Wechsel der Krankenkasse bei chronischer Erkrankung sinnvoll?

Klaus79

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Hallo,

meine KK streicht seit dem 01.04.2016 Leistungen und erhöht den Zusatzbeitrag.

Normalerweise würde ich nun wechseln, jedoch leide ich seit Jahren an diversen psychiatrischen Erkrankungen und die momentane Kasse hat mir nie Steine in den Weg gelegt (MDK o.ä.) und alle Klinikaufenthalte und Psychotherapien bewilligt und jede wochenlange AU vom Psychiater akzeptiert.

Wäre ein Wechsel trotzdem sinnvoll oder muss ich mich bei einer neuen KK auf stressige Zeiten einstellen, bis die Akten dort so mit Befunden gefüllt sind, dass die nicht mehr davon ausgehen, dass ich ein Simulant oder Blaumacher bin?

Hat jemand Erfahrungen? Ich beziehe eine halbe EM-Rente und arbeite Teilzeit. Falle jedoch trotzdem oft aus und möchte nicht unnötig Stress hinauf beschwören.

Danke und ein schönes Wochenende!
Klaus79
 

Dark Vampire

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Ich würde dort bleiben, ich selber bin bei der TK und gehe dort auch nicht weg, haben bisheralles anstandslos bezahlt, die sind schon mind. 50 000 Euro an mich losgeworden :D
 

Klaus79

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Danke.
So werde ich das dann auch machen.
 

Muzel

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So würde ich es auch machen. Du weißt ja nicht, ob und wann die andere Kasse Zusatzbeiträge verlangt.
 
E

ExitUser

Gast
Es ist schon interessant, aber auch traurig, zu lesen, wie unterschiedlich die Krankenkassen ihre Kunden behandeln.

Ich muss leider sagen, dass die TK für mich die schlechteste Wahl war, die ich treffen konnte.

Die Jahre, in denen ich gearbeitet habe und nicht krank war, war alles super........

Dann habe ich während der Arbeit noch bei beginnender Krankheit um Hilfe gebeten, die abgelehnt wurde ("nicht im Leistungskatalog und man sieht keine Möglichkeit der Kulanz") - ging nur um 300 €

Danach habe ich nach meiner Arbeitsaufgabe um Hilfe bei der Terminierung beim Facharzt Psychiatrie gebeten. Das wurde abgelehnt ("Es gibt den Termin-Service, der alle Termine koordiniert, ausser Psychologen und Co., Man sehe aber auch keine Möglichkeit eine Ausnahme für mich zu machen".)

Schon vor und auch während dem Bezug von Krankengeld mehrfache Telefonanrufe und schriftliche Nachrichten um mir Druck zu machen, wann es denn endlich wieder gehen würde......

Nach 2 Wochen Krankengeld-Bezug trotz Attest von 2 Ärzten wurde die Krankengeld-Zahlung "aufgrund der Aktenlage" ohne Untersuchung eingestellt........

Meine Forderung nach Einsicht der Akte des MDK und der Weiterzahlung des Krankengeld bis zur Klärung wurde jetzt 2 Wochen ignoriert.....

Sorry, wenn ich den Namen dieser Kasse lese, bekomme ich mindestens Brechreiz, Wut und Hass.
 

Muzel

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Die KK darf die Krankengeldzahlung nur aufgrund der Aktenlage nicht einstellen.
Ansonsten bist du nicht schlechter bedient als ich mit der Barmer. Ob die Barmer das anders handhabt, weiß ich nicht. Aber denen traue ich das auch zu. Du kannst die Kassen wirklich in einen Sack stecken.
 

Garvell

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Wenn man zufrieden ist, gerade mit chronischer Krankheit sollte man denke ich nicht wechseln,
sofern die Änderungen und Leistungskürzungen nicht gravierend sind.

Habe allerdings das genau Gegenteil mit der AOK erlebt.
Gerade auf dem weg der Besserung, aber immer noch labil wurde durch den Beschluss des MDK das ich ab sofort wieder vollschichtig arbeitsfähig bin die Krankheit wieder massiv schlechter.

Alle Einsprüche und Beteuerungen meiner Ärzte wurden abgetan (von der Rentenversicherung wurde wenige Wochen nach "Gesundschreibung" sogar eine weitere Reha genehmigt) und erst 1 1/2 Jahre später durch Klage vorm Sozialgericht kam ich zu meinem Recht.

Ein Rechtsschutz ist gerade auch als chronisch kranker unerlässlich.

Ich werde diese Kasse, die mir mit dem Messer in den Rücken gefallen ist definitiv in Kürze verlassen,
bloß wohin ich dann wechsle steht noch nicht fest.
 
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