• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Was passiert, wenn ich zuhause ausziehe, Tochter bleibt ?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#1
Hallo,

Ich habe so die Nase voll von Deutschland mit seinen irrsinnigen Gesetzen :kotz: .

Nach meiner Scheidung bin ich in ALG II gefallen. Bei mir zu Hause (kleines eigenes Haus) lebt noch meine fast 16jährige Tochter, mein 12jähriger Sohn lebt bei meinem Ex. Für ihn werde ich wohl aufgrund fiktiven Einkommens Unterhalt zahlen müssen, wenn der Richter in einem immer noch ausstehenden Verfahren nicht meine Arbeitsbemühungen anerkennt und mir Ehegattenunterhalt zuspricht, der dann mit dem Kindesunterhalt verrechnet wird. Kann ich nicht zahlen, wird mein Ex mir ins Haus pfänden können und wohlmöglich wird er auch noch Zwangsvollstreckung betreiben.

Ich überlege, in die Türkei auszuwandern . Entweder werde ich wohl das Haus verkaufen müssen, um dann von diesem Geld erst einmal zu leben oder ..... und dass ist jetzt meine Frage .....

Kann meine Tochter in meinem Haus wohnen bleiben, ich nehme von ihr Miete (um die noch offenen Belastungen weiter abzuzahlen) ? Hypotheken + Tilgung entsprechen ungefähr der ortsüblichen Miete. Oder wird das JobCenter Aufstand machen?

Wie könnte man das am besten organisieren? Hat jemand Ideen?

Die Ämter hier machen einen wirklich verrückt !

Viele Grüsse

Petra
 
E

ExitUser

Gast
#2
Re: Was passiert, wenn ich zuhause ausziehe, Tochter bleibt

Susisonnenschein

Du willst eine 16 jährige allein leben lassen?

Warum?

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
4.272
Gefällt mir
1
#3
... die einfachste Antwort ist - nein - da deine Tochter noch nicht volljährig ist und du oder der Ex dann für sie aufkommen muß .

Was meinst du was das Jugendamt dazu sagen würde - da ist die Arge nochnichteinmal das größte Problem :pfeiff: :pfeiff:
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#4
:kratz:

Ausserdem will sie das Haus doch verkaufen wie soll die Tochter dann da wohnen bleiben?

Abgesehen davon das man 16-jährige nicht allein lassen kann
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
4.272
Gefällt mir
1
#5
... na ja mit dem Hausverkauf ist es auch noch so eine Sache - warscheinlich auch nicht so ganz einfach.

Es war wohl erstmal nur so eine Überlegung von Petra weil sie zu recht (wenn man die älteren Beiträge kennt) wieder mal alles zum :kotz: :kotz: findet.....
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#6
Keine andere Wahl mehr ....

Hallo,

jetzt hat auch noch die Sachberabeiterin in meinem JobCenter gewechselt! Ich kann es nicht nachvollziehen, aber sie hat mir gleich noch mehr an Tilgung gekürzt. Es werden von 350 Euro (gesamt Hyp + Zinsen) nur noch insgeamt 122 Euro anerkannt. Meine Tochter bekommt nun gar nichts mehr vom Amt. Ich war beim Anwalt, aber bis das mit dem Sozialgericht durchkommt, sind wir verhungert ...Und wie entschieden wird, ist auch fraglich.

Es ist so, dass wir nun nur noch 40 Euro im Monat haben. Zwei, drei Monate kann ich mich vielleicht noch so eben über Wasser halten, aber dann?

Ich werde mein Haus verkaufen (auch nicht viel wert :( ) und mich ins Ausland absetzen müssen. Dort kann ich allein vielleicht die nächsten 10 Jahre rumkommen. Ich kann nicht mehr, ich gebe auf. :cry: :cry:

Und das ohne meine Tochter. Zum einen will sie nicht mit, zum anderen kann sie die Sprache nicht, und die Schulverhältnisse dort lassen auch zu wünschen übrig. Sie besucht jetzt das Gymnasium, ich kann es nicht auch noch verantworten, ihr das auch noch zu nehmen. Ohne mich ist sie fianziell besser dran.

Wie soll das alles nur noch enden? Ich weiss nicht mehr,wo mir der Kopf steht. Werde ich wohlmöglich auch noch im Ausland wegen Unterhalt verfolgt werden? Kriegt man in diesem Sch..land überhaupt nicht mehr Ruhe? Was wird das JobCenter machen? Welche Möglichkeiten gibt es für meine Tochter?

Bin so fertig. Niemand versteht mich in meinem Umfeld...aber die leben auch nicht von Hartz.

Macht's gut


Petra
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#7
Liebe Petra,

ne ne ne, so geht das nicht. Ich muss mich mal eben einschalten. :)
Also, bezüglich der Tilgung und der Zinsen sieht es so aus, dass die Arge dir nur die Zinsen für den Hauskredit zahlt- die Tilgung geht zu deinen Lasten- das hat den Hintergrund, dass die Gemeinschaft dir ansonsten Eigentum verschaffen würde.

Und nun mal so von Mutter zu Mutter :hug: : Vielleicht(!) würde es deiner Tochter finanziell besser gehen, ABER: Das Mädel ist 15!! Sie steckt mitten in der Pubertät. Sie BRAUCHT dich! Deine Bedürfnisse musst du hinten anstellen, ehrlich! Du kannst sie nicht einfach im Stich lassen und dich in die Türkei verdrücken- das ist eine Flucht, mehr nicht. Mensch, Petra, du bist Mama, stell dich der Verantwortung, den Problemen. Wenn du einfach abwanderst, fügst du deiner Tochter einen großen Schaden zu. Sie wird nicht verstehen, dass es die Probleme und Ängste sind, die dich dazu treiben. Was meinst du, wie das Mädel sich fühlt? Der Bruder wohnt bei Papa und sie hat dich- und du gehst. Was soll sie dann denken? Sie wird sich die Augen aus dem Kopf weinen, sich ungeliebt, vernachlässigt fühlen, vielleicht sogar als Belastung empfinden. Das DARFST du ihr nicht an tun! Der Schaden wäre nicht wieder gut zu machen. Willst du das?

Ich habe auch 2 Kinder, meine Große geht auch auf das Gymmi und ist fast 15. Mein Kleiner (das darf er nicht lesen :mrgreen: ) fast 10. Ich bin auch geschieden- und habe eine wirklich harte Zeit hinter mir. Eine schäbige Trennung und den ewigen Kampf mit dem Vater, dass er sich adäquat um die Kinder kümmert. Ich habe gekämpft wie ein Löwe!! Ich habe extrem viel Gewicht verloren, wurde dann krank, hatte einen BurnOut, habe endlose Liter an Tränen geheult...... ich war manchmal soooo verzweifelt, dass ich dachte, ich wäre lieber tot. Aber meine Kinder waren da. Und für meine Kinder habe ich alles getan. Ich habe Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt- weil meine Kinder das von mir, als Mutter, erwarten dürfen. Weil ich für sie verantwortlich bin. Und ich habe es geschafft. Die Wogen sind nach Jahren geglättet, es besteht ausgezeichneter Kontakt zu den Kindern... der Vater kommt aus Wales, und hätte ich nicht alles gegeben, wäre er zurück gegangenn. Meine Kinder wären daran zerbrochen. Darum habe ich es getan- und glaub mir, wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ihn persönlich nach Wales gefahren- aber das wäre zu hart für meine Kinder gewesen.

Verstehst du, was ich dir unbedingt vermitteln will? Du bist erwachsen- deine Tochter nicht, sie braucht dich, deinen Schutz, deine Nähe, deine Liebe, dein Lob, deine Erziehung, deine Lebenserfahrung.... du bist ihr Vorbild. Was lebst du ihr vor, wenn du nun die Flucht ergreifst und sie im Regen stehen lässt?

Mensch Petra, lass dich doch von den beknackten Gesetzen nicht unter kriegen! Und wenn dein Ex dir alles wegpfändet- dann ist es eben so. DAS ist alles noch harmlos im Verhältnis zu einem 15-jährigen Kind, dass von ihrer Mama verlassen wird!!!! Wenn du abhaust, lässt du dein Kind im Sticht- glaub mir, es wird die Zeit kommen, wo du das ganz bitter bereust. Dass deine Tochter auf´s Gymnasium geht zeigt doch, dass sie sich Mühe gibt- vielleicht auch, dir nicht zur Last zu fallen. Sie hat verdient, dass du zu ihr stehst!! Gerade jetzt, wo es hart ist.

Es wird weiter gehen- auch diese Lebenskrise wirst du überwinden- aber bitte MIT deiner Tochter!!! Halte durch, sei stark!! Wenn du es überwunden hast, wirst du zurück blicken und dir sagen können "ja, es war hart, aber ich habe es geschafft. FÜR meine Tochter..."

Ich verstehe deine Not- aber es geht um GELD! Glaubst du, deine Tochter würde dich verkaufen? :shock:

Nicht aufgeben,liebe Petra!! :hug:
 
E

ExitUser

Gast
#8
Re: Keine andere Wahl mehr ....

@Susisonnenschein

Du, was Irisanna dir geschrieben hat, hör drauf! Ich denk da genauso... und mir gings auch nach meiner Trennung vom Vater der Kinder ähnlich... Sorgerechtsstreit, vorübergend keinen Pfennig Geld, weil meine Unterhaltszahlungen plötzlich nicht mehr kamen...Ärger mit dem vermieter, irgendwann war mir das alles zu viel, und ich hab trotzdem durchgehalten - meinen Kindern zuliebe.

Laß dich nicht uterkriegen... nimm dir notfalls ne Auszeit von ein par Tagen... aber dann kämpf weiter. Irgendwann scheint wieder die Sonne...

Kinder sind etwas, was man nie hergeben sollte...und: rede mit deiner Tochter... sie ist alt genug zu verstehen, warum es dir schlecht geht... wenn sie nicht Bescheid weiß, wird sie sich ihre eigenen (falschen) Gedanken machen...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Müllemann

Elo-User/in

Mitglied seit
14 Apr 2006
Beiträge
298
Gefällt mir
0
#9
Nachstehendes könnte Anregung zu anderen Überlegungen geben:

Ein ALG-Empfänger machte die Tilgungsraten für seine Eigentumswohnung als Unterkunftskosten geltend.

Da der Kredit fast abgezahlt war, und eine eigene Wohnung die Minderung künftiger Wohnkosten versprach, wurden die Raten von der Arbeitsgemeinschaft übernommen.

Selbst genutztes Wohneigentum gilt als schützenwertes Vermögen.

SG Detmold, S 8 AS 37/05 - 2/06
 

silkem

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Dez 2005
Beiträge
282
Gefällt mir
4
#10
Nach meiner Scheidung bin ich in ALG II gefallen. Bei mir zu Hause (kleines eigenes Haus) lebt noch meine fast 16jährige Tochter, mein 12jähriger Sohn lebt bei meinem Ex. Für ihn werde ich wohl aufgrund fiktiven Einkommens Unterhalt zahlen müssen, wenn der Richter in einem immer noch ausstehenden Verfahren nicht meine Arbeitsbemühungen anerkennt und mir Ehegattenunterhalt zuspricht, der dann mit dem Kindesunterhalt verrechnet wird. Kann ich nicht zahlen, wird mein Ex mir ins Haus pfänden können und wohlmöglich wird er auch noch Zwangsvollstreckung betreiben.
Ich hoffe, diese Sache befindet sich auch beim Anwalt :dampf: :dampf:

Jetzt wüßte ich nur noch gerne was fiktives Einkommen bedeutet? :?

@Sonnenschein: Kopf hoch - es kommen wieder bessere Zeiten!

LG

Silke
 
E

ExitUser

Gast
#11
silkem sagte :
Jetzt wüßte ich nur noch gerne was fiktives Einkommen bedeutet? :?
Silke, wenn der Familienrichter meint, man könne doch wenigstens eien 400 E Job machen, dann seztzt er die 400 € als Einkommen fest - auch wenn du es nicht hast.

Das ist damit gemeint.

Früher wars ja kein Problem, da was zu finden... und wenn jemand offentsichtlich nicht arbeiten wollte war das ein gutes Mittel ihn dazu zu bringen, seiner Unterhaltsverpflichtung nach zu kommen..
In der heutigen Zeit fänd ich das ne Schweinerei:
einen 400 e Job zu finde ist Glücksache nicht mal mehr Zeitungsaustragen kann man so einfach mehr, weil dsich Arbeitslose selbst darum reißen.

Gruß aus Ludwigsburg
 

evahb

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Sep 2005
Beiträge
242
Gefällt mir
0
#12
Entschuldige bitte Susisonnenschein, sich in die Türkei verdrücken,meinst du da geht es dir besser? :shock:
Das Haus verkaufen,wo soll deine Tochter denn unterkommen.Du machst dir das alles sehr einfach.
Sie will nicht mit in die Türkei-kann ich verstehen,sie besucht hier in Deutschland das Gymnasium-hat somit alle guten Vorraussetzungen für eine gute Schulbildung und ihr späteres Leben.
Das überlege dir bitte alles sehr gut.
Vor allen Dingen,was zieht dich in die Türkei?
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#13
... werde verschwinden, geht wirklich nicht anders

Hallo,

mittlerweile ist es so, dass ich mich trotz Eurer Bedenken dazu entschieden habe, diese Sache doch durchzuziehen. So geht es auf jeden Fall hier nicht mehr weiter. Ich habe auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben, was mir unser geliebstes JobCenter nicht zugestehen will.

Ich habe dieselben Gedanken und Befürchtungen um meine Tochter. Ich habe auch ein ganz schlechtes Gewissen. Aber ich kann es einfach nicht mehr weiter ertragen. Ich habe Dauerkopfschmerzen, kann keine Nacht mehr schlafen, heule für jedes bisschen gleich los, und wenn ich nicht so ein Feigling wäre, hätte ich mir wahrscheinlich schon den nächsten Strick genommen. Meine Tochter ist mir keine Hilfe. Sie ist - leider durch meine schlechte Erziehung - viel zu verwöhnt. Sie hat nur Ansprüche, beschimpft mich von morgens bis abends, wenn es nicht nach ihrem Willen geht und sie kein Geld bekommt, und setzt mich auch ständig unter Druck. Sie macht, was sie will, kommt nach hause, wenn sie will...und letztens ist sie sogar aus irgendwelchen unverständlichen Gründen zur Jugendschutzstelle gerannt, weil sie mir wohl zeigen wollte, wer das "Sagen" hat. Sie weiss ganz genau, dass ich mit dem Haus auch auf ihre Unterhaltszahlungen angewiesen bin. Sie beklaut mich (habe sie erwischt!) mit der Begründung, ich würde ihr ja so kein Geld geben ...

Ich weiss, dass ich mich vor der Verantwortung drücke. Aber meine Nerven sind am Ende. Ich habe auch für meinen mittlerweile 12jährigen Sohn alles gemacht, was ich konnte. Was war das Ende vom Spiel? Nach der Scheidung wollte er bei seinem Vater wohnen. Diese ganze Sache verfolgt mich auch und hat mich auch bei meinem jetzigen Entschluss bekräftigt.

Vorausgesetzt, ich werde meine alte Bruchbude los, werde ich meiner Tochter eine kleine Wohnung in der Nähe meiner Eltern und meines Bruders einrichten. Ich werde ihr den Internetanschluss bezahlen und ihr freiweillig sowieso heimlich etwas zukommen lassen. Ausserdem werde ich beim Jugendamt nachfragen, ob es möglich ist, dass sie von dort aus auch einige Stunden in der Woche in ihrer Wohnung betreut (kontrolliert) wird. Und ich werde mich, wenn ich in der Türkei erst mal alles erledigt habe, mich öfters bei ihr "einnisten".

Wird sie wohl vom JobCenter ALG II Geld beziehen können? Ihr leiblicher Vater zahlt 290 Euro Unterhalt, dazu kommen die 150 Euro Kindergeld. Wird das JobCenter auf mich zutreten können, wenn ich ins aussereuropäische Ausland verschwinde? Wie und welches Einkommen werden sie mir wohl anrechnen werden?

Mir qualmt der Kopf. Bis ein anderes Mal

SusiSonnenschein.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#14
Von allem anderen abgesehen frage ich mich immer noch ob eine 16-jährige alleine in einer Wohnung leben darf?
 

Eka

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Dez 2005
Beiträge
1.635
Gefällt mir
20
#15
Das frag ich mich allerdings auch, ich glaube nämlich so einfach ist das nicht eine 16 jährige alleine wohnen zu lassen. Höchstens im betreuten wohnen, denke ich.

Könnte sie nicht das Haus verkaufen und sich von dem Geld eine Wohnung kaufen? Ok, das wäre evntl. in dem Falle wohl nicht der Fall, weil sie wohl noch die Hypothek abzahlt, wenn ich richtig gelesen hab. Und ansonsten würde sowas wohl als Einkommen bewertet werden oder?

Es ist halt nur so ein Gedanke...
 
E

ExitUser

Gast
#16
Re: ... werde verschwinden, geht wirklich nicht anders

Susisonnenschein sagte :
Hallo,

mittlerweile ist es so, dass ich mich trotz Eurer Bedenken dazu entschieden habe, diese Sache doch durchzuziehen. .
Susi, wir werden dich nicht abhalten können. Aber meinst nicht, auch uns hier ist noch nie der Gedanke gekommen, einfach abzuhauen?

Ich hab da in den letzten 2 Jahren immer wieder mal dran gedacht - aber ich habs nicht getan, weil ich das meinen Kindern nie antun könnte.

Und wenn du weißt, daß du bei deiner Tochter einiges falsch gemacht hast: dann machs besser, such dir Unterstützung! Gib nicht auf!

Glaubst du ernsthaft daß deine Tochter sich über deine späteren Besuche freuen wird, wenn du sie jetzt im Stich läßt?

Wär ich deine Tochter, ich würd die Klingel abstellen, wenn du irgendwann wieder vor der Tür stehen würdest! Das mag hart klingen, aber bei allem Verständnis, was ich für deine Situation hab: ein Kind allein lassen, das ist einfach die schlechteste Lösung, irgendwann wirst du das bereuen... und wahrscheinlich auch deshalb keine Ruhe finden.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#17
Was zieht dich denn nun in die Türkei?

Deine Tochter ist noch 15, wie du oben schreibst- es wird nicht fnktionieren, dass du ihr eine Wohnung einrichtest und sie dann allein lässt. Du hast eine gesetzliche SorgePFLICHT! Das Jugendamt wird dem nicht zustimmen- das bedeutet, deine Tochter kommt ins Heim oder in eine Pflegefamilie. Wie kannst du deinem Kind so etwas antun??
Es gibt ganz klar auch eine andere Lösung. Wenn du dich von deiner Tochter derzeit "terrorisiert" fühlst, suche eine Erziehungsberatungsstelle auf! Deine Tochter pubertiert und ich vermute, dein Stress wird einiges dazu beitragen, dass es zwischen euch derzeit nicht läuft. Hier solltest du ansetzen, an der Wurzel der Probleme. Jetzt packst du deine sieben Sachen und versuchst, die Verantwortung für dein Kind auf die Behörden abzuschieben- wo du doch selbst negative Erfahrungen mit den Behörden gemacht hast- wie kannst du es dann deinem Kind zumuten?

Du schreibst, dass deine Tochter sich an deinem Geld vergriffen hat. Glaub mir, da ist sie nicht die einzige auf der Welt! Das ist Alltag. Du kannst von deiner Tochter nicht erwarten, dass sie sich erwachsen verhält- sie ist 15!! Da darf man noch Fehler machen.

Dass dein Sohn sich entschieden hatte, zu seinem Vater zu gehen war sicherlich sehr enttäuschend für dich- aber deine Tochter ist bei dir geblieben. Und obwohl es dich so verletzt hat, dass dein Sohn dich "verlassen" hat, willst du eben das nun deiner Tochter zumuten? Sie soll dafür "bluten"?

Ich möchte dich nicht verurteilen, aber ich empfinde dein Verhalten geradezu verachtenswert. Wenn ich, als Außenstehende, so empfinde, was glaubst du, wie deine Tochter dann fühlt?
Wenn ich sie wäre, würde ich dir das nicht verzeihen können. Sie ist zur Jugendschutzstelle gerannt, wie du schreibst. Deine Tochter hat PANIK! Ich finde, du lässt dich zu sehr in die Opferrolle fallen- deine Tochter böse, dein Sohn gemein, die Behörden rücksichtslos..... Warum trägst du einen Machtkampf mit deiner Tochter aus? Was meinst du, wie dich dein schlechtes Gewissen zernagen wird? Was meinst du, wie deine Tochter daran zerbrechen wird, wenn du "Tschüss" sagst?

Sorry, aber ich habe nicht ein Fitzelchen Verständnis für Mütter/Väter, die ihre Kinder verlassen- löse deine Probleme hier und MIT deiner Tochter. Alles andere ist, so sehe ich das, purer Egoismus. Denn sollten wir als Eltern uns nicht leisten...... aus Liebe zu unseren Kindern.

Herje, halte doch noch ein bisschen durch, deine Tochter wird in gut 2 Jahren volljährig sein. Kneif die Backen zusammen und gehe deine Problem an- weglaufen ist lau!
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#18
Sehe es ja auch so, aber .....

Hallo,

danke für Eure Meinungen. Glaubt nicht, dass mir diese ganzen Überlegungen so einfach fallen. Ich verachte mich jetzt schon selbst dafür, und ich hätte mir solche Sachen vor einigen Jahren selbst im Traum nicht vorstellen können. Aber ich sehe tatsächlich keinen anderen Ausweg. Sollen wir hier verhungern? Dann listet mir mal auf, wie wir hier mit 127 Euro pro Monat überleben sollen... und das mit einem verwöhnten Teeny.

Ich habe noch zwei erwachsene Kinder. Selbst die sagen, sie wüssten auch keinen anderen Ausweg für mich. Die ganze Familiensituation lässt mir keine andere Wahl. Ich bin hier einfach über! Ohne mich und dem Haus geht es allen besser. Auch der Kleinen. Ich will selbstverständlich nicht, dass sie ins Heim kommt. Das wäre das letzte! Das würde ich niemals zulsassen. Aber so geht es hier auch nicht weiter. Irgendwas muss passieren.

Danke fürs Zuhören

Petra
 
E

ExitUser

Gast
#19
Re: Sehe es ja auch so, aber .....

Susisonnenschein sagte :
Ich habe noch zwei erwachsene Kinder. Selbst die sagen, sie wüssten auch keinen anderen Ausweg für mich. Petra
Dann denken die auch nur an sich... sorry, aber was soll man sonst sagen?

Irisanna schreibt dasselbe wie ich... nur ich verachte dich nicht, aber ich verstehe dich auch nicht!

Hilf deiner Tochter, sonst wird sie ihr Leben nicht bewältigen können, nach dem, was du so schreibst, schafft sie es alleine nicht!

Du kannst später immer noch gehen... aber dann mit besserem Gewissen!

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#20
Susisonnenschein,

ich habe mir gerade deine anderen Beiträge durchgelesen und nun ist mir einiges klar: Du hast deinen Freund in der Türkei, der möchte, dass du zu ihm ziehst.

Für mich sieht es nun so aus, dass du dir den Weg des geringsten Widerstandes auswählst: dein Freund will, dass du zu ihm kommst, du hast ihn lieb, hier gibt es Ärger mit den Behörden/Gesetzen... deine Tochter ist anstrengend...

Was wäre, wenn es diesen Freund nicht gäbe? Dann müsstest und würdest du dich deiner mütterlichen Verpflichtung gegenüber deiner Tochter stellen und den ganzen Stress mit ihr durchstehen. Und genau das kann nur der einzige Weg sein. Es kann doch nicht dein Ernst sein, dass du zu deinem "Lover" gehst und deine Tochter hier im Stich lässt? Wie soll das Mädel mit 15 klar kommen? Herr Gott nochmal, sie pubertiert! Da neigen Mädels schon mal zu äußerst unangebrachtem Verhalten. Statt dessen willst du dich von deinem Freund in der Türkei abhängig machen- auf Kosten deiner Kleinen?

An ihrer Stelle wäre ich wahrscheinlich noch viel viel bösartiger drauf! Sie wird es ja mitbekommen haben, dass du mit dem Gedanken spielst, sie aufzugeben, um bei deinem Freund zu sein. Kein Wunder, dass das Mädel ausflippt- wie verletzend für sie!

Naja, wenn du meinst, du musst das beste für dich persönlich heraus schlagen, dann musst du das eben tun. Deine 22-jährige erwachsene Tochter hat zur Zeit selbst Probleme mit ihrem Freund- natürlich kann sie dich nicht auch noch unterstützen und beraten.

Wenn du gehst, wird deine Tochter in ein Heim kommen- es ist unwahrscheinlich, dass sie eine Pflegefamilie aufnehmen wird. Das wird dem Jugendamt zu teuer sein. Und selbst wenn: wie wird sie sich dann fühlen, bei fremden Menschen, die dafür bezahlt werden, dass sie bei ihnen ist? Deine Tochter geht dabei drauf.... und du genießt deine Liebe in der Türkei.

Such dir eine Beratungsstelle. Gehe zur Arge und erkläre dort deine akute Notsituation- sie sind verpflichtet, dir zu helfen- lass dich nicht abwimmeln. Wenn doch: geh zum Gericht, umgehend! 127€ sind zu wenig, dir steht mehr zu.

Mach dir bitte bewusst, dass du derzeit eine ernste Krise durchlebst. Mach bitte nicht den Fehler und treffe in deiner angespannten psychischen Verfassung so schwerwiegende Entscheidungen- du wirst es bitter bereuen, denn es kann dich die Liebe deiner Tochter kosten. Willst du das in Kauf nehmen?
 

Zwergenmama

Elo-User/in

Mitglied seit
10 Mai 2006
Beiträge
308
Gefällt mir
2
#21
Ich bekomme hier gerade so'nen Hals :dampf: .

Deine Tochter verhält sich so, weil sie auf Grund Deines Verhaltens total verunsichert ist. Was hat sie denn noch von Dir ?! Du heulst die ganze Zeit, nimmst nicht mehr am Leben Teil. Wie soll sie denn da um Himmels Willen auch nur einen Funken Respekt vor dir haben?!?

Als erstes bleibst Du erst einmal hier und kümmerst dich um Dein Kind! Wenn Du auf Grund deiner psychischen Verfassung nicht dazu in der Lage bist, dann heb' den Hintern hoch und hol' Dir Hilfe!!!
Also: Zum Arzt, Deinen Zustand schildern. Dann beantragst Du eine entsprechende Psychlogische Behandlung und eine Kur, damit DU erst einmal wieder mit dir klar kommst.

Danach überlegst Du mit deiner Tochter und dem Jugendamt, wie ihr diese Situation entschärfen könnt. Sie könnte z.B. für einen bestimmten Zeitraum in eine betreute Wohngruppe.

Ich kann das gar nicht fassen, was ich hier lese. Man kann Dir, wenn Du einfach abfliegst, die Hölle auf Erden bereiten. Sowohl hier, als auch in der Türkei. Und das ist auch richtig so!
DU hast dieses Kind in die Welt gesetzt und DU hast die verdammte Pflicht, dich um dieses Kind zu kümmern.

Sicher hast auch Du einen Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben. Aber diesen Anspruch hat auch deine Tochter.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#22
Tja ich sehe das auch so wie meine Vorposter, aber ich glaube wir werden sie davon nicht abhalten können, es gibt eben Menschen die mit ihren Kindern nicht klar kommen und die auch andere Interessen darüber stellen, urteilen möchte ich darüber nicht.

Meine Freundin ist Soz.Päd. und betreut Kinder die Eltern weggenommen werden müssen, weil sie mit den Kindern nicht klarkommen oder nicht klarkommen wollen, da hilft meistens auch kein Reden.

Ich kenne das übrigens aus eigener Anschauung, meine Mutter wollte auch kein Kind
 

Eka

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Dez 2005
Beiträge
1.635
Gefällt mir
20
#23
Ich denke das diese Situation in der susisonnenschein sich befindet, einfach nur noch mal auf die anderen Probleme die bestanden haben hinzukommt. Sozusagen als i-tüpfelchen.

Ich möchte auch nicht urteilen über Menschen die darüber nachdenken ihre Kinder 'abzugeben'. Es gibt viele Menschen in ähnlichen Situationen, die reißaus nehmen möchten, weil denen alles über den Kopf wächst und sicherlich auch schon drüber nachgedacht haben ihr Kind abzugeben. Einige geben ihr/e Kind/er ab, einige nicht, je nachdem ob es auch zum Wohle des Kindes wäre, vor allem wenn man in so eine psychische, labile Situation ist.
Momentan habe ich eher das Gefühl das sie niemanden hat, wo sie aufgefangen wird, jemand der mit ihr über die ganzen Situationen spricht und ggf. mit ihr sogar Wege einzuleiten, um für sich und ihre Tochter Hilfe zu holen.
Wir können hier alle nur vermuten in welcher psychischen und seelischen Verfassung sich susisonnenschein befindet und gerade deshalb möchte ich nicht urteilen. Es gibt Menschen die sind stärker und schaffen es oft allein ohne Hilfe und andere Menschen sind dahingehend labiler und wissen nicht wo sie zuerst hingehen können, um sich Hilfe zu holen, sodaß man nach und nach ein Licht im Dunklen erkennt. Zudem wissen wir auch nur was Susi hier im Forum geschrieben hat und die anderen Probleme die es evntl. dort noch gibt, wissen wir ja nicht.

LG
Eka
 
E

ExitUser

Gast
#24
Zwergenmama sagte :
Also: Zum Arzt, Deinen Zustand schildern. Dann beantragst Du eine entsprechende Psychlogische Behandlung und eine Kur, damit DU erst einmal wieder mit dir klar kommst.

Danach überlegst Du mit deiner Tochter und dem Jugendamt, wie ihr diese Situation entschärfen könnt. Sie könnte z.B. für einen bestimmten Zeitraum in eine betreute Wohngruppe.

DU hast dieses Kind in die Welt gesetzt und DU hast die verdammte Pflicht, dich um dieses Kind zu kümmern.

Sicher hast auch Du einen Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben. Aber diesen Anspruch hat auch deine Tochter.
Ein guter Rat... und was du im letzten Satz schreibst: auch richtig.

Erst wenn wirklich nichts mehr geht würde ich das Jugendamt aufsuchen und dafür sorgen, daß die Tochter auf Dauer bis zum 18. Lebensjahr in eine Pflegefamilie oder betreutes Wohnen kommt.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#25
Ganz so ist es nicht ...

.... mit meinem Freund aus der Türkei ist nämlich so gut wie Schluss. Er kommt/kam nämlich überhaupt nicht damit zurecht, was ich mir hier die letzten Jahre alles habe gefallen lassen müssen und gibt mir auch noch die Schuld daran. Also hat er grundsätzlich nichts mehr damit zu tun, ob ich in die Türkei ziehe oder nicht. Warum es mich in die Türkei verschlägt...(und nicht an seinen Wohnort) das wäre ein weiteres Kapitel der Ereignisse der letzten drei Jahre. Ich sagte ja, alles ist nur die Spitze des Eisberges.

Ich war übrigens beim JobCenter und habe es schriftlich, dass nichts mehr zu holen ist. Ich habe wirklich sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft, habe mir alles zig mal überlegt. Sie ist 16, so klein auch nicht mehr, sie wird von meinem Bruder, meinen Eltern, ihren beiden älteren Geschwistern begleitet. Sämtliche Ferien wird sie bei mir in der Türkei verbringen. Es gibt Telefon und Internet. Ich bin nicht aus der Welt. Ausserdem hat sie auch noch einen Vater, der sich seit ihrer Kindergartenzeit prima aus der Verantwortung zieht. Ihn habe ich auch angerufen (ohne das Wissen meiner Tochter und in Erwartung dessen, was dann auch gekommen ist). Er will nichts mit ihr aufgrund ihres Verhaltens zu tun haben (auch wieder lange Geschichte. Ich sagte ja, alles ist nur die Spitze des Eisbergs).

Ich bin auf jeden Fall fix und fertig. Jahrelang war ich hier der Mülleimer der ganzen Familie. Ich will wirklich nicht mehr. Und zur Psychotherapie war ich auch schon. Hat mir aber nichts gebracht. Meine Probleme lösen sich nicht, wenn ich nicht was unternehme. Ich werde jetzt versuchen, das durchzuziehen, was ich mir vorgenommen habe - auch gegen mein Gewissen. Wie ich schon mal sagte ... ich bin auch "erst" 47, und mein Leben hört auch nicht in zwei Jahren mit der Volljährigkeit meiner Tochter auf. Was wird dann mit mir? Ich habe niemanden, den das wirklich interessiert, bin nur von Egoisten umgeben. Ich bin für mein eigenes Leben verantwortlich. Vielleicht werde ich es bereuen, vielleicht auch nicht.

In dem Sinne und nochmals danke für Euer Interesse.

Petra



Ich hoffe, mein Beitrag kommt nicht 2 x
 
E

ExitUser

Gast
#26
Re: Ganz so ist es nicht ...

Susisonnenschein sagte :
Ich sagte ja, alles ist nur die Spitze des Eisberges.

Das is klar...

Ich war übrigens beim JobCenter und habe es schriftlich, dass nichts mehr zu holen ist.
Was du damit meinst, versteh ich nicht

Sie ist 16, so klein auch nicht mehr, aber in einem Alter, wo sie dich braucht


sie wird von meinem Bruder, meinen Eltern, ihren beiden älteren Geschwistern begleitet.
die dich aber icht ersetzen können - man hat nur eine Mutter

Ausserdem hat sie auch noch einen Vater, der sich rührend um sie kümmert? der sich seit ihrer Kindergartenzeit prima aus der Verantwortung zieht. Ihn habe ich auch angerufen (ohne das Wissen meiner Tochter und in Erwartung dessen, was dann auch gekommen ist). Er will nichts mit ihr aufgrund ihres Verhaltens zu tun haben (auch wieder lange Geschichte. Ich sagte ja, alles ist nur die Spitze des Eisbergs).
Seine eigene Unfähigkeit aufs Kind zu schieben, toller Vater! Grad deshalb: sie braucht dich - und eigentlich weißt du das!


Ich bin auf jeden Fall fix und fertig. Das glaube ich dir wirklich
Jahrelang war ich hier der Mülleimer der ganzen Familie. Ich will wirklich nicht mehr.


Ich denke eher, du kannst nicht mehr - so weitermachen.


Und zur Psychotherapie war ich auch schon. Hat mir aber nichts gebracht. Dann wars der falsche Therapeut! Außerdem: ein Therapeut kann dich nur unterstützen: etwas verändern mußt du!

Meine Probleme lösen sich nicht, wenn ich nicht was unternehme.

Richtig! Aber: weglaufen ist keine Lösung: die Probleme nimmst du ungelöst mit!
Ich werde jetzt versuchen, das durchzuziehen, was ich mir vorgenommen habe - auch gegen mein Gewissen.
Wozu hat man ein Gewissen?

Wie ich schon mal sagte ... ich bin auch "erst" 47, also, dann begreif, daß du noch nicht zu alt bist, und du noch einen Neuanfang machen kannst.

. Was wird dann mit mir?

Das kannst in 2 Jahren entscheiden. Wenn du dann noch willst, kannst ja immer noch in die Türkeit gehen - aber dann mit besserem Gewissen.

Ich habe niemanden, den das wirklich interessiert, bin nur von Egoisten umgeben. Und im Moment bist selbst der größte Egoist auf Erden?

Ich bin für mein eigenes Leben verantwortlich. Und für das deoner Tochter - die Verantwortung bleibt deine, auch wenn du gehst. Vielleicht werde ich es bereuen, vielleicht auch nicht. Du bist es bereuen, da bin ich mir sicher.


Petra, beantworte mir mal eine Frage ehrlich: wrum schreibst du noch immer zu diesem Thema - obwohl du siehst daß wir alle anderer Meinung sind?( (Ich will nicht sagen, du sollst es lassen, im Gegenteil.)

Denk mal drüber nach und antworte morgen frühestens ...

Gruß aus Ludwigsburg
 

silkem

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Dez 2005
Beiträge
282
Gefällt mir
4
#27
@Ariana:
Von allem anderen abgesehen frage ich mich immer noch ob eine 16-jährige alleine in einer Wohnung leben darf?
Ja, darf sie - ab 16 ist man eingeschränkt geschäftsfähig.
Das weiss ich aus Erfahrung.

LG

Silke
 
E

ExitUser

Gast
#28
silkem sagte :
@Ariana:
Von allem anderen abgesehen frage ich mich immer noch ob eine 16-jährige alleine in einer Wohnung leben darf?
Ja, darf sie - ab 16 ist man eingeschränkt geschäftsfähig.
Das weiss ich aus Erfahrung.

LG

Silke
http://www.help.gv.at/Content.Node/38/Seite.380502.html

hier kann man nachlesen, was das heißt...
aber daraus les ich nicht, daß das so einfach ist...
ich zitiere:

"In Vermögensangelegenheiten benötigen die Eltern, wenn sie für den Minderjährigen oder die Minderjährige bestimmte Rechtsgeschäfte tätigen wollen, eine Genehmigung des Pflegschaftsgericht|.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#29
SusiSonnenschein,
ich kann dich nicht verstehen, mag deine Tochter sein wie sie ist, sie bleibt dein Kind!!! Du und nur DU bist für diese Kind verantwortlich, du kannst diese Verantwortung weder auf den Vater, noch auf die Großeltern oder gar Geschwister laden, es ist und bleibt deine Verantwortung.
Ich selbst bin in zweiter Ehe verheiratet, habe aus der vorhergehenden zwei Kinder, wobei eines ADHS hat. Dieses Kind hat mich soviel Nerven gekostet, soviele Freunde dadurch verloren, Kontakte mit Polizei und Gerichten und vieles mehr. Ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, mein Kind, welches schon 16 ist und kurz vor dem siebzehnten steht, im Stich lassen, nicht mal auf die Gefahr hin, das meine jetzige Ehe in die Brüche geht!!!!
Besinne dich und stehe zu deinem Kind und zu deiner Verantwortung!!!
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#30
Danke für Eure Kommentare ....

abschliessend zu Ludwigsburg:
Warum ich hier schreibe? Weil ich hoffte, irgendwo mal etwas Verständnis zu finden. Weil mich diese ganze Sache seit Tagen beschäftigt, weil ich mich gezwungen sehe, mich entscheiden zu müssen, weil ich hier in meinem Umfeld auch nur immer dasselbe höre. Weil mein Gewissen und mein Verstand am Streiten sind, und weil mein Gewissen schon jetzt irgendwie eine Entschuldigung für mich sucht...

und zu Ariana, aber auch an die anderen vor ihr: Es ist immer leicht, zu sagen, Du solltest das und das nicht machen, weil es moralisch nicht zu vertreten ist oder verantwortungslos ist. Wer hat mich aber so gemacht? Wer und was hat mich dazu gebracht, diesen Weg einzuschlagen? Wie waren meine Erfahrungen? Wie ist der ganze Hintergrund? Das konnte ich zwar hier auch nicht alles aufschreiben, aber all das beeinflusst mich. Mein ältester Sohn und der jüngere sind auch hyperaktiv, beide sind Halbbrüder, da ich auch 2 x verheiratet war, da braucht mir auch niemand zu erzählen, wie schlimm das ist. Ich habe das alles mitgemacht und jahrelang nur an meine Familie gedacht. Was habe ich heutzutage davon? Ich muss jetzt egoistisch sein, weil es um meine Zukunft geht. Ich werde in der Zukunft ganz alleine stehen! Niemand wird kommen, um mir zu helfen. Auch das ist mir in den letzten drei Jahren ganz klar geworden.

Ich werde jetzt den Kopf in den Sand stecken und den nächsten Mittwoch abwarten. Dann entscheidet sich endgültig, ob ich meine alte Bruchbude los werde oder nicht. Das Schicksal soll für mich entscheiden ... ich fühle mich zu nichts mehr fähig.

Gute Nacht

Petra
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#31
Petra,
zum einen: deine Tochter ist noch 15.
Zum anderen: du schreibst, du seist nur von Egoisten umgeben. (Und du?) Der Mülleimer der Familie. Ich bin auch der Mülleimer der Familie. Alle naselang steht jemand da und mault, meckert, fordert.... das ist anstrengend- doch schön! Ich werde gebraucht! Ich habe eine Aufgabe! Man vertraut mir, wendet sich Hilfe und Schutz suchend an mich. Auf Mami kann man sich immer verlassen, Mami ist immer für mich da. Mami lässt mich nie im Stich.

Ich nehme dir kein Stück ab, dass dein Wunsch, in die Türkei zu gehen nichts mehr mit deinem Lover zu tun hat. Wenn er dich dafür anpampt, dass du dir "alles von deiner Familie gefallen lässt", dann solltest du mal darüber nachdenken, ob der Typ heftig eifersüchtig auf deine Familie, deine Kinder, deine Vergangenheit ist. Ein Partner sollte unterstützen- nicht belasten.

Ich habe meine Tochter (fast 15, deine ist fast 16) gefragt, wie es wäre, wenn ich in die Türkei abwandern würde. Sie hat gelacht- weil sie 100%ig weiß, dass ich sie nie nie nie niemals im Stich lassen würde. Wir haben darüber gesprochen und sie sagte, dass ich dann für sie gestorben wäre- weil sie dann sicher wäre, dass ich sie nicht wirklich liebe. Wer würde nicht so empfinden??

Ich finde, du befindest dich in einem seelischen Tief. Aber was tust du, um da wieder heraus zu kommen? Du läufst weg- mehr nicht. Nach dir die Sinflut. Als Mutter: geht gar nicht! Schau dich mal auf der Welt um. Wir Mütter sind das Zentrum unserer Kinder. Sie brauchen uns. Sie brauchen unsere aufopfernde Liebe. So ist das eben, wenn man Kinder in die Welt setzt.

Glaubst du, für alle anderen Mütter gibt es keine Probleme? Mit dem Ex, mit Hyperaktivität, mit seelischen Behinderungen, mit der Schule, die Anstrengungen der Pubertät... all die Sorgen, die wir uns immerzu machen, all die Ängste, die Konflikte.... Natürlich hast auch du ein Recht auf ein glückliches Leben. Aber was ich gar nicht verstehe: wie kannst du glücklich werden, wenn du weißt, dass du deine Tochter für dein Glück (?) bezahlt? Wie kann eine Mutter glücklich werden, die ihr Kind verlässt?

Tu was du nicht lassen kannst. Deine Tochter tut mir so bitter leid. Armes Mädchen, wer nimmt sie in den Arm, wenn ihre Mutter sie verlässt???

Du willst Verständnis? Du hast mein vollstes, absolutes Verständnis, dass du eine wirklich harte Zeit durchmachst. Ich bewundere deinen Mut, hier so offen über deine Pläne zu schreiben. Warum setzt du diesen Mut, den du offenbar hast, nicht ein und kämpfst weiter? Halte doch noch durch! Noch gut 2 Jahre, das sind vielleicht 25.. 26 Monate, dann ist deine Tochter volljährig. Ich wünschte wirklich, ich könnte irgendetwas schreiben oder tun, um dir zu helfen. Glaub mir, auch du tust mir wirklich leid. Deine Verzweifelung ist heraus zu hören. Auch dein schlechtes Gewissen. Für mich hört es sich so an, als ob du derzeit ein einzige Chaos in deinem Kopf hast. Das solltest du bereinigen- BEVOR du eine Entscheidung triffst. Gib das Haus auf, zieh in eine Wohnung- und mache einen Neuanfang- MIT deiner Tochter!

Ich drücke deiner Tochter ganz ganz doll die Daumen, dass du die Stärke findest, für sie präsent zu sein!
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#32
Irisanna, ich unterstütze Deinen Beitrag voll und ganz, obwohl es natürlich Ausnahmen gibt wo die Eltern wirklich nicht mehr mit ihren Kindern klarkommen und man irgendwann aufgeben muß, sonst gäbe es nicht die ganzen Familientherapeuten und Heimunterbringungen.

Ich glaube auch das es hier um etwas anderes geht.

Ich erkenne auch den Mut an darüber zu reden und alles was schon geleistet wurde.

Nur eins möchte ich in Abrede stellen: Das Mütter naturgemäß immer für ihre Kinder da zu sein haben und es auch ALLE wollen, ich kenne viele Mütter- darunter meine eigene- die nie mit Kindern klargekommen sind und sich auch nicht um sie kümmern wollten, warum sie dann welche bekommen haben sei dahingestellt.

Aber für mich ist das Thema jetzt auch durch, eine Entscheidung kann man eh niemandem abnehmen
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#33
Arania sagte :
Nur eins möchte ich in Abrede stellen: Das Mütter naturgemäß immer für ihre Kinder da zu sein haben und es auch ALLE wollen, ich kenne viele Mütter- darunter meine eigene- die nie mit Kindern klargekommen sind und sich auch nicht um sie kümmern wollten, warum sie dann welche bekommen haben sei dahingestellt.
Da hast du natürlich recht! Ich hätte besser schreiben sollen: alle Mütter SOLLTEN immer für ihre Kinder da sein.
;)
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#34
Susisonnenschein, mir ist noch ezwas eingefallen: meine Tochter hat im Streit mit mir mal gesagt: "wäääääh. ich will bei Daddy wohnen, da ist es sowieso viiiiel schöner!!" - Ich habe ihr gesagt: "Vergiss es, nur über meine Leiche kannst du gehen! Dafür liebe ich dich viel zu sehr!"

Meine Tochter war baff- später hat sie mir gesagt, dass sie das ganz doll bereut hat, dass sie das sagte, dass sie da gar nicht wohnen will- und dass sie total glücklich ist, dass ich sie nicht gehen lassen würde.
Das war ein sehr schöner Moment..... pubertierenden Teenies sollte man/frau Verständnis und Geduld zukommen lassen- sie haben es schwer in der Pubertät.... ;)
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#35
an Irisanna ....nur noch wegen Kinderzerziehung

... ich bewundere Dich über Deine Schlagfertigkeit :klatsch:

Diese Reaktion auf die Äusserung Deiner Tochter war super. Leider fällt mir spontan so etwas überhaupt nicht ein. Ich bin wohl eher wie der Elefant im Porzellanladen und kann mit der verbalen als auch der physischen Aggressivität meiner Tochter nicht so umgehen. Anfangs habe ich geredet, dann geschrien, jetzt ignoriere ich es so weit es geht. Weil sie manchmal ja auch wieder ganz anders ist, weil ihr wohl später einiges wieder leid tut.

Was hättest Du gesagt, wenn man z. B. nachts um 11 Uhr das Telefon wegnimmt und gleich etwas gegen die Tür knallt, kaum dass man das Zimmer verlassen hat? Wenn voller Wut das Weihnachtsgesteck auf die Erde geschmissen wird, nur weil kein Geld für ihre Freizeit vorhanden ist, man von morgens bis abends beschimpft wird, wenn es nicht nach ihrer Pfeife geht, wenn abgeschlossene Türen eingetreten werden, wenn sie nachts aus dem Fenster verschwindet? Sie war früher das liebste meiner vier Kinder, heute ist sie der grösste Tyrann der Welt. Sie weiss und kann alles besser. Ich war mit ihr auch schon zum Kinderpsychologen, aber beim zweiten Mal weigerte sie sich. Dann setzte ihr irgendjemand wohl mal den Floh über Jugendschutzstelle ins Ohr, die direkt neben ihrer Schule ist. Dort habe ich sie eine Nacht abholen müssen. Was mache ich, wenn sie wieder dorthin verschwindet, weil es mit mir ja nicht auszuhalten ist?

In diesem Fall - jetzt muss ich leider doch wieder auf mein Anfangsthema zurückkommen - kann ich das Haus erst recht nicht mehr halten!

O.k, das wollte ich nur noch abschliessend dazu sagen.

Alles Gute

Petra
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#36
SusiSonnenschein,

du fragst, was du machen sollst wenn sie wieder dort hin entschwindet.
Ganz einfach: sie wieder abholen und wieder und wieder...

Du schreibst, deine Tochter verschwindet nachts aus dem Fenster, mein Sohn aus dem Fenster und dann über den Balkon.
Du schreibst von eingetretenen Türen, wie die aussehen, kann ich dir bestens beschreiben.
Du schreibst von nächtlichen Anrufen, ich kenne nächtliche Anrufe von der Polizei, 'holen sie ihren Sohn ab, oder sollen wir ihn unterbringen'. Natürlich hole ich ihn ab!!!
SusiSonnenschein, ich glaube, alle Mütter haben mal mehr, mal weniger Probleme mit ihren Kindern, ich habe gleich zwei pubertierende völlig unterschiedliche!!!
In einem stillen Moment sagte mein Sohn mal zu mir, 'Mama, danke das du trotz allem immer wieder zu mir hälst', dieser Moment zeigte mir, das ich das alles nicht umsonst ertrage!!!
 
E

ExitUser

Gast
#37
Linchen0307 sagte :
SusiSonnenschein,

du fragst, was du machen sollst wenn sie wieder dort hin entschwindet.
Ganz einfach: sie wieder abholen und wieder und wieder...

In einem stillen Moment sagte mein Sohn mal zu mir, 'Mama, danke das du trotz allem immer wieder zu mir hälst', dieser Moment zeigte mir, das ich das alles nicht umsonst ertrage!!!
So ist es: ich hab auch 2 Töchter, die vollkommen unterschiedlich sind, obwohl beide die gleiche Erziehung genießen.

Bei der älteren frag ich mich immer, ob die die Pubertät nur nachts durchgemacht hab, weil es mit ihr nie ein Problem gab... und die jüngere treibts dafür um so doller ... aber es gibt immer wieder Momente, wo ich seh, daß ihr ihr Verhalten leid tut - man muß sich einfach mal dran erinnern wie man sich selbst in der Pubertät gefühlt hat...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#38
Re: an Irisanna ....nur noch wegen Kinderzerziehung

Susisonnenschein sagte :
Was hättest Du gesagt, wenn man z. B. nachts um 11 Uhr das Telefon wegnimmt und gleich etwas gegen die Tür knallt, kaum dass man das Zimmer verlassen hat? Wenn voller Wut das Weihnachtsgesteck auf die Erde geschmissen wird, nur weil kein Geld für ihre Freizeit vorhanden ist, man von morgens bis abends beschimpft wird, wenn es nicht nach ihrer Pfeife geht, wenn abgeschlossene Türen eingetreten werden, wenn sie nachts aus dem Fenster verschwindet? Sie war früher das liebste meiner vier Kinder, heute ist sie der grösste Tyrann der Welt. Sie weiss und kann alles besser. Ich war mit ihr auch schon zum Kinderpsychologen, aber beim zweiten Mal weigerte sie sich. Dann setzte ihr irgendjemand wohl mal den Floh über Jugendschutzstelle ins Ohr, die direkt neben ihrer Schule ist. Dort habe ich sie eine Nacht abholen müssen. Was mache ich, wenn sie wieder dorthin verschwindet, weil es mit mir ja nicht auszuhalten ist?
Deine Tochter steckt voller Aggressionen- Aggressionen in dem Alter sind Ausdruck eines starken emotionalen Schmerzes.
Zudem: die Adolesenz, also die Pubertät, ist die Phase, in der der heranwachsende Mensch all das verarbeitet, was er in der Kindheitsphase nicht verarbeitet hat. Das führt dazu, dass eben gerade die einst besonders "lieben" Kinder vollends durchknallen. Wenn du das verinnerlichen kannst, ist es dir vielleicht möglich, adäquat mit dem Verhalten deiner Tochter umzugehen. Das Motto sollte für dich lauten: dranbleiben!! Konsequent immer wieder für sie da sein, ihr negatives Verhalten nicht zum Dauerthema machen!
Aber auch auf deiner Seite gibt es Schmerz, Enttäuschung, Wut- über das Verhalten deiner Tochter. Was tust du, um diese Gefühle nicht an sie zurück zu geben? Du bist erwachsen, du hast die Fäden in der Hand.


Übrigens bin ich meiner Tochter gegenüber nicht schlagfertig- sndern absolut aufrichtig! :)
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#39
Was hättest Du gesagt, wenn man z. B. nachts um 11 Uhr das Telefon wegnimmt und gleich etwas gegen die Tür knallt, kaum dass man das Zimmer verlassen hat? Wenn voller Wut das Weihnachtsgesteck auf die Erde geschmissen wird, nur weil kein Geld für ihre Freizeit vorhanden ist, man von morgens bis abends beschimpft wird, wenn es nicht nach ihrer Pfeife geht, wenn abgeschlossene Türen eingetreten werden, wenn sie nachts aus dem Fenster verschwindet? Sie war früher das liebste meiner vier Kinder, heute ist sie der grösste Tyrann der Welt. Sie weiss und kann alles besser. Ich war mit ihr auch schon zum Kinderpsychologen, aber beim zweiten Mal weigerte sie sich. Dann setzte ihr irgendjemand wohl mal den Floh über Jugendschutzstelle ins Ohr, die direkt neben ihrer Schule ist. Dort habe ich sie eine Nacht abholen müssen. Was mache ich, wenn sie wieder dorthin verschwindet, weil es mit mir ja nicht auszuhalten ist?

Hey Leute ich bin seit einigen Tagen 43 Jahre alt, aber wenn ich das lese, fällt mir meine Pubertät wieder schlagartig ein! Ich bewundere meine Mutter heute dafür, dass sie mich nicht erschlagen hat und mich immer noch liebt. War ich ein Aas!!! Aber das Wissen darum gibt mir heute die Kraft, die Pubertät meiner Tochter zu überleben. Nun ist sie 17 und wir haben es so gut wie geschaftt :D . Leider steht mir das ganze in ca. 3 Jahren noch mal bevor :( - wird schon schiefgehen!

Die eigenen Kinder kommen selten auf fremde Leute und vielleicht könnten sich manche Eltern selber helfen, wenn sie sich an ihre eigene Kindheit erinnern würden.
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#41
Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie überhaupt noch mit mir spricht!! Wenn ich so an meine pubertäre Katastrophen-Phase denke... :pfeiff: :mrgreen:
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#42
@ Irisana :hihi: STIMMT!!

Und mal ganz ehrlich: Das was sich die Tochter von susisonnenschein da leistet, ist harmlos gegen meine "Übergriffe" :oops: - und auch meine Tochter konnte das besser! In 2-3 Jahren - bevor die Pubertät meiner jüngeren Tochter beginnt - habe ich es bestimmt geschafft, den meisten Sch... davon zu vergessen! ;)
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#43
Noch einmal ich .....

...aber da hier gerade so schön über Pubertät diskutiert wird:

Wie würdet Ihr das einordnen, wenn man durch den Lehrer erfahren muss, dass seit 1,5 Jahren die Klassenkasse von der Tochter verwaltet wird und erst jetzt herauskam, dass diese 250 Euro angeblich nun verlegt sind? Wie würdet Ihr reagieren, wenn Eure Tochter das damit begründet, sie würde von der Mutter ja auch kein Geld bekommen, und sie könne ihren Halbbruder nur zu gut verstehen, dass dieser zum Vater ist und dort wie Gott-in-Frankreich leben kann? Wenn sie die Möglichkeit hätte, wäre sie auch weg ...Oder auf die Frage, wie sie denkt, wie dieses Geld zurückzubezahlen ist, dann als Antwort kommt: Pöööhhh, ich arbeiten? Brauchen andere in meinem Alter auch nicht!

Ihr Lehrer setzt mich nun auch unter Druck, endlich das Jugendamt oder einen Pfarrer oder irgendetwas einzuschalten. Meine Eltern meinen, es wäre das beste, sie käme ganz ausser Haus in eine Jugendeinrichtung, weil sie überhaupt keinen Respekt mehr vor mir hat und immer mehr auf die schiefe Bahn abrutschen wird. Das war aber übrigens auch schon deren Meinung, bevor die Sache mit dem Hausverkauf im Raume stand. Ich weiss mal wieder nicht, was ich machen soll.

Ich denke immer noch, dass bei der gegenwärtigen Situation die eigene Wohnung unter Betreuung des Jugendamtes die beste Möglichkeit für alle ist. Ausserdem - wie viele ziehen in diesem Alter schon zu ihrem Freund? Warum muss man eigentlich immer nur Rücksicht auf fast erwachsene Kinder nehmen, wenn es auch um die eigene Zukunft geht? Ich weiss, Ihr könnt das nicht verstehen, aber jeder Mensch ist anders. Und vielleicht bin ich wirklich keine gute Mutter, wie ich es immer sein wollte. Obwohl ich früher auch so dachte wie Ihr! Und immer nur das Beste für meine Kinder wollte.

In diesem Sinne, macht's besser

Petra
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#44
So langsam glaube ich Du hast recht wenn ich das lese, da meine Freundin Soz.Päd in dem Bereich ist kenne ich einige dieser "Fälle", vielleicht muß sie wirklich unter andere Aufsicht
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#45
Hey mal langsam, es wollte dich ja niemand angreifen. Jeder wird auf seine Art mit Problemen fertig - oder auch nicht.

Das was du da schreibst, habe ich (und vielleicht auch einige andere) bis zum :uebel: von unseren Kids schon gehört. Bei manchen Kids geht es noch weiter. Meine Mum hat mich mit der Polizei suchen müssen (2x), weil ich mein Versprechen, abzuhauen, auch wahr gemacht habe. Geklaut wie ein Rabe habe ich auch und vieles mehr, aber das ist mir jetzt zu peinlich :oops: . Meine Mutter hat vor mir gestanden und mich angebrüllt, dass sie mich hasst - und trotzdem hat sie mich nicht verlassen. Du glaubst nicht, wie dankbar ich im Nachhinein für die 1000 Chancen bin, die sie mir gegeben hat. Auch aus mir ist ein ordentlicher Mensch geworden, auf den meine Mutter heute mächtig stolz ist (und ich auf meine Mutter, weil sie das Survivaltraining überstanden hat :) ). Aber meine Erfahrungen in meiner Pubertät helfen mir, meine Tochter/Töchter heute besser zu verstehen. Es ist einfach nur ein gewaltiges Austesten von Grenzen - physischen und psychischen!

Dein Problem scheint zu sein, dass du dir zu viel von anderen Leuten sagen lässt. Hör doch mal auf dein Gefühl, es ist ja auch dein Kind. Und mal ganz im Ernst: Kennst du einen Lehrer, der KEIN vermurkstes Kind hat? Ich nicht. Manchmal sind die Lehrerkinder noch schlimmer. Zwischen konstruktiver Kritik und reiner Meckerei liegt manchmal nicht viel, man muss nur sehen von wem es kommt!

Und den Zusammenhang zwischen "besonders lieb und angepasst" und "schlimmer Pubertät" kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen!
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#46
Eines habe ich noch vergessen: Mit Hilfe des Jugendamtes den Teenie in eine GEEIGNETE Einrichtung unterzubringen, ist, wenn man es wohl überlegt tut, sicher eine bessere Entscheidung, als "Augen zu und durch". Diese Entscheidung sollte allerdings aus den richtigen Gründen erfolgen und nicht, weil man sein eigenes Leben davonschwimmen sieht.

Also Kopf hoch und viel Glück!
 
E

ExitUser

Gast
#47
Grubenpony sagte :
Eines habe ich noch vergessen: Mit Hilfe des Jugendamtes den Teenie in eine GEEIGNETE Einrichtung unterzubringen, ist, wenn man es wohl überlegt tut, sicher eine bessere Entscheidung, als "Augen zu und durch". Diese Entscheidung sollte allerdings aus den richtigen Gründen erfolgen und nicht, weil man sein eigenes Leben davonschwimmen sieht.

Also Kopf hoch und viel Glück!
Die Betonung auf geeignete ... das ist der entscheidende Punkt!

Das weiß man eben vorher nie...und deshalb würd ich mich lieber selbst durchboxen :)

Augen zu und durch ist sicher keine geeignete Lösung...

was du sonst so geschrieben hast mit den 1000 Chancen, da halt ich mehr von. Solange Kinder in der Pubertät sind, darf man nicht aufgeben...

Ein Kind ist nicht von Grund auf böse... es muß lernen... und da darf man nicht aufgeben, nach Wegen zu suchen.

Es gibt da den Spruch: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Deshalb würd ich die Erziehung nie ganz aus der Hand geben, sondern nur Hilfe suchen, die mir ermöglicht, jederzeit einen anderen Weg einzuschlagen.

Ich hab halt schon mitbekommen, daß die Jugendamtbetreuung sehr lasch sein kann...und eher verschlimmert als verbessert.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#48
Da hast du ganz bestimmt recht! Mein Ding wäre das auch nicht, deshalb habe ich das auch erst recht spät angeführt. Aber bevor alles den Bach runter geht, weil ein Elternteil restlos überfordert ist, sollte man lieber zusammen mit dem Kind Hilfe suchen. Man kann nicht immer alles können, wichtig ist nur, dass sich das Kind nicht im Stich gelassen fühlt - aus welchen Gründen auch immer. Nur jammern und klagen bringt in dieser Situation nix. Der Schuss geht bestimmt nach hinten los. Eines weiss ich nämlich ganz genau: Als Pubertierende hat man von allem nichts: kein Geld, keine Zeit, keine Lust, aber vor allem kein Mitleid! :x
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#49
es kommt auf die Einrichtung und die Betreuung an, sicher ist Kindern mehr damit geholfen dort zu leben als bei Eltern die sie eventuell misshandeln oder verwahrlosen lassen, das ist zwar hier nicht der Fall, aber ich denke die Entscheidung ist richtig wenn man überfordert ist.

Ich sehe einige Kinder in der Einrichtung in der meine Freundin arbeitet die zum erstenmal in ihrem Leben lachen! ;)
 
E

ExitUser

Gast
#50
Grubenpony sagte :
Da hast du ganz bestimmt recht! Mein Ding wäre das auch nicht, deshalb habe ich das auch erst recht spät angeführt. Aber bevor alles den Bach runter geht, weil ein Elternteil restlos überfordert ist, sollte man lieber zusammen mit dem Kind Hilfe suchen. Man kann nicht immer alles können, wichtig ist nur, dass sich das Kind nicht im Stich gelassen fühlt - aus welchen Gründen auch immer. Nur jammern und klagen bringt in dieser Situation nix. Der Schuss geht bestimmt nach hinten los. Eines weiss ich nämlich ganz genau: Als Pubertierende hat man von allem nichts: kein Geld, keine Zeit, keine Lust, aber vor allem kein Mitleid! :x
Scheinst vernünftige Ansichten Erziehung betreffend zu haben :klatsch:
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#51
Sagen wir mal so: Ich bemühe mich, mir meine "vernünftigen" Ansichten ins Gedächtnis zu rufen, wenn es hier mal wieder dick kommt :lol: .

Aber manchmal habe ich das Gefühl, ich steh mitten in einem Krieg ohne Waffe und Schützengraben :cry: - was soll's, alles andere wäre langweilig!!
 
E

ExitUser

Gast
#52
Grubenpony sagte :
Sagen wir mal so: Ich bemühe mich, mir meine "vernünftigen" Ansichten ins Gedächtnis zu rufen, wenn es hier mal wieder dick kommt :lol: .

Aber manchmal habe ich das Gefühl, ich steh mitten in einem Krieg ohne Waffe und Schützengraben :cry: - was soll's, alles andere wäre langweilig!!
Eben, wenn man Kinder will, muss man wissen, was auf einen zukommen kann - sonst sollte man lieber mit Puppen spielen! :)
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#53
Mir ist gerade etwas aufgefallen: anfangs waren wir bei den Problemen, die du, Susisonnenschein, hast- das Haus, die Geldsorgen, dein Freund in der Türkei, der nicht wirklich zu dir steht, der Kampf mit dem Familiengericht.....
Jetzt sind wir bei den kleinen und großen Unverschämtheiten deiner 15-jährigen Tochter. Und was der Lehrer sagt, was deine Eltern sagen..... meine Mama würde mir augenblicklich den Hals umdrehen, wenn ich eines meiner Kinder in betreutes Wohnen abschieben wollen würde. Das würde ihr das Herz brechen, sie wäre so bitter enttäuscht von mir..... ich frage mich also gerade, was deine Eltern dir für eine Einstellung zu deinen Kindern mit auf den Weg gegeben haben...... ohne ihnen zu nahe treten zu wollen....

Wir sprechen (schreiben) hier von den logischen Symptomen, die deine Tochter zu Tage fördert: sie ist unverschämt, unehrlich, astrengend, faul, uneinsichtig, verletzend.....- weil sie reagiert, nämlich auf dich. Wel es ihr unendlich weh tut, dass du auch nur daran denkst, sie abzuschieben. Sie fühlt sich ungeliebt, missachtet, vernachlässigt, allein gelassen, nicht geliebt. Natürlich blickt sie dann auf ihren Bruder und sein "Lotterleben" (was es vermutlich gar nicht ist) bei Papa. Sie ist erst 15 und von der Entwicklung her gar nicht in der Lage, sich darüber bewusst zu sein, was sie wirklich fühlt und dies dann zu reflektieren und in die richtigen Worte zu verpacken. Das schafft kaum ein Erwachsener!!

Was sind denn das für Ratschläge seitens deiner Eltern: ab in betreutes Wohnen. Sie könnten auch sagen: lass da mal denn Fachmann ran, du bist unfähig. Irgendwie findet diese Einstellung sich auch in deinem Verhalten zu deiner Tochter wieder: ...du bist unfähig, du bekommst es nicht hin, du verbreitest nur Chaos.... DU trägst die Verantwortung für das Leben deiner Tochter- und willst die allen ernstes an eine Behörde abgeben? Du willst dir tatsächlich die Rechte auf dein Kind nehmen lassen anstatt zu kämpfen? Weil sie überaus anstrengend ist? Und deine Eltern puschen das? Herrje, du hast es mit deinen Eltern ganz schön schwer!
Übrigens rät der Lehrer dir zur Beratung! Ich finde es klasse, denn DAS ist der richtige Weg!

Okay, du hast deutlich und verständlich vermittelt "Hilfe, ich bin überfordert!". Das du das so mutig rüber bringst: Klasse!! Das ist ehrlich, damit lässt sich etwas anfangen. Du brauchst also Hilfe. Es gibt eine wunderbare Möglichkeit, dass dir jemand unter die Arme greift und du dein Kind nicht verlierst: eine sozialpädagogische Familienhilfe oder den Erziehungsbeistand/Betreuungshelfer. Die Kosten dazu trägt gem. §31 bzw.§30 KJHG i.V.m. §91 KJHG die Behörde. Du müsstest dazu das Jugendamt aufsuchen und sagen was los ist. Dass du Hilfe bei der Erziehung deiner Tochter brauchst, dass du nicht mehr weiter weißt.
Dein Kind würde sowieso nicht umgehend eine Fremdplatzierung erhalten, vorher müssen und werden- zum Wohl des Kindes- andere Maßnahmen greifen, dazu gehört eben jene SPFH bzw. der Erziehungsbeistand. Es ist stets oberstes Ziel, eine Fremdunterbringung zu vermeiden bzw. aufzuheben. Die letzte Stufe vor der Fremdunterbringung wäre die Erziehung in einer Tagesgruppe, denn es wird immer bis zum letzten versucht, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern. Es steht dir schon rein rechtlich gar nicht zu, dein Kind einfach in betreutes Wohnen abzuschieben- vorher greifen die o.g. Maßnahmen.
Hast du bereits eine langfristige Erziehungsberatung in Anspruch genommen?
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#54
s ist stets oberstes Ziel, eine Fremdunterbringung zu vermeiden bzw. aufzuheben. Die letzte Stufe vor der Fremdunterbringung wäre die Erziehung in einer Tagesgruppe, denn es wird immer bis zum letzten versucht, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern. Es steht dir schon rein rechtlich gar nicht zu, dein Kind einfach in betreutes Wohnen abzuschieben- vorher greifen die o.g. Maßnahmen.
Hast du bereits eine langfristige Erziehungsberatung in Anspruch genommen?
Ohne Dir zunahe treten zu wollen, -ich kenne mich in der Materie wirklich aus- und das ist nicht richtig was Du schreibst.

Ich sagte bereits einmal das ich Kinder glücklicher gesehen habe als sie von Zuhause weg waren, als das man sich zuhause weiter quält.

Ich finde es besser einzusehen das man mit seinem Kind nicht klarkommt als es eventuell zu quälen.

Und ausserdem ist das jetzt das Eva-Prinzip was Du vermittelen willst?

Jede Frau hat automatisch eine gute Mutter zu sein nur weil sie ein Kind bekommt?

Wo steht das und wie sieht eine gute Mutter aus? Wer bestimmt das?

Frauen bekommen Kinder und stellen erst danach fest ob sie damit klarkommen oder nicht, sicher bei einigen würde ich mir auch wünschen sie würden vorher überlegen ob sie Kinder wollen oder nicht.

Es ist aber doch Quatsch zu sagen. sie MÜSSTE einfach eine gute Mutter sein.

Vielleicht ist sie es sogar wenn sie nun entscheidet das sie alleine nicht weiterkommt.

Ich denke Ihr sollte aufhören auf ihr herumzuhacken, nur weil Ihr meint eine gute Mutter zu sein (und es bestimmt auch seid)

Ich könnte Euch eine Menge Jugendliche zeigen die meinen das es ihnen nun besser geht seitdem sie von zuhause weg sind.

Und noch eins, ich halte es für überhaupt nicht "normal" in der Pubertät automatisch schlechtes Benehmen zu haben, Türen einzutreten, etc.

Ist mir zumindest in meinem Bekanntenkreis sehr selten untergekommen
 
E

ExitUser

Gast
#55
Arania sagte :
s ist stets oberstes Ziel, eine Fremdunterbringung zu vermeiden bzw. aufzuheben. Die letzte Stufe vor der Fremdunterbringung wäre die Erziehung in einer Tagesgruppe, denn es wird immer bis zum letzten versucht, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern. Es steht dir schon rein rechtlich gar nicht zu, dein Kind einfach in betreutes Wohnen abzuschieben- vorher greifen die o.g. Maßnahmen.
Hast du bereits eine langfristige Erziehungsberatung in Anspruch genommen?
Ohne Dir zunahe treten zu wollen, -ich kenne mich in der Materie wirklich aus- und das ist nicht richtig was Du schreibst.

Doch, das ist es ... auch wenn manche Jugendämter Kinder zu schnell wegnehmen.

Ich sagte bereits einmal das ich Kinder glücklicher gesehen habe als sie von Zuhause weg waren, als das man sich zuhause weiter quält.
Kann sicher so sein

Ich finde es besser einzusehen das man mit seinem Kind nicht klarkommt als es eventuell zu quälen.

Sicher ist es gut, wenn jemand einsieht, daß er mit seinem Kind nicht klar kommt - aber dann solte er sich Hilfe suchen und erst, wenn alles Machbare ichts nutzt, sein Kind aufgeben!

Und ausserdem ist das jetzt das Eva-Prinzip was Du vermittelen willst?

Was meinst du damit?

Jede Frau hat automatisch eine gute Mutter zu sein nur weil sie ein Kind bekommt?

Wo hast denn das her?

Wo steht das und wie sieht eine gute Mutter aus?

Das ist doch ganz einfach: Ist das Kind aus der Pubertät raus, wirds der Mutter selber sagen können, ob es seine Mutter für eine gute Mutter hält. Und da wird wohl zuerst das Danke dafür stehen, daß du mich ausgehalten hast!

Wer bestimmt das?

Immer die Kinder!


Frauen bekommen Kinder und stellen erst danach fest ob sie damit klarkommen oder nicht, sicher bei einigen würde ich mir auch wünschen sie würden vorher überlegen ob sie Kinder wollen oder nicht.

Es ist aber doch Quatsch zu sagen. sie MÜSSTE einfach eine gute Mutter sein.

Das hat auch niemand gesagt! Aber man hat die Verpflichtung alles zu versuchen, um es zu sein!Vielleicht ist sie es sogar wenn sie nun entscheidet das sie alleine nicht weiterkommt.Ja, sicher, aber nicht im moment

Ich denke Ihr sollte aufhören auf ihr herumzuhacken, nur weil Ihr meint eine gute Mutter zu sein (und es bestimmt auch seid)

Ich könnte Euch eine Menge Jugendliche zeigen die meinen

als ob Jugendliche das immer beurteilen können

das es ihnen nun besser geht seitdem sie von zuhause weg sind.

Und noch eins, ich halte es für überhaupt nicht "normal" in der Pubertät automatisch schlechtes Benehmen zu haben, Türen einzutreten, etc.

Nichts dagegen, daß du deine Ansicht behältst...aund es stimmt insoweit, daß nicht jedes Kind auf diese Art zeigt, daß es in der Pubertät ist

Ist mir zumindest in meinem Bekanntenkreis sehr selten untergekommen

Kinder sind verschieden :)
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#56
Arania sagte :
s ist stets oberstes Ziel, eine Fremdunterbringung zu vermeiden bzw. aufzuheben. Die letzte Stufe vor der Fremdunterbringung wäre die Erziehung in einer Tagesgruppe, denn es wird immer bis zum letzten versucht, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern. Es steht dir schon rein rechtlich gar nicht zu, dein Kind einfach in betreutes Wohnen abzuschieben- vorher greifen die o.g. Maßnahmen.
Hast du bereits eine langfristige Erziehungsberatung in Anspruch genommen?
Ohne Dir zunahe treten zu wollen, -ich kenne mich in der Materie wirklich aus- und das ist nicht richtig was Du schreibst.
Ich kenne mich mit der Materie bestens aus- ich habe mein Sozial-Pädagogik/-Arbeit- Studium fast abgeschlossen! Ich habe in einer Hauptschule im sozial-pädagogischen Bereich gearbeitet, auf dem Jugendamt und zur Zeit im Frauenhaus. Zudem bin ich Mitarbeiterin im pädagogischen Bereich bei der Stadt. Die rechtliche Seite sieht genau so aus, wie ich sie beschrieben habe. Schnapp dir das KJHG(Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz) und mach dich schlau.
www.datenschutz-berlin.de/recht/de/rv/ges_soz/sgb08_1.htm
Deine Meinung ist in meinen Augen geprägt von Alltagswissen. Ich bin vom Fach. Zudem verglichst du Äpfel mit Birnen- es geht hier nicht um die Philosophie der Elternschaft, sondern konkret darum, dass es das Gesetz schlicht nicht erlaubt, dass Eltern ihr minderjähriges Kind einfach abschieben.
Die von dir genannten Beispiele sind Extreme- dass die Tochter von Susisonnenschein nicht darunter fällt kannst du schin daran fest machen, dass sie das Gymnasium besucht und es nicht den geringsten Hinweis auf eine starke und aktuelle Gefährdung des Kindeswohles gibt- nur die würden die Inobhutnahme des Kindes rechtfertigen. Hier werden die Gesetze sehr streng ausgelegt- um Kindern die Eltern zu erhalten. Susisonnenschein ist nicht grundsätzlich eine Rabenmutter, sondern derzeit stark überfordert- das rechtfertigt NICHT die Inobhutnahme des Kindes!! Es ist die elterliche Pflicht, sich Unterstützung zu suchen.

@Ludwigsburg: du hast mir von der Seele geschrieben! :)
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#57
Tja, es gibt immer solche und solche Soz.Päds! Noch viel Spaß beim Studium, schon interessant wie jeder immer glaubt nur er selber wäre der Fachmann und es anderen einfach abspricht.
Beweisen kann ich es weder Dir, noch Du mir!

Und wie Ludwigsburg schon mal andeutete, einigen Sozialpädagogen würde ich auch ungerne Kinder anvertrauen.
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#58
Kapierst du es nicht- oder stellst du dich doof? Ich BIN Fachmann (bzw.-frau). Ich kenne die rechtliche Seite und die Arbeitsanweisungen der Jugendämter- du lallerst hier von den Erzählungen deiner Freundin.

Ich habe dir bewiesen, dass ich Recht habe- darum auch der Link zum KJHG!!!! Lesen hilft manchmal.

Ich würde meine Kinder gar keinem Soz-Päd anvertrauen- sie haben mich, ihre Mami! :p
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#59
Ja einer von uns beiden kann tatsächlich nicht lesen.

Und bewiesen hast Du mir gar nichts, Links kann jeder setzen und hier im Forum kann jeder alles behaupten.

Und weitere Anschimpfungen doch bitte per PN! ;)
 
E

ExitUser

Gast
#60
Arania sagte :
Ja einer von uns beiden kann tatsächlich nicht lesen.

Und bewiesen hast Du mir gar nichts, Links kann jeder setzen und hier im Forum kann jeder alles behaupten.

Und weitere Anschimpfungen doch bitte per PN! ;)
Arania, anschimpfen will dich niemand, wir wollen das ur nicht so stehen lassen!

Und per PN sollte man das nicht diskutieren, wer sich als Mutter unsicher ist und hier mitliest kann sich dann seine Gedanken machen... und ich glaub, unsicher ist sich jede Mutter mal :)

Woher hast du deine "Weisheiten" (mir fällt grad kein besseres Wort ein, ist nicht bös gemeint) denn? Ich kenne Irisanna nicht, aber was sie schreibt, stimmt mit dem überein, was ich in meiner Erzieherausbildung gelernt hab... und was ich aus mir bekannte Fällen kenne.

Pauschal kann man sowieso nicht viel sagen: Susi Sonnenschein schreibt das, was sie grad zu sagen hat: vieles wissen wir ja gar nicht!

Wir wollen nur verhindern, daß sie unüberlegt etwas tut, ws sie später bereut... sie alleine entscheidet und trägt die Konsequenzen (hoffentlich).

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#61
Um es noch zu untermauern:
§1626 BGB (4.Buch Familienrecht): Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, sich um das minderjährige Kind zu sorgen. (....)

und
§1S GB VIII: § 1
[Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe]

(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(...)
Es ist gar nicht möglich, auf diese Pflicht "freiwillig" zu verzichten, siehe auch §§1671, 1672 BGB.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#62
@Ludwigsburg

Die entsprechenden Paragraphen will ich doch gar nicht bestreiten, mir geht es hier um etwas anderes als Pädagogen-Wissen (was immer auch nur graue Theorie ist und ein guter Pädagoge ist meiner Meinung nach der, das weiß) oder Hinweisen nach dem Motto: Wie werde ich eine gute Mutter?

Mir geht es abseits davon darum das man mit solchen Schilderungen wie sie hier stattfinden ( Zitate: Unsere Kinder sind auch schwierig, wir schaffen das auch, da muß man durch, etc. etc) niemandem helfen kann, der sich hier outet eben nicht mit seinem Kind zurecht zu kommen.

Und wenn man wirklich mit Betroffenen( wie es hier auch anklang Frauenhaus etc. ) gearbeitet hat( ich bin da auch engagiert tätig) dann weiß man auch das so eine "Vorbildfunktion" eher sogar negativ ist, weil dann ein Bild auftaucht: "Die anderen schaffen das alle und ich nicht"

Damit fühlt sich derjenige der nach Lösungen sucht doch wieder ins Abseits gestellt,

Es würde zu weit führen, hier alles aufzuführen, das soll ja hier keine Familienberatung sein.

Aber im Endeffekt bleibe ich dabei das es durchaus nicht negativ sein muß wenn die Jugendliche dann eben im betreuten Wohnen ist.

Wenn Menschen nicht miteinander können , dann kann man sie nicht dazu zwingen, auch wenn es Mutter und Tochter sind. :)
 
E

ExitUser

Gast
#63
Arania sagte :
@Ludwigsburg

Die entsprechenden Paragraphen will ich doch gar nicht bestreiten, mir geht es hier um etwas anderes als Pädagogen-Wissen Ich rede nicht von Pädagogenwissen... ich hab 2 Töchter in der Pubertät (was immer auch nur graue Theorie ist und ein guter Pädagoge ist meiner Meinung nach der, das weiß) oder Hinweisen nach dem Motto: Wie werde ich eine gute Mutter?

Doch, genau das muß sich jede Mutter fragen - denn perfekte gibts nicht...man kann immer was verbessern! Eine gute Mutter ist die, die das wenigstens versucht!

Mir geht es abseits davon darum das man mit solchen Schilderungen wie sie hier stattfinden ( Zitate: Unsere Kinder sind auch schwierig, wir schaffen das auch, da muß man durch, etc. etc) niemandem helfen kann, der sich hier outet eben nicht mit seinem Kind zurecht zu kommen.wer soll denn hier Vorbild sein? Und wenn man wirklich mit Betroffenen( wie es hier auch anklang Frauenhaus etc. ) gearbeitet hat( ich bin da auch engagiert tätig) dann weiß man auch das so eine "Vorbildfunktion" eher sogar negativ ist, weil dann ein Bild auftaucht: "Die anderen schaffen das alle und ich nicht"
Ich glaub du siehts es ganz falsch, was wir versuchen!


Damit fühlt sich derjenige der nach Lösungen sucht doch wieder ins Abseits gestellt, was du meinst, versteh ich und da hast du recht, aber das betrifft weder meine noch Irisannas RatschlägeEs würde zu weit führen, hier alles aufzuführen, das soll ja hier keine Familienberatung sein.

Aber im Endeffekt bleibe ich dabei das es durchaus nicht negativ sein muß wenn die Jugendliche dann eben im betreuten Wohnen ist. Das haben wir auch nie gesagt
Wenn Menschen nicht miteinander können , dann kann man sie nicht dazu zwingen, auch wenn es Mutter und Tochter sind. :) Richtig, aber man muß es wenigstens versucht haben, und zwar mit Hilfe Dritter, wenn man es alleine nicht schafft. Weglaufen und allein lassen ist keine Lösung... veretz dich mal in die Sittuation der Tochter: was wird die sich wünschen? Daß die Mutter in die Türkei geht???
Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#64
Arania, es ist schon interessant, du drehst dich wie das Fähnlein im Winde.

Wir sind hier nicht pädagogisch mit Susisonnenschein- ich trete hier als Mutter auf. Lies doch nochmals meine Beiträge. Im Gegensatz zu dir habe ich jedoch auch fundiertes rechtliches Wissen. Das Zitieren der Paragraphen dient einzig dem Zweck Susisonnenschein (und anderen Lesern) zu verdeutlichen, dass es gar nicht möglich ist, sich einfach aus der elterlichen Verantwortung zu ziehen. Es ist rechtlich gar nicht möglich, sie in betreutes Wohnen abzuschieben- zumindest nicht von heute auf morgen. Das wäre nur dann machbar, wenn die Tochter selbst zum Jugendamt geht und um Obhut bittet. Und selbst dann wird das Jugendamt alles tun, um den Aufenthalt bei der Mutter weiter zu ermöglichen- wegen der enormen Kosten für die Staatskasse, die betreutes Wohnen bedeuten. Wie will Susi das bezahlen? Wäre es so leicht, könnten unendlich viele Eltern von den arbeitslosen U25-Leuten mal eben in betreutes Wohnen schicken.


Susi hat den Thread eröffnet mit der Frage, ob sie ihre Tochter allein in dem Haus lassen und selbst in die Türkei auswandern kann- zu ihrem Freund (und dann wieder nicht zu ihrem Freund).
Als wir Mütter hier ihr klar machen wollten, dass sie sich dann schädigend gegenüber ihrer Tochter verhalten würde, kam so nach und nach das Klagen über ihre Tochter und plötzlich wurde aus der 15-jährigen Gymnsiastin eine durchgeknallte Schwerverbrecherin. Das, was die Tochter derzeit durchmacht, ist wirklich hart. SIE verdient Schutz, denn sie ist ein KIND!! Die Mutter verdient Unterstützung!

Ich weiß nicht, wie alt du bist und ich bezweifel, dass du Kinder in deinem Haushalt erziehst- ich empfinde deine Einstellung als geprägt von dem, was frau so im Fernsehen sieht, auf dem Kaffeeklatsch hört oder in der Blitz-Illu liest. Polemik.

Um ganz deutlich zu sein: es ist Susis Pflicht, ALLE Möglichkeiten auszuschöpfen, um dem Kind die Mutter zu erhalten. Sowohl rechtlich als auch ganz besonders moralisch. Im Gegensatz zu dir vertrete ich voll und ganz die Meinung, dass eine erwachsene Person, die Kinder in die Welt gesetzt hat, ihre Bedürfnisse zurück schrauben muss, wenn sie ansonsten ihrem Kind schadet. Das wäre aber so, wenn Susi ihr Kind verlässt und in die Türkei geht.

Bedenke: es geht Susi nicht um die Probleme mit ihrer Tochter: Sie will in die Türkei!! DAS ist das Thema!!!!!!!

DARUM geht es hier- und nicht um deine verworrenen Ansichten zur Philosophie der Mutterschaft.
Warum du plötzlich auf Pädagogen herum hackst (ich bin übrigens als SozailARBEITERIN im Frauenhaus- nicht als Sozialpädagogin), sei dahin gestellt. Aber das ist auch nicht das Thema. Erstaunlich, dass du vorher den Status deiner Freundin, der Pädagogin, in den Himmel gehoben hast und nun alle Pädagogen doof sind. Du kennst mich nicht und auch nicht meine Kompetenzen. Ich bezweifel, dass du Mutter bist. Ich trete hier als Mutter auf- nicht als Pädagogin. Das wäre äußerst unprofessionell.

Susisonnenschein würde es sicher nicht helfen, wenn wir ihr schreiben, ja, du hast recht, das kann eine Mutter nicht bewältigen und wir haben das auch nicht hinbekommen. Deine Tochter ist total schlimm. Gib sie in ein Heim und lauf schnell weg in die Türkei! . DAS wäre fatal, denn dann würden wir die Entscheidung GEGEN das Kind unterstützen. Selbsthilfegruppen leben davon, dass Erfahrene sagen "ich weiß wie das ist, ich habe auch sehr gelitten. Aber irgendwie habe ich es geschafft- du kannst das auch."- DAS ist der richtige Weg. Mit deinen Beiträgen vermittelst du jedoch: Kinder schwacher Eltern müssen weg von diesen. Irrtum. Kinder schwacher Eltern brauchen Menschen, die ihre Eltern unterstützen!!

Sicher gibt es junge Menschen, die besser in einer betreuten Wohnform aufgehoben sind- aber das sind die absoluten Ausnahmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Eben die, die du in der Zeitung liest.

Ich weiß nicht, warum du immer gegen alle und gegen alles bist. Verrätst du mir, wie alt du bist? (Ich bin 39, ist ja kein Geheimnis).
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#65
Ludwigsburg sagte :
Arania sagte :
Richtig, aber man muß es wenigstens versucht haben, und zwar mit Hilfe Dritter, wenn man es alleine nicht schafft. Weglaufen und allein lassen ist keine Lösung... veretz dich mal in die Sittuation der Tochter: was wird die sich wünschen? Daß die Mutter in die Türkei geht???
:daumen: :daumen: :klatsch: :klatsch: :klatsch:
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#66
Gute Mutter - schlechte Mutter???

Wer masst sich an das zu entscheiden? Ich bin keine gute Mutter, will auch keine sein. Ich bin eine Mutter und zwar die einzige für meine Kinder. Ich bin ein Mensch mit Stärken, Schwächen und Fehlern und meine Kinder werden Menschen mit anderen, eigenen Stärken, Schwächen und Fehlern. Es gilt einzig und allein ihnen dabei zu helfen, ihren Weg zu finden und mit sich klar zu kommen, diesen werdenden Menschen zu akzeptieren, wie er sich entwickelt und ihn dabei zu unterstützen. Nicht nach eigenen Wünschen formen oder gar brechen. Nur seine Stärken sich ausprägen lassen und mit den Schwächen leben können. Niemand ist perfekt, das muss man sich verinnerlichen. Es geht um Glücklichsein nicht Perfektionismus.

Ich habe in jeder Schwangerschaft Freude und Angst empfunden. Freude über das neue Leben (ob geplant oder nicht) und Angst vor der neuen, riesengroßen Aufgabe, die immer wieder anders ist.

Diese Aufgabe wird nie beendet sein, sie wird mit den Jahren vielleicht nur leichter. Vielleicht bin ich eine gute Mutter, wenn mein Kind sich als Erwachsener in jeder Lebenslage selbst zu helfen weiss, sich sein Leben nach seinen Wünschen gestaltet, glücklich sein wird und das gelernte an seine Kinder weiter gibt. Aber vielleicht habe ich dann auch nur einfach ein kluges Kind. Ich will nicht bewertet werden oder mich über andere erheben indem ich sie bewerte. Das Muttersein ist kein Einstellungstest, das ist das Leben.
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#67
Hab ich noch vergessen: Für mich gibt es auch keine guten oder schlechten Kinder. Nur Kinder. Und ich kann auch bestimmt nicht aufhören, meine Kinder zu lieben, nur weil sie mal nicht "funktionieren". Es fällt mir dann einfach nur schwerer, es ihnen zu zeigen. Aber das gestehe ich auch meinen Kindern zu. Denn auch ich "funktioniere" manchmal nicht richtig.

És gibt nur einfach keinen Leitfaden für Mütter, es gibt viel Theorie. Jeder muss das für sich selber umsetzen. Diese Umsetzung fällt Susi scheinbar gerade schwer (wie jedem bestimmt ab und zu). Das tut mir sehr leid. Nicht nur für ihre Tochter.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#68
eretz dich mal in die Sittuation der Tochter: was wird die sich wünschen? Daß die Mutter in die Türkei geht???
Ludwigsburg: Da wir nicht wissen was die Tochter denkt, können wir das nicht beantworten, aber ich kann Dir sagen das ICH mir früher öfters gewünscht hätte meine Mutter wäre an einem anderen Ort als ich, das wäre für alle Beteiligten einfacher gewesen.

Und Irisanna, Du gibst Dir gar nicht die Mühe richtig zu lesen, was ich geschrieben habe, sondern interpretierst ständig etwas hinein, ich bin älter als Du und habe Kinder groß gezogen, das wird Dir aber nicht beantworten warum ich anders denke als Du.

Und damit möchte ich das Thema- FÜR MICH- beenden und wünsche der Threadstarterin eine gute Entscheidung!
 
E

ExitUser

Gast
#69
Arania sagte :
Ludwigsburg: Da wir nicht wissen was die Tochter denkt, können wir das nicht beantworten, aber ich kann Dir sagen das ICH mir früher öfters gewünscht hätte meine Mutter wäre an einem anderen Ort als ich, das wäre für alle Beteiligten einfacher gewesen.
Arania, ich möcht jetzt nicht noch mit meiner Kindheit anfangen, aber ich weiß genau, daß ein Kind sich wünscht, mit seinen Eltern klar zu kommen! Es braucht manchmal jemanden, der vermittelt oder die Augen öffnet, auch den Eltern...

lieber allein ist ein Kind erst dann, wenn es keine Hoffnung mehr hat - ein "dann geh ich eben" ist doch nur ein Hilferuf!

Gruß aus Ludwigsburg
 

evahb

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Sep 2005
Beiträge
242
Gefällt mir
0
#70
Re.

Warum holt Susi sich keine Hilfe beim JA,der Kopf wird ihr dort nicht abgerissen.
Lieber jetzt,bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
 

Susisonnenschein

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
94
Gefällt mir
2
#71
Zum letzten Mal von mir zu diesem Thema ....

Hallo,

ich hätte ncht gedacht, dass mein Posten hier so ein Interesse und so viele Reaktionen verursachen würde. Erst einmal vielen Dank für alle Meinungen und Einschätzungen hier. Allerdings ging es mir anfangs nicht um die moralische Wertung. Ich denke, gerade dabei sollte man bei Fremden sehr zurückhaltend sein, weil man nie weiss, wie die tatsächlichen Hintergründe sind. Ich habe auf jeden Fall bis heute sehr gut gelernt, dass man niemals 'nie' sagen sollte oder einfach Leute verurteilen sollte, weil es nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Man kann auch immer gut Ratschläge erteilen, wenn man nicht in genau dieser Situtation steckt.

Aber egal...ich lasse jetzt erst mal wieder alles auf mich zukommen und werde dann entscheiden. Diese ganze Sache, die ich da vorhabe, geht ja sowieso nicht von heute auf morgen. Und zum Jugendamt muss ich so oder so hin, weil es tatsächlich einfach so mit dem Verhalten meiner Tochter nicht mehr weitergeht.

Und was das Geld betrifft, bin ich noch nicht schlauer ;-) .... Werde deshalb noch einmal posten.

Viele Grüsse

Petra
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#72
Allerdings ging es mir anfangs nicht um die moralische Wertung. Ich denke, gerade dabei sollte man bei Fremden sehr zurückhaltend sein, weil man nie weiss, wie die tatsächlichen Hintergründe sind. Ich habe auf jeden Fall bis heute sehr gut gelernt, dass man niemals 'nie' sagen sollte oder einfach Leute verurteilen sollte, weil es nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Man kann auch immer gut Ratschläge erteilen, wenn man nicht in genau dieser Situtation steckt.
:daumen: :daumen:
 
E

ExitUser

Gast
#73
Arania sagte :
Allerdings ging es mir anfangs nicht um die moralische Wertung. Ich denke, gerade dabei sollte man bei Fremden sehr zurückhaltend sein, weil man nie weiss, wie die tatsächlichen Hintergründe sind. Ich habe auf jeden Fall bis heute sehr gut gelernt, dass man niemals 'nie' sagen sollte oder einfach Leute verurteilen sollte, weil es nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Man kann auch immer gut Ratschläge erteilen, wenn man nicht in genau dieser Situtation steckt.
:daumen: :daumen:
Gut.. dann hätte also niemand was dazu sagen sollen, weil ja keiner "in dieser Situation" steckt?

:twisted:
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#74
Man will nicht verstehen

:| :| :| :| :|

äußern schon, Vorwürfe machen nicht!
 

Grubenpony

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Dez 2005
Beiträge
70
Gefällt mir
0
#75
Wenn man die Meinung anderer Leute nicht hören möchte, warum postet man dann in einem Forum??? Den darum geht es doch letzendlich - sich mit Hilfe anderer Meinungen eine eigene bilden zu können.

Zitat:
Allerdings ging es mir anfangs nicht um die moralische Wertung. Ich denke, gerade dabei sollte man bei Fremden sehr zurückhaltend sein, weil man nie weiss, wie die tatsächlichen Hintergründe sind. Ich habe auf jeden Fall bis heute sehr gut gelernt, dass man niemals 'nie' sagen sollte oder einfach Leute verurteilen sollte, weil es nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Man kann auch immer gut Ratschläge erteilen, wenn man nicht in genau dieser Situtation steckt. Ganz genau - eben dann!!!!

Außerdem: Es stecken äußerst selten zwei oder mehr Personen in der absolut gleichen Situation - mal abgesehen davon das das Phänomen "Pubertät" nicht wirklich selten auftritt und auch das Thema "Überforderung" bestimmt auch viele (mich eingeschlossen) von Zeit zu Zeit betrifft.
 
E

ExitUser

Gast
#76
Grubenpony sagte :
Wenn man die Meinung anderer Leute nicht hören möchte, warum postet man dann in einem Forum??? Den darum geht es doch letzendlich - sich mit Hilfe anderer Meinungen eine eigene bilden zu können.

Zitat:
Allerdings ging es mir anfangs nicht um die moralische Wertung. Ich denke, gerade dabei sollte man bei Fremden sehr zurückhaltend sein, weil man nie weiss, wie die tatsächlichen Hintergründe sind. Ich habe auf jeden Fall bis heute sehr gut gelernt, dass man niemals 'nie' sagen sollte oder einfach Leute verurteilen sollte, weil es nicht den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Man kann auch immer gut Ratschläge erteilen, wenn man nicht in genau dieser Situtation steckt. Ganz genau - eben dann!!!!



Außerdem: Es stecken äußerst selten zwei oder mehr Personen in der absolut gleichen Situation - mal abgesehen davon das das Phänomen "Pubertät" nicht wirklich selten auftritt und auch das Thema "Überforderung" bestimmt auch viele (mich eingeschlossen) von Zeit zu Zeit betrifft.
Eben...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2005
Beiträge
252
Gefällt mir
1
#77
Ich überlege, in die Türkei auszuwandern . Entweder werde ich wohl das Haus verkaufen müssen, um dann von diesem Geld erst einmal zu leben oder ..... und dass ist jetzt meine Frage .....

Kann meine Tochter in meinem Haus wohnen bleiben, ich nehme von ihr Miete (um die noch offenen Belastungen weiter abzuzahlen) ? Hypotheken + Tilgung entsprechen ungefähr der ortsüblichen Miete. Oder wird das JobCenter Aufstand machen?
Susisonnenschein, das war deine Ausgangsfrage. Natürlich kannst du nicht das Haus verkaufen, mit dem ganzen Geld in die Türkei abwandern und deine Tochter mutterseelen-allein lassen. Das, was du mit dem Haus verdienst, musst du natürlich auch für deine Tochter einsetzen- du bist ihr zum Unterhalt verpflichtet.
Der Trick, das Haus zu behalten, deine Tochter zur Mieterin zu machen und über die von der Arge gezahlte Miete das Haus abzubezahlen wird auch nicht funktionieren- da du ihr, vielleicht noch 10 Jahre lang, zum Unterhalt verpflichtet bist.

Wenn du dich nun zum JA wendest (da muss ich dich mal loben!!), solltest du dir schon darüber bewusst sein, dass du dort Menschen gegenüber sitzen wirst, die auch nicht genau deine Sitiation durchlebt haben- du verstehst, was ich dir sagen will? ;)
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#78
Ich habe mich hier noch durch geackert und komme zu der Ansicht, das SusiSonnenschein Hilfe beim JA anfordern sollte.
Man hat dort zwar Unmengen gekürzt, es gibt kaum noch Mittel, aber in diesem Fall lässt sich möglicherweise etwas machen, denn das Kindeswohl ist gefährdet.
Bevor man über eine Fremdunterbringung nachdenkt, sollte man alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen.
An dieser Stelle möchte ich mal den JA Pinneberg ein dickes Lob aussprechen. Seit etwa 3 Jahren arbeite ich mit dem JA und bin heute froh, das ich diesen Schritt wagte!!!
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten