Wasser-Gutschrift von 0,49 € melden oder Bagatelle? (1 Betrachter)

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yukiko

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Hallöchen,

ich hab gerade eben eine Wasser-Gutschrift von 0,49 € erhalten.

~> Muss ich die melden oder ist das eine Bagatelle? Allein die Kopier- und Zustellkosten überschreiten diesen Betrag..
 

HartzVerdient

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Ernsthaft ?

Ich persönlich melde alles unter 10€ nicht. Das bekommen die eh bei Vorlage der Kontoauszüge zu sehen...

Man kann mit der ganzen Verwalterei sonst Mikromanagement betreiben und das wollte man ja seitens der Arbeitsagenturen und Jobcenter ja vermeiden...

Es gibt Jobcenter, bei denen alles bis 30€ am A... vorbeigeht, da das nur Arbeitsaufwand mit "no-return" bedeutet... Der zeitliche Aufwand steht zu keinem realistischen monetären Verhältnis.
 

yukiko

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Man kann mit der ganzen Verwalterei sonst Mikromanagement betreiben und das wollte man ja seitens der Arbeitsagenturen und Jobcenter ja vermeiden...
vielleicht sollten sie dann mal offiziell Bagatellgrenzen benennen, die ihnen mehr Aufwand als Nutzen bringen?

Vielleicht sollte ich das doch melden, oder wär das zu frech.. immerhin würde das ein wenig Mänpower binden für die paar Penunsen, und wir wollen ja alles "richtig" machen :biggrin:
 

Seepferdchen 2010

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ich hab gerade eben eine Wasser-Gutschrift von 0,49 € erhalten.
Das ist eine Position aus den Betriebskosten und das JC zahlt somit
würde ich dir empfehlen das auch einzureichen, egal wie hoch der Betrag ist.

§ 22 SGB II Abs. 3

(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie oder nicht anerkannte Aufwendungen für Unterkunft und Heizung beziehen, bleiben außer Betracht.
 

DonOs

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Man kann mit der ganzen Verwalterei sonst Mikromanagement betreiben und das wollte man ja seitens der Arbeitsagenturen und Jobcenter ja vermeiden...
Die Jobcenter klagen doch auch wenn es um Pfennigbeträge geht. Ich würde es auch melden. Das kostet Arbeitszeit und Aufwand, daß streut Sand ins Bürokratie Getriebe. Bei der nächsten Einladung würde ich es vorlegen, auf eigene Kosten würde ich es nicht einsenden.
 
E

ExitUser

Gast
Beim JC, wo ich zuletzt tätig war, lag die Bagatellgrenze bei 5,00 €. Ich würde 0,49 € sicher nicht melden. Es wäre unwirtschaftlich, wenn das JC da blöd käme, zumal allein die Portogebühr ja schon den etwaigen "Streitwert" übersteigt.

Das kostet Arbeitszeit und Aufwand, daß streut Sand ins Bürokratie Getriebe.
Wenn man die 0,49 € meldet, um sich sicher zu sein, dass man auch ja nix falsch macht, ist das eine Sache, die ich nachvollziehen kann. Wenn die Begründung fürs Melden dieses Bagatell-Betrags aber nur ist, dass man dem JC Arbeit machen- und Sand ins Getriebe steuen will, finde ich das unsozial.

Denn unter diesem Arbeit-machen-aus-Prinzip leiden andere Erwerbslose sicher mehr als die nicht schlecht verdienenden SBs im JC. Klar klagen die manchmal über Überlastung, aber letztlich ist es denen doch schnuppe, ob sie 10 oder 100 Anträge bearbeiten. Die werden bezahlt. Und wenn sie was nicht abarbeiten können, bleibt es halt liegen.

An den Sozialgerichten ist das nicht anders. Daher sind es solche Einstellungen (wollte denen Arbeit machen), die Sozialrichter und Rechtspfleger mitunter zur Weißglut bringen. Und das imho zu Recht.
 

yukiko

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BurnsTorn meinte:
Wenn man die 0,49 € meldet, um sich sicher zu sein, dass man auch ja nix falsch macht, ist das eine Sache, die ich nachvollziehen kann. Wenn die Begründung fürs Melden dieses Bagatell-Betrags aber nur ist, dass man dem JC Arbeit machen- und Sand ins Getriebe steuen will, finde ich das unsozial.
Und ich finde es "unsozial", sich überhaupt wegen 49 ct. solchen Gedankenspagat antun zu sollen. Im Grunde sollte man einfach "Dienst nach Vorschrift" machen. Sprich, die Sache melden, und alle Kosten dafür beantragen innem extra-Antrag auf Erstattung der Kosten für Nachweise.

Ich versuchs mal aufzudröseln bei Meldung per Formular Veränderungsmitteilung [€]:
  • 2 Kopien Formular Veränderungsmitteilung (davon 1x für meine Unterlagen) á 0,50 ~> 1,00
  • 6 Seiten Bescheid á 0,50 ~> 3,00
  • 1 Briefumschlag ~> 0,15
  • Fahrtkosten zum Einwurf i.d. Hausbriefkasten (billiger als Einschreiben) á 4,50
  • (alternativ Einwurfeinschreiben ~> 3,50)
zusätzlich:
  • 2 Seiten Antragsformular auf Erstattung der Mitteil- und Nachweiskosten (davon 1x für meine Unterlagen) á 0,50 ~> 1,00
  • 1 Briefumschlag ~> 0,15
  • FK zum Einwurf i.d. Hausbriefkasten ~> 0,00 da zeitgleich zu obigem Brief)
  • (alternativ Einwurfeinschreiben ~> 3,50)
Gesamtsumme: 9,80 € oder 12,30 € je nachdem, ob ich das per Einwurfeinschreiben oder per persönlichem (bezeugtem) Einwurf in den Hausbriefkasten mache. Wohlgemerkt sind das erstmal nur meine reinen Materialkosten für die Mitteilung eines 49 ct-Guthabens.

Und das ist ja nur die kostengünstigste Variante. Angenommen, ich würde es nicht melden, und würde dafür zur Rechenschaft gezogen werden, vervielfachen sich die Kosten auf beiden Seiten nochmals zusätzlich.

BurnsTorn, könntest du evtl. vielleicht mal ausrechnen, wieviel dann noch zusätzlich so die "Bearbeitung" dieses Sachverhaltes auf Seiten des JC kostet ~> so in "Mannstunden" plus Materialkosten würde schon reichen :bigsmile:
 
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Frank71

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@yukiko...

Ich habe selbst schon eine Steuerstattung von 1€ dem Jobcenter gemeldet.

@Burns Torn...

Da du ja schon beim Jobcenter gearbeitet hast müssen wir ja aufpassen was wir hier schreiben.:doh:
 

TazD

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Rein rechtlich ist die Erstattung zu melden, da der Gesetzgeber keine "Mindestmeldegrenze" vorgesehen hat.
Persönlich würde ich es auch nicht melden, aus den von @HartzVerdient und @BurnsTorn angeführten Gründen.
 

Helga40

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Ich würde es melden. Zum einen dürfte es sowieso der Nachweis sein, dass sich die Wasserabschläge nicht geändert haben und zum anderen beugt es späteren Nachfragen vor. Letztendlich ist es nunmal so, dass alles gemeldet werden muss. Und wenns ganz bekloppt läuft, hat man wegen den 49 Cent noch ein OwiG Verfahren am Hals.
 

ZynHH

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Hallöchen,

ich hab gerade eben eine Wasser-Gutschrift von 0,49 € erhalten.

~> Muss ich die melden oder ist das eine Bagatelle? Allein die Kopier- und Zustellkosten überschreiten diesen Betrag..
Was würdest du denn bei einer Nachzahlung in dieser Höhe machen?
 

yukiko

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Was würdest du denn bei einer Nachzahlung in dieser Höhe machen?
Nix, was denn sonst. Aber das ist doch kein Maßstab. Wenn ich - wie Helga40 in Erwägung zieht - deswegen ein Owi-Verfahren ernten kann, gibts doch garkein Vertun darüber, dass ich das melden muss.

Gibt es denn keine Bagatellgrenzen in diesen "Entbürokratisierungs-Neubestimmungen", falls die nicht schon längst an anderer Stelle geregelt sind?
 

DonOs

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dass man dem JC Arbeit machen- und Sand ins Getriebe steuen will, finde ich das unsozial.
Das kann man finden wie man möchte. Sozialer scheint es zu sein, mit Hunger und Obdachlosigkeit bedroht zu werden, sofern man gegen Elemente der Sanktionsvereinbarung verstößt.

Als Pflichtbewußter Michel hat man alle Veränderungen via Mitteilungspflicht unverzüglich anzuzeigen. Nichts desto trotz ist ein Gericht und oder Rechtspfleger dann doch eine andere Hausnummer als irgendein Jobcenter.
 

yukiko

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Rein rechtlich ist die Erstattung zu melden, da der Gesetzgeber keine "Mindestmeldegrenze" vorgesehen hat.
Persönlich würde ich es auch nicht melden, aus den von @HartzVerdient und @BurnsTorn angeführten Gründen.
das hilft mir jetzt wirklich weiter :wink:.... ~> wie würdest du dich denn entscheiden?

~> wenn du keinen Bock auf Stress hättest, und dich nicht noch zusätzlich mit einer potentiellen Owi-Straf-Gefahr im Hinterkopf ständig belasten wollen würdest..
 

DoppelPleite

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Würde auch diese 98 Pfennig melden, man erwartet und verlangt jede Änderung an zu geben also bitte her mit dem Sand und rein ins Getriebe. Es wäre mir sogar wert im Verlauf noch auf Bearbeitung zu drängen.

An anderen Stellen wird hier doch auch damit geworben, gegen jeden Bescheid WS ein zu legen um unseres Lieblingsamt nicht noch in die Arbeitslosigkeit abrutschen zu lassen.

Sollte es eine Bagatellgrenze geben in es eine Freiwilligkeit gibt bis zu einem Betrag, so darf ich auch verlangen das dieser Umstand auch irgendwo schriftlich vermerkt wurde. Existiert nicht also stehle ich diesen Lollypop für 49Cent auch nicht und überlass ihn den Spiel wütigen Kiddy´s.

yukiko meinte:
Antragsformular auf Erstattung der Mitteil- und Nachweiskosten
Das ist genau was ich gesucht habe, kannst Du den verlinken?
 

TazD

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~> wenn du keinen Bock auf Stress hättest, und dich nicht noch zusätzlich mit einer potentiellen Owi-Straf-Gefahr im Hinterkopf ständig belasten wollen würdest..
Nach einer Nacht drüber schlafen und bisschen drüber nachdenken, würde ich die immense Rückerstattung melden und gleichzeitig bei der Gelegenheit schriftlich erfragen, ob es im hiesigen JC hausintern eine Bagatellgrenze gibt.
Diese möge man dir dann bitte schriftlich mitteilen, sowie auch eine Mitteilung darüber geben, sofern wirklich jede noch so geringe Rückerstattung gemeldet werden soll, auch wenn der Aufwand auf beiden Seiten in keinem Verhältnis zum Betrag stehen würde.
 
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OpfersNam

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Ich würde es melden.
Sonst gerät das in Vergessenheit, es schleppt sich dann ein kleiner Differenzbetrag mit, von dem später keiner mehr mehr weiss wie er zustande gekommen ist und den Ärger darüber, wenn man festgestellt hat, dass du was hättest melden müssen, wird man dann an dir ausleben.
 
E

ExitUser

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Und wenns ganz bekloppt läuft, hat man wegen den 49 Cent noch ein OwiG Verfahren am Hals.
Auch dabei muss die Verhältnismäßigkeit beachtet werden. Ein Bußgeld wäre hier nicht angemessen. Da das Amt aber ohnehin jedes Jahr die Abrechnungen sehen will, würde ich es mit dem nächsten Belegschub einreichen.
 

Helga40

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War das kürzlich hier oder in hat anderen Forum, wo ein User sogar ein Bußgeld erhalten hat, weil er eine BK - Abrechnung mit NACHZAHLUNG!!! nicht sofort abgegeben hatte?
 
E

ExitUser

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Wundern würde mich das auch nicht mehr. Einige Behörden scheinen ja in der Hoffnung, dass keine Gegenwehr kommt, rechtsstaatliche Prinzipien über Bord geworfen zu haben.

Bei mir haben sie neulich auch einfach einen erfundenes Nettoeinkommen eingesetzt. So was dürfte nach Vieraugenprinzip doch nicht mehr passieren. Das mag natürlich immer auch mit Arbeitsüberlastung zusammenhängen.
 

Hamilkar

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Einige Behörden scheinen ja in der Hoffnung, dass keine Gegenwehr kommt, rechtsstaatliche Prinzipien über Bord geworfen zu haben.
.
...die wurden bereits mit Einführung von H4 in 2005 ff. über Bord geworfen.


ansonsten, natürlich meldet man sowas. getreu dem Motto "Melden macht frei".

hat man auch was in petto, wenn man tatsächlich mal was vergisst, kann man immer sagen, normal melde ich alles sehr korrekt...siehe da, da, da. Anschein wahren!

rein sachlich müsste das JC dadurch den Bescheid/KdU anpassen, werden die natürlich nicht machen. viel zu viel Aufwand, zeigt aber die Absurdität des Systems.
 

bla47

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Meiner Nachbarin wurde mal 2014 ein JC Brief geschickt:
Es fehlen noch folgende Unterlagen: Betriebs- und Heizkostenabrechnung von 2013.
Somit würde ich sogar einen Sinn in einer +- 0,00 € Meldung sehen, so selten das auch vorkommt.
Eben damit "die Klamotte" vom Tisch ist.
 
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