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Was "verdient" heutzutage ein "Trucker" in Deutschland?

Rubber Duck

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#1
Hallo,

bin durch einen unverschuldeten Motorradunfall 2005 meine Job als LKW-Fahrer dann irgendwann 2006 losgeworden.
Mich würde mal interessieren, ob es hier auch LKW-Fahrer gibt, die mehr Einblick haben als ich, da ich hier in Deutschland ja nun schon seit 6 Jahren nicht mehr gearbeitet habe.
Wenn ich so manche Stellenangebote lese, die zwischen 1200 - 1800 € bieten, dann krieg ich ne Gehirnerschütterung vom vielen Kopfschütteln.
Was wird denn so bezahlt für Nahverkehr, Fernverkehr, Stundenlohn oder Monatslohn?
War ja jetzt 2 Jahre in Kanada und hab da als Trucker gearbeitet, es unterscheidet sich schon zu Europa, da allgemein nach gefahrenen Meilen bezahlt wird. Muss aber auch sagen, dass man dort mehr arbeitet, da es völlig andere Vorschriften bezüglich Arbeitszeiten und Fahrzeiten gibt.
Aber wenn man ne einigermaßen gute Firma hat und gute Touren, kann man da richtig Geld verdienen. Als Ausländer hat man leider nicht so die grosse Auswahl, solange man nicht Permanent Resident ist und nur mit Arbeitsgenehmigung (Work Permit) dort arbeitet.
Aber das ist ein ganz anderes Thema, vielleicht schreib ich da auch mal was dazu.

Gruss,
Rubber Duck
 

wolliohne

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#2
genau mehr als 12oo-1800,-Euro ist heute kaum vorstellbar.

von dem täglichen Termin Druck,Stau,keine ausreichenden Parkplätze zum schlafen und immer schärferen Kontrollen (knast oder Holzkiste)
ganz zu schweigen.

Der Gau auf deutschen Strassen wird nicht mehr lange auf sich warten lassen-also sei schlau und Finger weg!
 

bonica

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#3
Ja dasmit dem Verdienst ist ja stark rückläufig. Wenn Du genauere Informationen brauchst wäre es gut, wenn Du dich in den "Trucker-Foren umhörst. (Truckersforum (das etwas andere Forum) | Portal)

Ich denke schon, dass wenn, dann sich nur noch Fernverkehr bei eine Nichtdeutschen Unternehmen z.B. aus Holland oder Österreich lohnt.

Leider bin ich da auch schon seit mehr als 4 Jahren raus um Dir sagen zu können, was so läuft. Wenn ich aber sehe, was man als Paketkutscher (Kurier) so verdient, bleib ich lieber zu Hause und genieße meine "Freisetzung" bei schönen Sonnenschein und guten Gesprächen :icon_cool:
 
E

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Gast
#4
grundgehalt 1200 mini max 1900brutto je nach qualifikation
dann rechnen die firmen ein
ladesspezifische spesen
rollgelder
bei contis sogar absetzpauschalen

standzeiten und die gesetzlichen ruhe pausen werden bei vielen spedis nicht bezahlt

alle angebote wo drin steht
leistungsgrechte bezahlung sind keine guten angebote

dazu kommt noch man muss alle 5 jahre
die schulung+gesundheitsnachweis selber bezahlen
viele firmen bezahlen das nicht

kl2 ist alles schön und gut aber das viele geld was man da verdiehnt hat
ist vorbei
aber denoch macht der job fun ^^
 
E

ExitUser

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#6
genau mehr als 12oo-1800,-Euro ist heute kaum vorstellbar.

von dem täglichen Termin Druck,Stau,keine ausreichenden Parkplätze zum schlafen und immer schärferen Kontrollen (knast oder Holzkiste)
ganz zu schweigen.

Der Gau auf deutschen Strassen wird nicht mehr lange auf sich warten lassen-also sei schlau und Finger weg!

das geht noch
stellplatz findet man noch viel abseit der autobahn
aber die dispos in den spedis die sind ein richtiges problem
bei lade entlade vorgang z.b wird man von denen gezwungen
auf pause zu stellen statt arbeitszeit
und sowas
dann die engen termine die die machen
sind kaum noch einzuhalten
darum fahre ich nicht in einer spedi
dann lieber um den kirchturum rum
die firmen zahlen halbwegs noch gut und man ist immer zu hause^^
leider sind diese firmen rar die suchen
leider
 

Rubber Duck

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#7
Ja dasmit dem Verdienst ist ja stark rückläufig. Wenn Du genauere Informationen brauchst wäre es gut, wenn Du dich in den "Trucker-Foren umhörst. (Truckersforum (das etwas andere Forum) | Portal)
Mit "Trucker-Foren" hab ichs nicht so, da wird mir zuviel Dünnsch*** geredet...

Wie es in dem Job aussieht bezüglich Arbeitsbedingungen ist mir schon klar, besser geworden ist es sicher nicht. Aber wenn ich bedenke, dass ich vor 8 Jahren im Fernverkehr immer mindestens 2350 € Brutto plus Spesen (nochmal ca. 500 € Netto) hatte, später im letzten Job hauptsächlich Nahverkehr im Stundenlohn auch so meine 2400-2700 € Brutto hatte, dann wird mir heute doch ganz anders :icon_cry:

Werde mir den Job hier in Deutschland sicher nicht mehr antun, hoffe nur, dass meine Frau und ich bald wieder fit sind. Dann geh ich lieber nochmal nach Kanada und werde dort noch so lange arbeiten, wie es möglich ist.
Da meine Frau als Beifahrerin immer mit mir auf Tour war (durch die Grösse eines amerikanischen Trucks problemlos möglich), waren wir oft wochenlang unterwegs, da verdient man dann umgerechnet gut das Doppelte wie hier in Deutschland, selbst wenn man mal schlechte Touren hat (die schieben die gerne an die Ausländer ab), kann man dort wesentlich besser leben.
Wenn dort nur die gesundheitliche Versorgung besser wäre...

Wir fühlen uns beide in Deutschland nicht mehr wohl, die zwei Jahre Nordamerika haben uns gezeigt, dass man woanders glücklicher sein und leben kann, auch wenn dort nicht alles Gold ist, was glänzt.

Gruss,
Rubber Duck
 

jackfruit

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#8
ich überleg grad ich hab mal bei schenker gearbeiter

also für die fernfahrer kam schon einiges zusammen wegen den zuschlägen für nachtfahrten etc. oder die die nach russland gefahren sind

aber ich glaub regulär war so das in dem rahmen wie du es schreibst (1600- 1900euro) plus die zuschläge dann

aber ist bei mir auch schon 3jahre her das ich da gearbeitet hab
 

bonica

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#9
Mit "Trucker-Foren" hab ichs nicht so, da wird mir zuviel Dünnsch*** geredet...
Ja, kann ich verstehen. Hab mich da auch schon vor Jahren verabschiedet von den Nachtschattengewächsen und verkehrstechnisch Über- (unter-)belichteten (NEIN sollte keine Diffamierung sein, überhaupt nicht) aber jahrelanges überziehen von Lenkzeiten und anderen Dingern hinterläßt schon seine Spuren. :icon_psst:

Kanada klingt wie Musik in meinen Ohren. Da habe ich wenigstens kein Berufsverbot mehr :icon_hug:. Endlich wieder Fernverkehr fahren, die Natur und Umgebung genießen, neue Menschen kennen lernen, ab und zu mal richtig zupacken und dann wieder hinterm Lenkrad relaxen. Das wärs.

Hier hab ich als "Freigesetzter" nichts mehr verloren. Kanada ich komme :icon_hug:
Aber bis ich dothin komme dauert es schon noch. Muss erstmal mei PI durch sein. :icon_psst:
 

Rubber Duck

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#10
Ja, kann ich verstehen. Hab mich da auch schon vor Jahren verabschiedet von den Nachtschattengewächsen und verkehrstechnisch Über- (unter-)belichteten (NEIN sollte keine Diffamierung sein, überhaupt nicht) aber jahrelanges überziehen von Lenkzeiten und anderen Dingern hinterläßt schon seine Spuren. :icon_psst:

Kanada klingt wie Musik in meinen Ohren. Da habe ich wenigstens kein Berufsverbot mehr :icon_hug:. Endlich wieder Fernverkehr fahren, die Natur und Umgebung genießen, neue Menschen kennen lernen, ab und zu mal richtig zupacken und dann wieder hinterm Lenkrad relaxen. Das wärs.

Hier hab ich als "Freigesetzter" nichts mehr verloren. Kanada ich komme :icon_hug:
Aber bis ich dothin komme dauert es schon noch. Muss erstmal mei PI durch sein. :icon_psst:
PI??? Privatinsolvenz??? Steh grad auf dem Schlauch...

Stell dir das Ganze nicht so einfach vor mit Kanada, aber wenn du ein paar Tipps brauchst, kann ich dir vielleicht weiterhelfen.
Mindestvoraussetzung ist schonmal ein sauberes Führungszeugnis, keine Punkte in Flensburg und gute Englischkenntnisse. Und nen Drogentest musst du auch machen, Vorschrift für Fahrten in die USA. Dann wollen sie noch mindestens 2 Jahre in den letzten 5 Jahren Berufserfahrung...
Gibt aber auch Leute, die das wohl nicht erfüllt haben und trotzdem dort fahren :icon_kinn:
 
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#11
also ich bräuchte auch mal ein paar Tips zum Thema Kanada.
Bin gelernter Zerspanungsmechaniker.

Gibts gute Jobbörsen und wo muss ich Antrag stellen usw?
 

Katapult

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#12
Bei vielen Speditionen hier in Dunkeldeutschland lohnt es sich nicht mehr zu fahren.
Es werden nur noch die Lenkzeiten bezahlt.Entladezeiten,Stillstand im Stau,etc.,Nachtzulage,...alles gestrichen und Spesen müssen noch versteuert werden.Und fährst Du für eine Sklavenbude,sieht es noch schlimmer aus.Wehrst Du Dich,kannst Du gehen,der nächste Pole steht draußen am Tor und wartet schon.
Gut,habe ich gemacht,Zündschlüssel steckt!Das Gesicht wurde zwar plötzlich bleich,weil plötzlich die Tour weg fiel...Als ich das Betriebsgelände verlassen hatte,habe ich aber auch kein Pole gesehen.:icon_confused:
Was ist eigentlich billiger?
Einem erfahren Fahrer vernünftigen Stundenlohn bezahlen oder dreimal die Woche neue Aussenspiegel??:icon_lol::icon_lol:
 

Rubber Duck

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#14
also ich bräuchte auch mal ein paar Tips zum Thema Kanada.
Bin gelernter Zerspanungsmechaniker.

Gibts gute Jobbörsen und wo muss ich Antrag stellen usw?
Hallo Zeitarbeitsbekämpfer,

wie schon gesagt, es ist alles nicht so einfach! Dein Beruf sagt mir LEO ist auf englisch cutting machine operator
Finde den aber leider nicht auf der NOC-Liste Welcome to the National Occupational Classification 2006 , also müsste man da erstmal genauer wissen, wie die Berufsbezeichnung in Kanada lautet.
Die ganze Sache ist ein sehr komplexes Thema und wird dir viele schlaflose Nächte bereiten und auch so einiges an Kopfschmerzen, wenn du wirklich rüber willst.
Kann dir jetzt speziell zu deinem Beruf nix genaues sagen, aber ich machs jetzt mal allgemein:

Wenn du von Deutschland aus eine permanente Aufenthaltsgenehmigung beantragen möchtest, muss dein Beruf auf der NOC-Liste stehen, die wird die letzten Jahre immer mehr gekürzt, also kann nicht jeder einfach einen Antrag stellen. Und wenn das klappen würde und du alle Voraussetzungen erfüllst, kann das ein paar Jahre dauern.

Möchtest du aber vielleicht einfach mal eine Zeit in Kanada arbeiten, gibt es die Möglichkeit mit einer befristeten Arbeitsgenehmigung (z. Zt. bis maximal 4 Jahre) rüber zu gehen und mit viel Glück bekommt dein zukünftiger Arbeitgeber eine LMO Labour Market Opinion Basics
Du musst praktisch einen Job finden, dein Arbeitgeber muss die LMO beantragen und wenn ihm diese erteilt wird, dann kannst du einen Antrag bei der kanadischen Botschaft in Berlin stellen, das eigentliche Work Permit gibts aber erst in Kanada bei der Einreise.
Oder du fliegst nur mit LMO direkt nach Kanada und beantragst dein Work Permit selbst vor Ort.
Klappt das alles und es gefällt dir in Kanada, hast du evtl. die Möglichkeit über ein PNP (Provincial Nominee Program) einen Antrag auf PR (Permanent Residence) stellen.
Klingt für dich sicher alles total verwirrend und ist es auch, will im Moment auch nicht näher darauf eingehen, dafür ist dieses Thema viel zu komplex.
Hier mal was zum Lesen: Welcome to Citizenship and Immigration Canada

Es gibt auch ein paar Foren: Wir in Kanada - Kanada Forum - Auswandern nach Kanada
und: Das Kanada Forum • Information (macht gerade Sommerpause)

Achja, für eine PR benötigt man inzwischen auch einen Sprachtest :icon_razz:

Das wars mal fürs erste.

Gruss,
Rubber Duck
 

Rubber Duck

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#15
Bei vielen Speditionen hier in Dunkeldeutschland lohnt es sich nicht mehr zu fahren.
Es werden nur noch die Lenkzeiten bezahlt.Entladezeiten,Stillstand im Stau,etc.,Nachtzulage,...alles gestrichen und Spesen müssen noch versteuert werden.Und fährst Du für eine Sklavenbude,sieht es noch schlimmer aus.Wehrst Du Dich,kannst Du gehen,der nächste Pole steht draußen am Tor und wartet schon.
Gut,habe ich gemacht,Zündschlüssel steckt!Das Gesicht wurde zwar plötzlich bleich,weil plötzlich die Tour weg fiel...Als ich das Betriebsgelände verlassen hatte,habe ich aber auch kein Pole gesehen.:icon_confused:
Was ist eigentlich billiger?
Einem erfahren Fahrer vernünftigen Stundenlohn bezahlen oder dreimal die Woche neue Aussenspiegel??:icon_lol::icon_lol:
Hi Katapult,

diese Sprüche kenne ich auch von früheren Zeiten :icon_mad:

Gute Fahrer sollen auch gut bezahlt werden, wer sich Schrott für wenig Lohn einhandelt, der wird seinen Truck auch als Schrott zurückbekommen!
 

Katapult

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#16
nur den spiegel ? man bist du human ^^
Ich wollt ja nicht grad mit der Tür ins Haus fallen...:icon_confused:
Habe da auch so einiges erlebt...nach 2 Wochen Urlaub siehst Du an der Laffette keinen Unterfahrschutz mehr und mal von den ganzen Dreck innen und Außen abgesehen,kommt Dir das Auto plötzlich 10 Jahre älter vor,weil auch das Wechselbrückenfahrzeug hinten an den Lampen nur noch mit Klarsichtklebefolie verziert wurde.Von der zerissenen Plane mal ganz abgesehen...:icon_mad:
Und wenn Du dann noch spätestens bei der dritten Abladestelle mit offenen Armen ganz herzlich empfangen wirst,weißt du,wie gut es in den 14 Tagen mit dem Rumäne doch gelaufen ist.:icon_lol::icon_lol:

Und am Samstag bist Du wieder der Dumme,weil Du von 8 - 12 Uhr in der Werkstatt und Waschstrasse stehst,dort noch unentgeltlich Deine Freizeit opferst und Dir noch vorhalten lassen musst,wo Du denn wohl Deinen Führerschein gemacht hast.:icon_sad:
 

Rubber Duck

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#17
Ich wollt ja nicht grad mit der Tür ins Haus fallen...:icon_confused:
Habe da auch so einiges erlebt...nach 2 Wochen Urlaub siehst Du an der Laffette keinen Unterfahrschutz mehr und mal von den ganzen Dreck innen und Außen abgesehen,kommt Dir das Auto plötzlich 10 Jahre älter vor,weil auch das Wechselbrückenfahrzeug hinten an den Lampen nur noch mit Klarsichtklebefolie verziert wurde.Von der zerissenen Plane mal ganz abgesehen...
Und wenn Du dann noch spätestens bei der dritten Abladestelle mit offenen Armen ganz herzlich empfangen wirst,weißt du,wie gut es in den 14 Tagen mit dem Rumäne doch gelaufen ist.:icon_lol:

Und am Samstag bist Du wieder der Dumme,weil Du von 8 - 12 Uhr in der Werkstatt und Waschstrasse stehst,dort noch unentgeltlich Deine Freizeit opferst und Dir noch vorhalten lassen musst,wo Du denn wohl Deinen Führerschein gemacht hast.:icon_sad:
Das ist in Kanada oder USA leider auch nicht anders :icon_cry:
Da hast du ja einen ganz anderen Arbeitsrhythmus: du gehst auf Tour für ca. 2-3 Wochen und nimmst dir ein paar Tage frei, das kannst du dir selbst aussuchen ob nun nur zwei Tage oder fünf, kannst auch schonmal acht Tage nehmen. Jedenfalls soll der Truck in dieser Zeit nicht stehen, also räumst du (fast) alles aus, dann kommst du wieder und kriegst nen Schlag, die Karre sieht aus wie Sau, denkst nur, wie kann jemand die Kiste in den wenigen Tagen so einsauen (nicht äusserlich), nein innendrin kannste erstmal wieder putzen, dass man da überhaupt rein kann.
Kannst froh sein, wenn er wenigstens von aussen keine Schäden hat...
Leider haben es viele (nicht ALLE) Kanadier mit der Sauberkeit und Hygiene nicht so dolle, deshalb haben wir Europäer und ich betone Europäer, es fahren dort auch viele Briten und sonstige Nationalitäten, so einige Probleme mit wechselnden Fahrern auf den Trucks.
Die Trailer werden sowieso dauernd gewechselt, auch da erlebst du die tollsten Sachen, wenn du nen beladenen Trailer beim Kunden abholst (abgefahrene Reifen, Kratzer oder sonstige Beschädigungen). Keiner hat dort den Ars** in der Hose um Schäden zu melden und du kannst erstmal nen Reifendienst anrufen oder in ne Werkstatt fahren.
Übrigens hat da drüben fast kein Truck ein Reserverad dabei oder Werkzeug, es läuft alles über Notdienste, die du als Fahrer aber selbst anrufen musst...
Habe zuerst in einer kleinen Firma gearbeitet mit ca. 50 Trucks und 80 Trailern, danach in einer Firma mit ca. 500 Trucks und weit über 1000 Trailern, der Unterschied war nicht allzu gross, man hat sich bei beiden Firmen geärgert über inkompetente Mitarbeiter...

Und da du nur nach gefahrenen Meilen bezahlt wirst und nicht für Wartezeiten in der Werkstatt, kriegst du schonmal nen Hals :icon_motz:

Ich hatte in den letzten zweieinhalb Monaten, die ich dieses Jahr dort gearbeitet habe, allein durch Pannen und Werkstattaufenthalte 12 Tage verloren, die natürlich nicht bezahlt wurden und hatte trotzdem noch nen Durchschnittsverdienst von umgerechnet 3650 € brutto, davon geht aber nur ein Drittel an Abgaben ab :icon_razz:

Deshalb will ich auch wieder weg von Deutschland...
 

Katapult

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#18
Übrigens hat da drüben fast kein Truck ein Reserverad dabei oder Werkzeug, es läuft alles über Notdienste, die du als Fahrer aber selbst anrufen musst...
So läuft es hier aber mittlerweile auch schon so.Es ist zu gefährlich geworden,auf einem Standstreifen ein Rad zu wechseln.Es kommt der Reifendienst,sichert die Stelle ab oder läßt den rechten Fahrstreifen sperren und zieht auch sofort einen neuen Reifen auf.Abgerechnet wird dann über UTA.
Der Reifenservice hat mit seinem Druckluftbetriebenen Wagenheber das Auto schneller hoch,als der Fahrer mit dem bordeigenen Hydraulichwagenheber und der Fahrer braucht sich nicht mit Radkreuz und 2 Meter Rohr rumquälen.
 
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#19
hat aber nix mit der gefährlichkeit hier zu tun das die kein reserver mehr dran haben
sondern wegen gewicht
250kg fallen dann weg die man mehr dazuladen kann
das war mal eine aussage vom spedi boss^^
 
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#20
Hallo Zeitarbeitsbekämpfer,

wie schon gesagt, es ist alles nicht so einfach! Dein Beruf sagt mir LEO ist auf englisch cutting machine operator
Finde den aber leider nicht auf der NOC-Liste Welcome to the National Occupational Classification 2006 , also müsste man da erstmal genauer wissen, wie die Berufsbezeichnung in Kanada lautet.
Die ganze Sache ist ein sehr komplexes Thema und wird dir viele schlaflose Nächte bereiten und auch so einiges an Kopfschmerzen, wenn du wirklich rüber willst.
Kann dir jetzt speziell zu deinem Beruf nix genaues sagen, aber ich machs jetzt mal allgemein:

Wenn du von Deutschland aus eine permanente Aufenthaltsgenehmigung beantragen möchtest, muss dein Beruf auf der NOC-Liste stehen, die wird die letzten Jahre immer mehr gekürzt, also kann nicht jeder einfach einen Antrag stellen. Und wenn das klappen würde und du alle Voraussetzungen erfüllst, kann das ein paar Jahre dauern.

Möchtest du aber vielleicht einfach mal eine Zeit in Kanada arbeiten, gibt es die Möglichkeit mit einer befristeten Arbeitsgenehmigung (z. Zt. bis maximal 4 Jahre) rüber zu gehen und mit viel Glück bekommt dein zukünftiger Arbeitgeber eine LMO Labour Market Opinion Basics
Du musst praktisch einen Job finden, dein Arbeitgeber muss die LMO beantragen und wenn ihm diese erteilt wird, dann kannst du einen Antrag bei der kanadischen Botschaft in Berlin stellen, das eigentliche Work Permit gibts aber erst in Kanada bei der Einreise.
Oder du fliegst nur mit LMO direkt nach Kanada und beantragst dein Work Permit selbst vor Ort.
Klappt das alles und es gefällt dir in Kanada, hast du evtl. die Möglichkeit über ein PNP (Provincial Nominee Program) einen Antrag auf PR (Permanent Residence) stellen.
Klingt für dich sicher alles total verwirrend und ist es auch, will im Moment auch nicht näher darauf eingehen, dafür ist dieses Thema viel zu komplex.
Hier mal was zum Lesen: Welcome to Citizenship and Immigration Canada

Es gibt auch ein paar Foren: Wir in Kanada - Kanada Forum - Auswandern nach Kanada
und: Das Kanada Forum • Information (macht gerade Sommerpause)

Achja, für eine PR benötigt man inzwischen auch einen Sprachtest :icon_razz:

Das wars mal fürs erste.

Gruss,
Rubber Duck

also mein Beruf ist auch mit drinnen und der meiner Frau auch.
Mein English ist jetzt nicht das beste und bin dabei alles fertig zzu machen was nichtt so ganz einfach zu sein scheint.

aber egal das ist halt der erste schritt und den muss ich gehen nicht das ich hier noch komplett untergehe in Deutschland.
 

Rubber Duck

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#21
also mein Beruf ist auch mit drinnen und der meiner Frau auch.
Mein English ist jetzt nicht das beste und bin dabei alles fertig zzu machen was nichtt so ganz einfach zu sein scheint.

aber egal das ist halt der erste schritt und den muss ich gehen nicht das ich hier noch komplett untergehe in Deutschland.
Hallo Zeitarbeitsbekämpfer,

hab nochmal genauer nach deinem Beruf gesucht und komme nun auf Machinist. Das wird dann noch ein grösseres Problem für dich werden, denn in diesem Beruf musst du in Kanada eine Prüfung ablegen, das sogenannte Read Seal:
Trade Chart / Red Seal

Dazu muss dein Englisch ziemlich perfekt sein, diese Prüfung ist wohl nicht so einfach! Vielleicht gibt es die Möglichkeit, über den Beruf deiner Frau reinzukommen, wenn sie keine spezielle Prüfung benötigt. Aber dann muss sie den Sprachtest http://www.ielts.org/ machen, es ist immer der Hauptantragsteller gefordert.

Es wird jedenfalls ein schwerer Weg werden, wenn du über Berlin die PR beantragst, es muss auch ein gewisses Eigenkapital vorhanden sein, das nachgewiesen werden muss. Das entfällt im Allgemeinen, wenn du mit Work Permit rübergehst und den Antrag über die Provinzprogramme stellt.
Nachteil: Dein Work Permit gilt nur für die spezielle Firma, die die LMO beantragt hat und du bist damit voll abhängig von dieser Firma. Sollte irgendwas schiefgehen, mussst du dir ne andere Firma suchen, die eine LMO beantragt, das kann Wochen dauern und solange darfst du dann nicht woanders arbeiten. Du siehst, es ist eine gewaltige Abhängigkeit bei diesem Weg und die wird auch von vielen kanadischen Firmen ausgenutzt um dich unter Druck zu setzten.
Du solltest jetzt auf keinen Fall etwas überstürzen und dich so schlau wie möglich machen und wenn du eine Entscheidung getroffen hast, an deinem Englisch arbeiten, es ist verdammt wichtig, dass du gut englisch sprichst, sonst wirst du auch in Kanada schnell über den Tisch gezogen.
Achja, was ich noch vergessen hatte, einen medical test müsst ihr beide dann auch noch machen, um die PR zu erhalten, sollte aber kein Problem sein, wenn es keine gravierende gesundheitliche Einschränkungen gibt!
So, egal wie man das anstellt, es kostet eine Menge Geld und das ist das Problem. Wenn irgendwas schiefläuft, ist die Kohle weg, deshalb genau überlegen, was man will. Auch genau überlegen, was man von einem Land erwartet, ich kann dir sagen, meine Frau und ich waren von dem Land Kanada ganz schön enttäuscht, es gibt auch viele Deutsche die in Foren oder Blogs schreiben, aber dort findest du meist nicht die ganze Wahrheit, es wird viel schöngeredet.
Ich will sicher Niemandem den Mut nehmen, es in einem anderen Land zu versuchen, denn Deutschland ist nun wirklich nicht mehr das Land, in dem man sich wohlfühlen kann.
Für uns ist es ein totaler Zwiespalt, hier die immer noch soziale Absicherung und relativ gute Gesundheitsversorgung, dort drüben ein Auskommen mit dem Lohn, ein wesentlich grösseres Freiheitsgefühl (auch wenn man vom Arbeitgeber ausgebeutet wird), einfach ein völlig anderes Leben. Kann man schlecht beschreiben, muss man selbst erleben. Wir fühlen uns hier eingesperrt und deshalb wollen wir auch wieder rüber, wenn's uns gesundheitlich besser geht.

Gruss,
Rubber Duck
 

Rubber Duck

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#23
Melde Dich doch mal bei der Zentralen Auslandsvermittlung der Agentur.
Ansosten mal an die entsprechende Vereinigung Home für Kanada wenden....
Ob die Auslandsvermittlung eine grosse Hilfe ist, mag ich bezweifeln...
Die grosse Ahnung haben die eh nicht, wenn ich nur daran denke, welche Vorlage die damals hatten für einen CV für Kanada, da hätte ich da drüben nie nen Job bekommen :icon_evil:

Soll wohl im Oktober ne Info-Veranstaltung geben:
http://www.ba-auslandsvermittlung.d...1,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

Ich war 2009 in Essen auf der Jobbörse, allerdings nur, um meinen zukünftigen Abeitgeber dort kennenzulernen, meinen Arbeitsvertrag hatte ich zu der Zeit schon.
Die Jobbörse an sich hatte mich total enttäuscht, was die da an Info's "erzählt" haben, das hat man in ein paar Tagen im Internet recherchiert :icon_eek:

@ Zeitarbeitsbekämpfer:

Habe vorhin noch etwas vergessen, in Kanada wird im Allgemeinen im Handwerk noch gearbeitet wie hier vor 20 Jahren, auch wenn du ein grosses Wissen und viele Kenntnisse hast, du wirst ganz klein anfangen müssen. Und wehe, du kannst etwas besser als die Kanadier, dann kommt der Spruch "Das machen wir hier anders, weil, das haben wir hier schon immer so gemacht"...
Habe das schon selbst erlebt und von vielen Handwerkern, die rüber gingen, gehört. Also mache dir nicht die grossen Hoffnungen, dass dort alles besser ist.
Auch wenn Kanada schon seit langem das metrische System hat, es wird auch heute noch mit Inches, Feet, Yard gearbeitet. Geh dort mal in einen Baumarkt und suche Schrauben :biggrin:

Dann kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Es gibt in Kanada noch richtigen Winter, der geht je nach Gegend von Oktober bis April, das heisst Temperaturen von bis zu -40° C und das nicht nur im hohen Norden.
Ich habe in einer der wärmsten Gegenden Albertas gelebt, im Sommer richtiger Sommer mit Temperaturen um 30° C und im Winter schonmal -32°C. Da muss man sich auch erstmal dran gewöhnen...
 

malia

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#24
Hallo Zeitarbeitsbekämpfer,

hab gerade diesen alten thread gelesen. Dein job wird in kanada wirklich gesucht. Gerade ist der sohn meiner freundin rüber, 22 jahre alt und anfangsgehalt 4000,00 dollar. Ist doch nicht übel oder?

Er fängt bei einer firma an die einem deutschen gehört.
Es muss zwar immer erst für die kanadier ausgeschrieben werden aber die haben ja diesen beruf nicht gelernt und somit erledigt sich das meißtens.

farina
 

Scheune

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#25
Hallo,

wie ich gelesen habe haben sie eine zeitlang in Kanada gearbeitet.
Seid längerer zeit überlege ich mir eventuell dorthin zu gehen wegen der Arbeit.
Jetzt hätte ich einige Fragen:
was muss ich beachten wenn ich dort drüben Arbeiten will...?
wie sieht es dort drüben mit Kranken und Rentenversicherungen aus...?
können sie mir evtl dort Speditionen empfehlen?

Ich würde mich freuen wenn sie mir helfen könnten
 

hartaber4

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#27
Empfehle für diesen Beruf auch Skandinavien.
Aber nicht alle skandinavischen Speditionen sind "doof".... viele dänische Speditionen haben Tochterfirmen in Deutschland zu na???


Klar: Den ortsüblichen Tarifen.....
 

Scheune

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#28
das ist auch der Grund warum ich mir überlege für einige zeit hier aus Deutschland zu verschwinden.
Man hat hier einfach nicht die Möglichkeit mehr richtig und angemessen Geld zu verdienen.
Und das ansehen eines LKW Fahrer sind wir doch mal ehrlich ist in Deutschland unterste Schublade.
Da wird ein Massenmörder zum teil ja noch besser behandelt.
 
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