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Was meint ihr, wird es innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Art vom Bedingungslosen Grundeinkommen geben?

schmusefee

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Na, am besten doch freiwillig...wenn Allen klar ist, dass es keine „Schmrotzer“ gibt.
Das beste Beispiel ist doch wohl der Straßenverkehr.....kennen wir doch alle...das A....- loch ist vorne, weil es noch nicht verstanden hat, dass die „Ente“ auch an Ziel kommen will.
Am Ende kommen alle ans Ziel, einer schneller, der andere langsamer....
Es kann nur mit gegenseitigem Vertrauen funktionieren....

Da ich selbst examinierte Krankenschwester + plus Umschulungen bin, möchte ich hier zu diesem Beruf mal meinen Senf abgeben...

Wer weiß denn, wie es überhaupt zu diesem Berufsbild kam?....Richtig um Gotteslohn :)
Die „Nonnen“ (möchte hier keine spezielle Religion vertreten) sahen hier, warum auch immer ihre Berufung...
Sie waren nicht Teil eines Leistungsentgeltsystems, sondern hatten vielmehr Kost und Logis frei...
und taten ...oh Wunder...Dienste von weit mehr als 12 Stunden...

Es ist ein weit verbreitetes Märchen, dass keiner mehr Bock auf den Job hat....vielmehr scheitert das Ganze am LEISTUNGSDRUCK ... ich möchte keinen mit Details langweiligen, jedoch scheitert es in den meisten Fällen an einem zuviel an zu pflegenden Menschen in zu kurzer Zeit, .... an wirklich gesundheitsschädlichen Arbeitszeiten oder schlicht an Unterforderung. Ja ganz richtig, vielen examinierten oder solchen, die es sein könnten, traut man schlicht zu wenig zu...

Ist für mich das Paradebeispiel dafür, dass auch „unliebsame“ Jobs gemacht werden...
Eben ....FREIWILLIG.....

Liebe Grüße
 

cibernauta

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"Eine Art BGE" haben wird doch bereits. Es sind 750 Euro im Monat, sprich 9.000 Euro im Jahr an Steuerfreibetrag.
Nein, denn Sozialversicherungsbeiträge musst du dennoch zahlen. Das ist ja der Irrsinn beim Aufstocken mit Alg-II: aus einer Tasche raus in die andere wieder rein mit riesigem Bürokratismus und Fremdbestimmung, mal abgesehen davon, dass niemand von dem Betrag leben kann.

Beim BGE wäre das ähnlich. Die meisten müssten wesentlich höhere Abgaben zahlen, um das zu finanzieren.

Man müsste doch konsequent einen Sockelbetrag von allen Abgaben freistellen und dafür die Beitragsbemessunggrenzen verschieben, bzw. die oberen abschaffen. Wer diesen Betrag nicht durch Einkommen erreicht, bekommt Transferleistungen.

Letztlich ist es ja heute nicht anders, nur mit zahlreichen Schikanen, Kontrollen und Bedingungen. Die Eliten möchten halt die Verfügungsgewalt über den Faktor Arbeit nicht aus der Hand geben.

Ihr sollt alle mindestens 40 Stunden arbeiten, obwohl das in vielen Berufen ja völliger Irrsinn ist. Auf dem Bau oder in der Pflege sind viele schon mit Mitte 30 kaputt.

Die Gewerkschaften waren da in den 80ern schon mal wesentlich weiter.
 

lino

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Irgendsowas in der Art wird auf jeden Fall kommen. Bedingungslos wirds eher nicht sein, aber irgendwann wird man zugeben müssen, das nicht alle einen Job haben können.
In naher Zukunft wird die KI die Mittelschicht in die Arbeitslosigkeit schicken, und dann gehts ans Eingemachte, weil die Leute dann richtig was verlieren werden. Dann müssen sich die Politiker etwas einfallen lassen.
Geld genug ist da, ist nur eine Frage der Verteilung.
 

Kampfmops

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Dann müssen sich die Politiker etwas einfallen lassen.
Die könnten sich auch jetzt schon so vieles einfallen lassen. Aber das tun sie ständig erst auf dem letzten Drücker. Viele Probleme gibt es Jahre lang und erst wenn es kritisch wird, bewegen sich die Damen und Herren in der Politik. Es wird immer regiert, frei dem Motto :"Wir machen nun, was lustig ist, die Wichtigen Dinge lassen wir der nächsten Regierung!"
Umverteilung muss auf jeden Fall sein, anders geht es ja auch nicht.
 

cibernauta

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Darauf zu warten, dass es irgenwann mal irgendwas gibt, darauf würde ich nicht setzen.
Es passiert dann etwas, wenn die Betroffenen es einfordern.
 

Dinobot

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Darauf zu warten, dass es irgenwann mal irgendwas gibt, darauf würde ich nicht setzen.

"Irgendwas" wurde heute schon mal in Form gegossen -genannt SGE.. Denn in Berlin wurden heute brandaktuell zumindest einmal die

Eckpunkte Solidarisches Grundeinkommen
Vorlage für die Konferenz zum Solidarischen Grundeinkommen am
20.02.2019

vorgestellt,was nicht anderes zu sein scheint, als eine Art von freiwilligem 16i -für ehemalige ALG I Kandidaten :

1) Zielgruppe
Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose nach Ablauf des ALG I (in der Regel nach einem Jahr) bis inkl.
dem dritten Jahr Arbeitslosigkeit.
Mit Bevorzugungen gegenüber der ebenfalls in der Stadt angedachten 16i Umsetzung, nämlich :

Sollte ein SGE-AN nach fünf Jahren keine Perspektive in „seinem/ihrem“ Unternehmen
geboten werden können, so garantiert das Land die Weiterbeschäftigung und übernimmt
den Arbeitnehmenden zur weiteren Qualifizierung bzw. zum Einsatz im öffentlichen
Sektor. Dazu wird das Land Berlin eine geeignete Organisationsform schaffen.
Das wird in der Stadt Zündstoff schaffen -und natürlich ist abzusehen, dass die AG -wenn überhaupt -eine solche Klientel bevorzugen werden, genauso wie die Stadt das jetzt schon geplant hat. Quelle der vorgehenden Zitate:


[PDF]Eckpunkte Solidarisches Grundeinkommen Vorlage für die Konferenz ...


Und dann wird der langzeit Erwerbslose in dieser Stadt nochmal das Nachsehen haben. Das kommt ganz bestimmt. Dafür ist die Stadt schon bisher bekannt, denn sie bewegt sich seit Jahren an der Spitze, was die Anzahl derer anbelangt und kümmert sich schon immer nicht einheitlich um alle Arbeitslosen mit gleichem Engagement.
 

Sery

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Ein BGE wird es in einer Form geben.
Das ist klar. Es wird wohl nicht so " paradiesisch" werden wie im Schlaraffenland aber wahrscheinlich mit mehr Ehrenämter, anderen sozialen Werte usw.
Es ist bald echt lustig wie manche die Veränderungen in der Industrie und Wirtschaft leugnen.
Dabei sieht man doch überall die Anfänge.
Ja es mag sein, dass alle irgendwann einen Job haben werden trotz Digitalisirung aber ein oder zwei Generationen werden wohl den Packen tragen müssen und werden die Veränderungen besonders spüren.
Vielleicht hat die Gruppe 40+" Glück "und merken nicht viel davon aber alle anderen bestimmt.
 

Kampfmops

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Selbst die Kinder und Jugendlichen merken schon, das vieles falsch läuft und haben Zukunftsängste. Leider sind viele der Älteren sehr Genügsam und lassen sich gern auf der Nase rum tanzen.
Meiner Meinung nach müsste dringend ein Grundeinkommen her (ob Bedingungslos oder nur für Menschen unter einer gewissen Einkommensgrenze ist dabei egal).
Ehrenamt dazu wäre oki, wenn man es sich selbst aussuchen kann und es wirklich was Ehrenamtliches ist. Nicht son einen Schwachfug, wie bei den 1€-Jobs, wo Firmen daran profitierten.

DE ist dank der Jugend am Anfang eines Wandels, dabei sollten wir alle mithelfen. Trotzdem wird es natürlich dauern, da die Lobby gerne ihre "Billigsklaven" behalten möchte.
 

cibernauta

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Wie sagte unsere Kanzleuse einmal schon vor vielen Jahren:

- Wir haben mit der Grundsicherung bereits ein Grundeinkommen

So ist es. Andere Staaten wie Italien ahmen das nach, wobei es dort allerdings eine Verbesserung für viele Menschen bedeutet. Wie wir es bei uns ausgestallten, ist unsere (Wahl)Entscheidung. Bedingungslos wird das niemals ausfallen.
 

schlussjetzt

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10 Jahren? Wenn ich die Jongliererei mit der Lebenszeit der Menschen beobachte, dann werde ich wütend. Wieso wird hier überhaupt darüber diskutiert, ob es das in 10 Jahren geben kann? Ich jedenfalls habe keine Lust weitere 10 Jahre Hartz4 oder Niedriglohnschei**e über mich ergehen lassen zu müssen, nur weil die Masse zu träge ist, um sich kollektiv zu verweigern.
 

cibernauta

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Hartz4 oder Niedriglohnschei**e
Zumindest letzteres kann man ja zumindest für sich persönlich verhindern. Auf eine spürbare gesellschaftliche Veränderung würde ich auch in 30 Jahren nicht setzen, es sei denn es gibt eine schwere Krise und die wird sicher für das Fußvolk keine Verbesserungen bringen.
 

Negev

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Meiner Meinung nach müsste dringend ein Grundeinkommen her (ob Bedingungslos oder nur für Menschen unter einer gewissen Einkommensgrenze ist dabei egal).
Ehrenamt dazu wäre oki, wenn man es sich selbst aussuchen kann und es wirklich was Ehrenamtliches ist. Nicht son einen Schwachfug, wie bei den 1€-Jobs, wo Firmen daran profitierten.
Arbeit, die trotz Automatisierung und Robotisierung, nur von Menschen gemacht werden kann, muss gut bezahlt werden. Und ein Bedingungsloses Grundeinkommen stellt sicher, das sich die Menschen an den Verhandlungstisch setzen können - ohne sich dabei in eine schlechtere Position wiederzufinden!

Da würde ich auch mal die Frage aufwerfen, was ein Ehrenamt überhaupt ist und warum man dafür keinen Lohn bekommt?!
Meiner Meinung nach werden sich viele kleinst Unternehmen/Projekte entwickeln, die Menschen aufbauen - weil der Wirtschaftliche druck nicht mehr so hoch ist. So kann man das Kaffee eröffnen, von dem man immer geträumt hat. Weil die Existenz gesichert ist, muss man lediglich darauf achten, das sich der Laden selbst trägt - jeder kleine Zuverdienst ist natürlich willkommen und wird weit weniger hart bestraft. So ein Kaffee könnte auch nur an drei oder vier Tagen geöffnet haben. Es wird aber definitiv die Gemeinschaft stärken und Städte/Dörfer wiederbeleben.
 

kge

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Ja es mag sein, dass alle irgendwann einen Job haben werden trotz Digitalisirung aber ein oder zwei Generationen werden wohl den Packen tragen müssen und werden die Veränderungen besonders spüren.
Ja, das denke ich auch... (y)

Es ist m. M. n. klar, dass viele niedrig qualifizierte Berufe GANZ verschwinden, weil sie durch Maschinen ersetzt werden, die höher qualifizierte Fähigkeiten voraussetzen. In meiner Region z.B. wurden schon von einigen Jahren die ersten Weiter- bzw. Umbildungen im Fabrikwesen durchgeführt. Ergebnis: die Angestellten hätten Schwierigkeiten mit den neuen Maschinen gehabt, weil diese komplizierter seien als die alten. Es ist doch ganz klar, dass es bei diesen Schulungen "Ausschuss" geben wird...

Klar, kann man jenseits des Angebots und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt Jobs schaffen. Aber das funktioniert entweder nur durch staatliche Intervention (hier in D: Zuverdienst, UB, Werkstatt, 1-Euro-Job etc.) oder durch eine Dequalifizierung der arbeitenden Bevölkerung wie den USA, wo man dann auch ein Nachfrage für Leute hat, die dafür bezahlt werden, im Discounter Kunden zu begrüßen oder die Waren in Papiertüten zu verpacken.

Von diesen Menschen dann auch noch zu verlangen, dass sie glücklich(!) über ihr Schicksal sind, ist pervers. Da hätte ich lieber ein BGE, um die Sinnhaftigkeit der Arbeit wiederherzustellen.

Aber wenn wirklich nur wichtig ist, dass jeder Arbeit hat, gibt es keine anderen Alternativen als die obigen. Mann könnte sie nur humaner gestalten oder besser bezahlen. Das würde aber der Marktlogik widersprechen (je überflüssiger die Arbeit, desto niedriger der Lohn).... Ich denke, kaum dass an einem BGE irgendwas vorbeiführt, wenn man so etwas wie die Diktatur des Proletariats verhindern will (wenn nicht in D, dann in anderen Ländern). Und mit BGE meine ich = mehr als ALG2 und sanktionsfrei, dann könnte man sich auch die dämliche Aufsplittung in erwerbsfähig und -unfähig sparen.
 
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