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Was passiert bei ALG-2 und Erbe ?

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eisbaer

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#1
Es ist zwar noch nicht soweit und ich hoffe auch, dass es noch paar Jahre dauert, ehe der Ernstfall einträte - trotzdem sei mal nachgefragt:

Was passiert, wenn ein ALG-2-Empfänger irgendwo her etwas erbt ? Kann man dem das wegnehmen, sprich kann das konfisziert werden? Was ist dran an dem Gerücht, dass das Geld vom Sozialamt eingezogen werden kann? Ich kann es mir trotz allen Pessimismus nicht vorstellen.

Oder läßt man ihm dies und er muss dann erstmal davon leben, bis auf die etwa 4000 Euro, die er haben darf?

Wieviel zahlt man übrigens in eine gesetzliche Krankenkasse monatlich und in die Rentenkasse, wenn man das dann selbst zu tragen hat? Zahlt man dann kulant so wenig, wie die ARGE, oder muss man dann plötzlich die monatlichen 350 Euro allein für die Krankenkasse berappen

Was passiert, wenn er dieses Erbe als Riester-Rente einzahlen und bis zum Eintritt der Alterrente binden würde? Wenn ja, wieviel darf sein, wieviel nicht?

Was passiert, wenn er ein Grundstück incl. eines wirklich kleinen älteren Hauses erbt und dieses aber aufgrund der Grunstückgrösse nur extrem weit unterm Wert zu veräußern wäre? Kann er dann dort einziehen und die bestehende kommunale Wohnung aufgeben? Besteht dann weiter Anspruch auf irgendwelche Leistungen in zusammenhang mit dem Wohnen?

Wäre es besser ein solches Erbe zugunsten der Kinder auszuschlagen? Zahlen die aber dann nicht irre Steuern auf das Erbe, während die leibliche Tochter/Sohn des/der Erblasser steuerfrei erben würde?
 

Gast

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#2
Mach dir kein Kopf, Erbschaft ist Einkommen gemäß § 11 SGBII, willst du Urteile dazu, gerne :!:
 

Arco

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#3
na na Eisbaer - so viele Fragen für was noch nicht eingetreten ist :x :x

...... du weißt doch, was jetzt gilt, kann doch schon im Herbst anders sein :cry: :cry:

aber dennoch - ein kleiner Schnellkurs für einige Fragen:

Erbe - der Geldwert (wenn nicht nur Geld) - davon die Hälfte in das Schonvermögen, die andere Hälfte muß angerechnet werden.
.... aufgeteilt so ähnlich wie eine Steuerrückerstattung - wenn relativ groß kann man auch rausfallen aus der Leistung.....
(soweit ich weiß gibt es aber einige Urteile die so oder so sind - habe noch nicht gefunden)

Einzahlung in eine Riester-Rente geht insoweit nicht, da es in der Art nach meiner Meinung keine Programme gibt ..... Ansonsten wie oben kannste den "Freibetrag" verwenden wie du willst - also auch sonstige Rentenversicherung ...

Selbstgenutzes Wohneigentum - das Haus im Grünen - wird geschützt. Im Rahmen der Angemessenheit dürfte es kein Problem geben dort selbst einzuziehen ...
Anders ist es wenn das Häuschen weit weg wäre, nicht selber bewohnt wird, also vermietet - dann wieder wie oben mit der Anrechnung des Geldwertes + Einnahme Vermietung die angerechnet wird.
Das Haus zu verwerten kann nicht unbedingt verlangt werden - da gibt es auch Urteile ....

Das Erbe ausschlagen innerhalb einer gewissen Frist gilt für alle Erben ... nur selbst nicht annehmen und den Kindern weitergeben ist nach meiner Meinung nicht so mögliche. Das wäre evtl. eine Schenkung und die kann vom Amt innerhalb von 10 Jahren zurückgefordert werden ....

So und wenn Alles oder Einigen nicht richtig war, ist das auch nicht so "schlimm" - dann soll sich ein Anderer melden - und wir/ich mache sowieso keine Rechtsberatung - auch nicht kostenlos :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 

eisbaer

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#4
Danke, ich hoffe ja auch, dass es noch eine Weile dauert. Aber ich habe vor zwei Wochen erlebt, wie schnell alles eintreten kann, was man vorher immer verdrängt hat und wie sich schlagartig alles verändert, wenn dann der eine nach einem Hirninfarkt im Pflegeheim gelandet ist und die andere mit den Folgen eines Schlaganfalls kaum weniger kämpft (sich aber vehement gegen das Pflegeheim, sowie alle ärztlichen Verordnungen wehrt und meine Mutter mit Gewalt einzuweisen, davor scheue ich noch zurück.)

Ich wünsche mir ja auch, dass sie noch zehn gute Jahre in dem Heim hätten, es ist ein sehr schönes Heim. Bis jetzt kannte ich hier nur Altersheime, die auch nach solchen gerochen (gestunken) haben, dunkel, eklig und muffig waren. Aber dieses Heim ist wie ein Senioren-Hotel der Superlative! Herrliche Zimmer, alles gross und hell, eine örtliche Lage im Grünen außerhalb der Stadt, wie ein Sanatorium. Wer sich da noch auf eigenen Füßen bewegen kann oder im Rollstuhl und seine Umgebung noch bewußt verarbeitet, der ist dort super aufgehoben.

Ich wünsche meinen Leuten dort noch paar schöne Jahre - sie haben es verdient. Jedoch 400 km davon weg, kann ich für sie nicht mehr tun, als das alles zu organisieren und sie regelmässig zu besuchen.
 
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