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Nicht offen für weitere Antworten.

thomas

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  Th.Starter/in  
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#1
So, nun weiß ich es genau - ich bin zwar chronisch psychisch krank (schwerste Depressionen), aber es reicht nicht aus, um der Hartz-IV-Mühle zu entkommen. Nicht gravierend genug, um verrentet zu werden - so die einhellige Auskunft meiner Therapeutin (ich habe auch andere diesbezüglich konsultiert, die sagen dasselbe).
Ein wirklich fähiger Fachanwalt (meine ich nicht ironisch!) meinte ebenfalls, daß ich keine Chance auf Verrentung hätte.
Tja, was nun?
Arbeiten gehen kann ich nicht, beim besten Willen nicht - ich habe es wirklich ehrlich versucht, es geht nicht. Erklär' mal einem Nichtbetroffenen, was das heißt: "Ich kann nicht!" (Bin ja schon froh, wenn ich meinen Tag einigermaßen 'rumkriege).
Die ARGE aber verlangt zehn Bewerbungen aller sechs Wochen und will das nachgewiesen haben.
Nun kann ich mich ja immer mal krankschreiben lassen, das aber löst das Problem nicht.
Und nun hat meine Therapeutin gemeint, daß es sinnlos wäre, das Burn-Out-Syndrom und die Depris zu behandeln, wenn sich an meiner grundlegenden Situation nix ändert. Und medikamente helfen auch nicht, die Situation zu ändern, die stellen mich nur ruhig ...
Weiß jemand von euch Rat?
Thomas
 

dickpi

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#2
Hallo, hast Du keine Zwangsneurosen, z.B. stundenlanges Händewaschen etc.,
oder schwere körperliche Gebrechen, die zu einer Rente führen können?!?
 

Arania

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#3
Ich kann nicht nachvollziehen warum man mit schwerem Burn-Out-Syndrom arbeitsfähig sein solll? Ich habe da einige Fälle gekannt und die waren anerkannt zu krank dafür.

Da bleibt Dir dann wohl leider nur noch immer ein Krankenschein
 

MissMarple

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#4
Aussagen von Therapeuten haben dich in Punkto Erwerbsfähigkeit wenig zu interessieren, denn das entscheiden nicht sie, sondern der Rententräger.
Dieser beauftragt dann eigene Gutachter.

Du kannst jederzeit einen Antrag auf EU Rente stellen und diesen Antrag prüfen lassen in Bezug auf deine Leiden.
Allerdings ist ein Therapeut - denn der wird sicherlich von der RV angeschrieben werden - nicht sonderlich nützlich, wenn er deine Leiden in Bezug Erwerbsfähigkeit für kaum störend sieht.
Da solltest du dir vorher eine kompetente Adresse suchen vielleicht.

MissM.
 

Sieghelm

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#5
Was nun ?

Das Alter ist wichtig.
Mit 30 hast Du warscheinlich keine Chance verrentet zu werden, ab mitte 40 eher.
Ich kenne Leute mit der gleichen Krankheit. Nach vielen Therapien, Gutachten und ca.3 Jahren AU wurde die Rente bewilligt. Auf jeden Fall immer Krankschreiben lassen. Ist doch Wahnsinn alle 6 Wochen 10 Bewerbungen
sinnlos nachzuweisen. Übrigens zahlt die ARGE für jede Bewerbung 5,- €.
 

Heiko1961

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#6
So, nun weiß ich es genau - ich bin zwar chronisch psychisch krank (schwerste Depressionen), aber es reicht nicht aus, um der Hartz-IV-Mühle zu entkommen. Nicht gravierend genug, um verrentet zu werden - so die einhellige Auskunft meiner Therapeutin (ich habe auch andere diesbezüglich konsultiert, die sagen dasselbe).
Ein wirklich fähiger Fachanwalt (meine ich nicht ironisch!) meinte ebenfalls, daß ich keine Chance auf Verrentung hätte.
Tja, was nun?
Was nun? Ist ne gute Frage. Wie ich es erlese, hast du noch keinen Antrag auf EU- Rente gestellt. Hast du einen GdB?
Wenn der das schon sagt, dann glaube ich, dass du nicht mehr weiter weißt.
Ich würde trotzdem einen Antrag auf EU- Rente stellen.
 

Heiko1961

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#7
Ich habe etwas gefunden. Könnte interessant sein für dich. Schau mal hier: Depressions-Forum
Wie ich dort lesen konnte, gibt es sehr wohl EU- Rente.
 

kalle

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#8
Natürlich kann man für Depressionen und Burn-Out-Syndrom eine EU-Rente bekommen.
Nur sollte man auch einen kompetenten Arzt haben. Hat man diesen nicht, sollte man schnellst möglich einen Wechsel des Arztes in Erwägung ziehen.

1. Du solltest zum einen einen Schwerbehindertenausweis beantragen.
2. Du solltest bei der Arge eine Überprüfung Deiner Erwerbsfähigkeit beantragen.
3. Du solltest die Rente beantragen.

Bis zur Untersuchung solltest Du dann erst einmal etwas Ruhe haben um Deine Situation mit den Ärzten zu klären.

Und immer Krankschreiben lassen. Und nicht abwimmeln lassen.
Und bitte immer alles schriftlich. Nicht auf mündliche Aussagen vertrauen.
Das geht nach dem Motto: Was schert mich heute was ich gestern gesagt habe.
 

thomas

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  Th.Starter/in  
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30
#9
Danke erstmal für eure antworten.
Mein Problem ist ja nicht neu, ich hatte hier schon mal gefragt und hatte recht gute Tips bekommen.
Hat leider nicht viel genützt. Problem: verständnisvoller Therapeut ja - aber erklärt sich dann für nicht zuständig, ein anderer sieht sich mit dem Komplex meiner Schwierigkeiten überfordert, wieder ein anderer erklärt mir, er würde gern helfen, ist aber genau dafür nicht qualifiziert ...
Grrrrr!
Aber auf jeden Fall vielen Dank für den Tip mit dem Forum.
Thomas
 
E

ExitUser

Gast
#10
Danke erstmal für eure antworten.
Mein Problem ist ja nicht neu, ich hatte hier schon mal gefragt und hatte recht gute Tips bekommen.
Hat leider nicht viel genützt. Problem: verständnisvoller Therapeut ja - aber erklärt sich dann für nicht zuständig, ein anderer sieht sich mit dem Komplex meiner Schwierigkeiten überfordert, wieder ein anderer erklärt mir, er würde gern helfen, ist aber genau dafür nicht qualifiziert ...
Grrrrr!
Aber auf jeden Fall vielen Dank für den Tip mit dem Forum.
Thomas
Lieber Thomas,
ich habe auch ein burn-out mit einer Depression durchlebt und kann dich sehr gut verstehen.
Wenn ich dir heute schreibe, geht es nicht um die "böse" ARGE, sondern um dich.
Meine Erfahrung ist, man kann eine Depression überwinden. Es dauert zwar lange (mind. 1 Jahr), aber es geht!
Ich war fast ein halbes Jahr total arbeitsunfähig und habe dann über ein weiteres halbes Jahr eine stufenweise Wiedereingliederung gemacht. (In der ganzen Zeit gibt es Krankengeld.) Dank medikamentöser Behandlung und eines gutenTherapeuten bin ich heute wieder in der Lage, einen vollen Arbeitstag zu überstehen.
Es war für meinen Selbstwert ungeheuer wichtig, wieder arbeiten zu können. Ich konnte mir nicht vorstellen, für den Rest meines Lebns auf Vater Staat angewiesen zu sein. Außerdem, wie soll ich mit den paar EURO ALG II oder Arbeitsunfähigkeitsrente meine Lebensansprüche befriedigen?
Fazit: Ich möchte dir Mut machen, alles daran zu setzen, die Depri zu überwinden. Es lohnt sich! Meine Erfahrung, es geht dir hinterher besser als vorher.
Viele Grüße

No te dejes vencer!
 
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#11
Hallo Thomas,

mehrere Ideen...

geh in eine psychosomatische Klinik und mach dort eine Belastungserprobung.

Wenn in der Klinik unter kontrollierten Bedingungen festgestellt wird daß Du tatsächlich nicht arbeiten kannst dann sehen Deine Chancen schonmal VIEL besser aus.

Lass Dich in eine ABM Stelle, 1 Euro Job etc stecken und wenn es nicht mehr geht dann lass Dcih wieder krankschreiben. Wenn sie mehrere Versuche dieser Art an Dir vollzogen haben und jedes Mal tatsächlich wieder krankgeschrieben bist weil es nicht gegangen ist, dann schicken sie Dich zum Gutachter des Med. Dienstes und zumindest hier in München hab ich mit denen gute Erfahrungen gemacht.

Oder wie wäre es denn mal mit 2. Arbeitsmarkt um wirklich auszutesten, ob auch ohne Stress und Druck arbeiten tatsächlich nciht geht?
Dazu könnte Dein behandelnder Arzt Dir ein Attest schreiben daß Du aufgrund deiner Krankheit derzeit keine Bewerbungen schreiben (zu stressig, zu viele Miserfolgserlebnisse..) und nciht auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelbar bist aufgrund der Leistungseinschränkung. Wenn der Psychiater schon unbedingt darauf besteht daß Du arbeitsfähig bist, dann kann er zumindest DIESES Attest doch schreiben..

Wenn Du es tatsächlich probiert hast und es dann erwiesenermassen nicht geht, Du auch in Reha warst und das nichts gebracht hat, dann sollte die Rente erreichbar sein.

Liebe Grüsse,

Petra
 
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