Was sind Eure Erfahrungen mit einer psychischen Reha. Schreiben die einen dort leicht gesund?

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Wallo

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Ich werde vielleicht durch die Krankenkasse zu eine Reha gezwungen. Ich habe eine psychische Krankheit. Wie sind Eure Erfahrungen bzgl der Entlassung aus der Reha ? Schreiben die einen für 6 Stunden arbeitsfähig, obwohl man es nicht ist ? War jemand in so einer Reha ?
 

Kerstin_K

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Wieviel Threads willst du noch aufmachen? Jedes Krankheitsbild ist anders, jede RehaklinIk ist anders.

Viel wichtiger ist es, dass du eine RehaklinIk findesz, wo man sich mit deinem Krankheitsbild auskennt.
 

Wallo

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Wieviel Threads willst du noch aufmachen? Jedes Krankheitsbild ist anders, jede RehaklinIk ist anders.

Viel wichtiger ist es, dass du eine RehaklinIk findesz, wo man sich mit deinem Krankheitsbild auskennt.
Danke für die Antwort, das war aber nicht meine Frage. Ich kann nicht zurück an den Arbeitplatz, dann lande ich wieder in der Psychatrie, wie schon zweimal zuvor. Ne Reha, die mich gesund schreibt ist mein Untergang.
 

Murmel266

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Ne Freundin von mir kann krankgeschrieben wegen Depressionen nach Bad Bramstedt und ist nach vier Wochen wundersam genesen als arbeitsfähig für mehr als 6 Stunden täglich entlassen worden.
Sie ist vorher nur 4 Stunden täglich gegangen. Wundersame stundenvermehrung und nicht dagegen angekommen. Selbst etliche Gespräche mit Stationsleitung und anderes mehr brachte nichts.
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Ergebnis die Rehas schreiben total leicht gesund. Das ist ihre Aufgabe.
 

xj3Qr1nL7ys

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Ergebnis die Rehas schreiben total leicht gesund. Das ist ihre Aufgabe.

Genau so. Ich muss mich dem leider aus den selben Gründen anschließen. War nach 6 Monaten auf einmal auch wieder Vollzeit belastbar, inklusive Schichtarbeit.

Wahre Wunderheiler, sämtliche chronischen Krankheiten mal eben im Vorbeigehen außerhalb der eigenen Fachdisziplin einfach geheilt. 👎:sick: Auf dem Papier geht das leider, bloß doof für die Betroffenen, dass dies nichts mit der Realität zu tun hat.

PS: eine psychische ist mir unbekannt. Meines Wissens gibt es hier nur 4 Rehabilitationen. Dürfte sich beim TE also um eine medizinische Rehabilitation handeln.

Medizinische Rehabilitation
Anschlussheilbehandlung
Sucht Rehabilitation
Berufliche Rehabilitation
 
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grün_fink

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Bei mir persönlich, 2mal psychosomatische Reha.

Mitte der 90er Jahre:
Aus Vollzeittätigkeit ohne Krankschreibung heraus etwa 12 Wochen in Reha, arbeitsfähig entlassen.

zwischendrin abgebrochene Umschulung, längere Krankheitsphasen, ALG II, viele unsinnige Bewerbungen,
erfolglose Therapien und medizinische Behandlung.

etwa 15 Jahre nach der ersten Reha, mit etwas über 40:
Aus dem ALG II heraus (ob krank geschrieben oder nicht, weiß ich nimmer) 4 Wochen in Reha, danach befristete Rente, die dann in eine "Vollrente" umgewandelt wurde.
 

aldi110

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ich war 2016 in einer ambulanten psychosomatischen Reha, die Anwendungen waren ganz nett und sich mal wieder sportlich zu betätigen war auch ganz ok. Alles andere, also die Gespräche in Gruppen mit Leuten die man nicht kennt, war nicht besonders hilfreich.

Das ganze hab ich dann Anfang 2019 stationär gemacht, der selbe Kram...bin auch da dann AU entlassen worden. Der unterschied zur damaligen ambulanten Reha war die Bezugstherapeutin, die war echt gut.

Mein Weg hat mich dann letztendlich in die Arbeitslosigkeit geführt, zur Zeit wieder in AU und im Krankengeld. Mal schauen was noch kommt.
 

Birt1959

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Es kommt auf die Erkrankung, die Erkrankten und die Klinik an. Deswegen sind die Erfahrungsberichte von Mitpatient*innen ja auch nur deren Meinung und keine allgemeingültige Aussage.

Allerdings sollte mann*frau bedenken, dass der eigentliche Arbeitgeber dieser Rehakliniken eben DRV und Krankenkassen ist. Insofern müssen die eine gewisse Erfolgsquote im Sinne von DRV und Krankenkassen aufweisen.
 

franzi

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@grün_fink: Das liest sich sehr ähnlich wie mein Fall ...
1998 Bandscheibenvorfall. Trotz qualvoller Schmerzen weitergearbeitet. Mehrmals Job gewechselt, weil ich aus Erschöpfung und wegen der Schmerzen nicht mehr konnte. 2001: Arbeit aus gesundheitlichen Gründen gekündigt.
Nach der ersten Reha (2001) arbeitsfähig entlassen, obwohl es mir echt dreckig ging. Danach fragte keiner.

Dann jahrelang weitergewurschtelt, sinnlose Bewerbungen, Maßnahmen, Umschulung abgebrochen, Krankheitsphasen, erfolglose Therapien und Behandlungen. Viele Tabletten geschluckt, keine Besserung oder Heilung.
Letztlich wurde ich als Chroniker abgestempelt und keiner wollte sich mehr mit mir befassen. Das Gesundheitssystem kommt nach spätestens 15 Jahren an den Punkt, wo man als austherapiert gilt. Da macht sich keiner mehr Mühe.

Nun, mit 48, erneuter Anlauf, allerdings ohne weitere Reha, und diesmal endlich in der befristeten EM-Rente gelandet.
 
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Susanne42

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Du hast ein Wunsch- und Wahlrecht. Versuche mit Googel und Klinikbewertungen.de herauszufinde, welche Reha du gerne möchtest.
Wichtig ist ein Kooperationsvertrag mit der DRV, das steht in der Regel auf der Seite der Klinik.
Die Liste, die die DRV auf ihrer Seite hat, ist nicht vollständig.
Als ich zur Reha war, da gab es unzählige Test s für die Leistungsfähigkeit. Es wurde rauf und runter untersucht, schriftliche Test und Fragebögen ausgewerte, Konzentrationstest uvm.
Ich glaube, die haben sich schon viel Mühe gegeben, um herauszufinden, wieviel Leistungsfähigkeit noch im Menschen so steckt.
Es war eine sehr, sehr große Klinik..280 Betten.Ich hatte fast das Gefühl, das eine große Klinik vom Vorteil ist, da es dort mehr Möglichkeiten gibt.
Der Grundsätzlich Auftrag einer Reha ist, deine Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Geht das nicht, wird genau überprüft, wieviel restleistung noch da ist.
Für mich persönlich war das tausend mal besser als ein Gutachter, denn ich 2h beim Gutachter wäre nie meine Problematik zu Tage gekommen.
Auf der Reha jedoch schon.
Ich bekam gleich danach Erwerbsminderungsrent.
Es macht Sinn, zur Rehaklinik die letzten KrankenhausBerichte mit zu nehmen in Kopie und dort mit abzugeben.
 

deori1

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Sie ist vorher nur 4 Stunden täglich gegangen. Wundersame stundenvermehrung und nicht dagegen angekommen. S
Hallo,
das ist kein Grund ,ich kenne auch jemanden wo nur 4 Stunden arbeiten geht, weil er es sich leisten kann und kein Bock hat 8 Stunden zu gehen(Partner hat tolle Rente).Wenn man mal jahrelang nur 4 Stunden (er macht dass 15 Jahre schon) arbeitet ist es schwer wieder 8 Stunden zu arbeiten,er hat auch gesagt er könnte dass nicht mehr 8 Stunden arbeiten ,Ihnen reicht dass Geld. Es kommt auf das Restleistungsvermögen an.
Und wenn man mit AU Bescheinigung in Reha (meine Erfahrung) geht wird man meistens auch AU entlassen.
AU heisst nicht erwerbsunfähig.Die meisten wo in Reha waren/gehen ,wollen ja nicht in Rente,die gehen nach der Reha wieder normal arbeiten.
 
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Birt1959

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Diese Diskussion lief im verlinktem Fred schon mal ab - vielleicht hilft es.


Auch werden viele Gutachten durch die "Langzeitbeobachtung" bei einer Reha durch die Ärzt*innen der Rehaklinik erstellt. Das ist unter anderem ein Punkt, warum die DRV die Regel "Reha vor Rente" einhält.

Gibt es viele aber was nützt dir das ?

Die Frage ist berechtigt - eventuell gibt es gewisse vorgegebene Standards die abgefragt werden. Nur ob Agentur und DRV diese Abfrage veröffentlichen, ist eine Frage. Außerdem handelt es sich bei der Untersuchung nicht um einen schulischen Test, bei dem die Frage nur richtig oder falsch beantwortet werden kann.

Die Bewilligung einer EMR hängt zu sehr von dem individuellen Krankheitsverlauf ab, als dass ein Forum die Frage nach der Begutachtung wirklich nützlich beantworten kann. Das einzige was der*die TE durch die Beantwortung der Frage nach der Begutachtung eventuell erkennen kann, ist möglicherweise der vergleichbare Ansatz der Untersuchung.

Wenn der Klageweg beschritten werden muss und das Gericht auch noch ein Gutachten benötigt, kommen dann schon wieder andere Faktoren ins Spiel, die der gerichtliche Gutachter beachten muss.
 

Birt1959

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PS: eine psychische ist mir unbekannt. Meines Wissens gibt es hier nur 4 Rehabilitationen. Dürfte sich beim TE also um eine medizinische Rehabilitation handeln.

Medizinische Rehabilitation
Anschlussheilbehandlung
Sucht Rehabilitation
Berufliche Rehabilitation
Es gibt eine psychosomatische Rehabilitation, die wahrscheinlich zur medizinischen gehört. Ob eine psychiatrische Reha möglich ist, weiß ich nicht. Alle mir bekannten Psychiatrien sind Krankenhäuser der Regelversorgung.
 

Wallo

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Gibt es viele aber was nützt dir das
Woher weisst du das?
Was mir das nutzen würde: Ich könnte beurteilen, ob ich mit einer Reha wenigstens eine Chance hätte sie durchzuvekommen.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Gibt es viele aber was nützt dir das
Woher weisst du das?
Was mir das nutzen würde: Ich könnte beurteilen, ob ich mit einer Reha wenigstens eine Chance hätte sie durchzuvekommen.
 

ZynHH

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Wichtig ist das tägliche Verhalten der Patienten in der Reha.
Viele versuchen vor den Mitpatienten ihre Krankheit zu verheimlichen, verhalten sich möglichst "normal" , sei es aus Scham oder aus Misstrauen.
Das ist natürlich kontraproduktiv. Natürlich soll man versuchen die einzelnen Therapien mitmachen, aber wenn man sich dafür pausenlos verstellt, gibt man ein völlig falsches Bild von sich ab. Wenn man daheim Einschränkungen hat, muss man die in der Klinik natürlich auch haben, sonst hat man die nicht.

Das Verhalten der Patienten wird natürlich auch wahrgenommen, wenn man gerade keine Therapie sondern Freizeit hat.
Wer also freudestrahlend bei den Rauchern steht, in der Therapiegruppe aber ein Häufchen Elend ist, sollte sich nicht wundern.

Bei mir war es bisher immer so, das ich, wenn ich AU in die Reha ging, ich auch AU entlassen wurde.
Das hat nichts damit zu tun, ob man 0-<3, 3-<6 oder >6 eingestuft wurde.

Das eine, die AU, arbeitsunfähigkeit, betrifft die aktuelle Situation, ob man jetzt arbeitsfähig ist. Und egal, was auf dem Entlassungsschreiben steht, der Arzt daheim kann jederzeit weiter krank schreiben.

Die Einstufung <3 , <6 und > 6 nennt sich Erwerbsfähigkeit und bezieht sich darauf, ob man überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnte. Auch hier kann der Arzt daheim jederzeit weiter AU schreiben, da die Erwerbsfähigkeit nichts mit der AU zu tun hat.
 

HermineL

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Was mir das nutzen würde: Ich könnte beurteilen, ob ich mit einer Reha wenigstens eine Chance hätte sie durchzuvekommen.
Eben nicht denn gerade bei eine psychosomatischen Reha spielen viel zu viele persönliche individuelle Faktoren hinein die es schon aus der Warte unmöglich machen das in irgendeiner Art pauschalisiert zu sehen. Hinzu kommt noch das die Bewertung durch die Rehaklinik abhängig ist von deren eigener Philosophie gegenüber der DRV und von der Bewertung durch die Therapeuten und Ärzte.
Jemand der in der Klinik Y mit der Diagnose Y als erwerbsunfähig eingestuft wurde wird evtl. in der Klinik X als voll erwerbsfähig eingestuft und in einer dritten Klinik Z vielleicht als zum Teil erwerbsgemindert.

Von daher kannst du mit einzelnen Aussagen anderer User überhaupt nichts anfangen und schon gar nicht etwas herleiten das dann bei dir mit Sicherheit zutrffrn würde. Außer Spekulationen und Glaskugellesen kommt da nichts sinnvolles bei heraus.

Ganz davon abgesehen das ich es schon recht frech finde andere User aufzufordern hier ihre psychische Diagnose zu nennen wie du es hier machst. Würdest du deine eigene Diagnose und was dazu gehört auch an der Litfaßsäule veröffentlichen?

Ich stelle mir auch die Frage was es für einen Sinn macht das du jetzt hier zwei Fäden aufgemacht hast bei denen es im Endeffekt um genau das gleiche geht.
 

Birt1959

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Wichtig ist das tägliche Verhalten der Patienten in der Reha.
Viele versuchen vor den Mitpatienten ihre Krankheit zu verheimlichen, verhalten sich möglichst "normal" , sei es aus Scham oder aus Misstrauen.
Das ist natürlich kontraproduktiv. Natürlich soll man versuchen die einzelnen Therapien mitmachen, aber wenn man sich dafür pausenlos verstellt, gibt man ein völlig falsches Bild von sich ab. Wenn man daheim Einschränkungen hat, muss man die in der Klinik natürlich auch haben, sonst hat man die nicht.

Sich zu verstellen bringt wirklich nichts - abgesehen davon belügt mann*frau nicht nur die Kliniken, sondern auch sich selbst. Denn dann bringt keine Therapie der Welt etwas und eine Reha ist auch immer eine Chance.

Das Verhalten der Patienten wird natürlich auch wahrgenommen, wenn man gerade keine Therapie sondern Freizeit hat.

Bei guten Kliniken ist das so - egal, ob Reha oder Akutklinik. Nur ist die Beobachtung meist stationsgebunden und Patient*innen, die nicht auf geschützten Stationen sind, dürfen diese verlassen. Dann hört die Beobachtung meiner Erfahrung nach auf.

Bei mir war es bisher immer so, das ich, wenn ich AU in die Reha ging, ich auch AU entlassen wurde.
Das hat nichts damit zu tun, ob man 0-<3, 3-<6 oder >6 eingestuft wurde.

Ich habe zweimal das Gegenteil erlebt - ich bin nach eineinhalb Jahren bez. einem Jahr durchgängiger AU in die Reha gegangen und war wundersamer Weise nach drei bzw. sechs Wochen gesund.

Allerdings erlebte ich auch, dass ich nach einem Jahr AU mit langem Krankenhausaufenthalt, als AU aus einer Reha entlassen wurde.

Das eine, die AU, arbeitsunfähigkeit, betrifft die aktuelle Situation, ob man jetzt arbeitsfähig ist. Und egal, was auf dem Entlassungsschreiben steht, der Arzt daheim kann jederzeit weiter krank schreiben.

Stimmt und viele machen das auch.

Die Einstufung <3 , <6 und > 6 nennt sich Erwerbsfähigkeit und bezieht sich darauf, ob man überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnte. Auch hier kann der Arzt daheim jederzeit weiter AU schreiben, da die Erwerbsfähigkeit nichts mit der AU zu tun hat.

Das ist das häufige Missverständnis - arbeitsunfähig und erwerbsunfähig haben nur bedingt was miteinander zu tun.

Die AU stellt fest, dass ich gerade arbeitsunfähig bin, wobei die Ärzt*innen berücksichtigen müssen, als was ich arbeite. Sprich, wenn ich mir einen Fuß gebrochen habe, aber als Sachbearbeiter*in am PC arbeite, werde ich nicht AU geschrieben. Bin ich aber als Dachdecker*in unterwegs, werde ich krankgeschrieben.

Die Erwerbsunfähigkeit stellt fest, dass ein Mensch auf (eine bestimmte) Dauer keinerlei oder nur stark eingeschränkt einen Job ausüben kann. Dabei wird auf den Beruf bei der Bewertung keine Rücksicht genommen. Denn eventuell könnte ein Berufswechsel ja die Erwerbsfähigkeit erhalten, z.B. im Fall einer Mehlstauballergie bei Bäcker*innen. In dem Fall würde vermutlich eine berufliche Reha vorgeschlagen.

Allerdings hat @HermineL recht - dem*der TE bringt das alles nichts. In diesem Fall wäre es bedeutend sinnvoller, sich mit Mitpatient*innen, die dem*der TE bekannt sind, auszutauschen oder aber in Foren, die sich mit der konkreten Erkrankung befassen, nachzufragen. Dabei sollte der*die TE aber bedenken, dass das alles Einzelfälle sind und keinerlei Rückschlüsse auf die eigene Situation zulassen. Ansonsten könnte der*die TE genauso gut eine*n Astrolog*in fragen...
 
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