Wechsel von Hartz 4 zu Sozialhilfe

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Kain Erfolg

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Liebe Leute,

ich beziehe seit einigen Jahren ALG II, aufgrund einer chronischen (bzw. immer wiederkehrenden psychischen Erkrankung) war ich im Rahmen eines 1€-Jobs jetzt längerfristig und wiederholt krank geschrieben und denke deshalb, dass ich definitiv perspektivisch nicht arbeitsfähig (im Sinne von 3 Stunden täglich) bin. Ich kann/werde das Ganze mir auch ärztlich attestieren lassen. Da ich quasi noch nie etwas in die Rentenkasse eingezahlt habe, vermute ich, dass eine Frühverrentung nicht in Frage kommt.

Wie stelle ich es nun an, in den Sozialhilfebezug bzw. zur „Hilfe zum Lebensunterhalt“ zu kommen? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wie ist der Ablauf? An welche Stellen wende ich mich? Was muss ich vorweisen? Was muss ich beachten? Wie stelle ich den Antrag? In welche "Fallen" sollte ich nicht tappen? etc..

Freue mich über eure Ansichten und Ratschläge!

1000 Dank

K.E.
 
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Liebe Leute,

ich beziehe seit einigen Jahren ALG II, aufgrund einer chronischen (bzw. immer wiederkehrenden psychischen Erkrankung) war ich im Rahmen eines 1€-Jobs jetzt längerfristig und wiederholt krank geschrieben und denke deshalb, dass ich definitiv perspektivisch nicht arbeitsfähig (im Sinne von 3 Stunden täglich) bin. Ich kann/werde das Ganze mir auch ärztlich attestieren lassen. Da ich quasi noch nie etwas in die Rentenkasse eingezahlt habe, vermute ich, dass eine Frühverrentung nicht in Frage kommt.

Wie stelle ich es nun an, in den Sozialhilfebezug bzw. zur „Hilfe zum Lebensunterhalt“ zu kommen? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wie ist der Ablauf? An welche Stellen wende ich mich? Was muss ich vorweisen? Was muss ich beachten? Wie stelle ich den Antrag? In welche "Fallen" sollte ich nicht tappen? etc..

Freue mich über eure Ansichten und Ratschläge!

1000 Dank

K.E.

Hi,

ich nehme mal an, daß Du krankgeschrieben bist und auch immer schön brav die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an die ARGE schickst.

Ich rate Dir unbedingt zu einer kompetenten Beratung, z.B. bei einem Sozialverband (z.B. VDK), Caritas, Diakonie oder auch hier kannst Du eine Beratungsstelle finden: https://www.my-sozialberatung.de/Beratungsstelle in Deiner Umgebung finden

Wenn Du also länger krank bist, dann wirst Du in der Regel zum Medizinischen Dienst der ARGE geladen und der begutachtet Dich dann. Schau Dir mal die Anlagen dazu an.

Je nach dem was der Gutachter des Medizinischen Dienstes feststellt wirst Du entweder weiterhin als arbeitsfähig eingestuft (und somit auch vermittelbar) und verbleibst im ALG-II-Bezug oder aber Du erhältst von Deinem Sachbearbeiter der ARGE einen Brief in dem Du aufgefordert wirst, aufgrund des Begutachtungsergebnisses, einen Antrag auf Grundsicherung (Sozialhilfe) zu stellen.

Bezüglich Fragen zur Grundsicherung kannst Du Dich hier einlesen: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

LG und alles Gute!
 

Anhänge

  • Gutachten - Einladung - Ziel der gutachterlichen Untersuchung.pdf
    26,6 KB · Aufrufe: 338
  • Soziale Absicherung bei Zusammentreffen von Arbeitslosigkeit und Krankheit (Geiger-2008-Heft 2).pdf
    95,5 KB · Aufrufe: 353
  • Gutachten - Anleitung zur sozialmedizinischen Beratung u. Begutachtung bei Arbeitsunfähigkeit - .pdf
    917,1 KB · Aufrufe: 320
  • Zuzahlungsbefreiung bei Reha-, Kur-, Klinikaufenthalt, Medikamente, Massagen usw. TIPP.pdf
    52,1 KB · Aufrufe: 222
  • Gutachten - Begutachtungsrichtline bei Arbeitsunfähigkeit - Anleitung zur sozialmedizinischen Be.pdf
    917,1 KB · Aufrufe: 310

Kain Erfolg

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Hallo Muci,
vielen, vielen Dank für deine nachhaltige Antwort! Die erste Frage Deinerseits muss ich leider mit einem „nein“ beantworten, nachdem ich den vorherigen 1€ Job vor ca 2,5 Jahren krankheitsbedingt abbrechen musste und mich die ARGE dann bezüglich weiterer Eingliederungsmaßnahmen in Ruhe gelassen hat, habe ich mich dummerweise nicht weiter krankschreiben lassen, sondern die Dinge in Ruhe auf mich zukommen lassen. Das war sicher ein Fehler. Der 1€ Job den ich jetzt tätigte hatte ein sehr niedriges Anforderungsprofil. Ich habe teilweise nur eine Stunde pro Woche gearbeitet, aber 20-30 Stunden von meinem Chef bescheinigt bekommen. Nun hat sich meine gesundheitliche Situation allerdings abermals verschlechtert und ich denke dass ich bezüglich meiner 25 jährigen (natürlich belegbaren) Krankheitsgeschichte nun einfach für längere, unabsehbare Zeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen kann und einen Anspruch auf Grundsicherung (Sozialhilfe) habe.

Aber hat das bezüglich meiner zu Recht kritisierbaren Versäumnisse überhaupt Sinn einen Antrag zu stellen bzw. weitere Schritte in die Richtung zu unternehmen?
 
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Gast
Da Du krank bist also schleunigst zum Arzt mit Dir. Wer krankgeschrieben ist muss keine Termine bei der ARGE wahrnehmen oder 1-Euro-Jobs oder Eingliederungsmaßnahmen mitmachen.

Lass am besten schriftlich Deine Telefonnummer streichen (per Fax wegen Sendebestätigung). Dann hast Du Ruhe.

Einladung zum Medizinischen Dienst musst Du wahrnehmen.

Und dann ist es der von mir beschriebene Weg :icon_smile:

Halt uns auf dem Laufenden. Wenn Du Fragen hast, dann frag hier im Forum nach.

LG und alles Gute!
 
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