Was muß ich beim Antrag auf Arbeitslosengeld 1 nach der Aussteuerung alles beachten? Wie gehe ich am Besten vor?

Regenbogen22

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Hallo Zusammen,

ich bin seit 14.06.2019 krank geschrieben und werde zum 05.12.2020 im Krankengeld ausgesteuert. Ich bin in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis. Im März 2020 habe ich bereits EM-Rente beantragt. Inzwischen war ich auch schon beim Gutachter der DRV und warte auf den Bescheid.

Nun habe ich vor, ALG I zu beantragen, im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung (§ 145 SGB III / ALG1). Zwecks Corona kommt man nicht ins Arbeitsamt. Deswegen habe ich dem Arbeitsamt eine Mail geschickt, dass sie mir bitte einen Antrag auf ALG I zusenden sollen, da ich ab 05.12.2020 aus dem Krankengeld ausgesteuert werde.

Nun schreiben sie mir:

Der Eingang Ihrer Nachricht wurde dokumentiert, jedoch fehlen uns zur weiteren Bearbeitung folgende Angaben:
  • Persönliche Daten
  • Beruflicher Werdegang (auf den Tag genau inklusive Schulabschluss und Berufsausbildung/Studium)
  • Sozialversicherungsnummer
Die persönliche Vorsprache ist in Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit aufgrund der Schließung (Situation COVID-19) aktuell nicht möglich.
Bitte setzen Sie sich zur Vervollständigung der noch fehlenden Angaben unter der genannten Servicerufnummer mit uns in Verbindung.
Beachten Sie bitte, dass aus Gründen des Datenschutzes eine Übermittlung Ihrer Daten per E-Mail nicht empfohlen wird.

Ist das so üblich? Muss ich ihnen nun einen Lebenslauf übermitteln?
Ich telefoniere sehr ungern mit Behörden, da ich 1. dann keinen Beweis in der Hand habe und 2. mich nicht von Fragen überrumpeln lassen möchte, auf die ich nicht gefasst bin.
Ich bekomme offensichtlich keinen Antrag, da sie diese Informationen haben wollen.

Das Ganze kam auch nur ins Rollen, weil mich mein Hausarzt vorgewarnt hatte, ich muss aufpassen, wenn ich mich nach Auslaufen des Krankengeldes selbst finanzieren möchte, dass mir die Krankenkasse einen Krankenkassenbeitrag bis zu 800,-- € aufbrummen kann.

Ich habe daraufhin beim VDK angerufen und er teilte mir das vom ALG I mit und sagte mir, ich muss mich mit mind. 15 Std. dem Arbeitsamt zur Verfügung stellen und den Antrag mindestens 3 Monate vor Aussteuerung beantragen.
Aus lauter Verwirrung hatte ich im VDK am nächsten Tag dann nochmals angerufen und dann wurde mir gesagt, dass ich mit dem Schreiben der Aussteuerung von der Krankenkasse zum Arbeitsamt gehen soll. Die wissen dann schon, was zu tun ist, das haben sie öfter.

Ich bekam auch nicht wirklich vom VDK in Erfahrung, was ist, wenn ich dann ALG I beziehe und die EM-Rente abgelehnt wird. Was ich dann mache.

Wie verhalte ich mich nun? Was kann ich tun?
Muss ich denn schon vor dem ALG I-Antrag den Lebenslauf einreichen? Muss ich überhaupt Lebenslauf einreichen? Kann ich das per Mail oder schriftlich machen?
Wie ist das dann mit dem EM-Rentenantrag? Soll man den besser erst mal verschweigen?
Was mache ich, wenn mir die EM-Rente abgelehnt wird? Ok. Einspruch einlegen und dann? Wenn sie erneut abgelehnt wird?

Lieben Dank im Voraus !
 

saurbier

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Also normaler Weise sollte dir die AfA neben dem ALG-I Antrag auch gleich den Gesundheitsfragebogen sowie entsprechende Vordrucke für die Schweigepflichtentbindung ja per Post zuschicken, sofern du bei der ersten telefonischen Meldung auch angegeben hast das du dich als aus dem KG ausgesteuerter jetzt nach § 145 SGB III dort arbeitslos meldest.

Wichtig ist dabei, daß du ausdrücklich darauf hinweist, das du aus dem KG ausgesteuert wurdest und dich deshalb bei der AfA meldest, nicht weil du arbeitslos bist, denn ich vermute doch mal das du noch in einem Arbeitsverhältnis stehst - oder.

Sollte die AfA dir nicht bis spätestens zum Wochenende die Unterlagen zugeschickt haben, dann solltest du das ganze nochmals per Einschreiben schriftlich beantragen. Ob der schriftliche Antrag jetzt unbedingt bis zum 05.12.2020 dort eingereicht wurde oder ob das noch einen Tag oder später gemacht wird ist dabei eher zweitrangig, wichtig ist alleine wann du den Antrag dort offiziell gestellt hast (dazu wäre eine schriftliche Antragstellung per Fax oder eben Einschreiben eh immer der bessere weil sichere Weg), leider lassen manche Behörden auch Anträge unter den Tisch fallen, warum auch immer.

Dabei ist dann darauf zu achten, das auch der Tag deiner Meldung korrekt auf dem schriftlichen Antrag vermerkt ist, wie auch ab welchem Tag du zum ersten Mal ALG-I zu erhalten hast, in deinem Fall also ab dem Tag der deiner Aussteuerung aus dem KG folgt, denn ab da wird die AfA erstmals ALG-I zahlen.

Ich persönlich kann nur dazu raten, im Umgang mit KK/AfA/JC und DRV stets das Telefon oder gar E-Mail zu meiden und auch keine diesbezüglichen Angaben in den Anträgen zu machen, denn in der aktuellen Situation wollen die Herrschaften am liebsten alles nur noch per Telefon erledigen und das hat bei so mancher Behörde sein Gründe. Z.B. kannst du mit einem Telefonat niemals einen handfesten Beweis im Streifall vorlegen, gleiches gilt für E-Mails da diese von den Gerichten bis dato nicht als Gerichtsfest eingestuft gelten (einzige Ausnahme wäre hier eine DE-Mail). Nicht zu vergessen die SB´s sind inzwischen retorisch sehr gut geschult um einen Antragsteller am Telefon eher alles im Sinne der (hier jetzt) AfA abzuverlangen, noch bevor du merkst worauf du dich da eingelassen hast und das wars dann.

Also keine Telefongespräche und E-Mail, wenn dann nur per Fax (z.B. SimpleFax was ein recht günstiger Anbieter ist unter SimpleFax.de) oder eben per Brief da aber dann immer nur per Einschreiben alleine der Sicherheit wegen das die Post auch beim Empfänger angekommen ist, was du über die Sendungsverfolgung später prüfen kannst.


Wie du deinen als aus dem KG ausgesteuerte*r unbedingt ausfüllen solltest, kannst du dem Muster von Doppeloma entnehmen,


Bitte beachte, der Online-Antrag auf den Seiten der AfA kannst du als aus dem KG ausgesteuerte*r nicht verwenden, weil der diesen besonderen Fall nach meiner bisherigen Kenntnis nicht berücksichtigt.

Ferner ist für dich dann wichtig, dann du dich unbedingt immer der Arbeitsvermittlung mit deinem Restleistungsvermögen gem. dem äD-Gutachten zur Verfügung stellst unbedingt ohne wenn und aber, erst recht wenn du den Weg in eine EMR gehen möchtest.

Es könnte dir ggf. passieren, daß so mancher SB dir damit kommt das du ja wegen deiner gesundheitlichen Probleme nicht mehr vollschichtig (40Std./Woche - 8Std./Tag) arbeiten könntest (vorsicht das wäre arglistig) und dir deshalb mit weniger wöchentlicher/täglicher Arbeitszeit kommt. Laß dich darauf auf gar keinen Fall ein (sofern es nicht dein ausdrücklicher Wille ist) denn damit verbunden ist automatisch eine Reduzierung deines ALG-I Anspruches auf die dann von dir ja freiwillig zugrunde gelegte Arbeitszeit - du würdest damit ggf. viel ALG-I verlieren -.

Du willst immer in dem zeitlichen Umfang arbeiten, wie die der äD-Gutachter dein leistungsvermögen attestiert und das kann von 6+ Std./tägl. über 3-6 Std./tägl. bis hin zu unter 3 Std./tägl. gehen, je nach Ausgang des Gutachtens.

Dazu wäre noch zu erwähnen, daß der äD-Gutachter je nach Krankengeschichte ggf. auch noch diverse gesundheitliche Einschränkungen aufführt, wegen der du ggf. so manche Arbeiten nicht ausführen kannst. Achte stets darauf das sich die Arbeitsvermittler (SB´s) bei ihren Angeboten immer daran halten, was leider häufiger nicht geschieht weil du dann ja nicht für jedes Arbeitsangebot zur Verfügung stehst. Das aber ist dein Recht und darauf solltest du auch im eigenen Interesse bestehen.

Sollte es dann zu einer persönlichen Einladung bei der AfA kommen, kann ich du nur empfehlen unbedingt auch einen Beistand gem. § 13 SGB X mitzunehmen, denn dann hättest du immer einen Zeugen für die Gespräche zumal dieser auch dazu beitragen kann im nachgang ein Gesprächprotokoll anzufertigen.

Du solltest dir auch das sozialmedizinische Gutachten der DRV jetzt unbedingt unter Verweis auf § 25 SGB X anfordern, damit du siehst was bei der DRV Grundlage für die Ablehnung deines EMR-Antrages war. Wenn du erwägst einen Rechtsanwalt einzuschalten, was bei einem juristischen Laien eher anzuraten wäre, dann kann das der Rechtsanwalt erledigen. Dazu solltest du dir aber bitte einen Fachanwalt für Sozialrecht suchen der sich auf dem Gebiet auskennt. Wer sich mit dem Widerspruchsrecht ein wenig auskennt, kann sowas im ersten Rechtsschritt (Widerspruchsverfahren) auch durchaus selber machen, denn häufig werden die Widersprüche bei der DRV eh abgelehnt womit diese dann bereits viel Geld spart.

Hier ist dann allerdings wichtig wie ich bereits erwähnte, daß du einen Arzt hast der im Klageverfahren auch hinter dir steht, denn ohne sähe es eher schlecht aus. Sofern du bisher noch nicht bei einem Qualifizierten Facharzt in Behandlung warst, solltest du das mal mit deinem behandelnden Arzt ausführlich erörtern, denn Facharztbefunde beurteilt die DRV leider weit höher als nur solche von Allgemeinmediziner.
 

Regenbogen22

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Hallo saurbier,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Nun, ich hatte beim Afa gemeldet, dass ich vom KK ausgesteuert werde. Ich habe trotzdem nichts bekommen. Und auf mein letztes Fax kam null Reaktion.
Mag vielleicht daran liegen, dass ich das Ende September bereits schon mal gemeldet hatte. Daraufhin wollten sie meine Sozialversicherungsnummer, persönliche Daten (hätte allerdings gar nicht gewußt, was sie damit meinen) und einen beruflichen Werdegang. Das habe ich ihnen nicht geschickt, aber letzte Woche dann nochmal nach den Anträgen gefragt.

Nun habe ich heute nochmal einen Brief weggeschickt, habe ihnen den Schrieb der KK mitgeschickt und sie um die Anträge gebeten. Das Ganze per Einschreiben mit Rückschein.
Geht das denn mit der Sendungsverfolgung auch ohne Rückschein?

Ja, ich stehe noch in einem Arbeitsverhältnis.

Woher weiß ich denn, ob es dann auch der äD-Gutachter in Empfang nimmt und niemand anderer?

Ich bin bereits bei einem RA, der auch bereits die Akteneinsicht angefordert hat.

Facharzttermine habe ich schon. Man wartet halt ewig auf einen Termin. Wie die dann hinter mir stehen, kann man vorher nicht wissen. Noch dazu, wenn man bereits mitten in einem EMR-Verfahren steckt.

Habe ich das richtig verstanden? Meist werden die Widersprüche auch abgelehnt?
Das heisst dann eigentlich, dass man evtl. nur eine Chance auf EMR über Klage hat?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende noch !

Regenbogen22
 

Ruhrpottmensch

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Nun habe ich heute nochmal einen Brief weggeschickt, habe ihnen den Schrieb der KK mitgeschickt und sie um die Anträge gebeten. Das Ganze per Einschreiben mit Rückschein.
Geht das denn mit der Sendungsverfolgung auch ohne Rückschein?

Woher weiß ich denn, ob es dann auch der äD-Gutachter in Empfang nimmt und niemand anderer?

Habe ich das richtig verstanden? Meist werden die Widersprüche auch abgelehnt?
Das heisst dann eigentlich, dass man evtl. nur eine Chance auf EMR über Klage hat?

Hallo Regenbogen...

Vor allem ist jetzt eins zu tun: Nicht so viel grübeln, nicht auf alle reagieren was "man hört" und die "letzten entspannten" Tage noch ein wenig nutzen... ;)

Ich "Glaskugel" mal ein bisschen und denke, dass es in Deinem Fall wenig Probleme mit dem ALG1 geben wird.
Du bist in einem laufenden EMR-Verfahren, wirst als sicherlich genug Unterlagen haben, die Deine Einschränkungen stichhaltig "Schwarz-auf-Weiß" belegen. Da ist schon mal eine sehr gute Position für das ALG1 nach Nahlosigkeit. Was das Gutachten eines ÄD der AfA angeht, so kannst Du eigentlich recht entspannt sein. Die "Gutachter" sind meisten niedergelassene Ärzte, die eben auch für den ÄD prüfen. Meisten in anderen Landkreisen oder sogar Bundesländer. Die sitzen da also nicht mit einem SB gemeinsam am Tisch und trinken Kaffee zusammen. ;)
Wichtig ist (wurde hier schon gesagt?!): Ein SB bei der AfA bekommt nur den TEIL B des Gutachten. Dort stehen die Informationen drin die ihn interessieren. TEIL A ist nur für Dich und die Akten.

Das mit dem EMR-Antrag steh auf einem anderen Blatt...
Du musst überlegen, das meisten was man so hört/liest/berichtet bekommt, sind oftmals die "Horrorgeschichten" mit der RV (Und nicht selten ein wenig -mehr- übertrieben). Richtig ist, dass die RV nicht die "schnellste" Arbeitsweise hat (Auch und gerade im Jahr 2020). Das aber "grundsätzlich" abgelehnt wird, kann ich aus meiner Erfahrung nicht sagen. Da kommt es tatsächlich immer auf den Einzelfall an. Manch ein Antragsteller stellt sich das wohl auch "leichter" vor als es ist (Auch eine RV hat eben nix zu "verschenken"). Die werden natürlich aller Wahrscheinlichkeit auch Deinen Fall genau prüfen. Außerdem könnte es natürlich sein, dass die RV der Meinung ist, Dich noch "irgendwie" wieder "Arbeitsfähig" zu bekommen (Reha). Aber auch da sollte man nicht unnötig Sorgen für haben. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Und das wird auch -irgendwann- die RV einsehen.

Bis dahin hat man dann auch meisten die Baustellen rund um die AfA abgearbeitet. Es ist leider (immer noch) so, dass ALG1 nach §145 oftmals nicht in die "starre" Arbeitsweise bei der AfA (bzw. den SBs) passt und somit oftmals für etwas "Sand im Getriebe" sorgt. Aber mach Dir mal keinen Kopf, dass bekommt in aller Regeln gut selbst in den Griff und muss manchmal eben an geeigneter Stelle den ein oder anderen dezenten Hinweis geben...
 

Regenbogen22

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Hallo Ruhrpottmensch,

danke für Deine Nachricht.

Vor allem ist jetzt eins zu tun: Nicht so viel grübeln, nicht auf alle reagieren was "man hört" und die "letzten entspannten" Tage noch ein wenig nutzen... ;)

Ja, das ist sowieso die größte Herausforderung für mich.

Du bist in einem laufenden EMR-Verfahren, wirst als sicherlich genug Unterlagen haben, die Deine Einschränkungen stichhaltig "Schwarz-auf-Weiß" belegen.

Naja. Das ist für mich die Frage. Was sind für Afa und DRV "genug Unterlagen" !

Und wenn das alles nicht reicht, dann steh' ich da!


Das mit dem EMR-Antrag steh auf einem anderen Blatt...
Du musst überlegen, das meisten was man so hört/liest/berichtet bekommt, sind oftmals die "Horrorgeschichten" mit der RV (Und nicht selten ein wenig -mehr- übertrieben).

Ist das so? Kann ich nicht beurteilen. Mach' das zum 1. Mal mit und weiß, ehrlich gesagt nicht, ob ich mir das nochmal antun würde. Andererseits, was macht man dann? Wenn man eine andere Wahl hätte, würde man das wohl auch tun, bevor man diesen Kampf beginnt.
Allerdings habe ich das Ganze wohl eher auch unterschätzt....

Bis dahin hat man dann auch meisten die Baustellen rund um die AfA abgearbeitet. Es ist leider (immer noch) so, dass ALG1 nach §145 oftmals nicht in die "starre" Arbeitsweise bei der AfA (bzw. den SBs) passt und somit oftmals für etwas "Sand im Getriebe" sorgt. Aber mach Dir mal keinen Kopf, dass bekommt in aller Regeln gut selbst in den Griff und muss manchmal eben an geeigneter Stelle den ein oder anderen dezenten Hinweis geben...

Ich finde es halt schon eine zumutung, dass man sich da in einem kranken Zustand alleine druchkämpfen muss.
Überhaupt Anträge ausfüllen, Gutachter, für den vielleicht auch noch was ausfüllen, etc. Alles furchtbar anstrengend.....

Liebe Grüße

Regenbogen22
 

saurbier

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Nun habe ich heute nochmal einen Brief weggeschickt, habe ihnen den Schrieb der KK mitgeschickt und sie um die Anträge gebeten. Das Ganze per Einschreiben mit Rückschein.
Geht das denn mit der Sendungsverfolgung auch ohne Rückschein?
Ja wenn du das per Einschreiben verschickt hast, dann kannst du den Eingang über die Sendungsverfolgung der DP prüfen. Das kann mitunter leider auch mal dauern, bis die Zustellmeldung kommt, aber ich hab bisher immer eine erhalten.

Woher weiß ich denn, ob es dann auch der äD-Gutachter in Empfang nimmt und niemand anderer?
Ganz einfach, indem du als Empfänger den äD-Gutachter angibst und dazu dann auch die Postadresse von diesen benutzt. Die Adresse muß dir der AfA SB benennen und das machen die aller meisten SB´s auch. Zumeist hat der äD-Gutachter auch im Haus der AfA (wenn es größere Geschäftsstellen sind und keine kleine Niederlassungen) ein eigenes Büro, wo man mitunter sogar persönlich die Unterlagen gegen Empfangsquittung einreichen kann.

Ich bin bereits bei einem RA, der auch bereits die Akteneinsicht angefordert hat.
Nun das ist doch schon mal nicht schlecht, wollen wir nun in deinem Interesse auch hoffen das dieser Hartnäckig ist und sich mit der Materie auskennt (z.B. Fachanwalt für Sozialrecht).

Facharzttermine habe ich schon. Man wartet halt ewig auf einen Termin. Wie die dann hinter mir stehen, kann man vorher nicht wissen. Noch dazu, wenn man bereits mitten in einem EMR-Verfahren steckt.
Was die Ärzte da so alles feststellen, nun das kann man eh nie wissen, dafür sind wir ja nicht ausgebildet und müssen uns eher auf deren Fachwissen und Kompetenz verlassen. Nur wenn man ggf. schon ein schlechtes Baugefühl hat, sollte man sich vielleicht überlegen ob ein anderer Arzt nicht ggf. besser wäre. Sowas stellt sich meist beim ersten oder zweiten Gespräch heraus - ist halt eine Vertrauensangelegenheit -. Mit dem bereits laufenden EMR-Verfahren sollte das recht wenig zu tun haben, denn es ist ja dein Arzt und nicht der der DRV.

Habe ich das richtig verstanden? Meist werden die Widersprüche auch abgelehnt?
Das heisst dann eigentlich, dass man evtl. nur eine Chance auf EMR über Klage hat?
Jub, daß kann ich dir aus eigener Erfahrung und auch aus den bisherigen hier nach zu lesenden Berichten sagen. Z.B. hat mir damals nach meinem ersten EMR-Verfahren in 2000 die Gerichtspräsidentin im Anschluss an meiner Verhandlung in einem persönlichen Gespräch berichtet wie die DRV so tickt. Da werden erst mal 50% im ersten Anlauf eher pauschal abgelehnt (Gründe finden sich leider eher schnell) und von denen die dann in Widerspruch gehen kommen dann erneut nur um die 50% erfolgreich damit durch. Von den restlichen die dann tatsächlich den beschwerlichen Weg in eine langwirige Klage gehen, dürfte die Mehrheit auch mit einem eher positiven Urteil bzw. Vergelich heraus kommen. Wie das dann für die DRV am Ende ausgeht, kann man selbst ausrechnen, vor allem was die DRV damit an Ausgaben spart.

Übrigens hier im Forum haben auch manche User bereits aussagekräftige Statistiken zur Verfügung gestellt wo man das sogar nachlesen kann.

Der Vorteil in einem Klageverfahren ist eben, daß hier meist das Sozialgericht einen eigenen medizinischen Gutachter einschaltet, der eben eher selten auf der Gehaltsliste der DRV steht und damit wohl schon unabhängig begutachtet. Hier käme es dann auch deinem Rechtsanwalt zu, darauf zu achten das der Gutachter tatsächlich neutral ist und nicht wohlmöglich noch nebenbei für die DRV Gutachten erstellt, was durchaus passieren könnte.

Das bedeutet jedoch keineswegs, daß man event. nur dann eine Chance auf eine EMR hat wenn man klagt. Nein man kann auch Glück haben das die medizinischen Befunde bereits so Aussagekräftig sind und demzufolge bereits ausreichen, daß einem die DRV von vorn herein eine EMR bewilligt. Das kommt eben immer auf das individuelle Krankheitsbild und die damit einher gehende Leistungseinschränkung hinsichtlich dem allgemeinen Arbeitsmarkt an.
 

Regenbogen22

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@saurbier

vielen Dank erneut für Deine Antworten.

Nun das ist doch schon mal nicht schlecht, wollen wir nun in deinem Interesse auch hoffen das dieser Hartnäckig ist und sich mit der Materie auskennt (z.B. Fachanwalt für Sozialrecht).

Ja, das wollen wir mal hoffen. Sozialrecht hat er. Wie hartnäckig er ist, wird sich noch herausstellen.


Was die Ärzte da so alles feststellen, nun das kann man eh nie wissen, dafür sind wir ja nicht ausgebildet und müssen uns eher auf deren Fachwissen und Kompetenz verlassen. Nur wenn man ggf. schon ein schlechtes Baugefühl hat, sollte man sich vielleicht überlegen ob ein anderer Arzt nicht ggf. besser wäre. Sowas stellt sich meist beim ersten oder zweiten Gespräch heraus - ist halt eine Vertrauensangelegenheit -.

Ja, da wird es bei mir schon schwierig. Vertrauen fassen geht bei mir nicht bei jedem....
Und ob da jeder so das Fachwissen und die Kompetenz hat, sei auch mal dahingestellt.

Mit dem bereits laufenden EMR-Verfahren sollte das recht wenig zu tun haben, denn es ist ja dein Arzt und nicht der der DRV.

Schon, aber für die DRV braucht man Ärzte.


Jub, daß kann ich dir aus eigener Erfahrung und auch aus den bisherigen hier nach zu lesenden Berichten sagen. Z.B. hat mir damals nach meinem ersten EMR-Verfahren in 2000 die Gerichtspräsidentin im Anschluss an meiner Verhandlung in einem persönlichen Gespräch berichtet wie die DRV so tickt. Da werden erst mal 50% im ersten Anlauf eher pauschal abgelehnt (Gründe finden sich leider eher schnell) und von denen die dann in Widerspruch gehen kommen dann erneut nur um die 50% erfolgreich damit durch. Von den restlichen die dann tatsächlich den beschwerlichen Weg in eine langwirige Klage gehen, dürfte die Mehrheit auch mit einem eher positiven Urteil bzw. Vergelich heraus kommen. Wie das dann für die DRV am Ende ausgeht, kann man selbst ausrechnen, vor allem was die DRV damit an Ausgaben spart.

Genau das habe ich befürchtet und baut mich nicht gerade auf.... Aber, wem sage ich das,....

Übrigens hier im Forum haben auch manche User bereits aussagekräftige Statistiken zur Verfügung gestellt wo man das sogar nachlesen kann.

Wie finde ich die. Habe geschaut, weiß nicht, wie ich sie suchen soll....

Der Vorteil in einem Klageverfahren ist eben, daß hier meist das Sozialgericht einen eigenen medizinischen Gutachter einschaltet, der eben eher selten auf der Gehaltsliste der DRV steht und damit wohl schon unabhängig begutachtet. Hier käme es dann auch deinem Rechtsanwalt zu, darauf zu achten das der Gutachter tatsächlich neutral ist und nicht wohlmöglich noch nebenbei für die DRV Gutachten erstellt, was durchaus passieren könnte.

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich dachte, zumindest die sind neutral. Die Welt ist doch wirklich ungerecht.....

Das bedeutet jedoch keineswegs, daß man event. nur dann eine Chance auf eine EMR hat wenn man klagt. Nein man kann auch Glück haben das die medizinischen Befunde bereits so Aussagekräftig sind und demzufolge bereits ausreichen, daß einem die DRV von vorn herein eine EMR bewilligt. Das kommt eben immer auf das individuelle Krankheitsbild und die damit einher gehende Leistungseinschränkung hinsichtlich dem allgemeinen Arbeitsmarkt an.

Glück gehört wohl überall dazu. Aber ich habe mir sagen lassen: Das Glück ist mit den Dummen....
Ich glaube nicht, dass ich zu dem Klientel gehöre.

In diesem Sinne

Liebe Grüße

Regenbogen22
 

saurbier

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Wie finde ich die. Habe geschaut, weiß nicht, wie ich sie suchen soll....
Das ist leider auch nicht so einfach zu finden, denn sowas wird ja meist in den Diskussionen als Datei-Angänge beigefügt. Da muß man leider in den Massen der speziellen Threads danach stöbern, leider. Nur wer hier als Neuling einsteigt, wird doch zumeist eh nach ähnlichen Fällen suchen, die bereits besprochen wurden und da muß man dann mit darauf achten was so alles an Unterlagen mit angehängt wurde. Mitunter kommen solche Statistiken oder Berichte auch von anderen hier lesenden Usern bereits als Hilfestellung - wie z.B. wichtige Urteile -.

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich dachte, zumindest die sind neutral. Die Welt ist doch wirklich ungerecht.....
Das Gutachter leider nicht immer zwingend nur für einen Auftraggeber arbeiten dürfte wohl daran liegen das sie damit ja ihren Lebensunterhalt verdienen. Da kann es dann schon vorkommen das da ein Gutachter viele Aufträge für die DRV bearbeitet und dazu dann gelegentlich vielleicht auch für ein Sozialgericht. Das mag vielleicht auch mit den einzelnen Aufgabenstellungen zusammen hängen, wo es ggf. nicht ausreichend Gutachter für das eine oder andere Fachgebiet gibt. Was ich bisher in Erfahrung gebracht habe ist allerdings das z.B. die Sozialgerichte ihre eigenen Gutachter heran ziehen und die DRV es ähnlich macht. Da kann man wenn man dann z.B. vom Sozialgericht den Gutachtertermin benannt bekommt heutzutage auch übers Internet recherchieren ob der wohlmöglich auch auf der Gehaltsliste der DRV steht. Etwas ähnliches ha ich hier schon im Forum bei einigen Fällen gelesen und dort hat man dann den Gutachter wegen befangenheit im Vorfeld abgelehnt woraufhin das Gericht einen anderen beauftragt hat. Das aber kann dir dein Rechtswalt auch sagen, denn als Fachanwalt sollte er sich ja damit schon auskennen.

Vorab würde ich mir da erst mal keine allzu großen Sorgen machen und abwarten.

Glück gehört wohl überall dazu.
Na ja etwas Glück gehört immer dazu wenn man sein Schiksal in die Hände anderer legt. Das geht in unseren Fällen da doch schon mit dem richtigen Arzt los und könnte dann bei einem Klageverfahren über den richtigen kompeten Rechtsanwalt bis zum Richter beim Sozialgericht weiter gehen. Bei Gericht muß man leider immer mit allem rechnen, nicht umsonst heißt es doch so schön - vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand -.

Bei letzterem ist es dann schlicht wichtig, daß man ausreichende medizinische Beweise vortragen kann, mit denen sich die Argumentation der DRV (z.B. einer EMR Ablehnung) widerlegen läßt. Genau da sind wir dann wieder bei den Ärzten die dich die ganze Zeit behandeln und dem Umstand das wenn diese anhand all ihrer Befunde keine Möglichkeit einer EMR sehen es leider eher schlecht bestellt wäre.

Wie das bei der DRV so abläuft hat ja mal eine Dissertation der Uniklink Hamburg-Eppendorf zum Thema - Divergierende Einschätzung des Leistungsvermögens von Rentenklägern in Gutachten des Rentenversicherers und der Sozialgerichte bei Anträgen auf Erwerbsminderungsrente - die ich dir hier anhänge aufgezeigt. Ist schon lesenswert.
 

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  • Dissertation_unterschiedliche Einschätzungen in Gutachten zur Erwerbsminderungsrente .pdf
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chrisalex41

Neu hier...
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etwas Zeit. Du brauchst unbedingt den Papierantrag für ALG I. Lass dich nicht auf die Online-Antragstellung ein, das passt nicht für ausgesteuerte. Für das Ausfüllen gibt es eine Vorlage https://www.krank-ohne-rente.de/viewtopic.php?f=3&t=1751
Habe hier mal still mitgelesen, da mich das Thema Aussteuerung am 12.Januar auch betrifft.
Habe jetzt online den Antrag ausgefüllt, ubd frag mich , welcher Unterschied zwischen dem Papierantrag und dem Online besteht. Sehe da nämlich keinen.
Hab mir den Musterantrag auf " krank ohne Rente" durchgelesen. 🤔
 

saurbier

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Wichtig ist bei der Antragstellung, daß du auch den Gesundheitsfragebogen für eine äD-Begutachtung erhältst. Hast du den bekommen, damit bei dir ein äD-Gutachten erstellt werden kann, damit a) festgestellt wird ob du ggf. einen Leistungsanspruch gem. § 145 SGB III hast in dessen Folge dich die AfA schriftlich aufzufordern hat binnen 1 Monat einen Reha-/Renten-Antrag bei der DRV zu stellen und b) welche gesundheitlichen Leistungseinschränkungen bei dir bezgl. der Arbeitsvermittlung vorliegen.

Dazu bedarf es ein persönliches Gespräch mit einem AfA SB was eben schlicht Online so gar nicht vorgesehen ist, es sei denn die AfA hätte hier inzwischen etwas vorgenommen - was ich mal bezweifeln würde.

Was da so alles bei Online-Antrag abgefragt wird, kann ich dir leider nicht sagen, denn ich habe mich im letzten Sommer (2019) noch persönliche zur AfA-Geschäftsstelle begeben und dort meinen ALG-I Antrag gestellt. Als ich dort dem SB sagte das ich mich hier jetzt nach der Aussteuerung aus dem KG melde, hat er mir gleich alle Anträge mit gegeben und einen ersten Termin bei einer SB gemacht wo ich dann die Unterlagen abgeben sollte.

Wenn du meinst das es da keine Unterschiede (zwischen Online-Antrag und Papier-Antrag) gibt, dann bitte es steht dir doch frei. Ich frag mich dann aber schon, warum hier bereits so einige davon berichtet haben das man ihnen seitens der AfA-SB´s sagte (nachdem sie im Telefonat erwähnten das sie sich jetzt bei der AfA nach der Aussteuerung aus dem KG melden) das für sie dann der Online-Antrag der falsche Weg wäre und man die notwenigen Unterlagen per Post zuschicken würde.

Wenn du jetzt nach deiner Online-Antragstellung den Gesundheitsfragebogen plus entsprechende Schweigepflichtentbindungen von der AfA zugesendet bekommst und man dir auch einen Termin beim äD-Gutachter macht, dann bitte. Wenn du das ggf. jetzt noch nachträglich alles bekommst ist es ja o.k., dann würdest du halt nur ein paar Tage weitere Bearbeitungszeit verlieren, bis das du dann den Gesundheitsfragebogen plus ggf. einer Schweigepflichtentbindung bei äD-Gutachter eingereicht hast. Bedenke die AfA zahlt inzwischen meistens erst dann bzw. bewilligt den Antrag erst dann, wenn ihr das äD-Gutachten vorliegt. Je später das vorliegt je länger wirst du wohl auf dein ALG-I warten dürfen.
 

Regenbogen22

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Wichtig ist bei der Antragstellung, daß du auch den Gesundheitsfragebogen für eine äD-Begutachtung erhältst. Hast du den bekommen, damit bei dir ein äD-Gutachten erstellt werden kann, damit a) festgestellt wird ob du ggf. einen Leistungsanspruch gem. § 145 SGB III hast in dessen Folge dich die AfA schriftlich aufzufordern hat binnen 1 Monat einen Reha-/Renten-Antrag bei der DRV zu stellen und b) welche gesundheitlichen Leistungseinschränkungen bei dir bezgl. der Arbeitsvermittlung vorliegen.

Der EMR-Antrag ist doch schon längst gestellt. Ich bin gerade im Widerspruch.

Was da so alles bei Online-Antrag abgefragt wird, kann ich dir leider nicht sagen, denn ich habe mich im letzten Sommer (2019) noch persönliche zur AfA-Geschäftsstelle begeben und dort meinen ALG-I Antrag gestellt. Als ich dort dem SB sagte das ich mich hier jetzt nach der Aussteuerung aus dem KG melde, hat er mir gleich alle Anträge mit gegeben und einen ersten Termin bei einer SB gemacht wo ich dann die Unterlagen abgeben sollte.

Das geht ja alles nicht, zwecks Corona. Man kommt ins Arbeitsamt gar nicht rein.

Wenn du meinst das es da keine Unterschiede (zwischen Online-Antrag und Papier-Antrag) gibt, dann bitte es steht dir doch frei. Ich frag mich dann aber schon, warum hier bereits so einige davon berichtet haben das man ihnen seitens der AfA-SB´s sagte (nachdem sie im Telefonat erwähnten das sie sich jetzt bei der AfA nach der Aussteuerung aus dem KG melden) das für sie dann der Online-Antrag der falsche Weg wäre und man die notwenigen Unterlagen per Post zuschicken würde.

wie kommst Du darauf, dass ich meine, dass es da keinen Unterschied gäbe?
Habe ich nie erwähnt.

Ich warte auf Post. Sie schicken mir einfach nichts zu. Ich werde einfach ignoriert ! Und langsam wird es eng.

Wenn du jetzt nach deiner Online-Antragstellung den Gesundheitsfragebogen plus entsprechende Schweigepflichtentbindungen von der AfA zugesendet bekommst und man dir auch einen Termin beim äD-Gutachter macht, dann bitte. Wenn du das ggf. jetzt noch nachträglich alles bekommst ist es ja o.k., dann würdest du halt nur ein paar Tage weitere Bearbeitungszeit verlieren, bis das du dann den Gesundheitsfragebogen plus ggf. einer Schweigepflichtentbindung bei äD-Gutachter eingereicht hast. Bedenke die AfA zahlt inzwischen meistens erst dann bzw. bewilligt den Antrag erst dann, wenn ihr das äD-Gutachten vorliegt. Je später das vorliegt je länger wirst du wohl auf dein ALG-I warten dürfen.

Und was soll ich dann jetzt machen?
 

Regenbogen22

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Hallo Zusammen,

irgendwie scheine ich echt für das Ganz zu blöd zu sein.

Vom Arbeitsamt bekomme ich keine Anträge,


Ich habe meinem AG dieses Formular geschickt: https://www.arbeitsagentur.de/datei/arbeitsbescheinigung_ba013140.pdf

Jetzt schreibt er mir folgendes:
Dieses Formular ist vom Arbeitgeber dann auszufüllen, wenn das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Datum durch den Arbeitnehmer oder Arbeitgeber beendet wurde.
Über eine Beendigung Ihres Anstellungsverhältnisses liegen uns keine Unterlagen vor.
Haben Sie uns ein Kündigungsschreiben geschickt, ggf. wann und an wen?

Ist das so, dass dieses Formular nur für Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist?

Danke und liebe Grüße

Regenbogen22
 

Antik 63

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Hallo @Regenbogen22
Deswegen habe ich dem Arbeitsamt eine Mail geschickt, dass sie mir bitte einen Antrag auf ALG I zusenden sollen, da ich ab 05.12.2020 aus dem Krankengeld ausgesteuert werde.
Das würde ich ja gerne, bekomme aber seit Monaten keinen Antrag!
Wie jetzt seit Monaten ?

Du schreibst du wirst am 5.12.2020 Ausgesteuert/KG,dann musst du dich auch erst jetzt bei deiner AFA melden(das erste Geld bekommst du auch erst Ende Dezember).

Dann musst du das Schreiben/KK das du Ausgesteuert wirst in Kopie zu deiner AFA mitschicken und dazuschreiben das du deshalb dein ALG 1 beantragen möchtest,weil du Ausgesteuert/KG wirst.
Und die AFA soll dir deinen ALG 1 Antrag in Papierform zuschicken !!!

Aber alles Nachweislich per Übergabe Einschreiben verschicken.
 

Regenbogen22

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Hallo @Antik 63

Herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort !

Wie jetzt seit Monaten ?

Ja, seit Ende September versuche ich einen Antrag zu bekommen. Kommt nichts.

Du schreibst du wirst am 5.12.2020 Ausgesteuert/KG,dann musst du dich auch erst jetzt bei deiner AFA melden(das erste Geld bekommst du auch erst Ende Dezember).

Wann das Geld kommt ist mir jetzt zweitrangig. Ich kann mich schon eine zeitlang finanziell über Wasser halten.
Mir geht es in erster Linie um meine Sozialversicherungen. Ich will nicht ohne dastehen und vor allem auch keine Lücken haben, womit mir dann evtl. Ansprüche verloren gehen.

Dann musst du das Schreiben/KK das du Ausgesteuert wirst in Kopie zu deiner AFA mitschicken und dazuschreiben das du deshalb dein ALG 1 beantragen möchtest,weil du Ausgesteuert/KG wirst.
Und die AFA soll dir deinen ALG 1 Antrag in Papierform zuschicken !!!

Aber alles Nachweislich per Übergabe Einschreiben verschicken.

Nachweislich habe ich getan.

Das lezte was ich getan habe, war ein Einschreiben zu schicken, mit folgendem Text:

"hiermit möchte ich Antrag auf Arbeitslosengeld stellen.

Mein Anspruch auf Krankengeld endet spätestens am 05.12.2020 (siehe Beilagen).

Bitte senden Sie mir die dafür nötigen Anträge in Papierform zu, wie auch bereits am 09.11.2020 per Fax von Ihnen angefordert. "

Laut Sendungsverfolgung liegt das jetzt im Arbeitsamt seit gestern im Postfach.

Mich macht das alles Wahnsinnig !!!

Liebe Grüße,

Regenbogen22
 

chrisalex41

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Hallo @chrisalex41,

Ich habe damals auch den Papierantrag ausgefüllt.

Guck mal Hier und dann kannst/solltest du dich hier 👇
in das Thema einlesen.
Danke Dir, hab an meinem online-Antrag noch bisschen was nach dem Muster von Doppel-oma geändert. 😊
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Wenn du meinst das es da keine Unterschiede (zwischen Online-Antrag und Papier-Antrag) gibt, dann bitte es steht dir doch frei. Ich frag mich dann aber schon, warum hier bereits so einige davon berichtet haben das man ihnen seitens der AfA-SB´s sagte (nachdem sie im Telefonat erwähnten das sie sich jetzt bei der AfA nach der Aussteuerung aus dem KG melden) das für sie dann der Online-Antrag der falsche Weg wäre und man die notwenigen Unterlagen per Post zuschicken würde
Also ich hab den online-Antrag mit dem Musterantrag von Doppel-oma verglichen, und sehe da keinen wesentlichen Unterschied.
 

Regenbogen22

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Hallo @chrisalex41,

Das ist gut :icon_daumen: Ich hoffe du konntest das im Online-Antrag fast so ausfüllen wie im Musterantrag beschrieben.

Warum landen denn die Anfragen und Antworten von @chrisalex41 bei mir?
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Allerdings ist es interessant, dass es bei ihm online doch funktioniert hat
 
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