Was muss ich bei einer Abmeldung abgeben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

IggySchlau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Januar 2014
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo!

Ich habe ab 5.5.14 einen 30-Stunden-Job, mit dem ich ungefähr soviel verdiene, wie mir das Amt jetzt zahlt. Nebenher bin ich (schon lange) selbstständig.
In Zukunft decke ich also meinen Bedarf und bin/will nicht mehr aufs Amt angewiesen sein - ich habe auch nicht vor aufzustocken, selbst wenn ich mir da noch 50 Euro holen könnte. ICH MÖCHTE DAS NICHT.

So weit so gut. Nun wollte ich mich samt Verzichtserklärung ab 1.5. abmelden. Den Übergang borge ich mir von privat, möchte als auch nicht länger als mein Arbeitsbeginn unterstützt werden.

Nun hat man mich am Telefon schon mal mit Fragen gelöchert: Wo ich wieviel arbeite, zu welchem Lohn usw. Laut Telefongespräch MUSS ich folgendes Abgeben: Verzichtserklärung (nicht "muss", will), Veränderungsmitteilung, Einkommensbescheinigung (vom Arbeitgeber ausgefüllt), Arbeitsvertrag, Anlage EK, Anlage EKS.

Meine Frage: Muss ich das? Was geht das denn das Amt an? Ich verzichte ab 1.5. auf Leistungen - meiner Meinung nach geht es die doch noch nicht mal an, wo ich als was arbeite? Dass ich nach Verzicht eine abschließende EKS abgebe, ich klar. Mein Bewilligungszeitraum wird dann 3 Monate gedauert haben, also gibts über die Zeit eine EKS. Aber alles weitere? Was muss ich? Ich möchte so schnell wie nur möglich nichts mehr mit dem Amt zu tun haben.

Erst wird man monatelang gegängelt, jetzt wollen die einen nicht gehen lassen. So was. (Die Dame am Telefon sagte: "Was, sie können sich doch nicht einfach so abmelden. Das geht doch nicht!")

Danke, I.
 
H

hass4

Gast
weil weitere zahlungen von deiner mitwirkungspflicht abhängig gemacht werden wird es wohl zu einer einstellung der zahlungen kommen wenn du nur die verzichtserklärung einreichst, gegen beleg!

im anschluß wird man dir schriftlich mitteilen dass du noch arbeitsvertrag, anlage EKS etc. bis zum xx.xx.2014 einreichen sollst.

die zahlungen werden eingestellt bis die mitwirkungspflicht nachgeholt wurde.

dem schreiben ist dann eine rechtshelfsbelehrung angehängt, die würde ich dann erstmal lesen ob es zu nachteilen für dich kommt wenn du deine mitwirkungspflicht weiter verweigerst!

so mit hast du ohne nachteile eine menge zeit.
 

IggySchlau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Januar 2014
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo,

Danke für die Antwort. Dass ich die abschließende EKS abgeben muss, ist klar. Ich muss ja über den verstrichenen Zeitraum der Bewilligung noch Rechenschaft bezüglich meiner Selbstständigkeit ablegen. So weit, so gut.

Aber warum Arbeitsvertrag und so weiter? Da ich ab 1.5. verzichte habe ich Ende März, also vor 10 Tagen, das letzte Geld bekommen. Was soll denn da noch gekürzt werden? Was geht es das Amt an, wo ich arbeite?

Ich verstehe auch nicht, warum ich eine Änderung angeben soll, wo keine ist. Denn: faktisch ändert sich im Monat April bei mir gar nichts. Erst danach - doch da ist bereits mein Verzicht wirksam.

Ich bin also noch immer unsicher: Was muss ich angeben? Oder hat die Dame am Telefon einfach Äpfel und Birnen verdreht und nicht verstanden, dass ich nicht als "Aufstocker" einer Beschäftigung eingehe, sondern mich "abmelden" will?

Eine Rechtsbehelfsbelehrung lag nicht bei, nur ein Merkblatt: "Zuschussu Versicherungsbeiträgen der Kranken- und ... zur Vermeidung von Blablabla".

DAnke, I.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Hallo!




Nun hat man mich am Telefon schon mal mit Fragen gelöchert: Wo ich wieviel arbeite, zu welchem Lohn usw. Laut Telefongespräch MUSS ich folgendes Abgeben: Verzichtserklärung (nicht "muss", will), Veränderungsmitteilung, Einkommensbescheinigung (vom Arbeitgeber ausgefüllt), Arbeitsvertrag, Anlage EK, Anlage EKS.

Meine Frage: Muss ich das? Was geht das denn das Amt an? Ich verzichte ab 1.5. auf Leistungen - meiner Meinung nach geht es die doch noch nicht mal an, wo ich als was arbeite? Dass ich nach Verzicht eine abschließende EKS abgebe, ich klar. Mein Bewilligungszeitraum wird dann 3 Monate gedauert haben, also gibts über die Zeit eine EKS. Aber alles weitere? Was muss ich? Ich möchte so schnell wie nur möglich nichts mehr mit dem Amt zu tun haben.



Danke, I.
Das Jobcenter muss ja ausrechnen, was noch an Rückforderung besteht oder du noch nach § 40 Absatz 4 SGB II zurück bekommst.

(4) Abweichend von § 50 des Zehnten Buches sind 56 Prozent der bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II und des Sozialgeldes berücksichtigten Bedarfe für Unterkunft nicht zu erstatten. Satz 1 gilt nicht in den Fällen des § 45 Absatz 2 Satz 3 des Zehnten Buches, des § 48 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und 4 des Zehnten Buches sowie in Fällen, in denen die Bewilligung lediglich teilweise aufgehoben wird. § 40 SGB II Anwendung von Verfahrensvorschriften - dejure.org
 

IggySchlau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Januar 2014
Beiträge
9
Bewertungen
0
Das Jobcenter muss ja ausrechnen, was noch an Rückforderung besteht oder du noch nach § 40 Absatz 4 SGB II zurück bekommst.

(4) Abweichend von § 50 des Zehnten Buches sind 56 Prozent der bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II und des Sozialgeldes berücksichtigten Bedarfe für Unterkunft nicht zu erstatten. Satz 1 gilt nicht in den Fällen des § 45 Absatz 2 Satz 3 des Zehnten Buches, des § 48 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und 4 des Zehnten Buches sowie in Fällen, in denen die Bewilligung lediglich teilweise aufgehoben wird. § 40 SGB II Anwendung von Verfahrensvorschriften - dejure.org
Danke für deine Antwort. Jedoch muss ich sagen: Ich verstehe sie nicht. Vielleicht habe ich einfach eine falsche Vorstellung:
Dass ich die durch die Selbstständigkeit erworbenen Mittel gegenrechne, verstehe ich. Wurde auch schon oft so gemacht.
Aber wovon sollte ich denn was zurückbekommen oder weswegen Forderungen (jenseits der Selbständigkeit) im Raum stehen?

Würde ich weiter beziehen und hätte keine Arbeit, dann würde mich ja auch niemand fragen. Nun verzichte ich auf JEGLICHE Leistungen BEVOR ich die Arbeit aufnehmen. Was soll denn dann noch gegengerechnet werden? (außer Selbständigkeit). Würde ich heiraten und der Partner verdient 4000 Euro im Monat, dann hätte ich ja auch keine Lohnzettel/Arbeitsverträge die ich von mir vorlegen könnte. Also: Was soll das?
Oder muss man jetzt zurückzahlen, wenn man innerhalb eines Bewilligungszeitraumes zu Arbeiten beginnt? Oder muss ich etwa zukünftiges Einkommen auf vergangene Leistungen anrechnen?
Hätte ich die Arbeit mit Ablaufdes Bewilligungszeitraumes angenommen, wäre der doch auch einfach ausgelaufen und ich wäre auf mich gestellt, oder?

Gruß, I.
 

IggySchlau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Januar 2014
Beiträge
9
Bewertungen
0
Hallo!

Ich habe soeben noch mal die Jobcenter-Hotline bemüht. Diesmal wurde mir alles ganz anders erklärt:
- Verzicht genügt, da die Arbeit erst nach dem Verzicht aufgenommen wird
- Veränderungsmeldung zumindest mit Namen und BG-Nummer ausfüllen und "groß draufschreiben, dass sich vorher nichts ändert" - oder: (O-Ton) "einfach weglassen", ggf. melde sich ein Mitarbeiter, falls noch was anstehe.

Nun gut. So sei es.
 

Texter50

Super-Moderation
Mitglied seit
1 März 2012
Beiträge
7.685
Bewertungen
8.831
Die Infos von der Hotline sind so wie ich das sehe völlig OK.

Das mit dem Arbeitsvertrag, das hääten dioe gerne, weil sie sich das dann als Bienchen eintragen können. Da ändert es auch nichts, wenn Du das selbst gesucht hast. Also: das Ding auf keinen Fall abschicken.

Ich wünsche Dir viel Glück im neuen Job! :icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!

Ich habe soeben noch mal die Jobcenter-Hotline bemüht. Diesmal wurde mir alles ganz anders erklärt:
- Verzicht genügt, da die Arbeit erst nach dem Verzicht aufgenommen wird
- Veränderungsmeldung zumindest mit Namen und BG-Nummer ausfüllen und "groß draufschreiben, dass sich vorher nichts ändert" - oder: (O-Ton) "einfach weglassen", ggf. melde sich ein Mitarbeiter, falls noch was anstehe.

Nun gut. So sei es.
Arbeitsvertrag brauchen die nicht.
Veränderungsmitteilung abgeben ab dem Zeitpunkt der Änderung, sprich': gerichtsfest ab Zahlungseingang des ersten selbst verdienten Geldes gegen Empfangsbestätigung.
EB ist wichtig falls die noch weiter Geld überweisen!
 

KlausTh

Neu hier...
Mitglied seit
19 März 2014
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hallo zusammen,

ja dan gwleichen Fall hatte ich auch, damls war ich persönlich da und dann war alles zum neuen 1. erledigt. Ich würde also am besten mal kurz persönlich noch aufschlagen und gut!
 

libertad

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
24 Januar 2014
Beiträge
1.313
Bewertungen
518
Sanktionieren können sie dich dann ja nicht mehr. :icon_biggrin:

denn 3*0 ist 0 ist 0
 

IggySchlau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Januar 2014
Beiträge
9
Bewertungen
0
Ich schicke nun einfach die Verzichtserklärung raus und dann ist gut. Zum gegebenen Zeitpunkt bekommen sie noch meine abschließende EKS und dann ist gut. Man wird sich schon melden, wenn es was gibt...

Ich hoffe, dass ich nun erstmal Ruhe hab vorm großen Teufel. Auch wenn ich nicht unbedingt mehr Geld habe am Ende, so bin ich doch endlich die Filzläuse los, die immer so gekratzt und gejuckt haben.

Danke für die vielen Antworten!
 
E

ExitUser

Gast
Ich schicke nun einfach die Verzichtserklärung raus und dann ist gut. Zum gegebenen Zeitpunkt bekommen sie noch meine abschließende EKS und dann ist gut. Man wird sich schon melden, wenn es was gibt...

Ich hoffe, dass ich nun erstmal Ruhe hab vorm großen Teufel. Auch wenn ich nicht unbedingt mehr Geld habe am Ende, so bin ich doch endlich die Filzläuse los, die immer so gekratzt und gejuckt haben.

Danke für die vielen Antworten!

Na mach wie Du willst, wärst nicht der Erste der unfreiwillig weiter ''betreut'' wird.
 

bLum

Elo-User*in
Mitglied seit
9 Februar 2008
Beiträge
456
Bewertungen
1.359
Krypteia schrieb:
Veränderungsmitteilung abgeben ab dem Zeitpunkt der Änderung, sprich': gerichtsfest ab Zahlungseingang des ersten selbst verdienten Geldes gegen Empfangsbestätigung.
....ist das nicht ein Problem arbeiten zu gehen ohne das gemeldet zu haben? Eigentlich steht er ja dann dem Arbeitsmarkt garnicht mehr zur Verfügung, tut aber so, als stünde er.


Ich habe ab 5.5.14 einen 30-Stunden-Job ........ Nun wollte ich mich samt Verzichtserklärung ab 1.5. abmelden.
Bedenke, dass du deinen Lohn im Mai erst Ende des Monats erhältst und das JC dir Anfang Mai kein Geld mehr überweisen werden wenn du dich jetzt zum 1.5. abmeldest.
Um deinen Lebensunterhalt im Mai zu sichern würde ich einfach kooperativ tun und den Arbeitsvertrag kopieren und die Dinge schwärzen, von denen du meinst, dass es sie nichts angeht. Noch ne Erklärung drangeheftet dass du dir den Job eigenständig geangelt hat (wegen der Statistik :p) ...müsste reichen?!
 

Elwing76

Elo-User*in
Mitglied seit
7 Oktober 2012
Beiträge
271
Bewertungen
85
Bedenke, dass du deinen Lohn im Mai erst Ende des Monats erhältst und das JC dir Anfang Mai kein Geld mehr überweisen werden wenn du dich jetzt zum 1.5. abmeldest.

Im ersten Post steht doch drin - Den Übergang borge ich mir von privat, möchte als auch nicht länger als mein Arbeitsbeginn unterstützt werden !!!!


Also ich würde denen nicht den Arbeitsvertrag geben , egal wie geschwärzt etc. - der SB will sich so einen Fleißpunkt schaffen das es sein Verdienst bla bla bla wäre.

So wie
Texter50 das schon anmerkte....
 
Oben Unten