Wechseln des Fallmanagers möglich? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

masterone

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hallo,

wie ist das eigentlich mit einem Wechsel des Fallmanagers? Was dieser sich nämlich leistet geht auf keine Kuhhaut mehr.
Meine Frau war heute dort, mit einem Zeugen, also nicht allein, ich konnte nicht mit.
Obwohl meine Frau einen Termin hatte hat er nur auf mir herum getrampelt. Mir ihr über ihre Situation hat er gar nicht geredet.
bei mir ist es so dass ich jetzt BFD mache, dieses dem aber nicht passt da ich im Sommer zur Bürgerarbeit sollte, dort war ich kurz, aber mit Alkoholikern den ganzen tag in der Kneipe sitzen sehe ich als Sinnlos an....
In dieser kurzen Zeit hatte ich einen anderen FM, dem habe ich das alles geschildert. Das mit dem BFD war auch für diesen ok. Obwohl ich die Bürgerarbeit wegen dem BFD abgebrochen habe bekam ich von diesem FM auch KEINE Sanktion.

Der alte FM bei dem ich jetzt wieder bin zusammen mit meiner Frau legte sofort los. Ich währe unverschämt, was das solle, er hätte mir doch glatt ne volle Sanktion deswegen reingedrückt usw... zudem will er mir jetzt noch ne Stelle reindrücken weil ich BFD nur 6h am Tag mache und etwas das ich volle 8h ausser Haus bin, also ne 2.Stelle zusätzlich würde er noch finden.
Ich muss noch erwähnen dass ich Pflegeperson meiner Frau bin, sie hat PF2. Das ich da noch zuhause zu tun habe interessiert den nicht, auch nicht die Gesetze die es da gibt.

Das andere ist dass er ohne meine Einwiligung anderen Auskünfte über mich gibt, bzw wie jetzt hier schlecht über mich redet. Es war jetzt zwar ein Zeuge mit meiner Frau dort, und der kennt uns beide, aber was wäre wenn meine Frau einen Zeugen mitgenommen hätte den ich nicht kenne?

Der versucht uns mit allen mitteln klein zu bekommen, das kann so nicht weiter gehen.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo

jetzt muß ich erstmal fragen, weil in deinem Beitrag geht einiges durcheinander.

Lese ich das richtig deine Frau ist pflegebedürftig und gleichzeitig schreibst du meine Frau hatte einen Termin, wo war der Termin?

Wem gibt dein SB Auskünfte und in welcher Form mündlich/schriftlich?

Liegt dem SB ein Attest vor für die Pflegebedürftigkeit?

:icon_pause:
 

josef71

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Ein Wechseln des FM ist möglich hängt aber fast ausschließlich vom Teamleiter bzw. höheren Etagen ab. Wenn die den FM decken ist das sehr schwer.

Höchstens mit Befangenheitsantrag versuchen. Aber einen Anspruch auf einen FM-Wechsel gibt es meines Wissens nicht.
 

masterone

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Hallo

jetzt muß ich erstmal fragen, weil in deinem Beitrag geht einiges durcheinander.

Lese ich das richtig deine Frau ist pflegebedürftig und gleichzeitig schreibst du meine Frau hatte einen Termin, wo war der Termin?

ja sie ist pflegebedürftig, da wir eine BG sind hatte sie heute einen Termin beim FM.

Wem gibt dein SB Auskünfte und in welcher Form mündlich/schriftlich?

Zusammen mit meiner Frau war auch ein Beistand dabei. Von den rund 45 Minuten die sie drin waren hat er gut 35min nur dazu genutzt um über mich zu stänkern, und was ich doch für einer bin.
Auch dem Pflegestützpunkt hat er schon ohne meine Zustimmung solche Infos über mich preis geben.


Liegt dem SB ein Attest vor für die Pflegebedürftigkeit?

Dass ich Pflegeperson bin, dass sie Pflegebedüftig ist usw ist alles bekannt und es liegen sämtliche Atteste und Nachweise vor

:icon_pause:
Sorry, ist alles etwas verwirrend, ich blick selbst kaum durch.
 

Seepferdchen 2010

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Sorry, jetzt habe ich einige Fragen im Gesicht!!!!!!!!!!!

Ich fasse noch mal kurz zusammen, deine Frau hat die Pflegestufe zwei, das heisst
im Klartext sie steht dem Arbeitsmarkt nicht zur verfügung und somit muß sie (wie kommt
sie überhaupt zum Jobcenter?) auch keinen Termin dort wahrnehmen, ich verstehe das
ganze nicht?????

Oder anders gefragt für welchen Zeitraum wurde ihr diese Pflegestufe bewilligt????

Und nur weil ihr eine BG bildet muß deine Frau diesen Termin nicht wahrnehmen,
die Pflegestufe bekommt man nicht gerade mal so eben!!!!!!!!!!!!!!!

Um dir ggf. richtige Hinweise zu geben sei bitte so nett und schreibe mal etwas
genauer so zum Beispiel, hast du den Termin beim FM für deine Frau schriftlich bekommen
und seit wann ist deine Frau krank?

Es ist mir ein Rätsel wie deine Frau einen Termin beim FM/Jobcenter bekommt, bekommen
konnte????????????

Die Krönung wäre noch eventuell eine unterschriebene Eingliederungsvereinbarung?

Ich stelle dir mal zur Info noch folgendes rein:

Bitte lies alles hier geht es auch um die Zumutbarkeit für die Aufnahme einer Tätigkeit,
sprich für dich weil du deine Frau ja betreust.

https://www.elo-forum.org/alg-ii/67578-pflege-grossmutter-hartz.html#post756985

53 - „Pflege“ muss nicht zwingend unter Inanspruchnahme der Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erbracht werden (Hauck/Noftz/Voelzke/Valgolio SGB II § 10 Rn 20), insbes muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige, der den Angehörigen pflegt, keine förmliche Pflegeperson iSd § 19 S 1 SGB XI sein oder gar Leistungen zur sozialen Sicherung nach § 44 SGB XI erhalten. Pflege „eines“ Angehörigen meint Pflege „von“ Angehörigen, denn es ist nicht selten, dass eine Person mehrere Personen pflegt, etwa beide (Schwieger-)Elternteile; wenn bereits die Pflege eines Angehörigen zur Unzumutbarkeit führt, dann erst recht die Pflege mehrerer Angehöriger. Die „Pflege“, also das Gesamt der konkret erbrachten Pflegeleistungen, darf mit der konkreten Arbeit nicht vereinbar sein, dh, die Pflege muss, wenn die Arbeit aufgenommen wird, nicht mehr wie bisher realisiert werden können.

Quelle: Kapp in Beck'scher Online-Kommentar
Hrsg: Rolfs/ Giesen/ Kreikebohm/ Udsching
§ 10 SGB II Rz. 52, 53


Gruß:icon_pause:
 

masterone

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Hallo,

ich versuche mal so gut wie möglich zu antworten.

Also, meine Frau hat Pflegestufe 2, hat 100% und sitzt im Rollstuhl. Diese Pflegestufe hat sie schon seit ihrer Kindheit, die Behinderung ist angeboren. Diese PF ist auch jetzt für immer.

Zum Jobcenter kommt sie weil wir halt ne BG sind, mehr weiss ich halt nicht, wieso weshalb warum. Der FM versucht sie auf Teufel komm raus irgendwo hin zu stecken, jetzt soll es halt ne Massnahme werden.
Meine Frau hat ihre Ausbildung damals ja auch gemacht, trotz ihrer Behinderung fast 9h täglich, das ist heute aber nicht mehr möglich, darum wird ne Halbtagsstelle angestrebt.

Termine bekommt sie wie ich immer schriftlich, zudem reicht der FM sie dann weiter zur Rehaberaterin wenn eine Massnahme angestrebt wird. Laut FM ist die Rehaberaterin für sie zuständig, er selbst wäre dann nur für die Finanzierung der Massnahme zuständig, alles andere macht die Reha dann.

Eine EGV existiert nicht mehr, diese ist vor einem Monat abgelaufen, eine neue bekam sie nicht, das wäre nicht nötig da die "alte" Massnahme" ja noch läuft.
 

Seepferdchen 2010

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Danke jetzt verstehe ich!!!!

Hast du mal mit dem Teamleiter oder Geschäftsführer gesprochen?????

Was für eine neue Maßnahme und in welche Maßnahme ist sie jetzt????
 

masterone

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Die Massnahme "läuft" schon seit April, wegen Fehlorganisation seitens des Massnahmeträgers kam es bislang nie dazu. Jetzt, so der FM, soll diesen Monat wieder ein Versuch angestrebt werden.

Meine Frau hat Bürokraft gelernt, sie soll jetzt einen Kurs/Kurse machen um sich in ihrem Beruf weiterzubilden damit sie mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.
Sehe ich persönlich als unnötig an, es gibt hier nirgends passende rollstuhlgerechte Stellen, zudem hat sie keine Möglichkeit eine Stelle anzutreten da sie auf den ÖPV angewiesen ist und allein nicht mit Bus und Bahn fahren kann.

Wie der Zufall so will stellte sich beim Termin gestern heraus, dass der Beistand den Geschäftsführer kennt. Der Beistand hat kurz mit ihm geredet und um einen Termin gebeten. Wir werden dann mit unserem Beistand dann wenn der termin steht zusammen zu ihm gehen.

Da habe ich noch was gefunden.

"Bei Pflegestufe II ist dem Pflegenden nur ein Teilzeitjob mit max. 6 Std. Arbeitzeit pro Tag zumutbar."
Den BFD den ich momentan mache geht 5 1/2h täglich, der FM so wörtlich "da ist ja dann noch Luft um bis zum 16Uhr zu Arbeiten, ihn (mich) irgendwo noch reinzustecken".
Ich arbeite von 7.30 bis 13.00Uhr.

ich finde was der macht ist alles reine Schikane, der ist nicht unbefangen und gar nichts.
Laut dem FM hätte er mir auch ne volle Sanktion gesteckt, wegen dem BFD weil ich die Bürgerarbeit deswegen abgebrochen habe. Allerdings war zu dem Zeitpunkt ein anderen FM zuständig.
Der will uns einfach nur fertig machen. Sagt auch unser Beistand.
 

Seepferdchen 2010

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Gut das du einen Beistand hast und natürlich muß auch gewährleistet sein das deine Frau
zur Maßnahme bzw. zum Job kommt.

Also erstmal den Termin beim Geschäftsführer und dann kannst du ja weiter sehen.

Und natürlich wenn du willst wieder schreiben.

Gruß:icon_pause:
 

masterone

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Ich werde weiter berichten wenn es weitergeht. Und sich evtl Fragen auftun.

Viele Grüße
 

hartaber4

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Möglich ist eben keine Grundlage für einen Anspruch.......

§ 14 SGB II Grundsatz des Förderns

Die Träger der Leistungen nach diesem Buch unterstützen erwerbsfähige Leistungsberechtigte umfassend mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit. Die Agentur für Arbeit soll eine persönliche Ansprechpartnerin oder einen persönlichen Ansprechpartner für jede erwerbsfähige leistungsberechtigte Person und die mit dieser in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen benennen. Die Träger der Leistungen nach diesem Buch erbringen unter Beachtung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit alle im Einzelfall für die Eingliederung in Arbeit erforderlichen Leistungen.


Nach dem BSG (B 4 AS 13/09 R) enthält Satz 2 nur eine objektiv-rechtliche Aufgabenzuweisung, die Teil des Fallmanagements ist.


und

LSG NSB L 7 AS 26/05 ER und LSG RP L 3 AS 13/06 (sinngemäß):

Der LB hat keinen durchsetzbaren subjektivrechtlichen Anspruch auf einen hinreichend qualifizierten pAP.
 
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