Was wird aus meiner Mitgliedschaft bei der Krankenkasse, LTA endet demnächst. Wie geht es weiter?

no67

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Mein Situation:

Ich bin seit Oktober 2016 ohne Anstellung und bezog ALG1. War dann 2016 auf 2017 auf Reha. Machte vom Februar 2018 bis Juni 2019 eine Umschulung, die im Juli 2019 krankheitsbedingt von der AfA abgebrochen wurde. Mein Anspruch auf ALG 1 ist daher aufgebraucht.

Ich hatte im Anschluss dann eine Krankschreibung durchgehend von Juli 2019 bis Mai 2020, quasi bis zum Beginn der bewilligten LTA, die ich auf einer weiteren Reha im Oktober 2019 beantragt hatte.

Ich bin derzeit noch in der LTA. Durch Corona wurde allerdings mein Training on the Job mit Übernahmechance in den Betrieb beendet. Die Maßnahme läuft noch bis Februar 2021. Wie es weitergeht keine Ahnung. Ich habe keine Energie und keine Kraft mehr diese Strapazen auf mich zu nehmen. Ich kann und will mich nicht mehr unter Druck setzen lassen von der Bildungseinrichtung wegen neuer Bewerbungen und Praktikum finden etc... In dieser Zeit stellt dich eh keiner mehr ein.

Aufgrund dieser Situation und meiner seelischer Vorerkrankungen bin ich jetzt wieder krankgeschrieben. Ich bin 55 Jahre alt, besitze eine Eigentumswohnung und lebe mit meiner langjährigen Partnerin, die Vollzeit berufstätig ist zusammen.

Was kann ich tun, wie geht es weiter, wer kann mir Tipps geben? Habe ich aufgrund des Krankengelds, einen neuen Anspruch auf ALG erworben und könnte Nahtlosigkeitsarbeitslosengeld beantragen, wenn ich ausgesteuert werde? Ich bin völlig am Boden und bekomme gerade nichts geregelt, Kann mir jemand einen Ausweg aus dieser Situation zeigen?

No67
 

no67

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Ich bin in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, derzeit über die DRV, weil LTA. Bei Abbruch der LTA wegen Krankheit, dann eigentlich nicht mehr, denke ich.
 

Antik 63

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Hallo @no67,
Mein Anspruch auf ALG 1 ist daher aufgebraucht.

Aufgrund dieser Situation und meiner seelischer Vorerkrankungen bin ich jetzt wieder krankgeschrieben.

Habe ich aufgrund des Krankengelds, einen neuen Anspruch auf ALG erworben und könnte Nahtlosigkeitsarbeitslosengeld beantragen, wenn ich ausgesteuert werde?
Ja du kannst wenn du Ausgesteuert/KG wirst Nahtlosigkeitsarbeitslosengeld beantragen,du hast durch das Krankengeld neunen Anspruch auf ALG 1 erworben.

Guck,lese mal hier das hilft dir vielleicht weiter.
Ich bin völlig am Boden und bekomme gerade nichts geregelt, Kann mir jemand einen Ausweg aus dieser Situation zeigen?
Das tut mir leid für Dich,ich wünsche dir alles Gute 👍
 

grün_fink

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Nochmal zur Krankenkasse zurück.
Mitglied bleibst du weiterhin, so einfach können die dich nicht entlassen.
Entweder bekommst du dann den Beitrag von der AfA gezahlt, oder wenn alle Stricke reißen übers JC (wovon ich mal nicht ausgehe).
Beim Übergang von der einen Behörde zur nächsten hat man die Möglichkeit der Nachversicherung, kann man 1 Monat machen. Das steht so im Gesetz genau für solche Wechsel. Sollte man die Krankenkasse informieren.

Tut mir leid, dass es dir schlecht geht. Ganz sicher wird es wieder besser.
 

no67

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Entweder bekommst du dann den Beitrag von der AfA gezahlt, oder wenn alle Stricke reißen übers JC (wovon ich mal nicht ausgehe)
Warum denkst du, dass das JC die Beiträge nicht übernimmt aber möglicherweise die AfA?
Beim Übergang von der einen Behörde zur nächsten hat man die Möglichkeit der Nachversicherung, kann man 1 Monat machen.
Das auch noch, ich hatte schon während meiner Zeit im Krankengeldbezug nur Ärger mit der KK und dem MDK. Ich ahne schreckliches...

Angenommen ich bleibe im Krankenstand, dann wird die DRV, die LTA vermutlich vor Ablauf der Maßnahme im Februar nächsten Jahres vorzeitig beenden. Bekomme ich dann bis zur Aussteuerung Krankengeld automatisch oder muss ich das wieder erstreiten, sprich Antrag stellen usw.?

Gibt es nicht eine neutrale Beratungsstelle in den größeren Städten, die man unendgeltlich aufsuchen kann?
 

Kerstin_K

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Die Nachversicherungszeit ist gesetzlich festgelegt. Die muss man nicht beantragen und das kann auch keinen Ärger geben.

ALGI iat eine vorrangige Leistung. ALGII gibt es nur, wenn ALGI nicht ausreicht oder der Anspruch erschöpft ist.
 

grün_fink

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Warum denkst du, dass das JC die Beiträge nicht übernimmt aber möglicherweise die AfA?
Meine Antwort war so gemeint:
Je nachdem, wer dir die Leistungen zum Leben bezahlt, muss auch den Krankenkassenbeitrag zahlen. Im Falle, du bekommst ALG 1 nach der Nahtlosigkeit, dann die AfA. Im Falle dass du vom JC ALG 2 bekommst, dann zahlt das JC auch den Beitrag.
Also immer der, der dir den Lebensunterhalt zahlt, zahlt dann auch den KK-Beitrag.
Ich habe beide Stellen aufgezählt, eher der Vollständigkeit halber.

Das auch noch, ich hatte schon während meiner Zeit im Krankengeldbezug nur Ärger mit der KK und dem MDK. Ich ahne schreckliches...
Die Sache mit der Nachversicherung dürfte eher Routine sein bei der KK. Ich vermute, den Ärger gab es wegen Krankengeld, und den haben viele. Was die Nachversicherung angeht, da verzichten die nur befristet 1 Monat auf Beitrag, bis geklärt ist, woher das Mitglied seinen Lebensunterhalt weiterhin bekommt. Mehr ist das nicht.

Angenommen ich bleibe im Krankenstand, dann wird die DRV, die LTA vermutlich vor Ablauf der Maßnahme im Februar nächsten Jahres vorzeitig beenden. Bekomme ich dann bis zur Aussteuerung Krankengeld automatisch oder muss ich das wieder erstreiten, sprich Antrag stellen usw.?
Dazu kann ich leider nix sagen, weiß ich schlicht nicht, ob dir das zusteht.
Wenn dein Anspruch nicht aufgebraucht ist, ist es zumindest nicht ausgeschlossen, dass du Krankengeld bekommst.
Einen Antrag stellen, würde ich jetzt nicht unbedingt als erstreiten ansehen, sondern nur als Antragstellung.

Gibt es nicht eine neutrale Beratungsstelle in den größeren Städten, die man unendgeltlich aufsuchen kann?
Ja, die von Diakonie und Caritas und anderen Wohlfahrtsverbänden. Die machen Sozialberatung.
Guckst du im Internet, wer bei dir vor Ort vorhanden ist, sind nämlich nicht alle überall die gleichen da.
Die helfen online und auch mit den gängigen Terminen vor Ort , wo man hingeht zum Termin.

Edit:
Wenn du die Großstadt verrätst, hilft sicher jemand beim Suchen.
Kleinere Stadt würde ich nicht ins Internet stellen, wegen der Anonymität.

Edit2:
Um nochmal auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen:
Die Mitgliedschaft in der KK bleibt erhalten, lediglich die Sache mit den Beiträgen, also wer zahlt, muss halt neu geklärt werden. Das ist, weil in Deutschland Versicherungspflicht ist.
 

no67

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Meine Antwort war so gemeint:
Je nachdem, wer dir die Leistungen zum Leben bezahlt, muss auch den Krankenkassenbeitrag zahlen.
Das würde bedeuten, wenn keine Nahtlosigkeit bzw. Anspruch auf ALG1 besteht, dann eben das JC. Nur die werden mir nichts bezalen, wegen Eigentum und Partnerin die Vollzeit tätig ist. die setzen vermutlich auf eine Bedarfsgemeinschaft.
Die Sache mit der Nachversicherung dürfte eher Routine sein bei der KK.
Das klingt schonmal entspannter, ich hatte echt Auseinandersetzungen mit denen.

Ja, die von Diakonie und Caritas und anderen Wohlfahrtsverbänden. Die machen Sozialberatung.
Danke für deine Tipps und Antworten, die Caritas gibt es in meiner näheren Umgebung schon auch.

Mir ist noch eingefallen, vielleicht kann mir die verdi auch zur Seite stehen,da bin ich noch dabei... Hat jemand Erfahrung mit deren Sozial- oder Erwerblosenberatung? Ich bin für jeden Rat oder Tipp dankbar, vielleicht gibt es jemanden hier, der ähnliches durchstehen musste.

Vielen Dank an alle die bisher geantwortet haben.
No67
 

grün_fink

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Ja, mit verdienender Partnerin und Eigentumswohnung wirst du wahrscheinlich kein ALG II bekommen. Dann bist du allerdings auch gegenüber vielen anderen privilegiert in dieser Hinsicht, weil du viel abgesicherter bist durch die beiden Sachen.
Spruchreif ist es eh noch nicht.
Im Zweifelsfall müsste deine Partnerin deinen KK-Beitrag mit bezahlen. Oder wenn sie auch gesetzlich versichert ist, könntest du durch Heirat bei ihr mit versichert werden.

Wahrscheinlich bekommst du das Nahtlosigkeits-ALG. Da wird auf alle Fälle die KK.
Im schlimmsten Fall laufen einige Schulden bei der KK auf, falls es mit der Nahtlosigkeit nicht gleich klappt.

Mit der Rechtsberatung der Gewerkschaft gibt es sehr unterschiedliche Erfahrungen, gerade im Fall von Arbeitslosigkeit. Manche arbeiten gut, manche schlecht. Und dann kommts drauf an, an wen man gerät.
Ich hatte von denen schonmal Rechtsvertretung durch deren Rechtsabteilung in einer recht einfachen Sache, das ging gut.
 

Kerstin_K

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Im schlimmsten Fall laufen einige Schulden bei der KK auf, falls es mit der Nahtlosigkeit nicht gleich klappt.
Naja, wenn das ALG I dann durch ist, zahlt die AfA die Krankenversicherungsbeiträge ja nach.

Ich würde auch nicht gleich so schwarz sehen. erstmal den Antrag stellen, dann sehe wir weiter. Das sieht alles komplizierter aus, als es ist und oft läuft auch einfach alles glatt.
 

saurbier

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Ich bin derzeit noch in der LTA. Durch Corona wurde allerdings mein Training on the Job mit Übernahmechance in den Betrieb beendet. Die Maßnahme läuft noch bis Februar 2021. Wie es weitergeht keine Ahnung.
Genau das solltest du doch erst einmal abwarten, da fließt wohl noch recht viel Wasser den Rhein hinunter - immerhin 4 Monate -. Wer weis schon was am Ende deiner LTA kommt, ggf. falls von der DRV (sofern sie Kostenträger der Maßnahme ist) die ja mit Hilfe der LTA versucht bei dir eine EMR zu vermeiden.

Zu guter letzt bliebe dir dann wenn du über Vermögen verfügst (Eigentum ist ja ggf. nur bedingt zu berücksichtigen) und mit einer Partnerin zusammen lebst die Einkommen hat, immer noch die Möglichkeit von ALG-II, wo du dann ja wieder automatisch bei der KK versichert wärst. Das allerdings setzt natürlich voraus, daß euer BG Einkommen nicht außerhalb des ALG-II Anspruches liegt (Regelsatz + Regelsatz + KdU), was wir ja nicht wissen.

Wenn es nach der Maßnahme schlicht gesundheitlich nicht mehr geht, dann bliebe dir halt nur noch der Weg in die EMR. Dazu solltest du allerdings erst einmal abwarten wie die LTA ausgehen wird.
Bekomme ich dann bis zur Aussteuerung Krankengeld automatisch oder muss ich das wieder erstreiten, sprich Antrag stellen usw.?
Ob du überhaupt noch einen Anspruch auf KG hast müßte erst einmal geklärt werden, denn so wie du das hier erzähltst dürfte es dazu ggf. gar keine Grundlage mehr geben, sofern du insgesamt bereits 78 Wochen KG erhalten hättest, wobei Reha-Zeiten etc. dazu gerechnet werden.
(3) 1Bei der Feststellung der Leistungsdauer des Krankengeldes werden Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder für die das Krankengeld versagt wird, wie Zeiten des Bezugs von Krankengeld berücksichtigt. 2Zeiten, für die kein Anspruch auf Krankengeld besteht, bleiben unberücksichtigt. 3Satz 2 gilt nicht für Zeiten des Bezuges von Verletztengeld nach dem Siebten Buch. (Quelle Buzer § 48 SGB V)
 

no67

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Das allerdings setzt natürlich voraus, daß euer BG Einkommen nicht außerhalb des ALG-II Anspruches liegt (Regelsatz + Regelsatz + KdU), was wir ja nicht wissen.
Ich denke, dass meine Partnerin ihre Verdienst- und Vermögensverhältnisse dem JC nicht bekannt geben wird, daher fällt die Variante ALG2 und weiterhin Krankenversicherungsschutz damit schon weg.

Ob du überhaupt noch einen Anspruch auf KG hast müßte erst einmal geklärt werden, denn so wie du das hier erzähltst dürfte es dazu ggf. gar keine Grundlage mehr geben, sofern du insgesamt bereits 78 Wochen KG erhalten hättest, wobei Reha-Zeiten etc. dazu gerechnet werden.
Ich denke schon, da durch diese LTA, Beiträge in die KK einbezahlt werden und ich noch keine 78 Wochen KG bezogen habe. Somit dürfte sich die bezugsdauer bei Abbruch aus gesundheitlichen Gründen eben die Differenz aus 78 Wochen - bisherige AU Dauer ergeben. Eine lückenlose AU von länger als 6 Wochen durchgehend vorausgesetzt.

Genau das solltest du doch erst einmal abwarten, da fließt wohl noch recht viel Wasser den Rhein hinunter - immerhin 4 Monate -. Wer weis schon was am Ende deiner LTA kommt, ggf. falls von der DRV (sofern sie Kostenträger der Maßnahme ist) die ja mit Hilfe der LTA versucht bei dir eine EMR zu vermeiden.
Die DRV hat mir zwischenzeitlich geschrieben ich soll mich so schnell wie möglich bei der AfA melden, da die Maßnahme bald enden wird. Also gehe ich davon aus, deie meinen den regulären Ablauf der LTA.

Ich habe nun den Rat bekommen, mit meiner Ärztin zu Klären, ob es aus ihrer medizinischer Sicht und aus meiner gesundheitlichen Situation heraus nicht besser wäre, eine EMR zu beantragen, da ich seit Mai bis jetzt in der Maßnahme zusammengezählt fast 6 Wochen im krankengeschrieben war bzw.bin.

Weiterhin wurde mir geraten den Leistungsträger zu fragen, ob es einen Nachteil wäre, wenn ich während der LTA einen Antrag auf EMR stelle. Das hörte sich quasi an, als ob die LTA beendet werden könnte aufgrund des Antrags.

Wie ist Euere Sicht im Bezug auf die Ratschläge?
 

saurbier

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Ich denke, dass meine Partnerin ihre Verdienst- und Vermögensverhältnisse dem JC nicht bekannt geben wird, daher fällt die Variante ALG2 und weiterhin Krankenversicherungsschutz damit schon weg.
Wenn du nicht verheiratet bist, dann sieht es mit der Familienversicherung bei der KK natürlich mal schlecht aus. Ebenso braucht deine Partnerin auch bei JC nicht vorzulegen und wenn das nicht geschieht würden sich deine Chancen auf ein ALG-II selbstverständlich eher verschlechtern, da ich mal vermuten möchte das das JC euch liebend gerne eine BG unterstellen würde.

Damit hättest du dann zumindest mal kein finanzielle Absicherung von staatlicher Seite und wärst voll auf deine Partnerin angewiesen.

Ich denke schon, da durch diese LTA, Beiträge in die KK einbezahlt werden und ich noch keine 78 Wochen KG bezogen habe.
Dazu konkret etwas zu sagen fällt hier eher schwer, da es an konkreten Daten ja fehl.

Die DRV hat mir zwischenzeitlich geschrieben ich soll mich so schnell wie möglich bei der AfA melden, da die Maßnahme bald enden wird. Also gehe ich davon aus, deie meinen den regulären Ablauf der LTA.
Da sollte man ggf. das Schreiben sicherlich anonymisiert mal einstellen damit man sehen kann was die DRV da tatsächlich mit gemeint hat. Alles andere wäre reine spekulation und die bringt einen ja nicht weiter.

Wenn dich die DRV allerdings knapp 4 Monate vor Ende der LTA dazu schriftlich auffordert dich bei der AfA zu melden, dürfte das schon seinen Grund haben.

Ich habe nun den Rat bekommen, mit meiner Ärztin zu Klären, ob es aus ihrer medizinischer Sicht und aus meiner gesundheitlichen Situation heraus nicht besser wäre, eine EMR zu beantragen, da ich seit Mai bis jetzt in der Maßnahme zusammengezählt fast 6 Wochen im krankengeschrieben war bzw.bin.
Von wem hast du denn den Rat bekommen - wäre schon interessant zu wissen.

6 Wochen AU während einer Maßnahme ist kein Grund das die Maßnahme vorzeitig abgebrochen werden sollte.

Aber das spielt die DRB ihr eigenes Spiel, ähnliches habe ich 1999 leider während meiner Umschulung auch leidlich erleben dürfen. Ich bin daraufhin vors Gericht gezogen. Da wurde dann die DRV zu einer Teil-EMR verurteilt, als auch mir eine neue Umschulung zu bewilligen, was die DRV leider nicht akzeptieren wollte und deshalb sogar vors LSG zogen. ZU guter letzt gab es dann dort einen Vergleich zu meinen Gunsten und die Teil-EMR wurde bestätigt.

Wer weis, vielleicht spielt die DRV bei dir jetzt das selbe Spiel - keine Anung.

Hier mußt du dann anhand deines aktuellen Gesundheitszustandes leider selbst entscheiden, ob du die LTA unbedingt fortsetzen willst, oder doch eher den Versuch einer EMR unternehmen willst. Nur sollte dir klar sein, eine EMR ist heute leider nicht mehr so einfach zu bekommen, da bedarf es schon ausreichender gesundheitlicher Probleme die eine Erwerbsfähigkeit unmöglich machen.
 

no67

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Da sollte man ggf. das Schreiben sicherlich anonymisiert mal einstellen damit man sehen kann was die DRV da tatsächlich mit gemeint hat.
Wenn dich die DRV allerdings knapp 4 Monate vor Ende der LTA dazu schriftlich auffordert dich bei der AfA zu melden, dürfte das schon seinen Grund haben.
Ich habe den Inhalt der Gewerkschaft mitgeteilt, die haben nichts Ungewöhnliches entdeckt. Sie sagen, die Aufforderung ist genauso, als wenn ein Zeitvertrag endet, dann muss oder sollte man sich auch 3 Monate vor Beendigung bei der AfA melden.

Von wem hast du denn den Rat bekommen - wäre schon interessant zu wissen.
Auch von den Genossen, wie oben erwähnt.
6 Wochen AU während einer Maßnahme ist kein Grund das die Maßnahme vorzeitig abgebrochen werden sollte.
Der Bildungsträger kommuniziert dies leider anders. Die sagen, schon bei einer durchgängigen AU von 4 Wochen, ist zu überlegen, die Maßnahme abzubrechen und nach Genessung kann oder darf möglicherweise wiederholt werden.
Hier mußt du dann anhand deines aktuellen Gesundheitszustandes leider selbst entscheiden, ob du die LTA unbedingt fortsetzen willst, oder doch eher den Versuch einer EMR unternehmen willst. Nur sollte dir klar sein, eine EMR ist heute leider nicht mehr so einfach zu bekommen, da bedarf es schon ausreichender gesundheitlicher Probleme die eine Erwerbsfähigkeit unmöglich machen.
Es liegen schon die eine oder andere Diagnose vor. Diese sind orthopädischer und seelischer Art. Ein GdB 40 ist derzeit dokumentiert.

Eine weitere Frage: Soll ich bei der AfA im Zusammenhang mit der Arbeitslosmeldung nicht gleich eine Gleichstellung mit beantragen, könnte das im Bezug auf alles Weitere, mir irgendwelche Vorteile bringen?
 

Kerstin_K

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Eine weitere Frage: Soll ich bei der AfA im Zusammenhang mit der Arbeitslosmeldung nicht gleich eine Gleichstellung mit beantragen, könnte das im Bezug auf alles Weitere, mir irgendwelche Vorteile bringen?
Wenn du derzeit keinen Arbeitgeber hast, macht das wenig Sinn und wird in der Regel auch nicht bewilligt.
 

no67

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Wenn du derzeit keinen Arbeitgeber hast, macht das wenig Sinn und wird in der Regel auch nicht bewilligt.
Aber in Verbindung mit dieser individuellen Rehabilitationsmaßnahme (LTA) würde es vielleicht doch funktionieren. Hätte es dann nicht für die Zukunft doch Vorteile, mit Blick auf Vermittlung oder Auswahl der Jobangebote oder bei den Rahmenbedingungen?
 

Kerstin_K

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Aber in Verbindung mit dieser individuellen Rehabilitationsmaßnahme (LTA) würde es vielleicht doch funktionieren. Hätte es dann nicht für die Zukunft doch Vorteile, mit Blick auf Vermittlung oder Auswahl der Jobangebote oder bei den Rahmenbedingungen?
Nein. Eine Gleichstellung ist eigentlich nur dafür da, dass man nach 6 Monaten den besonderen Kündigungsschutz hat
 

no67

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Nein. Eine Gleichstellung ist eigentlich nur dafür da, dass man nach 6 Monaten den besonderen Kündigungsschutz hat
Dann wäre es quasi geschickter, eine Gleichstellung (wenn bei der AfA beantragt) erstmal nicht zu erwähnen im Vorstellungsgespräch, insofern man altersbedingt und wegen der aktuellen Coronabeschränkungen überhaupt eine Einladung bekommt...
 

Kerstin_K

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Ich halt nichts davon, eine Behinderung zu verschweigen. Entweder ein Arbeitgeber nimmt mich so wie ich bin oder es passt sowieso nicht.
 
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