Was wird uns passieren im Falle einer Kündigung?

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Stubenpilot

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Hallo liebe Forenteilnehmer.
Unsere Situation ist wirklich kompliziert. Es kann sein, dass meine Fragen etwas "dumm" daher kommen. Sorry vorab dafür.
Wer sind wir?
Ich bin Jörg (56) und meine Frau Christa (57)
Wir sind 1991 aus dem Ostteil von DE rüber in den Westteil weil wir nicht in das Störfeuer der Betriebsvernichtungen geraten wollten, bzw. wir wollten nicht "Untertane" der NEU-Kapitalisten im Osten werden. Es lief wirklich gut und wir fanden Jobs..... durchweg ohne Arbeitsverlust arbeiten wir nun seit 1991 in unterschiedlichen Unternehmen und sind sogar drei Mal wegen Jobs umgezogen. Nun in den letzten Jahren wo man hofft unbeschadet die Rente zu erreichen wird es uns "treffen". (vor 8 Jahren) In einem etwas größerem Unternehmen suchte man ein "Hausmeister-Ehepaar"....wir bekamen den Job und in der Stellenbeschreibung wurde ausdrücklich der Begriff "Lebensstellung" benannt. Das ist nun 8 Jahre her.

Jetzt überlegt das Unternehmen "sparen" zu müssen und wollen diverese Maßnahmen ergreifen. Und logisch...beim Reinigungspersonal wird angefangen (Fremdvergabe geplant) und den Hausmeister will man mit jetzt 56 auch gleich "entsorgen". Bislang wurde aber keinerlei Kündigung ausgesprochen bzw. das Thema uns gegenüber angeschnitten. Als Hausmeister hat man aber quasi "überall" Augen & Ohren und so weiss ich sehr genau Bescheid was "kommen wird".
Uns ist überhaupt nicht bewußt, was dann mit uns passieren wird. Wir wissen rein NIX. Und unsere Situation ist wirklich sehr "speziell".

Wir mussten als Bedingung eine Wohnung auf dem Betriebsgelände beziehen. Was ja auch nicht unbedingt von Nachteil ist. Jetzt aber wird es problematisch. Kommt die Kündigung für uns "betriebsbedingt" dann stehen wir da. Habe mich kundig gemacht und wir haben nur 3 Monate Kündigungsfrist. Dann müssen wir auch aus der Wohnung raus sein. Was nun? Wir wohnen im Westerwald und unsere "Ziel" war es gewesen, mit Beginn der Rente nach Greifswals "zurück-zu-ziehen". Wenn alt und Rente, dann in der Heimat. Dann würde weit über 30 Jahre in der "Fremde" erfolgreich bendet sein. Man bedenke:

Seit 1991 keinerlei soziale Kontakte mehr, keine Freunde, keine Verwante, keine Nachbarn (wir haben fast immer in Dienstwohnungen gewohnt), Arbeiter oder Angestellte treten einem mit Argwohn und Hass gegenüber wenn die merken, dass man "Ossi" ist. Und so leben wir zu Zeit seit 1991 fern der Heimat und lassen und beschmimpfen / lassen uns belügen und lassen uns quasi Alles gefallen, nur um nicht Arbeitslos zu werden. Der Dank folgt nun auf dem Fuße.
Wir haben zwei Hunde und keine Kinder...und nun?

Kommt die Kündigung....wer nimmt noch ein Ehepaar mit 56 / 57 ? Kein Mensch. Ich habe vorab jetzt Bewerbungen versucht.... (25 Jahre Berufserfahrung als Hausmeister)....da kommt nicht mal eine Antwort zurück. Also wenn Kündigung kommt, stehen wir da und müssen eine Wohung haben. Und unsere "letzter" Umzug sollte und wird in die "Heimat" sein, denn wenn schon ohne Job, dann wenigstens in der Heimat. Aber mit zwei Hunde welche an die 10 Jahre unsere Familie bilden....mit Hunde bekommt man sicher NULL Wohnraum. Und ohne Arbeit....da wird man sicher kaum eine Wohnung bekommen?

Wie sieht solche Situation aus, oder wie "könnte" das aussehen? Ich schreibe ein Brief nach Greifswald (also unser Zielort) wo wir weder Arbeit noch Wohnung haben. An welchem Amt schreibt man da? Den Umzug "könnten" wir noch finanzieren von dem wenigen Gesparten...aber dann ist das Konto leer. Ich verstehe den "Schritt" nicht der kommen wird. (?) ..... ich kann mich doch nicht vom Westerwald aus ins 600 Km entfernten Greifswals als arbeitslos melden? Und zeitgleich eine Wohnung beantragen? Wir haben rein NIX und privat eine Wohnung suchen...würde gehen...aber der Vermieter wird wissen wollen "wer" die Miete bezahlt. Sicherlich "Wir" denn wir bekommen ja mit 56 / 57 ja mindestens 1,5 Jahre Arbeitslosengeld. oder? Wieviel wissen wir auch nicht. Ich habe derzeit 1420 Euro auf die Hand und meine Frau 880 Euro auf die Hand. Ich vermute mal...dass man damit immer noch Miete zahlen kann wenn das Arbeitslosengeld dann kommt.

Aber ein Vermieter will 3 Monatsraten vorab haben...was nach den Umzugskosten von fast 1600 Euro schon gar nicht mehr bezahlbar sein wird. Und kein Vermieter gibt einen eine Wohnung ohne zu wissen ob man ein Einkommen hat. oder liege ich da falsch? Unsere Hunde müssten wir abgeben oder einschläfern lassen (ich mag gar nicht daran denken bzw. würde für uns ein Unding sein!)........ Was dann?

Was "blüht" uns dann von der Arbeitsargentur?
Wird man mit 56 / 57 vermittelt? Wird man überhaupt vermittelt und an der Ostseeküste gibt es genug Arbeitslose und dann kommen wir noch! Hier im Westerwald zu verbleiben würde überhaupt nicht gehen. Es reichen fast 30 Jahre Anfeindungen und keinerlei soziale Kontakte.... also wie sind Eure Erfahrungen? Hat man dann etwas "Ruhe" vor der Arbeitsargentur in diesem Alter oder wird man noch wild umgeschult? Kann mir nicht vorstellen, dass Unternehmen auf "Uns" noch scharf sind. Würde aber heißen: Falls da kaum Vermittlungserfolge kommen, dass wir die 1,5 oder zwei Jahre (?) noch das Arbeitslosengeld bekommen und dann ins H4 rutschen? ich mag gar nicht daran denken!

(zum Glück) sind wir körperlich so gesund. nervlich komplett am Ende,dass an Rente, Frührente ohne erkennbare Behinderungen (ich habe Zucker Typ 2) kaum zu denken ist. Wir haben nur gearbeitet und waren sogut wie nie beim Doktor, haben quasi eine Krankenakte welche auf einem Bierteckel passt. Ich kann mir die Zukunft in Falle einer Kündigung absolut nicht vorstellen.

Das die Unternehmer keinerlei Skrupel haben ist uns längst bewußt aber die müssen doch verstehen können, dass es für UNS das "AUS" bedeutet und wir quasi auf der Strasse liegen mit zwei Hunde. Keinerlei verhaltensbedingte Gründe, NIX wir machen unseren Job tadellos. Jeden...so blöde das klingen mag "könnte" man kündigen und Jeder würde entsetzt sein zu Recht, aber er ist immerhin noch in eine Wohnung und geht dann zum AMT und schaut was dann kommt. Wir hingegen haben dann weder Wohnung noch Arbeit und noch mal:
"Wir werden nicht im Westerwald verbleiben" wir wollen...wenn schon ...denn schon...zurück in die Heimat!"
Später m H4 Gefüge wird man sich solch Umzug nicht mehr leisten können. (vermute ich mal)

Soziale Rechtfertigung der Kündigung...hmm? die werden gute Anwälte haben, ich habe auch eine Rechtsschutz Versicherung...von da-her....abgesichert....aber was nutzt das Ganze, wenn man trotzdem gehen muss. Ich würde trotzdem fragen hier:
Wird man noch vermittelt im Alter von 56 / 57 oder sieht das Arbeitsamt das locker?
Wie kommt man ohne Wohnung ohne Job in der Hand an eine Wohnung in der Heimat?
Funktioniert das überhaupt, dass man im Westerwald arbeitslos wird und sich 600 km entfernt arbeitslos melden will?

Fragen über Fragen und wir haben keinen Menschen welchen wir soetwas fragen können.
Könnt Ihr uns mal einige Hinweise geben bitte.
Freundliche Grüße vom Jörg
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
:welcome:

Wird man noch vermittelt im Alter von 56 / 57 oder sieht das Arbeitsamt das locker?

Ausschliessen kann man das nicht aber hier findet ihr Nährboden und bekommt Tips und Hinweise, wie man sich als Erwerbsloser gegen Willkür und ggfs. Schikanen wehrt

Wie kommt man ohne Wohnung ohne Job in der Hand an eine Wohnung in der Heimat?

Generell würde ich jetzt erstmal die Pferde nicht scheu machen!
Falls es wirklich sein sollte, das ihr die Kündigung erhaltet , ist es ja so, das keine Nachfolge-Hausmeister geplant ist, somit wird es sicher möglich sein die Wohnung länger zu halten, wenn noch nix neues am Start ist - ggfs. mit Unterstützung eines Rechtsanwalt.

Funktioniert das überhaupt, dass man im Westerwald arbeitslos wird und sich 600 km entfernt arbeitslos melden will?

Man meldet sich natürlich am Ort arbeitslos und sucht die Wohnung, die natürlich auch 600 km entfernt sein darf. Wenn ihr aber auch gleichzeitig dort einen Job sucht und ggfs. einen bekommt, besteht sogar die Möglichkeit das der Umzug von der Arbeitsagentur bezahlt wird.

Soziale Rechtfertigung der Kündigung...hmm?
Nunja - es würde warscheinlich auf Abfinungen hinauslaufen, die ersteinmal eine gewisse monetäre Sicherheit bergen, allerdings ist der Finanzminister (Steuern) daran beteiligt.

Ich kann nachvollziehen das euch die Situation, die aber denoch nicht eingetreten ist, sehr belastet aber es besteht die Möglichkeit das es anders kommt als man denkt!
 

Stubenpilot

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Hallo "alteSchachtel" danke für deine Antwort. Gibt mir wirklich Kraft!
der Hinweis ist gut mit dem "bezahlten" Umzug in die Heimat. Logisch geht uns der Hinteren auf Grundeis. Ich wollte hier auch mal die Meinungen erfahren...."wie" sich die Ämter verhalten gegenüber quasi "neuen, unerfahrenden Arbeitslosen" denn ich bin mir sehr sicher, dass dort leute sitzen welche "sofort" sehen dass man im Umgang mit Behörden keinerlei Ahnung hat. deshalb bin ich auch froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Kommt es dann soweit, dann sind wertvolle Hinweise sehr sehr wichtig wie man sich gegenüber dem Ämteren zu verhalten hat.
So soll mein ENDE nicht aussehen, aber sielen die dann wirklich "wilde Sau" mit den leuten und schicken einen 56 jährigen oder meine Frau mit 57 dann noch zur Umschulung? Die Presse trällert das die Leute bis 67 arbeiten sollten und mit 58 fällt man schon aus dem Rechenwerk raus? Ich finde das abscheulich!
 

Onkel Tom

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Willkommen im elo-forum ;)

Ich würde auch erstmal abwarten, ob vom AG eine Kündigung eures Arbeitsverhält-
nisses und damit gleichzeitig die Kündigung eurer Hausmeister-Wohnung folgt.
Zur Vorbereitung solcher Gefahren würde ich zunächst den Arbeits- und Mietvertrag
von der Gewerkschaft und Mieterbund checken lassen..
Daher ein Umzug teuer kommt, lohnt es sich darauf zu achten euch eine Abfindung
nicht entgehen zu lassen..

Weiter würde ich mich nebenbei danach umschauen, wie der Arbeitsmarkt in eurer Heimat
ausschaut und wenn die Kündigung wirklich ins Haus flattert sich bei Stellenangeboten
in der Heimat bewerben, die euren Berufserfahrungen entsprechen.

Als Erwerbslose Umzug zu organisieren ist wirklich Quälkram.. Ihr habt ja im Falle des
Jobverlust Anspruch auf ALG-1-Leistungen und die Agentur für Arbeit wird wohl auch
darauf pochen, alles zu machen, um den Job zu behalten oder eine Abfindung
durch zu setzen..

Erfolgt eine Kündigung, sofort sich beim Arbeitamt als Arbeitsuchender melden !!, auch
wenn die Kündigung erst später ungesetzt wird.. Solange euch die Kündigung "nicht bekannt"
ist, ist noch "alles gut", was Bürokratie angeht.. Meldet man sich nach Eingang einer
Kündigung nicht rechtzeitig als Arbeitsuchend, kann die Agentur für Arbeit eine Sperre
des ALG 1 für bis zu 3 Monaten verhängen. (Fallen viele darauf rein, die keine Erfahrungen
mit der Agentur für Arbeit (AfA) haben..)

Daumendrück, das keine Kündigung erfolgt oder alles im sozialverträglichem Rahmen
inklusive Umzug in die Heimat gewuppt werden kann..
 

Agent

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Meldet man sich nach Eingang einer
Kündigung nicht rechtzeitig als Arbeitsuchend, kann die Agentur für Arbeit eine Sperre
des ALG 1 für bis zu 3 Monaten verhängen. (Fallen viele darauf rein, die keine Erfahrungen
mit der Agentur für Arbeit (AfA) haben..)

7 Tage... die Sperrzeit bei verspäteter Meldung beträgt 7 Tage!
Eine Sperrzeit von 12 Wochen kommt in Betracht bei eigener oder fristloser Kündigung.

Eine Umschulung dürfte kaum noch Thema werden. In Ruhe lassen wird man euch im Fall der Fälle aber trotzdem nicht. Bewerbungsaktivitäten (das Bemühen um einen neuen Arbeitsplatz) werden das Mindeste sein, was gefordert wird.

Grundsätzlich würde ich euch auch empfehlen, euch jetzt einfach schon mal nach einer Anstellung in der Heimat umzusehen. Zwischen den Zeilen meine ich zu lesen, dass ihr im Westerwald nicht glücklich seid. Habt ihr noch Kontakte? Dann könnten eure Bekannten ja mal ihre Augen und Ohren offen halten...

Für eine bei einem Umzug erforderliche Kaution: informiert euch doch mal über ein Mietaval. Kostet zwar auch Geld, jedoch muss man eben keine so hohe Summe auf einmal aufbringen.

Viele Grüße
Agent
 

Onkel Tom

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@Stubenpilot.

Schön, wieder ein Lebenszeichen von Euch hier zu bekommen.
Was hat sich denn bei Euch so getan ? Alles noch beim alten oder schon die Hürden
Eures Problem angehen müssen ?

M.s.G. Tom ;)
 

Stubenpilot

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Hallo @Onkel Tom
Ja der Fall beginnt exakte Formen anzunehmen. Jetzt hat man sich entschlossen die Reinigung in externe Hände zu vergeben weil das Personalkosten ersparen "würde". Alle fünf Reinigungskräfte wurden gekündigt inclusive meine Frau. Sie ist ab dem 1.7. ohne Arbeit. Dem Hausmeister (also mir) die Frau zu entlassen wo doch nur knapp 30% maximum auf "Reinigung" ausgelegt ist und der Rest ist das Sie meine "rechte Hand" ist...will keiner wissen. Ich habe die Firmenchefs gewarnt vor diese externen Vergabe, meine Erafhrungen in 25 Jahre Hausmeister angeboten, diese Verträge vorab erst mal zu prüfen....Ergebnis war: "Sie wollen es nicht wissen" ....er zahlt nur der Fakt : "fünf Arbeitskräfte entlassen"
Mein Job ist "noch sicher" ,,,,die gestrige Aussage mir gegenüber war: "Sie als Hausmeister stehen außerhalb dieser Maßnahmen, auf dem Firmengelände wohnen Sie und zwei der Unternehmer und wir brauchen Sicherheit". Das klingt super....ist aber auch schon die Vorstufe zu: "Wir vergeben exteren"...ich muss nun sehr den "Ball flach halten" um nicht auch noch unter die Räder zu kommen.
Clever ist ja die Firma wo wir arbeiten..... man sollten nicht denken dass die doof sind....denn Sie offenbarten, dass man meiner Frau die "Möglichkeit verschafft hat als Einzige in der neuen Firma anzufangen mit Standort Garantie"..... klingt auch zuerst toll und auf den zweiten Blick dann spüre ich die Falle....das die schon wissen die Unternehmer, das eine exteren Firma niemals an den "Stand & die Qualität" von JETZT ran-kommen-werden. Bislang werden z.B. Büros drei mal die Woche geputzt und die der Chafs täglich.... mit der neuen Firma ALLES nur noch "ein-Mal-die Woche". Das wird ein gravierender Unterschied.

Steigt meine Frau also da ein in die neue exteren Putzfirma...werden die meine Frau sicher zum "Objektleiter" machen...sprich...wie es so üblich ist...wird ein Mitarbeiter solcher Firmen dazu veronnert Kontrollen zu machen / Bücher zu führen und Beschwerden entgegen zu nehmen. Wenn das wie geplant meine Frau sein wird....dann "prasseln" sämtliche Beschwerden welche entstehen werden nach so einem rabiaten Wechsel...alle beschwerden fangt meine Frau...allle nachbesserungen die dann verlangt werden...muss meine Frau machen. Was kommt dabei raus?
Sämtliche Unzufriedenheit prallt nicht an die Firmenchefs ab...welche das eingefädelt haben...sonderen an die "EX-Hausmeisterfrau"....die ist dann die SCHULDIGE. Versucht meine Frau auch nur ein einzigen Tag, diesen Job zu machen, nimmt den Job in der exteren Firma an....dann ist Sie in einem "Arbeitsverhältnis" und wird das nach drei Tagen zu bunt und Sie kapiert was da passiert...und will "RAUS" aus diesem Hamsterrad...dann will Sie "von alleine Kündigen" was sicher sofort eine drei Monats-Sperre des ALG1 zur Folge hat...also selbst der TEST kann zu einer Falle und zur Sperre führen Obendrein müsste Sie am alten Arbeitsplatz nun statt 30 % Reinigung...dann 100% Reinigung machen...für weitaus weniger geld...derzeit hat sie 9,94€.....die exteren Firma wird diesen eh-schon-mikrigen Stundenlohn sicher nicht zahlen wollen, Urlaubsgeld / Weihnachtsgeld..alles flöten. Und "gemeinsamer -geplanter Urlaub" als Hausmeister-Ehepaar fällt dann auch flach.

Würde ich nun mit Rechtsanwalt gegen diese Kündigung angehen zwecks sozialer Rechtfertigung...würde ich mir ja selber ein Grab schaufeln denn wir gehen dann ja "meinen" Arbeitgeber mit Rechtsmittel an, was der sicher überhaupt nicht lustig finden wird.
Deshalb schreibe ich nun Bewerbungen deutschlandweit um irgendwo noch ein Job zu bekommen der gut bezahlt ist und wir HIER die Segel streichen können. Aber mit 56 als Mann hat man keine so guten Karten mehr. Man besitzt "genau-DIE" Berufserfahrung welche jüngere nie haben können...aber die eventuellen Arbeitgeber rechnen und wissen dass in spätestens 9 bis 10 Jahren der Renteneintritt kommt.
neet Grüße vom Jörg
 

Nena

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dann 100% Reinigung machen...für weitaus weniger geld...derzeit hat sie 9,94€.....die exteren Firma wird diesen eh-schon-mikrigen Stundenlohn sicher nicht zahlen wollen
Putzfrauentarif ist 10,50, allgemeinverbindlich

Sie wird nicht Objektleiterin, sondern (möglicherweise) Vorarbeiterin. Die ist für Kontrollen zuständig (und kriegt dafür Extra-Zeit), aber nicht für Nacharbeiten. Sie ist nicht Ansprechpartnerin für die Kundinnen und Kunden, das ist die Objektleitung.

Höchstwahrscheinlich wird ihr ein Arbeitsvertrag mit nur wenigen Stunden angeboten. Denn wenn sie jetzt schon nur 30% (des Tages?) putzt und ab 01.07. weniger geputzt wird, hat sie ja nur noch zwei oder drei Stunden täglich?

Gebäudereinigungsfirmen zahlen nur selten Gehalt, normalerweise wird nach gearbeiteten Stunden abgerechnet. Euer gemeinsamer Urlaub hat damit nichts zu tun.
 

Onkel Tom

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Moin Jörg.

Klingt alles nicht so gut und vom Gesammtkontext her klingt das nach Personalkostenrationallisierung
der amerikanischen Art. Hier ein kleines Stück Verschlechterungen und kaum hat sich der Arbeitnehmer
damit abgefunden, kommt die nächste Verschlechterung..

Ein Kumpel von mir war langjährig bei einem Umzugsunternehmen beschäftigt, wo der "Treppenwalzer"
angemessen seine Brödchien verdiente. Der Arbeitstag brachte zwichen 20 und bis zu 50 Euronen pro
Stunde für die Lohntüte ein. Die "Umzugstruppen" hielten zusammen wie Seebären auf einem Schiff.
Die Aufträge wurden qualitativ nach deutscher Gründlichkeit bewältigt und das Arbeitsklima war so, das
man sich nicht morgens mit einem langen Gesicht zur Arbeit schleppen musste.

Irgendwann kaufte sich ein US-Investor in diese Firma ein und er fing auch damit an "Der Laden wirft
nicht genug Profit ab." Anhand der gültigen Arbeitsverträge die schon in den 80zigern abgeschlossen
wurden, konnte der Investor nicht von heute auf morgen rationallisieren. Dies hätte eine Klagewelle
beim Arbeitsgericht ausgelöst, wo die ganzen Firmenrücklagen für Abfindungen drauf gegangen wären.

So ging der Investor anders vor.. Störte durch Ausspielereien den Betriebsfrieden, sanktionierte jede
kleinste Verfehlung und rechnete seine Provisionen schön.. Das Arbeitsklima ging dadurch nach
und nach immer mehr kaputt und nach gut 2 Jahren waren Arbeitsverträge durch Änderungsverträge
derart unschmackhaft, das ein "Knut, der schon fast ein Smart unter dem Arm klemmen konnte"
nicht mehr bereit, sein Muskelkater nur für sein Boss zu erdulden..

Entweder daben sich Möbler wegbeworben oder verblieben als Rest, die bis zum 400 Eur-Job-Vertrag
gedrängt wurden.. Ich hatte dort zu guten Zeiten auch hin und wieder zu tun und habe während der
"einschleichenden Rationallisierung" beraten, was man tun kann.
Doch die Auswirkungen waren derart mieserabel geworden, das der Zusammenhalt der Umzugstruppe
nicht mehr funzte.. Ich konnte es als "externer Unterstützer" wenigstens hinbekommen, das die
Urgesteine des Unternehmens Nägel mit Köpfen machten, in dem sie wild streikten und später
alle abhauten und bei der Konkurrenz ein neuen Job zum angemessenen Lohn bekamen.

Bei Möblern kommt sowas wie Profitmaximierung auf ihrer Knochen nicht an und heute straft die Gier
des Inwestor die Firma selbst, da sie nur ganz schwer neue Möbler bekommt und der Anteil von
Krankenständen ist auch massiv in die Höhe gegangen.. Profit und Expansion schlug ins Gegenteil
um und so konnte Investor nicht mehr mal ebend zum WE nach Brasilien fliegen und sich mal
ordendlich "ausfuggn".. Dieses Verhalten brachte die Möbler ganz schön auf die Palme.

Heute will da keiner mehr arbeiten aber nun zurück zu Euch..

Bei deiner Frau sind ja leider schon erste Rationallisierungsschritte erkennbar..

Bitte auf keinen Fall selber kündigen und falls Arbeitgeber mit Änderungsverträgen kommt, niemals
sofort darauf eingehen oder unterzeichnen, sondern vom Fachanwalt für Arbeitsrecht chekken
lassen und Wege bestreiten, um am alten Arbeitsvertrag fest zu halten..
Dieser Papierkrieg natürlich lückenlos archivieren. Falls doch mal arbeitslosigkeit eintreten sollte,
kann man zumindest der Agentur für Arbeit glaubhaft machen, das mann bis zum bitteren Ende
um sein Arbeitsverhältnis gekämpft hat..

Ich vermute, das man deine Frau runter drücken will, bis zur Teilzeitkraft a la 450 Eur-Job.
Dies gilt mit aller Kunst zu vermeiden.

Und noch was.. Wenn von Euch jemand erkrankt und durch Arbeitunfähigkeitsbescheinigung eine
Pause machen muss, dann quält Euch nicht !..

Das A-Amt kommt gern mit subtiler Unterstellungen doch meistens kommen sie damit vor Gericht
nicht durch. Das A-Amt will nur Knete staren und dazu schieben sie gern den Anspruchsberechtigten
den schwarzen Peter in die Hand.

Und schon daran geforscht, wie der Rückzug, äh Rückumzug in die Heimat gewuppt werden könnte
oder seid ihr davon abgekommen ?

M.s.G. Tom
 

Stubenpilot

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Hallo Tom
Sorry habe heute erst den Beitrag von Dir gesehen. Danke für die herzlichen und wissenswerten Zeilen!
Dein Beispiel mit dem Möbelpackeren war krass aber zeichnet genau DAS wieder was hier insgsamt im Land los geht. Ganz nebenbei bewerbe ich mich massenhaft (auch mit 56) um hier aus dieser Situation "raus-zu-kommen" und ich sehe mir die Stelleangebote an in den anderen Städten Bundesweit und muss feststellen:
"Arbeit gibt es genug...wenn da gemeldet wird das hunderte Tausende Stellen nicht besetzt sind" dann ist das nicht gelogen! Fakt ist aber....die Stellen welche da ausgeschrieben sind....das sind Arbeitsplätze wo der Unternehmer nicht bereit ist anständiges Geld zu zahlen. Sie wollen Fachkräfte und zahlen Hilfsarbeiterlohn mit utopischen Probezeiten.
Egal......
Ja unsere Situation verschlechtert sich ständig.
Mein Job als Firmenhausmeister ist "fest" aber was heißt "fest"? Das heißt gar NIX wenn die Firma meint das Sie nicht mehr genug Gewinn macht...dann gibt es wie bei meiner Frau eine "ordendliche Kündigung" ohne Grundangabe ----"und-raus-bist-Du" Das perverse dabei ist aber Folgendes:

Bei der Kündigung habe ich dabei gesessen und alles gehört was meiner Frau gesagt wurde und Ihr wurde zugesichert, dass sich für IHR nix ändert. (!!!)...Sie wird als Einzigste von der Fremdfirma übernommen und diese Zusicherung haben die anderen vier Putzfrauen nicht erhalten. (sollte ich Jubeln?)
Nur ebend dass meine Frau als "Hausmeisterfrau" mit mir arbeitet und nicht die ganzen 6 Stunden putzen tut..... die neue Fremdfirma ist aber eine reine Putzkolonne ...und die zahlen kein festes Gehlat, kein Weihnachtsgeld ...kein Urlaubsgeld...NIX...... Sollte es also dazu kommen, dass meine Frau "da-hin-geht".... sollte man sich vorab die Vorstellungen seitens der Fremdfirma wohl sehr genau anhören. Denn mit dann 58 in eine reine Putzkolonne will sicher sich keine Frau der Welt antun. Zumal es körperlich mit 6 Stunden gar nicht mehr geht...ich von 05:30 Uhr bis gut 20:30 Uhr erreichbar bin und rein & raus aus der Wohnung und Telefone bimmeln ständig und die Frau sicher in der Nacht im Job....wie bitte soll das funktionieren?

Schlimmer noch..... bei der Kündigung wurde mir gesagt: "Sie sind nicht betroffen" (also zu mir) "obwohl es auch exteren Hausmeisterdienste auf dem Markt gibt! " und als ich den obersten Firmenchef traf sagte ich:
"Herr XYZ....... meine Frau ist nun doch gekündigt worden...obwohl Sie das verhinderen wollten!" Die Stimmung sank auf den Gefrierpunkt...Ihm entgleiste das Gesicht völlig und sagte Wort wörtlich folgendes:
"Hören Sie sofort auf zu verbreiten dass Ihre Frau entlassen wurde, Ja aus der Firma aber wir haben dafür gesorgt dass Ihre Frau nahtlos weiter beschäftig wird, und Herr....(ich bin gemeinr jetzt).... ich sage es Ihnen ungeren aber wenn die Firma so weiter keine schwarzen Zahlen schreibt sind Sie in 5 Monate auch fällig!".........

Nebenbei gesagt arbeitet die Firma in 3 Schichten und kann gar nicht soviel herstellen wie gefragt wird an Abnahme... Leiharbeiter massenhaft ....aber kein Gewinn und EINE Hausmeisterfrau könnte den Firmenuntergang stoppen indem Sie sich verpissen muss? Komisch. Es wird rechtliche Gründe haben....denn ein Wechsel des Reinigungsdienstes muss von Unternehmerrat schriftlich beschlossen werden....also den Wechsel zu einer exteren Firma...und somit ist der Weg frei zur "ordendlichen Kündigung" ohne Grundangabe und ohne Abfindung..........

So und nun rate mal...wenn ich mit Kündigungsschutzklage komme mit RA usw. dann haue ich mir selber die Beine weg, denn dann greife ich ja das Konzept der Unternehmer an...und dann werden die stinke sauer und ehe ich mich versehe....habe ich auch die Kündigung. Deshalb lasse ich die Finger davon.

Fest steht....da fehlt jeder Funke von Anstand!
Wir wohnen auf dem Betriebsgelände zu Zweit. Müssen 24 Stunden bereit sein am Telefon bekommen aber keine Rufbereitschaft bezahlt, Arbeitszeit ist überhaupt nicht bei mir festgelegt. Ich "habe da-zu-sein" Fertig..... Samstags / Sonntags...egal wann Telefon bimmelt..."Wo sind Sie?"...sage ich ich bin in Köln...kommt die Antwort "Warum?" und wann sind Sie wieder da?----(Sonntags!).... Nun ja ich komme damit klar...dafür habe ich auch meine "Freiräume" die Andere nicht haben...das ist nicht das Problem. Aber wir verzichten seit Jahrzehnten und in dieser Firma seit 8 Jahren auf unser Leben. Wir haben keine sozialen Kontakte / keine Freunde / keine Bekannte und Kollegen haben schiss vor uns (weil ich zu dicht am Boss dranne bin)...also reden wir "zu Zweit" seit Jahren nun miteiander und die Welt ausserhalb des Firmentores existiert quasi überhaupt nicht.
Dieser Einsatz ist extrem hoch...ich würde sagen zu hoch!

Der Sprung in die Heimat zurück ist unser Ziel aber erst als Rentner..... ich will da in meine Heimatstadt nicht mehr arbeiten und als irgendein "Helfer" schon mal gar nicht.... soweit der Plan. Die Realität sieht anderes aus...ich bewerbe mich nun sehr viel in allen möglichen Städten in Deutschland...... ich kann was mit 25 Jahren Berufserfahrung als Hausmeister...aber ich bin zu alt. Kommt aber ein Angebot rein....dann fahre ich da hin und schaue es mir an. Problematischer aber ist, dass wir zwei herzensgute Hunde haben. Beide aus dem Tierheim gerettet und die sind uns unglaublich dankbar...haben hier wo wir jetzt wohnen einen Auslauf der extrem ist, können bellen und machen was Sie wollen... so war das auch gewollt....... muss man umziehen...werden die Hunde ein Problem und diese werde ich niemals abgeben oder Ähnliches...das ist unsere Kinderersatz. Das sind die Einzigsten die sich freuen wenn wir nach Hause kommen, die einzigsten die sich mit uns unterhalten....(wenn man es so sehen könnte)...... da liegt das Problem.

Ich kann also komplett "abtauchen" mich nicht wehren gegen die Kündigung meiner Frau..... dann ecke ich nicht an und behalte den Job (hoffe ich)..... meine Frau muss sich das anhören was die da "anbieten" in der neuen Firma und wenn das nicht geht...schicke ich Sie dauerhaft als Krank zum Doktor denn nervlich und körperlich ist die Frau nach 41 Arbeitsjahren in der Reinigung komplett am Ende. Da geht nix emhr...und schon gar nicht irgendwelche "neue Abenteuer"....Hier wo wir zusammen wohnen und leben hätten wir es bis zur Rente ausgehalten.

Nur weil aber Unternehmer Zahlenspiele machen...zerstören die ganz nebenbei unser Leben. Ich fasse es so langsam nicht mehr.
nette Grüße vom Jörg
 

Onkel Tom

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...
Nur weil aber Unternehmer Zahlenspiele machen...zerstören die ganz nebenbei unser Leben. Ich fasse es so langsam nicht mehr.
nette Grüße vom Jörg

Ja, ganz schön verzwickt das ganze.. Langjährige Arbeitsverhältnisse und dann komm so ein
undankbaren Sch...

Ich hoffe, das es irgendwie bis zur Rente noch zu wuppen ist.
 
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