Was müssen Menschen verdienen, um eine armutsfeste Rente erwarten zu können?

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wolliohne

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… Anders gerechnet: Um (bei einem Rentenniveau von 43%) mit einem Stundenlohn von 8,50 € (immer unter der Bedingung gleichbleibenden Geldwertes) die Grenze zur Armutsgefährdung zu überschreiten (die heute bei 1060 Euro liegt) müsste mensch 79,9 Jahre lange arbeiten, in Ostdeutschland noch ein wenig länger.
Schlussfolgerungen: Gewerkschaftlicher Kampf ist also auf verschiedenen Ebenen vonnöten: Erstens müsste endlich ein wirklicher Kampf gegen die Rente mit 67 sowie die vorgesehene Absenkung des Rentenniveaus aufgenommen werden. Zweitens müssen so oder so in den Tarifrunden endlich mal kräftige Entgeltsteigerungen durchgesetzt werden. Gerade die KollegInnen im sogenannten Niedriglohnbereich haben in den letzten Jahren viel verloren. Die unteren 40% erlitten allein im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts etwa 6% Reallohnverlust.
Drittens muss für einen ganz anderen Mindestlohn gekämpft werden als die 8,50 €. Dieser skandalös niedrige Stundenlohn liegt schon im erwerbstätigen Alter bei einer 40 Stundenwoche mit 1078 netto im Monat gerade mal 18 € über der Grenze zur Armutsgefährdung. Für klasssenkämpferische Kolleginnen und Kollegen gibt es allerhand zu tun, denn: Von sich aus werden die Apparate des DGB und seiner Einzelgewerkschaften nicht „in die Pötte kommen“. Zeit also, dass sich linke Kollektive und Ansätze für die Durchsetzung einer anderen Gewerkschaftspolitik besser vernetzen und gemeinsam aktiv werden.
Quelle: LabourNet [PDF - 72.8 KB]
 

wolliohne

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Verdi kündigt bis Dienstag eine Streikpause an NRW-Flughäfen an:

Nach dem Streik der Frühschichten des Sicherheitspersonals hat die Gewerkschaft Verdi eine Streikpause an den NRW-Flughäfen angekündigt. Bis nächsten Dienstag seien keine weiteren Streiks geplant, sagte Verhandlungsführerin Andrea Becker am Donnerstag (21.02.2013).

Am Morgen waren in Düsseldorf und Köln/ Bonn fast 100 Flüge gestrichen worden. Verdi fordert für die 34.000 Beschäftigten bis zu 30 Prozent mehr Lohn, geboten wurden zwischen fünf und neun Prozent. Bisher lehnt Verdi Zugeständnisse und ein Schlichtungsverfahren ab.
WDR.de

Ps. ein erster Schritt,weiter so VERDI auch in anderen Niedriglohn Branchen !
 
S

Snickers

Gast
Es ist fast egal was verdient wird! Die Rentenkassen sind zum Selbstbedienungsladen unsere Politmafia geworden.

Ist als wenn wenn du dein Geld bei offenen Fenster im EG auf die Fensterbank legt und sagst "Jetzt spare ich mir meine Altersvorsorge an".
Egal ob du 1000,- im Monat oder 3000,. am Tag da rauf legst........weg ist weg!
 
E

ExitUser

Gast
Es war und ist doch von den letzten Bundesregierungen gar nicht beabsichtigt, dass den Menschen die Altersrente genügt, um zu überleben. Im Gegenteil, man versucht sie so weit zu drücken wie möglich, damit die Leute Existenzängste bekommen und zunehmend in irgendwelche privaten Rentenversicherungen investieren. Auch wenn sie nur einen Bruchteil dessen, was sie dort anlegen wiedersehen, so verdienen sich die Versicherungskonzerne daran eine goldene Nase und die Politiker, die diese miese Rentenpolitik fördern, bekommen bei eben den privaten Versicherungskonzernen dafür später lukrative Posten.
 
E

ExitUser

Gast
Mensch ...es soll doch keiner in der Rente gut leben, dann dauert sie zu lange .
Am liebsten kurz vor der Rente , an einem harten und entbehrungsreichen Leben sterben .

Mir kommt dann immer der Film "Logan’s Run" in den Kopf
Eine futuristische Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen nur bis zum 30. Lebensjahr existieren dürfen, wird von einem strengen Kontrollsystem überwacht, das ein vermeintlich allwissender Großcomputer steuert. Die Einwohner leben in der Illusion, dass ihr Tod lediglich eine Erneuerung ist, sie also wiedergeboren werden. Das System zu hinterfragen, ist verboten.

Natürlich dannach weiterverwertet als "Soylent Green"
 

Realo

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der grösste Abzocker ist immer noch die reguläre staatliche Rente.... wenn ich jeden Monat mal fröhlich ein paar hudert euros abdrücken muss und sehe was ich da später zu erwarten habe, wird mir schlecht....
 
E

ExitUser

Gast
der grösste Abzocker ist immer noch die reguläre staatliche Rente.... wenn ich jeden Monat mal fröhlich ein paar hudert euros abdrücken muss und sehe was ich da später zu erwarten habe, wird mir schlecht....

Dann vergleiche das mal mit den privaten RVen.

Da fressen die Gebühren und die Gewinne der Anbieter jede Rendite auf.

Die gesetzliche RV muss keine Gewinne abwerfen, ist im Idealfall solidarisch und umlagefinanziert. Das sie systematisch kleingeredet und kaputt gemacht wird, ist eine andere Sache.
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin jetzt 23,5 Jahre dabei. In der Ausbildung und ganz am Anfang lag ich unterhalb des Limits, inzwischen liege ich aber weit drüber und habe die "magereren" Jahre bereits ausgeglichen. Schon jetzt läge meine EU-Rente oberhalb der Armutsgrenze.

Jetzt muß ich nur noch 21 Jahre und 8 Monate durchhalten... :cool:
 

hartaber4

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Die Frage ist nur:

Warum klappt das in anderen Staaten ?

z.B.

Zehn Jahre nach ihre Einführung ist die Riester-Rente schwer in die Kritik geraten. Neue Studien zeigen, dass die Gebühren von Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen den Großteil der Erträge aufzehren. Die Verbraucherschutzminister der Länder fordern deshalb eine umfassende Reform. Sie haben die Bundesregierung jüngst aufgefordert, "die Einführung eines Basisprodukts für die staatlich geförderte private Altersvorsorge in Form eines Vorsorgekontos zu prüfen". Damit greift die Ministerkonferenz einen seit dem Jahr 2000 immer wieder geäußerten Vorschlag von Verbraucherzentralen auf: die Einrichtung eines Staatsfonds nach skandinavischem Vorbild.

Altersvorsorge: Mickrige Rendite - Capital
 

Realo

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weil andere staatem das geld der RV für die renten nehmen und nicht als lückenbüßer und geldtopf für andere sachen... und die skandinavier kann man nich mit D vergleichen, das sind aepfel und birnen...
 

Paolo_Pinkel

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Das wissen wir doch schon lange! UvdL hat es ja durch Ihre Studie selber ans Tageslicht gebracht (vielleicht setzt jemand noch den Link, finde sie adhoc nicht). Mehr als 14,60 Euro / Std. Und das ohne Unterbrechung vom Beginn der Erwerbstätigkeit bis zum Eintritt in die Rente, ermöglicht eine Rente knapp über dem Grusi-Niveau. Das sowas bei dem Lohngefüge und den Stellenangeboten hierzulande utopisch ist bedeutet im Umkehrschluss, dass viele viele Menschen - die das heute noch nicht kapiert haben und womöglich in Arbeit sind - in der Altersarmut landen werden. Deshalb ist auch die Diskussion über Mindestlöhne, die unter 15 Euro / Std. liegen eine Lachnummer.
 

hartaber4

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bedeutet im Umkehrschluss, dass viele viele Menschen - die das heute noch nicht kapiert haben und womöglich in Arbeit sind - in der Altersarmut landen werden.

Spätestens wenn sie in "Rente" gehen fällt es denen dann auf.... schön wer dann noch fit ist und sich etwas dazuverdienen kann.

Alle anderen haben sonst ihren "Spaß" auf dem Sozialamt.....
 

Paolo_Pinkel

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Spätestens wenn sie in "Rente" gehen fällt es denen dann auf.... schön wer dann noch fit ist und sich etwas dazuverdienen kann.

Alle anderen haben sonst ihren "Spaß" auf dem Sozialamt.....
So doof, wie die meisten sein werden, werden sie wohl noch glauben, dass ihre Riesterrente zu ihrer Grusi-Rente op top bekommen:icon_twisted: Das sie dem Staat nur dabei geholfen haben, Sozialleistungen einzusparen und der Versicherungsindustrie Gewinn, werden sie dann auch noch lernen müssen.
 

hartaber4

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weil andere staatem das geld der RV für die renten nehmen und nicht als lückenbüßer und geldtopf für andere sachen... und die skandinavier kann man nich mit D vergleichen, das sind aepfel und birnen...

Wie willst du denn an eine Lösung kommen, wenn man nicht vergleicht?

Ich kann doch eine Handsense mit einem Rasenmäher vergleichen und z.B. zu dem Schluss kommen, dass der Rasenmäher doch etwas bequemer ist, aber eine höhere Investition erfordert...
 

hartaber4

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So doof, wie die meisten sein werden, werden sie wohl noch glauben, dass ihre Riesterrente zu ihrer Grusi-Rente op top bekommen:icon_twisted: Das sie dem Staat nur dabei geholfen haben, Sozialleistungen einzusparen und der Versicherungsindustrie Gewinn, werden sie dann auch noch lernen müssen.

Das ist zu befürchten..... (Hinterher ist man immer klüger...)
 

hartaber4

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Maximal möglich ?

Ich befürchte, dass das Bruttosummen sind.....

Hat jemand hier im Forum "fast" so eine Erwerbsbiografie unter den Nicht-Beamten ?

Da bei der Berechnung der Rente das erzielte Einkommen als Grundlage dient und dieses nur bis zu Beitragsbemessungsgrenze herangezogen wird, ergibt sich daher eine rechnerische Höchstrente.

Beispiel: Ein Rentner geht im Jahr 2007 mit 65 in Rente. Er hat zuvor 45 Jahre immer ein Einkommen mindestens in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze*** erzielt. Dieser Rentner hat in seinen 45 Beitragsjahren rund 81 Entgeltpunkte erarbeitet, woraus sich eine Rente in Höhe von rund 2100 Euro ergibt. Wenn wir das Beispiel weiterführen und der Rentner nicht mit 20 sonder bereits mit 14 Jahren in das Berufsleben eingestiegen ist, so hätte er rund 91 Entgeltpunkte erarbeitet und daraus eine Rente von rund 2400 Euro.


*** Zur Zeit:

Die neue Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West) steigt um 200 Euro von 5.600 Euro/Monat (2012) auf 5.800 Euro/Monat in 2013.

Die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt auf 4.900 Euro/Monat. 2012 lag sie 100 Euro niedriger.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung gelten folgende Beträge: Beitragsbemessungsgrenze (West): 7.100 Euro/Monat, (Ost): 6.050 Euro/Monat.
 
E

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Hat jemand hier im Forum "fast" so eine Erwerbsbiografie unter den Nicht-Beamten ?

*aufzeig*

Wobei ich einschränkend sagen muß, daß ich erst seit dem 01.09.1989 erwerbstätig bin, davor Schule. Aber da ich, obwohl nicht Öffentlicher Dienst, den TvÖD im Rücken habe, 45 Jahre alt und seit 23,5 Jahren in meiner Firma bin, sind meine Chancen, bis zur Rente durchgehend erwerbstätig zu sein, um einiges größer als die vieler anderer. Sehr beruhigend, aber zumindest in den Anfangsjahren auch mit weniger Gehalt erkauft, als bei vergleichbarer Qualifikation anderswo gezahlt wurde.
 

Realo

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Wie willst du denn an eine Lösung kommen, wenn man nicht vergleicht?

Ich kann doch eine Handsense mit einem Rasenmäher vergleichen und z.B. zu dem Schluss kommen, dass der Rasenmäher doch etwas bequemer ist, aber eine höhere Investition erfordert...

vergleichen muss man... keine frage, aber dann bitte auch alle faktiren berücksichtigen.... dazu gehören bei dem Thema unter anderem: Geburtenrate, Bildungssstem, Asylrecht (Zugang zu den SV-Systemen), Arbeitslosenquote, etc...

dann wirds etwas komplizierter....
 
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