Was passiert im schlechtesten Fall nach dem SG?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

b31runner

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 März 2008
Beiträge
247
Bewertungen
7
Hi,

folgender Werdegang:

Rentenantrag gestellt,
Gutachter von RV urteilt: Voll arbeitsfähig.

Widerspruch eingelegt
Widerspruch zurück gewiesen.

KLage vor Sozialgericht.
Sozialgericht sagt: Neutraler Gutachter. (wer bestimmt den???)
Neutraler Gutachter schreibt: Voll arbeitsfähig.

Wie macht man dann nun weiter?
Bleibt nur noch der Weg zum Landessozialgericht, oder gibt es noch andere Wege? (eigenen Gutachter könnte ich nicht zahlen)
 

physicus

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.086
wenn ein gericht ein gutachten einholen will, dann schreiben die eigentlich einen gutachter an der das dann übernimmt, er wird dazu bestimmt.
wenn der dann sagt du seist voll arbeitsfähig, dann hast ein problem, denn daran werden sich möglicherweise auch weitergehende instanzen ausrichten.

hast du die namen beider gutachter? nicht das diese ein und die selbe person sind...
dann könntest du das gutachten, mit hilfe eines anwaltes, aus befangenheitsgründen anzweifeln.

mfg physicus
 

Arania

Elo-User*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.179
Bewertungen
178
Alles weitere wird jetzt teuer, ein Gegengutachten müsste von Dir bezahlt werden und in Auftrag gegeben werden , und wenn das auch nicht zu Deinen Gunsten ausfällt, wird es nicht besser
Und vor dem LSG brauchst Du einen Anwalt
 

avalon

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
29 Mai 2007
Beiträge
920
Bewertungen
1
Hi,


Wie macht man dann nun weiter?
Garnicht, fürchte ich! Anders herum gefragt: wie würde Deine Berufungsbegründung lauten, wen Du beim LSG Berufung einlegst?
Du braucht schon gravierende Fehler im Gutachten! Was soll das LSG sonst tun, wenn dich alle Gutachten für voll erwerbsfähig erklären?

Man weiss ja, wie solche Gutachten bisweilen zustande kommen, aber das
wird Dir beim LSG nicht helfen.
 

b31runner

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 März 2008
Beiträge
247
Bewertungen
7
Nehmen wir mal an, ich werde trotz psychischer Erkrankung vom Gutachter gesund geschrieben.

Arbeiten gehen wird zur Farce.

Abdrehen und Einweisung per .....

Oder sich derart gekränkt von schlechten Gutachtern einweisen lassen, weil man einfach am Ende seiner Kräfte ist.

Was soll man tun, wenn einzig die eigene Psychologin einem glaubt und kein Gutachter das erkennt???

Aufhängen bleibt die zweite Wahl...
 

Arania

Elo-User*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.179
Bewertungen
178
Also das letztere würde ich mal schnell vergessen, ich denke aber nicht das man sich selber in eine Klink einweisen kann, wenn die da meinen Du bist gesund, dann bist Du auch da sehr schnell wieder draussen

Da Deine Psychologin da anscheinend nichts machen kann, wie wäre es- wenn es um die Psyche gehen sollte- mit einem Psychiater? Soviel ich weiss haben deren Gutachten mehr Gewicht
 
E

ExitUser

Gast
Da ein Richter ja nicht fachkundig in medizinischen Fragen ist, muß er sich auf die Aussagen eines Sachverständigen (hier also Arzt) verlassen.

Wenn das Gutachten eines gerichtlich bestellten neutralen Sachverständigen ungünstig lautet, muß man schon gravierende formale oder sachliche Fehler darin nachweisen, damit das Gericht vielleicht ein anderes Gutachten einholt.

Die beste Möglichkeit wäre, ein eigenes Gutachten anfertigen zu lassen und die Anhörung dieses Arztes als Sachverständigen zu verlangen (muß gemäß § 109 SGG zugelassen werden). Das kostet allerdings zunächst Geld, was man vorschießen muß. Bei einem selbst bezahlten Gutachter hat man viel mehr Möglichkeiten, seine Probleme im Detail zu schildern.

Eine andere Möglichkeit wird es wohl leider nicht geben.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten