Was soll es bringen täglich drei Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeitszeit normal 8 Stunden dauert in jedem Unternehmen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Zwangsregistrie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Februar 2014
Beiträge
86
Bewertungen
9
Sozialgeld erhalten nur Personen, die nicht erwerbsfähig sind, weil sie unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht mindestens drei Stunden täglich arbeiten können.

Ich habe mal diesen Unsinn als Voraussetzung für Sozialhilfe gelesen und kann es nicht fassen.

Was ich nicht verstehe:

- Was soll das bringen drei Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeitszeit normal 8 Stunden dauert in jedem Unternehmen?
- Es gibt garkeine Unternehmen die jemanden für drei Stunden einstellen.
- In drei Stunden kann garnichts produziert werden, was für die Wirtschaft von Interesse wäre.
- Jemand der drei Stunden bei jemanden arbeitet, kostet den Arbeitgeber mehr Nerven, als wenn er ihn nicht einstellen würde, weil er nach drei Stunden seine Arbeit unterbrechen muss.
- Was soll jemand in drei Stunden verdienen, was nicht durch ergänzendes ALG etwa 98% bezahlt werden muss?
- Jemand der das in das SGBII eingebunden hat muss eigentlich eine Schraube locker haben. Und ich verstehe nicht, wie ein solcher die Gesetzgebung beschliessen darf.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zerberus X

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2016
Beiträge
1.195
Bewertungen
467
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Was ich nicht verstehe:

- Was soll das bringen drei Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeitszeit normal 8 Stunden dauert in jedem Unternehmen?
- Es gibt garkeine Unternehmen die jemanden für drei Stunden einstellen.
- In drei Stunden kann garnichts produziert werden, was für die Wirtschaft von Interesse wäre.
- Jemand der drei Stunden bei jemanden arbeitet, kostet den Arbeitgeber mehr Nerven, als wenn er ihn nicht einstellen würde, weil er nach drei Stunden seine Arbeit unterbrechen muss.
Z.B. Putzfrau/mann.:biggrin:
 
Mitglied seit
21 April 2018
Beiträge
39
Bewertungen
3
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Was ich nicht verstehe:

- Was soll das bringen drei Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeitszeit normal 8 Stunden dauert in jedem Unternehmen?
- Es gibt garkeine Unternehmen die jemanden für drei Stunden einstellen.
Seltsam. Muß man unsere beiden Sekretärinnen fragen. Die arbeiten beide seit Jahrzehnten nur je 4 Stunden, weil sie an mehr gar kein Interesse haben. Sind verheiratet, und wozu bei Steuerklasse V mehr arbeiten als nötig?

Selbstverständlich werden Arbeitskräfte auch für weit weniger als 8 Stunden eingestellt.
 

Gaestin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Januar 2007
Beiträge
1.872
Bewertungen
1.130
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Seltsam. Muß man unsere beiden Sekretärinnen fragen. Die arbeiten beide seit Jahrzehnten nur je 4 Stunden, weil sie an mehr gar kein Interesse haben. Sind verheiratet, und wozu bei Steuerklasse V mehr arbeiten als nötig?

Selbstverständlich werden Arbeitskräfte auch für weit weniger als 8 Stunden eingestellt.

Ich kenne mehrere Sekretärinnen und Sachbearbeiterinnen, die morgens drei Stunden arbeiten, wenn ihre Kinder in der Schule sind. Weil sie das möchten. Es gibt absolut Firmen, die für 15 Wochenstunden einstellen. Und dann eben nur 15 bezahlen. Es ist oft eine Übergangslösung, sowie die Kinder ganztags Schule haben, gehen sie wieder auf Vollzeit, haben den Anschluss nicht verloren. Und die Firmen möchten nicht immer auf bewährte Mitarbeiter verzichten.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.375
Bewertungen
14.726
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Hallo Zwangsregistrie,

Sozialgeld erhalten nur Personen, die nicht erwerbsfähig sind, weil sie unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht mindestens drei Stunden täglich arbeiten können.
Das ist eine rentenrechtliche Definition dafür, dass man eben NICHT in Arbeit vermittelbar ist und in einer BG mit Erwerbsfähigen Personen Anspruch auf Sozial-GELD des SGB II hat ...

Man sollte also nicht nur LESEN sondern auch VERSTEHEN können was man da liest ...

Ich habe mal diesen Unsinn als Voraussetzung für Sozialhilfe gelesen und kann es nicht fassen.
Ja, der gleiche "Unsinn" ist gesetzliche Voraussetzung überhaupt Sozial-HILFE (SGB XII) beziehen zu können, denn wer ÜBER 3 Stunden täglich (nach Renten-Definition der DRV) arbeiten KÖNNTE (alss grundsätzlich Erwerbsfähig ist) bekommt auch KEINE Sozial-HILFE aus dem SGB XII. :icon_evil:

Was ich nicht verstehe:
Wenn du das erst mal verstanden hast (immerhin seit 2014 schon hier angemeldet), dann wirst du auch (vielleicht) verstehen wie ÜBERFLÜSSIG deine Empörung darüber ist und dein Thema wird sehr schnell und sanft "entschlummern" ...

Weil man über feste rechtliche Definitionen von Erwerbsfähigkeit (schon gültig im DRV-Recht seit 2001 und in SGB II / SGB XII seit 2005) eigentlich gar nicht diskutieren braucht. :icon_evil:

- Jemand der das in das SGBII eingebunden hat muss eigentlich eine Schraube locker haben. Und ich verstehe nicht, wie ein solcher die Gesetzgebung beschliessen darf.
Denk mal nach warum das so ist, sonst müssten sich noch mehr "Bedürftige" gleichzeitig mit beiden Ämtern herum schlagen ...

MfG Doppeloma
 

Hamar

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Juni 2018
Beiträge
102
Bewertungen
9
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

3 Stunden Arbeit findet man doch wirklich wenn überhaupt, dauerhaft, nur auf Ämtern als Sekretärin oder putzen vl noch. Selbst ein Amt hat meist von 8 bis 12 Uhr auf, da kann man nicht eine Stunde eher abhauen.
In den meisten Berufen kommt man mit den 3 Stunden nicht weit.

Stimmt. Kenne ich. Die Dame fährt gerade ihr Restaurant gegen die Wand. In 4 Wochen ist spätestens Schluss.
Das geschieht der Dame recht, wenn man sich nur mit gratis Arbeitern über Wasser halten will, dann sollen die ruhig pleite gehen. Leider passiert das aber nur bei den kleinen Unternehmern.
 

Die7Zwerge

Elo-User*in
Mitglied seit
4 Januar 2018
Beiträge
68
Bewertungen
6
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

- Was soll das bringen drei Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeitszeit normal 8 Stunden dauert in jedem Unternehmen?
Gibt genug Leute die nicht 8 Stunden arbeiten KÖNNEN, aber gerne arbeiten WOLLEN. Diese Leute sind dann froh, wenn sie 3 Stunden arbeiten gehen. Oder es sind Frauen die sich nebenbei noch um Kinder und Haushalt kümmern und denen 3 Stunden reichen.

- Es gibt garkeine Unternehmen die jemanden für drei Stunden einstellen.
Doch gibt es. Wenn du z.B. täglich nachts Zeitungen austrägst oder so.

- In drei Stunden kann garnichts produziert werden, was für die Wirtschaft von Interesse wäre.
Doch klar. Siehe Beispiel mit den Zeitungen austragen. Oder Putzstellen. Die werden auch oft für 3 Stunden gesucht.

- Jemand der drei Stunden bei jemanden arbeitet, kostet den Arbeitgeber mehr Nerven, als wenn er ihn nicht einstellen würde, weil er nach drei Stunden seine Arbeit unterbrechen muss.
Verstehe ich nicht.

- Was soll jemand in drei Stunden verdienen, was nicht durch ergänzendes ALG etwa 98% bezahlt werden muss?
Da gebe ich dir Recht. Vermutlich macht das finanziell meist nur dann Sinn, wenn man noch Rente bekommt oder einen gut verdienenden Partner hat.
 

Gaestin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Januar 2007
Beiträge
1.872
Bewertungen
1.130
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

es gibt oft Übergangslösungen mit drei Stunden.
Nicht auf Dauer und nicht mit vollem Gehalt. Aber
Verlage vergeben oft Lektoratsarbeit auf Stundenbasis
temporär, bis ein Krippenplatz da ist. Und Übersetzer
machen auch oft temporäre Verträge, wenn sie mal
kürzertreten müssen. Es geht nicht darum, ein volles
Gehalt zu bekommen, es geht um Überbrückungsmöglichkeiten,
um den Anschluss nicht zu verlieren.
 
Mitglied seit
21 April 2018
Beiträge
39
Bewertungen
3
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Es gibt alle möglichen Formen von Arbeit und Abrechnungsmöglichkeiten. Ich weiß nicht wie man so begrenzt denken und als einzig relevante Form die 8-Stunden-Maloche ansehen kann.

Und natürlich gibt es massig Arbeit in "kleinen Portionen". Das betrifft nicht nur Zeitungsausträger, sondern auch die entsprechenden Fahrer. Regaleinräumer im Supermarkt. Projektbezogene Arbeit und und und...

Es kommt doch nicht auf die Arbeitsdauer an, es kommt auf das Geld an, das man dafür bekommt!
 
T

totenkopf

Gast
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Minijob ist auch meist 2 Stunden am Tag. Das sind dann Reiniger oder Warenveräumer, manchmal auch Kassiererinnen in Supermärkten.

Auf die Weise kriegt man zuweilen einen Fuß in die Arbeitswelt. Erst einige Zeit 2 Stunden am Tag, dann 4 Stunden ( Teilzeit) und dann Vollzeit, ist aber nicht so oft möglich.

Aber man kann sich Stufenweise wieder an die Erwerbstätigkeit gewöhnen oder mit dem Minijob etwas hinzuverdienen.
 

Katzenstube

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Februar 2017
Beiträge
810
Bewertungen
716
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Richtig!

Zumal es mir den Willen zeigt selber etwas zu tun.

So ganz nebenbei ist dadurch ein soziales Gefüge vorhanden ist, welches auch von großem Wert sein kann.

Mein Respekt jedem gegenüber, der versucht irgendwo irgendetwas an Regelmässigkeit zu erbringen, was sonst nicht gegeben wäre.

Gruß von Katzenstube
 
Mitglied seit
21 April 2018
Beiträge
39
Bewertungen
3
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Mein Respekt jedem gegenüber, der versucht irgendwo irgendetwas an Regelmässigkeit zu erbringen, was sonst nicht gegeben wäre.
Exakt!

Ganz ehrlich: wer glaubt, er käme nach Jahren mit ALG2 völlig ohne Übergang urplötzlich mit einem 40 Stunden/Woche-Beruf klar, der träumt.

Es geht in kleinen Schritten vorwärts.
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.779
Bewertungen
3.034
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Ganz ehrlich: wer glaubt, er käme nach Jahren mit ALG2 völlig ohne Übergang urplötzlich mit einem 40 Stunden/Woche-Beruf klar, der träumt.
Für mich ist das eher eine Frage der Bezahlung. Wenn ein AG auch für Vollzeit nur den allgemeinen Mindestlohn zahlen will, dann bekommt er auch nur die allgemeine Mindestleistung an Arbeit. Wenn der AG deutlich mehr zahlt und auch sonst die Arbeitsbedingungen passen, dann gibt es auch von mir als Langzeiterwerbsloser deutlich mehr an Arbeitsleistung und Motivation. Schließlich leben wir in einer kapitalbasierten Welt und da zählt nur, wer wieviel Geld für was bekommt :wink:
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
6.994
Bewertungen
5.046
Exakt!

Ganz ehrlich: wer glaubt, er käme nach Jahren mit ALG2 völlig ohne Übergang urplötzlich mit einem 40 Stunden/Woche-Beruf klar, der träumt.

[...]
Hm ... dann gibt es offenbar noch Träumer ... :biggrin:

Jemand, der mir sehr nahe steht, hat vor ziemlich genau drei Jahren, nach elf Jahren Erwerbslosigkeit, ein sozialversichungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit 180-210 Monatsstunden angetreten und übt es immer noch aus - und der Kerl zählt mittlerweile sechzich Lenze ...

@ Zwangsregistrie ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Drei Stunden täglich arbeiten?[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 September 2008
Beiträge
4.137
Bewertungen
842
AW: Drei Stunden täglich arbeiten?

Ich weiß nicht wie man so begrenzt denken und als einzig relevante Form die 8-Stunden-Maloche ansehen kann.
Eben; es hat nämlich nicht nur die 5-Tage-Arbeitswoche bspw. von Mo - Fr., sondern auch die 6-Tage-Arbeitswoche von Mo - Sa.; es ist selbst zulässig, Teilzeitarbeit bspw. so zu gestalten, daß es 6 Monate Vollzeitarbeit hat und den Rest frei.
 
Oben Unten