Was muss ich bei Panikstörungen und Depressionen durch die Krankenkasse und den MDK ertragen und über mich ergehen lassen?

Hennibowl

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Hallo liebe Leute,

zu meiner Situation:
Anfang des Jahres bin ich wegen extremen, anhaltendem Puls/Blutdruck (auch im Ruhemodus) zum Hausarzt und dort wurde dieser samt Bluthochdruck auch bestätigt.
Hinsetzen, 5 Min. entspannen hieß es dort...hab ich gemacht, aber der Puls und Blutdruck war anderer Meinung. OMG war das heftig.
Zittern Ganzkörper und null Chance das in den Griff zu kriegen.
Man gab mir dann Tropfen die den Puls und Blutdruck senken sollten und was soll ich sagen Puls- und Blutdruckmessung konnten gar nicht mehr stattfinden.
Ich bin geflüchtet...mit Begründung, das ich frische Luft schnappen muss... bin dann aber nach Hause und hab in der Praxis angerufen, das alles ok ist.
Puhhhh...
Die Moral von der Geschicht war natürlich die Überweisung ins Krankenhaus mit allem Drum und Dran. Auch dort wurde beides bestätigt, ohne organische Probleme (außer der üblichen bei Ü50).
Nach 3 Tagen war ich wieder daheim und mittlerweile auf Betas...der Puls war aber immer noch am hämmern...insbesondere Abends und Morgens wenn ich ins Grübeln gekommen bin.
Der Hintergrund ist, das auch meine Mutter letztendlich daran verstorben ist im Alter von 55 Jahren. Ich wurde medikamentös auf Betablocker etc. eingestellt aber irgendwie gabs immer noch diese Situationen.
-vor dem Einschlafen
-nach dem Aufwachen (wenn nicht sogar davon)
-beim Arzt im Wartezimmer...beim Einkaufen...beim Telefonieren...bei Gesprächen...bei Allem
-so unkontrolliert hab ich mich noch nie gefühlt
Also AU vom HA mit Überweisung zum Psychiater/Neurologen. Der erste Termin war auch super nett (ältere Dame). Es fand leider keinerlei körperliche Untersuchung statt.
Ich soll mich entspannen und sofort aus der Arbeitssuche (ALG I) raus, weil mich dies noch mehr stressen würde
Anschließend hab ich den Schein für die Therapie natürlich auch erhalten. Also aufmachen um Termine zu erhalten - das war jetzt zu Coronazeiten nochmal doppelt schwierig.
Aber es gab trotz Allem ein paar Ergebnisse:
1. zwei bis drei interessante Telefongespräche ohne Terminmöglichkeit
2. persönliches Gespräch mit einer super netten Therapeutin aber leider ohne Therapie - Fazit war schwere depressive Episode mit allem Drum und Dran (ÜW in stationäre Therapie)
3. zwei bis drei Telefongespräche ohne Terminmöglichkeit - davon war aber nur 1 interessant
4. Gespräch mit nettem Psychotherapeuten aber dann erst im 2. Step sympathisch - dieser kann mir evtl. helfen
Mein Hausarzt ist natürlich absolut der gleichen Meinung.

Alle 2-3 Wochen kam dann ein Anruf von der KK mit hinterlistigen Fragen und Druck machen wie es denn weiter gehen soll.
Wann können sie wieder arbeiten und welche Behandlung in welchen Umfang geplant sind etc.
Nun denn...alles zur Zufriedenheit beantwortet, was den SA dort wohl nun nicht mehr genügt und dieser mir ein Schreiben angedroht hat, was ich tags darauf auch im Briefkasten hatte.
Zum Einen kam die telefonische Aufforderung, das nur noch bzw. ausschliesslich AU durch Facharzt zu erfolgen hat und zum Anderen eine schriftliche Aufforderung zur Mitteilung des behandelnden FA nach gesetzter Terminfrist.
Hab dann einen weiteren Termin mit meinem Psychiater gemacht und dieser hat mich dann auch für weitere 2 Wochen AU geschrieben mit dem mündlichen Hinweis, das er dies in Zukunft nicht mehr könnte.

Daraufhin zum HA wegen dem Schreiben und dieser meinte er würde die weitere AU als zwingend notwendig sehen, aber es wird schwierig für ihn die Meinung des Psychiaters anzuzweifeln - hat mir aber erneut eine Überweisung mit der Dringlichkeit auf AU mitgegeben.

Somit habe ich wieder einen neuen Termin beim Psychiater ausgemacht, der mich laut seiner Aussage jetzt nochmal letztmalig AU geschrieben hat und dies nicht mehr weiter tun würde.
Als Begründung kam, das die KK und auch der MDK jetzt sicher weitere Fragen hätten und er generell bei solchen Sachen nicht AU schreibt. Er möchte das ich mich sofort mit den für mich extremen Situationen auseinander setze. Er hat mich auch gefragt ob "ich" der SA der Arbeitsagentur den äD schon vorgeschlagen hätte. Die Therapie würd er quasi als begleitend ansehen. Was ich persönlich davon halte wird völlig ignoriert.

Anmerkend gibt es aber weder die Zusage zum Therapiebeginn noch hat die Therapie begonnen. Was passiert wenn ich durch den Psychiater arbeitsfähig geschrieben werde. Ich bin völlig am Ende.

Sollte ich mir vielleicht lieber einen neuen Psychiater suchen? Wobei ich hier dann (auf dem Land) wieder mit extremen Wartezeiten zu kämpfen habe und wer soll mich in der Übergangszeit dann AU schreiben?

Vielen lieben Dank schonmal vorab für eure Hilfe.
Grüsse, Hennibowl
 

Curt The Cat

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo Hennibowl und willkommen hier ... ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Vor Allem aber laß bitte diese ganzen BlödmannsAbkürzungen im Thementitel weg ...!
KK MDK äD HA Repressalien und Druck auf Ärzte Psychiater Patienten in Depression Angst Panik
 

HermineL

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"Was muss ich bei Panikstörungen und Depressionen durch die Krankenkasse und den MDK ertragen und über mich ergehen lassen?"

Deine Überschrift suggeriert das du von der Krankenkasse und dem MDK schikaniert wirst. Das gibt aber dein Beitrag nicht her.

Alle 2-3 Wochen kam dann ein Anruf von der KK mit hinterlistigen Fragen und Druck machen wie es denn weiter gehen soll.
Wann können sie wieder arbeiten und welche Behandlung in welchen Umfang geplant sind etc.
Nun denn...alles zur Zufriedenheit beantwortet, was den SA dort wohl nun nicht mehr genügt und dieser mir ein Schreiben angedroht hat, was ich tags darauf auch im Briefkasten hatte.
Zum einen telefoniert man grundsätzlich nicht mit denen weil man alles was dort gesprochen wird nicht nachweisen kann. Zum anderen gehen deine Diagnosen und deiner Erkrankung den Sachbearbeiter überhaupt nichts an. Dieser verfügt weder über eine dafür notwendige medizinische Ausbildung und er unterliegt auch nicht der ärztlichen Schweigepflicht. Außerdem gibt es auch keine Rechtsgrundlage die dich verpflichten würde der Krankenkasse Auskünfte über deine Krankheit zu geben.
Du bist lediglich verpflichtet dem medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) Auskunft zu erteilen. Dort handelt es sich um medizinische Fachpersonal das der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt.

Zum Einen kam die telefonische Aufforderung, das nur noch bzw. ausschliesslich AU durch Facharzt zu erfolgen hat und zum Anderen eine schriftliche Aufforderung zur Mitteilung des behandelnden FA nach gesetzter Terminfrist.
Die Telefonische Aufforderung ist völlig uninteressant. Interessant ist nur das was schriftlich erfolgte. Hier ist vor allem die Rechtsgrundlage interessant die von der Krankenkasse angegeben wurde. Um dies bewerten zu können solltest du dieses hier anonymisiert einstellen.
Eine Anleitung gibt es hier:Richtiges Anonymisieren.

Als Begründung kam, das die KK und auch der MDK jetzt sicher weitere Fragen hätten und er generell bei solchen Sachen nicht AU schreibt.
Mit dem Arzt wirst du nicht weit kommen weil dieser nicht hinter dir steht. Auch wenn es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht einfach ist solltest du dir einen anderen suchen.
 

Hennibowl

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Hallo.
ja da gebe ich dir recht - das ist nicht ersichtlich. Ich wollte die Story kurz halten, so dass ich wohl einiges vergessen habe.
Zudem haben sich so manch andere Dinge ergeben, wenn man des so nennen mag.
Zu Anfang hab ich eine Einladung zum MDK erhalten (2 Std. Fahrtzeit), aber als ich dort war stand ich vor verschlossener Türe wegen Corona.
Das hat man leider vergessen mir mitzuteilen. Somit Hin- und Rückfahrt umsonst. Zu der Geschichte oben hat der MDK dann letztendlich auch nach Aktenlage entschieden.

Zu den Telefonanrufen der Krankenkasse: Ja du hast Recht sag ich jetzt mal so, aber ich war bisher immer ein Mustermitarbeiter in meiner alten Firma und nie krank in 15 Jahren. Der Typ hat mich verbal quasi völlig überwältigt und teilweise erpresst.

Die telefonische Aufforderung, das die AU nur durch einen Facharzt erfolgen soll stand dann letztendlich nicht im Schreiben der Krankenkasse.
Dort stand nur, das ich mich in fachärztliche Behandlung begeben soll. Aber das war ich ja bereits bei meiner Psychiaterin. Nach erneutem Anruf bei der Krankenkasse stand wohl auch in meiner "Akte" ein Vermerk, das ich nun in Facharztbehandlung bin.

Ich war dann ja noch einmal beim Psychotherapeuten, wo wir dann auch den Antrag auf Therapie gestellt haben. Nachzureichen war der Konsilarbericht vom Hausarzt, den ich 2 Tage später sogar persönlich dort abgegeben habe.
Ich habe dann 2 Wochen später dort angerufen ob schon etwas vorliegt. Die Sprechstundenhilfe konnte mir allerdings nicht dazu sagen. Eine Woche später dann der Rückruf, das der Bericht nicht vorliegt und somit auch kein Antrag gestellt wurde.
Man würde mir einen neuen Bogen per Post zusenden falls nötig. ??? Das ist nicht passiert und somit dachte ich das der Bericht wohl wieder aufgetaucht ist. Der Stand von gestern laut Vermerk heisst aber, das der Therapeut sich mit meinem Hausarzt kurzschliessen will.

Das hab ich beim heutigen Termin meiner Psychiaterin mitgeteilt, der das scheinbar völlig egal war. Diese ist der Meinung, das ich wieder voll verwendungsfähig bin und soll meine Sachbearbeiterin darauf hinweisen, das mich ggf. der ärztliche Dienst in Augenschein nehmen soll.
Sie hat wohl mehrere Anfragen der Krankenkasse zur weiteren Vorgehensweise erhalten.

Somit stehe ich ab morgen dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung und ich habe nicht mal ein "ja" der Krankenkasse noch einen Starttermin vom Therapeuten. Mein Hausarzt ist erst am Montag wieder erreichbar.

Bleibt halt abzuwarten, wo dies endet. Für einen Wink mit dem Zaunpfahl bin ich natürlich immer offen.
Ich hab sicher wieder viele Sachen vergessen und reiche das nach.
Vielen Dank und Grüsse
 

HermineL

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Zu Anfang hab ich eine Einladung zum MDK erhalten (2 Std. Fahrtzeit), aber als ich dort war stand ich vor verschlossener Türe wegen Corona.
Das hat man leider vergessen mir mitzuteilen. Somit Hin- und Rückfahrt umsonst.
Das ist sicherlich sehr ärgerlich aber auch dort arbeiten nur Menschen die Fehler machen. Mutwilligkeit kann ich da nicht erkennen.

Zu der Geschichte oben hat der MDK dann letztendlich auch nach Aktenlage entschieden.
Gutachten nach Aktenlage ist nicht zulässig. Es böte sich an einen Widerspruch einzulegen und auf das Urteil des LSG Hessen L 8 KR 228/06 verweisen. Sodenn die Widerspruchsfrist noch nicht abgelaufen ist.

Die telefonische Aufforderung, das die AU nur durch einen Facharzt erfolgen soll stand dann letztendlich nicht im Schreiben der Krankenkasse.
Genau das hatte ich nach dem lesen deines ersten Beitrages vermutet denn es gibt dafür keine Rechtsgrundlage.

Das hab ich beim heutigen Termin meiner Psychiaterin mitgeteilt, der das scheinbar völlig egal war. Diese ist der Meinung, das ich wieder voll verwendungsfähig bin und soll meine Sachbearbeiterin darauf hinweisen, das mich ggf. der ärztliche Dienst in Augenschein nehmen soll.
Zu der Ärztin habe ich dir schon etwas geschrieben. Suche dir einen anderen Arzt mit dieser kommst du nicht weiter. Der Hinweis auf den ärztlichen Dienst wäre im ALG II Bezug sicherlich ein sinnvolle Idee.
Leider geht aus deinen Beiträgen nicht hervor welche Leistungen du beziehst (ALG I, ALG II, Krankengeld usw.) oder ob du in Arbeit bist. Somit kann man hier auch nichts genaueres sagen.

Somit stehe ich ab morgen dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung und ich habe nicht mal ein "ja" der Krankenkasse noch einen Starttermin vom Therapeuten. Mein Hausarzt ist erst am Montag wieder erreichbar.
Dagegen hilft auf die schnelle nur eine erneute Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
 

Hennibowl

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Vielen Dank - na ja die Mutwilligkeit liegt höchstens darin, das man mich zum nächstgelegenen MDK hätte schicken können. (20 Min.)
Ok - habe ich vergessen - ich beziehe ALG I und meine alte Firma hatte Insolvenz angemeldet. Ich war vor der Krankheit bereits ein paar Monate im ALG I .
Die Ärztin wechseln ist hier auf dem Lande nicht so einfach. Da sind vielleicht eine Handvoll im 100 km Bereich und die müssen dann auch erstmal Termine frei haben. Also nach Sympathie etc. kann mir hier nicht wählen. Aber ich lese daraus schon, das ich mir natürlich eine neue Fachärztin suchen muss.
Mein Hausarzt ist ja nicht greifbar im Moment, wobei dieser auch im letzten Gespräch geäußert hat...das die Krankschreibung vom Facharzt schon besser wäre.
Sollte ich dann zur Vertretung von meinem Hausarzt gehen. wird mich die Krankenkasse sicherlich wieder kontaktieren zumal mir die Psychiaterin heute ja auch die "End-AU" mitgegeben hat.

Also wäre ich ja ab morgen dann wieder im ALG I und müsste gucken was kommt und wie es mir damit geht.
Es geht ja eh alles nur per Post/Email /Telefon im Moment.
Mein ALG I würde allerdings Mitte Dezember auslaufen und würde ja dann wegen Corona eventuell um 3 Monate verlängert.
 

HermineL

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Mein Hausarzt ist ja nicht greifbar im Moment, wobei dieser auch im letzten Gespräch geäußert hat...das die Krankschreibung vom Facharzt schon besser wäre.
Sollte ich dann zur Vertretung von meinem Hausarzt gehen.
Wenn du einen brauchbaren HA hast der hinter dir steht wird er dich auch AU schreiben. Der Wechsel zu einem anderen Facharzt ist dafür ein willkommener Ansatz den bis das du dort einen Termin hast ist deine gesundheitliche Lage nicht sbschließend geklärt.
Hat die Psychiaterin eigentlich auf der Diagnose gesicherte Diagnoseschlüssel angegeben oder nur Verdachtsdiagnosen. ?
Verdacht wäre z.B. F33.2V; gesichert F33.2G

wird mich die Krankenkasse sicherlich wieder kontaktieren zumal mir die Psychiaterin heute ja auch die "End-AU" mitgegeben hat.
Wenn die dich schriftlich kontaktieren kannst du das hier einstellen und wir helfen dir weiter. Telfonisch solltest du für die nicht mehr erreichbar sein.
 

Hennibowl

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Was den HA angeht, war ich immer der Meinung das er hinter mir steht. Das bliebe dann abzuwarten, da die Praxis erst Montag wieder besetzt ist. Nun müsst ich Morgen ja erst mal zu einer Vertretung. Der Schlüssel auf den AU`s lautet F40.01G.
Was passiert denn wenn ich ein paar bzw. die 2 Tage nicht AU wäre im schlimmsten Fall. Ich würde ja auch im Sinne der Psychiaterin handeln.
 

HermineL

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Der Schlüssel auf den AU`s lautet F40.01G.
Mit einer gesicherten Diagnose von einem Facharzt kann dich auch der HA normalerweise krankschreiben.

ot.gif

Aber ganz ehrlich, diese Diagnose passt nicht zu dem was du selber ausgeführt hast. Diese Diagnose erscheint mir mehr so als wäre dem FA nichts besseres eingefallen oder aber er sieht das in der Tat so. Dann wären deine Schilderungen zur Erkrankung nicht so zutreffend.
Deine Schilderungen weisen eher auf psychosomatische Probleme hin die abgeklärt gehören aber bitte von einem FA der auch dazu motiviert ist.
Aber hier verlassen wir den Bereich was diese Forum noch abdecken kann, Suche dir einen anderen Dachdecker und schaue weiter.
ot.gif
 

Hennibowl

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ja - das hat die Dame auch geändert - auf den AUs vom HA waren
F41.9G
I10.90G
I49.9G
die F40.01G kommt nur von ihr. Ich hatte auch schon nachgefragt deswegen aber laut ihr ist alles ok so.
Im ersten Gespräch mit einer Psychotherapeutin (die leider keine Plätze mehr hatte) wurde zudem auch F32.2G diagnostiziert.
 

HermineL

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ja - das hat die Dame auch geändert - auf den AUs vom HA waren
Die mit der Stellung der Diagnose der Fachärztin die Diagnosen des HA hinfällig waren. Es gilt derzeit das was sie angegeben hat und nicht was der HA schrieb. Der HA hätte die Diagnosen eigentlich nur mit V und nicht G versehen dürfen weil er eben kein Facharzt dafür ist.

Im ersten Gespräch mit einer Psychotherapeutin (die leider keine Plätze mehr hatte) wurde zudem auch F32.2G diagnostiziert.
Was gar nichts wert ist den die ist kein Arzt und darf überhaupt keine abschließenden Diagnosen stellen. Sie kann bestenfalls ihre Einschätzung der FA mitteilen.

Aber Stop hiermit denn das führt jetzt wirklich zu weit.
 

Hennibowl

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Ja - das führt zu weit - die ersten Diagnosen kommen aber aus dem Krankenhaus. Ich schau mal inwieweit ich morgen einen Termin bzw. die AU für die 2 Tage von der Vertretung erhalte bis mein HA am Montag wieder da ist. Ich melde mich dann.
Vielen Dank für deine Hilfe und einen schönen Abend.
 

Uhus

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Kommt mir alles vor wie ein heiteres Diagnose-Raten. Jeder darf mal.
Der HA hätte die Diagnosen eigentlich nur mit V und nicht G versehen dürfen weil er eben kein Facharzt dafür ist.
Ich glaube nicht, dass das zwingend so vorgeschrieben ist. Ich habe gerade mal meine alten AU-Bescheinigungen angeschaut: Egal ob die zur Diagnose/Erkrankung passende Fachärztin oder davor und danach zwei verschiedene Hausärzte - alle Krankschreibungen immer mit dem Zusatz "G".
 

HermineL

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Kommt mir alles vor wie ein heiteres Diagnose-Raten. Jeder darf mal.
Genau deswegen schrieb ich:
Aber hier verlassen wir den Bereich was diese Forum noch abdecken kann
Aber Stop hiermit denn das führt jetzt wirklich zu weit.


Ich glaube nicht, dass das zwingend so vorgeschrieben ist. Ich habe gerade mal meine alten AU-Bescheinigungen angeschaut:
Ich behaupte auch nicht das es zwingend so ist aber es ist doch wohl nachvollziehbar das ein HA der vielleicht das Fachgebiet Internist hat nicht zwingend dafür ausgebildet ist eine psychische Erkrankung gesichert zu diagnostizieren. Wenn dem so wäre bräuchten wir keine Fachärzte mehr. Ganz davon abgesehen das Hausärzte die meisten psychischen Erkrankungen gar nicht oder nicht richtig erkennen.
Ganz salopp ausgedrückt, du bringst ja auch deinen Computer, wenn du damit Probleme, hast nicht zum Metzger oder Bäcker.
Aber ich wiederhole mich wenn ich sage das dies alles Offtopic ist und damit sollten wir zur eigentlichen Fragestellung zurückkehren bevor das hier noch weiter ausartet.
 

Hennibowl

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So, gerade versucht bei der Vertretung einen Termin zu bekommen und das Problem geschildert. Die meinten, das sie die AU vom Facharzt nicht verlängern können und ich mich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen soll und dort mitteilen, das mein HA erst am Montag wieder da ist. Hmmm...

Nun bleibt abzuwarten, was die Arbeitsagentur mit mir vor hat.
Das skurrile ist natürlich, das mir bis jetzt ja ärztlich/therapeutisch überhaupt noch nicht geholfen wurde und ich ja quasi auch in keiner Behandlung bin. Den nächsten Termin hat die Psychiaterin auf den 22.12. gesetzt. Bis dahin hab ich mir auf jeden Fall einen anderen Facharzt zugelegt. Bis auf die angeblichen Notfallpillen hab ich nichts - außer an Erfahrung gewonnen.
Da sieht man aber, das die Krankenkasse doch so einiges mit Druck bei den Ärzten erreichen kann.
 

ZynHH

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Da sieht man aber, das die Krankenkasse doch so einiges mit Druck bei den Ärzten erreichen kann.
Nun sind Psychiater grundsätzlich nicht bekannt dafür, das sie gerne Krank schreiben.

Ich habe mir damals für die Behandlung einen Psychotherapeuten gesucht, die AU und Medikamente kamen vom Hausarzt. 18 Monate ohne das die Krankenkasse rumgemault hätte.
 

Hennibowl

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ja, den Psychiater hätt ich mir wohl sparen können, wobei die Krankenkasse ja bei mir auf eine Facharztbehandlung bestanden hat.
Das wird sicherlich oder scheinbar unterschiedlich gehandhabt. Wie auch immer wird ja nun die AA an mich herantreten und mich auch dazu fragen. Was soll ich der SB dann dazu erzählen? Das bisher noch so gut wie nichts passiert ist und ich irgendwann auch mal ärztlich behandelt werde? Bzw. geht die das ja eigentlich gar nichts an.
 

Hennibowl

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Meine jetzige war ja am Anfang auch auf meiner Seite und gemeint ich sei erst mal bis auf weiteres AU... ist dann aber zwischenzeitlich umgeschwenkt und sie hat gestern dann gesagt, das sie einige Anfragen der KK hatte. Es ist halt sehr, sehr traurig wenn der Arzt dann plötzlich nicht mehr auf deiner Seite zu sein scheint.
 

Hennibowl

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Ich werde am Montag definitiv einen Termin beim HA machen und durchsprechen, welche Möglichkeiten ich habe.
Wie vorher schon geschrieben ist die Unterbrechung für mich "noch" nicht ganz so tragisch da ich noch im ALG I bin und falls es dieses Jahr noch ausläuft ich die 3-monatige Verlängerung bekomme.
 

HermineL

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ja, den Psychiater hätt ich mir wohl sparen können, wobei die Krankenkasse ja bei mir auf eine Facharztbehandlung bestanden hat.
Hat sie das ?
Wenn ich mich recht erinnere hat dir das nur jemand am Teflon geflüstert aber schriftlich ist nichts dazu gekommen. In Folge dessen hat da auch niemand drauf bestanden.


Wie auch immer wird ja nun die AA an mich herantreten und mich auch dazu fragen. Was soll ich der SB dann dazu erzählen?
Bzw. geht die das ja eigentlich gar nichts an.
Gar nichts denn du sollst mit denen nicht telefonieren. Worte sind Schall und Rauch. Wenn die was von dir wollen dann nur schriftlich. Gar nicht erst ans Telefon gehen wenn die anrufen. Das alles habe ich dir schon in Beitrag #3 geschrieben. Zur Erinnerung:
Zum einen telefoniert man grundsätzlich nicht mit denen weil man alles was dort gesprochen wird nicht nachweisen kann. Zum anderen gehen deine Diagnosen und deiner Erkrankung den Sachbearbeiter überhaupt nichts an. Dieser verfügt weder über eine dafür notwendige medizinische Ausbildung und er unterliegt auch nicht der ärztlichen Schweigepflicht. Außerdem gibt es auch keine Rechtsgrundlage die dich verpflichten würde der Krankenkasse Auskünfte über deine Krankheit zu geben.
Du bist lediglich verpflichtet dem medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) Auskunft zu erteilen. Dort handelt es sich um medizinische Fachpersonal das der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt.
 

Hennibowl

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Doch doch...es kam dann auch schriftlich siehe Anhang - hier das vorherige Telefonat in Schriftform:
Krankenkasse Anruf 21.08.2020 09:00 Uhr

Nachfrage SA: Wie geht es Ihnen?
Ich: Geht so...
Nachfrage SA: Wer ist Ihr behandelnder Facharzt?
Ich: Ist bekannt...Frau Dr. *
Hinweis SA: Es wird keine AU durch Hausarzt mehr akzeptiert!
Ich: Warum?
Schweigen...
Erneute Nachfrage SA: Wer ist ihr behandelnder Facharzt?
Ich: Frau Dr. * und liegt doch vor. Gucken Sie bitte mal - hat der Kollege längst notiert.
Hinweis SA: Behandlung dauert zu lang bzw. hätte viel früher Facharztbehandlung begonnen werden müssen.
Ich: Was soll ich machen. Versuchen sie mal einen Termin zu bekommen.
Hinweis SA: Egal aber ihr Hausarzt darf nicht mehr AU schreiben.
Ich: Warum? Wie soll ich jetzt so schnell einen FA-Termin bekommen.
Hinweis SA: Egal - wir akzeptieren nur noch AU vom FA.
Ich: Hmmm...
Hinweis SA: Schreiben (KK /MDK) wird ihnen schnellstmöglich per Post zugestellt.

Das hätte ich vermutlich gleich anhängen sollen...
 

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Hennibowl

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Jetzt muss man sich allerdings auch noch die "Tonlage" des SB vorstellen mit den Hinweisen, das ich keine AU vom Hausarzt mehr einreichen darf. Da war ich halt dermaßen eingeschüchtert...mehr als OK...oder OK??? kam da nicht mehr von mir...
 
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