Was muß ich beachten, um einen Kollateralschaden durch Eigenkündigung gering zu halten?

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idle

Elo-User*in
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Hallo zusammen, schön euch nach dem gestrigen Tag wieder zu erreichen.

Zu meinem Problem:

Ich habe vor zwei Jahren erst meinen jetzigen Job angetreten, nachdem ich bei meiner alten Firma nach 28 Jahren gekündigt wurde.

Ich werde meinen Beruf aufgeben müssen, da die Sehleistung meiner Augen im vergangenen Jahr stark nachgelassen und mit einer konventionellen Sehhilfe nicht besser zu korrigieren ist.

Ich arbeite am Bildschirm, eingeschränktes Sehen trotz aktueller Arbeitsplatzbrille.

Daraus resultieren Fehler, Stress und mittlerweile Herzrhythmusstörungen.

Zur Zeit bin ich wegen psychischer Belastung und deren Folgen vom Hausarzt krankgeschrieben, ich werde aus dieser Arbeitsunfähigkeit heraus kündigen.
Ich bin bereit durch Eigenkündigung diesen Job zu verlassen, aber wie mit dem möglichst geringsten Kollateralschaden, ich will nicht „rumeiern“ mit dauernden Krankmeldungen, dazu fehlt mir die Kraft!
Die aus einer Eigenkündigung resultierende Sperre werde ich wohl hinnehmen müssen, wenn ich da raus will.

Was muss ich beachten? Reicht es aus zum Zeitpunkt der Kündigung AU zu sein, oder muss ich dies auch für den Rest der Kündigungsfrist bleiben? Macht das überhaupt einen Unterschied ob ich krankgeschrieben bin wenn ich kündige?

Zu meiner Person: weiblich, 55 Jahre, verheiratet

Dankeschön schon mal vorab
 
E

ExitUser 55598

Gast
Die aus einer Eigenkündigung resultierende Sperre
Du bekommst nicht nur eine Sperre, sondern wenn du in Hartz IV rutscht, drücken sie dir dann nochmal 30 % Sanktion rein und du musst wegen "sozialwidriges Verhalten" alles Hartz IV, was du jemals bekommst zurückzahlen. Du bekommst also nur Hartz IV auf Darlehnbasis!
Mein Tipp: lass dir von deinem Arzt ein ärztliches Attest bzw. ein Gutachten ausstellen, das du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in deinen Beruf arbeiten kannst.
Ansonsten musst du halt weiter AU machen.
Niemals selber kündigen!
 

idle

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Hallo,
ich werde kein Arbeitslosengeld II in Anspruch nehmen, das ist nicht meine Absicht.
Ich will raus aus diesem Job, und das nicht mit dauernden Krankmeldungen hinauszögern.
Ich suche Antworten zu:
Was muss ich beachten? Reicht es aus zum Zeitpunkt der Kündigung AU zu sein, oder muss ich dies auch für den Rest der Kündigungsfrist bleiben? Macht das überhaupt einen Unterschied ob ich krankgeschrieben bin wenn ich kündige?

Ein Attest vom Hausarzt wird wohl nicht aussagekräftig sein.
 

vidar

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Moin @idle,

Meiner Meinung nach, wäre hier hauptsächlich die Seheinschränkung ein triftiger Grund den Job wechseln/kündigen zu können, ohne mit einer Sperrzeit (AfA) oder Sanktion (JC) rechnen zu müssen. Hierfür bedarf es aber dann auch eines eindeutigen ärztlichen Gutachtens mit den entsprechenden Empfehlungen einen Wechsel des Tätigkeitsfelds vornehmen zu müssen. Bevor dir aber die Auswirkungen der Eigenkündigung noch unklar sind, würde ich es unbedingt vermeiden selbst eine Kündigung auszusprechen, sondern

nutze die mögliche Anzahl an Krankheitstage aus, um deine psychische Einschränkung/Belastung umfangreich behandeln zu können, damit du anschließend auch wieder für die künftigen alternativen Tätigkeiten fit genug bist.

suche das Gespräch mit deinem Vorgesetzten und Frage ihn, ob es ggf. ein anderweitiges Tätigkeitsfeld in der Firma für dich gibt. Falls nicht, könnte dir, aufgrund deiner nicht mehr „vollen Einsetzbarkeit“, auch eine Kündigung des Arbeitsverhältnis ausgesprochen werden.

suche dir aus deinem jetzigen Beschäftigungsverhältnis heraus einen Alternativjob

vereinbare einen (Info) Termin mit dem entsprechenden Amt (AfA oder JC), um dort die etwaigen rechtlichen Auswirkungen deiner Selbstkündigung ermitteln zu können. Falls dann bereits vorhanden, nimm die ärztliche Empfehlung bzw. das Gutachten zum Termin mit.

Was muss ich beachten? Reicht es aus zum Zeitpunkt der Kündigung AU zu sein, oder muss ich dies auch für den Rest der Kündigungsfrist bleiben? Macht das überhaupt einen Unterschied ob ich krankgeschrieben bin wenn ich kündige?
Sofern du die vertraglich/gesetzlich vorgegebene Kündigungsfrist einhältst kannst du jederzeit selbst kündigen. Während des Kündigungszeitraums muss du aber weiter dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Auch eine Kündigung aus dem Krankenstand heraus ist möglich. Nur macht es beim Amt keinen guten Eindruck, wenn du nach Ablauf des letzten Tages der Kündigungsfrist wieder gesundgeschrieben werden solltest.
 

idle

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Hallo zusammen,

mich wird wahrscheinlich in Kürze durch Eigenkündigung eine Sperre erwarten,
in der ich ohne Einkommen dastehe. Wie sieht es denn während der Sperrzeit mit einem Minijob aus, kann ich den dann finanziell uneingeschränkt nutzen?

Dankeschön
 
Zuletzt bearbeitet:

idle

Elo-User*in
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Hallo vidar,

mir ist es aus vielerlei Gründen wichtig diesen Arbeitgeber zu verlassen, deshalb auch die Inkaufnahme der Sperre.
Ich möchte (kann) dort auch nicht alternativ einen anderen Tätigkeitsbereich ausüben.

Danke Frau Ela :)

so etwas in der Art hatte ich gesucht. Es ist zwar schon etwas älter, sollte doch aber funktionieren.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Vielleicht solltest du dann einfach mal mit deinem Arzt reden, wegen einem Gutachten bzw. ärztliches Attest. Oder dich solange krank schreiben lassen, bis der von selber dich kündigt. Aber eine Eigenkündigung ist wirklich der schlechteste Weg. Alternativ wie weiter oben schon geschrieben, sich woanders bewerben
 

idle

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Oder (weil das Hervorgehobene ausschliesslich reine Spekulation ist) vielleicht auch nicht.
Aber du wirst es dann sicherlich als Erstes erfahren, es sein denn du nimmst die Ratschläge aus Beitrag #8 an. ;)
Ich werde berichten :geek:

Im Moment bin ich psychisch so angeschlagen, dass ich mich zu mehr als einem Minijob nicht in der Lage fühle.

Zu mehreren Ärzten muss ich sowieso, ich werde ein Attest auf alle Fälle ansprechen.
 

Nena

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Eigenkündigung ohne Sperrzeit ist sicher, wenn Du nahtlos einen Anschlussjob hast. Oder wenn Du gar kein ALG beantragst. Oder wenn Du auf (schriftliches) Anraten einer Medizinerin kündigst und das vorher am besten schon mit der AfA besprochen hast.
 

BerndB

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Wie schon geschrieben wurde, endet mit einem Minijob von mind. 15 Std./Wo. die Arbeitslosigkeit. Alg wird ja nicht gezahlt, aber die Krankenversicherung würde auch enden. Eine Familien-KV kann zwar auch helfen, dort fehlt aber meines Wissens, gerade wenn man länger krank ist, die Krankengeldzahlung.

Wichtige Gründe für Eigenkündigung sind hier ab Seite 11 zu finden.
 

Nena

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endet mit einem Minijob von mind. 15 Std./Wo. die Arbeitslosigkeit. Alg wird ja nicht gezahlt, aber die Krankenversicherung würde auch enden.
Minijob mit 15 Wochenstunden geht nicht ohne Mindestlohnunterschreitung. Beim Midijob wird die KV von der AG abgeführt.
Und bei Wegfall von ALG endet nicht die KV, die AfA übernimmt dann nur nicht mehr die Beiträge, die aber weiterhin auflaufen (und durch die Versicherte selbst zu zahlen sind).
 
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