Was tun bei verweigerter Datenauskunft ?

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mr.sobek

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Hallo zusammen,

(die Suche habe ich bemüht aber leider nicht so richtig was gefunden)
ich habe bein 2 ZAF Anfragen zur Auskunft meiner Daten gestellt (schriftlich in Briefform mit 2 Wöchiger Frist und auch mit reingeschrieben das der Brief unter Zeugen und kenntnis des Inhaltes persönlich bei denen eingeworfen wurde. Kann also keiner sagen "Haben wir nicht bekommen").
Selbstverständlich habe ich keine Antwort bekommen.
Da es mich aber Interressiert und ich mich natürlich auch noch ein wenig unbeliebt machen möchte, habe ich vor meine Anfrage auch durchzusetzten!
Ich habe aber keine Ahnung an wen ich mich wenden muss. Gibts da ne Behörde oder so, woran man sich wendet in solchen Fällen ?

Hier noch der Text, so wie ich ihn abgeschickt habe:

"Hiermit erhebe ich Widerspruch gegen die Verwertung und Weitergabe meiner Daten und auch deren Eintrag in sogenannten Bewerberpools oder ähnlichem.
Gleichzeitig bitte ich um folgende Informationen: Welche Daten über mich haben Sie gespeichert? Zu welchem Zweck wurden die Daten erhoben? Wie werden die Daten genutzt? Wie sind Sie an die Daten gelangt? Haben Sie meine Daten an Dritte weitergegeben (oder beabsichtigen Sie dieses) und wenn ja, wer waren diese Dritten oder werden diese sein?
Gemäß Bundesdatenschutzgesetz sind Sie dazu verpflichtet, meine Daten mit sofortiger Wirkung für die Nutzung zu den genannten Zwecken zu sperren. Ebenso sind Sie dazu verpflichtet, mir die angeforderten Auskünfte zu erteilen. Ich setze Ihnen hierfür eine Frist von 14 Tagen (spätestens bis zum............).
Vorsorglich weise ich darauf hin, dass ich mir weitere Schritte vorbehalte, falls Sie meinen Aufforderungen nicht nachkommen sollten."

Hier kann mir doch bestimmt wer Helfen, wie Mensch das am besten macht.
Danke schon mal im Vorraus!
 

verona

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@mr.sobek

Ggf. mit Beratungsschein erstmal zum Anwalt für Sozialrecht. Er informiert konkreter zum Beispiel auch zum Thema Sperrung von Daten. Auch wie es angemessen ist, ein Schreiben aufzusetzen. Du schreibst z.B. nur in Frageform und bomardierst damit. Bei der Fülle blocken die offensichtlich ab.
 

Unspoken

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Oder ne Email an den Landesdatenschutz in dem Land, wo die Firma sitzt.

Du schreibst z.B. nur in Frageform und bomardierst damit. Bei der Fülle blocken die offensichtlich ab.
Das ist einfach der normale Block an Fragen den man stellt, wenn man Auskunft gemäß BDSG verlangt.
 

Zerberus X

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Bevor man ein Fass aufmacht sollte man sich die Fragen stellen:

Was steht über dich in der Jobbörse?
Willst du Arbeit finden?
Was wurde mit dem SB vereinbart/EGV vorhanden?
 

mr.sobek

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Hey, danke für die Antworten.
Also ich habe den Tipp mit dem Datenschutzbeauftragten verfolgt und bin der Meinung das der "Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW" www.ldi.nrw.de für mich zuständig sein müsste. Da frage ich mal an.
Das mit dem Beratungsschein kannte ich auch noch nicht, werde ich aber im Hinterkopf behalten, fall ich nicht zum Erbebnis komme.
Im moment habe ich noch keine EGV.
Arbeit finden: Ich sag mal so, zum Herbst hin werde ich wohl gucken, allerdings eben keine Zeitarbeitsfirmen.
Ich suche demenstsprechend - zu den viele guten Tips die ich hier schon gelesen habe - weitere Möglichkeiten mich unbeliebt bei denen zu machen.
Ach bin ich am überlegen, mir viele E-Mailadressen von denen rauszusuchen und im Vorfeld, bevor die überhaupt an mich herantreten (oder ich ggf. muss), ein Schreiben aufzusetzen,
das die lieber n großen Bogen um mich machen. Ob das dann allerdings von erfolg gekönt sein wird, bliebe dann abzuwarten.
 

verona

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Also erstmal ist das ja wohl kein Fall für einen Sozialrechtler. Und dann würde ich, bevor ich da einen anwalt einschalte, wirklich erstmal den Weg über den Datenschutz versuchen. Das kostet nur einmal Briefporto.
Also ich denke schon, dass nach Ignorieren der Anschreiben nun ein Anwalt dazu schriftlich Stellung nehmen sollte. Sozialrecht ist sicherlich nicht für Datenschutz zuständig, aber eben für die Angelegenheiten um ALGII. Im Rahmen dessen ist das möglich. Sonst zu einem anderen.
Ob der Landesdatenschutz sich hier soweit bemüht, das Unternehmen anzuschreiben oder anzumahnen bezweifele ich. Nach langer Bearbeitungsdauer werden voraussichtlich nur gesetzliche Rechte für den Betroffenen mit entsprechender Stellungnahme genannt. Zumal bis jetzt nicht nachgewiesen ist, dass die ZAF Datenschutz verletzt hat.
Aber eben nur meine Meinung.
 

franky0815

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Es is immer besser wenn man dem Pack gleich mit §§ kommt mein Text sah so aus:
Widerruf der Genehmigung zur Speicherung meiner Daten

Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgende Aufforderungen gemäß Bundesdatenschutzgesetz betreffen
sämtliche über meine Person gespeicherten Daten, die Sie anhand dieser
Adressen identifizieren können:
(bei snail-mail spam deine postadresse(n) eintragen,
bei email spam deine email adresse(n), bei sms-spam deine handy-nummer... usw.)

Gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) fordere ich Sie auf:

1. Sie haben mir gegenüber unverzüglich offenzulegen, welche Daten außer

den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen Namen/diese

Adressen identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen

Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen.

§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG

2. Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten ebenfalls

unverzüglich mir gegenüber offenzulegen.

§ 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG


3. Sie haben sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Daten

unverzüglich zu sperren und mir diese Sperrung zu bestätigen.

§ 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG

4. Ich untersage Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meine Person bzw.

meine Adressen betreffenden Daten ohne meine vorherige ausdrückliche

schriftliche Genehmigung.

§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG


5. Ich untersage Ihnen die übermittlung dieser Daten an Dritte. Für

bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche

Sperrung.

§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG


6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei

Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.

7. Für die aus diesem Schreiben resultierende, selbstverständlich

ausdrücklich erwünschte Kommunikation benutzen Sie bitte ausschließlich

meine Adresse <deine Adresse>(siehe oben).


(Optionale Zusatzkeule, nur in ganz hartnäckigen Fällen nötig
Bitte haben Sie Verständnis dafür daß ich, sollten Sie dieses Schreiben
ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen
Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Weitere rechtliche Schritte
behalte ich mir vor.
 

DonOs

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sollten Sie dieses Schreiben ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren

Um meine Schreiben Nachdruck zu verleihen, setze ich dies immer gleich voraus. Alla: Eine Kopie dieses Schriftstückes geht dem Datenschützer xyz, zu. Hat man doch gleich noch was in der Hand, sollte die Anfrage unter Ablage P landen sollen.
 

franky0815

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Eine Kopie dieses Schriftstückes geht dem Datenschützer xyz, zu.

Kann man machen finde ich aber übertrieben, wenn man die Auskunft anmahnen muss kann man den Datenschützer mit ins Boot holen, bei mir haben alle geantwortet, wenn auch nicht im rahmen der Frist von 14 Tagen, ich denke eine Zaf die man damit mal " belästigt " hat, wird einen nie mehr zu einem VG einladen wollen.
 

erwerbsuchend

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Den Namen und die Kontaktdaten dürfen die ja speichern, sonst könnten die ja auch keine Antwort versenden.

Wenn nach dem Versand einer Bestätigung einer Datenlöschung weiterhin der Name und die Anschrift gespeichert bleibt, dann war es aber keine Datenlöschung. Selbst wenn die ZAF eine Blacklist für ungewünschte Bewerber führen will, müsste sie die Einwilligung des Bewerbers dazu einholen, auf dieser Liste gespeichert zu werden. Damit würde man jedoch der ZAF und im schlimmsten Fall auch dem JC schriftlich geben, dass man diesen AG, also diese ZAF, grundsätzlich als AG ablehnt. Ist dies wirklich sinnvoll, unter Berücksichtigung der möglichen Folgen in Form von Sanktionen? Wenn ich zu einer Datenlöschung auffordere, dann meine ich das auch inkl. Namen und Anschrift. Bei einigen AG steht in der Antwort teilweise dazu, dass mein Name und Anschrift nach Versand dessen auch gelöscht werden.
 

franky0815

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müsste sie die Einwilligung des Bewerbers dazu einholen

Müsste, weisste du ob sie es wirklich tun, ich glaube es nicht, auch werden die nicht alle auflisten an die sie die Daten weitergegeben haben, sondern nur die von denen sie wissen das du es weisst, ansonsten hast du natürlich recht, wenn das JC einen VV rauslässt mit dieser Zaf geht wird ein Verfahren in gang gesetzt das man schwerlich umgehn kann.
 

Holler2008

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Dafür müsste diese ZAF jedoch deine Daten, zumindest deinen Namen und Anschrift, gespeichert haben. Wie sollte sie sonst wissen, wen sie nicht einladen sollte?
Ich sehe das viel einfacher. Durch so eine Aktion bleibt man den Mitarbeitern im Gedächtnis. Viele Bewerber machen so eine Aktion bestimmt nicht.
 

franky0815

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Das funktioniert nur solange die internen MA einer ZAF nicht wechseln.

Das is doch scheissegal hauptsache man tut was und falls die einen wieder einladen sollten weiss man ja wie vorzugehn is.
Holler2008 kann uns ja berichten ob die Zaf nochmal was von ihm will.

Wenn nach dem Versand einer Bestätigung einer Datenlöschung weiterhin der Name und die Anschrift gespeichert bleibt, dann war es aber keine Datenlöschung.

Übrigens ist in meinem Schreiben in #9 weiter oben ein Auskunftsersuchen mit gleichzeitiger Sperrung der Daten und kein ersuchen die Daten zu löschen, wenn ich mich dort beworben habe darf die Zaf die Daten erst nach ablauf von Fristen löschen, diese sind anhänig von der Geschäftsbeziehung zur Zaf.
 
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