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desmona

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#2
...Außerdem sind Frauen mit betreuungsbedürftigen Kindern
und ältere Frauen, die sich über Jahrzehnte als Hausfrauen definiert haben, Gruppen von
Klienten, die zur Arbeitsbelastung beitragen, die aber nach der Erfahrung der persönlichen
Ansprechpartner/-innen kaum Aussicht auf "Vermittlungserfolge" bieten....
...sie können einem wirklich leid tun
Eingliederungsvereinbarungen als lästige Routine und Sanktionsgrundlage
Eingliederungsvereinbarungen sind für die meisten Gesprächspartner/-innen eine lästige
Pflicht, die sie erfüllen, weil es vorgeschrieben ist und "controlled" wird. Der Eindruck, dass
es sich bei diesen "Vereinbarungen" um das Ergebnis eines eingehenden Austausch- und
Beratungsprozesses zwischen Klient/-in und persönlichem Ansprechpartner/persönlicher
Ansprechpartnerin handelt, wurde in keinem Interview vermittelt. Das ist auch schon deshalb
kaum möglich, weil bis auf die Mitarbeiter/-innen eines Trägers alle anderen persönlichen
Ansprechpartner/-innen berichteten, dass sie eine Eingliederungsvereinbarung nicht nur mit
allen zu "aktivierenden" Klienten abschließen müssen, sondern, dass dies auch möglichst
rasch nach Antragstellung zu geschehen hat.
Zehn Gesprächspartner/-innen waren der Meinung, Eingliederungsvereinbarungen seien nur
in bestimmten Situationen sinnvoll, zum Beispiel, wenn es um die Teilnahme an kostspieli-
gen Maßnahmen ginge, sechs Gesprächspartner/-innen haben grundlegende Zweifel am
Instrument Eingliederungsvereinbarung geäußert. Sie beanstandeten, dass die Eingliede-
rungsvereinbarungen hauptsächlich oder ausschließlich getroffen würden, um eine Sankti-
onsgrundlage zu haben und dass die Klienten nicht in der Rolle gleichberechtigter Partner
seien.
...unsere Rede:icon_kotz:....
Als wesentliches Kennzeichen des tatsächlichen Rollenhandelns kann die zwischen den
persönlichen Ansprechpartner/-innen sehr stark streuende Quote der Sanktionen nach § 31
SGB II betrachtet werden. Die diesbezüglichen Zahlen waren den Gesprächspartner/-innen
präsent, und sie gaben hierüber sehr freimütig und mit der Überzeugung, sachgerecht zu
handeln, Auskunft.
....
 

desmona

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#3
Zu den eindeutigen Vorgaben gehört bei den
meisten Trägern eine bestimmte so genannte Kontaktdichte, also eine vorgegebene Häufig-
keit, mit der die "zu aktivierenden" Klienten ins Amt bestellt werden oder zumindest mit ihnen
telefoniert wird, der möglichst rasche Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit allen
"zu aktivierenden" Klienten sowie die Order, dass kein unter-25-Jähriger "unversorgt" sein
dürfe. "Versorgt" sind die unter 25-Jährigen hauptsächlich dadurch, dass sie "Maßnahmen"
oder Ein-Euro-Jobs zugewiesen sind.
...ja wir habens gewußt...wir wissen es:icon_kotz:
 

franzi

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#4
... was wieder mal bestätigt, dass es einfach nicht genügend Jobs für alle gibt. Außer Sinnlos-Maßnahmen und 1-E-Jobs wird einfach nix geboten. :icon_pause:
 

nine82

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#5
Es gibt genug jobs nur würde man da nur über kontakte rankommen (edit es gäbe genug jobs )anderweitig nicht oder mit ABI ( ok heutzutage bekommt jeder abi -.-),
Bei Frauen wird heut grossteils eh versucht sie in die Rolle der Hausfrau zu stecken, egal ob sie das will oder nicht. Und meist wird sich zusehr auf die ARGE verlassen und deren Aussagen was die Arbeitssituation betrifft, die meisten bearbeiter wollen garnicht vermitteln oder helfen se sorgen eher dafür das die Klienten resignieren und sich mit ihrem Schicksal abfinden.
 
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ExitUser

Gast
#6
hallo liebes forum,

ach mir kommen die tränen:icon_sad:, die armen, armen SBs

liebe grüße vom frettchen (gott bin ich heut was stinkig)
 

franzi

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#7
Es gibt genug jobs nur würde man da nur über kontakte rankommen (edit es gäbe genug jobs )anderweitig nicht oder mit ABI ( ok heutzutage bekommt jeder abi -.-),
Bei Frauen wird heut grossteils eh versucht sie in die Rolle der Hausfrau zu stecken, egal ob sie das will oder nicht. Und meist wird sich zusehr auf die ARGE verlassen und deren Aussagen was die Arbeitssituation betrifft, die meisten bearbeiter wollen garnicht vermitteln oder helfen se sorgen eher dafür das die Klienten resignieren und sich mit ihrem Schicksal abfinden.
Vielen Frauen bleibt dann oftmals nur die Hausfrauen-Rolle. Denken wir nur an die Alleinerziehenden, die wegen der Kinder eh keinen Job finden.
Wenn man Kinder hat, hat man zumindest ein "Alibi", einen Grund, warum man zuhause blieb. Am schlimmsten ist es als Hausfrau ohne Kinder.
 

Hetman

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#8
ALG-II-Bezieher/-innen werden offenbar ganz überwiegend dafür bestraft, dass sie sich der Arbeitsverwaltung und deren "Maßnahmen" nicht zur Verfügung stellen, kaum dafür, dass sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stünden.
das ist der teil, bei dem man aufmerksam werden sollte!!
 
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#9
Sehr schöner Artikel - bleibt nur zu hoffen, dass er von den "richtigen Stellen" gelesen wird. Aber das ist vermutlich sehr unwahrscheinlich. Leider.
 

nine82

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#10
Vielen Frauen bleibt dann oftmals nur die Hausfrauen-Rolle. Denken wir nur an die Alleinerziehenden, die wegen der Kinder eh keinen Job finden.
Wenn man Kinder hat, hat man zumindest ein "Alibi", einen Grund, warum man zuhause blieb. Am schlimmsten ist es als Hausfrau ohne Kinder.

ohja ich kenne genug alleinerziehende die einen job gefunden habn weil se für kämpften und es nicht einsahen in die hausfrauenrolle reingesteckt zu werden ......
der Kind is der grund das man keinen Job bekommt? jo allgemeine talkshowmeinung ;)
in wirklichkeit ist es doch oft auch so frau will arbeiten troz kind, frau bekommt von der ARGE gesagt es gibt nix da sie alleinerziehend ist und arbeitegeber angst hätten das kind oft krank werden würd. Endergebniss : frau gibt auf und gibt sich damit zufrieden undgut und lässt sich dies nun oft genug auf der ARGE sagen und resigniert ohne es wirklich bewusst mitzubekommen oder selber nachzufroschen obs wirklich so ist.
So oft wurde inzwischen belegt das Arbeitgeber mit Müttern auch mit alleinerziehnenden bessere erfahrungen machte als mit kinderlosen Singles .... aufgrund dessen das menschen die Kinder habn verantwortungsbewussster und zuverlässiger sind nur das wird ja wohl gern überlesen/hört.
Ok zur zeit ist es schwer bis kaum möglich arbeit zu finden egal ob mit oder ohne kind.
aber kindern oder alleinerziehung die Schuld zu gebn für Arbeitslosigkeit ist genau das was in einen anderen tread beschrieben wurde undzwar das der Deutsche selten seine eigenschuld sieht oder nur zu spät die Augen aufmacht und zu Gutgläubig ist. (gilt nicht für alle aber für viele ich selber gehörte auch dazu und hing am klichee fest; wenn man kind hat bekommt man keine lehre.
Ich wurde eines besseren belehrt auch in meinen umkreis wo es viele alleinerziehende mütter gibt fast alle arbeiten oder lehrstelle haben, dafür aber auch gekämpft haben, ausser die die das Kind wirklich als Alibi fürs daheimbleiben nehmen und demnach auch Kinder nachzuliefern Planen da se meinen es gibt eh kei arbeit also können se auch Kinder bekommen, ja so gründe für ein kind durft ich schon hören )
Man kann resignieren und den Medien glauben oder seinen ***** hochhiefen und solang Kämpfen bis man weiterkommt.
 
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