Was passiert, wenn ich keinen Krankenschein habe und nicht zur Arbeit komme? (1 Betrachter)

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meeresheldin

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Ich muss ausholen.
Eine ehemalige Mitschülerin ist Psychotherapeutin und ich habe mich ihr am Freitag anvertraut. Genauer gesagt bin ich psychisch zusammengebrochen und habe ihr meine gesamten Beschwerden geschildert.
Sie hat einige Tests gemacht. Bisher liegt die Diagnose bei ADHS, Depressionen, Zwangsstörungen, Angsterkrankung und chronischer Migräne, wobei sich die Beschwerdebilder bedingen (heißt glaube ich Komorbidität). Endometriose und einen kaputten Rücken habe ich auch noch, bin aber erst 30 und habe bisher noch nie sv pflichtig gearbeitet.
Da ich nicht möchte, dass das in meiner Akte auftaucht, habe ich das Gespräch in Bar bezahlt. Sie hat mich aber gebeten, mich unbedingt in Behandlung zu begeben, weil die Beschwerden akut sind.

Ich habe das bisher vermieden mich therapieren zu lassen, weil ich immer Angst davor hatte, dass ich so keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann.
Auch suche ich aktuell immer noch einen gescheiten Hausarzt, dem ich mich offenbare. Mein Letzter hat meine Beschwerden nicht ernst genommen.

Aktuell warte ich noch auf den Abschluss meiner Abschlussarbeit. Danach müsste ich mich eigentlich bewerben.
Ich sehe mich so aber nicht in der Lage meiner Tätigkeit als Sozialarbeiterin nachzugehen.

Angenommen ich bekomme doch eine Stelle und mein Arzt schreibt mich nicht krank.

Was würde dann passieren? Bekomme ich dann automatisch eine Kündigung und eine Sperre beim Arbeitsamt? Das heißt, 3 Monate kein Hartz 4?

Wie gesagt. Ich suche im Moment immer noch nach einem gescheiten Hausarzt und es ist wirklich schwierig.
Mein bisheriger hatte nie Zeit für mich und hat alles immer herunter gespielt.
 

Birt1959

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Wovon lebst Du momentan, wenn Du kein BaFöG hast?

Du übersiehst eine Kleinigkeit - um eine Stelle zu haben, muss ein Arbeitgeber eine/n Bewerber*in erst einmal einstellen. Wenn ich das richtig mitbekomme, sieht der Arbeitsmarkt für Sozialarbeiter*innen und ähnliche Berufe auch nicht rosig aus. Also musst Du ja vermutlich als Absolvent*in ohnehin erst einmal zum Jobcenter, weil Du keine Anwartschaft hast.

Alternativ kannst Du über ein weiteres Studium nachdenken, wenn Du noch studentisch versichert sein kannst und von daher möglicherweise Kosten sparen kannst. Allerdings solltest Du in dem Fall beachten, dass manche Bundesländer bei Zweitstudien eine Studiengebühr erheben.

Ich würde den Rat der Freundin ernst nehmen und mir schleunigst einen Therapeuten/Therapeutin suchen. Auch ein entsprechende/r Arzt oder Ärztin wäre vermutlich angesagt. Wenn Du mit denen gesprochen hast, kannst Du Dir überlegen, wie Du weiter machst. Eventuell hilft Dir auch der SPDi, denn dort arbeiten ebenfalls Therapeut*innen.
 

meeresheldin

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Doch, leider sieht der Arbeitsmarkt zu rosig aus. Die Chance erstmal in Ruhe die Jobwahl anzugehen ist gering.

Ich lebe von Erspartem aus meinem Nebenjob und eben sehr spartanisch. Leitungswasser aus dem Unigebäude, schlafen auf dem Boden bzw. auf der Matratze auf dem Boden usw.
Nebenher pflege ich noch jemanden.

Studentisch KV versichert sein geht nur bis 30. Ich bin zu alt, plane aber trotzdem am Zweitstudium, um aus dem Erststudium heraus zu kommen.
 

Kerstin_K

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Ich lebe von Erspartem aus meinem Nebenjob und eben sehr spartanisch. Leitungswasser aus dem Unigebäude, schlafen auf dem Boden bzw. auf der Matratze auf dem Boden usw.
Das ist nicht spartanisch, das ist purer Raubbau an Deiner Gesundheit.

Wenn du zusamklappst, hat Deine Oma nichts davon. UNd du hast nur einen Körper.
 

meeresheldin

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Ich weiß, aber Bafög hab ich eben nie bekommen und der Nebenjob wirft so viel auch nie ab oder besser: Warf.

Ich lebe eigentlich noch unter Hartz 4 Niveau.
Hartz 4 kriege ich aber erst, wenn ich die Exma vorzeige und die habe ich erst, wenn der Prof meine Arbeit bewertet hat und das kann bis zu 3 Monate dauern
 

Heidschnucke

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Um Deine Frage zu beantworten, wenn Du der Arbeit fern bleibst, und z.B. keine AU hast, wird Dein Arbeitgeber nicht lang Diskutieren, und Dich entlassen, und je nachdem was für eine Kündigungsfrist in Deinen Arbeitsvertrag vereinbart ist wird das sehr schnell gehen.

Wenn das noch in der Probezeit ist und er sozial eingestellt ist schreibt er es nicht in die Kündigung, aber wenn er einen Grund für die Kündigung angeben muss z.B. für die Arbeitsbescheinigung und da steht drin „wegen unentschuldigten fehlen.“ Wird das von der AfA (auch ALG II) als Selbstverschulden gewertet, und den bleibt nichts anderes über wie Dich drei Monate voll zu Sperren. In den drei Monaten bist Du natürlich auch nicht Versichert (es sei denn Du bezahlst es aus eigener Tasche). Und wenn ich mir Deine Ausführungen anschaue wäre das für Dich der Super Gau!

Ich würde Dir raten, auch wenn es Dir schwer fällt, das Du dich in eine richtige Fachkompetent Behandlung begibst und die notwendigen Therapien in Angriff nimmst. (oK. auch wenn es nicht einfach sein wird einen kompetenten Arzt zu finden) Es kann doch nur besser werden. Und das es in Deiner Akte steht, bitte in welcher soll es stehen? Und wenn Du Angst hast das Du keine Berufunfähigkeitsversicherung bekommst, mag das vielleicht begründet sei, aber wenn der Versicherungsfall eintritt und raus kommt, das Du vor Abschluss schon erkrankt warst, weigern die sich zu zahlen, und Deine ganzen Beiträge sind weg, und glaube mir die Versicherungen gehen erst mal davon aus!

Ich denke Du solltest Deine Gesundheit in den Griff bekommen, und einen Einstig in das Berufsleben finden. Ich habe mit 16 meine Lehre Bekommen; mit 20 Studiert und mit 30 …
 

meeresheldin

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Mit 30? Das Ende verstehe ich nicht.

Ja, ansonsten stimmt das wohl.Nur irgendwie ist es schwerer als gedacht einen passenden Arzt zu finden.
 

Matricaria

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Hallo Meeresheldin,
ich möchte nun nicht auf die Frage Krankschreibung, Arbeit, Studium eingehen sondern nur auf das Kranksein.
Ich möchte dir nur gerne sagen, es ist unheimlich wichtig, dass du dich nun um dich kümmerst und für dich sorgst. Wenn du so weitermachst bist du bald völlig am Ende. Es ist schon mal sehr gut, dass du dich jemandem anvertraut hast, gut gemacht, aber verabschiede dich von diesem Gedanken: Es soll niemand wissen oder im Lebenslauf auftauchen. Krank ist krank und da kann man nix für und Ende. Es ist wichtig, dass du in Behandlung kommst. Arztsuche ist sehr schwer, ich weiß und ich drücke dir die Daumen, dass es klappt. Vielleicht wohnst du auch in einer größeren Stadt in der es eine psychiatrische Institutsambulanz gibt. Da bekommt man schneller mal Termine.
Ich weiß wovon ich rede, deswegen antworte ich hier auch in deinem Thema. Ich leide nämlich auch an Zwangserkrankung, Depression und Ängsten. Ich bin damals nicht rechtzeitig zum Arzt und weißt du wie es bei mir endete? Mit 29 Jahren in die Rente. Nun 37 und Arbeit nicht mehr denkbar. Ich startete zu spät mit Behandlungen, vertraute mich zu spät an.
Alles Gute.🍀
 

Heidschnucke

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Was hat das mit „30 … „ zu bedeuten, na das ich mit 30 noch nicht fertig war mit arbeiten wie auch Studieren. Und um ehrlich zu sein durch damit war ich erst mit 50, aber leider das auch erst weil die Gesundheit gesagt hat das wars.

Die Gesundheit hat gesagt jetzt ist Schluss, und wenn ich ehrlich bin, ich habe all die Jahre zu schnell und zu intensiv gelebt; Urlaub war nicht drin; Krank sein gab es nicht; jede freie Minute war aus geplant, und heute bezahle ich die Zeche.
In meinen erlernten Beruf kann ich nicht mehr arbeiten, und selbst mit meinen Abschlüssen ist es nicht möglich, auch wenn es geistig kein Problem ist im Gegenteil, schaffe ich es Körperlich einfach nicht mehr.

Hätte ich in jungen Jahren mehr auf meine Gesundheit geachtet, würde es mir sicher heute besser gehen.


Und das solltest Du auch, Du hast Studiert; hast nebenbei gearbeitet um Dein Lebensunterhalt zu finanzieren, und hast noch eine Pflege übernommen, das fordert alles sein Tribut, und vielleicht mag es mit Arbeit in Deinen Bereich gut aussehen, aber nun mal ehrlich was erwartet Dich als Berufsanfänger eine befristete Beschäftigung; auf Teilzeit Basis; zum miesen Lohn, und wir wissen doch alle Dein Beruf Umfeld wird doch gern nach Kassenlage besetzt, und wenn die Kassen mal wieder Leer sind seid Ihr die ersten die das zu spüren bekommen. Und aus purer Verzweiflung findest Du Dich an einer Supermarktkasse oder Taxifahrer wieder (nicht das diese Beruf nicht wichtig oder anerkennenswert währen, aber Jahrelanges studieren ist dafür sicher nicht nötig).


Ich möchte meinen Rat noch mal wiederholen, alles daran zu setzen Beruflich schnell gut Fuß zu fassen, einen Arzt finden, ich weiß das es schwer ist, die Chemie muss stimmen, und es muss eine Beziehung aufgebaut werden das geht nicht mit wenigen Besuchen, das braucht Zeit.


Und bitte verliere nicht aus den Auge das es da noch so was wie Familie gibt; um ehrlich zu sein ich habe es vernachlässigt eine zu gründen, und bereue es heute!
 

meeresheldin

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Danke an euch. Ich hab aktuell noch Probleme mich gut um mich selbst zu kümmern.
Die Selbstfürsorge ist mir über die Jahre irgendwie abhanden gekommen. Das muss ich erst wieder lernen.

Mit Familiengründung, da denke ich gar nicht dran unter den aktuellen Umständen.

Ihr habt wohl Recht. Ich habe heute ein Angebot auf eine alte Bewerbung bekommen.

Ich müsste theoretisch E9 bekommen als Sozialarbeiterin und bezahlen wollten sie mich nach E5!, weil ich ja keine Erzieherin bin.
Das wären 26 Stunden gewesen. Ich habe natürlich dankend abgelehnt, da ich die 26 Stunden auch nicht schaffe.
 

meeresheldin

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Tut sie ja eben nicht, sonst würde ich E8 bekommen, da es eine Erzieherstelle ist. Ich soll aber nur E5 kriegen.
 

grün_fink

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Im öffentlichen Dienst kenne ich mich leider nicht aus.
Jedoch meint die Aussage:
Die Bezahlung richtet sich immer nach der STELLE und nicht nach dem Bewerber.
Beispiel:
Bewirbt sich der Bankdirektor als Warenverräumer, wird er als Warenverräumer bezahlt und nicht als Bankdirektor, nichtmal als Banker oder Sachbearbeiter.
Die Bezahlung richtet sich nach der Tätigkeit, die verrichtet wird und nicht nach der Qualifikation, die der ARbeitnehmer hat, dier diese ausübt.
In der freien Wirtschaft gang und gebe, selbst erfahren.
Wie das im öffentlichen Dienst ist, weiß ich nicht.
 
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ExitUser

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Was auch auf dem Schirm sein sollte ist das überqualifizierte ungern eingestellt werden
Es ist also durchaus angebracht diese Qualifikationen einfach zu vergessen wenn sich auf Stellen beworben wird wo eine bestimmte Ausbildung nicht nötig ist
Qualifizierte vor allem Akademiker verursachen oft mehr Stress in Arbeitsabläufen weil Sie zu früh mitreden wollen,
vor allem dann wenn es einfache Hilfstätigkeiten sind,
Sie können dann oft nicht verstehen das ein guter Hilfsarbeiter Jahre braucht um eben diesen Part optimal zu bedienen
und sind dann unfähig zu begreifen das Sie genau das wofür Sie eingestellt wurden erst lernen müssen
Das habe ich nicht nur einmal erlebt.
Was die Berufsbilder Diplom Sozial Pädagogin und Jugend und Heimerzieherin angeht die trennen Welten,
das wirkt extrem bis in das private Verhalten, also auch wenn die mit sich im reinen sind und ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben
 

grün_fink

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Dazu gebe ich mal meinen Senf ab, obwohl so halb off Topic.
Denn Akademiker in Anlerntätigkeit, das kenne ich sehr wohl, und auch das JC ist (und war bei mir) erpicht darauf, so zu vermitteln.

Es ist also durchaus angebracht diese Qualifikationen einfach zu vergessen wenn sich auf Stellen beworben wird wo eine bestimmte Ausbildung nicht nötig ist
Geht nicht. Man kann es nur soweit wie es geht, aus dem aktuellen Tagesbewusstsein verscheuchen. Denn die Welten zwischen beiden sind zu groß. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Qualifizierte vor allem Akademiker verursachen oft mehr Stress in Arbeitsabläufen weil Sie zu früh mitreden wollen,
vor allem dann wenn es einfache Hilfstätigkeiten sind,
Die interessieren sich lediglich für den Job, lernen schneller und umfassender und kommunizieren das auch. So wie es ihr Wesen ist.
Ob sie mitreden wollen, womit wahrscheinlich gemeint ist, ob sie möglicherweise mitbestimmen wollen, ist gar nicht festgestellt. Meiner Erfahrung nach kann es sich auch um die Meinung der Mehrheit (der dort Arbeitenden) handeln, die so etwas lediglich vermuten und so Vorurteile bilden.

Sie können dann oft nicht verstehen das ein guter Hilfsarbeiter Jahre braucht um eben diesen Part optimal zu bedienen
Ein guter Hilfsarbeiter dürfte einen weit geringeren IQ haben, und dementsprechend langsamer lernen. Diese Arbeiten passen besser zu ihm wie zu einem Akademiker.
Fremd dürfte dem Chef/den Kollegen beim Akademiker sein, dass der so schnell lernt.

und sind dann unfähig zu begreifen das Sie genau das wofür Sie eingestellt wurden erst lernen müssen
bitte konkreter, was du damit meinst. Ich ahne nur, wo es hängen könnte. Das dürfte aber wegen Mismatching Anlernjob/Akademiker nur unter ganz wenigen Voraussetzungen nur mehr oder weniger begrenzt funktionieren.
Wenn du das nicht konkret benennen kannst, kann man nichts drauf sagen.

Was die Berufsbilder Diplom Sozial Pädagogin und Jugend und Heimerzieherin angeht die trennen Welten,
das wirkt extrem bis in das private Verhalten, also auch wenn die mit sich im reinen sind und ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben
Das gilt für fast alle Berufe, nach meiner Beobachtung.
 
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meeresheldin

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Grün fink, leider ist das aber nicht so.
Ich bewerbe mich auf eine Erzieherstelle, also müsste ich als Sozialarbeiterin wie eine Erzieherin bezahlt werden.
Ich werde stattdessen aber nach E5 bezahlt wie eine Kinderpflegerin und das kann ja nicht sein.
Zumal die Erzieher, die dort arbeiten das Erziehergehalt kriegen und ich soll das Kinderpflegergehalt bekommen, bin aber höher qualifiziert als die Erzieher.
 

Babbelfisch

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Hast Du denn schon Deinen Abschluß als Sozialarbeiterin? Ich (Dipl.Soz.Päd) wurde damals auch als Kipf (heute: päd. Hilfskraft) bezahlt, nach dem Diplom bekam ich Erziehergehalt ...
Stelle war damals auch befristet - schon länge her - das war und ist im soz. Bereich leider normal. Meistens hat man aber die Aussicht auf Übernahme - bei der momentanen Arbeitsmarktlage sowieso. Damit will ich das nicht verteidigen, wir haben bei unseren kommunalen Stellen die sachgrundlosen Befristungen komplett abgeschafft und für die Anderen hohe Maßstäbe angelegt. Aber das ist OT, sorry.
 
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meeresheldin

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Ja, habe ich. Soll aber trotzdem nur Kinderpflegergehalt bekommen.

Wie machst du das mit der Lebensplanung? Wenn die Stellen alle nur befristet sind? Oder bist du unbefristet eingestellt? Ich will keine Kinder, stelle es mir aber verdammt schwer vor unter den Bedingungen Kinder zu bekommen.
 

Allimente

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Wie machst du das mit der Lebensplanung?
Ich glaube das größte Problem ist überhaupt erstmal anzufangen zu arbeiten. Dann entwickelt man sich weiter, so war es jedenfalls bei mir. Ich habe zuerst gearbeitet und dann habe ich mir Gedanken um alles Weitere gemacht. Eine Sicherheit, wie Du sie anstrebst, wird es nicht geben. Mach doch erstmal und arbeite dich dann entsprechend durch gute Leistungen nach vorne, so ist das nun mal im Berufsleben. Immer nur Zweifeln bringt dich letztendlich überhaupt keinen Schritt weiter. Aber das ist nur meine Meinung und soll keinesfalls eine Wertung Deiner Person darstellen, das sind lediglich meine Erfahrungen aus einem langen Berufsleben. Irgendwann ist man zu alt und der Zug ist abgefahren.
 
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Babbelfisch

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Ich habe damals drei Jahre auf wechselnden Stellen gearbeitet (Erziehungszeiten), bin danach aber unbefristet übernommen worden und habe dann da 17 Jahre gearbeitet, die letzten Jahre als Leitung. Danach hatte ich noch drei andere Stellen, zwei auch befristet begonnen (jeweils ein Jahr), bei einer Stelle wurde ich nicht übernommen, da Gelder gekürzt wurden und die letzte war, die kam ... Bei der anderen Stelle dann, unbefristet übernommen ... und da gearbeitet, bis der Träger aus finanziellen Gründen die Einrichtung aufgegeben hat. Tja, shit happens ...
Lebensplanung war für mich kein Thema, ich finde, man kann sein Leben nicht planen, es gibt so viele Unabwägbarkeiten. Und man macht sich nur verrückt und verliert seine Flexibilität ... Mir sind Existenzängste auch nicht fremd, ich bin weit davon entfernt, eine positive "Frohnatur" zu sein, aber ich habe das Leben immer so genommen (und nehme es noch so), wie es kommt. Kann ich etwas ändern, dann mach ich es, wenn nicht, versuche ich, das Beste aus der Situation zu machen ...

Für ein Kinderpflegerinnengehalt würde ich mich auch nicht ausbeuten lassen! Aber nicht jede Stelle bringt Mobbing mit sich. Ich würde an Deiner Stelle erst einmal meine Lebensverhältnisse verbessern,z.B. Deine Wohnung so einzurichten, dass Du Dich wohlfühst ... geht auch mit wenig Geld und etwas Kreativität!
 

meeresheldin

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arbeite dich dann entsprechend durch gute Leistungen nach vorne, so ist das nun mal im Berufsleben.
Das funktioniert vielleicht auf dem Bau, aber nicht in der sozialen Arbeit, wo die Stellen von vornherein befristet sind. Da kannst du noch so gut arbeiten. Das sind Entscheidungen von oben, die an Finanzen gekoppelt sind. Beispiel: Kinder mit Migrationshintergrund sollen besser integriert werden und irgendein Fond schüttet 250 000 für ganz Deutschland dafür aus. Nach 3 Jahren ebbt aber die Flüchtlingswelle ab und das Geld ist alle. Da kannst du noch so gut arbeiten und wirst nicht entfristet. Hinzu kommt, ab einem gewissen Alter unterstellen dir die Arbeitgeber, dass du bald ein Kind ansetzt.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

z.B. Deine Wohnung so einzurichten, dass Du Dich wohlfühst .
Ich hab doch gar keine Wohnung und lebe immer noch bei meiner Oma. Und jetzt bitte kein Shitstorm. Ich weiß, das ist nicht optimal.
 

Allimente

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Da kannst du noch so gut arbeiten und wirst nicht entfristet. Hinzu kommt, ab einem gewissen Alter unterstellen dir die Arbeitgeber, dass du bald ein Kind ansetzt.
Sorry, aber irgendwie findest Du auf alles eine Entschuldigung. Wenn Du nicht irgendwann mal anfängst, wird das nicht werden.... Und verzeih mir, aber Du bist doch nicht die Einzige mit diesem Problem, wie machen die anderen das denn?
 

meeresheldin

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Bitte fahr mal deinen Tonfall runter. Du bist nicht mein Vater.

Na, die hangeln sich von Befristung zu Befristung und sind zwischendurch immer mal arbeitslos. Was dachtest du denn, was die Anderen machen?
 
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