Was meint ihr, wird es innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Art vom Bedingungslosen Grundeinkommen geben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

serg

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Was heißt akzeptieren?
Ich brauchte jetzt halt dringend nen Job und die Kohle, da ich kein Einkommen mehr hatte, meine Ersparnisse auch zu neige gingen, ich keinen Bock mehr auf Amt hatte, ich eh keinen Anspruch mehr auf ALG-II hatte und ich ja auch noch irgendwie meine Krankenversicherung bezahlen musste!
Und da ich regulär nichts mehr gefunden habe und die Stellen, die ich dann doch mal hatte wieder verloren habe, musste ich mir halt was einfallen lassen.

Im Moment passt es für mich halt ganz gut; decke meine Kosten, komme raus, hab was zu tun, mache mich aber nicht kaputt.
Ist natürlich alles recht kurzfristig gedacht und spätestens, wenn ich und meine Freundin auf die 30 zugehen und dann die klassischen "Kinder, Haus, Karriere"-Gespräche anfangen, wirds eng für mich, wenn ich nicht in nen regulären Vollzeitjob komme bzw. den nicht packe, aber daran versuche ich jetzt lieber noch nicht zu denken........
Vorsicht! KV Beiträge können auch rückwirkend verlangt werden. KV ist Pflicht. Davon laufen kann man wirklich nicht.
 

Stabilo Boss

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Vorsicht! KV Beiträge können auch rückwirkend verlangt werden. KV ist Pflicht. Davon laufen kann man wirklich nicht.
Ich bezahle meine KV selber! Also nichts mit davonlaufen. Sind i.m. 190€ pro Monat

@Stabilo Boss: Lagerhelfer wahrscheinlich über Leiharbeit, oder? Wenn es so ist, muss ich cibernauta leider zustimmen.
Nö, nichts Leiharbeit! Habe ich selber gefunden und bin ganz normal ohne "Dritte" dort angestellt.
 

Negev

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Ne, ist ja eh nur für 450€
Also Aufstocker... Glückwunsch.

Das würd ich nicht mit mir machen lassen. Aber bei vielen ist eben die Rhetorik der letzten Jahren voll durchgeschlagen. Die stecken so tief im System drin, das sie keine Vorstellungskraft mehr aufbringen können - wie es anders vielleicht besser laufen könnte.

Zum Aufstocker: mittlerweile seh ich das so, das diese Menschen nicht respektiert werden müssen. Sie sind Kollaborateure welche das System mit aufrechterhalten. Der Einzige Fall, den ich noch akzeptieren bzw. selbst gehen würde wäre, wenn ein Minijob direkt in eine Vollbeschäftigung führen würde... aber wie oft passiert das? Wie lange bist du schon als Minijobber unterwegs?

Die (politische) Gesellschaft hat den Leistungsgedanken so sehr gepflegt, das manche Menschen alles tun würden, um bloß nicht ohne Erwerbsarbeit zu sein. Deinem Boss kann das Recht sein. Der kann billige Arbeiter einstellen.
 

Stabilo Boss

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Also Aufstocker... Glückwunsch.

Das würd ich nicht mit mir machen lassen. Aber bei vielen ist eben die Rhetorik der letzten Jahren voll durchgeschlagen. Die stecken so tief im System drin, das sie keine Vorstellungskraft mehr aufbringen können - wie es anders vielleicht besser laufen könnte.

Zum Aufstocker: mittlerweile seh ich das so, das diese Menschen nicht respektiert werden müssen. Sie sind Kollaborateure welche das System mit aufrechterhalten. Der Einzige Fall, den ich noch akzeptieren bzw. selbst gehen würde wäre, wenn ein Minijob direkt in eine Vollbeschäftigung führen würde... aber wie oft passiert das? Wie lange bist du schon als Minijobber unterwegs?

Die (politische) Gesellschaft hat den Leistungsgedanken so sehr gepflegt, das manche Menschen alles tun würden, um bloß nicht ohne Erwerbsarbeit zu sein. Deinem Boss kann das Recht sein. Der kann billige Arbeiter einstellen.
Ist das so schwer?
Nichts Aufstocker!
Ich bin nicht beim Amt, ich habe nur meinen 450€-Job, sonst nichts und davon muss ich auch noch meine KV selber bezahlen! Habe keinen Anspruch auf ALG-II, hatte kein laufendes Einkommen mehr und musste schon an meine Ersparnisse; ergo brauchte ich einfach dringend Geld und da mich keiner mehr für nen "richtigen" Job eingestellt hat und Freundin/Verwandte auch schon druck gemacht haben musste ich halt auf Minijob zurückgreifen.
Bin jetzt seit November da und war ursprünglich nur fürs Weinhachtsgeschäft dort angestellt, aber man will jetzt mit mir weiter machen; komme weiterhin 1-2 mal die Woche und damit bin ich auch ganz zufrieden bis jetzt. Wenn man meine Vorgeschichte bedenkt bin ich da einfach froh, das ich keinen Mist gebaut habe und das mental wie körperlich schaffe. Man hat mir gesagt, wenn sie Bedarf für mehr haben bzw. ich mehr Stunden machen will, kann man sprechen und man schaut, wie man auf einen Nenner kommt.
Klar, verlassen sollte ich mich darauf nicht und ja, das klingt schon irgendwie nach Karotte, aber ich muss ihr ja nicht hinterherlaufen;).
Mach einfach weiter mein Zeug und schau, was sich ergibt.

Klar, alles nicht die Welt, aber besser als Amt-Schikane!
Je weniger man von diesem Laden abhängig ist, desto besser!
Und Aufstocken wäre das letzte, was ich tun würde!
Arbeiten gehen und trotzdem können die einem auf den Keks gehen? Horror.......

Halte natürlich trotzdem weiter ausschau nach "richtigen" Stellen und guck, was da am besten für mich passt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Sie sind Kollaborateure
Das sind wir doch alle! Die meisten Aufstocker arbeiten Teilzeit, oft unfreiwillig. Da reicht z.Bsp. im Einzelhandel auch ein Lohn von 17€/h nicht aus, wenn man noch ein Kind zu versorgen hat.

Das Sozialsystem ist eben dafür da, dass man nicht jeden Dreck annehmen muss. Zu einem Minijob kann man nicht gezwungen werden, aber viele denken halt nur an sich, an das bisschen Zuverdienst zur Stütze. Wenn man konsequent und beharrlich eine Perspektive einfordert, bleibt dem JC nicht viel Gelegenheit zur Schikane.
 

Kerstin_K

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Wholesaler, das von dir propagierte System ist extrem ungerecht und schafft eine 2-Klassen Gesellschaft. Aber irgendwie scheinst du das nicht zu kapieren.
 

Negev

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Ist das so schwer?
Nichts Aufstocker!
Ich bin nicht beim Amt, ich habe nur meinen 450€-Job, sonst nichts und davon muss ich auch noch meine KV selber bezahlen! Habe keinen Anspruch auf ALG-II, hatte kein laufendes Einkommen mehr und musste schon an meine Ersparnisse; ergo brauchte ich einfach dringend Geld und da mich keiner mehr für nen "richtigen" Job eingestellt hat und Freundin/Verwandte auch schon druck gemacht haben musste ich halt auf Minijob zurückgreifen.
Erstens lese ich nicht jeden einzelnen Beitrag (es sind mittlerweile fast 600) durch.

Du lebst also von deinem erspartem und seit November von deinem Minijob. Da du noch erspartes hast, bist du auch nicht beim Amt gemeldet bzw. würdest auch noch kein Anspruch auf H4 haben?!
Das du mit einem Minijob die Zeit so lange wie möglich hinauszögern willst, bis eben die Kohle weg ist (bis vielleicht auf den Freibetrag) ist nachvollziehbar.
Unter "dringend" verstehe ich eine Notsituation. Von einem Minijob alleine - also ohne jedewede andere Geldquelle/Unterstützung/(Ehe-)Partner - kann niemand leben. Es muss dann aufgestockt werden. Du hast dir die Freiheit herausgenommen, einen Minijob zu machen, um so lange wie möglich, mit deinem Geld, vom Amt weg zu bleiben. Sofern ich das richtig verstanden hab...
 

Wholesaler

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Wholesaler, das von dir propagierte System ist extrem ungerecht und schafft eine 2-Klassen Gesellschaft. Aber irgendwie scheinst du das nicht zu kapieren.
Im Gegensatz zu dir mache ich wenigstens Vorschläge. Ob die dann ungerecht sind oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Du kritisierst hier ständig, aber Alternativen, wie man es eventuell besser machen kann, zeigst du nicht auf.
 

Kerstin_K

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Ich habe leider keine Lösung, aber das ist auch nicht mein Job. Dafüer bekommen die gewählten Politiker viel Geld,
 

Wholesaler

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Immer nur Kritik zu üben und selbst keine Ideen vorzutragen ist auch nicht förderlich. So wie das System jetzt ist kann es meiner Meinung nach nicht bleiben und deshalb muss man andere Möglichkeiten darlegen. Von den gut bezahlten Politikern braucht man sich nicht viel erhoffen. Die versprechen viel und halten nix.
 

Wholesaler

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Das ist das eigentliche Problem. Viele Arbeitslose und sozial Schwache gehen schon gar nicht mehr wählen, weil sie die Hoffnung auf positive Veränderungen aufgegeben haben. Vor allem ältere Menschen wählen immer noch CDU oder sPD. Meist allerdings aus Gewohnheit und nicht aus Überzeugung.
 

Kerstin_K

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Ichhabe beim wählen ein ganz anderes Problem: Ich habe noch keine Pertei gefinden, die mich wirklich überzeugt. ALso wähle ich bei jeder Wahl aufs neue das jeweils aus meiner Sicht kleinste Übel. Nicht wählen zu gehen ist keine Lösung.
 

humble

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"Eine Art BGE" haben wird doch bereits. Es sind 750 Euro im Monat, sprich 9.000 Euro im Jahr an Steuerfreibetrag. Irgendwie fehlt das Geld ja auch nicht an jeder Ecke und keiner kommt auf die Idee das abzuschaffen.
 

Kerstin_K

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Ein Steuerfreibetrag ist doch kein Eunkommen. Jedenfalls nicht für doe, de keine, oder kaum EInkommenssteuer zahlen.
 

schmusefee

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Hallo zusammen,
Also ich denke beim bedingungslosen Grundeinkommen kann es nicht um eine Diskussion der sowieso schon Armen gehen. Hier geht es doch viel mehr darum mal zu erklären, warum denn die Reichen immer weiter arbeiten gehen.
Sollte der Gedankengang richtig sein, dass wenn man nicht arbeiten muss, weil man genug Geld hat, dann würde doch wohl kein Reicher dieser Welt weiter arbeiten gehen.
Bei solchen Diskussionen stört mich ohnehin, dass der schwarze Peter in der Armen-Liga liegen soll und diese sich rechtfertigen muss. Völliger Blödsinn! Alle Reichen dieser Erde sollten sich einmal überlegen, was sie mit dem ganzen Geld anfangen werden, wenn sie die arme Bevölkerung komplett ausgepresst haben.
Nämlich genau das, was hier in Deutschland unserer Bevölkerung ja schon seit Jahrzehnten passiert. Es geht mittlerweile ja dem guten Mittelstand auch schon längst an den Kragen. Das ganze Phänomen wird sich weiter hinziehen bis die ersten, fetten Millionäre dann dran sind.
Irgendwann steht dann ein einsamer, fetter, reicher Papa alleine da, und Keiner wird ihn pflegen, ihm Brot backen, seinen Müll wegräumen, seine Telekommunikationsgeräte anschließen oder was auch sonst.
Vielleicht schafft die Bevölkerung es ja eines Tages die Weisheit zu erlangen, dass es jedem Menschen innewohnt, sich nach seiner Kraft betätigen zu wollen. Kein Mensch wird geboren mit einem Konto auf dem er Geld sammelt, sondern vielmehr mit einer Seele, die sich betätigen möchte. Einfach mal den kleinen Kindern zuschauen wie stolz sie sind, wenn sie wieder etwas Neues gelernt haben und etwas tun dürfen.
Deshalb mein Wunsch und meine Empfehlung, selbstverständlich ist bedingungsloses Grundeinkommen möglich, viele Menschen werden sich freiwillig und gerne nach Ihren Möglichkeiten betätigen, wenn Ihnen klar wird, dass sie sich nicht ständig Sorgen wegen des Geldes machen müssen ...eine Umverteilung des ohnehin brachliegenden Riesenvermögens der Reichen dieser Erde reicht vollkommen aus, um das Geld ständig im Umlauf in Form eines bedingungslosen Grundeinkommen haben zu können.
Nächster Schritt… Geld komplett abschaffen… Aber damit bin ich meiner Zeit wahrscheinlich etwas voraus! Liebe Grüße schmusefee
 
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