Was tun, Ehepaar getrennt untergebracht mit Baby (1 Betrachter)

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Karpfenalashanghai

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Hallo,

Ich bin jemand der sich nur in äußerst dringenden Fällen in einem Forum anmeldet um Fragen zu stellen. Andersweitig finde ich einfach keine Antworten. Ich habe ein Problem mit meiner Wohnsitutation, dachte mir aber das Allgemeine Fragen besser passt weil vieles hinzu kommt, wie eben Hartz 4, Verordnung vom Jugendamt etc.

Mein Problem ist folgendes, ich habe mit meiner Ehefrau ein Kind im Dezember letzten Jahres bekommen. Sie musste dann jedoch in eine Mutterkindeinrichtung umziehen, da wir in der Übergangswohngemeinschaft keine Kinder haben dürfen. Natürlich haben wir im Vorfeld alles Mögliche versucht eine Wohnung zu finden, aber nichts hat geklappt. Für einen Antrag auf eine Sozialwohnung reicht die Aufenthaltsdauer in dem Ort noch nicht, der Antrag auf eine Gemeindewohnung läuft noch, Mietwohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt werden uns immer abgelehnt und eine Einrichtung für Eltern mit einem Kind die dazu noch psychische Probleme haben gibt es nur einmalig in ganz Deutschland, nämlich ein Mehrgenerationenhaus in NRW, alles andere sind Mutter - oder Vaterkindeinrichtungen, wie eben die Einrichtung in Pasing (München) in der meine Frau noch bis Ende diesen Monats mit unserem Kind ist. Ich könnte nochmehr Auflisten, wie z. B. das die AWO auch nicht helfen kann aber das würde zulange dauern.

Die Heimleitung hat gesagt das der Aufenthalt mit meiner Frau nichtmehr tragbar ist, sie hatte seit ihrem Einzug Anfang Januar zwei Klinikaufenthalte, in der Zeit habe ich dann alleine auf's Kind aufgepasst, was eine einmalige Ausnahme war. Das Jugendamt Dachau welches für meine Frau zuständig ist hat jetzt beschlossen das ich mit dem Baby in eine Einrichtung für Väter nach Dachau soll, sowas wie eine Pension für uns drei kommt laut Amt nicht in Frage (wegen Kindswohl). Das würde aber heißen das ich die Wartezeit für eine Sozialwohnung die ich in der Gemeinde Haar in der ich noch wohne aufgebaut habe wieder verlieren würde, noch dazu wird unser Antrag auf eine Gemeindewohnung ungültig (Gemeinde- Sozialwohnung sind unterschiedlich). Das mit der Wartezeit von fünf Jahren für einen Antrag auf eine Sozialwohnung wurde uns vorallem bewusst als wir von München nach Haar gezogen sind, obwohl ich gebürtiger Münchner bin und insgesamt über 15 Jahre dort lebte können wir nichtmal diesen blöden Antrag stellen und eigentlich wollte ich vermeiden das, dass in Haar wieder passiert.

Bis vor kurzem hatte ich auch einen 1€ Job/Maw/AGH oder wie das heute heißt bei dem örtlichen Wertstoffhof in Haar. Dies brachte auch Pluspunkte für eine Gemeindewohnung wenn man für die Gemeinde arbeitet. Doch diese Arbeit kann ich nicht verlängern da ich jetzt mit dem Kind nach Dachau muss und quasi alleiniges Sorgerecht habe, obwohl ich verheiratet bin.

Finanziell sieht es so aus, ich bekomme Hartz 4, meine Frau erwerbsminderungsrente (SGB 12) und das Geld für den Kleinen, sowie Elterngeld. Vom gesundheitlichen her, meine Frau hat eine schizoaffektive Störung die manchmal sehr schwerwiegend ist, vorallem wenn sie von mir oder dem Kind getrennt ist. Ich leide an Depressionen die jedoch seit Jahren nichtmehr schwerwiegend aufgetreten sind. Dem Kind geht es einwandfrei. Der Plan vom Jugendamt sieht vor das ich nach Dachau mit dem Kind ziehe, meine Frau irgenwoanders hinzieht und wir dann auf die Warteliste für das Mehrgenerationenhaus kommen, Wartezeit beträgt min. sechs Monate. Jedoch ist es nichtmal sicher ob wir dort einen Platz kriegen.

Wir wissen einfach nichtmehr weiter, alles ist nur eine Notlösung nach der anderen, überall ist der Aufenthalt begrenzt und es nervt nur noch. Natürlich ist die Region rund um München eine schlechte Ausgansposition um mit Sozialhilfe eine Familie zu gründen, aber es muss doch eine Möglichkeit bestehen irgendwo als Familie unterzukommen. Die beste Reaktion kam vom Jugendamt in München bevor wir feststellen mussten welches Amt überhaupt zuständig ist, nämlich das die überrascht waren das wir als Ehepaar uns zusammen um das Kind kümmern wollen. Als ob jeder der ein Kind hat und Hilfe braucht geschieden ist.

Ich hofe jemand weiß Rat.
 
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