Was passiert wenn die Bewerbungskosten von 260€ pro Jahr erreicht sind aber weitere Vermittlungsvorschläge kommen?

Hamar

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Mein Budget von 260€ an Bewerbungskosten pro Jahr ist bald erreicht (nur wegen VV) und der Sturm bricht nicht ab.
Muss das JC die Kosten für schriftliche Bewerbungen auf VV trotz erreichen der 260€ weiterhin bezahlen? Wenn nicht, dann würde ich ja das restliche Jahr jede Bewerbung selbst zahlen müssen und das ist mit AG2 nicht möglich. Möchte ZAF auch keine Emailbewerbungen schicken.
 

Frank71

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Budget hin oder her, wenn das Jobcenter dich mit VV überzieht haben sie dafür auch die Kosten zu tragen, auch wenn es über die besagten 260€ pro Jahr geht.

Ich würde jede einzelne Bewerbung abrechnen,formloser Antrag reicht da aus.
 

romeo1222

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Ich kann mir vorstellen, dass sie dann von dir Email / telefonische Bewerbungen fordern werden (Zumindest solange das JC weiß, dass du Internet und / oder ne Telefon- / Handyflatrate hast).
 

erwerbsuchend

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Alternativ könnte das JC auch auf im JC ggfs. vorhandene Bewerberrechner verweisen.
 

Hamar

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Budget hin oder her, wenn das Jobcenter dich mit VV überzieht haben sie dafür auch die Kosten zu tragen, auch wenn es über die besagten 260€ pro Jahr geht.
Der Meinung bin ich auch, nur was sagt die Rechtslage (§)?

Ich kann mir vorstellen, dass sie dann von dir Email / telefonische Bewerbungen fordern werden
Die Infastruktur dafür ist aber auch nicht umsonst.

(Zumindest solange das JC weiß, dass du Internet und / oder ne Telefon- / Handyflatrate hast).
Davon wissen die ja.

Alternativ könnte das JC auch auf im JC ggfs. vorhandene Bewerberrechner verweisen.
Genau die Ansage habe ich vor paar Jahren bekommen, als ich dem JC verkaufen wollte das ich kein Handy/Internet mehr besitze. Dann habe ich gefragt wer die Fahrtkosten zum JC bezahlt, darauf wurde mir geantwortet das ich das vom Regelsatz zu zahlen habe. Klar, 5€ Fahrtkosten für eine Bewerbung, kein Problem :doh:
 

jaykay19

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Die Infrastruktur ist eh vorhanden und wird bezahlt. Wo ist dann das Problem sich per E-Mail zu bewerben?
 
E

ExitUser

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Alternativ könnte das JC auch auf im JC ggfs. vorhandene Bewerberrechner verweisen.

Wer an so einem Rechner seine Daten eingibt, und sich womöglich auch noch in sein E-Mail-Konto einloggt, um Bewerbungen zu verschicken, der muss aber absolutes Vertrauen haben:biggrin:

Dazu kämen auch noch die Kosten für das Desinfektionsspray, um Maus und Tastatur zu reinigen.
 

erwerbsuchend

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Die Infrastruktur ist eh vorhanden und wird bezahlt. Wo ist dann das Problem sich per E-Mail zu bewerben?
Es gibt Leute, die sich aus Datenschutzgründen und aus Geschwindigkeitsgründen nicht per E-Mail bewerben wollen. Schließlich ist eine E-Mail umgehend nach dem Versenden auch direkt beim Empfänger.

Wer an so einem Rechner seine Daten eingibt, und sich womöglich auch noch in sein E-Mail-Konto einloggt, um Bewerbungen zu verschicken, der muss aber absolutes Vertrauen
Es gibt dann aber auch erstaunlich viele ALG 2-Empfänger, die bei einem solchen Angebot der Nutzung von Bewerber-Rechnern im JC, dann doch plötzlich wieder Geld haben, um die Bewerbungen doch zu Hause am heimischen Rechner erstellen zu können.

Wer wirklich Geld-Probleme hat, insbesondere für Druckerpatronen, der sollte sich mal nach einer elektrischen Schreibmaschine umsehen. Die Farbbänder dürften für unzählige Bewerbungen reichen und wären dabei auch noch relativ kostengünstig. Den Lebenslauf kann man ja nach erstmaligem Erstellen einfach in nem Copy-Shop kopieren.
 

Pauer

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Es gibt Leute, die sich aus Datenschutzgründen und aus Geschwindigkeitsgründen nicht per E-Mail bewerben wollen. Schließlich ist eine E-Mail umgehend nach dem Versenden auch direkt beim Empfänger.
Das ist ja auch Sinn und Zweck der ganzen Sache. Personen, die sich nicht per Mail bewerben möchten, weil die Bewerbung dem Arbeitgeber dann direkt vorliegt, würde ich eine fehlende Motivation unterstellen.
Eine schnelle Bearbeitung der Bewerbung kann nur förderlich sein, um schnell aus dem Leistungsbezug zu fallen - und das sollte ja nun einmal das angestrebte Ziel sein!!
 
E

ExitUser

Gast
Das ist ja auch Sinn und Zweck der ganzen Sache. Personen, die sich nicht per Mail bewerben möchten, weil die Bewerbung dem Arbeitgeber dann direkt vorliegt, würde ich eine fehlende Motivation unterstellen.
Es gibt gute Gründe, sich nicht per Mail zu bewerben. Nämlich die Nachweisbarkeit, dass man es auch gemacht hat. Behauptet eine ZAF z.B., dass keine Bewerbung angekommen ist, dann ist es schwer nachzuweisen. Denn ein ausgedruckter Versendungsnachweis per Mail wird auch sehr oft von Gerichten nicht akzeptiert.
Aber hauptsache fehlende Motivation, nicht wahr?
Eine schnelle Bearbeitung der Bewerbung kann nur förderlich sein, um schnell aus dem Leistungsbezug zu fallen - und das sollte ja nun einmal das angestrebte Ziel sein!!
Da nützen auch die zwei Ausrufezeichen nichts.
Denn laut SGB II hat man immer noch 3 Werktage Zeit um seine Bewerbung zu verschicken.
 

Pauer

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Aber hauptsache fehlende Motivation, nicht wahr?
Ja, genau. Mit der oben angeführten Begründung

aus Geschwindigkeitsgründen nicht per E-Mail bewerben wollen. Schließlich ist eine E-Mail umgehend nach dem Versenden auch direkt beim Empfänger.
unterstelle ich fehlende Motivation.

Denn laut SGB II hat man immer noch 3 Werktage Zeit um seine Bewerbung zu verschicken.
Das ist richtig - innerhalb dieser Frist geht das aber auch per E-Mail. E-Mail-Bewerbungen kategorisch auszuschließen halte ich für fraglich.
 

Hamar

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Die Infrastruktur ist eh vorhanden und wird bezahlt. Wo ist dann das Problem sich per E-Mail zu bewerben?
Möchtest du das jede ZAF deine Emailadresse in einem Bewerberpool aufnimmt und du dann mit allen möglichen prikären Arbeitsangeboten zugebombt wirst? Also ich möchte das nicht. Richtige Firmen bekommen nach wie vor meist von mir eine Emailbewerbung.

B2T bitte :wink:
 

Wholesaler

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Personen, die sich nicht per Mail bewerben möchten, weil die Bewerbung dem Arbeitgeber dann direkt vorliegt, würde ich eine fehlende Motivation unterstellen.
Fehlende Motivation trifft auf viele (ehemalige) Jobcenter-Mitarbeiter ebenfalls zu.:icon_smile:
 

Wholesaler

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@faalk: Nach seinen Worten hat er im Jobcenter gearbeitet. Vielleicht tut er es aus dem von dir genannten Grund jetzt nicht mehr.:bigsmile:
 

erwerbsuchend

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Möchtest du das jede ZAF deine Emailadresse in einem Bewerberpool aufnimmt und du dann mit allen möglichen prikären Arbeitsangeboten zugebombt wirst?
Bei den meisten ZAF wird man nicht direkt mit der Bewerbung und ohne weitere Rückmeldung von der ZAF oder einem VG dort, in deren Bewerberpool aufgenommen. Seit die DS-GVO gilt, muss die ZAF dies vorher beim Bewerber erfragen. Dann kann man immernoch mitteilen, dass man erstmal nur über die Stelle aus der Bewerbung kontaktiert werden möchte und spricht.

Also ich möchte das nicht. Richtige Firmen bekommen nach wie vor meist von mir eine Emailbewerbung.
Auch sogenannte richtige Firmen haben schon seit längerem ebenfalls Bewerberpools. Daher kann es dir auch dort passieren, dass man dich dort in einen Bewerberpool aufnehmen möchte und dir, wenn du dem zustimmst, später auch niedrigere Jobs anbietet, als für den du dich ursprünglich beworben hast.

Daher gilt das Argument wegen dem Bewerberpool nicht als Ausschlusskriterium für eine Bewerbung per E-Mail.

Es bleibt selbstverständlich noch der Punkt, dass eine Bewerbung per E-Mail eben schneller sein kann, aber nicht muss.
 

erwerbsuchend

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ZAF müssen sich an vieles halten, nur leider tun sie das häufig nicht. Warum sollte man zu solchen Menschen Vertrauen haben?
Du kennst die Strafmöglichkeiten, die bei Verstößen gegen den Datenschutz dem Verursacher drohen? Meinst du wirklich, dass sich auch nur eine ZAF darauf einlassen wird, nur um irgendwie ihren Bewerberpool aufzufüllen, den sie dann leider aber nicht legal nutzen kann?

Zudem ist mir die Sache etwas zu einseitig. Es wird meistens immer nur argumentiert, was die ZAF alles schlecht machen, vorallen die Sache mit dem Bewerberpool und die richtigen Firmen machen immer alles richtig und gehen nicht fehlerhaft mit den Bewerberdaten um. Oder sind mit richtigen Firmen jene gemeint, die Highend-Fachkräfte suchen und einstellen und sich hier und in anderen Foren nur ausschließlich Highend-Fachkräfte befinden?

:sorry:, aber das entspricht keinesfalls der Realität. Es gibt genügend kleine und mittelständische Unternehmen, gern auch aus dem Handwerksbereich, die da so ihre liebe Not mit dem richtigen Umgang mit Bewerbern und Bewerberdaten haben. Das gilt unabhängig von der zu besetzenden Stelle.

Damit wasche ich nicht die ZAF rein, sondern will nur aufzeigen, dass es auch unter sogenannten richtigen Firmen genügend gibt, die da ebenfalls ihre Defizite haben.
 

Wholesaler

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@erwerbsuchend: Ich weiß, dass Verstöße gegen die DS-GVO mit teils hohen Bußgeldern geahndet werden können. Das war aber schon immer so und da hat es die ZAF wenig gejuckt. Ich gebe dir allerdings uneingeschränkt recht, dass reguläre Arbeitgeber vielfach ebenso unseriöse Praktiken anwenden. Vom zwischenmenschlichen respektlosen Umgang mit langzeitarbeitslosen Bewerbern ganz zu schweigen...
 
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