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Wechseln des BFW möglich?

tante

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Huhu!

Ich schreibe hier für meinen besten Freund, der nix davon weiß und hoffe, jemand kann mir helfen.

Es geht darum, dass besagter Mann momentan eine Ausbildung beim BFW in Köln macht. Nun ist er krank geworden und die haben ihm nun drei Monate Auszeit eingeräumt, um gesund zu werden und andere Auflagen zu machen, sonst gehts für ihn nicht weiter. Die andere Auflage wäre, dass er nach Köln zieht, da er zur Zeit 2,5 Stunden hin und 2,5 Stunden zurück braucht, was unzumutbar ist, besonders bei seinem Krankheitszustand.
Jetzt haben sie aber das Geld gestrichen, dass er sonst mehr hatte dank der Ausbildung und so wie ich es verstanden habe, bekommt er nun Arbeitslosengeld. Damit kann er sich keinen Umzug finanzieren, zumal er seit ZWEI JAHREN schon versucht nach Köln zu ziehen - vergeblich. Die wollen eine Elternbürgschaft oder wollen ihn halt einfach nicht als Mieter. Ja es gibt das Internat, aber wohin dann mit seinen ganzen Sachen? Und überhaupt ist das, was ich über das Internat gehört habe nicht gerade einladend. Er kann aber nicht umziehen, da ihm dafür das Geld fehlt und Wohnungen in Köln Mangelware sind. Außerdem hat er ja im Moment sogesehen keinen Job. Die Hilfe, die sie ihm anboten von wegen Umzugskostenerstattung etc fällt also weg.

Ich selbst wohne in Duisburg... Dort gehen Wohnungen für nen Apfel und nen Ei weg, also das Gegenteil von Köln. Günstig, groß und auch für arbeitslose und azubis zu haben. Und es gibt das BFW in Oberhausen, was von Duisburg ja nen Katzensprung wäre, die genau die gleiche Ausbildung anbieten, die er gerade in Köln macht.

Jetzt ist natürlich die Frage: Kann er wechseln? Und muss dazu das Arbeitsamt in Oberhausen bzw. duisburg zustimmen, oder sein jetziges Arbeitsamt in dem Ort, wo er jetzt wohnt? An wen müssen wir uns da wenden? Ist so etwas generell möglich? Ich meine es würde ja wirklich Sinn machen - es wäre günstiger, leichter zu erreichen und er würde bestimmt ne Wohnung finden (eventuell könnte er sogar bei mir einziehen)... Aber für nen Umzug braucht man ja nen Grund...

Hat jemand Erfahrungen damit?

LG
 

Volker66

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.
Erste Anlaufstelle ist bei Deinem geschilderten Problem der Kostenträger.

Du schreibst zwar etwas von Arbeitsamt, aber ist das auch der Kostenträger ?

Das BFW in Köln möchte natürlich, dass die Umschulung weiterhin dort gemacht wird.

Ein Wechsel in ein anderes BFW ist aber grundsätzlich möglich.

Es sei denn, dass im BFW Köln für die Umschulung zwingend benötigte " Hilfen " angeboten werden, die in keinem anderen BFW angeboten werden.
.
 
E

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Gast
Klar ist das möglich, in Absprache mit Kostenträger und Bfw.

So wie ich Michaelshoven kenne, halten die niemanden auf, der dort weg möchte.

Dort könnte er ein kleine Appartment zusätzlich zu seiner Wohnung bekommen und nur am Wochenende heimfahren. Das zahlt der Kostenträger. Ich fand das sehr komfortabel, nur fünf Minuten zur Mensa und zum Ausbildungsort und man spart eine Menge Geld, weil man dort auch frühstücken und zu Abend essen kann. Ist da nicht mehr die berühmte Nachtschwester E., die für Zucht und Ordnung sucht? :wink:

Warum schreibt er nicht selbst und warum spricht er nicht seinen Sozialarbeiter im Bfw an? Das weiß man doch alles, wenn man dort ist.
 

tante

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Kostenträger ist das Arbeitsamt von seinem aktuellen Wohnort. Im Moment befindet er sich ja offiziell nicht in der Umschulung, sondern ist wieder als arbeitslos eingestuft und "man guckt mal im Januar". Bis dahin wird er aber, gerade WEIL er arbeitslos ist und kaum Geld hat nicht umziehen können und die Kosten würden ihm auch nicht erstattet werden. Zumindest nicht nach Köln...
Nach Duisburg aber schon. Klar könnte er im Internat dort wohnen, aber ganz ehrlich, wer will das? Da wäre es weitaus besser er hätte in Duisburg oder Oberhausen seine Bude und würde nur 30 Minuten zur Arbeit brauchen.

Also natürlich muss das BFW in Oberhausen und in Köln zustimmen. Aber wie isses mit dem Arbeitsamt? Momentan ist er ja ganz woanders gemeldet. Und wenn er nach Duisburg zieht, müsste dann nicht auch das Duisburger Arbeitsamt zustimmen? Oder hängt das nur vom aktuellen Arbeitsamt ab?

Warum er nicht selbst fragt? Ach.. Weil er so langsam die Hoffnung aufgibt...
 
E

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Gast
Er kann hinziehen wo er will.
Ob das Sinn macht, wenn er nach der Ausbildung wieder der Arbeit hinterherziehen muss ...? Dann würde es ja auch aus dem Vermittlungsbudget unterstützt.

Die Internate III und IV in Michaelshoven sind recht komfortabel. Haus I würde ich auch nicht empfehlen.

Wo bekommt man denn in Duisburg annehmbare, günstige Wohnungen? Ich sehe im Ruhrgebiet eher nur alten Schrott oder es ist halt doch recht teuer.
 

tante

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Aber solange er arbeitslos ist, muss das Amt doch zustimmen, dass er umzieht und ihn das neue Amt in der neuen Stadt doch unterstützen? Die müssen ja auch die Wohnung zahlen und so... Und das geht auch nur, wenn er einen Grund hat umzuziehen... so habs ich verstanden... Bzw. so sagt ihm das das Amt. Und in Köln bekommt er als Arbeitsloser und ohne Elternbrügschaft und alles keine Wohnung. In Duisburg schon...

Naja der Quadratmeterpreis ist hier teilweise nur 4-6 Euro. In Köln ist er eher so 9 bis 15 Euro ^^ Und Schrott ist Ansichtssache... Muss man halt ein bisschen Arbeit reinstecken, aber zum Beispiel in Hochfeld wohnt man echt günstig. Meiderich und so auch, aber da will ja auch keiner hin :D
 
E

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Gast
Ist er Leibeigener, dass er dazu die Zustimmung eines Amtes braucht?
Diese "Zustimmung" ist im SGB II lediglich Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung eines Umzugs.

In Köln bekommt man die Wohnungen vor allem unter der Hand. Da sollte er sich bei seinen Kollegen umhören.

Das Problem ist aber wohl ein anderes. Weiß er überhaupt, was er will? :wink:
 

mbc

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Das kann es aber nicht sein,

mein Tip: Er soll versuchen im Berufsförderungswerk Köln eine Unterkunft zu bekommen, die haben in Köln auch Zimmer.

Die Kosten für die auswärtige Unterkunft muss der Kostenträger übernehmen, anstelle der jetzt gewährten Pendelkosten. 2,5 Stunden ist eh an der Grenze des machbaren und sehr unzumutbar.
Seine aktuelle Wohnung kann er behalten und nach der Umschulung kann er dort wieder wohnen und sich in Ruhe einen Job suchen.

Ein Wechsel in ein anders BFW ist meiner Meinung nach nicht möglich, da ggf. ein unterschiedlicher Lehrplan vorliegt. Ich durfte / konnte damals nicht einmal kündigen, obwohl ich es gerne getan hätte.
 
E

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Gast
Die haben kleine Appartments dort, wenn denn war frei ist. Das alte Wohnheim ist wirklich unzumutbar. Aber er will ja nicht dort wohnen.

Die Ausbildungspläne sind von den Kammern vorgeschrieben. Da gibt es keine großen Unterschiede. Im Notfall muss man ein halbes Jahr wiederholen.

Sicher kann man das Bfw wechseln. Er ist doch eh krankgeschrieben. Ob er jetzt in Köln oder Oberhausen in einen anderen Kurs wieder einsteigt, macht keinen großen Unterschied.
 
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