Wegeunfähigkeitsbescheinigung psychische Krankheit

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guinan

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Hi,

eine Bekannte, die ich begleiten will, ist bis zum 25.1. krankgeschrieben (psychisch). Ein Klinikaufenthalt ist vorgesehen.

Sie hat dummer Weise einen Termin zur Akteneinsicht, der in der Zeit liegt, gebeten, dass dieser NICHT abgesagt wird. Sie möchte ihn dennoch wahrnehmen, um ihre Rechte vertreten zu können.

Nun hat das Amt- irgendwie folgerichtig- argumentiert, wenn sie die Akteneinsicht wahrnehmen kann, kann sie die Meldeaufforderung am 9.1. auch wahrnehmen, da ja wohl keine Wegeunfähigkeit vorliegt.

Da der Grund für die Krankheit psychisch ist, weiß ich nun nicht genau, ob meine Einschätzung, dass das Amt hier folgerichtig argumentiert hat und es einfach unvorsichtig war, auf den Akteneinsichtstermin zu bestehen, korrekt ist.

Wie seht ihr das? Muss sie hin?

Danke,

guinan

P.S. Sie ist unter 25 und hat ne Gleichstellung wegen der psychischen Probleme. Und sie hat die letzte Maßnahme aus psychischen Gründen abgebrochen und hat daher Angst vor dem Termin. Ziel des Meldetermins soll eine Eingliederungsvereinbarung sein, die zu einem leidensgerechten Arbeitsplatz führt. Dass sie die nicht sofort unterschreiben muss, weiß ich schon.
 

arbeitslos in holland

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Nun hat das Amt- irgendwie folgerichtig- argumentiert, wenn sie die Akteneinsicht wahrnehmen kann, kann sie die Meldeaufforderung am 9.1. auch wahrnehmen, da ja wohl keine Wegeunfähigkeit vorliegt.

korrekt. :icon_sad:

nur darf deswegen alleine keine wegeunfähigkeitsbestätigung verlangt werden. die ist nur dann zulässig, wenn dem sb die au nicht genügt.

es gibr sogar sg'e die den arztbesuch mit dem meldetermin gleichgesetzr haben. wer also einen arzt besuchen kann, kann sich auch beim meldetermin um seine rechte betrügen lassen. :icon_neutral:

bei deiner bekannten würde es sich anbieten, dass du eine vollmacht von ihr bekommst und während dem termin schweigst :biggrin:
 

guinan

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*gröööhl* *lach*

Was ist das denn für eine Taktik? Sowas funktioniert?

Nein, das wird sie nicht wollen- und ich auch nicht. Ist psychisch blöd, die Verantwortung an wen anders abzugeben. Nachher hau ich sie damit rein oder so. Und Vertrauen ist ne Sache, die aufgrund der Geschichte eh nicht da ist. Da hätte ich die Angst, dann selbst grenzüberschreitend zu sein.

Wenn jemand nen Klinikaufenthalt vor sich hat darf doch eh nicht eine Eingliederungsvereinbarung verlangt werden, oder? Weil ja die Gesundheit noch nicht abgeklärt ist, oder?

Wenn sie nicht zu dem Termin ginge, wäre bei Beendigung der Krankschreibung die frühere Eingliederungsmaßnahme auch ausgelaufen. So aber nun nicht...
 

guinan

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Aber die Erwerbsfähigkeit ist damit nicht geklärt, oder? Man muss doch abwarten, was bei dem Klinikaufenthalt rauskommt oder seh ich das falsch?
 
K

KAHMANN

Gast
korrekt. :icon_sad:

nur darf deswegen alleine keine wegeunfähigkeitsbestätigung verlangt werden. die ist nur dann zulässig, wenn dem sb die au nicht genügt.

es gibr sogar sg'e die den arztbesuch mit dem meldetermin gleichgesetzr haben. wer also einen arzt besuchen kann, kann sich auch beim meldetermin um seine rechte betrügen lassen. :icon_neutral:

bei deiner bekannten würde es sich anbieten, dass du eine vollmacht von ihr bekommst und während dem termin schweigst :biggrin:


Die Frage der "angeblich erzwingbaren Wegeunfähigkeitsbescheinigung" (Ich halte das für ein Gerücht) täuscht doch nicht über die ständig ergehenden Sinnloseinladungen hinweg.

Aus welchem Grund soll denn der Leistungsberechtigte beim Amt erscheinen?

Arbeitsvermittlung kann es ja nunmehr bei bestehender AU nicht sein!

Man sollte sich als Betroffener Gedanken über die Zumutbarkeit dieser Drohkulisse der Behördenmitarbeiter machen und im Zweifel Anzeige erstatten.

Es ist ja wohl erkennbar eine mitunter ganz miese Form von Nötigung eines Amtsträgers!

PS: Was irgend ein schlauer Sozialrichter meint, in irgend einen SinnlosBeschluss 1. Instanz zu entscheiden, interessiert im Falle einer "offenkundig bestehenden psychischen Vorbelastung des Leistungsberechtigten nicht."

Das Jobcenter ist allenfalls Auslöser dieser psychischen Auffälligkeiten.
 

wossii

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@guinan

Natürlich trifft es jeden Einzelnen einzeln.
Dennoch sind viele der häufigsten Probleme sogenannte "running gags".
Also ist es immer hilfreich und sinnvoll zunächst mal
die Suchfunktion des Forums zu bemühen.

Kürzlich hier zu lesen:
https://www.elo-forum.org/alg-ii/103880-bettlaegerigkeitsbescheinigung-psychischer-erkrankung.html

des Rätsels Lösung für das Problem Deiner Bekannten.

Eine AUB ist eine AUB. Auch und insbesondere für LB in ALG II.
Einem SB, der einen zusätzlichen Zettel verlangt, kann man
diesen Wunsch anhand der bestehenden Rechtslage abschlagen.

Gruß
wossii
 

guinan

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Hi ihr,

danke für alle Antworten. Dies schien mir aber in der Tat wie ein anderer Einzelfall. Eben dadurch, da sie selbst um die Akteneinsicht während ihrer AU gebeten hat.

LG,

guinan
 

gelibeh

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Für mich ist das auch ein Unterschied, ob ich mir nur Akten angucke oder mich mit einer/einem SB ablabern muss. Die Akteneinsicht dürfte für die Psyche wohl deutlich weniger belastend sein.
 
G

gast_

Gast
Eben dadurch, da sie selbst um die Akteneinsicht während ihrer AU gebeten hat.

Frage: Warum schickt sie keinen Bevollmächtigten zur Akteneinsicht?

Wäre der einfachste Weg, wenn sie jemanden hat, der das machen kann.

Ansonsten: Was sie braucht, ist der Rückhalt ihres Arztes, um dem JC den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Man kann durchaus in der Lage sein, eine Akte einzusehen, nicht aber sich mit jemandem auseinander zu setzen.

Ich würde nur zur Akteneinsicht gehen. Und würde man mich wegen Terminversäumnis beim SB sanktionieren wollen, würde ich eine entsprechende Bescheinigung (für die nächsten 6 Monate) meines Arztes abgeben.
 
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