Was wird beim Fallmanagement gemacht? (1 Betrachter)

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Tinatina

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Hallo!
Ich hatte mit meiner SB besprochen mich bis Anfang Feb. zu bemühen einen Minijob zu bekommen (Minijob deshalb, weil ich 6 Monate wegen psych. Problemene krankgeschrieben war). Leider hat das nicht geklappt, obwohl ich mich bei einem schönen Buchladen beworben hatte und wirklich gehofft habe.
Sonst gibt es irgendwie zur Zeit sehr, sehr wenige Minijobs...
Nun ja, jetzt soll ich wegen psychischen Probleme dem Fallmanagment und einem Verein namens "LEbensräume" übergeben werden.
Was wird gemacht bei einem Fallmanagement?
Danke für Aufklärung und viele Grüße!
Tina
 

Borgi

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Es ist vor allem wichtig, dass du vor Ort nichts, aber auch garnichts unterschreibst!
Die möchten immer gerne Unterschriften unter "Erklärungen" (Schweigepflichtentbindung) haben. Selbst eine EGV sollte erst genauestens geprüft werden. Du hast übrigens auch das Recht einen Beistand zu "Lebensräume" mitzunehmen. Geh da keinesfalls alleine hin. Die üben immer gerne druck auf Schwächere aus.
 

Tinatina

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danke, da werde ich mal zusehen, daß mich jemand begleitet. eine enthebung von der schweigepflicht kommt für mich erstmal garnicht in frage, da hätte ich ja auch gleich zum amtsarzt gehen können :eek:
 

Borgi

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danke, da werde ich mal zusehen, daß mich jemand begleitet. eine enthebung von der schweigepflicht kommt für mich erstmal garnicht in frage, da hätte ich ja auch gleich zum amtsarzt gehen können :eek:
Schau mal hier im Elo nach jemanden, der sich für deinen Bereich als Beistand angeboten hat
machste guck hier
 

Tinatina

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etwas verspätet, aber nochmal danke für die antwort und den tipp!
 

Nimschö

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Einmal für den Galgenhumor:
"Beim Fallmanagement wird eben der Verlauf Deines "Falls( ='sozialer Absturz')" gemanaged... Die abschließende 100%-Sanktion kann man dann sozusagen als 'Aufschlag' bezeichnen..."
 
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lupe

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Hi, tja was wird im Fallmangement gemacht? Ich schildere mal aus meiner Sicht, da ich das auch mitgemacht hatte... Gespräch hatte ich mit einem jüngeren. Der fragt kurz ab, was ich Berruflich so gemacht hatte (er war wohl beeindruckt von mir). Dann stelle er mir Fragen, ob ich ein Alkoholproblem hätte, Schulden habe etc. Ich verneinte und er sagte zu mir: " Glaube ich auch nicht, dass Sie ein Alkoholprob haben. Und ab 40 ist es sowieso schlecht, was zu finden". Ich gab ihm da recht und ging richtig zufrieden wieder aus der ARGE. Endlich mal einer, der den Durchblick hatte. Grüße Lupe
 

naturist

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Fallmanagement

Also ich weiss nicht, aber allein schon den Begriff "Fallmanager" finde ich daneben. Ich bin ja schon dadurch degradiert, dass ich zu einem "Fall" geworden bin. Ein "Fall", der "gemanagt" werden muss. Klingt irgendwie blöd und unfreundlich.

LG von naturist
 

Bruno1st

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Also ich weiss nicht, aber allein schon den Begriff "Fallmanager" finde ich daneben. Ich bin ja schon dadurch degradiert, dass ich zu einem "Fall" geworden bin. Ein "Fall", der "gemanagt" werden muss. Klingt irgendwie blöd und unfreundlich.
LG von naturist
das ist gewollt - einen "Fall" kann man sanktionieren, das ist nur ein "Fall" aber kein Mensch - damit haben die Fallmanager ihr eigenes Schutzgebiet. Sie denken dann nicht mehr daran, daß sie anderen Menschen den Lebensunterhalt wegnehmen - hirnverbrannte Maßnahmen durchführen und täglich beim Betrug, sei es durch falsche Informationen oder durch Verweigerung von Hilfe durch verschweigen, mithelfen.
 
L

lupe

Gast
Na ja, glaubt ihr (Bruno1st, naturist) ernsthaft, dass wenn ein Fallmanager einen neuen Namen erhält z.B. Menschliches ARGE Anlitz Fallbearbeiter, oder Menschliche Lebensform Sachbearbeiter, oder ich diene der Menschlichkeit, oder noch besser, ich bin Käptn Kirk und schütze alle Lebensformen auf allen Planeten, oder Leute wählt mich und keiner braucht mehr arbeiten. Woher dann die Zahlungen an Bedürftige kommen sollen, wissen wir auch nicht, aber die Linkspartei wird das Kind schon schaukeln. Wir trotzen China. Leute, solch ein Schmarrn. Sanktionieren von Menschen findet doch überall statt. Schaut doch nur mal über den Tellerrand Richtung Iran! Falls ihr an News interessiert seid. Was soll man auch machen? Unsere Gesellschaft baut auf einem geben und nehmen auf. Wer natürlich nur nimmt, der muß sich nicht wundern. grüße lupe
 
L

lupe

Gast
Hallöle w1mbauer, ja klar hast recht. Was wären wir nur ohne Dein Wissen? Lese Dir aber mal Deinen und meine Texte durch. Jetzt gebe ich aber mal was zum besten. Dann kannst ja selber lesen, wer denn sooo die normalen Leute sind... Zu mir: 1960 geboren. Hauptschule und seit 1976 Berufsausbildung zum Dreher im Namenhaften Unternehmen gemacht. 15 Monate Bundeswehr als Waffenmechaniker. 3 Jahre Fahrer LKW 7,49 to. 20 Jahre im Lagerwesen tätig. 10 Monate einen 1€ Job als Hausmeisterhelfer. Ich hab 9 Autos gekauft. Davon 6 nagelneue. Den 1 € bekam ich schon zugeteilt, da war ich noch in ALG I, hatte ALG II nicht mal beantragt. Mein erster Antrag auf ALG II war fehlerhaft, aber nicht von meiner Seite her. Ich hatte dann kurz drauf ein Date mit meiner Arbeitsvermittlerin. War quatsch, da ich den 1€ Job hatte. Heißt, der ARGE war egal, was ich gemacht hatte, ich war ja beschäftigt. Am 12.01.2007 lief mein 1€ Job aus und prompt bekam ich eine Aufforderung, mich zu melden. Nämlich zu meiner "beruflichen" Situation". Ich sollte eine EVG unterschreiben. Und das war dann die Sachlage, wie ich sie schon beschrieben hatte. Mit meinem Fallmanager. Ich habe mehrere Schreiben an meine ARGE abgefeuert. Mit dem Effekt, das ich kein Arbeitsangebot noch eine EVG unterschreiben muß. Die lassen mich bis heute in Ruhe!!! Grüße lupe
 

naturist

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das ist gewollt - einen "Fall" kann man sanktionieren, das ist nur ein "Fall" aber kein Mensch - damit haben die Fallmanager ihr eigenes Schutzgebiet. Sie denken dann nicht mehr daran, daß sie anderen Menschen den Lebensunterhalt wegnehmen - hirnverbrannte Maßnahmen durchführen und täglich beim Betrug, sei es durch falsche Informationen oder durch Verweigerung von Hilfe durch verschweigen, mithelfen.
Ja Bruno1st, in der Tat so ist es. Ich glaube, das einzige was bei der Arbeitsagentur funktioniert sind die Sanktionen gegen Arbeitslose. Ich wurde auch schon ein paar Mal verwarnt und mir wurde mit 30%iger Kürzung des Alg II gedroht, obwohl ich mir zu keiner Zeit irgendeines Fehlverhaltens bewusst gewesen wäre. Ich war immer pünktlich zu allen von der Arbeitsagentur angesetzten Terminen, habe ordnungsgemäss meine Bewerbungen geschrieben, war pünktlich bei den Vorstellungsgesprächen, war frisch rasiert, frisch geduscht, gewaschen, meine Unterlagen waren geordnet, alles ganz korrekt. Trotzdem hat mir die Agentur vorgeworfen, ich hätte mich nicht zu 100% beim Vorstellungsgespräch verkauft, würde mich nicht genug bemühen. Zum Glück sagten die nur: Das darf nicht wieder vorkommen. Beim nächsten Mal kürzen wir (Gelbe Karte).
Das beste ist ja, dass ich meinen "richtigen" Fallmanager erst viel später kenngelernt habe. Da war ich bereits dort zwei - drei Monate gemeldet, und erst dann schickte man mich zu dem für mich zuständigen Fallmanager. Zuvor war ich also drei Monate lang an einer ganz falschen Stelle. Wieso hat man mich nicht gleich dorthin geschickt? Ich kann da endlos weiterschreiben, was ich dort schon erlebt habe. Irgendwie geht da bei denen alles drunter und drüber. Ich habe den Eindruck, die haben echt keinen Plan. Wie wäre es denn, wenn die mir mal wirklich einen konkreten Arbeitgeber nennen würden? Stattdessen das reinste Durcheinander bei einer so wichtigen Sache wie der Arbeitsvermittlung. *kopfschüttel*

LG von naturist
 
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ExitUser

Gast
Trotzdem hat mir die Agentur vorgeworfen, ich hätte mich nicht zu 100% beim Vorstellungsgespräch verkauft, würde mich nicht genug bemühen. Zum Glück sagten die nur: Das darf nicht wieder vorkommen. Beim nächsten Mal kürzen wir (Gelbe Karte).
Darum immer und überall Zeugen oder Beistand mitnehmen, auch beim Vorstellungsgespräch. Damit kann man sich dann absichern.
 

Bruno1st

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Ich war immer pünktlich zu allen von der Arbeitsagentur angesetzten Terminen, habe ordnungsgemäss meine Bewerbungen geschrieben, war pünktlich bei den Vorstellungsgesprächen, war frisch rasiert, frisch geduscht, gewaschen, meine Unterlagen waren geordnet, alles ganz korrekt. Trotzdem hat mir die Agentur vorgeworfen, ich hätte mich nicht zu 100% beim Vorstellungsgespräch verkauft, würde mich nicht genug bemühen. Zum Glück sagten die nur: Das darf nicht wieder vorkommen. Beim nächsten Mal kürzen wir (Gelbe Karte).
diese nicht "bemühen" ist ja nirgendwo definiert - damit könnten die sogar dem Papst heidnisches Verhalten vorwerfen.

Egal was du machst - bist du perfekt könntest du noch perfekter sein, usw.
Die suchen nur weitere "Gründe" dich laufen zu lassen - wir sind die Hasen und die ARGE Typen die Jäger. Und Jäger schießen nur auf laufende Hasen.
 

naturist

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diese nicht "bemühen" ist ja nirgendwo definiert - damit könnten die sogar dem Papst heidnisches Verhalten vorwerfen.

Egal was du machst - bist du perfekt könntest du noch perfekter sein, usw.
Die suchen nur weitere "Gründe" dich laufen zu lassen - wir sind die Hasen und die ARGE Typen die Jäger. Und Jäger schießen nur auf laufende Hasen.
Ja eben Bruno1st, das meine ich doch auch. Und eben das finde ich auch so unmöglich an dieser Hartz-IV-Gesetzgebung, dass die Arbeitsagenturen de facto vollkommen willkürlich agieren können, wie in einem Fussballspiel ohne feste Regeln, wo der Schiedsrichter je nach Lust und Laune die Rote Karte ziehen kann. Wenn ich denn jetzt im Team Hartz-IV notgedrungen mitspielen muss, dann will ich doch zumindest die Spielregeln kennen, aber es gibt wohl keine.
Es müsste erstmal klar definiert werden, was sich "bemühen" bedeutet. Der Fallmanager kann sagen, Sie müssen eine Bewerbung pro Woche schreiben oder 50 Bewerbungen pro Tag. Was ist das denn für ein komisches Gesetz, dass so viel Spielraum lässt. Keine Ahnung, was die sich bei Hartz-IV gedacht haben. Klar, der Arbeitsmarkt in Deutschland musste reformiert werden. Das sehe ich auch so, aber Hartz-IV verstehe ich einfach nicht. Vielleicht begreife ich es irgendwann einmal.

LG von naturist
 

Lienau

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naturist:
Es müsste erstmal klar definiert werden, was sich "bemühen" bedeutet.
Ein SB der Ba hat uns damals "Eigenbemühungen" folgendermaßen beschrieben:
Eine Eigenbemühung liegt aich vor, wenn sie die Zeitung aufschlagen, nichts passen finden, und die Zeitung wieder schließen.
Also, wenns da anfängt -
 

Mario Nette

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"Wenn der Topf aber doch ein Sieb ist, lieber Olaf, lieber Olaf", dann managen wir, wie Sie durch die Maschen fallen: Schnell oder noch schneller.

Mario Nette
 
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