der ERST EINMAL versucht, mit dem JC "friedlich" ins Gespräch zu kommen ... in Deinem Sinne.

Sorry - aber alles andere wird dich zu 100 % in einen "Krieg" führen, den du ganz sicher nicht willst ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Steht da wirklich das Wort Wegeunfähigkeitsbescheinigung? Denn das bist Du ja nicht, und eine solche Bescheinigung kriegst Du ja auch nicht. Das würde ich nicht machen.

Wer sagt denn überhaupt, dass man tatsächlich "Wegunfähig" sein muss?
Mit Depressionen, die es in verschiedener Art und Weise gibt, ist es sehr oft auch unmöglich an Gesprächen teilzunehmen.
 

gila

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Wer sagt denn überhaupt, dass man tatsächlich "Wegunfähig" sein muss?
Mit Depressionen, die es in verschiedener Art und Weise gibt, ist es sehr oft auch unmöglich an Gesprächen teilzunehmen.

was hiermit ja schon ausgeführt wurde:
Das hat aber mit einer Unfähigkeit einen Weg zu machen nichts zu tun sondern deutet darauf hin dass aufgrund psychischer Dispositionen man einem solchen Termin momentan nicht gewachsen ist.
 

humble

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@Lestal
Du kannst in meinem Thread nachlesen, wie so ein Kampf nach 1,5 Jahren ausgehen kann und wie ein SG zur WUB argumentieren kann. Mir hat es viel gebracht, mich nicht rumschubsen zu lassen. Die Einarbeitung in die SGB gibt einem auch noch gutes Selbstvertrauen.
Willst Du den Kampf führen, könntest Du Dich bei "sanktionsfrei.de" anmelden. Dann hättest Du zumindest den Ausgleich der sanktionierten Beträge. Auch Eilanträge und Klagen muss nicht unbedingt ein Anwalt einreichen. Wenn Du Dir das zutraust, kannst Du alles selbst machen.

Ich jedenfalls lasse das Argument nicht gelten, dass man durch Anfertigen von Schriftsätzen im Widerspruch zu den eigenen Erkrankungen und Leiden steht. Es ist eine ganze andere Welt, ruhig und überlegt aus dem geschützten Zuhause etwas anzufertigen, oder sich Angriffen und Schikanen eines ar.... SBs direkt ausgesetzt zu sehen.
Mein gesundheitlicher Zustand geht des SB insofern nur etwas an, um den Umfang meiner Erwerbsfähigkeit zu kennen. Das hat der SB aber nicht zu entscheiden. Über meine Gesundheit rede ich ganz sicher nicht offen mit einem SB. Soweit kommts noch :icon_motz::icon_neutral:
 

gila

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Nun ist das bei dir ein etwas anderer Sachverhalt gewesen ... und "dass man durch Anfertigen von Schriftsätzen im Widerspruch zu den eigenen Erkrankungen und Leiden steht. " ist ja keine Behauptung von "Tatsachen", sondern spiegelt das SEHR OFT beim Jobcenter vorhandene (vorverurteilte) Denken wider, was dann zu einem wahren Krieg führen kann, den sich der TE hier im KONKRETEN Fall durch RICHTIGE und umfassende Informationshilfen und nicht immer stereotypem Kampfesgeschrei ÜBERLEGEN soll.
Denn NOCH erscheint es mir hier aufgrund der bisherigen Themen des TE nicht wirklich "angebracht" und angezeigt.

Mag auch sein, dass ich in 11 Jahren hier und mit bald 11.000 Beiträgen und vielen EIGENEN Themen hier ein wenig mehr "beleuchte" und Erfahrungen teilen kann.

Es ist eine ganze andere Welt, ruhig und überlegt aus dem geschützten Zuhause etwas anzufertigen, oder sich Angriffen und Schikanen eines ar.... SBs direkt ausgesetzt zu sehen.

Und diese geschützte Welt kann ganz schnell vollkommen zusammenbrechen, wenn man zu früh oder zum unpassenden Moment reagiert.
Dann traust du dich ganz schnell mal nicht mehr an deinen eigenen Briefkasten.

Ich persönlich versuche möglichst genau und "fallbezogen" meine Einschätzungen abzugeben. Dazu gehört es auch, nicht immer mal eben per Mausklick in die übliche und fast schon "pathologische" SB-Schelte einzustimmen, sondern GENAUER hinzuschauen, denn es geht nicht darum, mal wieder gegen einen "SB" mit eigenem Ego zu glänzen, sondern um den Menschen der HILFE sucht und fragt möglichst hilfreiche und fallbezogene Infos zu geben und nicht einfach "aufzustacheln" und womöglich ins Messer zu bugsieren.

Mein gesundheitlicher Zustand geht des SB insofern nur etwas an, um den Umfang meiner Erwerbsfähigkeit zu kennen. Das hat der SB aber nicht zu entscheiden. Über meine Gesundheit rede ich ganz sicher nicht offen mit einem SB.

Und OB das einen SB etwas angeht - denn er hat dann ggf. ein Beratungsgespräch zu führen und den Ärztlichen Dienst einzuschalten ... und um in DIESEM Fall hier zu bleiben: so, wie der TE es bis jetzt beschrieben hat - und vor gerade mal 4 Wochen noch über Probearbeit nachgedacht hat, KANN es durchaus sein, sein SB weiß von seinen Depressionen und seinem Bedürfnis nach "Ruhe" noch nichts!
Nachdem war er Anfang Februar evtl. noch nicht AU - das geht hier als Info leider nicht hervor.

Somit klingt dann das hier: Meine Ärztin schreibt mich zwar krank - das hält meine verehrte SB jedoch nicht davon ab, mich weiter psychisch zu drangsalieren und schickt mir permanent neue Termine zu.
noch nicht wirklich "klar". Ob es hier noch eine VORGESCHICHTE gibt und SB TROTZ bekannter Erkrankung "psychisch drangsaliert" ist zumindest MIR nicht erkennbar!
Auch die Anzahl und Zweck der "permanent neuen Termine" in den letzten 3-4 Wochen ist noch nicht dargelegt worden.
Also kann man - da es so scheint, als wenn hier gar keine ordentliche Kommunikation stattgefunden hat und man weitere Infos hier dazu noch nicht hat,
nicht schon alle Kanonen befeuern, von "Schikane" reden und so weiter.

Das sollte man erst, wenn es KONKRET und bewiesen ist, dass SB hier in Kenntnis einer ernsthaften und längeren Erkrankung einen Bogen überspannt!
 

humble

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Und OB das einen SB etwas angeht - denn er hat dann ggf. ein Beratungsgespräch zu führen und den Ärztlichen Dienst einzuschalten ...

Deswegen schrieb ich:
Mein gesundheitlicher Zustand geht des SB insofern nur etwas an, um den Umfang meiner Erwerbsfähigkeit zu kennen. Das hat der SB aber nicht zu entscheiden.
Der geregelte Ablauf ist uns beiden ja nun bekannt. Warum sich dann auf Repressalien eines SB einlassen und vll. noch weitere Munition dem SB liefern? Gerade, weil es sich hier um psychische Ursachen handelt. Da belaste ich mich während einer AU ganz sicher nicht mit neugierigen SBs und setze noch meine Gesundheit aufs Spiel.

Ärgerlich finde ich allerdings, wenn einem ohnehin schon psychisch kranken Menschen hier gleich zu Fach Beschwerden geraten wird, nur weil er Einladungen von einem Jobcenter bekommt das vielleicht einfach nur mal wissen muss, was mit dem Kunden weiterhin zu tun ist.

Will der SB "einfach nur" den Umfang der Erwerbsfähigkeit eines erkrankten ELOs erfahren, steht ihm der Weg über den äD offen. Mehr aber nicht.
 

gila

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Hier WEISS doch noch kein Mensch, was diese SB "einfach" will!!!
Da fehlen sämtliche Infos derzeit - von Repressalien kann doch NOCH gar keine Rede sein - bisher ist NICHTS Greifbares
passiert - die Nachfrage des TE ist bisher rein "hypothetisch".

Da kann man doch nicht gleich die Schlachtrösser satteln und blindlings zum Gefecht aufrufen!
Etwas Verantwortungsgefühl sollte man hier schon verspüren - und mehr Infos täten hier auch wohl
Aber irgendwie will so mancher auch nur sein Ego pflegen. Hilft das einem Menschen mit Depressionen wirklich weiter?
Weiter als die Nachfrage, ob die SB überhaupt WEISS, wie es derzeit um ihn steht?
 

humble

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Hier WEISS doch noch kein Mensch, was diese SB "einfach" will!!!

Doch, die will laut TE "eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung [...]. Ansonsten: Sanktion". Steht doch eindeutig da, was brauchst Du mehr?

Und eine WUB kann oder will der TE nicht beibringen, wenn er sich schon im ersten Post auf einen Kampf gegen Sanktionen vorbereitet.

Aber irgendwie will so mancher auch nur sein Ego pflegen. Hilft das einem Menschen mit Depressionen wirklich weiter?

Da hast Du recht, es ist schon wichtig als Egopflege gerade bei psychischen Leiden sich nicht einfach von einer SB schikanieren zu lassen, sondern auf mögliche Gegenwehr vorzubereiten.
Oder möchtest Du bestreiten, dass "permanent neue Termine" während einer AU keine Schikane wären? Bei dem TE liest sich das jedenfalls nach einigem Leidensdruck...

Für mich jedenfalls waren sie es eindeutig und wenn mich dann wieder eine Einladung trotz AU gerade "auf dem falschen Fuss" erwischt hat, dann waren 1-2 Wochen gelaufen.
Seitdem ich mich erfolgreich gewehrt habe und weiß wie es geht, sieht die Sachen ganz anders aus und ich kann jedem Betroffenen nur empfehlen, sich durch Recherche und Fälle nachlesen in der Hinsicht auch zu stärken.

Also "Egopflege"? Ja, eindeutig. Was ist so schlecht daran? :welcome:
 

gila

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Der TE hat vorläufig erst einmal eine Einladung bekommen . Die ist schlicht mit einer AU erst einmal zu beantworten. So wie immer.

Inzwischen sollte sich der TE wie jetzt schon tausendmal besprochen einfach mal fragen ob seine Sachbearbeiterin wirklich so schikanöses oder ob sie einfach schlicht von seinem Leiden, und dass dies wahrscheinlich eine länger andauernde Geschichte ist und er sich deswegen auch etwas Rücksicht aus bittet, nichts weiß.
Denn vor 4 Wochen noch wollte er schließlich zu einer Probearbeit.

Da ist es natürlich erst einmal ratsam, denjenigen aufzufordern mehr Infos hier herein zu geben und nicht schon gleich mit Ego Pflege anzufangen. Und erzähl mir du bitte nichts über psychische Leiden... Oder Wehrhaftigkeit.
Auch darf man von seinen eigenen Kräften nicht immer darauf schließen auf das andere dem ebenso gewachsen sind
 

Schmusi

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was ich dann aber wieder belustigend finde ist, dass Leute einerseits sagen sie sind einen Termin auf dem Jobcenter nicht gewachsen, aber andererseits professionelle langatmige rechtlich fundierte Schriftstücke einreichen, die dem Sachbearbeiter doch ganz klar signalisieren, dass der achso Kranke Kunde doch ganz gut für sich selber sprechen kann...

Belustigend? Ernsthaft? :(
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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