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??? Was passiert nach einem Widerspruch???

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Fragen-über-Fragen

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#1
Wie schon erwähnt habe ich ja Widerspruch gegen den letzten Bescheid eingelegt, wo mir meine SB die VMA (Verpflegungsmehraufwendungen) als Einkommen angerechnet hat.

Wohin geht der Widerspruch?

Meiner ging direkt zu meiner SB, die mich nun auffordert (sogar heute per Post!) dass ich "entsprechende Nachweise über die Verwendung der Verpflegungsmehraufwendungen" einreichen soll.

???

Ja, und wenn ich das nicht kann?? Soll ich mir von meiner Firma bescheinigen lassen, dass es für die Kaffeekasse und beim Vespa-Wagen keinerlei Quittungen gibt??

Ich dachte, dass der Widerspruch direkt ans Sozialgericht geht? Na, das war dann ja wohl nichts... :icon_sad:
 

Caroline

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#2
Hallo !

Also - direkt an das Sozialgericht geht der Widerspruch ganz sicher nicht.
Meine Widersprüche gingen an die Widerspruchsstelle.

An wen war Dein Widerspruch denn adressiert, bzw. wo hast Du ihn abgegeben ?
 

Arania

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#3
Caroline schrieb schon der Widerspruch wird bei der ARGE bearbeitet, das nun Unterlagen angefordert werden, um Deine Einwände des Widerspruchs nachvollziehen zu können ist zumindest ein Indiz dafür das er bearbeitet wird.

Lass Dir doch von Deiner Firma bescheinigen was es an Verpflegung in welcher Form gibt
 

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#4
Hallo !

Also - direkt an das Sozialgericht geht der Widerspruch ganz sicher nicht.
Meine Widersprüche gingen an die Widerspruchsstelle.

An wen war Dein Widerspruch denn adressiert, bzw. wo hast Du ihn abgegeben ?
Das Landratsamt ist ja in der nächsten Stadt und man kann seine Sachen alle beim Bürgerbüro in unserem Rathaus abgeben.
Als ich den Widerspruch dort zur Niederschrift machen lassen sollte, sagte mir der Mitarbeiter, den müsse ich schon selbst schreiben und gab mir einen Telefonnotizzettel in die Hand. Dort schrieb ich meinen Widerspruch drauf und der leitete es weiter.
Als ich fragte, wo denn der Widerspruch hinginge, meinte der Mitarbeiter,dass der "natürlich" an meine SB gehen würde!
:confused:

War das falsch??
 

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#5
Caroline schrieb schon der Widerspruch wird bei der ARGE bearbeitet, das nun Unterlagen angefordert werden, um Deine Einwände des Widerspruchs nachvollziehen zu können ist zumindest ein Indiz dafür das er bearbeitet wird.

Lass Dir doch von Deiner Firma bescheinigen was es an Verpflegung in welcher Form gibt
Hoffentlich reicht es.

Oder würde es reichen, wenn meine Firma mir bescheinigt, dass ich über 9 Std. täglich außer Haus bin und ich deswegen auch VMA erhalte (das ist nämlich wirklich so, würde ich weniger Std. bei der Arbeit sein, würde ich auch weniger bzw. gar keine VMA erhalten!)??

Quittungen beim Bäcker, beim Vespawagen und McDo.. habe ich mir nämlich nie geben lassen :icon_sad:
 

Arania

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#6
Ob das reicht, kann niemand voraussagen, aber es wäre schon hilfreich
 

Musterfrau

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#7
Bei Einlegung eines Widerspruches geht der Vorgang zunächst an die Widerspruchsstelle. Möglicherweise ist das sogar der gleiche SB.

Zur Fristwahrung genügt es, wenn man kurz unter Angabe des Az. "lege gegen Bescheid vom .... Widerspruch (Rechtsmittel) ein" schreibt. Die Begründung kann nachgereicht werden. (im vorliegenden Fall war sie, falls überhaupt dabei, offenbar nicht aussagekräftig genug)

Irgendwann (man steckt nicht drin) ergeht der sog. "Widerspruchsbescheid". Dieser enthält eine Rechtsbelehrung, wonach binnen einer Frist von einem Monat Klage beim zuständigen Sozialgericht erhoben werden kann, wenn dem Widerspruch nicht abgeholfen wurde und man sich mit der Sache immer noch nicht anfreunden mag.
Erst mit Klageeinreichung beginnt das gerichtliche Verfahren, nicht früher.

Meinen Widersprüchen beim hiesigen Arbeitsamt wurde übrigens regelmäßig abgeholfen.
 

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#8
Zur Fristwahrung genügt es, wenn man kurz unter Angabe des Az. "lege gegen Bescheid vom .... Widerspruch (Rechtsmittel) ein" schreibt. Die Begründung kann nachgereicht werden. (im vorliegenden Fall war sie, falls überhaupt dabei, offenbar nicht aussagekräftig genug)

Ich hatte geschrieben:

" Widerspruch zum Bescheid vom 01.08.2007
Hiermit lege ich fristgerecht Widerspruch gegen den Bescheid vom 01.08.2007 ein.
Grund: Die VMA sind nach § 11 Abs. 3 Punkt 1a SGB2 anrechnungsfrei, da diese Einnahmen zweckbestimmt sind.
MfG
xxx"
 

mostes

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#9
Hast Du die Frist eingehalten, ist Dein Widerspruch formal o.k.! Wäre er sogar ohne Begründung.

In Sachen der Selbstverwaltung ist die Ausgangsbehörde - die Behörde, die den ( Ablehnungs - ) Bescheid erlassen hat - i.d.R. auch die Widerspruchsbehörde.

Wenn Dein Widerspruch - zunächst - bei Deinem SB landet, ist das also normal, denn er kann ja abhelfen, d. h. er kann Dir doch noch Recht geben; danach gehts ( wieder ) zur Widerspruchstelle; entweder ist das die Behörde selber ( s. o. ) oder die nächsthöhere.

Also - bislang alles im grünen Bereich. Gleichwohl solltest Du dich natürlich bemühen, Deinen Anspruch gut darlegen und beweisen zu können - und das möglichst schnell - bevor Dir ein ablehnender Widerspruchsbeweis in Haus flattert und Du gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen mußt.
 

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#10
Ja, Frist habe ich eingehalten. Widerspruch kann man ja innerhalb 4 Wochen einlegen und ich habe es gleich nach 2 Wochen gemacht, nachdem ich mehrmals erfolglos versucht habe, meine SB zu erreichen, um das so zu klären.

Hast Du die Frist eingehalten, ist Dein Widerspruch formal o.k.! Wäre er sogar ohne Begründung.

In Sachen der Selbstverwaltung ist die Ausgangsbehörde - die Behörde, die den ( Ablehnungs - ) Bescheid erlassen hat - i.d.R. auch die Widerspruchsbehörde.

Wenn Dein Widerspruch - zunächst - bei Deinem SB landet, ist das also normal, denn er kann ja abhelfen, d. h. er kann Dir doch noch Recht geben; danach gehts ( wieder ) zur Widerspruchstelle; entweder ist das die Behörde selber ( s. o. ) oder die nächsthöhere.

Also - bislang alles im grünen Bereich. Gleichwohl solltest Du dich natürlich bemühen, Deinen Anspruch gut darlegen und beweisen zu können - und das möglichst schnell - bevor Dir ein ablehnender Widerspruchsbeweis in Haus flattert und Du gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen mußt.
 
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