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Was passiert nach 6 Wochen krank?

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workout

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#1
Hallo

Ich beziehe ALG 2 und bin im Moment seit 6 Wochen krank geschrieben.
(regelmäßige Krankenscheinabgabe in ARGE meinerseits erfolgte)

Mit was muss ich als nächstes „rechnen“?
Mein Arzt sagte, ich müsste nun von der gesetzlichen Krankenkasse „Auszahlungsscheine“ bekommen.

Ich habe vor ca. 1 Monat einen EU-Antrag bei der Deutschen Renten Versicherung gestellt und war am 05.02.2009 zu einer von der DRV (MDK) angeordneten ärztlichen gutachterlichen Untersuchung.

Danke für unverbindliche Meinungen bzw. Tipps
 
E

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Gast
#3
Hallo

Ich beziehe ALG 2 und bin im Moment seit 6 Wochen krank geschrieben.
(regelmäßige Krankenscheinabgabe in ARGE meinerseits erfolgte)

Mit was muss ich als nächstes „rechnen“?
Mein Arzt sagte, ich müsste nun von der gesetzlichen Krankenkasse „Auszahlungsscheine“ bekommen.

Du musst Deine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung weiter an die ARGE senden und Du erhältst weiterhin ALG II. Wie Drückebergerin schon schrieb benötigst Du keine Auszahlscheine von der Krankenkasse, da Du kein Krankengeld erhalten wirst.

Vermutlich wirst Du, sofern Du länger krankgeschrieben bist, irgendwann in den nächsten Wochen schriftlich von der ARGE zum med. Dienst der ARGE geladen. Dort wird ein Gutachten erstellt.

Ziel der gutachterlichen Untersuchung ist, Deine Erwerbsfähigkeit unter die Lupe zu nehmen:

1) Bist Du in der Lage, mehr als drei Stunden am Tag zu arbeiten? Ja oder Nein. Bei "Ja" giltst Du als erwerbsfähig und bekommst weiter ALG II (HartzIV).

2) Bist Du nicht in der Lage mehr als drei Stunden zu arbeiten? Wenn ja, wie lange voraussichtlich?

a) Bei "bis zu einem halben Jahr Dauer" wirst Du noch nicht an die Grundsicherung/Sozialhilfe verwiesen.

b) "Bis zu einem Jahr, aber nicht dauerhaft" bleibst Du ebenfalls in ALG II (Hartz IV). In diesen Fällen wird eine Nachbeurteilung nötig.

c) Erst bei einer Erwerbsunfähigkeit von über einem Jahr wird die ARGE versuchen, Dich von ALG II (HartzIV) in die Sozialhife/Grundsicherung zu schieben.

d) Bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit ist ebenfalls die Sozialhilfe/Grundsicherung für Dich zuständig.
Ich habe vor ca. 1 Monat einen EU-Antrag bei der Deutschen Renten Versicherung gestellt und war am 05.02.2009 zu einer von der DRV (MDK) angeordneten ärztlichen gutachterlichen Untersuchung.

Bis Du von der Deutschen Rentenversicherung nach gutachterlicher Untersuchung einen Bescheid erhältst dauert es ca. 6 Wochen (ausser es reicht das eine der DRV nicht, dann kann es sein, daß Du zu weiteren Gutachtern im Zusammenhang mit Deinem Krankheitsbild geschickt wirst).

Danke für unverbindliche Meinungen bzw. Tipps

Alles Gute für Dich!

.
 

workout

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#4
Danke für die superschnellen aussagefähigen Antworten!

Wo liegen die Unterschiede wenn ich dannn statt ALG 2 Grundsicherung/Sozialhilfe bekommen sollte?

Meine EU-Rente wäre also dann die "Grundsicherung/Sozialhilfe"?

Gelten dann andere Vermögensfreibeträge?
Darf ich dann noch ein Auto besitzen?
Muss ich EGV's zustimmen bzw "Arbeits"-Angeboten?

Kurzum, welche Pflichten hätte ich in welchen Zeiträumen?

mfG
 
E

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Gast
#5
Danke für die superschnellen aussagefähigen Antworten!

Bitte :icon_smile:

Wo liegen die Unterschiede wenn ich dannn statt ALG 2 Grundsicherung/Sozialhilfe bekommen sollte?

Guckst Du hier:

http://www.arbeitsagentur.de/Merkblatt Grundsicherung/Sozialhilfe.pdf

Meine EU-Rente wäre also dann die "Grundsicherung/Sozialhilfe"?

Nein. Du erhältst Deine EU-Rente und evtl. eine ergänzende Grundsicherung/Sozialhilfe. Je nach dem wie hoch Deine EU-Rente ist.

Gelten dann andere Vermögensfreibeträge?

Ja - weiß aber nicht mehr wie hoch. Vielleicht antwortet hierzu noch jemand anders. Ansonsten auch hier mal nachlesen:
http://www.arbeitsagentur.de/Merkblatt Grundsicherung/Sozialhilfe.pdf

Darf ich dann noch ein Auto besitzen?

Bedingt - nur ein kleines .... altes. Weiß nicht mehr wieviel wert es sein darf. Ich glaub 3000 oder 4000 Euro. Hierzu schreibt bestimmt noch jemand anders.

Zu mir sagten Sie, daß ich mein Auto verkaufen müsste. Hab mich aber dann durchgesetzt, weil bei mir ein Widerspruch gegen die Arbeitsagentur (ALG I) lief - wegen Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung und weil ich eben nicht in ALG II gehörte. Ausserdem lief bei mir auch der Antrag auf EU-Rente (die ich nun im übrigen auch seit einigen Monaten habe)
.


Muss ich EGV's zustimmen bzw "Arbeits"-Angeboten?

Krank ist krank. Und Du schickst ja Deine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung immer hin oder?

Kurzum, welche Pflichten hätte ich in welchen Zeiträumen?

AU weiterhin an die ARGE senden.
Falls Einladung zum med. Dienst kommt hingehen.
Die ARGE informieren, wenn der Bescheid von der Rentenversicherung vorliegt.

Mehr fällt mir momentan nicht ein.

mfG
Grüsse
 

workout

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#6
Danke

Ja, Krankmeldungen von mir erfolg(t)en regelmäßig.

Das mit der Notwendigkeit des Autos bedingt durch meine chronische Krankheit (von der Krankenkasse als solche bisher seit 2004 anerkannt) würde bei mir (zumindest aus meiner Sicht) zutreffen.

Habe 2006 einen Prozess (trotz gutem Anwalt) wegen EU-Rente verloren.
Jetzt ist ein weiteres Krankheitsbild dazu gekommen und das erste ist nicht besser geworden.

Anmerkung:
Ich habe (nach ca.30 Arbeitsjahren) versucht mich die letzten Jahre trotz meiner Krankheit "durch zu beißen" und mich als "arbeitsfähig" bei der ARGE "bezeichnen" lassen, weil ich Angst hatte extenziell noch weiter abzurutschen.

Ich weiß auch nicht ob das nun ein "Fehler" war?

Viele Grüße
und auch Euch allen hier
Viel Glück!
 
E

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#7
Noch ein Link für Dich. Da steht alles drin was für Dich wichtig ist - auch bezüglich "Pflichten": SGB II
 
E

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#9
Danke

Ja, Krankmeldungen von mir erfolg(t)en regelmäßig.

Das mit der Notwendigkeit des Autos bedingt durch meine chronische Krankheit (von der Krankenkasse als solche bisher seit 2004 anerkannt) würde bei mir (zumindest aus meiner Sicht) zutreffen.

Habe 2006 einen Prozess (trotz gutem Anwalt) wegen EU-Rente verloren.
Jetzt ist ein weiteres Krankheitsbild dazu gekommen und das erste ist nicht besser geworden.

Anmerkung:
Ich habe (nach ca.30 Arbeitsjahren) versucht mich die letzten Jahre trotz meiner Krankheit "durch zu beißen" und mich als "arbeitsfähig" bei der ARGE "bezeichnen" lassen, weil ich Angst hatte extenziell noch weiter abzurutschen.

Ich weiß auch nicht ob das nun ein "Fehler" war?

Viele Grüße
und auch Euch allen hier
Viel Glück!
Welches Fachgebiet hatte der Anwalt?
Geh mal zur Caritas oder zu einem Sozialverband (z.B. VDK) und lass Dich dort beraten.

Ist schwer, Dir einen Rat zu geben, Du schreibst zu wenig über Dich - was Dir fehlt usw.
 

workout

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#10
[FONT=&quot]Der Anwalt war Fachrichtung (aber nicht ausschließlich) Sozialrecht.

Meine "Leiden" sind Bandscheibenvorfall mit OP (seit dem Taubheit in Füßen, durch abgestorbenen Nerven die aber vor der OP durch den Bandscheibenvorfall verursacht wurden) und
"dazu gekommen" Arthrose in beiden Unterarmen beginnend in Ellenbogen bis Fingergelenke.
[/FONT]

Ich habe beim ersten Mal einen Schwerbehindertenantrag gestellt - wurde abgelehnt.
Seit dem keinen mehr.

Ich bin 47 Jahre alt.

mfG
 
E

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Gast
#11
Irgendjemand hat mal hier im Forum was davon geschrieben , daß die EU-Rente in jedem Fall durchgeht, wenn man nicht 4x täglich 500 m gehen kann. Kannst Du denn gut gehen?

An Deiner Stelle würde ich mich wirklich beraten lassen, wie schon von mir geschrieben. Nimm alles mit (ärztliche Stellungnahmen der letzten Zeit und von "damals", Atteste, Gutachten usw.).

Schwerbehinderung beantragen. Da hilft u.a. im übrigen auch Sozialverband, Caritas oder andere.
 

workout

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#12
...daß die EU-Rente in jedem Fall durchgeht, wenn man nicht 4x täglich 500 m gehen kann.
Genau die Frage wurde mir gestern bei der Untersuchung gestellt (ohne das ich davon jemals vorher gehört/gelesen habe)
Diese Frage habe ich so spontan mit NEIN beantwortet, so schnell konnte ich gar nicht nachdenken!

Ich glaube, vielleicht schaff ich das nicht mehr ohne Caritas oder VDK.

Kannte mal einen "Leidensgenossen" aus einer "Reha"-Maßnahme der Krebs hatte, der war beim VDK und sagte es hätte außer einem Mitgliedsbeitrag nicht viel gebracht.
Aber das war 2005.

Von normal gehen können, kann bei mir keine Rede sein.
Nach 10 bis 20 m fange ich an zu Hinken.
Für mich ist das. durch die Taubheitsgefühle vermischt mit Schmerzen bedingt durch falsches Gehverhalten, logisch.
Aber für das Amt?

mfG
 
E

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#13
Genau die Frage wurde mir gestern bei der Untersuchung gestellt (ohne das ich davon jemals vorher gehört/gelesen habe)
Diese Frage habe ich so spontan mit NEIN beantwortet, so schnell konnte ich gar nicht nachdenken!

Ich glaube, vielleicht schaff ich das nicht mehr ohne Caritas oder VDK.

Kannte mal einen "Leidensgenossen" aus einer "Reha"-Maßnahme der Krebs hatte, der war beim VDK und sagte es hätte außer einem Mitgliedsbeitrag nicht viel gebracht.
Aber das war 2005.

Von normal gehen können, kann bei mir keine Rede sein.
Nach 10 bis 20 m fange ich an zu Hinken.
Für mich ist das. durch die Taubheitsgefühle vermischt mit Schmerzen bedingt durch falsches Gehverhalten, logisch.
Aber für das Amt?

mfG
Wie schon geschrieben:

Geh zu einem Sozialverband (z.B. VDK .... andere fallen mir momentan nicht ein - aber google doch mal) oder zur Caritas.
Es gibt immer "solche" oder "solche" Berater.
Mir persönlich hat der VDK schon sehr geholfen. Hab aber auch schon andere Meinungen gehört.
 
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