Was passiert mit all den "Nicht-mehr-Vermittelbaren" zwischen 45 und 65 Jahren?

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franzi

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Die Anzahl jener, die zu obgenannten Gruppe gehören, ist bestimmt nicht gering und wird voraussichtlich in den nächsten Jahren noch zunehmen.

  • Viele sind seit Jahren im ALGII-Bezug
  • Mittlerweile in einem Alter, in dem man nicht mehr so leicht vermittelbar ist
  • mit teilweise gesundheitlichen, chronischen, Einschränkungen
Welche Möglichkeiten hat nun das JC, abgesehen von der Zuweisung zu Teilhabechancen-Maßnahmen?
Das Abdrängen in die EMR klappt ja auch nicht bei jedem ...
Insbesondere, wenn man noch nicht krank genug ist für die EMR
In welchen Fällen hätte man die Chance auf eine Arbeitsmarktrente?

Muss man sich dauerhaft weiter bewerben, obwohl es keinen Sinn mehr hat?


"Zulässigerweise wird als Umkehrschluss aus der Gesetzesformulierung angenommen, das bei einem Leistungsvermögen, welches einer teilweisen Erwerbsminderung entspricht, die Arbeitsmarktlage beachtet werden muss (konkrete Betrachtungsweise).
Wer aus rein medizinischen Gründen teilweise erwerbsgemindert ist, kann dennoch eine volle EM-Rente bekommen (Arbeitsmarktrente). Voraussetzung ist, dass dem Versicherten kein geeigneter Teilzeitarbeitsplatz angeboten werden kann. "
 

Sowhat

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Ja man muss sich dauerhaft weiter bewerben und wird in sinnlose Maßnahmen gesteckt, wo man dann Servietten falten lernt und Ostereier bemalt oder Weihnachtsteller beklebt (alles schon selbst erlebt. War in Maßnahmen, wo die Klientel im Alter von 20 bis 61 Jahren komplett vertreten war).

Dazwischen wird man noch spazieren geführt, weil ja die Zeit rum gehen muss.

Mir ist damals klar geworden, dass das wohl bis zur Rente mit 65,8 so weiter gehen wird.

Übrigens Arbeitsmarktrente gibt es hier in Bayern nicht, obwhl es auch für mich keine Teilzeitarbeitsplätze mehr gibt. Und ich war immer nur unter 6 Stunden erwerbsfähig wegen meiner chronischen Krankheit sprich Hirninfarkt.

Wobei ich ja draussen bin, weil erwerbsunfähig inzwischen, meine Nerven machen das einfach nicht mehr mit.
Richtung Sozialhilfe bei mir, weil mir ja EM-Rente nicht zusteht, wegen 3/6 Regel. Ich warte seit 8 Jahren, dass ich aus diesem Film aufwache. Aber ich bin wohl nicht im falschen Film, ist traurige Wirklichkeit bis ans Lebensende.

Einmal habe ich sogar geträumt, dass ich als Mitte 60jährige zwischen 20jährigen noch in einer Maßnahme sitze und die meist gleichen Stellenangebote an vergammelten PCs raussuche. Ich bin schweissgebadet aufgewacht.

Es ist schon schade, dass sich da so gar nichts ändert und wohl auch nichts ändern wird. Obwohl über Lamas spazierenführen hat man nun schon lange nichts mehr gelesen.
Dass die 58er Regel auch abgeschafft wurde, macht das ganze noch schlimmer.
Sinn ist da keiner mehr dahinter.
 
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Katzenstube

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Na ja, mich hat man auch wegen des Alters in Inga gepackt. Dennoch habe ich Jobs gefunden, als kleiner Kaufmann. Nun, die Jobs habe ich gefunden, mit dem Arbeitgeber gesprochen und überzeugt.

Mit teilweiser Blindheit und div. Anderen bin ich dankbar über die EMR.

Aber nur dadurch, dass ich in Eigeninitiative Jobs gefunden habe (oft zu keinem besonderen Lohn) habe ich meine 35 Arbeitsjahre voll machen können. Mit intakter Gesundheit konnte ich immer noch mit weit über 50 produktiv sein. Ich wollte es, ich war es ....

Es wird wohl in Zukunft so sein, dass nicht erst ab 50 jedes Handeln gut überlegt sein muss. Ich wusste, ich muss selber für mich sorgen bis zur Rente, auf EMR wäre ich nie gekommen.

Ich bin mal gespannt was sich aufzeigt durch Digitalisierung und Einbussen Gewerbesteuer etc. Mit jenen, die nur ein paar Stunden arbeiten können schafft sich so die AFA so ihr Reservoir. Aus dem Pott können Sie dann Kurzzeitpersonal zaubern...

Gruss von Katzenstube
 
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Sowhat

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Ich habe auch auf Eigeninitiative gesucht, aber ich habe auch meinen GdB 50 nicht verschwiegen, weil nach einem Schlaganfall
kann man den nicht verheimlichen, fand ich, das wäre für mich lebensgefährlich gewesen im Falle von Kreislaufschwierigkeiten oder ähnlichem.
Und Schwerbehinderte wurden immer schon ungern eingestellt.
Und ich sah und sehe nicht heruntergekommen aus und habe eine gute kaufmännische Ausbildung und zusammen mit den 10 Jahre Minijob fast 25 Jahre Berufserfahrung.
 

franzi

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Selbst wenn ich theoretisch noch bis zu 6 Stunden pro Tag arbeiten kann,
bisher hat mich nie jemand eingestellt, weder Vollzeit, noch Teilzeit noch Minijob.
Und nach fast 5000 Bewerbungen in allen möglichen Bereichen, sehe ich da keinen Sinn mehr.
Aber ich fürchte, dass ich für die EMR noch nicht krank genug bin ...

Bis zum Eintritt der Altersrente will ich aber auch nicht so weiter machen ... Das hält kein Mensch aus.
Mir ist klar, dass man aus eigener Initiative aus der Situation rauskommen muss.
Daher werde ich trotzdem erstmal den Versuch mit EMR wagen, zumindest kann ich sagen, ich habe diese Möglichkeit ausgeschöpft.
 

Gaestin

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Frage an Franzi: was würdest DU denn gern arbeiten, wenn man einen 6 St. täglich Job für Dich hätte.
WAS DU SELBST WIRKLICH MÖCHTEST und meinst, machen zu können. Du hast Dich weiß Gott
bewerbungsmäßig genug angestrengt, was wäre für DICH wünschenswert?
 

Kerstin_K

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Ich habe auch auf Eigeninitiative gesucht, aber ich habe auch meinen GdB 50 nicht verschwiegen, weil nach einem Schlaganfall
kann man den nicht verheimlichen, fand ich, das wäre für mich lebensgefährlich gewesen im Falle von Kreislaufschwierigkeiten oder ähnlichem.
Und Schwerbehinderte wurden immer schon ungern eingestellt.
Ich finde es eh Schwachsinn, eine Behinderung zu verheimlichen., insbesondere, wenn man sie auch noch sieht. Ich sage immer, mich und meinen Rolli, uns gibt es nur im Dippelpack. Wenn das einem Arbeitgeber nicht passt, dann sind wir sowieso nicht füreinander bestimmt.

Und eine Nicht sichtbare Behinderung zu verheimlichen und dann ach der Probezeit die Karten auf den Tisch zu legen, um in deb Genuss dr Nachteilsausgleihe zu kommen, das kann auch nicht der Weg sein, wenn man vernünftig zusammenarbeiten will.
 

franzi

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@Kerstin_K: Ich wurde von meinem SB dazu gezwungen, meine Behinderung zu verschweigen.
Aus seiner Sicht ist das Nennen einer Behinderung eine Vereitelung der Arbeitsaufnahme.
Er unterstellte mir sogar, dass dies der Grund gewesen wäre, warum es bisher mit der Arbeitsaufnahme nicht geklappt hat.

Tatsächlich aber habe ich die Behinderung nur dann genannt, wenn es sich um Arbeitgeber gehandelt hatte, die ausdrücklich auch Bewerbungen von Behinderten gewünscht hatten.

@Gaestin: Wünschenswert wäre für mich eine Tätigkeit an 3 bis 4 Tagen der Woche, in Teilzeit, entweder leichte Büroarbeit oder Tätigkeit im Verkauf (Einzelhandel).
Bisher (insbesondere, als ich noch jünger war) habe ich gedacht, dass das nicht so schwer sein kann, in dem Bereich etwas zu finden. Da habe ich mich wohl getäuscht ...

@Merkur: Was verstehst du unter "geschönte Eingliederung"? Ich habe seit 2017 keine EGV mehr bekommen und das JC hat auch keine Eile, eine neue zu vereinbaren ...

VVs habe ich insgesamt bisher kaum bekommen, vielleicht 5 pro Jahr, wenn es viel waren ...
 

Merkur

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Franzi,
die verschwinden aus der Statistik und bekommen geschönte Eingliederung. Wie auf die Rente vorbereiten oder Nebenjob suchen und kaum noch VV.
Bei SB bist Du höchstens 10 Min. und das war es.
 

Gollum1964

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Frage an Franzi: was würdest DU denn gern arbeiten, wenn man einen 6 St. täglich Job für Dich hätte.
WAS DU SELBST WIRKLICH MÖCHTEST und meinst, machen zu können. Du hast Dich weiß Gott
bewerbungsmäßig genug angestrengt, was wäre für DICH wünschenswert?

Gästin,

das ist leider zu kurz gedacht. Da musst du eher fragen, wo es das Jobcenter gern hätte, wo Franzi arbeiten soll.
Ich halte es sinnvoller, lieber etwas weniger Bewerbungen zu schreiben, diese aber zielgerichtet. Weniger ist manchmal mehr.
Aber was soll man machen, wenn das Jobcenter Berge an VV auf irgendwas raushaut? (bei mir 28 in der Spitze)
 

Gaestin

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trotzdem sollte sie es eingrenzen. Es gibt eine ganze Menge leichte Büroarbeit, man muss
sie nur gezielt suchen. Wenn sie das wünscht. Klar, wenn das JC so aktiv wird, ja, aber ich
finde, sie sollte auch mal überlegen, was sie sich selbst wünscht.
 

Katzenstube

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Aber genau da kommt es: unsinnige und unpassende vv's nehmen Zeit für die Suche nach den passenderen. Aus Seiten der SB würde nach Menge gearbeitet und keinesfalls danach, was passend ist.

Aber hallo: Handycap verschweigen, das läuft ja gar nicht. Jeder Mensch ist das was er darstellt auf Grund des ganzen, was er/Sie in sich trägt.

Aber: ich wurde erst im hohen Alter aufmüpfig .... nämlich als ich genug ausgenützt worden war. Mein letzter Chef hatte etwas an meiner zu netten Art gegenüber den Kunden auszusetzen (kostet zu viel Zeit) da habe ich dann erst im hohen Alter sagen können
"Ich will so sein wie ich bin und werde mich nicht verbiegen."

In jüngeren Zeiten, wo ich schwerer einen Job fand, hatte ich mich verkauft wie Fallobst.

Gruss von Katzenstube
 
G

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Habe mit 55 z.K.genommen das ich in diesem Leben die Vermittlung einer auskömmlichen sozialversicherten Arbeitsstelle die Wahrscheinlichkeit einer Marienerscheinung am Berliner Alexanderplatz hat.
Das hat auch weniger mit dem Amt zutun als das es Konsenz der Gesellschaft ist.
Stelle mich so darauf ein das ich befristete schlechte Jobs annehmen und auch selbsstständig abrechne. Und dies unterbreche um noch den Restanspruch an ALG 1 zu ziehen.
 

Katzenstube

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Das mit dem auskömmlich Ottokar, hatte ich mir nach der Wirtschaftskrise abgeschminkt. Nur habe ich für mich damals entschieden ohne Amtsschimmel überleben zu wollen. Für mich galt: lieberarm und mit meinem Leben zurecht zu kommen als mit SB's aller Colour.

Es hat sich gelohnt. Jetzt habe ich mit denen nichts mehr zu tun.

Klar, es ist mehr als übel wie oft Gehälter aufgebaut sind und wie gering die Chancen, die eigene Situation zu ändern. Aber meine kurzzeitige Abhängigkeit von der AFA hatte mich in der Zeit zu einem sehr wütenden Menschen gemacht.

Gruss von Katzenstube
 

Kerstin_K

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Ich wurde von meinem SB dazu gezwungen, meine Behinderung zu verschweigen.
Aus seiner Sicht ist das Nennen einer Behinderung eine Vereitelung der Arbeitsaufnahme.
Er unterstellte mir sogar, dass dies der Grund gewesen wäre, warum es bisher mit der Arbeitsaufnahme nicht geklappt hat.
;Mit letzterem könnte er sogar recht haben, weil es eben Arbeitgeber gibt, die keine Behinderten einstellen wollen. Trotzdem hätte ich mich nicht dazu zwingen lassen, meine Behinderung zu verschweigen, einfach weil sie ein Teil von mir ist. Wird sowieso schwierig mit Rollstuhl.

Mir sind schon beide Extreme begegnet, einmal die, die meinen, ich soll meine Behinderung in einer Bewerbung verschweigen und dann auch die, die meinen, ich müsse die Bewerbung so prominent in den Bewerbungsunterlagen unterbringen, dass auch der Blindeste Maulwurf sie nicht übersehen kann. Auch das halte ich für wenig ziehführend. Ich möchte nämlich TROTZ und WEGEN meiner Behinderung eingestellt werden.

Es gibt Arbeitgeber, da bekommt man mit Behinderung automatisch ein Vorstellungsgespräch. Da wäre es dumm, die Behinderung zu verschweigen. Trotzdem muss man sie nicht in den Vordergrund stellen.

Ich brüte gerade mit einem jungen Mann über dessen Bewerbungsunterlagen, der dringend einen bessser bezahlten Arbeitsplatz sucht. Er arbeitet zum Mindestlohn von 9,19 EUR halbtags im Büro und hat 60 km Anfahrt einfache Strecke. Er hat hundert Bewerbungen geschrieben und über ein Jahr nichts gefunden. Derr Mann ist schwerbehindert, Rollstuhlfahrer. Im Lebenslauf steht gleich als erstes, dass er seine erste Ausbildung wegen eines Knochenbruches durch einen Sturz aus dem Rollstuhl abbrechen musste. Sowas ist einfach ungeschickt und wirkt abschreckend auf Arbeitgeber.

Was man machen kann: Durch eine Behinderung ergibt sich manchmal, dass man etwas besser kann als andere. Blinde können oft besser hören und Tastebn als Sehende, bei gehörlosen liegt der Schwerpunkt auf dem visuellen oder sie können sich auch in lauter Umgebung besser konzentrieren (Das habe ich mal bei einer gehörlosen Datenerfasserin erlebt, die war durch nichts aus der Ruhe zu bringen, weil sie es einfach nicht hörte.) oder jemand mit Mobilitätsproblemen ist zum Organisationstalent geworden, weil er sein Leben lang immer schauen mussste, wie er von A nach B kommt, wie er die benötigte Hilfe bekommt, was er am Zielort vorfinden wird und welche Hilfsmittel oder Hilfspersonen er deshalb mitnehmen muss usw. Das klappt nicht bei jeder Behinderung, aber einen Versuch ist es Wert, sich dazu mal Gedanken zu machen, wie man das enem Arbeitgeber verkaufen kann.

Und so ganz allgemein zu Arbeitnehmern in reiferem Alter sollte sich unsere Wirtschaft langsam mal darüber klarwerden, was da für Erfahrungsschätze verloren gehen. Ein jüngerer Mitarbeiter mag schneller sein oder körperlich belastbarer, aber bei vielen Arbeitsplätzen kann der ältere da einiges durch seie Erfahrung kompensieren. Die perfekte Mischeung ist aus meiner sicht ein Mix aus Jung und Alt. Die Jungen sind körperlich belastbarer und kommen vielleicht mit moderner Technik besser zurecht, weil sie damit aufgewachsen sind. Ausserdem bringen sie frische Ideen ins Team. Die Älteren könnenn mit ihrer Erfahrung punkten und diese weitergeben.
 

Sowhat

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Sorry @ Stubenpilot, ich habe mich verschrieben und meinte diese 3 in 5 Jahre oder 36 Monate in 60 Monaten vor der Erkrankung-Regel, wo man sozialversicherungspflichtig beschäftigt hätte sein müssen. Das war ich nun mal nicht.
Da steht einem eben niemals eine EM-Rente zu und wenn man noch so krank ist.
Man steht dann genau dort, wo all die stehen, die niemals in die Rentenkasse einbezahlt haben. Das finde ich nicht ganz korrekt. Ich habe 15 Jahre einbezahlt, zwei Kinder grossgezogen und 10 Jahre Minijob gemacht. Dass ich dann einen Schlaganfall bekommen habe, war nicht geplant und nicht gewünscht.

Ach so und als ich das erst mal vor 8 Jahren zum JC musste, um mein "berufliche Situation" zu besprechen, meinte der SB (Reha-Abteilung, er zog selbst ein Bein nach) dass viele ihren Schwerbehinderten-Ausweis wegwerfen würden, weil man damit keine Stelle bekommen würde.
Ich war damals noch nicht so "mürbe" wie jetzt und habe ihm gesagt, dass es mir völlig egal wäre was andere machen. Ich würde meinen mit Sicherheit nicht verheimlichen.

Ja, und @Katzenstube ist ja nun die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Sie hat noch eine gute Stelle gefunden.
Also wenn man noch etwas jünger ist und noch nicht so lange aus dem Arbeitsleben, dann sollte man es sicher versuchen. Zumal es ja jetzt massenhaft Arbeitsstellen geben soll, wie man immer wieder liest.
Ich bin jetzt 57Jahre alt, mein Zug in eine auskömmliche Beschäftigung wäre wohl, auch wenn ich gesünder wäre, abgefahren.
 
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Kerstin_K

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Ach so und als ich das erst mal vor 8 Jahren zum JC musste, um mein "berufliche Situation" zu besprechen, meinte der SB (Reha-Abteilung, er zog selbst ein Bein nach) dass viele ihren Schwerbehinderten-Ausweis wegwerfen würden, weil man damit keine Stelle bekommen würde.
Bei einer sichtbaren Behinderung ist das völlig sinnfrei. Eine Behinderung verschwindet ja nicht, weil man den Ausweis wegwirft.

Ich kenne da allerdings auch soeinen Fall. eine Junge Frau mit Unteschenkelprothese hat ihrem Arbeitgeber nichts von der Behinderung gesagt und diese jahrelang versteckt, weil der Chef gerne ein Model im Vorzimmer sitzen haben wollte. Ich habe es nie verstanden, wie man sich freiwillig so verbiegen kann. Soll der Chef sich doch seine Model wo anders suchen. Ob das dann in der Lage ist, das Büro zu schmeissen, wird sich zeigen.
 

Gollum1964

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die verschwinden aus der Statistik und bekommen geschönte Eingliederung. Wie auf die Rente vorbereiten oder Nebenjob suchen und kaum noch VV.
Bei SB bist Du höchstens 10 Min. und das war es.

Schön wärs,

mit Glück kriegt man mit 58 das 58-er Kennzeichen in Verbis verpasst und hat seine Ruhe wie mein Nachbar (60), der nur noch wegen WBA einmal im Jahr zum Jobcenter muß.

Sind bei mir auch noch 2,5 Jahre hin und wie gesagt eine Kann-Regelung.

Freiberufliche Tätigkeit habe ich schon, muß mich aber weiter (sinnlos) auf VV bewerben wegen Verminderung der Hilfebedürftigkeit.
 
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