Was meint Ihr zum Thema: pränatale genetische Untersuchungen?

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isabel

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Ich kann nicht in dem Titel alles einpacken - es tut mir Leid.
Ich habe heute eine Mail von Bundestags Debatte bekommen:

https://mail.google.com/mail/u/0/#i...LKsnGmcnJGKwjWQ?projector=1&messagePartId=0.1

Die Diskussion ist für mich sehr interessant. Auch aus persönlichen Gründen.
Die Frage: ist die Gesellschaft bereit, behinderten Menschen eine Chance zu geben?

So, in Kurzfassung - sonst kann ich viele Seiten schreiben. Das hat aber keinen Sinn.

LG
isabel
 
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E

ExUser 2606

Gast
Meine Zwillingsschwester und hat genau wie ich eine Behinderung. Sie hat waehrendihrer beiden Schwangerschaften eine Fruchtwasseruntersuchung abgelehnt, wegen des damit verbundenen Risikos und weil eine Abtreibung wegen einer Behinderung des Kindes für sie nicht in Frage gekommen wäre.

Wenn eine risikolos Untersuchung moeglich gewesen wäre, hätte sie die wohl machen lassen, um auf die gesundheitliche Beeinträchtigung des Kindes vorbereitet zu sein.

Klar ist leben ohne Behinderung einfacher. Aber auch mit einer Behinderung kann man glücklich leben.

Im Grenzfall die Entscheidung zu treffen, welches Baby leben darf und welches nicht, ist verdammt hart. Das ist vergleichbar mit der Entscheidung, bei einem todkranken die lebenserhaltenden Massnahmen einzustellen.

Wenn Eltern sich das Leben mit einem behinderten Kind nicht zutrauen, dann sollen sie es zur Adoption freigeben und in Zukunft für Verhütung sorgen.
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Muzel

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Mich regt das auf, wenn Männer über ein Frauenproblem quatschen.
 

isabel

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Hallo, Kerstin,
schade, dass es kein "Dankebuton" hier gibt.

Ein schöner Satz: ...Die Trisomiekranke leiden nicht unter Trisomie, sondern an der Unverständlichkeit und Ablehnung der Gesellschaft.
Menschen, die anders sind als der Durchschnitt, werden gemobbt und abgelehnt. Das führt irgendwann zu Depris.
Es ist fruchtanregend, dass man heutzutage sehr viele Gene pränatal finden kann und dann die Frauen zum Abtreibung verleitet.Die richtige Beratung findet nicht statt.

Die Wissenschaft entwickelt sich auch weiter: wo gibt es Grenzen?

Ich muss jetzt schlafen, aber ich werde mich noch melden.

LG
 
E

ExUser 2606

Gast
Mich regt das auf, wenn Männer über ein Frauenproblem quatschen.

Muzel, das ist doj kein Frauenpoblem. Klar muss die Frau das Kind in ihrem Körper austragen, aber das müsste sie ein gesundes Kind auch.

Ich fnde schon, dass der Vater da ein Wörtchen mitzureden hat. Wenn ein Kind mit gesundheitlichen Beinträchtigungen geboren wird, ist das eine Belastung, die beide Partner tragen müssen.

Mehr Entschedungsbefugnis würde ich der Frau allerdings zugestehen, wenn Durch die Krankheit des Kindes eine besondere Gefahr für sie ausgelöst würde. Und auch über eie Eventuelle Abtribing muss die Frau natürlich das letzte Wort haben, denn das ist ein Eingriff in ihren Körper.
 

Muzel

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Von einem unliebsamen Kind will der Vater nichts wissen und ist schneller als der Schall verschwunden. Du weißt ja, der Gockel bespringt die Henne und was danach ist, ist völlig egal.
Mein Mann hätte von mir kein behindertes Kind haben wollen. Das Thema hätte ich auch gar nicht mit ihm durchdiskutieren wollen, denn über meinen Bauch entscheide ich immer noch selbst.
 
E

ExUser 2606

Gast
Muzel, sowas überlegt man sich vorher.

Mit einem solchen Partner, der abhaut, wenn er Verantwortung übernehmen soll, wäre ich erst gar keine Beziehung eingegangen, geschweige denn hätte ich mit ihm eine Kind gezeugt. Da gehören immer noch zwei dazu.
 

Sowhat

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Tja @ Kerstin das weiss man vorher leider meist nicht, wie ein Partner in sogenannten "schlechten" Zeiten reagiert. Egal ob ein behindertes bzw. krankes Kind geboren wird oder man selbst krank wird. D entpuppt sich so mancher "nette" Partner als völlig überfordert und macht sich vom Acker.
Ich habe zwei Bekannte mit behinderten Kindern und beide sind geschieden. Eine ist wenigstens finanziell super versorgt, ihr Ex ist Akademiker. Die andere war nie abgesichert, ist aber selbst in der Lage gewesen das mit ihrem wirklich schwerbehinderten Kind zu stemmen.
Wobei diese kranken Kinden bei uns glücklicherweise spätestens ab dem Kindergartenalter umsonst betreut und gefördert werden. Die Förderkindergärten sind kostenlos, egal ob die Eltern sehr gut verdienen und die Kinder wurden schon vor 20 Jahren (ich habe das mit bekommen) von den entlegensten Dörfern mit entsprechenden Bussen kostenlos abgeholt in ihre Förderkindergärten und Schulen und abends um 17.00h wieder gebracht. Also da kann und konnte man sich in Deutschland nicht beschweren.
Heute werden die Kinder meist inkludiert und gehen daher in Regelkindergärten und -Schulen und das ist ja noch besser.
Eine meiner Bekannten ist damals vor 20 Jahren deshalb nach Ö ausgewandert, weil dort damals behinderte Kinder bereits in Regelschulen gingen bzw. inkludiert wurden. Bei uns ist das ja noch nicht ganz so lange möglich.
Aber wie auch immer sollte jede Frau, jedes Paar selbst entscheiden können, ob es eine mögliche Behinderung bereits in der Schwangerschaft abklären lassen möchte und ob sie im Fall der Fälle lieber abtreiben will/wollen oder nicht.
 
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Muzel

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Liebe Kerstin!
Damit es dir nicht passieren kann, musst du im Zölibat leben.
Meiner guten Freundin hat der Prinz zwei Schätzchen gemacht und ist dann nach Nigeria entschwunden und hat nie Unterhalt gezahlt.
Die Kinder hatten eine liebe Omi, die der Mama viel geholfen hat. Alleine hätte sie die Kinder nicht aufziehen können.

Die Mama hatte ein langes Studium absolviert, dank Omi.

Ich bekomme immer den Hals, wenn ich höre, dass die Frauen an ihrem eigenen Unglück selber schuld sein sollen. Hier sind mindestens rein biologisch 2 Menschen schuld.
Fakt ist, dass die angeblich Schuldigen alles ausbaden müssen und der schöne Gockel die nächste Henne beglücken kann, was alle, auch du, völlig ok finden. Dir würde dieses ja nie passieren.
 
E

ExUser 2606

Gast
Nein, mir würdedas nicht passieren. Weil ich einen verantwortungslosen Partner in den Wind geschossen habe, sobald er sein wahres Gesicht gezeigt hat.
 

Muzel

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Leider habe ich das wahre Gesicht zu spät erkannt. Das ändert aber nichts. Allein ein Kind groß zu ziehen ist nun mal eine große Aufgabe besonders für eine Frau. Wenn es dann noch behindert ist, dann mag ich gar nicht darüber nachdenken. Männer bekommen viel mehr Unterstützung.
Eigentlich wollte ich überhaupt nichts zu diesem Thema schreiben, aber dass eine Frau dieses Thema angestoßen hat, hat mich völlig fertig gemacht.
 

Archibald

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Von einem unliebsamen Kind will der Vater nichts wissen und ist schneller als der Schall verschwunden. Du weißt ja, der Gockel bespringt die Henne und was danach ist, ist völlig egal.

Boah. Das ist ja nicht auszuhalten.
Ein Kind zu zeugen ist noch immer die Sache von 2 Individuen.
Wenn die Henne den Gockel nicht inspiziert bevor es zu Küken kommt darf sie sich nachher nicht wundern einem hübschen Blindgänger auf den Leim gegangen zu sein.

Klar, man kann sich auch mal irren. Wenn aber in der Testphase einerseits auf Verhütung geachtet wird und andererseits auch auf schlechte Zeiten und die jeweilige Vorgeschichte geachtet wird lässt sich derlei sogut wie sicher ausschließen.

Zum Thema.
Diese Art der Diagnostik fordert von der ganze Gesellschaft hohes Verantwortungsbewusstsein und eine breite Diskussion darüber was damit als legal möglich und illegal definiert werden soll.

Der Weg zum quasi Standard "Designerkind" ist schnell erreicht. Wollen wir soetwas? Dann stellt sich natürlich zugleich die Frage wie weit darf "mein Bauch gehört mir" gehen? Wenn ich Designerkinder zulasse präferiere ich natürlich den Tod vieler Kinder die kein bestimmtes Soll erreichen. Will man das nicht muss man auch das "mein Bauch gehört mir" einschränken.
Das Thema ist so umfangreich und philosophisch...
 

Muzel

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Also ein Betrug ist nicht schlimm. Der Frau schöne Augen zu machen und falsche Versprechungen ist in Ordnung? Die Betrogenen waren alle zu naiv und haben es den Betrügern viel zu leicht gemacht.
Die Gefühle zu verletzen ist doch schlimmer als das Vermögen.
Mein Bauch gehört mir, sollte Standard sein. Die Frau muss entweder die Abtreibung, oder die Schwangerschaft und die Geburt überstehen.
Ich habe noch nie gehört, dass ein Mann seine Schule, sein Studium oder seine Lehre abbrechen musste wegen einer Schwangerschaft.
Es steht nun einmal fest, dass es eine sichere Verhütung nicht gibt aber es ist sicher, dass Kind sich im Bauch der Frau einnistet.
 

isabel

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Hallo,
ich habe das Thema hier gestellt, um zu diskutieren, wo die Grenzen der pränatalen Untersuchung sind - anders rum: welche Babys aussortiert werden sollten, welche nicht.
Das hat wirklich mit zwischengeschlechtlichen Problemen nicht zu tun.
Welche Behinderungen werden durch die Gesellschaft geduldet und welche darf oder sollte man schon pränatal erkennen und "beseitigen". Es gibt immer mehr Tests und die Toleranz der Gesel. ist immer weniger.
Wo bleibt ein Traum von Inklusion?

Ich kann jetzt nicht groß schreiben - ich packe meine Sachen nach Polen.
Irgendwann werde ich mich zurück melden; aber eine Bitte: reduziert den Thread inzwischen nicht zu ewiger Disk. Gockel - Henne.
Das Thema ist dafür viel zu ernst.

Noch ein Zitat:

Sebastian Urbanski, Schauspieler und Synchronsprecher

"Ich bin gegen den Pränataltest, weil er Menschen wie mich schon vor der Geburt aussortiert. Wir alle haben ein Recht auf Leben, schließlich gehören Menschen mit dem Down Syndrom zur Vielfalt des Lebens. Vielfalt heißt auch, dass wir alle gemeinsam leben und arbeiten - Behinderte und Nichtbehinderte. So wie wir in unserem Theater RambaZamba eine große bunte Gemeinsamkeit leben, in der alle eins sind."

LG
iabel
 

Muzel

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Liebe Isabel!
Eine genetische Untersuchung kann immer nur feststellen, ob eine genetische Abweichung vorliegt. Wie die sich auswirkt, weiß kein Mensch. Man weiß nur, welche schlimmen Folgen die Abweichung verursachen können. Nun muss aber eine Frau im extremen Fall damit allein klar kommen und deshalb sollte die Frau ganz selbstbewusst sagen: "Mein Bauch gehört mir".
 

isabel

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Hallo, Muzel
ich bin wieder in Hannover.
Ich hatte Zeit, darüber nachzudenken.
Mein Bauch, Dein Bauch - das ist nicht richtig.
Ein Thema über Beziehungen zwischen Man und Frau ist wichtig.
Hat aber mit meinem Thema überhaupt nichts zu tun.
Es geht um viel mehr, als kaputte Beziehung - es geht um Babys aus Resorte oder sonstwas.
Pränatale Diagnostik führt dazu,Fötus zu beseitigen, wenn die nicht dem Wünschen der Eltern entsprechen.
Muzel, denk mal nach.
Grüße
isabel
i
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Wenn ein Test wegen eines großen Risikos absolviert wird und früh genug feststeht, dass das kleine Wesen selbst nicht lebensfähig sein wird - ist es für die werdende Mutter und dem entstehende Wesen (meiner Meinung nach) das Beste die Schwangerschaft frühzeitig zu beenden.
(Also schwerstbehindert, ohne genau sagen zu können, ob es nicht schon als Sternenkind zur Welt kommt).

Natürlich wünscht sich jeder, dass das Kind gesund zur Welt kommt - etwas anderes zu behaupten wäre unfair.

Aber jedes Kind, egal ob mit handicap oder ohne ist es wert geliebt zu werden.
Natürlich kann es jeden treffen, und oft gibt es Menschen die mit einem gehandicapten Kind absolut überfordert sind - dann finde ich es aber auch achtungsvoll, wenn diese sagen: Ich bin dazu nicht in der Lage und gebe das Kind in erfahrene Hände.

Das bedeutet ja nicht, dass sie ihre Kinder nicht lieben. Vielmehr zeugt das von wahrer Liebe, diesem Kind eine bestmöglichste Versorgung zu bieten.

Ich habe vor langer Zeit die Enkelin meiner damaligen Chefin kennengelernt. Das Mädchen kam gesund zur Welt, wurde aber in wenigen Jahren durch einen inoperablen Tumor vollkommen aus den gradlinien Bahnen geworfen.
Als ich sie kennenlernte, war sie 6 und bereits im Hospiz angemeldet.
Noch heute spreche ich voller Bewunderung über die damals alleinerziehende junge Mutter mitte 20 und dem lebensfrohen kleinen Mädchen, dass sein Leben genoss "ohne" Einschränkungen.
 

Muzel

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Jede Frau muss das gesundheitliche Risiko einer Schwangerschaft tragen, denn die findet nun mal nur im Bauch der Frau statt.
Sollte die Schwangerschaft zu Komplikationen führen und sie zum EM-Fall werden, darf sie sich in die Reihe anstellen mit den Leuten, die darum kämpfen müssen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Wenn eine Frau dieses Risiko generell nicht tragen möchte, dann soll sie halt darüer sorgen, dass sie nicht schwanger wird.
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Muzel

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Dann muss eine Frau eine Nonne sein.
Was macht sie aber, wenn sie vergewaltigt wird?
 
E

ExUser 2606

Gast
Man kann sowas ja auch innerhalb der Partnerschaft regeln.
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erwerbsuchend

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Eine sichere Verhütung für eine Frau gibt es nicht.

Pille oder Spirale für die Frau, Kondom für den Mann und das Problem der Schwangerschaft ist weitgehend gelöst. Ich habe bisher noch von keinem gehört, dass eine Frau schwanger wurde, wenn mehrere Verhütungsmittel kombiniert wurden.
 

Muzel

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Ich kenne eine Frau, die trotz Spirale 2 Jungen bekommen hat. Die Schwangerschaft mit liegender Spirale war natürlich problematisch.
 
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