Wegen GdB Qualifizierung abgelehnt

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ExitUser

Gast
Bei uns in der Arge wird eine Qualifizierung zum Berufskraftfahrer incl. Busschein angeboten. Ich habe mich dafür bei meiner SB angemeldet, allerdings nur für den Busschein, da ich den LKW Führerschein bereits besitze. Also möchte ich nur diese Erweiterung(Busschein). Meine SB hat mich auch unterstützt und dieses weitergeleitet, da es ein Extra Team für diese Maßnahmen gibt.

Nun erfahre ich, aber nur durch Zufall(keine schriftliche Ablehnung) dass ich abgelehnt wurde. 1. Weil ich einen GdB von 30 habe ( kann aber problemlos Fahrzeuge bedienen ). 2. Weil ich schon den LKW Führerschein besitze.:icon_neutral:

Gehts noch ? Ohne das ich beim Amtsarzt war, entscheidet die SB vom Maßnahmeteam, ich wäre nicht geeignet ? Diese hat keine ärztlichen Kompetenzen und maßt sich sowas an. Auch Grund 2. ist absurd, diese Erweiterung ist ohne Probleme durchführbar, so die Aussage des Trägers, kostet auch wesentlich weniger, logischerweise.

Meine Frage: Was könnte ich noch tun( Habe einen Termin bei der Maßnahme SB verlangt, im Beisein des Vorgesetzten) , um doch noch an dieser Qualifizierung teilnehmen zu können ?
Für Tipps wäre ich sehr dankbar, da mir sehr viel daran liegt.
 
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Gast
Punkt 1: Ich weiß jetzt nicht, wie die gesundheitlichen Voraussetzungen für einen Busführerschein sind. Da hier Personenbeförderung im Spiel ist, könnte ich mir aber denken, daß die Voraussetzungen strenger sind. Das ist ja auch schon beim Lkw-Führerschein im Vergleich zum Pkw-Führerschein so.

Hast du diese Voraussetzungen geklärt? Ansonsten ist es natürlich ein Unding, daß ein SB ohne eigene medizinische Vorbildung und ohne Gutachten des Amtsarztes darüber entscheiden will. Hier würde ich unbedingt einhaken und den SB zur Einholung einer fachlichen Stellungnahme auffordern, falls er entsprechende Zweifel hat.

Punkt 2: Siehst du in beruflicher Hinsicht bei einem Busführerschein tatsächlich bessere Chancen als bei einem reinen Lkw-Führerschein? Warum? Auch hier wäre es wichtig, diese Punkte genau herauszuarbeiten und den zuständigen Leuten vorzutragen. Das Kostenargument kommt natürlich noch dazu.

Also kurz gesagt: detaillierte Argumente sammeln und dann vortragen, um solchen Pauschalargumenten möglichst den Wind aus den Segeln zu nehmen. Natürlich solltest du dich niemals mit einer mündlichen Ablehnung zufriedengeben, sondern stets auf einem begründeten schriftlichen Bescheid bestehen.
 

tuwas

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Bei uns in der Arge wird eine Qualifizierung zum Berufskraftfahrer incl. Busschein angeboten. Ich habe mich dafür bei meiner SB angemeldet, allerdings nur für den Busschein, da ich den LKW Führerschein bereits besitze. Also möchte ich nur diese Erweiterung(Busschein). Meine SB hat mich auch unterstützt und dieses weitergeleitet, da es ein Extra Team für diese Maßnahmen gibt.

Nun erfahre ich, aber nur durch Zufall(keine schriftliche Ablehnung) dass ich abgelehnt wurde. 1. Weil ich einen GdB von 30 habe ( kann aber problemlos Fahrzeuge bedienen ). 2. Weil ich schon den LKW Führerschein besitze.:icon_neutral:

Gehts noch ? Ohne das ich beim Amtsarzt war, entscheidet die SB vom Maßnahmeteam, ich wäre nicht geeignet ? Diese hat keine ärztlichen Kompetenzen und maßt sich sowas an. Auch Grund 2. ist absurd, diese Erweiterung ist ohne Probleme durchführbar, so die Aussage des Trägers, kostet auch wesentlich weniger, logischerweise.

Meine Frage: Was könnte ich noch tun( Habe einen Termin bei der Maßnahme SB verlangt, im Beisein des Vorgesetzten) , um doch noch an dieser Qualifizierung teilnehmen zu können ?
Für Tipps wäre ich sehr dankbar, da mir sehr viel daran liegt.

Hallo Ghansafan,

ist schon interessant, im Süden wird derjenige gefördert der bereits den LKW Führerschein hat. Begründung: Jede Ausbildung zum Busschein ist günstiger wenn der Lkw Schein bereits da ist. Hier hast du keine Chance ohne den LKW Schein. Aussage der ARGE: Es gibt genug arbeitslose Kraftfahrer und die werden zuerst gefördert. Was den GbB betrifft weiss ich auch nicht weiter. Interessant wäre aber zu erfahren, wie und wo der in deine Akte gekommen ist? Was noch geht (theoretisch) du suchst einen Busunternehmer der bereit ist schriftlich zu bestätigen dich einzustellen wenn du den Schein hast. Dann muss es genehmigt werden. Aber ich weis nicht ob du jemanden dafür an der Hand hast.

Wünsch dir viel Glück.
 
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Gast
Hallo Ghansafan,

ist schon interessant, im Süden wird derjenige gefördert der bereits den LKW Führerschein hat. Begründung: Jede Ausbildung zum Busschein ist günstiger wenn der Lkw Schein bereits da ist. Hier hast du keine Chance ohne den LKW Schein. Aussage der ARGE: Es gibt genug arbeitslose Kraftfahrer und die werden zuerst gefördert. Was den GbB betrifft weiss ich auch nicht weiter. Interessant wäre aber zu erfahren, wie und wo der in deine Akte gekommen ist? Was noch geht (theoretisch) du suchst einen Busunternehmer der bereit ist schriftlich zu bestätigen dich einzustellen wenn du den Schein hast. Dann muss es genehmigt werden. Aber ich weis nicht ob du jemanden dafür an der Hand hast.

Wünsch dir viel Glück.


Habe ich denen ja auch versucht begreiflich zu machen, dass dieses wesentlich kostengünstiger ist, vor allem wäre ich nach ca. 6 Wochen durch damit, statt nach 6 Monaten.

Es ist eigentlich unmöglich, einen AG zu finden, der eine Einstellungszusage gibt, außer man kennt einen AG. Ist bei mir leider nicht der Fall.

Werde trotzdem alles versuchen, auch wenn die Chancen gering sind.
 
R

Rounddancer

Gast
Nun erfahre ich, aber nur durch Zufall(keine schriftliche Ablehnung) dass ich abgelehnt wurde. 1. Weil ich einen GdB von 30 habe ( kann aber problemlos Fahrzeuge bedienen ). 2. Weil ich schon den LKW Führerschein besitze.:icon_neutral:

Gehts noch ? Ohne das ich beim Amtsarzt war, entscheidet die SB vom Maßnahmeteam, ich wäre nicht geeignet ? Diese hat keine ärztlichen Kompetenzen und maßt sich sowas an. Auch Grund 2. ist absurd, diese Erweiterung ist ohne Probleme durchführbar, so die Aussage des Trägers, kostet auch wesentlich weniger, logischerweise.
Nun, so, wie ich erfahren habe, wie Behörden denken, könnte ein Ablehnungsgrund sein, daß zwar die komplette Maßnahme eine Maßnahmenummer hat (und damit im Amtscomputer zu finden ist), nicht jedoch das Modul Busschein, und daß bislang keiner eine Anweisung verfaßt hat, nach der es auch möglich wäre, unter der selben Maßnahmenummer auch nur das Modul Busschein buchen zu können.

Was den GDB 30 angeht,- vielleicht weiß da jemand, daß der, dem man GdB 30 bescheinigt, meist real weit mehr Behinderungsgrad hat, aber das Amt nur den Teil akzeptierte, der im Einzelfall über GdB10 brächte und durch Arztberichte nachgewiesen wurde.
Andererseits können wir mit GdB 30 ja die Gleichstellung mit 50ern beantragen, und uns dann auf Stellen im öffentlichen Dienst bewerben und müssen da bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden ...

Was tun? Ich würde da den VdK (oder den SoVD) ansetzen, - die Gewerkschaft sowieso. Und ich würde mich beim Kundenreaktionsmanagement der Arge und in Nürnberg beschweren,-
und wenn die da nicht Abhilfe schafften, dann auch beim Bundesarbeitsminister,- wieimmer der dann auch heißen wird.
 
R

Rounddancer

Gast
Bedeutet eine Gleichstellung eigentlich auch, dass man für eine solche Maßnahme bevorzugt zu behandeln ist ?

Leider ist mir diesbezüglich nichts bekannt, so muß ich davon ausgehen, daß dem nicht so ist.

In dem Merkzettel, den ich zu der Möglichkeit der Gleichstellung zusammen mit meinem Bescheid über die GdB 30 bekam, war dazu nichts erwähnt.
 

ela1953

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Beim NRW-Tag habe ich bei einem Weiterbildungsinstitut für einen mir bekannten arbeitslosen Kraftfahrer einen Flyer mitgenommen.

Dort wird auch für Kraftfahrer dieser Busschein angeboten. Ich habe diesen schon weitergegeben, so dass ich nicht mehr weiß, wie lange dieser dauert.

Ich meine aber mehr wie sechs Wochen. Es erfolgt die Theorie bei diesem Institut und die Praxis bei einer Fahrschule in Dortmund.

Es wurden mehrere "Zahlungsarten" angeboten, die ich jetzt so nicht mehr weiß. Ich weiß nur noch, dass es auch mit dem Bildungsgutschein ging.

Das wäre doch dann auch eine Möglichkeit: du beantragst den Bildungsgutschein und suchst dir selber eine Ausbildungsmöglichkeit.

In der Wochenendzeitung stehen hier immer mehrer Anbieter für LKW und /oder Busschein.
 
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Gast
Das wäre doch dann auch eine Möglichkeit: du beantragst den Bildungsgutschein und suchst dir selber eine Ausbildungsmöglichkeit.


:icon_smile: Danke für den Tipp, werde ich mal probieren.

Aber dann will die Arge doch sicherlich auch eine Einstellungszusage oder ist das beim Bildungsgutschein nicht notwendig ?
Und ist die Kostenübernahme beim Bildungsgutschein nicht begrenzt( wären bei mir sicher über 2000€) ?
 

ela1953

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:icon_smile: Danke für den Tipp, werde ich mal probieren.

Aber dann will die Arge doch sicherlich auch eine Einstellungszusage oder ist das beim Bildungsgutschein nicht notwendig ?
Und ist die Kostenübernahme beim Bildungsgutschein nicht begrenzt( wären bei mir sicher über 2000€) ?

Das weiß ich nicht. Aber mein Bekannter will in der nächsten Woche auch bei seiner Arge vorsprechen.

Er hat jetzt erst von der Arge den kleinen und großen Gefahrgutschein, einen Staplerschein, und noch einiges mehr bezahlt bekommen.

Es wurde dann auch erwähnt, dass ein Busschein bezahlt würde.
 
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Gast
Das weiß ich nicht. Aber mein Bekannter will in der nächsten Woche auch bei seiner Arge vorsprechen.

Er hat jetzt erst von der Arge den kleinen und großen Gefahrgutschein, einen Staplerschein, und noch einiges mehr bezahlt bekommen.

Es wurde dann auch erwähnt, dass ein Busschein bezahlt würde.

Dann ist die Arge dort ja großzügig, ist hier leider nicht so.
Aber ich werde es auf alle Fälle versuchen.
 
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ExitUser

Gast
Mittlerweile hat sich die Teamleiterin des Maßnahmeteams telefonisch bei mir entschuldigt, nachdem ich diese Absage, vor allem wegen des GdB nicht hingenommen habe. Ich habe ja immer wieder betont, dass dieses rechtswidrig ist.
Nun wollen wir uns am Dienstag zusammensetzen und besprechen, wie der Busschein für mich zu realisieren ist. Der Kampf ist zwar noch nicht gewonnen, aber ich bin auf einem guten Weg.
Ich bin ganz zuversichtlich.
Ich finds unmöglich, dass man für alles, was einen selbst aus dem Bezug bringen könnte, so kämpfen muss.
 

Erolena

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Das wäre auch noch eine Möglichkeit, wenn es im Amt nicht klappen sollte:
Die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheitendes Landes Schleswig-Holstein.Die Bürgerbeauftragte kann helfen und unterstützen in sozialen Angelegenheiten wie zum Beispiel:
  • Arbeits- und Ausbildungsförderung​
  • Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV)​
  • Gesetzliche Krankenversicherung​
  • Gesetzliche Renten- und Unfallversicherung​
  • Soziale Pflegeversicherung​
  • Sozialhilfe, einschließlich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung​
  • Behindertenrecht​
  • Soziales Entschädigungsrecht​
  • Kinder-, Eltern- und Erziehungsgeld​
  • Wohngeld​
  • Kinder- und Jugendhilfe​
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen​
Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die Bürgerbeauftragte bei der Beratung und der Vertretung der Interessen der Hilfesuchenden. Das spezielle Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht eine umfassende Beantwortung von Fragen und eine fundierte Bearbeitung der Eingaben.​
Kontakt:
Karolinenweg 1, 24105 Kiel
Postanschrift: Postfach 7121, 24171 Kiel
Telefon (0431) 988 -1240
Telefax (0431) 988 -1239
Kontaktformular: Buergerbeauftragte@landtag.ltsh.de

Mitarbeiter mehrere, darunter: Thomas Richer,
Stellvertreter der Bürgerbeauftragten, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitsförderung und Kindergeld Tel. (0431) 988 -1232






 
E

ExitUser

Gast
Ob das ein toller Tipp war, kannst Du ja mal berichten für die anderen Forennutzer aus Schleswig-Holstein.


Werde ich machen, wenn ich diesen Weg einschlagen muss, erstmal will ich es noch auf andere Art und Weise versuchen.
Mittlerweile weiß ich aber, dass die Chance als Busfahrer eine Anstellung zu finden, fast aussichtslos ist, noch dazu als Neuling.
Aber man wird sehen.
 
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