WBA, noch BG nach Trennung obwohl man in selbiger Wohnung lebt?! (1 Betrachter)

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MGHAL

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Hallo,

ich bin nunmehr 5 Jahre mit meiner Partnerin zusammen, wir haben dazu einen gemeinsamen 2 Jährigen Sohn im Haushalt! Wobei ich gerade das 3. Jahr Erziehungszeit nehme!

Es geht darum, wenn ich im nächsten WBA angebe das wir getrennt sind, allerdings aus einer Bedarfsgemeinschaft eine Wohngemeinschaft machen möchten aufgrund der des Kindes, ist sowas realisierbar?

Darf ich, mit meiner "Ex Freundin" trotzdem in dieser Wohnung Leben?

Oder glauben die sowas nie im Leben?

Geht ja dann ums Finanzielle und so...

Gibt's da andere Höchstgrenzen dann für Mieten oder so?

Grüße
 

MGHAL

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Keiner der was weiß?!

Oder zu Umständlich erklärt?

Grüße
 

Rheingold

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Ihr seid ein gemeinsamer Haushalt bestehend aus Mutter, Kind und Kindsvater. Ein 3-Personen-Haushalt. Haushalt ist v. a. wirtschaftlich zu verstehen.

Vergiss die Strategie Wohngemeinschaft. Das SGB kennt die WG gar nicht (ok, ein paar richterliche Urteile gibt es bekanntlich, die von Wohngemeinschaft reden).

Du müsstest erst einmal alle Finanzströme komplett entflechten. Mit Kind unter dem selben Dach - das nimmt dir kein Sozialrichter ab, fürchte ich. Und zu entflechten ist für dich ggf. nichts, Stichwort Unterhaltspflicht.
„Eine Vermutung für das Vorliegen einer Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaf ... setzt ... im Sinne der Norm mehr voraus als ein bloßes zusammen Wohnen. Erforderlich ist ein Zusammenleben in Form einer Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft als Abgrenzung zu einer bloßen Wohngemeinschaft. Der Vermutungstatbestand greift nur dann ein, wenn ein Wirtschaften 'aus einem Topf' vorliegt.“
– Sozialgericht Detmold: Aktenzeichen S 11 AS 97/10

Wie sieht es aus mit dem finanziellen bzw. materiellen füreinander Einstehen ... in den Wechselfällen des Lebens:
eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen (Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft),
Bedarfsgemeinschaft

Dann müsstet ihr WIE zufällige Nachbarn / WIE rein zweckgemeinschaftliche WG-Bewohner zusammen Wohnen (!), nicht zusammenleben:
mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
Bedarfsgemeinschaft

Hast du überhaupt einen Mietvertrag. Dürfte schwer werden bis unmöglich.

Aber Versuchen schadet nie.

Keine Daten mehr über den Dritten herausgeben ... und so weiter.
 

BastiWi

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Hab irgendwo mal ein Urteil dazu gesehen. Müsste mal rumsuchen.

Jedenfalls ging es um die selbe Situation und das Gericht hat der Klage stattgegeben.
Begründung war, dass beide ihre eigenen Zimmer hatten, nicht zusammen Wäsche gewaschen wurde, beide ihre eigenen Fächer im Kühlschrank hatten (da muss nicht jeder seinen eigenen Kühlschrank haben) etc.

Sehe keinen Grund, wieso das nicht klappen sollte. Klar wird das Jobcenter die BG unterstellen, aber dann muss man halt klagen.
 

vagabund

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Hallo,

ich bin nunmehr 5 Jahre mit meiner Partnerin zusammen, wir haben dazu einen gemeinsamen 2 Jährigen Sohn im Haushalt! Wobei ich gerade das 3. Jahr Erziehungszeit nehme!

Es geht darum, wenn ich im nächsten WBA angebe das wir getrennt sind, allerdings aus einer Bedarfsgemeinschaft eine Wohngemeinschaft machen möchten aufgrund der des Kindes, ist sowas realisierbar?

Darf ich, mit meiner "Ex Freundin" trotzdem in dieser Wohnung Leben?

Oder glauben die sowas nie im Leben?

Geht ja dann ums Finanzielle und so...

Gibt's da andere Höchstgrenzen dann für Mieten oder so?

Grüße
Es kommt immer auf den Einzelfall an und keiner hier wird dir sagen können, ob Du das durchbekommen kannst.

Was ohne HartzIV vielleicht denkbar unter "vernünftigen " Erwachsenen und zum Wohle des Kindes scheint, steht bei HartzIV unter einem ganz anderen Stern.

Stellt Euch selbst mal die Frage, was passiert, wenn Ihr getrennt seid und jeder seine eigenen Wege geht, wenn einer einen neuen Partner hat, wird dieser mit in die Wohnung ziehen (wollen/können).

Wenn Ihr das bedenkenlos beide mit ja beantworten könnt, dann versucht es, die WG durchzubekommen.

Allerdings sollte räumlich und finanziell dann alles sauber getrennt sein.

Die aufreibende Odysee mit dem Jobcenter kann Jahre dauern, nur mal so angemerkt.

Einfacher wäre die Trennung in zwei Wohnungen mit entsprechender Umgangsregelung.
 
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