Wegen Hartz IV-Kritik: Marcel Kallwass droht die Kündigung (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Neben der als “Fabienne von der Elbe” bekannt gewordenen Inge Hannemann ist er zur Zeit der einzige Mitarbeiter in einer Hartz-IV-Behörde, der den Laden von innen her aufmischt. Kallwass rebelliert gegen das Hartz IV System. Zur Zeit absolviert der Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit ein berufsbegleitendes Studium, dass nun schneller zu Ende sein könnte, als es dem Studenten vermutlich lieb sein wird.
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Banquo

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Beginnt sein Blog erst am 13.11.2013?

kritischerkommilitone | Kritik am Arbeitsamt

Finde bisher nichts früheres.

Naja, ein 21jähriger Student, der anscheinend eher aus einem Bauchgefühl heraus handelt. Der Vergleich mit Hannemann scheint jedoch [noch] ziemlich weit hergeholt. Vielleicht wird das ja noch was.

Er hat was gegen Sanktionen, er hat was gegen die Bundeswehr und besonders ihre Auslandseinsätze und er sagt gern seine Meinung. Alles sehr löblich. Bei letzterem scheint er jedoch wenig Ahnung zu haben, in welchem Rechtsrahmen er sich bewegt. Ist aber ok in seinem Alter und seinem Ausbildungsstand.
 

Paolo_Pinkel

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Pressemitteilung – Bundesagentur für Arbeit kündigt Marcel Kallwass

Für Marcel Kallwass ist wahr geworden, was sich seit Monaten abgezeichnet hat. Nach zwei Abmahnungen ist am 27.01.2013 die Kündigung an den als „kritischer Kommilitone“ bekannten Kallwass ergangen.
Hintergrund der Kündigung ist der Blog (www.kritischerkommilitone.wordpress.com), den Kallwass seit geraumer Zeit im Internet betreibt. Unter der Bezeichnung „kritischerkommilitone“ befindet sich der Untertitel „Kritik am Arbeitsamt“. An dieser Stelle wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch restriktiv. Obwohl Kallwass nur noch wenige Monate bis zum Abschluss seines Studiums benötigte, wurde ihm die Kündigung ausgesprochen.
Kallwass, der in außerparlamentarischen Bündnissen arbeitet, zum Beispiel aktiv an Occupy- und Blockupy-Aktivitäten teilnimmt, hatte im Laufe seines Studiums immer mehr das System „Hartz IV“ hinterfragt. Aber auch Aussagen von Personalverantwortlichen der BA kritisiert.
==> kritischerkommilitone | Kritik am Arbeitsamt

Vorgeschmack für I.H.?
 

Paolo_Pinkel

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Ich hoffe doch sehr, dass es Rechtsmittel einlegen wird.
 
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Ich hoffe doch sehr, dass es Rechtsmittel einlegen wird.
Und was soll das bringen?

Wer sich öffentlich kritisch über seinen Arbeitgeber äussert, der fliegt halt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Würde ich eine Currywurstbude betreiben und einer der Angestellten würde über meine Currywurst ablästern, bekäme er auch noch einen Tritt in den Hintern als kleine Zugabe.
 
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Und was soll das bringen?

Wer sich öffentlich kritisch über seinen Arbeitgeber äussert, der fliegt halt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Würde ich eine Currywurstbude betreiben und einer der Angestellten würde über meine Currywurst ablästern, bekäme er auch noch einen Tritt in den Hintern als kleine Zugabe.
Nowottny, Du bist ein hoffnungsloser Fall! :icon_mued:

Bringen??? fragst du für wen? Für Dich bringt eh nichts mehr, das ist schon alles gelaufen! :icon_neutral:
 

Paolo_Pinkel

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Und was soll das bringen?

Wer sich öffentlich kritisch über seinen Arbeitgeber äussert, der fliegt halt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Würde ich eine Currywurstbude betreiben und einer der Angestellten würde über meine Currywurst ablästern, bekäme er auch noch einen Tritt in den Hintern als kleine Zugabe.
Dazu bist du schon intellektuell nicht im Stande. Ferner fehlen - wie so oft - Rechtsgrundlagen für deine Meinungen. Von daher :icon_laber:
 

arbeitslos in holland

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da gibt es eine rechtsgüterabwägung, zwischen dem recht von kallwass auf art. 5 gg und seiner verpflichtung zum stillschweigen über dienstgeheimnisse und seiner zugesicherten loyalität.

ich gehe davon aus, dass kallwass wie auch hannemann, nicht mehr zumutbar sind für ihre vorgesetzten.

so etwas wie einen "whistleblower-schutz" gibt es in der antidemokratischen brd ja nicht :icon_rolleyes:

wie in der schönen alten ddr: systemfeinde werden "ausgebürgert" und sozial geächtet :icon_kotz:
 
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Öf­fent­li­che Kri­tik am Ar­beit­ge­ber

Kün­di­gung un­wirk­sam: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 10.02.2010, 2 Sa 59/09
11.03.2010. Ob ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung ge­recht­fer­tigt ist, ist be­son­ders strei­tig, wenn sie we­gen kri­ti­scher Mei­nungs­äu­ße­run­gen des Ar­beit­neh­mers er­folgt, weil die Äu­ße­run­gen im Lich­te der Mei­nungs­frei­heit des Ar­beit­neh­mers ge­wer­tet wer­den müs­sen. ....Hensche - Öffentliche Kritik am Arbeitgeber

Der Arbeitgeber kann eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen, wenn ein Arbeitnehmer arbeitsvertragliche Pflichten in erheblichem Maße verletzt. Zu diesen Pflichten zählt auch die Rücksichtnahme auf die berechtigten Belange des Arbeitgebers in Bezug auf das dienstliche und außerdienstliche Verhalten des Arbeitnehmers. Denn die Rücksichtnahmepflicht stellt eine arbeitsvertragliche Nebenpflicht dar.
Allerdings ist dann oft umstritten, ob der Arbeitnehmer seine Rücksichtnahmepflicht verletzt hat, wenn die behauptete Verletzung darin besteht, dass der Arbeitnehmer sich öffentlich kritisch über seinen Arbeitgeber äußert. Obwohl anerkannt ist, dass darin eine Verletzung der Rücksichtnahmepflicht liegt, wenn die Äußerungen beleidigend oder rufschädigend sind, ist Kritik am Arbeitgeber auch dann noch von der in Art. 5 Abs. 1 Grundgesetz (GG) gewährleisteten Meinungsfreiheit gedeckt, wenn sie massiv und polemisch-überspitzt daherkommt.

Äußerungen, die noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, können jedoch keine Kündigung rechtfertigen. Allerdings hindert dies den Arbeitgeber nicht daran, im vom Arbeitnehmer gegen die Kündigung angestrengten Kündigungsschutzverfahren einen so genannten Auflösungsantrag gemäß § 9 Abs. 1 Satz 2 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) zu stellen.
 
D

Don Vittorio

Gast
Betriebsgeheimnisse sind in den JC überwiegend Straftaten. Mitarbeiter, die diese Straftaten decken, machen sich zu Mittätern. Von einem Geheimnisverrat kann hier also garkeine Rede sein.
Was sagt der Frosch im Milchgeschäft?
Quark!


@ espps Das werden wir ja bald sehen,wie das AG im Fall Hannemann urteilt.
 
E

ExitUser

Gast
Was sagt der Frosch im Milchgeschäft?
Quark!


@ espps Das werden wir ja bald sehen,wie das AG im Fall Hannemann urteilt.
Das kann, wie immer bei Gericht, so oder so sein. Allerdings gehe ich davon aus, dass diese gerichtliche Auseinandersetzung über mehrere Distanzen führt.
 

pinguin

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Ein von mir bezahlter Angestellter hat gefälligst meine Meinung zu vertreten.
Das gilt nur für den rein beruflichen Bereich; das gilt weder für die Religion, noch für die politische Orientierung, noch für alles andere, was nicht Job ist. Und, nein, ihm müssten auch Deine Würschtl nicht schmecken; nur, gegenüber Kunden dürfte er dieses nicht äußern.
 
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Don Vittorio

Gast
Das kann, wie immer bei Gericht, so oder so sein. Allerdings gehe ich davon aus, dass diese gerichtliche Auseinandersetzung über mehrere Distanzen führt.
Klar dass hier das BAG letztendlich die Entecheidung teffen wird.
 

Hartzarus

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Und was soll das bringen?

Wer sich öffentlich kritisch über seinen Arbeitgeber äussert, der fliegt halt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Würde ich eine Currywurstbude betreiben und einer der Angestellten würde über meine Currywurst ablästern, bekäme er auch noch einen Tritt in den Hintern als kleine Zugabe.
Schöner Vergleich, Nowottny,

eine Wurstbude wird von einem Privatmann betrieben und die Arbeitsagentur sollte eigentlich staatlich sein. Aber richtig, ist ja kein 'Amt' mehr, sondern eine 'Agentur' und steht unter dem direkten Einfluss der...ich nenn es mal Alliierten.
Womit sich natürlich jeder Gedanke an Demokratie und Sozialstaat erübrigt.
Kritik wird wie eh und je unterdrückt und bestraft.
Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes gehört zum System und sorgt dafür, dass dieses bis zum Untergang aufrechterhalten werden kann.
 
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