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Wechsel zum Fallmanager - ist es sinnvoll zu wechseln, was erwartet mich da?

Night Shaddow

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Hallo zusammen,
ich hab schon ein wenig gesucht, trotzdem würde ich gerne eure Meinung wissen.
Folgender Fall:
Nachdem ich mit meinen SB überhaupt nicht mehr klarkomme habe ich mich an die Diakonie gewandt.
Diese schrieb eine Mail an den (ich denke) Teamleiter mit der Bitte um Wechsel des SB.
Als Antwort kam dass das nicht möglich ist, ein Wechsel zum Fallmanager aber ginge.
Hab nun einen Termin vom SB, woraus ergeht das auch der Fallmanager anwesend sein wird.
Ich solle mir anhören was er zu sagen hat und kann dann entscheiden ob ich zum Fallmanager will.
Nun meine Fragen:
1. Was unterscheidet die beiden genau? Nehme keine Drogen oder ähnliches. Hab aber Psychische Probleme die außer die Diakonie keiner weiß.

2. Ist es sinnvoll zu wechseln? Was erwartet mich da?

3. Was sind eure Erfahrungen mit dem Fallmanager?

3. Was würdet ihr machen bei so einen „Angebot“.

Ich will bei dem Termin nicht in ein offenes Messer laufen.
Vielen Dank schon mal für die Antworten.
 
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Kerstin_K

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AW: Wechsel zum Fallmanager.

Soweit ich weiss haben Fallmanager mehr zeit da weniger lEs zu betreuen. Pass auf, dass du nicht in eine intensivbetreuung geraetst.
 

Dinobot

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AW: Wechsel zum Fallmanager,ist es sinnvoll zu wechseln, was erwartet mich da?

Nachdem ich mit meinen SB überhaupt nicht mehr klarkomme habe ich mich an die Diakonie gewandt. Nehme keine Drogen oder ähnliches. Hab aber Psychische Probleme die außer die [/B]Diakonie keiner weiß.


Kannst Du Dir da so sicher sein, dass die Diakonie nicht schon längst mehr erzählt hat? Könte ein Grund sein, warum Dir jetzt der nur der Wechsel zum Fallmanagment "angeboten" wird, wie Du schreibst.

Bitte um Wechsel des SB.Als Antwort kam dass das nicht möglich ist, ein Wechsel zum Fallmanager aber ginge.Hab nun einen Termin vom SB, woraus ergeht das auch der Fallmanager anwesend sein wird. Ich solle mir anhören was er zu sagen hat und kann dann entscheiden ob ich zum Fallmanager will.
Ist für mich ein Anzeichen dessen, dass der nur damit herausfinden will ob Du dem bFM, sFM oder uFM zuzuordnen wärest. Ich sehe da gar keine großen Möglichkeiten Deinerseits -ohne Detailwissen. Zumal du Dir selbst dann- unter Zeugen- selbst die Einschränkungen zuschreiben müsstest, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Für jemanden, der die Kriterien für die einzelnen Bereiche nicht vorher kennen kann, da kann das von Dir befürchtete Szeanario -im übertragenden Sinne -durchaus zutreffen:

Ich will bei dem Termin nicht in ein offenes Messer laufen.

INun meine Fragen:
Zu Deinen Fragen zu 1. und zu 2. -da informiere Dich mal am besten anhand einer Weisung des Jobcenters Bremen, welches auch die Unterscheidungen ganz klar definiiert:

http://www.jobcenter-bremen.de/common/library/dbt/sections/_uploaded/160909_GA_02_2015_Fallmanagement_Ue25.pdf

Anmerkung: Von Deinem Jobcenter in Bayern war im Internet nichts ähnliches zu finden. Du könntest aber versuchen , die vor Ort einsehen zu wollen -vor einer Entscheidung.

Die Sinnhaftigkeit dessen -die kannst dann nur Du allein daraus ermessen, besonders, weil es sich hier wohl um reines Fallmanagement handelt. Es gibt auch Jobcenter, wo SB beides sein können.

Reine Fallmanager gibt es in meinem JC nicht. Ich muss und musste auch keinen Wechsel beantragen. Die Sb meines Jobcenters sehen mich lieber - von Anfang an - von hinten als von vorn . Zuletzt 3 Sb im Jahre 2017.

Die Sb wechseln somit immer freiwillig das Feld -anstatt sich mit mir anlegen zu wollen. :icon_mrgreen: War aber dort schon immer so:peace:
Manchmal werde ich auch zwischen den Teams hin und her geswitcht, wenn ich mal schon alle sbs mal wieder kennengelernt habe, bzw. sie sich und ich mich von deren Unfähigkeit überzeugen durfte.

Ich selbst würde solch ein Angebot des reinen Fallmanagement IMMER ablehnen. Allerdings auch niemals irgendjemanden irgendwelche Probleme offenlegen, weil das Jobcenter dies mehrheitlich leider nur zu seinem Vorteil nutzt und Dich zudem in regelrechte Albtraum Maßnahmen stecken kann -wie es denen beliebt. Oft auch mit dem Ziel -eine Prüfung auf die Abschiebung in SGB XII, Behindertenwerkstatt oder in die Erwerbsminderungsrente zu forcieren.
 

romeo1222

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AW: Wechsel zum Fallmanager,ist es sinnvoll zu wechseln, was erwartet mich da?

Ich selbst waren auch schon im Fallmanagement. Hier steht in erster Linie der Versuch im Vordergrund, die Vermittlungshemnisse zu dezimieren oder gar ganz zu beseitigen. Ich selbst habe auch psychische Probleme und war deswegen dort drinnen.

Bei meinem FM konnte nichts für mich gemacht werden, es gab alle 3 Monate oder so ein Gespräch, aber ich war aus der Vermittlung draußen.
 

Kerstin_K

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AW: Wechsel zum Fallmanager,ist es sinnvoll zu wechseln, was erwartet mich da?

Ich finde es ja immer wieder beeindruckend, was die JC sich einfallen lassen, um Vermittlungshemnisse zu beseitigen, die man nicht beseitigen kann.
 

Helga40

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Es kann ja auch keine beseitigen, von denen es gar keine Kenntnis hat... Fallmanagement hat sich übrigens im Laufe der Jahre stark verändert. Die meisten Fallmanager sehen sich eher als eine Art Sozialarbeiter und sind auf begleitendes Fallmanagement umgestiegen. Da ist nix mehr mit alle 3 Monate ein Gespräch...
 

Night Shaddow

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Vielen Dank für eure Antworten.

@Kerstin_K
Kannst Du Dir da so sicher sein, dass die Diakonie nicht schon längst mehr erzählt hat?
Da bin ich mir ganz sicher.

Die Sb wechseln somit immer freiwillig das Feld
Bei mir leider nicht. Der hat sich regelrecht festgebissen.

eine Prüfung auf die Abschiebung in SGB XII, Behindertenwerkstatt oder in die Erwerbsminderungsrente zu forcieren.
Da will ich zwar nicht hin, aber ich lese hier immer wieder dass das zu vermeiden ist. Rein interessehalber, was ist daran so schlimm bzw. welche Nachteile ergeben sich daraus?

@romeo1222
Also bedeutet dass, das ersteinmal weniger Druck aufgebaut wird? Den genau da liegen nämlich meine Probleme mit dem SB. Druck, Vorwürfe, und Unterstellungen. Das knackst irgendwann auch psychisch an. Ende August bekomme ich einen Termin beim Psychiater. Hoffe ich zumindest.

@Helga40
Da ist nix mehr mit alle 3 Monate ein Gespräch...
Sondern?
 

Kerstin_K

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Der hauptunterschied zwischen SGB II und SGB XII ist der Vermoegensfreibetrag,
 

Kerstin_K

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Was man aber nicht zulassen muss. Die meisten HE dürften aus dem Kindergartenalter raus sein.
 
E

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Nichts dagegen. Wer keine Hilfe möchte, dem ist eh nicht zu helfen.
Auf so eine Hilfe kann man getrost verzichten.
Ich sehe es so, es gibt gut gemeinte Hilfe, und es gibt Hilfe, die aus unglaublicher Neugierde besteht, um möglichst viele Angrifspunkte gegen den Leistungsbezieher zu finden.
 

Kerstin_K

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Nichts dagegen. Wer keine Hilfe möchte, dem ist eh nicht zu helfen.
Helga, du weißt genau, dass aufsuchen Betreuung auch vielen HEs aufgedrückt wird, die das absolut nicht brauchen.

Typische JC Denke: der LE ist schuld an seiner Situation.
 

Helga40

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Auf so eine Hilfe kann man getrost verzichten.
Ich sehe es so, es gibt gut gemeinte Hilfe, und es gibt Hilfe, die aus unglaublicher Neugierde besteht, um möglichst viele Angrifspunkte gegen den Leistungsbezieher zu finden.
Du unterstellst also allen Fallmanagern bundesweit ausschließlich negative Absichten? Du kennst jeden einzelnen persönlich?

Grundsätzlich halte ich von dem Ganzen auch nichts. Von mir aus könnte man morgen eine Art sanktionsfreies ALG 2 einführen. Wer mehr erreichen möchte, kann dann gern freiwillig zum Vermittler gehen und auf Augenhöhe die möglichen Hilfen absprechen, da dann kein Zwang mehr besteht.

Ich verwahre mich aber dagegen, dass unterstellt wird, dass alle meine Kollegen der Vermittlung nur schlechtes wollen. Das ist definitiv nicht der Fall. Auch ich habe z. B. während meiner Vermittlerzeiten mal ne Packung Merci oder Plätzchen etc. geschenkt bekommen (und ja, ordnungsgemäß angemeldet, keine Bestechung). Bestimmt nicht, weil ich nur hinterhältig und neugierig war.
 

Helga40

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Helga, du weißt genau, dass aufsuchen Betreuung auch vielen HEs aufgedrückt wird, die das absolut nicht brauchen.

Typische JC Denke: der LE ist schuld an seiner Situation.
Ich habe schlicht geschildert, wie begleitendes FM aussieht. Wieso unterstellst du mir, dass ich davon überzeugt bin?! Was ändert es, was ich weiß oder was wohl typische JC-Denke ist? Das begleitende FM ändert sich dadurch trotzdem nicht.
 

Helga40

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Heisst fuer mich: wer diese Form der Hilfe nicht möchte, dem ist eh nicht zu helfen.
Du möchtest es nicht verstehen, oder? Wer angebotene Hilfe nicht annimmt, sei es nun durch aktives Ablehnen oder halt passiv, indem man das Problem erst gar nicht thematisiert, dem kann man nicht helfen, weil er wahrscheinlich selbst noch nicht erkannt hat, dass sein Problem so schwerwiegend ist, dass er Hilfe braucht. Ähnlich wie bei Drogenabhängigen. Nur, wenn die wirklich wollen, kann man helfen. Zwang nutzt nichts.

Ich habe doch bereits geschrieben, was ich vom begleitenden FM halte:

.Grundsätzlich halte ich von dem Ganzen auch nichts. Von mir aus könnte man morgen eine Art sanktionsfreies ALG 2 einführen. Wer mehr erreichen möchte, kann dann gern freiwillig zum Vermittler gehen und auf Augenhöhe die möglichen Hilfen absprechen, da dann kein Zwang mehr besteht.
 

Night Shaddow

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Bitte nicht streiten ihr zwei.
Hausbesuche brauche ich aber wirklich nicht. Ich bin über 40 und komme mit meinem Umfeld klar. Was ich nicht brauche ist dann auch noch ein Fallmanager der in meine Wohnung kommt. Das ist MEIN Ort und da kommt rein den ich will!!!

@Helga,
für dich zur Info. Ich habe bis August 2015 an der Kasse einer Disco gearbeitet. Ich hatte also durchsetzungsvermögen, war redegewand und konnte mich auch gegen betrunkene durchsetzen.
Nach "bearbeitung" meines SB bin ich heute soweit, das ich schweissgebadet und zitternd an der Kasse beim Discounter stehe.
Soviel zur Hilfe die Angeboten wird.

Nicht böse gemeint, aber bei mir Tatsache.
 
E

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Du unterstellst also allen Fallmanagern bundesweit ausschließlich negative Absichten? Du kennst jeden einzelnen persönlich
Nein, ich kenne nicht jeden persönlich.
Aber wenn man hier im Forum liest, dann schein es tatsächlich bundesweit so zu sein.

Und noch etwas, schon bei Antragstellung muss man sich nackig machen, was schon demütigend genug ist.
Im Bezug ist man von der sozialen Teilhabe größtenteils ausgeschlossen, so dass die eigene Wohnung der letzte Zufluchtsort ist.
Und wenn dieser Ort dann auch noch vom JC betreten wird, oder wenn man auch noch zu Terminen begleitet wird, dann ist es desto mehr zum Nachteil des eigenen Selbstbewusstsein und der Psyche.

Zumal ja auch immer mehr Maßnahmen angeboten oder aufgezwungen werden, die auch genau solche Dinge wie Hausbesuche und ein extremer Eingriff in die Privatsphäre beinhalten.

Wenn Du so etwas nicht verstehen kannst, dann hast Du jegliche Menschlichkeit durch Deine Arbeit im JC verloren.
Tut mir leid das so sagen zu müssen.
 
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tomk

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Aber wenn man hier im Forum liest, dann schein es tatsächlich bundesweit so zu sein.
Dies ist ein Hilfeforum, hier werden natürlich überwiegend negative Fälle diskutiert. Du doch kannst aber nicht aus der geringen Anzahl hier diskutierter Fälle auf die Arbeit aller Sachbearbeiter schliessen.
 
E

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Gast
Dies ist ein Hilfeforum, hier werden natürlich überwiegend negative Fälle diskutiert. Du doch kannst aber nicht aus der geringen Anzahl hier diskutierter Fälle auf die Arbeit aller Sachbearbeiter schliessen.
Eben, eine geringe Anzahl Hilfesuchender.
Ich möchte nicht die Anzahl derer wissen, die verarscht werden ohne Gegenwehr zu leisten.
 

Pauer

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Und noch etwas, schon bei Antragstellung muss man sich nackig machen, was schon demütigend genug ist.
Im Bezug ist man von der sozialen Teilhabe größtenteils ausgeschlossen, so dass die eigene Wohnung der letzte Zufluchtsort ist.
Natürlich ist das so - was erwartest du denn? Beim ALG II handelt es sich um Steuergelder und da ist es nur gerechtfertigt und vollkommen zumutbar, dass der Antragsteller seine persönlichen Verhältnisse offenlegt!

Der Ausschluss aus der sozialen Teilhabe ist natürlich bedauerlich. Da der Sinn und Zweck von ALG II allerdings nur in einer Überbrückung bis zum nächsten Job liegt, ist auch diese Situation zumutbar und leider nicht vermeidbar, denn:

Antragsteller sollen sich nicht auf ALG II ausruhen, sondern schnellstmöglich in die nächste freie Arbeitsstelle finden.
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich ist das so - was erwartest du denn? Beim ALGII handelt es sich um Steuergelder und da ist es nur gerechtfertigt und vollkommen zumutbar, dass der Antragsteller seine persönlichen Verhältnisse offenlegt!

Der Ausschluss aus der sozialen Teilhabe ist natürlich bedauerlich. Da der Sinn und Zweck von ALGII allerdings nur in einer Überbrückung bis zum nächsten Job liegt, ist auch diese Situation zumutbar und leider nicht vermeidbar, denn:

Antragsteller sollen sich nicht auf ALGII ausruhen, sondern schnellstmöglich in die nächste freie Arbeitsstelle finden.
Er oder sie schon wieder.
Er oder sie begreift mal wieder nicht, dass etliche Ältere und Kranke auf Jahre in diesem System hängen bleiben.
Aber ist ja alles nicht so schlimm, nicht wahr?

Was mir das Geschwafel der Sachbearbeiter/innen auf die Nerven geht.
Hauen ihre erlernten Sprüche raus, und haben null Ahnung von der Wirklichkeit.
 

Pauer

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Er oder sie begreift mal wieder nicht, dass etliche Ältere und Kranke auf Jahre in diesem System hängen bleiben.
Auch bei dieser Personengruppe muss der Anspruch auf ALG II zunächst geprüft werden.
Ich sehe hier kein Grund, der einen Verzicht auf:
Und noch etwas, schon bei Antragstellung muss man sich nackig machen, was schon demütigend genug ist.
rechtfertigen würde. Auch bei alten und kranken Menschen muss geprüft werden, ob steuerfinanzierte ALG II-Leistungen zustehen.
 
E

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Auch bei dieser Personengruppe muss der Anspruch auf ALGII zunächst geprüft werden.
Ich sehe hier kein Grund, der einen Verzicht auf:


rechtfertigen würde. Auch bei alten und kranken Menschen muss geprüft werden, ob steuerfinanzierte ALGII-Leistungen zustehen.
Und wieder mal hast Du nichts davon verstanden, was ich mit meinem letzten Kommentar gemeint haben.
Aber lass mal erneut gut sein, denn ich habe nichts anderes erwartet.
 

tomk

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Eben, eine geringe Anzahl Hilfesuchender.
Ich möchte nicht die Anzahl derer wissen, die verarscht werden ohne Gegenwehr zu leisten.
Genauso wie du die Anzahl derer die gesetzeskonform betreut werden nicht wissen willst. Gepflegte Vorurteile erleichtern das Leben...
 
G

Gast1

Gast
Genauso wie du die Anzahl derer die gesetzeskonform betreut werden nicht wissen willst. Gepflegte Vorurteile erleichtern das Leben...
Gesetzestreu betreut werden heißt noch lange nicht, dass die eLB's gerecht behandelt werden.
 
G

Gast1

Gast
Es geht ja auch um Recht, nicht um Gerechtigkeit. Für Gerechtigkeit ist der Sachbearbeiter, unabhängig von seiner privaten Meinung, nicht zuständig.
Und deswegen sollte sich der Sachbearbeiter einen anderen Job außerhalb der Arbeitsverwaltung und der ganzen Arbeitslosenindustrie suchen, und zwar schleunigst :wink:
 

Pauer

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Das Gegenteil Deiner Behauptungen erleben.
Wie ich auch zuvor schon einmal schrieb, habe ich während meiner gesamten Tätigkeit im JC keine willkürlichen oder nicht gesetzeskonformen Handlungen erlebt.
Auch in meiner jetzigen Behörde ist das nicht der Fall.

Wenn du @Domino der Auffassung bist, dass du durch Behörden stets ungerecht behandelt wirst, solltest du vielleicht einmal deine eigene Einstellung bzw. dein Verhalten gegenüber solchen Behörden überdenken.

Und deswegen sollte sich der Sachbearbeiter einen anderen Job außerhalb der Arbeitsverwaltung und der ganzen Arbeitslosenindustrie suchen, und zwar schleunigst
Nö, muss er nicht. Mitarbeiter von Behörden setzen ausschließlich Gesetze, Erlasse und Regelungen um. Wenn dir diese nicht passen, solltest du dich vielleicht einmal an den Gesetzgeber wenden. Die SB können dafür nichts.
 

obi68

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Das Groteske ist ja, dass jemand, der dringend eine gewisse Anzahl von ELOs zur eigenen Jobsicherung benötigt, diese in Arbeit bringen soll.

Wenn alle ELOs vermittelt wären, wer würde dann wohl arbeitslos? :wink:
 

tomk

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Das Groteske ist ja, dass jemand, der dringend eine gewisse Anzahl von ELOs zur eigenen Jobsicherung benötigt, diese in Arbeit bringen soll.
Du kannst davon ausgehen das die meisten SBs gut damit leben könnten wenn sie weniger Fälle betreuen müßten.
 

Dinobot

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Mitarbeiter von Behörden setzen ausschließlich Gesetze, Erlasse und Regelungen um. Wenn dir diese nicht passen, solltest du dich vielleicht einmal an den Gesetzgeber wenden. Die SB können dafür nichts.
Die Umsetzung erfolgt dann auch so, wie nachfolgend im Link beschrieben. Auf solche "Gesetzmäßigkeiten" einzig zum Vorteil der Behörde kann der Arbeitslose getrost verzichten, weil es ihn auch nicht in Arbeit bringt. Wer schreit, der hat Unrecht. Insofern zeigt das mithin: Der Staat ist überfordert. Jedoch ist das kein Grund,sich als Sb dahinter verstecken zu können oder trotzdem dort arbeiten zu müssen und sich damit an dem aktuellen (ver) Tun der Hartz iV Politik dort zu beteiligen.

. Der Arbeitslose ist sein Kunde. Kunde – das klingt wie: "Der Kunde ist König". Aber Fallmanager und Fallmanagerinnen sind wohl nicht sehr königstreu, denn zum Kunden sagen sie schon ein mal: "Ich stecke Sie in eine Maßnahme!" Mit der klaren Ansage: Du machst, was ich sage, oder ich kann dich zwingen zu tun, was mir gefällt, ob es sinnvoll ist oder nicht. Und die meisten solcher "Maßnahmen" tendieren zur Sinnlosigkeit, im März mahnte der Bundesrechnungshof das an.
Quelle:https://www.deutschlandfunkkultur.de/vater-staat-als-erzieher-seiner-buerger-wir-brauchen-eine.1005.de.html?dram:article_id=423225

Wer die Schwächen des aktuellen Staates nicht kennt oder nicht begreifen kann, der kann und sollte sich informieren , was eigentliche Sachlage ist -und was stattdessen sein müsste. Dazu empfehle ich diese Studie :

Solidarische und sozialinvestive Arbeitsmarktpolitik

Der Hanns Böckler Stiftung.

https://www.econstor.eu/bitstream/10419/173272/1/1011280094.pdf

Derweil leben und leiden die Betroffenen auch wegen der allseits immer gelebten oder auflebenden und zur Schau gestellten "UNCONSCIOUS BIAS" von der KEIN Mitarbeiter der BA oder der Jobcenter oder Fallmanager wirklich frei ist -nach meiner Meinung. Mithin hat auch die Führungsebene der BA nicht umsonst in dessen Programm für 2018 auf Seite 61 eine Schulung zur Sensiblisierung angeboten, um diese in seinem Mitarbeiterumfeld für den Vorgesetzten "kalkulierbarer" zu machen und zu reduzieren.:

Selbst erfahrene Führungskräfte unterschätzen, wie stark kognitive Verzerrungen das Urteilsvermögen trüben... Unconscious Biases lassen sich nicht einfach abschalten
Quelle, zum downloaden,seite 61:
https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/service/Ueberuns/WeitereDienststellen/FuehrungsakademiederBA/Weiterbildung/ProgrammfuerFuehrungskraefte/index.htm
.
Wie ich auch zuvor schon einmal schrieb, habe ich während meiner gesamten Tätigkeit im JC keine willkürlichen oder nicht gesetzeskonformen Handlungen erlebt.
Auch in meiner jetzigen Behörde ist das nicht der Fall..
Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man Mitarbeiter oder Kunde ist -wie Du am Inhalt meines hier vorher verlinkten Artikels bestätigt finden kannst.

Jeder Mitarbeiter befindet sich immer im Zwiespalt gegensätzlicher Interessen und Befindlichkeiten -gegenüber dem Kunden :

SGB II - BeKo -UNCONSCIOUS BIAS.

Zur Problematik des Beko:

https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/49827/ssoar-2013-bartelheimer_et_al-Beratungskonzeption_SGB_II_-_Pilotierung.pdf?sequence=1
 
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romeo1222

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@romeo1222
Also bedeutet dass, das ersteinmal weniger Druck aufgebaut wird?
So war es zumindest bei mir, auch wenn ich nicht lange drinnen war. Hatte einen sehr netten FM bekommen, der durch seine Frau meine Probleme zu gut kannte und sich perfekt in mich hinein versetzen konnte. Leider ging er nach dem 1. Gespräch in Rente, die Nachfolgerin danach schmiss mich dort raus, weil man nichts für mich machen konnte.

Bei einer anderen Person war es so, dass sie ca. 1 Jahr darin war. Da lag es daran, obwohl die FM sehr viel zu tun hatten und eine ellenlange Warteliste vorhanden war, der Chef vom JC diese Stelle strich und somit die Person wieder in die normale Arbeitsvermittlung kam.

Gründe können vielseitig sein: Psychische Probleme, ernste Krankheiten, drohende oder aktuelle Obdachlosigkeit, Drogenprobleme oder Alkoholprobleme, Schulden usw.

Edith: Bei den Fällen die ich kenne, meinem eingeschlossen, war es kein begleitendes FM, sondern ganz normales, also ohne irgendwelche Hausbesuche oder an die Hand nehmen für Behördengänge oder so. Wusste auch bis eben nicht, dass es sowas überhaupt gibt.
 
E

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Wenn du @Domino der Auffassung bist, dass du durch Behörden stets ungerecht behandelt wirst, solltest du vielleicht einmal deine eigene Einstellung bzw. dein Verhalten gegenüber solchen Behörden überdenken.
Wenn Du der Meinung bist, dass man überall gerecht behandelt wird, dann lebst Du scheinbar im Schlaraffenland.

Sorry @ Schlaraffenland.

Ach noch etwas, mein Verhalten gegenüber Behörden ist völlig in Ordnung.
Denn ich setze mich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr, wobei Du scheinbar jede Kröte schluckst, oder überhaupt keine Ahnung hast, wann es überhaupt anfängt ungerecht zu werden.
 

götzb

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Da noch ein Fallmanager Video, aus Sozi Zeiten.
https://www.youtube.com/watch?v=-mudUVb2FSs&t=1506s

Damals vor paar Jahren war das nicht freiwillig.
Habe ich der Dame auch gesagt, das ich das nicht will, zudem alle 2 Monate Vorladungen erfolgten, statt normalerweise 6.
War nichts zu machen, Argumente wurde in jc Argumentationsmanier abgebügelt (sie bekommen Leistungen von uns, oder wenn sie nicht mehr eingeladen werden wollen, dann abmelden.:doh:)

Die Gespräche waren dann immer der selbe Müll, vor allen weil man ja wusste, das es effektiv sinnfrei war. Hätte man auch Roboter hinsetzen können, mit Text Kassette.
 

Surfing

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Falls es sich um ein beschäftigungsorientiertes Fallmanagement handelt wirst du nach einem Wechsel sehr wahrscheinlich mehr Termine beim Jobcenrter haben als bei der Sachbearbeiterin/Vermittlerin.

Ich hatte dieses mal vor Jahren, pro Monat 1 Termin war die Regel. Es gab andere die alle 2 Wochen einen Termin hatten. Man kann nicht pauschal sagen was in den Terminen ablaufen wird und was konkret auf einen zukommt. Das hängt von den jeweiligen FM und deren Arbeitsweise ab.

Normal wird man einem FM nur bei "schweren Vermittlungshemmnissen" zugeteilt.

Hier wird das Dingens erläutert: http://www.soldan.de/media/pdf/c5/77/61/9783802974854_LP.pdf
 
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