Was zählen mündliche Absprachen mit SB/Maßnahmeträger?

Sylvana

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 April 2010
Beiträge
62
Bewertungen
4
In einem Gespräch mit meiner Reha-Beraterin der Arbeitsagentur wurde ich aufgefordert, mir eine bestimmte Maßnahme anzuschauen. Daraufhin habe ich mit einem Mitarbeiter der Maßnahme ein Infogespräch geführt und dämlicherweise mündlich zugesagt, an der Maßnahme teilzunehmen, obwohl ich das gar nicht wollte. Meiner Reha-Beraterin habe ich Dummkopf auch eine mündliche Zusage am Telefon gegeben, weil sie auf mich eingeredet hat, dass ich diese Maßnahme annehmen soll.


Um an dieser Maßnahme teilnehmen zu können, war ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich. Diesen Antrag habe ich vor 5 Wochen gestellt und dazu schriftlich eine andere, aus meiner Sicht für mich besser geeignete Maßnahme beantragt, welche -im Gegensatz zu der von der Arbeitsagentur vorgeschlagenen Maßnahme- eine kaufmännische Qualifizierung enthält. Darüber hinaus habe ich ein nervenärztliches Attest an die Reha-Beraterin geschickt, indem mein Arzt mir bescheinigt, dass ich meinen erlernten Beruf als Bürokauffrau ausüben kann, jedoch eine Zusatzqualifizierung zu den bestehenden Kenntnissen empfehlenswert ist.


Meine Sachbearbeiterin von der Reha-Abteilung der Arbeitsagentur gibt mir keine Anwort auf meinen Antrag, jedoch hat mich gestern meine Fallmanagerin vom Jobcenter (bin ALG-II-Empfänger) angerufen und teilte mir mit, dass mich meine Reha-Beraterin von der Arbeitsagentur schon am 07.08. bei der Maßnahme, wo ich blöderweise mündlich zugesagt habe, angemeldet hat. Darauf antwortete ich, dass ich schriflich eine andere Maßnahme beantragt habe und keine Antwort von der Arbeitsagentur bekomme.


Es gibt noch keine EGV, keine schriftlichen Vereinbarungen, an welcher Maßnahme ich teilnehmen soll. Aber die Fallmanagerin vom Jobcenter will in Kürze eine EGV abschließen.


Meine Fragen: Kann mich das Jobcenter/Arbeitsagentur wegen meiner mündlichen Zusagen sanktionieren, wenn ich nicht an der von der Arbeitsagentur ausgesuchten Maßnahme teilnehme? Ich habe ja zwar mündlich zugesagt, aber schriftlich eine andere Maßnahme beantragt.


Ich gehe davon aus, dass mich die Reha-Beraterin wieder telefonisch kontaktieren wird, um mich zu der Maßnahme, die sie für mich ausgesucht hat, zu überreden. Was soll ich dann sagen? Dass sie mir einen schriftlichen rechtsbehelfsfähigen Bescheid schicken soll?


Welchen Einfluss haben die Aussagen und Empfehlungen in einem ärztliches Attest auf die Entscheidungen der Arbeitsagentur?
 
E

ExitUser

Gast
Also nur schriftliche Einverständniserklärungen zählen...du kannst immer noch sagen, du wärst nicht richtig beraten worden. Lass dir noch mal einen persönlichen Termin geben von der Reha Beraterin, bereite dich darauf vor, was du ersatzweise willst, und nehme bitte einen Beistand mit. Dann würde ich einfach neu verhandeln!

Das gleiche beim JC. Keine EGV unterschreiben.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.048
Ich gehe davon aus, dass mich die Reha-Beraterin wieder telefonisch kontaktieren wird, um mich zu der Maßnahme, die sie für mich ausgesucht hat, zu überreden. Was soll ich dann sagen? Dass sie mir einen schriftlichen rechtsbehelfsfähigen Bescheid schicken soll?
Und beantrage mal die Löschung Deiner Telefonnummer. Du musst nur schriftlich erreichbar sein.
Die EGV nicht sofort unterschreiben. Zur Prüfung mitnehmen.
 

Sylvana

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 April 2010
Beiträge
62
Bewertungen
4
Danke schön für die Antworten.

Ich habe gehört, dass ich als Kunde der Reha-Abteilung einer von der Arbeitsagentur vorgeschlagenen Maßnahme nicht ohne meine Zustimmung zugewiesen werden kann, dass mich die Reha-Abteilung nicht einfach per Zuweisung oder EGV als VA dort hinschicken kann, wie es beim Jobcenter gemacht wird.

Weiß jemand wie das rechtlich geregelt ist bei den Kunden der Reha-Abteilung? Hat man andere Rechte als beim Jobcenter?
 
E

ExitUser

Gast
Ich kann dir jetzt nur mit dem Antrag (Anhang) auf Löschung der nicht erforderlichen Daten helfen.
Telefonnummer und Mailadresse sind freiwillige Angaben Kein Muss.

Eine Kopie von dem Antrag machen und sich den Empfang auf der Kopie bestätigen lassen.
Kann man an der Info Theke einreichen muss man nicht zum SB.
 

Anhänge

Sylvana

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 April 2010
Beiträge
62
Bewertungen
4
Habe heute von dem Maßnahmeträger schriftlich eine Aufforderung erhalten, ab Montag an der Maßnahme teilzunehmen, weil sie eine Kostenzusage von der Arbeitsagentur erhalten haben.

Was passiert, wenn ich nicht hingehe? Sanktion wegen Nicht-Antritt einer Maßnahme???
 
E

ExitUser

Gast
Kostenzusage zu der Maßnahme die dein SB will oder die du dir ausgesucht hast?

Ein Maßnahmeträger hat grundsätzlich nicht einzuladen. Solchen Einladungen muss man nicht folgen.
Wenn hier einer einlädt dann das JC .

Ärger ist nicht ausgeschlossen wenn du nicht erscheinst.

Ich persönlich würde einer Aufforderung vom MT nicht folgen.

Du hast keine EGV, keinen Verwaltungsakt keine Antwort auf deinen Antrag. ?

Mündliche Zusagen gelten nicht, nur schriftlich zählt.
 

Sylvana

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 April 2010
Beiträge
62
Bewertungen
4
Kostenzusage zu der Maßnahme, die die Arbeitsagentur ausgesucht hat.

Auf meinen Antrag auf die Maßnahme, die ich wollte, habe ich keine Antwort, bzw. dass mich die SB in der anderen Maßnahme angemeldet hat, wo ich nicht hin will, ist wohl deren Antwort.

Ich habe keine EGV, keinen VA, keine Zuweisung bekommen, nichts Schriftliches mit der Arbeitsagentur/Jobcenter vereinbart.

Ich bin psychisch total am Ende, ich habe keine Kraft mehr, mich mit der Arbeitsagentur zu streiten. Wenn ich am Montag nicht hingehe, werde ich zu Hause sitzen und in diesem schrecklichen Saft aus Angst und Panik, Kopf-, Rücken- und Magenschmerzen vor mich hin schmoren, was mich dann wohl erwartet, ob vielleicht am Monatsletzten die Zahlung des ALG II eingestellt werden könnte, weil ich nicht hingegangen bin oder welche Schikane mich sonst erwartet. Meine ständigen Angstzustände machen mich fertig.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
13.763
Bewertungen
7.792
Warum schreibst du deiner SB nicht einfach, dass es wohl bei eurem letzten gespräch zu einem Missverständnis gekommen sei. Du meintest die von dir gewollte Massnahme und nicht die, für die nun die Kostenzusage gekommen ist?
 

Falling Down

Elo-User/in
Mitglied seit
30 Juni 2012
Beiträge
329
Bewertungen
218
Ich habe keine EGV, keinen VA, keine Zuweisung bekommen, nichts Schriftliches mit der Arbeitsagentur/Jobcenter vereinbart.
Na also. Worauf könnte sich dann eine Sanktion in Deinem Falle stützen? Richtig, auf nichts! Ohne Zuweisung -> keine Verpflichtung.


Ich bin psychisch total am Ende ...
Da tut sicher ein Erfolgerlebnis gut. Und das hast Du wohl nicht, wenn Du ohne Not an einer Maßnahme teilnimmst, die Du nicht machen möchtest. Im Gegenteil, vielleicht kommt Dir dann beim Blick in den Spiegel das K*****, weil Du Dich selbst zum willenlosen Spielball des Amtes degradiert hast.


Ich gehe davon aus, dass mich die Reha-Beraterin wieder telefonisch kontaktieren wird, um mich zu der Maßnahme, die sie für mich ausgesucht hat, zu überreden. Was soll ich dann sagen? Dass sie mir einen schriftlichen rechtsbehelfsfähigen Bescheid schicken soll?
Zu Telefonaten ist schon alles gesagt. Also schriftlich einen rechtsmittelfähigen Bescheid zum Antrag auf die von Dir gewünschte Maßnahme fordern (diese Maßnahme nochmals genau benennen).
 

Berlin50

Elo-User*in
Mitglied seit
3 August 2010
Beiträge
448
Bewertungen
149
@Sylvana: Es kommt immer darauf an, was Du schreibst und welche Argumente logisch sind. Wobei Deine SB anscheinend gar keine Ahnung von Gesetzen hat. Du hast nichts schriftliches von ihr, also kann sie auch nichts verlangen. Sie schiesst sich selbst ins Bein.

Schreibe einen Brief mit @ZynHH Anmerkung und gut ist.

Falls ein Anhörungsschreiben kommt, kannst Du sie daran erinnern, daß sie eine EGV abzuschließen hat. Darauf bezieht sich jede Maßnahme. Fertig. Zugleich dann auch mutig drohen, falls sie irgendeine gefakte Anmerkung machen sollte.

Angst ist ein schlechter Berater, da die SB diese voll anzielen. Einschüchterung ist deren Masche. Sei mutig und kämpfe. Das Recht ist auf Deiner Seite. Du hast nichts zu befürchten. Eine Sanktion ist durch fehlender EGV nicht möglich. LG
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin psychisch total am Ende, ich habe keine Kraft mehr, mich mit der Arbeitsagentur zu streiten. Wenn ich am Montag nicht hingehe, werde ich zu Hause sitzen und in diesem schrecklichen Saft aus Angst und Panik, Kopf-, Rücken- und Magenschmerzen vor mich hin schmoren, was mich dann wohl erwartet, ob vielleicht am Monatsletzten die Zahlung des ALG II eingestellt werden könnte, weil ich nicht hingegangen bin oder welche Schikane mich sonst erwartet. Meine ständigen Angstzustände machen mich fertig.
Ein MT hat Nicht einzuladen.
Du hast ja nicht mal irgendetwas schriftliches vom JC

Wenn es dir so mies geht warum gehst du dann nicht zu deinem Arzt und lässt dich AU schreiben ?
Entweder eine lange AU oder immer verlängern lassen.
 
Oben Unten