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kleine

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#1
Hallo, ich melde mich mal mit einem kurzen zwischenbericht zu meiner Gesamtsituation. Vielleicht fällt ja jemandem eine Antwort auf die allumfassende Frage nach dem Sinn ein. Vielleicht hat ja auch jemand Tipps für weiteres Vorgehen.

Ich habe einen Bewilligungsbescheid. Darin sind xy Euro bewilligt. Ich rechne nach was letztendlich inklusive Nachzahlungen tatsächlich ausgezahlt wurde und komme auf den Betrag xx Euro. Also zu wenig. Somit setze ich ein Schreiben auf und fordere als Antrag formuliert die Auszahlung der Rückstände als Barscheck. Soweit kein Problem. :icon_mued: Dann habe ich einen Termin beim SB, den ich leider alleine wahrnehmen musste. Ich setze mich dahin, lege Kontoauszüge vor wegen meinem Weitergewährungsantrag, und spreche SB dann auf den Sachverhalt an. SB meinte das müsse sie erst prüfen, ich würde dann nächste Woche Bescheid bekommen. Ich sage dass die Leistungen bewilligt aber nicht ausgezahlt sind und dass ich nicht ohne einen Scheck gehen werde. Anstatt den Sachverhalt zu prüfen diskutiert die mit mir rum und will sich nicht erpressen lassen und auch nicht vorschreiben lassen wann sie etwas zu tun hat. :biggrin: Das Ende vom Lied war dann dass sie ihr Hausrecht von der Polizei durchsetzen lies. Die Polizei interessierte das ganze überhaupt nicht und verwies mich auf den zivilrechtlichen Klageweg. War ja auch nicht anders zu erwarten.

Heute habe ich wieder ein Termin bei diesem SB. Leider wieder alleine. :icon_neutral:

Und heute habe ich auch einen Pflicht-Termin beim sogenannten Auswegberater zwecks Eingliederungsleistungen. Der wird auch nicht schlauer. :icon_knutsch:

Also, was würdet ihr tun?
 

alvis123

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#2
Hi Kleine

..mit Begleitung hingehen natürlich. Wirst doch wohl jemanden finden, der mitgeht.

MfG
 

kleine

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#3
Wirst doch wohl jemanden finden, der mitgeht.
Was soll das bringen? Was macht das für einen Unterschied?

Wirst doch wohl jemanden finden, der mitgeht.
Sieht schlecht aus. Ich habe hier niemanden. Und der einzige der in Frage kommen könnte fällt heute auch flach. Meine Familie ist ungeeignet. Mein Mann hat Hausverbot. Freunde gibts nicht. Man mag es kaum glauben, aber ich bin hier einfach alleine und ausgegrenzt. Das einzige was mir übrigbleiben würde wäre jemanden im Wartebereich zu fragen. :icon_kinn:
 

Rote Socke

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#4
Es würden sich mehr Leute für ne Begleitung finden, wenn Du nicht so ein Geheimnis um Deinen Wohnort/Kreis machen würdest.
 

kleine

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#5
Ich habe hier schonmal eine Anfrage gestartet mit meinem Wohnort. Leider ohne Erfolg. Im Kreis Schleswig-Flensburg finden sich halt nicht so viele aktive Mitglieder. Leider ist das Leben in ländlicher Region in Schleswig-Holstein so. Selbst in der Stadt, ausgenommen Kiel. Das kann sich jemand aus Bochum kaum vorstellen. :icon_smile:
 

kleine

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#7
Ich weiß. Aber ich kann ja schlecht mit einem G36 da reinspazieren als Meinungsverstärker. Mein SB ist einfach eiskalt, unmenschlich und will schlichtweg nicht.

Es stehen ja noch Gelder wegen zu unrecht einbehaltenen Leistungen aus. Mein Anwalt meinte auch ich solle genau so vorgehen wie ich es getan habe. Es es ist wirkungslos!
 
E

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Gast
#8
Ich weiß. Aber ich kann ja schlecht mit einem G36 da reinspazieren als Meinungsverstärker. Mein SB ist einfach eiskalt, unmenschlich und will schlichtweg nicht.

Es stehen ja noch Gelder wegen zu unrecht einbehaltenen Leistungen aus. Mein Anwalt meinte auch ich solle genau so vorgehen wie ich es getan habe. Es es ist wirkungslos!
dann gibt es noch den Gruppenleiter und den ARGE-Chef.
 

kleine

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#9
Es gibt dort nur eine Chefin, die Drahtzieherin der ganzen Schikanen gegen uns. Die will mir nicht eine einzige Sekunde zuhören und von allem nichts wissen. Es handelt sich auch um eine Optionskommune, nicht die ARGE bzw. Agentur für Arbeit.

Und nun? :cool:
 
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Gast
#10
Es gibt dort nur eine Chefin, die Drahtzieherin der ganzen Schikanen gegen uns. Die will mir nicht eine einzige Sekunde zuhören und von allem nichts wissen. Es handelt sich auch um eine Optionskommune, nicht die ARGE bzw. Agentur für Arbeit.

Und nun? :cool:
Landrat? Bezirksrat? Bürgermeister?

oder gerichtliche Anordnung beantragen, kann aber trotzdem alles dauern.
 

kleine

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#11
Alles schon durch. :cool: :icon_twisted: Man mag es echt kaum glauben. Ich habe einen richterlichen Beschuss in der Hand und einen Bewilligungsbescheid!
 

kleine

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#13
Offener Brief an Ministerpräsident Carstensen

Offener Brief an Ministerpräsident Carstensen

Sehr geehrter Herr Carstensen,

ich wende mich an Sie als Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.

Leider bin ich seit 2008 in der misslichen Situation von ALG II abhängig zu sein. Der Ärger mit dem zuständigen Sozialzentrum des Kreises Schleswig-Flensburg spitzt sich mehr und mehr zu. Seit Januar 2009 werden mein Ehemann und ich um Gelder betrogen die uns zustehen. Eine erste Ausbildung bzw. Umschulung zum Rettungsassistenten wird uns verwehrt. Es werden uns Steine in den Weg gelegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bekommen, die uns beide aus dem Leistungsbezug bringen würde. Zum Beispiel wurde mir kürzlich die Fahrkostenübernahme zu einem weit entfernten Vorstellungsgespräch verweigert.

Ich habe Fachhochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin. Leider sehe ich jedoch keine Chancen in meinem erlernten Beruf Fuß zu fassen und möchte mich neu orientieren.

Als selbständige habe ich bis zu 16 Stunden täglich gearbeitet. Ich habe im Frauenhaus gearbeitet über eine öffentlich geförderte Arbeitsstelle. Ich habe 12-Stunden-Schichten geschoben in einer Fabrik und Mobiltelefone verpackt über eine Zeitarbeitsfirma. Das Werk in Flensburg wurde geschlossen und somit war es dann auch meine bis heute letzte Arbeitsstelle. Mein Mann ist für Arbeit sogar bis nach Kanada gegangen.

Heute stehen wir dennoch vor dem Nichts.

Ich bekomme weder Beihilfe für eine Sehhilfe noch Unterstützung für eine Erstausstattung der Wohnung oder Unterstützung für einen Wohnortswechsel. Selbst eine neue Wohnung zu bekommen unter diesen Voraussetzungen erscheint utopisch.

Im Dezember 2009 zum Beispiel wurde uns weniger Geld ausgezahlt als im aktuellen Bewilligungsbescheid steht. Ich bin zur Klärung zu meiner Sachbearbeiterin gegangen. Anstatt mir wie ich es bereits schriftlich wünschte die Sache umgehend zu prüfen und einen Barscheck auszuhändigen wollte sie mich vertrösten und hat ihr Hausrecht durch die Polizei durchsetzen lassen, weil ich ihr Büro nicht ohne Geld das mir bereits bewilligt wurde und zusteht verlassen wollte.

Von Januar bis August 2009 wurden widerrechtlich Leistungen einbehalten. Trotz richterlichem Beschluss bekommen wir keine Nachzahlung.

Anstatt mich auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln wird seit einem halben Jahr unermüdlich versucht mich in einen 1-Euro-Job zu stecken. Jeder weiß dass dieses arbeitsmarktpolitische Instrument reguläre Arbeitsplätze verdrängt und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt dadurch nicht verbessert werden. Ich werde dieses darum auch nicht durch Teilnahme unterstützen. Dass es nicht für jeden Menschen in unserem Land bezahlte Arbeit gibt ist ebenfalls bekannt.

Ich fordere Unterstützung dabei auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu bekommen, wie es das SGB vorsieht.

Weder die Leiterin des Sozialzentrums noch das Landratsamt interessiert unsere Situation.

Ich weiß ehrlich gesagt bald nicht mehr wie ich gegen diese Art der Willkür und Schikanen ankommen soll. Aber ich weiß dafür dass dieses kein Einzelfall ist.

Es wäre schön wenn gegen diese Zustände in unserem Land etwas unternommen wird. Ebenfalls würde es mich freuen wenn gegen offensichtliche öffentliche Hetzkampagnen gegen sogenannte "Hartz IV Empfänger" vorgegangen wird.

Herr Carstensen, haben Sie eine Arbeitsstelle für mich? Ich möchte endlich mal wieder unter menschenwürdigen Bedingungen leben können.

Ich wünsche ihnen, ihrer Familie und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest.

Hochachtungsvoll
 
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#14
Ich habe einen richterlichen Beschuss in der Hand und einen Bewilligungsbescheid!

Von Januar bis August 2009 wurden widerrechtlich Leistungen einbehalten. Trotz richterlichem Beschluss bekommen wir keine Nachzahlung.
wenn Du einen richterlichen Beschluss in der Hand hast, kannst doch meines Wissens nach einen Antrag beim Sozialgericht stellen, damit beim Jobcenter/ARGE eine Zwangsvollstreckung durchgeführt wird. :icon_smile:

Bei hartnäckiger Zahlungsverweigerung können Hartz IV Berechtigte notfalls auch ein Konto des JobCenters pfänden lassen: Trotz eindeutigem Gerichtsbeschluss im Eilverfahren weigerte sich das Berliner JobCenter Pankow die durch das Sozialgericht Berlin festgesetzten Beträge an einen Berliner Hartz IV Berechtigten auszuzahlen.

openPR.de - Pressemitteilung - EIDINGER - MEIN GUTES RECHT. - Zwangsvollstreckung gegen JobCenter: Gericht ermöglicht Hartz IV Berechtigtem Pfändung des Behördenkontos
http://www.elo-forum.org/alg-ii/46517-arge-zwangsvollstreckung.html

http://www.elo-forum.org/alg-ii/33350-zwangsvollstreckung-gegen-arge.html#post345005

ich drücke Dir sämtliche Daumen dafür :icon_daumen:
 
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